3,49 €
In diesem Büchlein werden 20 Übungen für Gruppen vorgestellt. Sie sind für psychotherapeutische Gruppen, aber auch für viele andere Gruppensituationen geeignet. Dem Leser werden zum Teil explizite, wortwörtliche Instruktionen vorgestellt. Es werden drei Kategorien von Übungen unterschieden: Die sogenannten Startübungen, die sich besonders eignen, damit eine Gruppe zu beginnen. Für psychotherapeutische Gruppen sind insbesondere die Übungen gedacht, die das psychotherapeutische Verständnis vermitteln sollen. Dazu wurde der jeweilige psychotherapeutische Hintergrund erläutert. Und schließlich werden Übungen zur Förderung der Kohäsion vorgestellt.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 25
Veröffentlichungsjahr: 2020
Startübungen
Die Monate des Jahres nennen
Go-Übung
Drei Veränderungen
Phantom
Gekippter Stuhl
Finger auf Rücken
Drei Bälle werfen
Zoo-Massage
Zahlen auf Fußboden
Gordischer Knoten
Übungen zur Demonstration des therapeutischen Verständnisses
Vertrauensfall
Der Störer
Bewerten und beschreiben
3.1. Ich sehe was, was Du nicht siehst
3.2. Stuhl beschreiben
3.3. Bewertungen beschreiben
Wann zuletzt gefreut?
Übungen zur Förderung der Kohäsion
Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken
Konzentrische Kreise
Karteikarten auf Rücken
Indianerübung
Startübungen werden vorzugsweise am Anfang einer Gruppe durchgeführt. Sie dienen zum einen dazu, Teilnehmer vom Grübeln zu lösen. In diesem Sinne gleichen sie einer Achtsamkeitsübung. Zudem lässt sich mit den Übungen die Zeit überbrücken, bis auch zu spät kommende Teilnehmer eingetroffen sind. Zu guter Letzt machen sie häufig auch Spaß.
Der Gruppenleiter gibt folgende Instruktion: „Wir sagen jetzt die Monate des Jahres nacheinander. Es ist ganz offen, wer den nächsten Monat sagt. Jedoch dürfen nicht zwei gleichzeitig den nächsten Monat nennen. In diesem Fall beginnen wir wieder bei Januar. Zudem darf nicht derjenige, der neben demjenigen sitzt, der den letzten Monat gesagt hat, den nächsten Monat nennen. Sonst könnte es sein, dass der Reihe nach die Monate genannt werden. Das ist natürlich nicht Sinn der Übung.“
Die Teilnehmer stehen im geschlossenen Kreis. Es sollten maximal zwölf Teilnehmer teilnehmen. Der Gruppenleiter beginnt, wählt einen Teilnehmer, schaut diesen an, zeigt auf ihn und sagt: „Go!“ Dann geht er auf diesen Teilnehmer zu und nimmt dessen Platz ein. Das kann er tun, weil der gewählte Teilnehmer unterdessen einen anderen Teilnehmer ausgesucht hat, diesen anschaut, auf ihn zeigt und ihn mit „Go!“ fortschickt. Prüfe nun zunächst, ob jeder Teilnehmer das Prinzip der Übung verstanden hat. Es kommt vor, dass einzelne Teilnehmer überhaupt nicht wissen, was Ihre Aufgabe ist. Andere wiederum schicken jemanden weg, nehmen jedoch nicht dessen Platz ein, sondern stellen sich woanders hin. In diesem Fall gilt es, die Teilnehmer zu korrigieren. Nachdem sichergestellt ist, dass jeder Teilnehmer das Prinzip verstanden hat, werden mögliche Variationen eingepflegt:
Variation 1:
Die Teilnehmer sagen jetzt mit lauter Stimme „Go!“ D. h., es wird geschrien. Prüfe bitte, ob es einzelnen Teilnehmern Probleme bereitet, wenn entweder geschrien wird oder sie aufgefordert sind, selbst zu schreien. Falls es für einen Teilnehmer schwierig ist, wenn geschrien wird, dann wird auf diese Variation verzichtet. Falls es dem Teilnehmer nur schwerfällt, selbst zu schreien, dann darf er selbstverständlich in normaler Lautstärke mitmachen.
Variation 2:
Die Teilnehmer nehmen jetzt zudem den Platz desjenigen, der weggeschickt wird, mit maximalem Tempo ein.
Variation 3:
Bei dieser Variante wird wieder normal laut gesprochen. Zudem gehen die Teilnehmer wieder langsamer. Der jeweilige Teilnehmer wird nun mit Namen angesprochen und weggeschickt (zum Beispiel: „Go, Martina!“). Diese Variation kann genutzt werden, falls einzelne Teilnehmer die Namen aller noch nicht kennen.
