Gartenmomente: Magie im Garten -  - E-Book

Gartenmomente: Magie im Garten E-Book

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Beschreibung

Kompakt und übersichtlich das Handwerkszeug einer modernen Hexe erlernen

In diesem Buch findest du die Grundsätze der grünen Magie, lernst die wichtigsten Heil- und Zauberpflanzen kennen und erhältst Tipps für deren Verwendung in der Zauberei. Mit vielen praktischen Gartentipps, anschaulichen Beetplänen und zauberhaften Anwendungsbeispielen wird das Anlegen, Pflegen und Nutzen eines Hexengartens zum Kinderspiel.

  • Magisches Gartenwissen kompakt: Grundsätze der grünen Magie, Infos zu heimischen Heil- und Zauberpflanzen, magischen Ritualen und Jahresfesten sowie mehr als 20 Pflanzenporträts
  • 4 übersichtlicheBeetpläne zum direkten Loslegen im eigenen Garten
  • ZahlreichePflanzenporträts stellen einheimische Heil- und Zauberpflanzen und ihre Anwendung ausführlich vor
  • Mit Weihungsritualen und inspirierenden Meditationen die Energie der Pflanzen erfahren
  • Mit vielen praktischen Anwendungstipps für Rituale, Amulette, Hexenflaschen, Zauberbeutel, Liebes-, Schutz-, und Heilungszauber

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 107

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Gartenmomente

Magie im Garten

wild, wirksam &

zauberhaft

impressum

Alle in diesem Buch veröffentlichten Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verlags gewerblich genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung der Inhalte des Buchs ist untersagt und wird zivil- und strafrechtlich verfolgt. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die im Buch veröffentlichten Aussagen und Ratschläge wurden von Verfasserinnen und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie für das Gelingen kann jedoch nicht übernommen werden, ebenso ist die Haftung der Verfasserinnen bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.

Bei Fragen zur Produktsicherheit wenden Sie sich an:Edition Michael Fischer GmbH Kistlerhofstr. 70 81379 München [email protected]

Bei der Verwendung im Unterricht ist auf dieses Buch hinzuweisen.

Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.

Haftungsausschluss: Die Verfasserinnen geben weder direkt noch indirekt medizinische Ratschläge. Sie stellen keine Diagnosen und erteilen keine Verordnungen. Herausgeber, Verfasserinnen und Verlag übernehmen keine Verantwortung für mögliche Folgen einer Anwendung. Jede Anwendung der Kräuter und Rezepte erfolgt auf Eigenverantwortung und sollte im Vorfeld mit einem Arzt oder einer Ärztin abgeklärt werden, insbesondere wenn (dauerhafte) Medikamente eingenommen werden. Die Anwendung von Heilpflanzen ersetzt keinesfalls den Besuch beim Arzt oder der Ärztin. Die einzelnen Rezepte sind mitunter nicht für Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder geeignet. Es gilt zu beachten, dass bestimmte Kräuter und Inhaltsstoffe allergische Reaktionen hervorrufen können. Deshalb bei bekannten Allergien oder Unverträglichkeiten die Anwendung vorab mit dem/der behandelnden Arzt oder Ärztin besprechen.

EIN E-BOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER

1. Auflage 2026 © 2026 Edition Michael Fischer GmbH

Cover, Layout & Satz: Johanna Knauer Redaktion und Lektorat: Hannah Bürkle Herstellung: Azra Ocak

Texte: Minerva Winter (S. 4–16, 24–25, 30, 38–39, 78–79), Sabine Strassmair (S. 40–77) und Robert Sulzberger (S. 17–20, 22–23, 26–29, 31–37).

Cover:© Unsplash: Kadir Celep.

Umschlag: © Sabine Strassmair; © Shutterstock: AnnaGTS; Pam Walker; Studio113; Iva Vagnerova; Inna Sinano.

Fotos: © Christoph Winter (S. 24 , 25, 30); © Sabine Strassmair (S. 46, 48, 55, 56, 60 re, 61 li, 62 re, 64 li, 65 re, 66 re, 67 li, 69 re, 71 li, 73, 74 re,); © Unsplash: insung yoon (S. 1); © Shutterstock: Uhryn Larysa; Studio113 (S. 9); Peer Marlow (S. 10); trabantos (S. 11); Pam Walker (S. 12, 39); sameh khaled (S. 15); Elina Leon (S. 16); Roman Milavin (S. 17); Iva Vagnerova (S. 18 li); Pecold (S. 18 re); William Edge (S. 20); Shaplov Evgeny (S. 22); Red_velvet (S. 27); StoryTime Studio (S. 28); Shchus (S. 29); Georgy Dzyura (S. 31); ju_see (S. 33); M.Schuppich (S. 51); AnnaGTS (S. 52); MacBen (S. 60 li); Busiukas (S. 61 re); Anna Light (S. 62 li); milroy fernando (S. 63 re); Madeleine Steinbach (S. 63 li); Katerina Maksymenko (S. 64 re); olko1975 (S. 65 li, 79 re); JasminaS (S. 66 li); Denis Shitikoff (S. 67 re); Helmut Lechner (S. 68 re); Janthima Sang (S. 68 li); Elena Pavlovich (s. 69 li); Eldost Gadirov (S. 70 li); KatharinaRau (S. 70 re); Wut_Moppie (S. 71 re); Danny Hummel (S. 72 re); Bruno M Photographie (S. 72 li); barmalini (S. 74 li); Julitt (S. 75 li); Orest Iyzhechka (S. 75 re); Bunphot Phairoh (S. 76 li); Liudmila Zavialova (S. 76 re); Studio Barcelona (S. 77 re); Nador.Virag.An (S. 77 li); Marinodenisenko (S. 78 li); Martin Fowler (S. 78 re); Vankich1 (S. 79 li).

Illustrationen: © Shutterstock: Oksana Kuliesh (S. 2, 3, 38, 40, 41); Hermit Crab Designs (S. 4 u), cetin34 (S. 4 o., 44); lisima (S. 6, 7); WatercolorGardens (S. 8, 9, 32, 34, 35, 37, 42, 43); Kate Kreker (S. 10, 12, 13, 14); Anastasia Lembrik (S. 16, 19, 20); ruozhou (S. 23); Love-Lava (S. 25); Yuliya Derbisheva VLG (S. 26, 27, 29); Tata Pilip (S. 30); anitapol (S. 39); Katrinshine (S. 41, 57, 58); Masha Dav (S. 45, 50), AllaMa (S. 45); Zhemchuzhina (S. 45); piixypeach (S. 45); Feodora_21 (S. 45); lisima (S. 46); Cat_arch_angel (S. 47); Inna Sinano (S. 48); Alisa Pravotorova (S. 50); piixypeach (S. 50); NINA IMAGES (S. 50); FarbaKolerova (S. 50); Epine (S. 50); Aluna1 (S. 50); Ekatmarts (S. 53, 56); Foxyliam (S. 54); Nikiparonak (S. 54); EVdesign EV (S. 54).

ISBN 978-3-7459-3441-0

www.emf-verlag.de

Inhalt

Vorwort

Hexen- Gartenwissen

Die geheimnisvolle Welt der Magie

Grüne Magie – der magische Umgang mit der Natur

Die heilige Mutter Erde

Vermittelnde Macht zwischen den Welten

Die Geschichte der Kräutermagie

Pflanzenmagie

Magische Gartenpraxis

Gärtnern mit dem Mond

Den Garten spüren

Mit der Natur verbündet

Gärtnern im Einklang mit den Naturkreisläufen

Jede Pflanze hat ihren magischen Platz

Fruchtbarer Boden als wichtigste Komponente

Kreislauf des Lebens

Ein Beet anlegen

Hexen- Gartenpraxis

Die richtige Ausstattung für deinen Hexengarten

Die richtige Kleidung

Gartenwerkzeug

Magische Gartengeräte

Magisch verziertes Werkzeug

Weihungsritual für Gartenwerkzeuge

Pflanzen aussäen und vermehren

Pflanzen selbst anziehen

Vegetative Vermehrung

Richtig pflanzen

Bemalte Trittplatten für deinen Garten

Pflanzenpflege

Richtig gießen

Bodenpflege

Regeln beim Düngen

Einen Hexengarten planen

Was sind meine magischen Gartenelemente?

Einfühlsam umgestalten

Grundformen für deinen Hexengarten

Die klassische Vierteilung

Kreisrunde Anlageformen

Gestaltungselemente

Segnungsritual zur Aktivierung deines Hexengartens

Über das Räuchern

Welche Hilfsmittel brauchst du?

So bindest du ein Räucherbündel

So räucherst du mit Kohle oder Stövchen

Rezepte für Räuchermischungen

Reinigende Räuchermischung

Entspannende Räuchermischung

Räuchermischung Seelensonne

Räuchermischung Finde deine Mitte

Das Mond-Beet

Das Räucher-Beet

Das Starke-Abwehr-Beet

Rezepte zur Stärkung

Erkältungssirup mit Zwiebeln und Knoblauch

Erkältungstee mit Zistrose

Pflanzliches Antibiotikum Kapuzinerkresse-Meerrettich-Tinktur

Immunstärkendes Oxymel mit Zistrose und Kapuzinerkresse

Hexen-Pflanzenporträts

Alant

Baldrian

Basilikum

Beifuß

Brennnessel

Echter Waldmeister

Fenchel

Frauenmantel

Gänseblümchen

Gemeiner Wacholder

Große Malve

Gundermann

Hopfen

Immortelle

Johanniskraut

Kamille

Knoblauch

Koriander

Lavendel

Liebstöckel

Mariendistel

Mariengras

Mutterkraut

Nachtkerze

Petersilie

Pfefferminze

Ringelblume

Rose

Rosmarin

Roter Sonnenhut

Rotklee

Salbei

Schafgarbe

Schwarzer Holunder

Schwarze Tollkirsche

Sonnenblume

Thymian

Wiesenarnika

Ysop

Zistrose

Vorwort

Wenn du deine Augen schließt, tief durchatmest und zur Ruhe kommst, dann kannst du es fühlen: die Lebendigkeit der Pflanzen und die Kraft der Magie. Wenn du dich auf den Zaubergarten einlässt, dann entsteht ein einzigartiger Raum, ein Bereich, der dir Kraft gibt, dich unterstützt und in dem du mit der Natur in Kontakt treten kannst.

Wenn du erst einmal damit begonnen hast, die Verbindung zur Natur zu suchen und bewusst zu erleben, wirst du sie nicht mehr missen wollen. Begrüße mit dem ersten Sonnenlicht die frischen Knospen und das satte Grün, das über Nacht gewachsen ist. Wenn du zur Mittagszeit deinen Garten betrittst, kannst du den Baldrian riechen, dessen Duft dich wohlig umarmt. Baldurs Sonnensegen. Und die wundervolle Kamille, das Kraut Freyas, zeigt sich in ihrer schönsten Blüte. In den Vollmondnächten, wenn die Mondin klar am Himmel steht, sehen die Blüten des Holunderbaumes und des Mädesüß besonders magisch aus. Sie leuchten. Wenn sie dann ihre Köpfe neigen, der Stängel sich ganz sachte hin- und herwiegt, könnte man meinen, eine Elfe steht da, um mit ihnen zu tanzen. Wenn du genau hinsiehst, erkennst du nicht nur die kleinen Wesen, die da brummen und summen, um sich an den Blüten des Beinwells oder Lavendels zu erfreuen. Nein, wenn du deine Sinne weitest, kannst du hinter die Welten schauen und Naturgeister erblicken, die in deinem Zaubergarten wohnen. Das macht ihn so besonders.

Zu den magischen Pflanzen gehören schon seit der Steinzeit auch die Giftkräuter wie der Fingerhut, die Tollkirsche oder auch der Eisenhut. Sie symbolisieren die Schatten, die dunkle Seite, mit der sich jede moderne Hexe oder jeder Zauberer auskennt. Der Zaubergarten verbindet Sichtbares mit Unsichtbarem, Licht und Schatten und das Weltliche mit dem Spirituellen. Genau wie du selbst wächst und verändert er sich ständig. Er wird Kraftort, Ruhe­pol, Quelle und Verkörperung deiner Magie.

Dieses Buch soll Nachschlagewerk und Inspirations­quelle sein. Es soll dir neue Anregungen und Wege eröffnen, um dein magisches Wissen über die Pflanzen und ihre Seele zu vertiefen. Möge dich dieses Buch auf deinem Weg begleiten und dich inspirieren, deinen eigenen zauberhaften Garten zu erschaffen und deine persönliche Verbindung zu den Kräutern und Pflanzen zu finden.

Hexen- Garten wissen

Die geheimnisvolle Welt der Magie

Magie folgt keiner Sprache, sie will vielmehr erfahren werden. Ob Zauberin oder Zauberer, moderne Hexe, Heiler*in oder Magier*in: Sie alle erleben Magie ganz individuell. Die Grundlagen können dir helfen, deine Kräfte kennenzulernen und zu erfahren, wie Magie in und durch dich wirkt und welche Bedeutung sie in deinem Leben hat.

Das Wort „Magie“ geht über griechisch-lateinisch magia und altgriechisch μαγεία (mageía) auf µάγος (mágos) „Weise*r; weise“ zurück. Linguistisch liegt ihm die indogermanische Wurzel magh- mit der Bedeutung „können, vermögen, helfen“ zugrunde. Magie geht von der Vorstellung aus, dass alles im Kosmos von einer transzendenten Kraft durchdrungen ist und wir durch bestimmte Handlungen, wie Zaubersprüche oder Rituale, auf diese kosmische Kraft Einfluss nehmen können. Diese durch den Zauber entstandene Energie wird „Magie“ genannt.

Magie bedeutet die Beeinflussung der Wirklichkeit mithilfe unseres Willens. Durch die Zauberhandlung wird die Intention, also das Ziel unserer Magie, in eine Aktion übertragen und so in die Wirklichkeit gesendet. Aber nicht wildes Zauberstabgefuchtel oder komplizierte Rituale bringen den gewünschten Erfolg, sondern geistige Klarheit und die konkrete Vorstellung, wie sich die Magie auswirken soll.

Dem Begriff liegen bestimmte mythologische Vorstellungen zugrunde. Im skandinavischen Raum der Wikingerzeit war das „seiðr“ (Zauber/Magie, oft auch böswilliger Natur) beispielsweise an den Kult der Göttin Freyja geknüpft und wurde vorwiegend von Frauen ausgeübt. Seit der Renaissance gilt der zauberkräftige Wille als zentraler Aspekt der Magie. Dieser stellt die Fokussierung des Geistes auf ein bestimmtes Ziel dar. Die Energie soll dabei in Form eines Rituals oder Zauberspruches kanalisiert werden. Bereiche, in denen moderne Magie oder magisches Denken Einzug gehalten haben, sind beispielsweise das Neuro-Linguistische Programmieren (NLP) und positives Denken, Affirmationen, bestimmte psychotherapeutische Praktiken, Neo­schamanismus, Channeling oder Divinationen.

Grüne Magie – der magische Umgang mit der Natur

Menschen, die sich der „Naturmagie“ oder „Grünen Magie“ verschrieben haben, leben und handeln im Einklang mit der Natur. Die magischen Zauberpraktiken basieren auf dem Wissen überlieferter Brauchtümer, und ein*e Grüne*r Hexe oder Hexer verfügt über ein umfassendes Wissen über die Heil- und Zauberkräfte heimischer Pflanzen.

Die heilige Mutter Erde

Für alle alten Kulturen und Religionen und auch aus Sicht der modernen Hexen und Hexer, Schaman*innen und der noch heute lebenden Naturvölker war und ist unser Planet beseelt. Die Erde wird als Göttin, als Urmutter allen Lebens verehrt und hat als solche viele Namen: Gaia, Jörd, Patchamama, Mutter Erde. Der Begriff „Mutter Erde“ umfasst dabei nicht nur den Erdboden, sondern ebenso Gewässer, alle Lebewesen, die Luft und alle bekannten Naturphänomene inklusive der ihnen innewohnenden Geistwesen und Götter. Für viele Schaman*innen ist die Erde weiblich beseelt: Steine und Felsen sind ihr Leib. Wurzeln ihre Knochen, Bäume ihre Adern und Gräser und Kräuter ihr Haar. Der Christianisierung zum Trotz blieb ein Teil dieser Weltanschauung bestehen. Wir finden ihn noch immer in Bräuchen wie etwa in Form der traditionellen Dankgebete bei der Ernte von Heilkräutern oder dem Brauch, sich mit Erde die Hände von Sünden zu reinigen, der sich in der Volksreligion Russlands zum Teil bis heute erhalten hat. Im Glaubensmuster vieler moderner Hexen und Hexer kehren diese zu ihren Ursprüngen zurück. Sie sehen den Menschen als ein Teil des ewigen Zyklus der Natur und der großen Beseeltheit von Mutter Erde an. Die unendlich wiederkehrende Wandelbarkeit von Mutter Erde und allen Lebens wird von der dreifaltigen Göttin verkörpert. Diese Gottheit, die sich im Gewand der jungen Frau, der nährenden Mutter und der alten Weisen zeigt, wird auch im eigenen Garten greif- und erlebbar: Zum Jahresanfang ist die Göttin in reinem Weiß zu sehen. Dann erwacht sie aus ihrem Winterschlaf, und mit den ersten warmen und sonnigen Tagen kehrt das Leben zurück. Erst noch zaghaft in jungem Grün, blüht die Gottheit in prachtvoller Schönheit und Frische auf und begegnet uns im Hochsommer in ihrer gesamten Lebendigkeit von Farben und Düften. Wir erleben ihre Fruchtbarkeit in voller Pracht.

Mit zunehmend dunkler und kürzer werdenden Tagen vergeht die Fruchtbarkeit der Göttin. Weise zieht sie uns in den kalten Nächten in das Reich der Schatten und schenkt uns Ruhe und Stille, Rückzug und Geborgenheit. So überdauert sie den Winter, bis sie im Frühjahr verjüngt zurückkehrt und das Rad sich von Neuem zu drehen beginnt.

Vermittelnde Macht zwischen den Welten

Wenn wir heute die Landschaft durchqueren, denken wir wohl kaum daran, dass die Hügel und Täler vor 7000 Jahren von unendlichen Wäldern bedeckt waren. Mittendrin lagen damals, weit verstreut, die menschlichen Siedlungen. Diese kleinen Höfe waren umgeben von Ackerflächen und umzäunten Gärten – kultiviertem Land, das man der Erde mühsam durch harte Arbeit abgerungen hatte. Neben diesem kultivierten Land gab es auch noch den ursprünglichen, wilden Raum. Die Trennlinie zwischen diesen beiden Welten bildet der Zaun, die Hecke, der „Hag“. Den Pflanzen, die in diesem Zwischenraum, auf der Grenze zwischen Kultur und Wildnis wuchsen, wurden besonders magische Eigen­schaften zugeschrieben. Magische Menschen können diese Grenzregion noch immer betreten und die Anderswelt mit dem Diesseits verbinden.

gut zu wissen