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Müssen Fische pupsen? Wie schnell sausen Kometen durchs All? Und warum sind wir Menschen so verrückt nach Naschkram? In GEOlino beantworten wir Heft für Heft eine Menge Fragen. 100 bizarre, spannende, lustige Beispiele bündeln wir in diesem eBook!
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Seitenzahl: 90
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Wie? Warum? Wieso … ? Der Alltag steckt voller spannender Fragen – GEOlino liefert die Antworten dazu. Weshalb klebt Kleber nicht schon in der Tube? Müssen Fische pupsen? Wie schnell sausen Kometen durchs All? Und warum sind wir Menschen so verrückt nach Naschkram? Dieses eBook bündelt 100 Fragen und Antworten, die schlau machen.
Viel Spaß beim Lesen, Lachen, Staunen!
Euer GEOlino-Team
Unser Planet verhält sich wie ein riesiger Turbokreisel. Er dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 1666 Stundenkilometern, gemessen am Äquator. Das ist etwa doppelt so schnell wie die Reisegeschwindigkeit eines Jumbojets. Theoretisch müsste uns Erdbewohnern also ständig ein kräftiger Fahrtwind ins Gesicht wehen. In etwa so, als würdet ihr auf der Autobahn den Kopf aus dem fahrenden Auto halten, nur ungefähr zehnmal so stark! Trotzdem merken wir nichts, keinen Hauch. Der Grund: Die Lufthülle, die unsere Erde umgibt, dreht sich mit. Denn die raue, von Bergen, Wäldern und Städten bedeckte Oberfläche unseres Planeten erzeugt Reibung. Die Luftmassen bleiben sozusagen an der Erde hängen und werden von ihr mitgerissen, im selben atemraubenden Tempo. Deshalb spüren wir nichts davon. Etwas Vergleichbares könnt ihr übrigens auch beobachten, wenn ihr mit dem Zug fahrt: Die Lok zieht sowohl die Waggons als auch die Luft in ihnen. Die Reisegeschwindigkeit erkennen wir nur bei einem Blick aus dem Fenster. Schauen wir aber auf unser Gegenüber im Abteil, scheint es, als bewege der sich nicht von der Stelle.
Ein erwachsener Mensch schluckt in 24 Stunden rund 600-mal: 550-mal, wenn er wach ist (davon 200-mal beim Essen) – und immerhin noch 50-mal im Schlaf! Dass wir schlummernd weniger schlucken, liegt daran, dass unsere Speicheldrüsen dann kaum arbeiten. Sie produzieren gerade so viel Speichel, wie nötig ist, um die Mundschleimhaut feucht zu halten. Aber auch das ist eben noch so viel, dass wir das Zeug von Zeit zu Zeit runterschlucken müssen – was allerdings unbewusst geschieht, sodass wir dabei seelenruhig weiterschlafen. Tagsüber dagegen fließt die Spucke in Strömen. Fast einen Liter produzieren die Speicheldrüsen in dieser Zeit: Zum Beispiel wenn wir sprechen, und natürlich beim Essen. Der Speichel hilft nämlich, die zerkauten Brocken so breiig zu machen, dass wir sie überhaupt herunterschlucken können. Außerdem reinigt der ständige Speichelfluss unsere Zähne. Ohne Spucke würden sie bald Löcher kriegen und ausfallen – ohne Zähneputzen allerdings auch …
Jedes Gewässer enthält Salz, jeder Fluss, jeder Bach. Dieses Salz wird vom fließenden Wasser aus dem Gestein gewaschen. Solange der Salzgehalt aber so gering bleibt, dass man nichts davon schmeckt, sprechen wir von Süßwasser. Nun ist es so, dass die allermeisten Flüsse irgendwann ins Meer fließen. Die Ozeane laufen aber trotzdem nicht über – weil ständig auch Meerwasser verdunstet. Das steigt dann zum Himmel auf, wo daraus Wolken entstehen. Das im Wasser gelöste Salz verdunstet jedoch nicht mit, sondern bleibt zurück – und gibt so den Ozeanen ihre »Würze«. Wie salzig ein Meer ist, hängt übrigens vom Verhältnis zwischen Verdunstung und Süßwasserzufuhr ab. Das Tote Meer zwischen Israel und Jordanien ist beispielsweise besonders salzig. Denn dort verdunstet sehr viel Wasser, aber nur wenig frisches fließt nach.
Im Wasser gibt es einiges zu riechen. Nur für uns Menschen leider nicht. Dazu müssten wir es nämlich einatmen. Und das ist keine gute Idee, wie wahrscheinlich jeder noch vom Besuch im Schwimmbad weiß. Fische haben damit natürlich kein Problem. Denn die atmen durch Kiemen. Trotzdem haben sie auch Nasen, die ausschließlich dazu dienen, Gerüche wahrzunehmen. Um etwa festzustellen: Wo gibt es etwas zu fressen? Gleichzeitig ist ihre Nase ein wichtiges Warnsystem. Der Geruch eines verletzten Tieres ist für viele Fische ein Alarmsignal. Sie flüchten dann aus Angst, angegriffen oder gefressen zu werden. Allerdings: Ganz ohne Wasser könnten auch wir Menschen keinen Geruch erkennen. Jeder Duft, der uns durch die Luft erreicht, ist eine chemische Verbindung. Und die wird erst einmal gelöst in einer hauchdünnen, wässrigen Schicht an der Nasendecke. Dann erst gelangt ein Geruch zu den Riechzellen, die die chemischen Reize aufnehmen und Informationen darüber an das Gehirn weitergeben.
Spechte sind echt behämmert! Die Natur hat sie in dieser Beziehung zu wahren Experten gemacht. So dient ihr Gehacke nicht nur dazu, Löcher in Baumstämme zu picken, um unter die Rinde und an die leckeren Insekten zu kommen, die dort leben. Die Vögel zimmern sich auf diese Weise auch ihre Nisthöhlen zurecht - und »unterhalten« sich sogar miteinander. Das nennen Spechtspezialisten dann »Trommelgesang«. Uns tut allein schon die Vorstellung weh: Überlegt einmal, wir könnten nur miteinander reden, indem wir pausenlos die Nase gegen Holzplanken rammen … Zum Glück gibt es für Menschen da andere Mittel und Wege. Für Spechte nicht, aber das macht ihnen rein gar nichts aus: Bei den allermeisten Arten sind die Knochen an der Stirn und zwischen den Augen besonders stark entwickelt. Außerdem haben die Tiere kräftige Schädelmuskeln, die am Schnabel und dem Kiefergelenk ansetzen. Die sind so konstruiert, dass sie den harten Stoß sanft abfedern – in etwa so, wie eure Beinmuskulatur den Aufprall mildert, wenn ihr von einer Mauer springt.
