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Gesundheit, Fitness und gutes Aussehen – all das ist auch in reifen Jahren möglich! Wer glaubt, dass wir dem gefürchteten Dämon 'Altern' hilflos ausgeliefert sind, wenn er droht, uns mit Krankheit und Verfall in die Knie zu zwingen, liegt falsch. Best-Aging-Coach Margit Burkhart ist überzeugt: Der Mensch kann den Alterungsprozess entscheidend beeinflussen. Denn Altern ist keine Zumutung, sondern eine Frage der Einstellung. Positive Erwartung an das Kommende, geistige Aktivität und innere Frische können den Alterungsprozess ausbremsen und uns mental und körperlich verjüngen – ganz ohne Skalpell oder künstliche Hilfsmittel. Bestimmen Sie selbst, wie Sie altern wollen.
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Seitenzahl: 195
Veröffentlichungsjahr: 2016
Die Ratschläge in diesem Buch sind von Autorin und Verlag sorgfältig geprüft, dennoch kann keine Garantie übernommen werden. Jegliche Haftung der Autorin bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Gesundheitsschäden sowie Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.
Freddy Burkhart gewidmet;
ich danke ihm aus tiefstem Herzen für seine endlose Geduld,
sein Vertrauen und seine niemals nachlassende Unterstützung …
Thank you for loving me
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www.herbig-verlag.de
© für die Originalausgabe und das eBook:
2012 F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München
Alle Rechte vorbehalten
Umschlag: Wolfgang Heinzel
Lektorat: Gabriele Berding
Satz und eBook-Produktion: EDV-Fotosatz Huber/Verlagsservice G. Pfeifer, Germering
ISBN 978-3-7766-8153-6
Inhalt
Vorwort
Einleitung
Teil 1
Bewusstmachung von Verhaltensweisen, die uns altern lassen
Die Macht des Glaubens
Der Traum der Menschheit
Entstehen und Vergehen
Was die Forscher glauben
Glauben Sie nicht alles
Vom alten Glauben abfallen
Glaubenssysteme – schöpferisch, zerstörerisch
Begrenzungen überschreiten
Überzeugt sein
Die Macht der inneren Bilder
Das innere Kino
Die Wundermaschine starten
Das Bild ergreift Besitz
Die Vorstellung macht’s
Vom Traum zur Wirklichkeit
Seien Sie größenwahnsinnig
Die Macht der Gedanken
Bewusstes Denken
Gedankenkontrolle
Werden Sie zeitlos
Wieder wie ein junger Mensch fühlen
Teil 2
Die praktische Umsetzung von neuen Denk- und Verhaltensweisen
Jugendlich mit der MB-Methode
Übernehmen Sie das Ruder
Bleiben Sie unabhängig
Produzieren Sie selbst
Nutzen Sie Ihren Einfluss und Ihr Potenzial
Schalten Sie Ihr Gehirn ein
Seien Sie hartnäckig
Den Alterungscode mit Genuss knacken
Den Körper einbeziehen
Der radikale Weg
Körperintelligenz wecken
Der genussvolle Weg zur Idealfigur, Heilung, Verjüngung
Leben Sie das bestmögliche Leben – eine weise Entscheidung treffen
Tipps, wie Sie es schaffen
Greifen Sie zu Vitaminen und Co.
Zeit fürs Tun
Wer nicht glauben will, muss leiden
Es geht auch ohne Quälerei
Hüten Sie sich vor den Zeichen der Zeit
Schaffen Sie Ihren eigenen Stil
Sitzen Sie nicht still
Muskelkraft, die Leben schafft
Mut zu Veränderung
Bewusst Einfluss nehmen
Regeln, die Sie unbedingt ignorieren müssen
Alles fügt sich zusammen – der Margit-Burkhart-Plan
Was auf Sie zukommen wird
Ende und Anfang
Anhang
Damit Sie auf dem Laufenden bleiben
Literaturverzeichnis
Danksagung
Vorwort
Ich habe mein eigenes Buch wiederentdeckt! Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so viele Jahre später von meinem eigenen Buch profitieren würde, das ich vor mehr als zwölf Jahre geschrieben habe. Diese Wiederentdeckung kam für mich persönlich genau zum richtigen Zeitpunkt! Nun haben Sie es in den Händen, komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Es ist für erfolgreiche Frauen und Männer geschrieben, die sich fragen, warum ihr Aussehen und ihr positives Zukunftsgefühl so außerKontrolle geraten sind, und die ohne Beautymedizin und Quälerei ihr früheres Lebensgefühl zurückhaben wollen – so wie es bei mir der Fall war.
Obwohl sie so viele Jahre Bestandteil meiner täglichen Gedanken war, ging meine eigene »Gewöhnen-Sie-sich-das-Altern-ab-Philosophie« im täglichen Allerlei und während meiner Praxisarbeit, die meist bis spät in die Abendstunden ging, irgendwann unter. 2007 stand ich beruflich an einem Scheideweg. Ich wollte neue Wege gehen. Anstatt Krankheiten zu behandeln, wollte ich gesundheitsbewussten Menschen das nötige Wissen und die effektivsten Strategien vermitteln, damit sie erst gar nicht krank werden. Dazu brauchte ich keine Praxis mehr. Nach Auflösung meiner Praxis beschloss ich, eine sechsmonatige Auszeit zu nehmen. Aus der kurzen Auszeit wurden ganze vier Jahre! Jahre des Nichtstuns – des sich Gehenlassens, des sich Treibenlassens! Ohne Plan und ohne Ziel!
Dann kam der Tag, als mir beim Blick in den Spiegel plötzlich die Gedanken durch den Kopf schossen: »Es geschieht wirklich – es geschieht jetzt – das Altern! Ich muss etwas dagegen unternehmen – sofort!« Und gleich als nächster Gedanke: Wo ist mein Buch »Gewöhnen Sie sich das Altern ab«?
Einen Vorteil konnte ich in dieser Situation sogar sehen: Ich würde jetzt noch glaubwürdiger sein, weil ich mich ja nun massiv selber mit Alterungsanzeichen beschäftigen musste und mir das Altern selber »abzugewöhnen« hatte. Ich habe in meiner langen Berufstätigkeit immer wieder erlebt, dass viele gut gemeinte Konzepte an der Glaubwürdigkeit scheiterten.
Was ich damit meine: Vor vielen Jahren entwickelte ich ein Halbjahresprogramm für Übergewichtige und am Ende des Programms schrieben die Teilnehmer sich selbst einen Brief – mit ihren Erwartungen und wie sie in einem Jahr aussehen wollten. Diesen Brief ließ ich ihnen ein Jahr später zukommen. In diesem Brief sollten sie auch allen Frust und Ärger zurücklassen, den sie während des Abnehmprogramms aufgebaut hatten. Die Teilnehmer hatten sich einverstanden erklärt, dass ich die jeweiligen Briefe las. Sinngemäß stand in einigen von ihnen: »Margit hatte nicht immer Verständnis! Wie denn auch, sie war ja nie dick!«
Als mein Vater 1996 an einer Krebserkrankung starb, dachte ich vermessen, ich müsste die »Welt vor dieser Krankheit retten«. Ich beendete das Halbjahresprogramm für Übergewichtige und entwickelte ein Vorsorgeprogramm gegen Krebs und ein Nachsorgeprogramm für Krebskranke. Ich klapperte die Krankenhäuser ab und stellte mein Konzept den jeweiligen Chefärzten vor. Ein Chefarzt ermöglichte mir einen Vortrag in seiner Klinik. Nach dem Vortrag wurde ich auf der Damentoilette unfreiwillig Zeugin eines Gespräches von zwei krebskranken Frauen. Eine sagte in geringschätzigem Ton: »Hast du gesehen, wie die aussieht? Superschlank, glänzende Haare, total gesund – und die will mir was von Krebs erzählen. Die hat doch überhaupt keine Ahnung, was Todesangst bedeutet. Wieso sollte ich was von jemandem annehmen, der da gar nicht mitreden kann!?«
2001 war es dann endlich so weit! Ich stellte in einer großen Buchhandlung die Erstausgabe dieses Buches vor. Die Besitzerin hatte die Presse eingeladen und es waren unglaublich viele Menschen da. Nach dem Vortrag wurden Fragen gestellt und zwei ältere Damen riefen lautstark und wütend aus den hintersten Reihen: »Wollen Sie uns auf den Arm nehmen? Was wollen Sie uns denn über das Altern erzählen. Das ist eine Unverschämtheit! Werden Sie erst einmal so alt wie wir, dann haben Sie das Recht, über solch ein Thema mitzureden! Sie haben ja überhaupt keine Ahnung!«
Verstehen Sie jetzt, was ich meine? Ich wirkte zu jung, zu gesund und zu schlank, um authentisch für meine Zielgruppe zu sein.
Nun, seitdem sind elf Jahre vergangen. Sie halten die neueste Ausgabe meines Buches in den Händen, komplett überarbeitet und von meinem Verlag neu und schön gestaltet. Die wichtigsten Aussagen über das mentale Anti-Aging-Training sind geblieben und für alle, die dieses Buch bereits gelesen haben, ist es eine wunderbare Auffrischung! Diese Philosophie hat nichts an Wichtigkeit und Aktualität verloren und wird es meiner Meinung nach auch in vielen Jahrzehnten nicht. Man kann sich gar nicht oft genug mit ihr beschäftigen und sie verinnerlichen!
Nach diesen vier Jahren des Nichtstuns war von diesen zuvor genannten Attributen – zu jung, zu gesund, zu schlank – nichts mehr übrig, bis ich mir selbst wieder die Zeit nahm, nach der Philosophie meines Buches zu leben. Zusätzlich zu meinem mentalen Training habe ich meinen MB-Plan ganz neu entwickelt und danach gelebt – diesen stelle ich nun auch Ihnen in diesem Buch zur Verfügung. Nach nur 90 Tagen fühlte ich mich genauso fantastisch wie vor zwölf Jahren, als ich dieses Buch schrieb. Mein »Ergebnis« soll Ihnen Hoffnung machen, dass Sie nie zu alt, zu krank und so aus der Form geraten sein können, um nicht doch noch eine Wende einzuleiten.
Auch wenn Sie jetzt neugierig sind und den Drang verspüren, vielleicht im Schnelldurchgang die Seiten des Buches durchzublättern, um zu erfahren, was genau der MB-Plan beinhaltet, tun Sie das bitte nicht – nicht bevor Sie das Buch in Ruhe zu Ende gelesen haben!
Ich möchte Sie auf der ersten Seite »bei null« abholen und Sie so lange begleiten, bis Sie die letzte Seite gelesen haben. Nur wenn Sie lückenlos informiert sind, werden Sie mit Herzblut sagen: »Ich tue es – und keine Ausrede mehr!«
So, nun wünsche ich Ihnen genauso viel Lust zum Umsetzen meines MB-Planes, wie ich es gehabt habe.
Und wenn Sie meine Unterstützung brauchen, melden Sie sich!
Einleitung
Liebe Leserin,
lieber Leser,
beim Lesen des Titels »Gewöhnen Sie sich das Altern ab« kann ich mir bei Ihnen die unterschiedlichsten Reaktionen vorstellen. Vielleicht schütteln Sie den Kopf voller Unverständnis. Oder Sie sind amüsiert. Oder denken: »Wie soll das denn gehen, so ein Blödsinn!« Vielleicht taucht auch der Gedanke auf: »Interessant«. Vielleicht haben Sie mehr aus Neugierde als aus echtem Interesse das Buch zur Hand genommen und versuchen zu ergründen, was wohl hinter diesem Titel steckt. Vielleicht tippen Sie eher auf eine krankhafte Autorin mit einer ausgedehnten Altersparanoia, als dass Sie sich ein ernst zu nehmendes Thema erwarten. Nein, keine Sorge. Ich habe keine Altersparanoia! Ganz im Gegenteil. Die Selbstsicherheit, Weisheit und Erfahrung einer reifen Persönlichkeit und gleichzeitig die verwegenen Gedanken einer 20-Jährigen in sich zu tragen – diese Kombination kann nur eine Anhäufung an Lebensjahren bewirken. Keines davon möchte ich missen. Ein herrliches Gefühl! Gibt es etwas Schöneres, als gerade jetzt zu leben?
Und die Aufforderung, sich das Altern abzugewöhnen, so wie es viele kennen, meine ich sehr ernst. Denn die Nebenwirkungen sind in der Regel hässlich, krankhaft und ungesund. Sie selbst steuern Ihren eigenen Alterungsprozess! Seien Sie mal ehrlich: Haben Sie nicht schon nach Altersanzeichen Ausschau gehalten? Sich morgens kritisch im Spiegel betrachtet? Ständig überprüft, ob Sie schon ein bisschen faltiger, ein wenig grau oder ein wenig dicker geworden sind? Vergleiche gezogen mit Kollegen, Freunden oder Nachbarn Ihres Alters? Wissen Sie, warum Sie in diesen Zustand kommen? Weil Sie es erwarten! Wenn Ihnen dieser Vorgang bekannt vorkommt, dann sind Sie schon dabei: sich das Altern anzugewöhnen!
Ihre Erwartung und Ihr Glaube an den eigenen Alterungsprozess hat die gleiche Wirkung wie die eines Scheinmedikaments, eines Placebos. Es ist harmlos. Tut nicht weh. Hat aber eine enorme Wirkung auf unsere Körperchemie. Ein Placebo löst in uns eine Erwartung aus, die stark vom Glauben an die Heilung geprägt ist. Diese wiederum erzeugt eine biochemische Reaktion im Körper, sobald unser Verstand – unbewusst – den Befehl zur Heilung gibt. Und genauso ist es mit Ihren Gedanken, Ihren Erwartungen und Gefühlen, Ihren inneren Bildern, die Sie von sich und dem zu erwartenden Alterungsprozess haben. Leider hat die Mehrheit von uns düstere Erwartungen, was das Altern betrifft. Wen wundern da die bekannten »hässlichen« Nebenwirkungen, die wir mit aller Macht und den modernsten Anti-Aging-Mitteln zu bekämpfen versuchen. Meist vergebens.
Vielleicht haben Sie sich schon mit dem Thema »Jungbleiben« befasst. Haben bestimmte Übungen gemacht, einer besonderen Ernährung den Vorzug gegeben oder sonstige Strategien oder Techniken befolgt, die Ihnen offenbaren wollten, wie Sie Ihren Jungbrunnen entdecken und Lebensfreude wecken können. Obwohl Sie gewissenhaft all diese Tipps und Vorschläge befolgt haben, ist der durchschlagende Erfolg ausgeblieben. Sie werden merken, dass solche Strategien alleine nicht ausreichen. Nur den Körper mit Fitnessmaßnahmen und gesunder Lebensweise zu verjüngen, ist wie das Auswendiglernen von Rechenformeln speziell für die bevorstehende Matheprüfung. Wird man deswegen gescheiter bzw. jünger? Nicht wirklich! Der Alterungsprozess vollzieht sich nicht nur an unserem Körper, sondern auch in unserem Geist. Denn Körper und Geist sind nicht voneinander zu trennen, sodass wir den einen nicht ohne den anderen verjüngen können.
Ein wesentlicher Teil meiner Methode entstand auf der Grundlage des Denkmodells von Dr. Deepak Chopra. Er stellt die These auf, dass wir nur altern, weil wir es nicht anders kennen. Er spricht von einer sozialen Konditionierung oder einer kollektiven Hypnose, der wir alle kritiklos unterliegen. Wir altern, weil wir es erwarten. So lange wir glauben, zu altern, unterstützt unser Körper diesen Glauben, auch wenn er die Fähigkeit hat, anders zu agieren.
Chopra meint, dass diese Erwartung so stark sei, dass unser Körper uns in diesem Glauben unterstützt, indem alle Hormonsysteme und Drüsen ihre Produktion verlangsamen und schließlich ganz einstellen. Denn unser Glaube, unsere Vorstellungskraft, unser Bewusstsein, unsere Gefühle und Gedanken wirken sich auf all unsere Körperprozesse aus. Körper und Geist stehen in ständigem Kontakt miteinander. Jeder Gedanke, jede seelische Veränderung wird über winzig kleine Moleküle an die Organe weitergegeben – und sie reagieren sofort. Es besteht eine ununterbrochene Kommunikation zwischen unseren Organen und unserem Gehirn. In jeder Sekunde findet in unserem Körper ein umfassender Informationsaustausch statt. Alles, was wir denken, fühlen und glauben, findet seine Entsprechung in unserer Körperchemie.
Seit vielen Jahren lässt mich dieses Thema nicht mehr los. Richtungsweisend waren die Erfahrungen in meinen verschiedenen Ausbildungssegmenten wie Reinkarnationstherapie, Hypnose, Katathymes Bilderleben, Psychotherapie, die Funktionsweise des menschlichen Körpers, also Anatomie/Physiologie und die Erfahrungen vieler Therapiestunden in Verbindung mit den Erfahrungen anderer aus der Literatur und Beobachtungen im Freundes- und Familienkreis.
Große Denker und Wissenschaftler – um nur einige zu nennen: Dr. Deepak Chopra, Candace Pert, Dr. Jeanne Achterberg – sowie die vielen Autoren, die ich in diesem Buch erwähne, haben mich beeinflusst. Ihre Ideen und Gedanken zur Wirkungsweise der Psyche auf den Körper haben mich fasziniert und mein Leben geprägt. Viele von ihnen werden in diesem Buch zitiert. Wenn ich den einen oder anderen einmal nicht zitiert habe, liegt es daran, dass ihr Gedankengut im Laufe der Zeit mit meinem Wissen und meiner Wahrnehmung verschmolzen ist und Teil meines Bewusstseins (und meine eigene Überzeugung) geworden ist.
Aus meiner psychotherapeutischen Praxisarbeit weiß ich, dass Unglaubliches im Körper geschehen kann, wenn Energien zur Heilung freigesetzt werden. Und genau diese Energien können auch für den Verjüngungsprozess eingesetzt werden. Diese Einsicht war die Geburtsstunde einer von mir entwickelten Methode zur Verjüngung des eigenen Körpers ohne Facelifting, ohne Skalpell. Diese Methode besteht aus drei Phasen oder Schritten.
1. Die erste Phase dient dem Sich-Bewusstmachen uns altern lassender Verhaltensweisen. Ein besonderer Augenmerk liegt dabei auf der Wirkungsweise, die inneres Erleben, Gedanken und Gefühle auf den Körper haben.
2. In der zweiten Phase werden neu zu integrierende Gedanken und innere Bilder eingeübt.
3. Die dritte Phase schließt mit der praktischen Umsetzung von neu gelernten Denk- und Verhaltensweisen ab.
Trotz komplexer Zusammenhänge in der Wechselbeziehung zwischen Körper und Geist ist die Methode einfach und verständlich aufgebaut. Sinn des Trainings ist es, dass Sie
• ein Gefühl der Kontrolle über Ihren eigenen Alterungsprozess bekommen,
• Ihren inneren Dialog verändern – das wird Ihnen helfen, den Alterungsprozess aus einer anderen Perspektive zu erleben,
• das neue Verhalten in den Alltag integrieren.
Ich werde Ihnen in dem vorliegenden Buch zeigen, wie wir uns eine körpereigene Intelligenz zunutze machen können, über die wir verfügen und die in dieser Art noch nie zur Verjüngung eingesetzt wurde.
Die Forschungen der Gentechniker laufen auf Hochtouren, um den Code, der uns altern lässt, zu knacken. Anstatt auf diesen Moment zu warten, sollten wir uns vielmehr darauf konzentrieren, unsere eigenen Gentechniker zu sein. Das kleinste, portable Genlabor ist unsere Achtsamkeit im Denken, unterstützende Glaubenssysteme sowie die bewusste Steuerung unserer Körperchemie mittels innerer Bilder. Sie werden ahnen, dass es sich mit dem Jungbleiben ähnlich wie mit der körperlichen Fitness verhält: Es muss regelmäßig trainiert werden. Dafür bringt es Ihnen ein Maximum an Lebensqualität, Vitalität und ein zeitloses Körpergefühl sowie Gelassenheit in Hinblick auf die kommenden Jahre.
Die Zeit und die Energie, die Sie für sich aufwenden, wird die beste Investition sein, die Sie je getätigt haben. Es wird Ihnen unendlich Freude machen, Ihre Fortschritte zu beobachten – auch an den Reaktionen Ihrer Familie, von Freunden und Kollegen. Sie werden eine Hochachtung für die Fähigkeiten Ihres Körpers bekommen. Sie werden eine Hochachtung dafür bekommen, welches Potenzial in Ihnen steckt, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Und Sie werden eine Hochachtung für sich bekommen, wenn Sie feststellen, wie durch eine veränderte Einstellung der Alterungsprozess sich umkehren und verändern kann.
Das Leben, die kommenden Jahre erhalten eine völlig neue Dimension. Jetzt geht es darum, die Fähigkeiten in uns zu erkennen, die sich für den Verjüngungsprozess nutzen lassen, und sie gezielt einzusetzen.
Da diese Methode immer noch ziemlich revolutionär und neu ist, würde ich mich freuen, wenn Sie mir einmal von Ihren Fortschritten, Erfahrungen und Erfolgen berichten würden.
Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß und Freude an der Arbeit mit diesem Buch.
Ihre
Teil 1 – Bewusstmachung von Verhaltensweisen, die uns altern lassen
Die Macht des Glaubens
Der Traum der Menschheit
Es war schon immer ein Traum der Menschheit, ein Jugendelixier zu finden, das sie zurück in die Jugend bringt. Unglaubliche Experimente wurden durchgeführt. Unglaublich viel Geld wurde dafür ausgegeben und unglaublich viel Geld wurde damit verdient.
»Sie sind so jung wie Ihr Darm«, sagten die Bakteriologen und durchspülten die Gedärme der Menschheit, um sie von alternden Substanzen zu befreien.
»Sie sind so jung wie Ihr Blut, Ihre Gefäße, Arterien«, sagen die Ärzte des neuen Medizinzweiges Anti-Aging und bringen die jeweiligen Blutparameter mit hoch dosierten Aminosäuren, einem Supermix aus Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen auf ein jugendliches Niveau.
»Sie sind so jung wie Ihre Drüsen«, sagten die Endokrinologen und spritzten alle möglichen Extrakte, gewonnen aus Tierhoden, z. B. von Affen oder Stieren, in der Hoffnung auf ewige Jugend. Man schreckte auch nicht davor zurück, bestimmte Hormone aus Leichen den zahlungswilligen Patienten einzuverleiben. Leider brachte ihnen diese Injektion genau das Gegenteil von der ewigen Jugend, nämlich den raschen Tod. Heute bestehen diese Substanzen aus künstlichen, sündhaft teuren Hormonen aus dem Labor, die nicht nur eine Rückkehr zur Jugendlichkeit garantieren, sondern auch eine Abhängigkeit von der Nadel und vom Arzt entstehen lassen und einen hohen finanziellen Einsatz bedeuten. Versiegt die Quelle der künstlichen Hormone oder macht der Geldbeutel nicht mehr mit, sind die Patienten – schwuppdiwupp – gleich wieder ganz die Alten. Schaut man sich diese Richtung der Anti-Aging-Bewegung an, so scheint Jugendlichkeit oder Langlebigkeit lediglich eine Frage des Geldes und der richtigen Mischung von Hormonen in der Spritze zu sein.
Ich wage zu behaupten, dass es unglaublich einfach und kostengünstig ist, dieses Jugendelixier selbst herzustellen. Ich wage zu behaupten, dass die Menschen die Fähigkeiten haben, mithilfe des Gehirns die Biochemie ihres Körpers so zu steuern, dass die im Alter verkümmerten Drüsen aktiviert werden können und der Alterungsprozess bewusst gesteuert werden kann. Ich wage weiter zu behaupten, dass wir uns das Altern so lange »einbilden«, bis es wirklich eintritt.
Ferner wage ich zu behaupten, dass Jugendlichkeit nicht nur eine Fragedes Zustands dieses oder jenes Organs oder der Gefäße ist, sondern des ganzen Menschen, so wie er empfindet, denkt, glaubt und handelt.
Mit der Margit-Burkhart-Methode, kurz MB-Methode genannt, aktivieren Sie Ihr Bewusstsein, Ihr Unterbewusstsein und Ihren Körper. Dann sehen Sie automatisch jung aus, weil sich in Ihnen eine Wandlung vollzieht. Entsprechend Ihrem inneren Empfinden werden Sie sich jung fühlen, sich so bewegen, gehen, sprechen, handeln und letztendlich so aussehen.
Alle im Buch aufgeführten Fallbeispiele zeigen, dass unser Glaube, unsere Gefühle und Vorstellungsbilder eine direkte Wirkung auf unseren Körper haben. Wenn es Menschen gelingt, sich von unheilbaren Krankheiten zu befreien, obwohl alle Ärzte den sicheren Tod voraussagen, so ist das keine Wunderheilung, wie wir so gerne glauben, sondern die Schulung des Bewusstseins und des Immunsystems. Dieses Bewusstsein, darauf programmiert zu überleben, hat die Macht, die Bausteine des Körpers – die Zellen – wieder so aufzubauen und zu ordnen, dass der Mensch wieder gesund werden konnte.
Warum also sollte das gleiche Bewusstsein, das die Fähigkeit hat, uns von tödlichen Krankheiten zu heilen, nicht auch die Fähigkeit haben, das gesamte Hormonsystem, welches am Alterungsprozess beteiligt ist – diese Zellen also –, so zu organisieren und aufzubauen, dass der Mensch sich wieder verjüngen und regenerieren kann?
Wir sollten unseren Alterungsprozess selbstständig in die Hand nehmen und bewusst steuern. Es sollte eine Verpflichtung sich selbst gegenüber sein, die man tagtäglich erneuern muss. Ein Arzt oder Anti-Aging-Experte kann Sie dabei unterstützen, doch nichts geht über das persönliche Engagement und die eigene Unabhängigkeit. Machen Sie sich nicht von jemandem abhängig!
Wenn Sie sich zum Ziel gesetzt haben, Ihren Alterungsprozess selbst zu steuern, und dafür alles tun, wird Ihr ganzheitlich funktionierender Körper diesem Wollen gehorchen.
Eins der wichtigsten Werkzeuge ist Ihr Glaube, denn was auch immer Sie über das Altern glauben, Sie haben recht und Sie werden recht behalten; denn es ist Ihr eigenes Gesetz, Ihre Wirklichkeit, die sich in Ihrem Körper, in jeder Ihrer Zellen manifestieren wird. Ihr Glaube, dass Sie Ihre Körperchemie beeinflussen können, wird eine entscheidende Rolle spielen. Ihr Glaube daran, wie Sie jetzt sind und wie Sie sein können, ist maßgeblich für das, wie Sie sein werden. Hört sich ganz schön kompliziert an – ist es aber nicht.
Wenn Sie glauben, dass sich Ihr biologisches Leben in engen Grenzen bewegt – Geborenwerden, Erwachsenwerden, Altwerden, Krankwerden –, werden Sie sich auch innerhalb dieser Grenzen bewegen. Denn nichts hat mehr Macht über uns als das, woran wir glauben.
Und glauben Sie nicht, dass etwas furchtbar kompliziert sein muss, um zu wirken. Nein, oft bringen die einfachsten Dinge die besten Ergebnisse. Führen Sie das Experiment durch!
Ein neuer Blickwinkel
»Zweifele immer an dem, was du glaubst.«
EPIKRET
Entstehen und Vergehen
Die Stunde null: Eine Eizelle wird befruchtet. Sie teilt sich, und die Lebensuhr beginnt zu ticken. Unaufhörlich. Die Gene steuern die Embryonalentwicklung, vom Baby zum Erwachsenen. Zelle um Zelle teilt sich. Der Organismus wächst heran aus Nerven-, Muskeln-, Knochenmarks- oder Hautzellen. Jede Sekunde werden neue Zellen gebildet und jede Sekunde sterben Zellen wieder ab. Der Organismus wächst, wandelt sich, erlebt seine Jugendphase und steuert langsam über viele Jahrzehnte hindurch zur Reifephase. Die Lebensuhr tickt langsamer und spätestens mit 120 Jahren stellt sie ihre Tätigkeit ein. Das ist die schöne Version von Entstehen und Vergehen.
Die Realität sieht ganz anders aus. Kaum haben wir die 30 überschritten, hören wir das Ticken der Lebensuhr. Bis in die kleinsten Moleküle der Gehirn- und Körperzellen. Ist dieses Bewusstsein erst einmal fest verankert, erwarten wir regelrecht den Alterungsprozess: Falten, graue Haare, Pigmentflecken, Augenlinsentrübung, Rheuma, Gicht, Bluthochdruck und, und, und. Wir sind mittendrin. Auch das Innere des Körpers altert. Die Blutgefäße werden durch Ablagerungen hart und fest, der Stoffwechsel wird immer langsamer. Das Immunsystem wird immer schwächer. Die Summe der verschiedenen Krankheiten macht uns immer hinfälliger und zwingt uns in die Knie.
Exitus! Das war’s. Von wegen 120 Jahre!
Schauen wir doch einmal, was die Forscher glauben …
Was die Forscher glauben
Warum altern wir? Das ist die Frage, die Heerscharen von Forschern beschäftigt, die dazu auch einige Theorien bereithalten.
Die Lebenserwartung hängt vom Energieumsatz ab, ist eine der Theorien. Für jedes Lebewesen steht ein bestimmter Vorrat an Lebensenergie zur Verfügung. Ist die Energie verbraucht, stirbt der Organismus. Bei einem Kolibri, der sich viel und hektisch bewegt, ist die Energie schnell verbraucht – er wird nur zwei Jahre alt. Eine Riesenschildkröte, die sich nur langsam bewegen kann, lebt zum Beispiel fast 180 Jahre. Auch das Faultier bewegt sich nur selten und dann auch nur ruhig und gemächlich. Es lebt über 30 Jahre – länger als vergleichbare Tierarten. Auf den menschlichen Organismus bezogen bedeutet es ebenfalls, dass er umso länger lebt, je niedriger sein Energieumsatz ist. Das Erfreuliche an dieser These ist, dass der Mensch hier doch erheblichen Einfluss auf seinen Alterungsprozess hat – nämlich mit seinem Lebensstil.
Eine andere Theorie beschäftigt sich mit der Zellalterung. Haben sich die Zellen eines Menschen ca. 50-mal geteilt, stirbt die Zelle. Diese sogenannte Hayflick-Zahl ist eine feste Größe. Sie wurde in den Sechzigerjahren von dem amerikanischen Zellbiologen Leonard Hayflick festgelegt. Er experimentierte mit Bindegewebszellen aus Hühnerherzen. Dabei zeigte sich, dass die Zellteilung auch unter optimalen Bedingungen ihre Grenzen hatte. Nach 50 Teilungen war Schluss. Der Zelltod ist also in den Zellen programmiert. Damit läuft die Suche der Forscher auf Hochtouren. Welche der ca. 30.000 Gene trägt die Lebensuhr in sich? In welchem Gen tickt sie und wie lässt sie sich zurückdrehen?
Die Chromosomenschäden durch die Zellerneuerung sollen die Fehler- und Reparaturtheorie belegen. Die Enden der Chromosomen, den Trägern unserer Erbsubstanz, werden von sogenannten Telomeren geschützt – etwa wie Plastikkappen, die die Enden von Schnürsenkeln vor dem Aufdrehen schützen. Mit jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere, womit auch deren Schutzwirkung für die Chromosomen abnimmt. Je kürzer die Telomere, umso kürzer ist unsere Lebensspanne.
