Handbuch für Hexen - Anleitung zur magischen Praxis - Tamara Hayndal - E-Book

Handbuch für Hexen - Anleitung zur magischen Praxis E-Book

Tamara Hayndal

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Beschreibung

Die Mondgöttin und die Elemente der Natur können uns dienlich sein – wir brauchen sie nur zu bitten. Dazu müssen wir die Sprache der Natur lernen. Tamara Hayndal verrät uns das Geheimnis wie man den Kontakt zu den Kräften des Kosmos schließt. Sie lässt nichts aus, damit der Leser einen praxisnahen Einblick in die magische Arbeit bekommt. Sie erklärt, wie man die eigene Werkzeugkiste gestaltet mit Zauberstab, Kelch, Räucherungen, Athame und einigen anderen nützlichen Gegenständen. Klar und einfach beschreibt sie die Ritualarbeit – vom Mondritual bis zur differenzierten Beschwörung der elementaren Kräfte. Tipps für ein Orakel und wie man seinen eigenen Altar gestaltet, runden das Repertoire der Hexe ab. Dieses Buch ermöglicht einen leichten Einstieg für jeden, der sich für Hexen, weiße Magie, Zaubersprüche, Räucherungen und Rituale interessiert. Mit viel Liebe zum Detail und jeder Menge praktischer Erfahrung gibt Tamara Hayndal nicht nur eine klare Einweihung in die Magie, sonder sie führt uns an die Möglichkeit heran, die eigene Intuition zu stärken und die Gestaltung der Rituale nach Belieben selbst in die Hand zu nehmen.

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Seitenzahl: 120

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Impressum

Handbuch für HexenAnleitung zur magischen Praxisalles was eine Hexe wissen muss:Rituale, Orakel, Mondmagie und vieles mehr

© 2011 Tamara Hayndal

Herstellung und Verlag: Books on Demand, Norderstedt GmbH

Umschlaggestaltung: Tamara HayndalAlle Grafiken und Fotos von Tamara Hayndal

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Printed in Germany

ISBN 978-3844850451

 

 

 

 

Inhalt

die Welt der Hexen

woraus wir Kraft schöpfen

von der rechten Zeit

Warnung

magische Instrumente

weiteres nützliches Zubehör

Räuchern

der Altar

4 Rituale der Mondmagie

Magie der vier Elemente

die Luft

das Feuer

das Wasser

die Erde

Orakel

Abschließendes

die Welt der Hexen

Es gibt eine Menge Philosophien, was das Wesen der Hexe sei und wie wir organisiert sein müssen. Modische Begriffe wie Wicca und Coven sind im Umlauf. Doch was bedeutet das für die einzelne, die an der magischen Arbeit interessiert ist? Egal ob Du Dich zu einer Vereinigung zugehörig fühlst, oder ob Du Dich mit ein paar Gleichgesinnten zusammentust, wichtig ist, welches Verständnis Du für die Arbeit einer Hexe hast. Ich möchte hier keine Werbung für eine philosophische Richtung machen, oder das Für und Wider der einzelnen Strömungen diskutieren. Wenn Du Dich organisierst – O.K. – wenn Du lieber alleine den Weg der Hexe gehen möchtest – auch O.K. Mein Anliegen ist es, in diesem Buch grundlegende Geheimnisse der magischen Arbeit zu erklären, ich möchte aufzeigen, wie man mit den Kräften der Natur buchstäblich Wundervolles vollbringen kann. Ich möchte alles beleuchten, was geheimnisumwoben durch unsere Gesellschaft wabert und vielleicht mit vielen Vorurteilen behaftet ist. Wir wollen versuchen, mit den Ritualen einen Zugang zu den Kräften des Kosmos zu finden – und vielleicht schaffst Du es dann mit der allumspannenden Natur zu einer Einheit zu verschmelzen.

Ich werde keine schwarzmagischen Praktiken besprechen, die menschenverachtend und für alle schädlich sind – einschließlich für den, der sie praktiziert. Solche abscheulichen Maßnahmen sind es nicht wert, zwischen zwei Buchdeckel gedruckt zu werden. Ob Menschen anderen eins auswischen wollen, böses an den Hals hexen möchte, sie durch magische Praktik krank machen wollen, solche Menschen kann ich nicht verstehen, für die habe ich dieses Buch nicht geschrieben.

So, wenn wir jetzt wieder unter uns sind: Du als Hexe kannst Deine Kräfte zweierlei einsetzten: entweder für andere Menschen, denn es gibt kein höheres Ziel, als anderen zu helfen oder zu unterstützen – oder ihnen einfach eine Freude zu bereiten – auch wenn niemand ahnt, dass Du dahinter steckst. Anderseits kannst Du für Dich eine Menge Gutes tun, Kraft schöpfen und dafür sorgen, dass Du Deinen ganz normalen Alltag meistern kannst. Dazu möchte ich Dich in die magische Welt der Hexen einführen. Ich möchte alle relevanten Details aufzeigen, so dass Du als Jung-Hexe einen guten Einblick bekommst, wie Du Dich vorbereiten musst und wie Du Deine ersten Rituale gestalten kannst. Manche Rituale sind simpel, manche sind ein wenig aufwändiger gestaltet, so dass Du auch, wenn Du bereits Erfahrung hast, sicherlich einige Erkenntnisse dazugewinnen kannst.

Lass Dir Zeit, Du hast Dich auf einen steinigen Weg begeben. Du wirst keine Praktiken lernen und nach zweimal „Hokuspokus“ sprechen verwandelst Du eine Eule in eine schwarze Katze – ich denke, das glaubst Du auch nicht. Die Arbeit mit den universellen Kräften der Natur lernt man nicht in einer einzigen Vollmondnacht. Dahinter steht Deine ganz persönliche Entwicklung und Reifung. Es wäre nicht fair, Dir zu versprechen, dass Du mit den Mitteln, die ich hier erkläre, ganz einfach ans Ziel kommst und Du sofort zaubern und hexen kannst. Das wäre sicher nicht seriös. Vielleicht wirst Du von den Naturgeistern geliebt und schnell stellen sich erste Erfolge ein, vielleicht ist Dein Weg mühsamer und Du benötigst einige Monate, bist Du spürst, dass Du an den Kräften des Kosmos teilhaben darfst.

Eins kann ich Dir aber versprechen. Wenn Du bereit bist, Dich auf den Weg einer Hexe zu begeben und wenn Du bereit bist, Dich an die Anweisungen Schritt für Schritt zu halten, dann kann nichts mehr schief gehen. Du wirst zu Deinem Erfolg kommen – und die ersten Erfolge wirst Du sehr schell spüren! Dies wird Dir Kraft geben und wenn Du beharrlich an Deiner Entwicklung arbeitest, wirst Du sicher eine gute Hexe!

woraus wir Kraftschöpfen

Tief im Inneren eines jeden Menschen schlummern gewaltige Kräfte. Normalerweise haben wir keine Ahnung von diesem Potential. Das Ziel dieses Buches ist es, an die Kraftquelle in unserem Innern zu gelangen, bzw. ein Band zu den Gewalten der Natur zu knüpfen und aus den Kräften des Universums zu schöpfen.

So global und weit der Kosmos um uns herum ist, so real und nah sind die einzelnen Kraft-Quellen, die ganz in unserer Nähe sind. Wir müssen sie nur kennenlernen, und einen Zugang finden, um mit ihnen zu arbeiten. Ich möchte hier einige Kraftspender vorstellen, mit denen Du in Verbindung treten kannst.

Die größte Kraftquelle ist die Natur mit ihren vier Elementen. Natürlich verstehen die Chemiker heutzutage etwas anderes unter Elemente, doch hier meinen wir die vier Prinzipien der Natur: Feuer, Wasser, Erde und Luft. Ich werde im Verlauf ausführlich erklären, wie wir uns die Kraft der Elemente zu Nutzen machen können.

In freier Natur gibt es zahlreiche Orte, von denen eine eigentümliche Präsents verborgener Kräfte ausgeht. Ich möchte mich nicht in einer philosophischen Theorie verlieren, warum das so ist. Allein aus der praktischen Erfahrung heraus steht fest, dass alles, was Dich in irgendeiner Art in der Natur anspricht, eine große Kraft beherbergt, an der Du teilhaben kannst. Denke nur an große Felsen, große Steine, sogenannte Findlinge – und ganz besonders: Bäume. Diese lebendigen Wesen, sie sind über ihre Wurzeln tief mit der Erde verbunden und haben eine Krone, die in den Himmel ragt, mit Blättern, die die Energie der Sonne aufsaugen, Blüten, die sich mit dem Lauf der Sonne drehen. Tagesrhythmus, Jahresrhythmus, all dies ist in den Bäumen verankert und sie scheinen einer geheimen Intelligenz zu folgen. Nicht umsonst ist eine Übersetzungsmöglichkeit für den Druiden „Baumkundiger“. Diese naturverbundene Religion unserer Vorfahren hatte bereits einen eigentümlichen Draht zu diesen mächtigen Wesen – den Bäumen. Nutzen wir auch heute diese Kräfte. Suche Orte in der freien Natur auf, die Dich ansprechen. Dort findest Du sicher geeignete Gegenstände für Deine Rituale – Erde, Holz für einen Zauberstab, oder einfach einen geeigneten Ort, Dein Ritual zu zelebrieren.

Aber nicht nur irgendwo da draußen schlummern die hilfreichen Kräfte – schlussendlich ruhen die Kräfte in uns. Wir müssen nur einen Weg finden, an diese verstecken Kräfte heranzukommen. Wir können lernen, diese zumeist chaotisch vorliegenden Ströme in uns zu sortieren und gebündelt den Aufgaben gegenüberzustellen, die wir gelöst haben wollen. Das Ritual und die Kräfte von Mutter Natur helfen uns, diese Gewalten, diese guten Geister tief in unserem Innern zu wecken und für uns arbeiten zu lassen. In geheimnisvoller Weise schaffen wir es, die Kraftströme der Natur so zu lenken, so dass wir sie für unsere Belange nutzen können.

Bedenke, die Kräfte der Natur sind gottgegeben, unsere Kräfte sind es schlussendlich auch. Wir haben keine andere Wahl, als uns einen Zugang zu erbitten. Die Hexe versteht es, auf Mutter Natur zu hören und von ihr die Geschenke und Botschaften anzunehmen. Die Natur ist der Kraftbrunnen für unsere magische Arbeit, lassen wir uns von ihr beschenken. Die hilfreichste Möglichkeit einen Zugang zu den Mysterien der Natur zu schaffen, ist das Ritual. Deshalb werden wir uns ausführlich damit beschäftigen, damit wir bereit sind für die Geschenke der Natur. Und dies werde ich in diesem Buch besprechen. Wir schauen uns den Weg an, um an den großen Mysterium der Natur teilzuhaben, wir wollen zu dieser Kraft dazuzugehören – nicht als ausgeliefert Zuschauer, sondern um unser Leben aktiv zu gestalten!

von der rechten Zeit

Für unsere magische Arbeit stellt sich immer wieder die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist. Dazu gibt es erstmal eine grundsätzliche Überlegung: gibt es auch den „falschen“ Zeitpunkt? In der Tat ist es bei vielen Ritualen egal, wann Du sie durchführst. Grade bei kleinen Ritualen spielt die Zeit keine Rolle. Dann wären sie oft gar nicht erst möglich, denn manchmal will man grade in dieser Minute sich ein wenig Kraft und Mut zusprechen oder man gerät in eine Situation, wo es einfach passt. Dann sollte man sich nicht von der Zeit abhängig machen.

Aber gerade bei Ritualen, die ein wenig aufwändiger sind, ist es sinnvoll, sich über den Zeitpunkt der Durchführung Gedanken zu machen. Wenn Du Dein Ritual sowieso planst, dann kannst Du dabei die Uhrzeit oder den richtigen Tag auswählen. Damit unterstreichst Du Deine Ernsthaftigkeit dem Ritual gegenüber. Jede gute Vorbereitung bereitet auch Dich auf die Begegnung mit der Anderswelt vor.

Jedes Ritual ruft andere Götter, Kräfte oder Energien an. Und jede dieser Mächte hat ihre eigene Zeit, das gilt für die Tageszeit, und für den Jahreszyklus.

Ist dem Ritual eines der vier Elemente zugeordnet, dann hat es eine dominante Tages- und Jahreszeit. Zum Beispiel der Morgen und der Frühling für das Element Luft. Bei den einzelnen Elementen werde ich noch ausführlich darauf zu sprechen kommen.

der Mond

Einen weiteren Rhythmus liefert uns der Mond. Seine Zeit ist in den vier Mondphasen unterteilt: Zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond und Neumond – manchmal auch Schwarzmond genannt. Überlege, welche Phase bei Deinem Ritual eine Rolle spielen kann.

der zunehmende Mond

Im zunehmenden Mond steigt seine Kraft. Alle Attribute, die ihm zugeteilt werden, nehmen an Energie zu. Zum Beispiel die Dinge, die unter dem Element Wasser stehe, die Weiblichkeit, die Fruchtbarkeit, das Wachstum. Allerdings kann er auch negative Aspekte verstärken, das Böse kann ebenfalls an Kraft zunehmen. Wenn Du schlecht gelaunt bist, und Dich von dieser Emotion bei einem Ritual nicht befreien kannst, so kann sich auch ein solch negativer Aspekt steigern.

Vollmond

Der Vollmond ist hell und mächtig, er steht im vollen Saft seiner Kraft. Er herrscht über die Nacht und ist somit sehr gut für alle Rituale geeignet, die der Dunkelheit, der Nacht und dem Verborgenen zugesprochen werden. Er löst ein ganz archaisches Gefühl in uns aus, er lässt eine längst verschüttete Erinnerung ahnen, eine Erinnerung längst vor unserer Zeit, noch lange bevor es Menschen gab. Er steht im Zenit seiner Macht. Ab heute geht es wieder abwärts – er kann nur noch an Kraft verlieren und wird zum abnehmenden Mond. Wenn man ganz oben steht, kann es leider nur noch bergab gehen. Aber heute, bei unserem Ritual, interessiert uns das nicht. Er erinnert uns aber daran, dass keine Glorie von Dauer ist und dass jeder Glanz verblassen kann.

der abnehmende Mond

Beim abnehmenden Mond verhält es sich umgekehrt zum zunehmenden. Das heißt nicht, dass sich diese Mondphase nicht eignet – ganz im Gegenteil, sie ist genauso gut, wie der zunehmende Mond. Die Frage ist nur, wie Du Dein Ritual aufbaust. Der abnehmende Mond ist hervorragend geeignet, alle negativen Aspekte Deines Lebens mit abnehmen zu lassen. „So wie Du abnimmst, so nehmen auch meine Sorgen ab“ wäre z. B. eine Zeile aus einem Ritual, die Du sehr gut beten kannst.

Neumond

Der Neumond ist der Zeitpunkt des Neubeginns. Hier ist wieder alles auf Anfang, ein neuer Start, der Beginn einer Reise mit all ihren aufregenden Abenteuern. Alle Fehler sind vergessen, es gibt keine Vorgeschichte. So kann man sich den Beginn vorstellen und zu neuen Taten aufbrechen. Der Neumond vermittelt die Gewissheit, dass es wieder losgeht, die Dunkelheit bleibt nicht, die Kraft wird wieder steigen und zum Erfolg führen. So schwarz die Nacht bei Neumond ist, so gewiss können wir sein, dass sein Fruchtbarkeit spendendes Licht wieder erstrahlen wird. Der Neumond ist gut geeignet, sich von allem zu lösen, sich zu reinigen. Die Schwärze ist unsere Basis, die uns dient, etwas Neues zu erschaffen.

Ganz allgemein gesprochen sehe ich die beste Zeit kurz vor Vollmond. Ich persönlich bevorzuge ein bis zwei Tage vor Vollmond, denn wenn der Mond recht voll ist hat er bereits eine Menge Kraft, die er uns spenden kann. Vier Rituale der Mondmagie habe ich in einem späteren Kapitel zusammengestellt.

Jahreszyklus

Seit der Steinzeit unterteilt man den Jahreszyklus in dominante Stationen. Man wusste seit je her, dass die Natur uns alles schenkt, was wir zum Leben brauchen. Die Jahreszeiten sind der Rhythmus, nach dem die Natur alles wachsen und wieder verblühen lässt. Früchte reifen, Tiere werden geboren usw. – der ewige Zyklus der Natur. Es gibt einige sehr auffällige Stationen im Jahreskreis, nach denen die sogenannte Hexenfeiertage benannt sind. Die auffälligsten Stationen sind die beiden Tag-Nacht-Gleichen sowie der längste und der kürzeste Tag im Jahr. Insgesamt hat man das Jahr in acht Feiertage unterteilt, aus denen sich in alle Kulturen Feiertage entwickelt haben. Allerdings verschieben sich diese Tage eine wenig über die Jahrzehnte, zum anderen sind sie nie weltweit einheitlich festgelegt worden. In neuere Zeit hat man versucht, im sogenannten Neuheidentum, diese Feiertage einheitlich festzulegen.

Hier eine Liste der acht wichtigsten Feiertage – auch Hexensabbate genannt:

Samhain:

Nacht vom 31. Oktober auf 1. November (Allerheiligen)

Yule:

21. Dezember (Wintersonnenwende – Weihnachten)

Imbolc:

1. Februar (Lichtmess)

Ostara:

Frühlings-Tag- und Nachtgleiche: 21. März (Ostern – Frühlings Äquinoktium)

Beltane:

die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai (Walpurgisnacht)

Litha:

21. Juni (Sommersonnenwende)

Lugnasad

1. August (auch Lammas)

Mabon:

21. September (Herbst Äquinoktium Tag- und Nachtgleiche, Erntedank)

Schauen wir uns die Tage ein wenig genauer an:

Samhain

Es ist die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, auch Allerheiligen – oder auf Neudeutsch Halloween (All Hallows Eve) genannt. Die Wurzeln liegen wahrscheinlich bei den Kelten. Auf jeden Fall wird seit der Antike in den verschiedenen Kulturen der Toten gedacht, denn Samhain ist der Totengott der Kelten. Schauen wir uns an, was dieses Fest für uns bereithält: Im Oktober/November ist der Sommer zu Ende. Das Vieh wurde von den Bauern in ihre Ställe „nach Hause“ getrieben und die dunkle Jahreszeit beginnt. Das ist der Stoff aus dem der Mythos geboren wird. Nach alter Vorstellung kommen auch die Seelen der Verstorbenen nach Hause. Das kann eine sehr gruselige Erfahrung sein, es kann aber auch Möglichkeiten eröffnen. Man konnte mit seinen Ahnen in Kontakt treten, von ihnen lernen oder Nachrichten erhalten. Somit ist dieses Fest wichtig für alle Wahrsagekünste, es eröffnet uns das Tor zur Anderswelt – jetzt ist der Übergang einfach.

Yule