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Bäume auf das Beste reduziert: Lassen Sie einzigartige Bäume im Miniformat aussehen wie die ganz großen. Wie das gelingt, erklärt dieses aktuelle Einsteigerbuch. Grundlagen und Techniken der Bonsaierziehung werden gezeigt und die verschiedenen Erziehungsformen, das passende Werkzeug, Hilfsmittel, Erden und Schalen vorgestellt. Die 40 verschiedenen Zimmer- und Freilandgehölze lassen sich anhand der leicht nachvollziehbaren Anleitungen zu ausdrucksstarken Bonsaipersönlichkeiten erziehen. Die wichtigsten Tipps zu Standort und Pflege sorgen für die optimale Pflanzengesundheit.
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Seitenzahl: 117
Veröffentlichungsjahr: 2019
Elodie Marconnet | Nicolas Coulon
Noch ein Buch über Bonsai? Unbedingt! Denn viele Interessierte glauben noch immer, diese Kunst sei viel zu kompliziert und ein solches Miniaturbäumchen viel zu empfindlich. Doch wer in der Lage ist, einem solchen pflanzlichen Kunstwerk auch nur ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit zu schenken, kann diese faszinierende Kunst bald beherrschen.
Alles, was wir dazu benötigen, ist eine nachvollziehbare Anleitung mit den wichtigsten Tipps zur Pflege und zur Pflanzengesundheit. So ist es gar nicht schwer, sich um dieses kleine Pflanzenwunder zu kümmern, es gesund zu erhalten und seine faszinierende Gestalt über viele Jahre weiterzuentwickeln.
Natürlich erlebt man beim Heranziehen eines Bonsais immer wieder auch Misserfolge, aber das ist kein Grund, den Mut zu verlieren. Nicht umsonst heißt es: Aus Fehlern wird man klug. Weiß man erst, was man falsch gemacht hat, wird man es so schnell nicht wiederholen. Im Folgenden wollen wir Ihnen alles Nötige an die Hand geben, damit auch Sie in die Bonsaikunst einsteigen können: Einen Einblick in das Wuchsverhalten von Bäumen, einen Überblick über das Einmaleins der Bonsaipflege sowie einen Ausblick auf fortgeschrittene Techniken, damit Sie später auch an diese beherzt herangehen können.
BONSAI – WAS IST DAS?
Ein wenig Geschichte
Formen und Größen
Anatomie und Entwicklung
Bonsaischalen
Substrat
Licht
Temperatur
Werkzeug – Die Grundausstattung
Werkzeug und Hilfsmittel – Feinarbeiten
GRUNDKURS BONSAIPFLEGE
Gießen
Zimmerbonsai: Erhaltungsschnitt
Freilandbonsai: Erhaltungsschnitt
Immergrüne Koniferen: Erhaltungsschnitt
Erziehungsschnitt
Umtopfen
Mangelerscheinungen
Schädlinge
Krankheiten
SPEZIELLE BONSAITECHNIKEN
Drahten & Abspannen
Jin-Technik
Entlauben
Aus Samen ziehen
Aus Jungpflanzen ziehen
Aus Stecklingen ziehen
Durch Abmoosen gewinnen
Findlinge
Durch Veredlung gewinnen
Pflegekalender
ZIMMERBONSAIS
Buchs
Ficus-Arten
Fukientee
Himmelsblüte
Junischnee
Kirschmyrte
Liguster
Braut-Myrte
Jasmin-Orangenraute
Japanischer Pfeffer
Sageretie
Gewöhnliche Tempel-Steineibe
Strauchportulak
FREILANDBONSAIS
Dreizähniger Ahorn
Fächer-Ahorn
Apfel
Japanische Aprikose
Satsuki-Azalee
Buche
Eiche
Echte Feige
Schmalblättriger Feuerdorn
Fichte
Fingerstrauch
Ginkgo
Granatapfel
Hainbuche
Japanische Schwarz-Kiefer
Mädchen-Kiefer
Lärche
Ölbaum
Prachtglocke
Scheinquitte
Stechpalme
Japanische Ulme
Urweltmammutbaum
Chinesischer Wacholder
Weißdorn
Japanische Zelkove
Fächer-Zwergmispel
Vor mehr als 2000 Jahren nahm diese Kunstform in China ihren Anfang. Zu ihrer heutigen Form hat sie sich jedoch in Japan entwickelt.
Asien
Die Bonsaikunst hatte ihren Ursprung im Reich der Mitte während der Han-Dynastie, also vor über 2000 Jahren. Damals schufen Künstler aus Steinen und kleinen Bäumchen die ersten Miniaturlandschaften in einer Schale. Diese Kunstform, Penjing genannt, war einzig der Elite vorbehalten.
Erst 1300 Jahre später wurde diese Kunst auch in Japan aufgenommen; sie erhielt nun gewisse Regeln, an denen sich der Einfluss des Buddhismus erkennen lässt. So entstand das Bonsai, wie wir es heute kennen: die Kunst, Bäume in der Schale zu gestalten. Als Hauptstadt der Bonsaikunst gilt das japanische Dorf Omiya. Mit seinen seit 1925 bestehenden, auf Bonsais spezialisierten Gärtnereien ist es ein Pflichtziel aller Bonsai-Liebhaber auf Japanreise.
Europa
Nach Europa – genauer gesagt: nach Paris – kamen die ersten Bonsais 1878 im Rahmen der 3. Weltausstellung, und eine private Ausstellung brachte sie schließlich im Jahr 1909 nach London. Dennoch sollte es bis in die 1980er- und 1990er-Jahre dauern, bevor die Bonsaikunst in Europa einen größeren Bekanntheitsgrad erlangte. Doch aufgrund viel zu geringer, teils auch gänzlich fehlender Informationen weiß man sogar heute noch viel zu wenig über diese Kunstform.
Vereinigte Staaten
In die Vereinigten Staaten gelangte die Bonsaikunst erst nach dem Zweiten Weltkrieg, und zwar direkt von Japan aus. Heute findet sie dort dank junger Bonsai-ka (Bonsai-Meister) wie Ryan Neil immer weitere Verbreitung.
Der Anfang: Eine geeignete Pflanze auswählen
Eines der wichtigsten Kriterien zur Beurteilung eines Bonsais ist das sog. Nebari, der Wurzelhals. Sobald ein Bonsai ein gewisses Alter erreicht hat, lässt sich an dieser Partie nicht mehr viel verändern. Das untere Stammende sollte sternförmig verwurzelt sein und ein wenig dicker als der übrige Stamm. Insgesamt wird eine pyramidenförmige Silhouette angestrebt. Die Spitze der Baumkrone ist die schmalste Partie, die obersten Äste müssen daher kurz sein; die von den untersten Ästen gebildete Kronenbasis muss breiter sein als der Bonsai hoch ist.
Zwar ist jeder Bonsai einzigartig, doch lassen sich bestimmte Formen identifizieren, die ebenso wie die verschiedenen Bonsaigrößen japanische Bezeichnungen tragen.
Grundformen
Chokkan (streng aufrechte Form): Eine sehr verbreitete Form mit senkrechtem, geradem Stamm.
Moyogi (frei aufrechte Form): Die Äste setzen jeweils an der Außenkrümmung des geschwungenen Stamms an. In der Natur führen wechselnde Winde zu solchen Baumformen.
Shakan (gelehnte Form): Der unterste Ast reckt sich genau entgegen der Stammneigung, um einen optischen Ausgleich zu erzeugen.
Hokidachi (Besenform): Gerader, senkrechter Stamm mit sternförmig abgehenden, dicht und fein verzweigten Ästen.
Bankan (stark gewundene Form): Stark gewundener Stamm, auch hier mit Ästen, die jeweils an der Außenkrümmung ansetzen. Selten in der Natur zu beobachten.
Kengai (Kaskadenform, Vollkaskade): Dieser Bonsai wird in einem tiefen, schmalen Gefäß gehalten; seine Äste ragen tiefer als der Schalenboden.
Han-Kengai (Halbkaskade): Wie die Vollkaskade, nur reichen die Äste weniger tief hinab.
Fukinagashi (windgepeitschte Form): Sämtliche Äste weisen in dieselbe Richtung.
Bunjingi (Literatenform): Bei dieser strengen, raffinierten Form handelt es sich um einen relativ hohen Baum mit lediglich drei bis vier Ästen.
Weitere Formen
Sharimiki (Stamm-Shari): Der teilentrindete Stamm vermittelt den Anschein hohen Alters oder durchlittener Unwetter. Altehrwürdige Anmutung.
Neagari (Wurzelstamm): Der kurze Stamm steht auf nackt aus dem Boden aufragenden Stelzwurzeln; die Krone ist dicht verzweigt.
Sekijoju (felsumklammernde Form): Der Baum wächst über einem Stein, den er mit den Wurzeln umklammert.
Ishitsuki (Felsenform): Der Baum wächst auf einem Felsen; seine Wurzeln suchen ihren Weg durch Spalten und Ritzen.
Pflanzungen mit mehreren Stämmen
Sokan: Zwillingsstamm (gemeinsame Wurzel) oder Doppelstamm (zwei verschiedene Gehölzarten).
Ikadabuki (Floßform): In der Natur entstehen solche Formen, wenn ein Baum umstürzt und der Stamm neu einwurzelt. Die bisherigen Äste entwickeln sich zu neuen Baumstämmen.
Kabudachi (Mehrfachstamm): Mehrere an der Basis verbundene Stämme (gemeinsame Wurzel).
Netsunagari (verbundene Wurzel): Mehrere Stämme entspringen einer gewundenen Wurzel.
Yose-ue (Waldform): Eine ungerade Zahl von Bäumchen, zu einem Wald gruppiert.
Größe: Eine Frage der Kategorie
In Japan werden Bonsais anhand ihrer Größe unterschiedlichen Kategorien zugeordnet, die außerdem noch danach gruppiert sind, wie viele Hände benötigt werden, um sie zu tragen:
•Mame und Shohin: Bonsai für eine Hand (Mame bis 13 cm, Shohin bis 23 cm).
•Komono, Katade-mochi und Chumono/Chiu: Bonsai für zwei Hände (von 15–90 cm).
•Omono: Bonsai für vier Hände (von 60–120 cm, eindrucksvolle, oftmals sehr alte Bäume).
Je mehr ein Baum an Höhe zulegt, desto dicker werden Stamm und Äste. Und das zeigt sich in den Jahresringen.
Stamm & Äste
Das Dickenwachstum eines Baumes ist im Stammquerschnitt als Jahresringe erkennbar. Bäume wachsen aber natürlich auch in die Länge – immer an der Spitze eines Triebes. Je nachdem, wie stark das Spitzenwachstum gegenüber dem Wachstum der Seitenverzweigungen ist, fällt die Baumsilhouette unterschiedlich aus: Eine kegelförmige Silhouette verweist auf eine große Apikaldominanz (starkes Spitzenwachstum), eine kugelförmige oder breite Silhouette dagegen auf relativ schwaches apikales Wachstum. Daraus ergibt sich für uns: Das Wachstum eines Bonsais lässt sich beeinflussen, indem man die Gipfelknospe (Apikalknospe) entfernt. Dasselbe gilt für die Äste, denn deren Endknospe (Terminalknospe) weist dieselben Eigenschaften auf. Sämtliche Zweige beginnen im Frühjahr zu wachsen und schließen ihr Wachstum am Ende der Vegetationsperiode ab. Ab dem Spätsommer verholzt der neue Zuwachs; diesen Prozess bezeichnet man als Ausreifen. Der Jahreszuwachs in der Länge lässt sich vom Zuwachs des vorangegangenen Jahres an der Farbe der Rinde und an den Narben der Knospenschuppen unterscheiden.
Wachstumsphasen
Im mitteleuropäischen Klima beginnt das Wachstum der Gehölze überwiegend im Frühjahr und Frühsommer. Danach verlangsamt sich das Wachstum, Äste und Früchte reifen aus und Knospen werden gebildet. Allerdings ist das konkrete Verhalten von Art zu Art unterschiedlich. Bei immergrünen Gehölzen verteilt sich der Zuwachs gleichmäßiger auf das Jahr, so etwa beim Ficus, der im Sommer kräftig zulegt. Die zeitliche Planung der im weiteren Verlauf beschriebenen Eingriffe sollte auf das individuelle Wuchsverhalten des Gehölzes möglichst viel Rücksicht nehmen.
Laub
Die Laub- bzw. Nadelblätter einer Pflanze sind ihre Solaranlage. Ihre Aufgabe besteht darin, das Sonnenlicht einzufangen; ohne sie gäbe es keine Fotosynthese und keinen energiereichen Phloemsaft, der über den Bast (das Phloem) in die Pflanze transportiert wird. Über ihr Laub tauscht die Pflanze mit der Umgebungsluft Gase aus: Die Blätter geben Sauerstoff (O2) ab und nehmen Kohlendioxid (CO2) auf. Auch sind sie für die Transpiration zuständig. Daraus ergibt sich: Reduzieren wir beim Wurzelschnitt die Wurzelmasse eines Bonsais, müssen wir auch seine Blattmasse reduzieren, um seine Transpiration und damit den Wasserverlust zu verringern. So mindern wir den Stress, den wir dem Bonsai zumuten.
Wurzeln
Das Wurzelsystem besteht aus Haupt- und Seitenwurzeln, die sich zu Haarwurzeln verzweigen. Die Haarwurzeln nehmen aus dem Wasser und dem Boden die Nährstoffe auf, die die Pflanze benötigt. Darüber hinaus haben die Wurzeln die Aufgabe, das Gehölz fest im Erdreich zu verankern. Auch Wurzeln atmen: Sie entnehmen dem Erdboden Sauerstoff. Deshalb ist es wichtig, dass das Substrat luft- und wasserdurchlässig ist.
Knospen
Blattknospen werden im Herbst angelegt; sie versprechen uns neue Blätter und Triebe im folgenden Jahr. Blütenknospen erscheinen je nach Gehölzart zu unterschiedlichen Jahreszeiten; die Blütenknospen der Azalee etwa werden bereits 8–10 Monate vor der Blüte angelegt.
Holz im Querschnitt
•Kernholz:Das harte, älteste Holz im Inneren. Es besteht aus nicht mehr aktiven, sog. verkernten Zellen des Splintholzes.
•Splintholz(Xylem): Das jüngere Holz. In seinen Kapillaren steigt das Wasser-Nährsalz-Gemisch (der Xylemsaft) von den Wurzeln zum Laub auf.
•Kambium: Der aktivste Teil des Gehölzes. Es sorgt für das Wachstum, lässt nach innen neue Splintholzzellen entstehen und nach außen neuen Bast. Propfungen erfolgen ins Kambium, und auch für die Wundüberwallung sorgt es.
•Im Bast (Phloem, innere Rinde) steigt der vom Laub angereicherte Pflanzensaft ab.
•Die Borke (äußere Rinde) dient dem Schutz gegen schädliche Außeneinwirkungen. Sie ist die durchlässige Haut des Gehölzes – auch durch sie atmet das Gehölz.
Die Aufgabe des Pflanzgefäßes besteht darin, Ihren Bonsai in Szene zu setzen; es muss gewisse ästhetische Kriterien erfüllen und Ihnen zugleich ermöglichen, Ihr Bäumchen gesund zu erhalten. Ausschlaggebend ist seine Größe, denn diese entscheidet über ein harmonisches Gesamtbild.
Schalengröße
Das Astwerk eines Bonsais sollte leicht über seinen Schalenrand hinausragen. In einer zu kleinen Schale wirkt er unproportioniert und eingeengt; in einer zu großen Schale kann er mickrig wirken. Dennoch darf die Wahl bisweilen bewusst auf ein überdimensioniertes Gefäß fallen, eine sog. Trainingsschale. In dieser findet das Gehölz genügend Raum, seine Wurzeln auszustrecken; dadurch wächst es schneller und nimmt rascher an Umfang zu, als dies in einer passenden Bonsaischale möglich wäre.
Schalentiefe
In der Bonsaikunst wird aus ästhetischen Gründen das Umtopfen in eine von Mal zu Mal flachere Schale angestrebt. Dabei will die Höhe des Wurzelballens berücksichtigt sein, und eine selbstständige Wasserversorgung des Bäumchens muss gewährleistet bleiben. Die Schalentiefe sollte in etwa dem Stammdurchmesser entsprechen. Je größer und tiefer ein Gefäß ist, desto länger hält das Substrat Feuchtigkeit. Aufgepasst bei kleinen Schalen: Sie sind verführerisch schön, aber der Bonsai lässt sich darin schwieriger halten.
Schalenform
Rechteckige, ovale und runde Schalen sowie Kaskadenschalen sind die häufigsten Gefäßformen. Weniger häufig sind Halbmondschalen, auch als Kurama-Schale bezeichnet, die handgefertigt werden.
• Rechteckige Schalen gelten als „maskulin“ und dementsprechend eher herb.
• Ovale und runde Schalen gelten als „feminin“ und daher feiner. Sie verleihen dem Bonsai eine sanftere Anmutung. Sie werden gern für Gestaltungsformen verwendet, die mehrere Ansichtsseiten haben: Egal, von welcher Seite man den Baum betrachtet, er sieht immer schön aus, und die Schale ist immer gut ausgerichtet.
• Landschaftsschalen und Tabletts werden gern für Waldpflanzungen verwendet.
Schalenfarbe
Glasiert oder unglasiert, grün, blau, elfenbeinfarben, erdfarben oder rotgebrannt – dies sind die Oberflächen, die man am häufigsten bei Bonsaischalen sieht. Grundsätzlich gilt: Die Farbe soll den Bonsai zur Geltung bringen, ohne ihm die Schau zu stehlen. Der Baum soll den Blick anziehen – das Gefäß ist zweitrangig.
Die inneren Gefäßwände müssen unglasiert sein, damit sich die Wurzeln daran anheften können und der Baum besser verankert ist. Die poröse Innenseite gestattet auch eine gewisse Wasseraufnahme und ist damit ein – wenn auch sehr geringfügiges – Reservoir.
Schalenqualität
Japanische Schalen sind in Bonsai-Fachbetrieben am häufigsten zu finden. Diese Keramiken sind von ausgezeichneter Qualität. Die besten und elegantesten Gefäße kommen aus der Region um Tokoname, die für ihre fast 1000-jährige Keramiktradition bekannt ist; die Ware ist von ausgesuchter Qualität und entsprechendem Preis.
Chinesische Schalen fallen oft in der Qualität dahinter zurück; ihnen fehlt meist der letzte Schliff und sie sind empfindlicher. Es gibt jedoch sehr fein gearbeitete antike chinesische Bonsaischalen; diese sind relativ selten und von ausgezeichneter Qualität.
Indonesische Schalen liegen qualitätsmäßig zwischen der chinesischen und der japanischen Keramik. Diese Schalen werden vorwiegend für Zimmerbonsais verwendet, vertragen aber auch Frost.
Kunsthandwerkliche Schalen, von Töpfern handgefertigt, sind oft von ausgezeichneter Qualität, mit raffiniert aufeinander abgestimmter Körnung und Oberfläche, die den Bonsai perfekt zur Geltung bringen. Solche Gefäße wirken sich immer auf die Wahrnehmung des Bonsais aus. Oft weisen sie eine Pressmarke auf, die der Künstler mit seinem Prägestempel auf die Unterseite gesetzt hat.
Unverzichtbar
Eine Bonsaischale benötigt zwingend Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Achten Sie darauf, dass der Gefäßboden innen leicht konkav ist – so kann sich an den Rändern kein Wasser sammeln und Staunässe verursachen. Die Keramik muss frostsicher sein, damit sie bei Minustemperaturen nicht springt.
Jede Gehölzart ist in ihren Bodenansprüchen ebenso individuell wie in ihren Temperaturansprüchen. Wir differenzieren zwischen Koniferen, Kalkfliehern und anderen Bonsais.
Bestandteile
Akadama:
