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Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Haut- und Schleimhautprobleme, dauernde Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Haarausfall und Anämie … Mein Leidensweg war lang, bis ich endlich Methoden herausfand, wie ich Ursachen und Symptome meiner Allergien und Unverträglichkeiten in den Griff bekommen konnte. Als Betroffene kommen wir alle irgendwann an den Punkt, an dem wir bereit sind einfach alles zu tun, um den Leidensdruck zu senken. Das meiste davon hilft nicht oder macht es sogar noch schlimmer. Was ich hier vorstelle, ist eine relativ einfache Methode, die keinerlei Risiken beinhaltet, nichts kostet und funktioniert, wenn man die nötige Selbstdisziplin aufbringt: eine Rotationsdiät, bei der nach einem bestimmten Schema bekannte Allergene und problematische Lebensmittel weggelassen werden - aber eben nicht immer, sondern abwechselnd. Damit können, ohne dauerhaft auf ganze Nahrungsmittelgruppen verzichten zu müssen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, Reizdarm und sogar chronisch entzündliche Darmerkrankungen zumindest stark gelindert werden, teilweise sogar vollständig. Ich zeige in diesem Buch anhand meines eigenen Beispiels wie man vorgeht, worauf man achten muss, wie man die eigenen Problembereiche ermittelt, das Schema anlegt und welche Alternativen zu bestimmten Lebensmitteln in die Rotation aufgenommen werden können.
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Seitenzahl: 123
Veröffentlichungsjahr: 2018
Bauchschmerzen und
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
dauerhaft lindern — Reizdarm und
chronisch entzündlichen
Darmerkrankungen vorbeugen
Copyright: © 2018: Angela Helmberger – gesund@rotationsdiät.com
www.rotationsdiät.com
Lektorat: Erik Kinting – www.buchlektorat.net
Umschlag & Satz: Erik Kinting
Titelbild: © snyGGG (fotolia.com)
Verlag und Druck:
tredition GmbH
Halenreie 40-44
22359 Hamburg
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Für Frank, der an Morbus Crohn erkrankt ist und dem ich sehr gern helfen würde.
In all der Zeit, die ich nun schon mit Reizdarm und Lebensmittelunverträglichkeiten lebe, habe ich zwangsläufig immer mehr Wissen zu diesem Thema erlangt. In den ersten Jahren war ich trotz einiger Ratgeber, die mir wertvolle Anregungen geben konnten, ziemlich einsam und unwissend auf mich allein gestellt. So blieb mir nichts anderes übrig, als zwischen diesen Eckpfeilern der Anregungen durch eigene Recherchen ein immer dichter werdendes Netz an Informationen zu spinnen, auf das sich meine Ernährung und Lebensweise seit 1993 gründet. Ab 2008 liegt diesem das Rotationsschema nach Jutta Poschet zugrunde. Da dies ein langsamer, steiler und steiniger Weg war, der viele Jahre gedauert hat, möchte ich hiermit allen, die mit ähnlichen Problem zu kämpfen haben, ein Buch an die Hand geben, mit dem schneller und leichter Hilfe zu finden ist.
Als ich damit anfing, gab es noch kein Internet und Informationen wurden in Form von Buchempfehlungen, Fotokopien, handgeschriebenen Notizen sowie Adressen und Telefonnummern bewanderter Personen verbreitet. Seit es das Internet gibt, sind zwar viele Informationen leichter zugänglich, aber die objektive Fakten deshalb nicht mehr geworden.Eigentlich ist es inzwischen sogar eher schwieriger, diese in der Fülle an Daten zu finden bzw. als solche zu erkennen.
Ich habe lange gebraucht, meinen Weg zu finden, und es war nervenaufreibend, bis ich endlich eine Diagnose bekam, und sehr schwierig, die Richtlinien dann im täglichen Speiseplan umzusetzen und zu praktizieren, sodass ich nur hoffen kann, dass meine Leser dank dieses Buches schneller zum Erfolg kommen. Ich möchte einfach nur gerne meine Erfahrungen und mein Wissen weitergeben und es würde mich freuen, wenn andere Betroffene davon profitieren können – damit es ihnen schnell besser geht oder damit es erst gar nicht so weit kommt. Ich bin fest davon überzeugt, dass das von mir erfolgreich angewendete Ernährungssystem auch maßgeblich dabei helfen kann, das Entstehen von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa zu verhindern bzw. die daraus resultierenden Beschwerden zu lindern und Symptome erträglicher zu machen. Beinahe wäre ich selbst daran erkrankt, hätte ich nicht rechtzeitig diese Notbremse gezogen. Insgesamt sind mittlerweile Allergien im Allgemeinen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie z. B. Laktoseintoleranz im Besonderen weitreichend bekannt, aber was es speziell mit dem Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit auf sich hat oder dem Umstand, dass eine generelle Unverträglichkeit von Milchprodukten (die auch Schaf-, Ziegen- und weitere Milchprodukte einschließt) sich weder durch den Verzehr ausschließlich laktosefreier Milchprodukte lösen lässt noch durch den Austausch von Kuhmilchprodukten durch die anderer Tierarten, das zählt schon eher zu einer Art Geheimwissen für Eingeweihte. Weil dies aber für viele Betroffene essenziell ist, ist es mir wichtig, darüber zu informieren. Auch die Diagnose Reizdarm ist zu wenig bekannt. Außerdem bagatellisieren viele Betroffene das lieber und behalten es für sich, weil die Auswirkungen nun mal sehr unschön und nach wie vor wenig gesellschaftsfähig sind, auch wenn der Darm und das mikrobielle Leben darin in letzte Zeit immer mehr in den allgemeinen Fokus rücken. Wer unter Reizdarm zu leiden hat, zieht sich eher zurück und erträgt sein Schicksal tapfer. Jeder denkt, er wäre damit allein. Wie viele Betroffene es tatsächlich gibt, ist kaum bekannt. Ich denke, es sind sehr viele und es werden immer mehr.
Ich hoffe, dass meine Erfahrungen vielen anderen helfen werden, dass Denkanstöße entstehen und sich auch insgesamt neue Perspektiven ergeben. In diesem Sinne wünsche ich eine interessante Lektüre!
Angela Helmberger
Heute weiß ich, dass meine Gesundheitsprobleme schon Anfang der 90er-Jahre, da war ich Mitte 20, langsam und schleichend begannen. Ich weiß auch, dass ich höchstwahrscheinlich schon als Kind Probleme mit dem Milchkonsum bzw. mit diversen Unverträglichkeiten oder einem empfindlichen Darm gehabt haben muss. Insbesondere auf den Frühstückskakao, der mir in bester Absicht aus guter naturbelassener Vorzugs- bzw. Rohmilch (aus artgerechter, Demeterzertifizierter Erzeugung) zubereitet worden war, habe ich mit Kopfschmerzen, Völlegefühl, einem pelzigem Gefühl im Mund, Übelkeit und Mattigkeit reagiert. Allerdings war zu der Zeit nichts dergleichen allgemein bekannt. Mir als Kind waren die Symptome nicht bewusst – woher soll man denn als Kind wissen, was normal ist und was nicht? Wenn man es nicht anders kennt und keine gravierenden Probleme auftreten, fällt einem so etwas ohnehin nicht auf, weder dem Kind noch den Erwachsenen. Das war damals einfach so.
Mit Ende Zwanzig bemerkte ich zunehmend Beschwerden und Symptome:
• Kopfschmerzen
• Müdigkeit nach dem Essen
• Heißhunger auf bestimmte Produkte
• beim Essen schlingen großer Mengen
Mir wurde bewusst, dass ich nicht mehr so leistungsfähig war, nachmittags oft sehr müde und antriebslos, außerdem hatte ich öfter Bauchschmerzen und ständig Blähungen sowie teils starken Haarausfall und dünner werdendes Haar. Schon über zehn Jahre litt ich unter starker Kälteempfindlichkeit (auch und gerade in geheizten Räumen) und mein Gewicht bewegte sich immer an der unteren Grenze (ich nahm nicht zu, was und wieviel ich auch gegessen habe, und das waren zu der Zeit teils riesige Mengen).
Schon seit vielen Jahren ernährte ich mich vegetarisch mit wenigen Milchprodukten oder Eiern. Ich hatte jedoch z. B. immer Heißhunger auf Käse, wobei dann das oben beschriebene Essverhalten auftrat. Dazu kam, dass ich, gemäß meiner Vorlieben, einen richtigen Heißhunger auf bestimmte Speisen entwickelt habe, sodass ich diese somit immer häufiger aß. So hat sich mein Speiseplan immer mehr eingeschränkt und wurde immer einseitiger. Das waren bei mir z. B.:
Bauernsalat mit Feta oder Mozzarella, Oliven und Gemüse, den ich im Sommer fast jeden Tag Mittags gegessen habe, teils mit größeren Mengen Zuchtpilzen, rohen Champignons oder gebratenen Austernpilze,
• sehr häufig Nudeln oder Pizza,
• nachmittags aß ich oft mehr als eine Packung ganz bestimmter Kekse mit Schokolade oder
• in der Früh immer dieselbe Brotsorte, reines Dinkelbrot mit Butter und Vitam-R (eine vegetarische salzige Hefepaste, mehr dazu weiter hinten).
Durch meine vegetarische Ernährungsweise (mit Eiern, Milchprodukten und ab und zu Fisch, also fast alles außer Fleisch – heute nennt man das eher flexitarisch) wurde ärztlicherseits als Ursache meiner Probleme gern Eisenmangel vermutet. Tatsächlich ließ sich das diagnostisch immer belegen (es ergab auch Sinn, die Symptome Müdigkeit, Haarausfall und Frieren passten und durch die Spirale hatte ich immer sehr lange, starke und häufigeMonatsblutungen). Die Eisensubstitution brachte auch immer eine gewisse Besserung. Zu der Zeit nahm ich Ferrosanol Duodenal, apothekenpflichtige Eisen-Dragees ein, mehrmals im Jahr über einige Monate lang. Erst später entdeckte ich Tardyferon-Dragees als Alternative, die ich persönlich viel besser vertrage.
Zwischen den Substitutionsphasen bemühe ich mich immer, hin und wieder eine Dosis Floradix Kräuterblutsaft einzunehmen, der viel weniger konzentriert, aber für mich ebenfalls sehr gut verträglich war. Ich glaube, dass das Eisen in der dort vorliegenden Form in Verbindung mit all den Vitalstoffen aus Kräuter- und Fruchtsaftextrakten leichter absorbiert werden kann. Zu beachten ist jedoch: Die Kräuterblutdragees dieses Herstellers enthalten Laktose! Interessanterweise erfuhr ich erst kürzlich, dass z. B. der Eisenmangel schon damals ein Hinweis auf latente Entzündungen gewesen sein könnte. Wahrscheinlich ist, dass schon zu der Zeit häufige oder dauerhafte Entzündungen der Darmschleimhaut, also eine Reizdarmsymptomatik, bei mir vorlagen. Weil ich aber keine solchen spezifischen Beschwerden hatte, vielleicht auch, weil man als junger Mensch in der Lage ist, sehr vieles zu kompensieren, wurden diese nicht bemerkt und so wurden keine Versuche einer Diagnostizierung unternommen. – Womit wir beim Thema unserer üblichen Behandlungspraxis bzw. des Gesundheitssystems wären.
Ende der 1980er-Jahre war ich an einer Epstein-Barr-Infektion erkrankt, auch Pfeiffersches Drüsenfieber genannt – es wurde erst ca. 1-2 Jahre nach der Erkrankung festgestellt. Ich hatte es für einen heftigen grippalen Infekt gehalten und das Ganze, ohne ärztliche Unterstützung, völlig unterschätzt. Allerdings war dies bis dahin die schwerste Krankheit, die ich je mitgemacht hatte. Diese Infektion hat mich sehr stark geschwächt, darüber einigermaßen hinwegzukommen, dauerte mehrere Jahre.
Zu dieser Zeit, als ich verschiedene Ärzte auf der Suche nach einer Lösung dieser Probleme aufsuchte, diagnostizierte ein naturheilkundlich arbeitender Arzt eine Wanderniere bei mir. Dadurch, dass die Niere nicht fixiert sei, sondern am Harnleiter frei im Körper baumle, könne die Hormonausschüttung gestaut oder behindert werden. Dies beträfe die Katecholamine (z. B. Adrenalin etc.) – Hormone, die u. a. auch für das Aktivitätsverhalten verantwortlich seien. Außerdem sei gemäß der asiatischen und naturheilkundlichen Auffassung die Niere für den Antrieb und die Lebensenergie zuständig. Also entschloss ich mich dazu, diese operativ fixieren zu lassen. Dies alles zusammen waren genug gute Gründe, um zu erklären, warum ich zu dieser Zeit nicht besonders leistungsfähig war. Obwohl ich nicht ganz zufrieden war, mit den jeweiligen Ergebnissen der Therapien, suchte ich nicht weiter und fand mich mit seiner Situation ab, mit Rechtfertigungen wie man ist halt keine 20 mehr (sondern geht langsam auf die 30 zu – haha), man wird eben älter … mit 26?
1992 kam meine Tochter zur Welt. Sie war unser zweites Kind. Während der Schwangerschaft war es mir rundherum einfach blendend gegangen (die erste Schwangerschaft war mir schon deshalb viel schwerer gefallen, weil ich gleich zu Anfang eine Symphysenerweichung hatte, also die Knorpelverbindung der Schambeinfuge wurde weich; das war äußerst schmerzhaft, sodass ich zeitweise kaum noch gehen konnte). Diesmal aber war ich topfit, fühlte mich so gut wie lange nicht mehr und um zehn Jahre jünger. Unser fünf Jahre älterer Sohn war kerngesund und auch unsere Kleine strotzte nach einer traumhaft schnellen und unkomplizierten Geburt mit einem Gewicht von ca. 3.600 g nur so vor Gesundheit. Leider änderte sich das noch in der Stillphase im Alter von ca. drei Monaten. Sie bekam Ekzeme an den Außenseiten der Oberarme, den Lenden und den Außenseiten der Unterschenkel, außerdem häufig Ekzeme im Gesicht, die sich durch Schmierinfektion weiter ausbreiteten.
Dazu litt sie häufig unter Koliken, die auch den Nachtschlaf nicht verschonten. Das Schlimmste aber waren die häufigen und sehr schmerzhaften Hautentzündungen, besonders an den Lippenrändern. Morgens nach dem Schlafen waren die Stellen zugewachsen und verschorft, um beim ersten Öffnen des Mundes (Sprechen, Lachen, Trinken, Essen) wieder aufzuplatzen. Darunter musste sie sehr leiden und wir natürlich mit ihr.
Zusätzlich führte dieses Aussehen mit Ekzemen im Gesicht und dem entzündeten verschorften Mund zu Reaktionen der Umgebung, die von mitleidig bis angeekelt (»Ist das nicht ansteckend?«) reichten und auf jeden Fall immer die Aufmerksamkeit unerwünscht in eine Richtung lenkten, was z. B. ein unvoreingenommenes Kennenlernen völlig unmöglich machte. Immer steuerten die Gespräche sofort auf Gesundheit, Haut, Diät, Allergien … mal ängstlich, mal eher abwertend, mal interessiert, oft auch besserwisserisch. Immer bekam man viele Tipps und gut gemeinte Ratschläge, als ob man als Betroffener völlig ahnungslos wäre, dabei hatten wir alles zu dem Thema recherchiert, was es nur gab. Es war unschön und beeinträchtigte die sozialen Interaktionen sowie unser Sozialleben als Familie sehr.
In dieser Zeit kamen wir zu unserer Allgemeinärztin Frau Dr. Lippert in Wörthsee, die unsere Tochter (und bald uns alle, wann immer nötig) mittels klassischer Homöopathie und Ohrakkupunktur behandelte (bei Kleinkindern teils mit Laserakupunktur). Die Besonderheit ihrer Behandlungsweise war, dass sie die zu behandelnden Akupunkturpunkte und homöopathischen Mittel sowie auch deren Potenzen mittels Pulsschlag austestet.
Wir probierten mittels Auslassdiät (das bedeutet, die als unverträglich vermuteten Substanzen und allgemein als allergieauslösend bekannten Produkte wegzulassen) eine Besserung der Beschwerden zu erreichen. Das war eine richtige Sisyphosarbeit, die leider ohne Erfolg blieb.
Auch der überaus vorsichtige Versuch Milch einzuschleichen war nicht erfolgreich. Dabei beginnt man mit der homöopathischen Dosierung von einem Tropfen Milch auf einen Liter Wasser und steigert die Dosis dann täglich aber sehr langsam.
Da empfahl uns Frau Dr. Lippert, Ihre Kollegin Frau Dr. Flade aufzusuchen.
•Bioresonanztest einzelner Lebensmittel
•Vermeiden aller nicht vertragenen Lebensmittel
•Rotationsschema – Empfehlung der Jutta-Poschet-Immundiät
Frau Dr. Flade hatte in ihrer Praxis – damals noch in Rottach-Weissach am Tegernsee – alle Lebensmittel mit Kinesiologie/Muskeltest ausgetestet. Wir bekamen einen Plan aller Produkte, die unsere Tochter nicht vertrug. Hierbei handelte es sich um die üblichen Verdächtigen: Lebensmittel, die generell ein hohes Allergiepotenzial aufweisen und in solchen Fällen grundsätzlich eine Zeit lang vollständig gemieden werden sollten, bevor sie dann sehr achtsam schrittweise wieder in den Speiseplan aufgenommen werden. Auf keinen Fall dürfen empfindliche Personen diese Lebensmittel täglich zu sich nehmen!
Das sind neben
• Milch und sämtlichen Milchprodukten aller Tiere vor allem • Eier
• Fisch
• Schweinefleisch
• Getreide
• Zitrusfrüchte
• Paprika
• Tomaten
• Karotten
• Fenchel
• Hefe
• Zucker
• Knoblauch
• Zwiebeln
• praktisch alle Gewürze
• die meisten Obstsorten
• sämtliche Konservierungsstoffe
• Säuerungsmittel
• Lebensmittelfarben
• künstlichen Aromastoffe
• Geschmacksverstärker
• Füllstoffe
• Bindemittel
Also so ziemlich alles, womit die Lebensmittelindustrie arbeitet, siehe auch Kapitel ROTATIONSDIÄT. Damit war eine herkömmliche Ernährung nicht mehr möglich.
Auch ich ließ mich testen wegen meiner Beschwerden und meines Verdachts, dass das bei unserer Tochter nicht von alleine käme. Auch bei mir wurden verschiedene Unverträglichkeiten diagnostiziert. Allerdings ging es mir zu dieser Zeit ziemlich gut, auch war mir durch einen Neurodermitisfall in der Verwandtschaft längst klar geworden, dass hier ein gewisses Gefahrenpotenzial lauerte. So hatte ich schon während der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit meinen Konsum von Milch und Milchprodukten sehr stark eingeschränkt und auch sonst auf eine allergenarme Ernährung geachtet – in dem Rahmen, der damals empfohlen wurde – inklusive größtmöglicher Hygiene, Staubvermeidung und weitgehendes Vermeiden von Kontakten mit Tieren, Ställen, Heu, auch tierischen Produkten wie Wolle usw. Damit war leider auch von vornherein klar, dass es bis auf Weiteres keine Haustiere geben durfte. So machte ich die Diät unseres Kindes mehr aus Solidarität und Interesse sowie aus pädagogischen Gründen mit als aus Überzeugung.
