Gespräche mit AQUA - Richard J. Wagner - E-Book

Gespräche mit AQUA E-Book

Richard J. Wagner

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Beschreibung

In einer Lebenskrise erfüllt sich der Erzähler einen Jugendtraum - er wandert zur Quelle jenes Ba­ches, zu dem er in seiner Kindheit und Jugend­zeit eine innige Verbindung hatte. Dies wird zu einem Schlüsselerlebnis, welches sein Leben verändert. Eine spirituelle Reise beginnt - in das eigene In­nere und zu einem tieferen Verständnis des Le­bens. Immer wieder wird er dabei inspiriert von Wasser in seinen verschiedenen Erscheinungs­formen - von jener Quelle angefangen, hin zu Bächlein, Fluss, Strom, Meer oder in Form von Wol­ken, Ne­bel, Reif, Eis und Schnee. Wissenschaftliche und spirituelle Aspekte sind in die gefühlvollen Dialoge dieser Erzäh­lung einge­bettet und mitein­ander verwoben - und weihen so in tiefgehende Geheim­nisse des Le­bens ein. Richard J. Wagner nähert sich den verschiedenen Themen auf poetische Art und Wei­se und drückt auch komplexe Inhalte in einfacher und klar ver­ständlicher Sprache aus.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 67

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Gespräche mit AQUA

Zur Quelle – zum Meer

Erzählung

Richard J. Wagner

Edition LIVING WELL

Der Autor:

Richard J. Wagner studierte Philosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München – Naturphilosophie, Metaphysik und Ethik waren Schwerpunkte. Seine Magisterarbeit verfasste er zum Thema „Mystik und Mystagogie in der Theologie Karl Rahners“. Er arbeitete dann im Verlagswesen, u.a. als Redakteur und Autor einer Reihe von Publikationen. Seit 1991 ist er freiberuflich tätig – im Bereich Marketing mit eigenem Werbestudio, auch als Autor im Bereich Gesundheit und Umwelt.

Seit einigen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Wasser, das für ihn mehr ist als einfach eine Flüssigkeit, vielmehr ein essentieller Schlüssel zu Gesundheit und Leben überhaupt. Seit über 20 Jahren ist Richard J. Wagner im Bereich ganzheitliche und natürliche Wasserbehandlung bzw. -Optimierung tätig — in Forschung, Entwicklung und internationaler Anwendung.

Mehr unter:www.livingwellinternational.com und www.livingwellholistic.com

©2017 Richard J. Wagner

Überarbeitete Neuauflage

Foto/Umschlaggestaltung: Richard J. Wagner

Edition LIVING WELL – www.edition-livingvell.com

978-3-7439-8202-4 (Paperback)

978-3-7439-8203-1 (Hardcover)

978-3-7439-8201-7 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhalt

Vorwort

Zur Quelle

An der Quelle

Am Bächlein

Stilles Wasser

Wolken

Am See

Am Fluss

Im Nebel

Reif

Schnee

Breiter Strom

Das Meer

Vorwort

„Bachlauf und Lebenslauf – wie ähnlich sind sie doch!“ Für den Protagonisten dieser Erzählung beginnt mit dem Besuch einer Quelle der Weg zur eigenen, inneren Quelle. Im Fluss des Lebens sich bewegend, mit all seinen Herausforderungen, durch Erkenntnisse und Erfahrungen reifend und weiter werdend – so wie der Strom, der schließlich uns Meer mündet.

In unserer oftmals hektischen Welt mit all ihren Anforderungen kann es dabei hilfreich sein, sich in die Natur zu begeben, dort, fern von Hektik und Lärm, zur Ruhe zu kommen – sich zu öffnen für neue Impulse und Sichtweisen, für Antworten auf brennende Fragen. Gerade in Lebenskrisen und auf der Suche nach dem Sinn des eigenen Daseins, dann wenn Gedankenkreisel und Gefühlschaos das Bewusstsein trüben, kann die Ruhe, Schönheit und Erhabenheit der Natur befreiend und zugleich inspirierend sein.

So ergeht es zumindest dem Protagonisten in dieser Erzählung. Für ihn eröffnen die verschiedenen Formen von Wasser – von jener Quelle angefangen, hin zu Bächlein, Fluss, Strom, Meer oder in Form von Wolken, Nebel, Reif, Eis und Schnee – immer wieder neue Erkenntnisse und Perspektiven.

Dabei geht es nicht nur um menschliche, existentielle Fragen, sondern auch um ökologische Zusammenhänge sowie um ein neues Verständnis von Wissenschaft und Spiritualität. Diese erweisen sich, insbesondere im Lichte von neueren Erkenntnisse aus Biologie und Quantenphysik, mehr und mehr als komplementäre Sichtweisen und Zugänge zur Wirklichkeit. Das Modell der Morphogenetischen Felder beispielsweise ermöglicht ein neues Verständnis vieler Zusammenhänge.

Diese Erkenntnisse werden dem Leser in einfacher und klarer Sprache – das literarische Stilmittel des Dialoges nutzend – vermittelt. Das Wasser in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen dient dabei als Inspirator – für die „Gespräche mit AQUA“. Eingebettet ist das Ganze in eine Erzählung, welche auch autobiografische Elemente enthält. Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen aus verschiedenen Lebenssituationen des Autors sowie Erkenntnisse über die Zusammenhänge von Mensch, Natur und Kosmos sind miteinander verflochten.

Es soll dies kein weiterer Ratgeber sein – gleichwohl viele Lebensweisheiten enthalten sind. Vielmehr sollen die Inspirationen selber inspirierend für den Leser sein. Das Büchlein will motivieren, die Dinge zu hinterfragen, den Sinn in einzelnen Situationen zu suchen, sich zu öffnen für größere Zusammenhänge, der Natur mit offenen Augen und Herzen zu begegnen – sich inspirieren zu lassen von der Weisheit in uns selbst.

Richard J. Wagner

November 2017

Zur Quelle

Es wurde nun rasch hell, als ich, das Dickicht von Bäumen und Sträuchern hinter mich lassend, auf die kleine Lichtung trat. Schon vor Sonnenaufgang war ich aufgebrochen, voll innerer Anspannung und Vorfreude. Seit drei Tagen war ich nun schon unterwegs, um mir einen Jugendwunsch zu erfüllen: Ich wollte einmal die Quelle jenes Baches sehen, der in der Nähe meines Geburtsortes vorbei floss. Wie magisch hatte ich mich von Kindheit an von diesem Bach angezogen gefühlt. Und schon immer hatte ich den Wunsch, einmal bis zur Quelle vorzudringen. Warum ich es bis jetzt noch nie getan hatte? Ich wusste es nicht. Jedenfalls hatte sich vor ein paar Tagen dieser lange verdrängte Wunsch den Weg in mein Tagesbewusstsein gebahnt und saß dort seither fest.

Ich konnte mich dieses Gedankens nicht mehr erwehren; immer und immer wieder tauchte er auf – ich wusste nicht warum. Hatte es etwas mit meiner aktuellen Verfassung zu tun? Ich war mürbe zurzeit, innerlich und äußerlich unruhig; diffuse Zweifel quälten mich. Was hatte ich in meinem Leben schon erreicht? Die Jahre schienen wie im Flug vorbei gegangen zu sein. Sicher, ich habe eine wunderbare Frau und drei herrliche Kinder – das macht mich glücklich. Mein Beruf füllt mich aus; in meinem Bereich gelte ich als Experte. Und dennoch bin ich seit einiger Zeit innerlich unzufrieden.

Als ich kürzlich mit seiner Frau für ein paar Tage am Meer verbrachte, und ich von weit oben – inmitten einer grandiosen Landschaft auf einem dunklen Felsen sitzend – auf das Meer hinab blickte, überkam mich plötzlich eine eigenartige Sehnsucht. Ich fühlte mich auf einmal in meine Kindheit zurückversetzt, sah mich am Bach spielen, Steine sammeln, Staudämme bauen… Ein glückliches und unbeschwertes Gefühl – wie ich es schon sehr lange nicht mehr gespürt hatte – überkam mich.

Und urplötzlich war er da, der innige Wunsch aus der Kindheit, der sich nun seinen Weg machtvoll in mein Oberbewusstsein bahnte: Einmal zur Quelle zu gehen – zur Quelle jenes Baches, an dem ich als Kind und Jugendlicher so viel Zeit verbracht hatte.

Das war erst vor wenigen Tagen gewesen; doch der Gedanke ließ mich seitdem nicht wieder los. So beschloss ich, meine verbleibenden Urlaubstage dafür zu verwenden, mir diesen Jugendtraum zu erfüllen.

Alleine und meinem inneren Antrieb folgend, machte ich mich auf, ungefähr 24 km von dem vermuteten Ursprung des Baches entfernt. Der Weg führte erst durch majestätische Wälder mit hohen Tannen und Fichten. Sie strahlten eine schier unendliche Ruhe aus und dennoch eine mächtige Kraft. Dies hatte mich als junger Mensch schon immer sehr beeindruckt. Stundenlang war ich damals, vor allem im Sommer, durch den Wald gestreift und hatte diese Atmosphäre genossen. Jetzt fühlte ich, wie diese Gefühle wieder an die Oberfläche dämmerten. Und langsam begann Ruhe in mein gehetztes Gemüt einzukehren. An manche Stellen glaubte ich mich sogar zu erinnern; immer wieder blitzten Szenen aus der Kindheit auf.

Immer mehr machten den Tannen und Fichten nun Eichen und Buchen Platz. Es wurde lichter und offener. Herrliche Farne, die nun den Waldboden bedeckten, leuchteten im Sonnenlicht. Die ganze Atmosphäre wirkte ätherisch. Ich fühlte mich wie in eine andere Welt versetzt. Beruf, Alltag, ja sogar die marternden Gedanken der letzten Wochen waren verschwunden und machten einer lange nicht mehr erfahrenen inneren Ruhe Platz.

Das Bächlein wurde immer schmäler und wand sich in unzähligen Windungen durch das nun immer dichter werdende Unterholz. Der Schweiß stand mir auf der Stirn; Hände und Arme wurden zerkratzt. Ich setzte jedoch, gleichsam von einer unsichtbaren Kraft angetrieben, meinen Weg durch das Gebüsch fort.

Das Plätschern des Bächleins, das sich schlängelnd seinen Weg über Steine und Wurzeln bahnte, machte mir immer wieder Mut. Und so quälte ich mich durchs dicke Geäst – jedoch war dies eine andere Art von Qual als die innere Verzweiflung der letzten Zeit. Dieser Kampf mit der unwegsamen Natur schien im Unterschied dazu eher zu befreien und zu stärken.

Die letzte Etappe konnte ich kaum erwarten. Die vergangene Nacht hatte ich kaum ein Auge zugetan. Szenen aus meiner Kindheit und Jugend waren immer wieder durch mein Bewusstsein gehuscht – ähnlich den schnell ziehenden Wolken, die immer wieder den Mond bedeckten und dann wieder freigaben und so eine gespenstisch schöne Atmosphäre zauberten. Ab und zu war der Ruf einer Eule zu hören, welche sich mit dem Mond zu unterhalten schien. Tief sog ich die intensiven Gerüche des Waldes in mich hinein, als ich mit dem Rücken auf dem warmen Waldboden lag und den nahezu vollen Mond betrachtete.