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Was passiert, wenn man mit 66 Jahren erfährt, dass die eigene Identität auf einem tiefen Schweigen basiert? In meinem Buch verwebe ich die Suche nach meinem französischen, biologischen Vater mit der düsteren Geschichte der NS-Zwangsarbeit in meiner Heimatstadt Finsterwalde. Im Zentrum steht die unbändige Kraft starker Frauen: Allen voran meine Mutter Marie Schmidt, geborene Marie Pavlík, die als tschechische Zwangsarbeiterin im DAF-Gemeinschaftslager Wiesenhain Unmenschliches erlebte und nur durch stille Helfer mit Zivilcourage vor der Verfolgung gerettet wurde. Dadurch ist mir – 1943 unehelich in einem Versteck im Finsterwalder Altstadtkern geboren – die unmenschliche ‚Ausländerkinderpflegestätte‘ des Lagers erspart geblieben. Diese Geschichte verknüpfe ich untrennbar mit dem Lebensweg meiner Ehefrau Roswitha. Als Nachkriegskinder haben wir beide Mangel und Aufbau hautnah erlebt. Mein Werk ist eine Hommage an die psychische Widerstandskraft (Resilienz) und eine akribische Rekonstruktion der Regionalgeschichte in der Niederlausitz. In Zeiten wachsender Erinnerungsmüdigkeit wandelt dieses Buch privates Leid in lebendige Erinnerungskultur um und setzt ein klares Zeichen: Es ist ein Appell, Haltung zu zeigen – heute, mehr denn je eine Notwendigkeit.
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Veröffentlichungsjahr: 2026
