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Auf Wunsch ihrer Freundin Brigitte fährt Inge mit in das Frauenferienzentrum. Brigitte hofft, dort endlich in Ruhe mit ihrer Freundin über ihre Beziehung reden zu können. Doch stattdessen beginnt sie einen heißen Flirt mit einer anderen Kursteilnehmerin. Und teilt Inge mit, dass neue Freiheiten ausprobiert werden müssten. Inge, wegen ihrer langen Beine von Brigitte zärtlich „meine Giraffe" genannt, tobt vor Eifersucht. Doch der Schein trügt. und erst viele Sexturbulenzen später klärt sich die Situation. Gewohnt rasant und amüsant schreibt Wöhe über Beziehungs- und Gefühlsverwicklungen. In den genau gezeichneten Charakteren kann sich die Leserin augenzwinkernd wiederfinden. „Sandra Wöhe schreibt in einer lockeren Art und Weise, die frau nur fesseln kann. […] Sandra Wöhe [hat] einen erstklassigen Debütroman auf den Markt gebracht, der lauthals nach einer Fortsetzung verlangt!", schrieb frau bei gaypeople.de. Hier kommt nun keine direkte Fortsetzung, dafür ein neuer, spritziger Roman. Es darf wieder gelacht werden.
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Seitenzahl: 319
Veröffentlichungsjahr: 2009
Sandra Wöhe
Giraffe im Nadelöhr
Erotischer Roman
konkursbuch Verlag Claudia Gehrke
Auf Wunsch ihrer Freundin Brigitte fährt Inge mit in das Frauenferienzentrum. Brigitte möchte dort endlich in Ruhe mit Inge über ihre Beziehung reden. Doch stattdessen beginnt sie einen heißen Flirt mit einer anderen Kursteilnehmerin. Und teilt Inge mit, dass neue Freiheiten ausprobiert werden müssten. Inge, wegen ihrer langen Beine von Brigitte zärtlich „meine Giraffe" genannt, tobt vor Eifersucht. Doch erst viele Sexturbulenzen später klärt sich die Situation.
Für die Kleine Maus: Maura Maria-Louise Muys
Inhaltsverzeichnis
Titelseite & Klappentext
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Zur Autorin Sandra Wöhe
Impressum
„Ihr könnt die Augenbinde abnehmen!“, sagte Gordana.
Das samtweiche Gewebe, der Stoff, aus dem die Albträume kamen, war schwierig zu lösen und trotzte meinen Fingern. Der Knoten an meinem Hinterkopf hielt sich hartnäckig. Vielleicht sollte ich das Tuch einfach herunterreißen? Es kribbelte mir in den Fingerspitzen. Aber was dachten dann die anderen von mir? Die anderen?
Auch ohne Augenbinde blieb der Raum finster. Nicht einmal Schatten waren zu sehen. Die Dunkelheit verschluckte alle anwesenden Frauen, den Raum und mich.
Vorsichtig tastete ich mit der Hand unter meinen Po. Ich spürte meine Muskeln, eingepackt in weichem Gewebe, die sich auf dem Kissen aus Seide ausbreiteten. Sobald ich wieder zu Hause bin, werde ich mit dem Fahrrad ins Büro fahren, nahm ich mir vor. Mein Hintern ist zu schlaff. So geht das nicht. Ich tastete über den kuscheligen Teppich: ein Berber. Er war sogar weicher als mein Kleid, das bei jedem Schritt um meine Beine streichelte. Aber nicht so weich wie mein Po. Ich bohrte meinen Finger spitz in den Teppich. Es war ein Kurzhaar-Berber. Anderthalb Zentimeter dick.
Als ich meinen Finger herauszog, knisterte es. War ich das? War ich laut? War ich statisch aufgeladen? Konnte ein Berber das? Erschrocken schaute ich in die Finsternis. Ich sah überhaupt nichts, und schon gar keine, die mich hätte beschuldigen können.
Es raschelte. Gebannt drehte ich mich in die Richtung, in der ich das Geräusch vermutete. Stille. Keine der Kursteilnehmerinnen wagte es, das Schweigen der Dunkelheit zu durchbrechen, beispielsweise mit einem „Hallo! Ich muss mal“, oder einem „Kann mal jemand das Licht anmachen?“
Wer wäre auch so mutig?, fragte ich mich.
Vielleicht unsere Kursbegleiterin? Die schöne Gordana mit den Onyxaugen, die glitzern konnten wie Wasser auf erregter Haut?
Oder vielleicht Brigitte? Meine Herzensdame. Sie hatte mich überredet, aufs Landgut Ananke in die Alpen zu fahren. Zu diesem Workshop. Meine Freundin war die Einzige, die mich dazu brachte, Dinge zu tun, die ich nicht tun wollte. Etliche andere konnten das zwar auch, aber das waren selbstverständlich Ausnahmen! Häufige Ausnahmen. Meine Meinung vertrat ich viel seltener als mir lieb war. Wie vor Wochen. Oder war das auch schon wieder Monate her?
An jenem besagten Tag hatte mir Brigitte aus dem Kursprogramm des Landgutes Ananke vorgelesen: „Auf der Spur nach dem Sinn der Sinne.“ Ihre Augen leuchteten. „Hört sich doch spannend an.“ Ihr Blick verdunkelte sich. „Nicht wahr? Inge!“
Das verhieß nichts Gutes. Es gab nur eine Antwort, wenn ich den Abend ohne Streit überstehen wollte. „Mach, was du willst!“, sagte ich und meinte damit: „Du wirst später dafür bezahlen.“
Brigitte lächelte geheimnisvoll und reservierte telefonisch ein Auto. Einen kleinen roten Flitzer. Brigitte fuhr gern Auto. Sie liebte es, auf die Tube zu drücken. Geschwindigkeit ließ sie fliegen.
Vier Wochen später waren wir startklar für den Ausflug ins Sinnenparadies auf dem Land. Die Hinfahrt hatte ich genossen, obwohl ich meine Beine nicht ausstrecken konnte. Die Sitzverstellung klemmte. Meine Nasenspitze küsste die Windschutzscheibe und die Knie schlugen ans Armaturenbrett. Schon ohne verklemmten Autositz hatten meine Beine, „die bis in den Himmel reichen“, wie Brigitte zärtlich flüsterte, wenn sie sich küssend an mir hocharbeitete, in einem Kleinwagen zu wenig Platz.
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