Heißes Spiel in Florida - Stephanie Bond - E-Book

Heißes Spiel in Florida E-Book

Stephanie Bond

0,0
2,49 €

oder
Beschreibung

Heiß scheint die Sonne über der Trauminsel Captiva Island - aber noch viel heißer prickelt es zwischen Privatdetektivin Lucy und dem gut aussehenden Jason McCormick. Eine aufregende Strandromanze beginnt, voll sinnlicher Liebe - und riskanter Lügen ...

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB



IMPRESSUM

Heißes Spiel in Florida erscheint in der HarperCollins Germany GmbH

Redaktion und Verlag: Postfach 301161, 20304 Hamburg Telefon: +49(0) 40/6 36 64 20-0 Fax: +49(0) 711/72 52-399 E-Mail: kundenservice[email protected]
Geschäftsführung:Ralf MarkmeierLeitung:Miran Bilic (v. i. S. d. P.)Produktion:Jennifer GalkaGrafik:Deborah Kuschel (Art Director), Birgit Tonn, Marina Grothues (Foto)

© 2007 by Stephanie Bond Hauck Originaltitel: „Rex On The Beach“ erschienen bei: Harlequin Enterprises Ltd., Toronto Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.

© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA SOMMERLIEBEBand 22 - 2011 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg Übersetzung: Valeska Schorling

Umschlagsmotive: Getty Images_Zoa-Arts

Veröffentlicht im ePub Format in 05/2019 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.

E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck

ISBN 9783733746469

Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten. CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY

Alles über Roman-Neuheiten, Spar-Aktionen, Lesetipps und Gutscheine erhalten Sie in unserem CORA-Shop www.cora.de

Werden Sie Fan vom CORA Verlag auf Facebook.

1. KAPITEL

„Nein, ich bin noch nicht angekommen“, sagte Lucinda Belvedere zu ihrer Kundin Eugenia Sampson, mit der sie gerade im Auto telefonierte.

„Wo in Florida sind Sie denn?“, fragte Eugenia.

„Ich bin gerade erst in Fort Myers losgefahren und müsste so etwa in einer Stunde auf Captiva Island sein. Das Wetter hier ist übrigens super.“ Lucinda blickte zum postkartenblauen Himmel hoch und wünschte, sie hätte für diesen Job ein Cabriolet gemietet. Aber eine Privatdetektivin musste sich darauf einstellen, ihr Leben im Auto zu verbringen, und ihr fünf Jahre alter unscheinbarer beigefarbener Mini-SUV hatte immerhin den Vorteil, dass man sich damit sich unauffällig unter andere Autos mischen konnte.

Gleichzeitig bot das Gefährt genug Platz für Kleidungsstücke, Perücken und andere Requisiten – und für die Luftmatratze, die Lucinda immer für Notfälle parat hatte. Außerdem würden die Kosten für einen Mietwagen ein zu großes Loch in ihren Gewinn fressen … und sie würde sowieso nicht lange genug auf Captiva Island bleiben, um das Wetter genießen zu können.

„In Orlando regnet es natürlich mal wieder“, sagte Eugenia verdrießlich.

Für ihre missmutige Stimmung hatte sie auch allen Grund – ihr Bräutigam hatte sie nämlich drei Wochen zuvor am Altar stehen lassen und sich danach buchstäblich in Luft aufgelöst. In ihrem Berufsleben hatte Lucinda schon unzählige verschwundene Freundinnen, Ehefrauen, Freunde und Ehemänner aufgestöbert, aber der flüchtige Bräutigam Michael Gaines blieb unauffindbar.

Immerhin hatte sie inzwischen herausgefunden, dass Gaines’ Trauzeuge Jason McCormick einen Zweitwohnsitz auf Captiva Island besaß. Es konnte daher nicht schaden, dort mal nach dem Verschwundenen Ausschau zu halten.

„Kopf hoch“, sagte Lucinda zu Eugenia. „Vielleicht habe ich schon bald Neuigkeiten für Sie.“

Eugenia schnaubte verächtlich. „Erschießen Sie Michael, wenn Sie ihn finden?“

Lucinda lachte. „Ich schieße höchstens Fotos.“

„Ach, kommen Sie schon, ich weiß genau, dass Sie eine Pistole haben!“

„Nur für den Notfall oder falls ich mich selbst verteidigen muss.“

„Aber das hier ist ein Notfall, Lucinda! Ich kann mein Leben erst dann fortsetzen, wenn ich weiß, warum Michael mich sitzen gelassen hat. Jason McCormick behauptet steif und fest, keine Ahnung zu haben, wo Michael steckt. Sollte sich herausstellen, dass er gelogen hat, dürfen Sie ihn auch gern erschießen.“

„Mach ich“, versprach Lucinda mit gespieltem Ernst. „Sollte Michael seinem Kumpel übrigens gerade keinen Besuch abstatten, werde ich trotzdem irgendwie aus Mr McCormick rauskriegen, wo er steckt.“

„Viel Glück. Sie werden Jason allerdings erst hypnotisieren müssen, bevor er Ihnen verrät, wohin sich sein dämlicher bester Freund verdrückt hat.“

„Das dürfen Sie ruhig mir überlassen“, sagte Lucinda zuversichtlich.

Eugenia schnaubte wieder. „Um ehrlich zu sein, Lucinda, ich bin nicht nur wütend, sondern mache mir auch große Sorgen. Michael hat die Angewohnheit, beim Feiern zu tief ins Glas zu schauen. Was ist, wenn er einen Unfall hatte und irgendwo im Koma liegt?“

„Eugenia!“, antwortete Lucinda sanft. „Die Kranken- und Leichenschauhäuser habe ich doch als Erstes überprüft.“

„Ich weiß“, stöhnte Eugenia. „Aber man darf ja wohl noch hoffen, oder?“

Lucinda schürzte die Lippen – ihrer Erfahrung nach schreckte ein liebeskranker Mensch vor nichts zurück, um das Verschwinden des oder der Geliebten zu rechtfertigen. „Versuchen Sie einfach, positiv zu denken, okay? Auf welchen Typ Frau steht McCormick eigentlich?“

„Michael hat mir mal erzählt, dass Jason auf Rothaarige abfährt, wenn Ihnen das weiterhilft.“

„Danke. Ich melde mich bei Ihnen, sobald ich Neuigkeiten habe.“

Lucinda unterbrach die Verbindung und schüttelte fassungslos den Kopf. Sie konnte beim besten Willen nicht begreifen, warum Eugenia so viel Geld für die Suche nach einem Mann ausgab, der sie offensichtlich nicht heiraten wollte!

Rückblickend wünschte sie, sie selbst oder ihr Ex-Mann hätten seinerzeit ebenfalls den Mut aufgebracht, noch rechtzeitig vor ihrer Hochzeit davonzulaufen – das hätte ihnen zwei miserable Ehejahre und einen Haufen Rechtsanwaltskosten erspart.

Der einzige Gewinn, den Lucinda aus ihrer kurzen und unglückseligen Ehe gezogen hatte, war die Erkenntnis, dass sie ein Talent zum Schnüffeln besaß. Die Fotos von ihrem Ex in flagranti waren bei Gericht noch immer legendär.

Auf Captiva Island angekommen, fuhr Lucinda direkt zu dem Apartmenthaus, in dem sie eine Einzimmerwohnung gemietet hatte. Dabei ging sie im Geiste Jason McCormicks Akte durch. Der Mann wurde in einschlägigen Magazinen als einer der begehrtesten Junggesellen unter vierzig geführt und war Bauunternehmer in Atlanta. Er engagierte sich außerdem für den Nationalpark auf der Nachbarinsel Sanibel Island und verbrachte die meisten Wochenenden in seinem Strandhaus auf Captiva.

Ob er dort auch seinen hochzeitsflüchtigen Freund Michael versteckte?

Vor dem Einchecken bat Lucinda den Verwalter, die Mietwohnung allein betrachten zu dürfen. Das knallbunte Dekor kaum beachtend, durchquerte sie den kleinen Wohnbereich und trat auf den überdachten Balkon, der einen Ausblick nach Nordwesten bot.

Sie holte ihr Fernglas aus ihrer Handtasche, hielt es sich vor die Augen und entdeckte schließlich, wonach sie gesucht hatte: ein modernes, dreistöckiges blaugraues Haus, das vor allem aus Glas bestand und seinem Besitzer eindeutig eine spektakuläre Sicht aufs Meer bot. Dem Himmel sei Dank für Luftaufnahmen im Internet!

Lucinda stieß einen anerkennenden Pfiff aus. Jason McCormick musste ganz schön viel Kohle verdienen, um sich einen solchen Kasten auf einem der teuersten Streifen Land der Vereinigten Staaten leisten zu können.

Während sie das Haus beobachtete, trat ein Mann in schwarzer Badehose und mit einer Bierflasche in der Hand auf den Balkon des obersten Stockwerks und ging zum Geländer, um den Golf von Mexiko zu betrachten, der gewissermaßen den Vorgarten seines Hauses bildete. Lucindas Pulsschlag beschleunigte sich bei seinem Anblick.

Jason McCormick war größer und kräftiger als auf dem Foto in ihrer Akte, und er bewegte sich so athletisch, dass er anscheinend weniger Zeit hinter dem Schreibtisch verbrachte, als bei einem Bauunternehmer anzunehmen war.

Unwillkürlich fuhr sie mit der Zunge über die Oberlippe, um sich die Schweißperlen abzulecken. Offensichtlich machte ihr die Julihitze Südfloridas zu schaffen, aber besser das als der Mann vor ihrer Linse – sie konnte es sich nämlich nicht leisten, sich von banalen Äußerlichkeiten ablenken zu lassen. Nur gut, dass sie gegen den Charme von Charmeuren ein für alle Mal immun war!

„Die Erfahrung habe ich nämlich schon hinter mir“, murmelte sie vor sich hin, konnte jedoch nicht umhin festzustellen, dass dieser Mann in jeder Hinsicht mehr zu bieten hatte als ihr Ex.

Sie wartete noch ein paar Minuten ab, ob Michael Gaines sich vielleicht zu McCormick gesellte, aber der Mann blieb allein und trank gedankenverloren sein Bier, während er aufs Wasser blickte.

Lucinda suchte die Umgebung des Hauses nach Hinweisen auf Michael Gaines’ Auto ab, sah jedoch nur einen schwarzen Porsche, der laut ihrer Akte McCormick gehörte.

Übrigens nicht gerade ein Auto, mit dem man sich unauffällig unter den Verkehr mischen konnte.

Lucinda richtete das Fernglas auf sämtliche Fenster des Hauses, konnte jedoch keine Regung hinter den Scheiben erkennen. Verdammt, das Haus war von allen Seiten gegen Eindringlinge abgeschottet – keine Chance also, sich unauffällig hineinzuschleichen, um sich etwas umzusehen.

Lucinda hatte keine Skrupel, sich irgendwo unbefugten Zutritt zu verschaffen, aber Einbruch war tabu. Bei ihrem lukrativen Job konnte sie sich keine Anzeige leisten.

Sie musste also auf altmodische Art und Weise ins Haus gelangen – durch eine Einladung.