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Gerontology is a discipline with a very strong interdisciplinary orientation - ageing can probably only be understood through a synergy-rich linking of different fields of study. In this fully revised second edition, this book - first published in 2004 - places the full emphasis on the interdisciplinary nature of gerontology. Psychological, sociological, biological, geriatric, gerontopsychiatric aspects, as well as aspects from other fields, are incorporated into the presentation of basic theoretical, empirical and methodological issues in gerontology. In addition, the social importance of gerontology and its history from ancient times to the present day are also brought out - before the final chapter asks, 'Quo Vadis Gerontology?' Overall, the book provides a compact system of arrangement for today=s deluge of concepts, theories, findings and interventional options in gerontology.
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Seitenzahl: 449
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Band 1
herausgegeben von Clemens Tesch-Römer, Hans-Werner Wahl, Siegfried Weyerer und Susanne Zank
Band 3
M. Martin/M. Kliegel
Psychologische Grundlagen der Gerontologie
Band 4
H. Künemund/K. R. Schroeter/F. Frerichs
Soziologie des Alters
Band 5
F. Schulz-Nieswandt
Sozialpolitik im Alter
Band 8
C. Tesch-Römer
Soziale Beziehungen alter Menschen
Band 9
B. Leipold
Lebenslanges Lernen und Bildung im Alter
Band 10
C. Claßen/F. Oswald/M. Doh/U. Kleinemas/H.-W. Wahl
Umwelten des Alterns
Band 11
R. Heinze/G. Naegele/K. Schneiders
Wirtschaftliche Potentiale des Alters
Band 12
J. Werle/A. Woll/S. Tittlbach
Gesundheitsförderung
Band 13
S. Weyerer/C. Ding-Greiner/U. Marwedel/T. Kaufeler
Epidemiologie körperlicher Erkrankungen und Einschränkungen im Alter
Band 14
S. Weyerer/H. Bickel
Epidemiologie psychischer Erkrankungen im höheren Lebensalter
Band 15
T. Gunzelmann/W. D. Oswald
Gerontopsychologische Diagnostik und Assessment
Band 17
H. Gutzmann/S. Zank
Demenzielle Erkrankungen
Band 18
O. Dibelius/C. Uzarewicz
Pflege von Menschen höherer Lebensalter
Band 19
S. Zank/M. Peters/G. Wilz
Klinische Psychologie und Psychotherapie des Alters
Band 20
F. Schulz-Nieswandt/U. Köstler
Bürgerschaftliches Engagement im Alter
Band 22
H. Helmchen/S. Kanowski/H. Lauter
Ethik in der Altersmedizin
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2., vollständig überarbeitete Auflage 2015
Alle Rechte vorbehalten
© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Print:
ISBN 978-3-17-026125-9
E-Book-Formate:
pdf: ISBN 978-3-17-026126-6
epub: ISBN 978-3-17-026127-3
mobi: ISBN 978-3-17-026128-0
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Vorwort zur zweiten Auflage
1
Alter und Alternsforschung: Das junge gesellschaftliche und wissenschaftliche Interesse am Alter
1.1 Einführung
1.2 Alter, Altern und alte Menschen: eine hilfreiche Trias für die Gerontologie
1.3 Altwerden und Altsein in unserer Gesellschaft: Fremdsicht versus Selbstsicht
1.4 Wer sind die »Alten«? – und was sind wesentliche demografische Einsichten für ein Verständnis der heutigen Herausforderungen durch »Alter«?
1.5 Alternsforschung: Erste Zwischenbilanz und Überblick über die weiteren Kapitel
1.6 Zusammenfassung und Kontrollfragen
Weiterführende Literatur
2
Zur Geschichte des Alters und der Alternsforschung
2.1 Einführung
2.2 Ausgewählte quantitative Betrachtungsweisen zur Geschichte der Gerontologie
2.3 Entwicklung der Gerontologie nach chronologischen Einheiten
2.3.1 Gerontologie bis zum Ende des Ersten Weltkriegs
2.3.2 Gerontologie nach dem Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs
2.3.3 Gerontologie nach dem Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1960er-Jahre
2.3.4 Gerontologie von den 1960er-Jahren bis heute
2.4 Zusammenfassung und Kontrollfragen
Weiterführende Literatur
3
Fragestellungen und Aufgaben einer interdisziplinär ausgerichteten Gerontologie
3.1 Einführung
3.2 Grundfragen und Definitionen von Gerontologie
3.2.1 Beschreibung, Erklärung, Veränderung und Vorhersage von Altern
3.2.2 Definitionen des Wissenschaftsfelds Gerontologie
3.2.3 Qualitätsvolle Interdisziplinarität in der Gerontologie – Was ist das eigentlich?
3.2.4 Untergliederungen einer interdisziplinären Gerontologie
3.3 Zwölf Essentials der Gerontologie
3.4 Auf der Suche nach der richtigen Bezeichnung für den Gegenstand der Gerontologie
3.4.1 Bezeichnungen für alte Menschen« – Differenzierungen von »Alter«
3.4.2 Viertes und Fünftes Alter
3.5 Verbesserung des Lebens alter Menschen als Ziel der Gerontologie
3.6 Alternsforschung als soziale Organisationsform
3.7 Zusammenfassung und Kontrollfragen
Weiterführende Literatur
4
Forschungslogik, Theorien und Methoden in der Gerontologie
4.1 Einführung
4.2 Alternsforschung als Wissenschaft – Überlegungen zu ihrer Forschungslogik
4.2.1 Theorien als Netze, um Alternsphänomene einzufangen
4.2.2 Allgemeine Kriterien für gute Theorien
4.2.3 Zum Theoriestand der Alternsforschung
4.2.4 Beispielhafte Untersuchung der »Disengagement-Theorie des Alterns«
4.2.5 Die sozioemotionale Selektivitätstheorie des Alterns – neue Sichtweisen auf soziale Beziehungen im Alter und mehr
4.3 Theorien in der Gerontologie – Versuch eines systematischen Überblicks
4.3.1 Ein Schema zur Klassifikation von Theorien
4.3.2 Kurzbeschreibung von wesentlichen Theorien
4.4 Methoden in der Gerontologie
4.4.1 Grundlegende Logik des Forschungsvorgehens
4.4.2 Gültigkeit von Forschung: Experiment versus Feldstudie
4.4.3 Forschungsdesigns: Querschnitts- versus Längsschnittmethodologie
4.4.4 Datenerhebung: quantitativ versus qualitativ
4.4.5 Aspekte der Datenauswertung
4.5 Zusammenfassung und Kontrollfragen
Weiterführende Literatur
5
Bio-psycho-soziale Sichtweise(n) auf Altern – Ausgewählte Befunde
5.1 Einführung
5.2 Kernthemen und Konzepte der Biogerontologie
Andreas Simm
5.3 Kernthemen und Konzepte der Psychogerontologie
Stephan Lessenich
5.4 Kernthemen und Konzepte der Alternssoziologie
5.5 Ausgewählte Befunde der Alternsforschung I: Geistige Leistungsfähigkeit
5.5.1 Alternsverläufe in kognitiven Funktionen
5.5.2 Kognitive Leistungsfähigkeit als Ressource für gelingendes Altern
5.5.3 Bezüge zwischen psychologischer, soziologischer und biologischer Alternsforschung
5.6 Ausgewählte Befunde der Alternsforschung II: Persönlichkeit und Selbst
5.6.1 Alternsverläufe im Bereich von Persönlichkeit und Selbst
5.6.2 Persönlichkeit und Selbst als Ressource für gelingendes Altern
5.6.3 Bezüge zwischen psychologischer, soziologischer und biologischer Alternsforschung
5.7 Ausgewählte Befunde der Alternsforschung III: Soziale Beziehungen
5.7.1 Alternsverläufe im Bereich sozialer Beziehungen
5.7.2 Soziale Beziehungen als Ressource für gelingendes Altern
5.7.3 Bezüge zwischen psychologischer, soziologischer und biologischer Alternsforschung
5.8 Zusammenfassung und Kontrollfragen
Weiterführende Literatur
6
Gerontologie und Anwendung: Von der Intervention zur Prävention
6.1 Einführung
6.2 Geriatrie
Heinrich Burkhardt
6.3 Gerontopsychiatrie
Johannes Pantel
6.4 Weitere prototypische Felder der angewandten Gerontologie
6.4.1 Kognitives und körperliches Training
6.4.2 Psychotherapie mit Älteren
6.4.3 Interventionen bei Professionellen in der Altenpflege
6.4.4 Interventionen bei pflegenden Angehörigen
6.4.5 Interventionen im Heim
6.4.6 Gemeindebezogene Interventionen
6.5 Prävention und Altern – eine facettenreiche Beziehung
6.6 Zusammenfassung und Kontrollfragen
Weiterführende Literatur
7
Ein kurzer Ausblick: Quo vadis, Gerontologie?
7.1 Einführung
7.2 Zur Zukunft des Wissenschaftsfelds Gerontologie: Schlaglichter
7.3 Zur Zukunft des Alterns: Schlaglichter
7.4 Zusammenfassung und Kontrollfragen
Weiterführende Literatur
Literaturverzeichnis
Register
Zehn Jahre nach dem Erscheinen unseres Lehrbuchs legen wir nun eine völlig überarbeitete und erweiterte Neuauflage vor. Natürlich verlangt eine Neuauflage die Aktualisierung von Daten (z. B. zur demografischen Entwicklung) und Literaturbezügen. Das haben wir selbstverständlich über das gesamte Buch hinweg getan. Auch bringt eine Neuauflage es mit sich, dass die bisherige Anlage eines Buches überdacht wird. So haben wir den gerontologiegeschichtlichen Teil jetzt an die zweite Stelle der Kapitelfolge gesetzt, da wir glauben, dass dies für den Leseduktus des Buches besser ist. Unsere primäre Intention der Überarbeitung ging aber dahin, in der Neuauflage den Aspekt der Interdisziplinarität der Gerontologie noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Insbesondere sollten biologische, soziologische, geriatrische und gerontopsychiatrische Grundlagen der Gerontologie noch deutlicher werden. Auch wenn wir selbst Psychologen sind, wollten wir damit die stark psychologische Orientierung der Erstauflage doch ein Stück relativieren – und damit die interdisziplinäre Ausgewogenheit des Buches optimieren. Noch weitgehender formuliert haben wir uns bei der Neuauflage stärker als bei der Erstauflage mit der Frage beschäftigt, wie der (zu Recht!) viel beschworene interdisziplinäre Charakter der Gerontologie in einem Lehrbuch zum Ausdruck kommen kann. Denn wir hatten ja kein Herausgeberwerk im Sinn, bei dem zwar unterschiedliche disziplinäre Sichtweisen zum Altern auf die Bühne treten können, aber dann meistens relativ unverbunden nebeneinander stehen bleiben. Es fehlt hier aus unserer Sicht generell, also auch international, an guten Vorbildern.
So haben wir unsere eigene Konzeption und in gewisser Weise auch Didaktik einer interdisziplinären Gerontologie, aufbauend auf der Erstauflage, in der Neuauflage weiterentwickelt: Zum Ersten haben wir vor allem in den Kapiteln 3 und 4 die grundlegende Auseinandersetzung mit dem Thema Interdisziplinarität weiter vertieft: Was etwa sind Qualitätskriterien für interdisziplinäre Forschungsarbeit in der Gerontologie? Was zeichnet interdisziplinär orientierte Theoriebildung aus? Welche Methodenfragen der Alternsforschung stellen sich in einem interdisziplinären Rahmen? Zum Zweiten haben wir vier Experten aus zentralen Gebieten einer interdisziplinären Alternsforschung um Kurzbeschreibungen ihrer Disziplinen gebeten, die wir in unser Buch integriert haben. Zum Tragen kommt dies in zwei Kapiteln: In Kapitel 5 erörtern wir eine biopsychosoziale Sichtweise auf Altern. Neben der psychologischen Perspektive, die wir selbst einbringen können, haben wir Prof. Dr. Andreas Simm (Universität Halle) zur Biogerontologie und Prof. Dr. Stephan Lessenich (Universität Jena) zur Alternssoziologie für »externe« Beiträge gewinnen können. In Kapitel 6, in dem es stärker um Anwendungsaspekte der Alternsforschung geht, haben PD Dr. Heinrich Burkhardt (Universitätsklinikum Mannheim) unsere Einladung für eine Darstellung der Geriatrischen Medizin und Prof. Dr. Johannes Pantel (Universitätsklinikum Frankfurt) für eine Darlegung der Gerontopsychiatrie angenommen. Wir sind sicher, dass unser Buch damit eine große Bereicherung erfahren hat.
Das Buch richtet sich vor allem an Studierende der Gerontologie bzw. an Studierende aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen mit Interesse an Fragen des Alterns. Unser Buch will dabei, wie gesagt, den Blick für den interdisziplinären Charakter der Gerontologie schärfen und nicht so sehr fachspezifisches Spezialwissen zu Altern vermitteln. Die Intention des Buches ist damit vor allem, eine Art Studium Generale zur Alternsforschung anzubieten. Daneben denken wir, dass unser Buch nicht zuletzt durch seine auch deutlich anwendungsbezogene Dimension für die unterschiedlichsten Akteure in gerontologischen Praxisfeldern, etwa im Pflegebereich, im Gesundheitsbereich, im kommunalen Kontext oder im Bereich demografischer Fragen in Unternehmen, hilfreich sein kann.
Wir sind verschiedenen Personen, die dieses Projekt aktiv befördert haben, zu großem Dank verpflichtet. Zum Ersten möchten wir uns sehr herzlich bei den oben genannten vier Kennern ihres Faches für ihre Beiträge zu unserem Buch bedanken. Dem Kohlhammer Verlag, speziell Herrn Dr. Ruprecht Poensgen, und Frau Celestina Filbrandt, möchten wir dafür danken, dass sie eine Neuauflage angeregt und gleichermaßen hilfreich und kritisch begleitet haben. Unser Dank geht ebenso an die Mitherausgeber der Reihe, Herrn Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Herrn Prof. Dr. Siegfried Weyerer und Frau PD Dr. Susanne Zank, die ebenfalls eine Neuauflage sehr engagiert unterstützt haben. Schließlich gilt unser Dank Frau Ursula König, die alle technischen Aspekte der Herstellung des Manuskripts stets im Auge hatte und mit hoher Kompetenz und Motivation die Formalia des Buches kontinuierlich optimierte.
Hans-Werner Wahl und Vera Heyl
Sommer 2014
»Die adäquate Erfassung des Alternsvorgangs verlangt (…) zweifelsohne eine Zusammenarbeit über die Grenzen der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen hinweg und einen mehrdimensionalen Ansatz der Forschung, in dem somatische, psychische und soziale Aspekte des Geschehens zu berücksichtigen sind.« (Lehr, 1973, S. 1886).
Alter, Altern und alte Menschen stehen in der heutigen Zeit wie zu keiner anderen Epoche im Mittelpunkt des wissenschaftlichen (Gerontologie) und gesellschaftlichen Interesses. Diese Aussage besitzt weltweite Gültigkeit, auch wenn sich die Situation in den sog. entwickelten Ländern sicherlich anders darstellt, als in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Typische Unterschiede liegen beispielsweise in der Dynamik der demografischen Entwicklung (diese ist in den entwickelten Ländern bereits sehr viel weiter vorangeschritten) und in den sozial-strukturellen Bedingungen (so lebt in den Entwicklungs- und Schwellenländern noch ein sehr viel größerer Anteil von Älteren in ländlichen Regionen). Die große, eben weltumspannende Gemeinsamkeit liegt darin, dass stetige Anstiege der Lebenserwartung ein nahezu universales Phänomen sind, d. h. Alter ist weltweit auf dem Vormarsch. Ausnahmen bestätigen die Regel. So gibt es durchaus noch Regionen und Länder, in denen sich die Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten eher rückläufig entwickelt hat (z. B. bei Männern im mittleren Erwachsenenalter in manchen Staaten der ehemaligen Sowjetunion). In Deutschland hat sich die Lebenserwartung zwischen den alten und neuen Bundesländern mittlerweile jedoch weitgehend, wenn auch noch nicht vollständig, angeglichen (Statistisches Bundesamt, 2012). Bezogen auf die Jahre 2009/2011 lag die Lebenserwartung bei Geburt in den alten Bundesländern bei 78,0 (Männer) bzw. 82,8 Jahren (Frauen), in den neuen Bundesländern bei 76,6 (Männer) bzw. 82,6 Jahren (Frauen). Übrigens: Selbst in einem so hochentwickelten Land wie den Vereinigten Staaten von Amerika schwankt die Lebenserwartung bei Geburt zwischen Bevölkerungsgruppen in erheblicher Weise. So lag zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Lebenserwartung von weißen Männern bei 74,8, jene von afro-amerikanischen Männern bei 68,2 Jahren und die entsprechende Lebenserwartung von weißen Frauen bei 80,0 und von afro-amerikanischen Frauen bei 74,9 Jahren (U.S. Bureau of the Census, 2005). Die Gründe für solche Unterschiede in der Lebenserwartung liegen mit Sicherheit auf mehreren Ebenen. So spielen unterschiedliche materielle Ressourcen, unterschiedliche Lebensweisen (z. B. Ernährung), unterschiedliche Krankheitsrisiken und wohl auch unterschiedliche Positionen in der Gesellschaft (z. B. Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Berufsgruppen) eine Rolle – und diese Faktoren beeinflussen sich auch gegenseitig.
Die Entdeckung des Alters ist in unserer Gesellschaft auf den unterschiedlichsten Ebenen zu spüren. Dabei ist der sog. demografische Wandel die primär treibende Kraft. Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts von unter 7 % auf heute etwa 21 % gestiegen. Allein im Vergleich zur letzten Auflage dieses Buches vor etwa zehn Jahren ist eine Zunahme von fünf Prozentpunkten zu verzeichnen. Verantwortlich für diesen Trend ist der starke Anstieg der Lebenserwartung bei gleichzeitiger Stagnation der Geburtenraten (Statistisches Bundesamt, 2012). Die Politik steht in der Folge unter erheblichem Zugzwang, denn diese demografischen Implikationen besitzen weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Ausgestaltung des Rentensystems wie des Generationenvertrags, also der materiellen und immateriellen Sorge nachwachsender Generationen für ältere Generationen. Der Anstieg der Zahl alter Menschen, vor allem der Hochaltrigen über etwa 80 Jahre als der derzeit am stärksten wachsenden Subpopulation, hat ferner Konsequenzen für die gesundheitliche und pflegerische Versorgung:
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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