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Aktualisierte Auflage mit weiteren Erkenntnissen und ehrlichen Schilderungen zu Geralds gesundheitlichen, enormen Fortschritten! Durch die Einnahme Fluorchinoloner Antibiotika zur Behandlung einer simplen Trommelfell- und Ohrkanalentzündung ist mein Mann Gerald an 39 folgenschweren Nebenwirkungen erkrankt – bis hin zur Lebensgefahr! Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Anscheinend ist dieser Hinweis nicht ernsthaft gemeint, denn Rat oder Hilfe von dieser Seite? Absolute Fehlanzeige! Eigeninitiative ist daher gefordert und in diesem Buch schildere ich Gerald's Erlebnisse und gebe eine Orientierung rund um das Thema Fluorchinolone Antibiotika. Ich beschreibe, mit welchen Methoden, Nahrungsergänzungen (Vitaminen, Mineralien, Enzymen, Bakterien), Medikamenten und sonstigen Alternativen Gerald versucht, wieder ein mobiler Mensch zu werden und was er als "Gefloxter" in Zukunft, und damit meine ich für den Rest seines Lebens, meidet. Gleichzeitig möge Ihnen dieses Buch als Warnung dienen, besagte Antibiotika nur nach sehr, sehr sorgfältiger Prüfung einzunehmen.
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Seitenzahl: 84
Veröffentlichungsjahr: 2016
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GEFLOXT – Ich bin ein Kollateralschaden durch Fluorchinolone Antibiotika
Melanie Ludwinski
Aktualisierte Auflage mit weiteren Erkenntnissen und ehrlichen Schilderungen zu Geralds gesundheitlichen, enormen Fortschritten!
Durch die Einnahme Fluorchinolone Antibiotika zur Behandlung einer simplen Trommelfell- und Ohrkanalentzündung ist mein Mann Gerald an 39 folgenschweren Nebenwirkungen erkrankt – bis hin zur Lebensgefahr!
Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Anscheinend ist dieser Hinweis nicht ernsthaft gemeint, denn Rat oder Hilfe von dieser Seite? Absolute Fehlanzeige!
Eigeninitiative ist daher gefordert. In diesem Buch schildere ich Geralds Erlebnisse und gebe eine Orientierung rund um das Thema Fluorchinolone Antibiotika.
Ich beschreibe, mit welchen Methoden, Nahrungsergänzungsmitteln (Vitaminen, Mineralien, Enzymen, Bakterien), Medikamenten und sonstigen Alternativen Gerald versucht, wieder ein mobiler Menschen zu werden und was er in Zukunft als “Gefloxter” strikt meidet.
Gleichzeitig möge Ihnen dieses Buch als Warnung dienen, besagte Antibiotika nur nach sehr, sehr sorgfältiger Prüfung einzunehmen.
Mein Name ist Gerald und ich bin ein Kollateralschaden durch Fluorchinolone Antibiotika – kurz gesagt: gefloxt!
Bis vor wenigen Wochen hatte ich den Begriff ‘gefloxt’ weder gehört, noch gewusst, was es bedeutet, von extremen Nebenwirkungen durch Fluorchinolone Antibiotika betroffen zu sein. Der Begriff 'Gefloxter' ist ein Synonym geworden für Menschen, die durch die Einnahme von Fluorchinolone Antibiotika an Nebenwirkungen erkranken.
Dieses Buch soll Ihnen als Betroffene/r, Angehörige/r, Freund/in mit meinen Erlebnissen sowie zusammengefassten Information eine Hilfe und Orientierung sein sowie als Warnung dienen, besagte Antibiotika nur nach sehr, sehr sorgfältiger Prüfung einzunehmen.
Bei Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker - tja, dort herrscht leider große Ratlosigkeit denn es gibt offenbar bislang keine Behandlungsmethoden! Es wird gesagt, das die Nebenwirkungen zwischen 14 Monaten und 9 Jahren bestehen können – nach 9 Jahren bleiben die Schäden vermutlich permanent (Quelle: FDA unter www.fda.gov ). Das will ich nicht akzeptieren. Also habe ich keine andere Wahl, als mir selbst zu helfen.
Ich bin kein Arzt, dieses Buch kann und darf weder eine Arztkonsultation, noch eine Diagnose ersetzen! Ich werde Ihnen meine Erfahrungen schildern, mit welchen Methoden, Nahrungsergänzungsmitteln (Vitaminen, Mineralien, Enzymen, Bakterien), Medikamenten und sonstigen Alternativen ich versuche, wieder Mensch zu werden - und wovon ich als “Gefloxter” in Zukunft, und damit meine ich für den Rest meines Lebens, die Finger lassen werde.
Wenn ich Ihnen in diesem Buch meine körperliche Verfassung beschreibe, entspricht das ehrlich und wahrhaftig meinem Befinden. Es geht mir nicht darum, Dramatik zu schüren, sondern ich schildere Ihnen, so gut ich es vermag, meine jeweilige Situation.
Ein Hoch auf das Internet und die damit verbundenen Möglichkeiten, sich zu informieren. Die Recherche ist allerdings sehr zeitaufwendig und besonders bei einer so schweren Erkrankung, muss man mit seinen noch verbliebenen Energien gut haushalten. Aus diesem Gedanken heraus ist dieses Buch entstanden.
Im Mai 2016 erkranke ich an einer Trommelfell- und Ohrkanalentzündung. Mein Hausarzt verschreibt mir Penicillin (Celestamine), meinem Gehörgang geht es besser. Hören kann ich jedoch immer noch nicht, zudem habe ich einen enormen Druck auf meinem Ohr. Mein Ohr schmerzt, mein Befinden ist mir lästig und ich gehe wieder zum Hausarzt und er verschreibt mir ein Antibiotikum (Tavaloxx 750mg). Die Ohrenschmerzen bleiben, das Ohr ist zu, ein gefühlter Tennisball befindet sich in meinem Gehör, meine Nebenhöhlen sind nun ebenfalls entzündet und Sie erraten es bereits: Ich bekomme mein nächstes Antibiotikum (Mofloxx 400mg). Dazu gibt es Cortison in Tablettenform, als Injektion, in Tropfenform und als Nasenspray – die standardmäßige Behandlung, um Schwellungen zu lindern. Dass die Kombination Fluorchinolone Antibiotika plus reichlich Cortison die Chancen auf heftige Nebenwirkungen noch verschärfen, weiß ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Der Juni vergeht, der Juli kommt und ich bin mittlerweile etwas ungehalten. Während ich darauf warte, einen Termin beim Hals-Nasen-Ohrenspezialisten zu bekommen, nehme ich Mitte Juli 2016 das Antibiotikum Moxifloxacin 400mg. Wie idiotisch meine Ungeduld war, wird mir natürlich erst später klar und glauben Sie mir, der Preis dafür ist hoch. Fragen Sie mich bitte nicht, warum ich so dumm und unvorsichtig war, wieso mich mein Instinkt und Menschenverstand nicht gewarnt hat, derartige Mengen an Antibiotika einzunehmen – ich weiß es nicht.
Dass ich in Südafrika lebe, habe ich bisher noch nicht erwähnt? Das tut allerdings wenig zur Sache – ich erwähne es lediglich, da es wesentliche Unterschiede zu anderen Ländern gibt, was die Verfügbarkeit und Qualität der Nahrungsergänzungsmittel angeht; mehr dazu in dem Kapitel ‘Thema Nahrungsergänzungen’. Die Ärzte hier in Südafrika sind gut und hervorragend ausgebildet. Immerhin fand im Jahr 1967 die erste Herztransplantation durch Christiaan Barnard im Groote Schuur Hospital in Kapstadt statt. Mein Vertrauen in die moderne Medizin sowie Pharmaindustrie und deren Errungenschaften für die Menschheit war bis vor kurzem ungebrochen und ich zolle weiterhin großen Respekt all den Medizinern und Forschern dieser Welt, die Großartiges leisten, um Krankheiten, Leiden und Schmerzen zu heilen oder zumindest zu lindern!
Was sind Fluorchinolone Antibiotika
Zunächst einmal: Was bedeutet Fluorchinolone? Fluor ist Ihnen vielleicht als ein Inhaltsstoff in Ihrer Zahnpaste bekannt, chinolon heißt: gebunden. Besagte Antibiotika haben also eine Fluorverbindung und dadurch die Möglichkeit, in jeden Winkel Ihres Körpers zu gelangen, um Bakterien zu bekämpfen: Organe, Muskeln, Sehnen, Knorpel usw.
Fluorchinolone Antibiotika sind sehr populär, da sie die Eigenschaft haben, gegen eine breitgefächerte Bandweite von Bakterien anzukämpfen. Unbestreitbar im Nutzen sind Fluorchinolone Antibiotika, wenn sie bei lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden.
Leider werden diese Medikamente auch für „einfache“ Entzündungen wie zum Beispiel der Ohren, Nebenhöhlen oder Blase verordnet. Kritiker verwenden den Vergleich, in diesen Fällen mit Kanonen auf Spatzen zu schießen – Kollateralschäden werden billigend in Kauf genommen.
Um mal eine Vorstellung der Einnahmemengen zu bekommen: Circa 26 Millionen Amerikaner nehmen jährlich Fluorchinolone Antibiotika. Bei einer Nebenwirkungsquote von offiziellen 10% erkranken somit circa 2.600.000 Amerikaner pro Jahr! Quelle: FDA, oberste amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde www.fda.gov
Der Antibiotika Report der DAK Gesundheit (Quelle unter: www.dak.de/antibiotika ) berichtet, dass im Jahr 2013 Ärzte den Versicherten in Deutschland die stattliche Anzahl von 3,5 Millionen Packungen Antibiotika verschrieben haben. Ein Viertel der Verordnungen entfielen dabei auf die Wirkstoffgruppe der Fluorchinolone – das macht 875.000 Packungen Fluorchinolone Antibiotika im Jahr 2013 in Deutschland. Der Report informiert darüber hinaus, dass 62% aller Antibiotika-Verordnungen von Hausärzten stammen. Danach folgen Kinderärzte mit 6%, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und Urologen mit je 5%.
Aus medizinischen Insiderkreisen wird mir berichtet, dass besonders die Hausärzte unter einem enormen Druck der Pharmaindustrie stehen, dass deren Produkte vertrieben werden. Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie doch bitte den Artikel in der Datenbank des Spiegel Magazins vom 14.07.2016, „Wie viel Geld hat mein Arzt bekommen?“ unter http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/euros-fuer-aerzte-datenbank-wie-viel-hat-mein-arzt-bekommen-a-1102819.html .
Wenn Sie an Informationen über den Antibiotikaverbrauch in der Humanmedizin in Europa interessiert sind, finden Sie mehr unter einer Veröffentlichung vom 11. April 2014, Bad Honnef Symposium: www.egms.de
Wir haben mittlerweile Ende Juli 2016 und ich bemerke, dass ich schlechter laufen kann. Meine Knochen und Gelenke sprechen sehr laut und deutlich zu mir – sie knacken bei jeder Bewegung. Dazu kommen Muskelschmerzen im ganzen Körper, aber all das versuche ich zu ignorieren.
Mit der Verschreibung des ersten Penicillins im Mai nehme ich täglich Probiotische Kapseln ein, um meine Darmflora zu schützen. Gegen die Muskelschmerzen verdreifache ich meine tägliche Einnahme von Magnesium Glycinat.
Mein Hausarzt sagt mir, dass in meinem Alter (geboren 1963 in Recklinghausen) Zipperlein zum Alltag gehören und man die einen oder anderen Wehwehchen hinnehmen muss. Insgeheim bin ich etwas empört – aber da mein Hausarzt ein feiner und fähiger Mensch ist, nehme ich das erst einmal so hin.
Es gesellt sich ein Tinnitus in meinem kranken Ohr dazu und meine Augen schwellen zu, schwellen ab, schwellen wieder zu; das wechselt nun mehrmals am Tag. Ebenso schwillt mein Gesicht einseitig an und ab.
Mein morgendlicher Blutzuckerwert ist plötzlich hoch (zwischen 165 und 180 mg/dl), wogegen tagsüber und abends der Blutzucker normale Werte zwischen 105 und 115mg/dl anzeigt; ich bekomme eine blutzuckersenkende Arznei verschrieben. Das eine Verbindung zu meiner Antibiotikamedikation bestehen könnte, auf die Idee komme ich noch nicht.
Ohne große Begeisterung stelle ich meine Ernährung auf große Mengen Salat, Gemüse, Körner, mageres Hähnchen, Lachs um. Ich gestehe, dass mir Salat bisher als nette Dekoration auf einem angerichteten Teller Freude gemacht hat – als Hauptmahlzeit zum Mittag- und Abendessen, nun ja, daran muss ich mich erst mal gewöhnen.
Mein Lebensmotto ist seit jeher: aufgeben – NIE! Egal was ist oder kommt – es geht immer nach vorne. Diese Einstellung hilft mir, denn auch mit meinem Energiepegel geht es bergab. Die Schmerzen in den Füßen nehmen täglich zu, brennen dabei wie Feuer, die Fußsohlen verfärben sich hin und wieder glutrot – seltsamerweise sind sie dabei kalt. Die Impulse vom Gehirn zu den Füssen sind offensichtlich gestört – ich kann kaum fühlen, ob meine Füße warm oder kalt sind. Laufen, selbst im Schneckentempo, wird zusehends beschwerlicher. Oft wundere ich mich – habe ich überhaupt noch Füße? Ach ja, dort unten sind sie. Schwierig für mich einzuschätzen, wie und wo ich meine Füße beim Gehen aufsetze. Dadurch habe ich einen schwankenden Gang, wie ein Seemann. Meine Achillessehnen sind stark entzündet – im täglichen Wechsel verändern sich die Schwellungen an den Füßen. Mal sind diese mehr seitlich gelagert, dann ist es eher die Ferse, mal die Frist. Mit einem Massagerät (für umgerechnet circa 20 Euro in einem Drogeriemarkt gekauft) massiere ich meine durch Muskelkrämpfe gequälten, schmerzenden Beine und Hüften sowie meine geschwollenen Füße und freue mich über eine Linderung.
Ein Geistesblitz lässt mich “Antibiotikum Achillessehne” in ein Suchfeld im Internet eingeben und ich kann kaum fassen, was ich dort lese – Abgründe tun sich auf, ich bin gefloxt! Mutmaßlich kommen meine gesundheitlichen Probleme von den eingenommenen Fluorchinolone Antibiotika.
