Herzberührungen - Christina Bohnert - E-Book

Herzberührungen E-Book

Christina Bohnert

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Beschreibung

Ist Trauer immer nur schwer, dunkel und belastend? Werde ich irgendwann wieder glücklich sein? Diesen Fragen wird Christina Bohnert innerhalb weniger Sekunden gegenübergestellt, als ihr Sohn Kay tödlich verunglückt. Dieses Buch schenkt neue Perspektiven und Möglichkeiten mit vielen lichtvollen und berührenden Momenten. Es ermutigt Leser*innen eigene Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen auf den freien Seiten im Buch zu Papier zu bringen. So wird am Ende ein einzigartiges Werk entstehen - der Weg aus der tiefen Trauer in ein neues und glückliches Leben voller Dankbarkeit. Herzberührungen - ein Buch, das Trauer verwandelt und wundervoll beschreibt, wie die Liebe Himmel und Erde verbindet.

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Veröffentlichungsjahr: 2022

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Christina Bohnert

 

 

 

Herzberührungen

 

 

Über die tiefe Trauer um meinen Sohn Kay und wie sie sich wundersam wandeln durfte

 

1. Auflage Autorin und Herausgeberin: Christina Bohnert www.begleitungundperspektive.de ISBN 978-3-9824296-2-5

Druck: Printservice Husemeyer Layout: Nadine Plocher Lektorat: Sarah Furrer Coverbild: Milka von Esse-Vilovski

 

 

 

Für meinen Sohn Kay 

Weil ich Dich täglich vermisse, halte ich immer Ausschau nach Zeichen, die Du mir schickst.

Diese sind für mich der Beweis, dass Du ganz nah bei mir bist.

 

In unendlicher Liebe ~ Mom

 

Notizen

 

 

 

 

PLATZ FÜR

MEIN LIEBSTES

 

 

Loslassen?

NEIN!

Liebe ist unsterblich.

Alles was in Liebe verbunden ist, wird bleiben.

EWIG

 

 

 

 

 

 

 

 

DANKE

 

Meine Dankbarkeit gilt in erster Linie meinem Mann Andreas, der mich auf liebevolle Weise begleitet und in seiner Ruhe für mich immer wie ein ‚Fels in der Brandung‘ da ist. Unseren Sohn Kay zu verlieren, war die größte Herausforderung in unserem Leben. Danke, dass wir diese schmerzvolle Zeit zusammen durchlebten und ‚überlebten‘. Dies war und ist nicht selbstverständlich!

Danke an meine wundervollen Töchter Jenny und Nina. Gemeinsam in der Familie trauern zu können, ist ein Geschenk des Himmels. Kay ist und bleibt täglich in unserem Leben, in unseren Gedanken, in unseren Unternehmungen. Ohne ihn wäre das Leben nur halb so schön. Seine Impulse aus dem Himmel bereichern unser Leben und wir spüren seine Nähe. Was für ein Trost!

 

Von Herzen danke ich Sarah Furrer, dass sie auch in diesem Buch wieder das Lektorat übernommen hat. Es ist schön, mit Dir zusammenzuarbeiten.

Milka von Essen-Vilovski, Du bist unbezahlbar!

Das Tränende Herz und das Vergissmeinnicht pflanzte ich ein, als Kay losfuhr und eine halbe Stunde später verunglückte. Welche Bedeutung diese Blumen für mich haben, hast Du in unvergleichlicher Weise gemalt. Mein Herzensdank für dieses wundervolle Cover.

Vielen Dank, liebe Nadine Plocher. Du hast wieder die Gestaltung des Buchs übernommen und es wurde erneut zu einem besonderen Juwel, den ich nun in meinen Händen halte.

Von Herzen danke ich meiner Freundin Annette Mangone für all die wertvollen Impulse und Ideen, die mich inspirierten und unterstützten.

Lieber Simon Knecht, Dir gilt mein Herzensdank für Deine wertvolle Unterstützung. Du warst der Erste, dem ich von meinem neuen Buch erzählte und Du hast mich in vielen Momenten mit Deinen positiven Ideen und Gedanken inspiriert und begleitet. Danke für Alles.

 

Ein besonderer Dank gilt der Geistigen Welt - mit ihrer Unterstützung kann ich aus dem Unfalltod meines Sohnes Kay etwas Gutes entstehen lassen.

Ich bin dankbar, dass ich mir – trotz allem – ein unerschütterliches Vertrauen erhalten konnte. Ich weiß, dass alles, was geschieht, sich zu einem Wunder entwickeln kann, wenn ich es zulasse.

 

Und zum Schluss möchte ich meinem Sohn Kay von Herzen danken!

Du bist Deinen einzigartigen Weg hier auf der Erde mutig gegangen und mit dem Weitblick des Himmels unterstützt Du mich nun in allen meinen Aufgaben. Durch Dich konnte ich dieses Buch schreiben. Mögen sich dadurch kleine Lichter entzünden, die in der Dunkelheit den Weg aus der Trauer beleuchten.

Ich freue mich auf unser Wiedersehen im Himmel, Kayli – möge Gott seine schützende Hand über Dich und uns halten.

Inhalt

01      Aufstieg zum Gipfelkreuz

02      Und wenn Du Dich getröstet hast

03      Die mit Tränen säen

04      Einbruch

05      Auf der Suche nach Dir

06      In der Trauer gefangen

07      Loslassen

08      Auf dem Weg zu Dir

09      Schleier der Trauer

10      Der Tod ist keine Sackgasse

11      Eine Lücke ist entstanden

12      Alles ist gut

13      Stille in lauten Zeiten

14      Karfreitag

15      Und jedem Anfang liegt ein Zauber inne

16      Ein Feuer in meinem Herzen

17      Immer das Gleiche?

18      Da sein, nah sein

19      Geduld ist die Zeit

20      Ein Zeichen von Dir?

21      Ostern

22      Ewigkeitssonntag

23      Amazing Grace

24      Weihnachten

25      Silvester

26      Dunkelheit und Licht

27      Im Schutz der Eiche

28      Ich erinnere mich

29      Was wäre, wenn …?

30      Die zwei Medaillen

31      Was bin ich?

32      Erkennen und verstehen

33      Tröstung in meinem Garten

34      Dein Platz in meinem Herzen

35      Wiedergeburt

36      Liebe

37      Grüße aus dem Himmel

38      Wie heilt mein zerbrochenes Herz

39      Engel des Trostes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

01 /Herzberührungen

Aufstieg zum Gipfelkreuz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AufmeinerWanderungdurchdasTal,hinaufaufdenBerg,halteichkurzvor dem Gipfel Rast. Noch liegen die Bergspitzen verschleiert in den Wolken. Doch plötzlich, wie durch Zauberhand, werden sie zur Seite geschoben. Es eröffnet sich mirein majestätischer Blick, der bis hinüber zu einer weit entfernten Berggruppereicht– in die Ewigkeit?

Bist Du dort, weit über den Wolken, über Meeren, Bergen, Wüsten und Urwäldern?ÖffnetesichauchDireingigantischweiterBlickindieEwigkeit,alsDuvoneinemMoment zum anderen in die neue Dimension wechseltest?

In einem Traum hast Du mir gesagt, dass Du von vielen Engeln, Deinen Großeltern und Verwandten begrüßt wurdest. Du warst sofort umfangen von einerWoge der Liebe und des Glücks. Traumhaft, unvorstellbar, unwirklich und dochso lebendig.

 

IchschauehinunterinsTal–dort,womeinWegbegann,alsichwiegelähmtin der Dunkelheit und Kälte aufbrach. Es brannte kein Licht in den Fenstern derHäuser.IhreBewohnerlagennochintiefemSchlaf,eingehülltinihreTräumeder Nacht. Niemand bemerkte meinen Aufstieg, raus aus dem Schmerz hinaufins Licht, weg von dem Grauen des Todes. Mein Herz musste sich seinen Wegsuchen, wenn es nicht völlig zerbrechen sollte. Auseinandergerissen wurde esbeiderNachrichtDeinesTodes.Nunmussteicheshalten,pflegen,umeswiederzu heilen.

 

Der Aufstieg war mühsam. Ich stolperte über Wurzeln und Steine. Dornen zerkratzten meine Hände und mein Gesicht. Tränen vermischten sich mit meinemBlut. Schweiß rann mir von der Stirn. Der zunehmende Mond beschien mit seinemSilberlichttröstendmeinenWegundichlegteimmerwiedereinekurzeRastein,ummichzuorientieren.NurmeineSehnsuchtnachDir,DichinDeinerneuenDimensionzufinden,gabmirdieKraftdurchzuhaltenunddiesenfürmicheinzigmöglichenWeg zu gehen.

 

Allmählichging die Sonne aufund ich lief mutig weiterbergauf dem Himmel zu.

 

Unter Tannenzweigen verborgen entdeckte ich eine Bank. Sie lud mich zu einerkleinen Pause ein. Während ich auf dieser Bank saß, sah ich kleine Herzen inihrem Holz, die von vorbeikommenden Wanderern eingeritzt wurden. Zum Andenken,dassauchsiediesenweitenundsteilenWegaufsichgenommenhatten?VielleichtausFreudeamWandern?UmeinenRekordaufzustellen?Oder suchten auch sie nach ihrem Liebsten, das sie verloren glaubten?

InderStilledeserwachendenMorgensseheichschneebedeckteBergspitzen,dieim Sonnenlicht glitzern. Kristalle aus gefrorenem Eis, Edelsteine des Lichts. Einwundersames Geschenk des Himmels – von Dir für mich?

IchsteheaufundschaueaufdenWegzurück,denichgekommenbin.Nebelliegtschwer im Tal, das ich durchschritten habe und taucht es ein in das Vergessen.DerWald ruht, eingehülltin einen grünenSamtmantel, in tiefemFrieden.

 

MeinBlickschweiftabdorthin,woichDichweiß,hochüberdenWolken,die ich fast berühren kann. Mein Herz fühlt sich nun leichter an und klopft zart undlebendig in meiner Brust. Ich erkenne in Dankbarkeit, welche Mühsal ich hintermir lassen durfte, getragen durch Deine immerwährende Unterstützung. Ich binDir nah, sehr nah. Angekommen bei mir selbst mit dem tiefen Wissen, dass alles ineinem göttlichen Plan verankertist und sich erfüllenwird.

NunkannichmeinLebenwiederaktivgestalten,dennichweißDichgeborgeninLiebe,LichtundewigemLeben.Irgendwannwerdeauchichdortsein,beiDirundallenLieben, die den Weg in die Ewigkeit gegangensind.

 

Das Vermächtnis unserer Liebe ist sichtbar und fühlbar – vom Ursprung bis zurVollendung, von der Quelle bis zur Mündung. Zeitlos, im Sekundentakt der Ewigkeit. Alles ist möglich, alles bleibt offen, bis wir wieder vereint sind – selig undohneWorte, weil Liebe in ihrereigenen Sprache fühlt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Notizen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

02 /Herzberührungen

Und wenn DuDich getröstet hast

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der ersten Zeit meiner Trauer um meinen Sohn Kay konnte ich mir nicht vorstellen,dassichjemalswiedervonHerzenlachenkönnte.ZusehrwarichinmeinemSchmerzgefangen.ZutiefwardiesesUnfassbare,meinKindzuverlieren,in mein Herz eingebrannt. Ich hätte alles dafür getan, dass ich anstelle meinesKindesgegangen wäre. Aber das war nicht der Plan.

 

Die Vorstellung vom Sterben ist bei vielen Menschen ähnlich. Es sollte eine gewisse Reihenfolge eingehalten werden. Natürlich ist es ‚normal‘, dass die Großeltern vor den Eltern und vor allem vor den Enkeln gehen. Bei uns war es nunumgekehrt. Kay verunglückte mit nur 22 Jahren tödlich. Wie konnte das sein?HatteseineLebensuhreinenDefekt,dasssieeinfachstehenblieb,weitvorseinerZeit? Konnte sich der Tod heimlich durch die Hintertür einschleichen, ohne dasswir es bemerkten? Kay hatte noch sein ganzes Leben vor sich, mit wundervollenPlänen,WünschenundTräumen.Wiesolltensiesichnunerfüllen?Hatteersein ‚JA‘ dazu gegeben?

 

Viele Vorzeichen, die wir erst nach Kays Tod erfuhren, zeigten uns deutlich, dass

er – unbewusst – einen anderen Weg wählte, obwohl er sein Leben intensiv undlebensfrohgenossenhatte.SeineSeelehatteihreneigenenPlan.ErwarinvielenDingen zu meinem Lehrmeister geworden. Nach einiger Zeit erlebte ich Momente, die mir völlig neue Erkenntnisse vermittelten. Welche Möglichkeiten sich nun aber tatsächlich aus seinem Weg in den Himmel aufzeigten, verschlugen mir oftmalsdie Sprache.

 

IchhatteanSilvesterAngstdavor,insneueJahrzuwechseln.DerGedanke,meinKind im alten Jahr zurücklassen zu müssen und ihn immer weiter aus den Augen zu verlieren, war unerträglich für mich. Ich hätte so gerne verhindert, dass sichdieZeigerderUhreneinfachweiterbewegten.UnaufhörlichundrücksichtslosimAngesichtunserer tiefenTrauer.

 

Ebenso erging es mir an Kays erstem Todestag.Wieder ein Tag, den ich nicht erleben wollte. Nach seinem Unfall gab es keine gemeinsamen Erinnerungen, diemich im ersten Trauerjahr noch getröstet hatten. Wenn ich nun zurückblickte,beganndas‚Jahrdanach‘mitdemSturzindenAbgrund.DieFelsenlastder Trauer in meinem Herzen – der nicht enden wollende Schmerz.

Aber – stimmte das wirklich? War alles nur schwer und traurig? Gab es nichtimmer wieder diese Zeichen von Kay, die mich glücklich machten? Ein Wundernachdemanderen ließer füruns entstehen.Gesetzmäßigkeitenwurden einfach aufgehoben. Wie oft staunten wir, waren dankbar und ehrfürchtig für diese Geschenke des Himmels.

Ach, das hatte ich tatsächlich vergessen. Meine Seele vergaß diese Wunder abernicht!

 

Die Tage wurden wieder heller, die Sonnenstrahlen durften durch die zugezogenen Vorhänge meines Herzens scheinen. Mit offenen Augen schaute ich nunin die Welt, die sich trotz allem unermüdlich weitergedreht hatte. Und das warauch gut so! Wie lange könnte ein Mensch diesen unendlichen Schmerz überleben, wenn sich die Erde nicht weiterdrehen würde? Die Zeit heilt nicht die Wunden, aber sie verändert liebgewonnene Gewohnheiten und damit oftmals eingeschränkte Blickwinkel. Je weiter ich mich vom Tag des Unfalls entferne, destomehrfühleichmichmitKayverbunden.EsistwieeinFenster,dassichöffnet.

Ich sehe ihn nicht mehr hinter mir, im Nebel des Schmerzes verborgen, sondernstrahlendim Licht des Himmels.

WennwirunserBewusstseinaufdieseMöglichkeitenfokussieren,werdenunsereAugenderSeelegeöffnet.UnserHerzverstehtdieseSprache,dennsieistderUrsprung unseres Seins. Unsere Verstorbenen können sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen.

 

Kay gab uns Antworten durch Träume, in denen er klare Botschaften hinterließ.Zeichen seiner Nähe konnte er uns oftmals durch Tiere geben. Wenn wir an ihndachtenundeineFragegestellthatten,umkreisteunszumBeispielindiesemMomenteinSchmetterlingunderflogerstweiter,alswirverstandenhatten,dasserunsdamiteineAntwortgegebenhatte.

EichhörnchenwarenLieblingstierevonKay.IneinemJahrzeigtensichandenGeburtstagenseinerSchwesterherzenzweiEichhörnchen.DaseinesuchteaufunseremBalkonetwaszumFressenimBlumenkübel,dasanderekletterteaufunseremHausdach.BisherhattenwirnochkeinEichhörnchenbeiunsaufdemBalkonoderdemDachgesehen.DochandiesenGeburtstagenzeigtensiesichindemMoment, alsichgeradenachdraußenschaute.

 

Es gab so viele WUNDER-volle Zeichen von Kay, die uns immer wieder tröstetenund ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Die Dankbarkeit für diese liebevolle Verbindung ließ den Schmerz in den Hintergrund treten. Zuversicht breitet sich ausin dem Wissen, dass alles in unserem Lebensplan verankert ist. Diese ErkenntnisversöhntemichundichfühleheuteeinentiefenFriedeninmir.Ichgehemeinen WeghieraufderErdeundweiß,dassKaymichausseinemHimmelinjedemGedanken begleitet. Und aus allen gemachten Erfahrungen lasse ich etwas Gutesentstehen.

 

„… und wenn Du Dich getröstet hast, siehst Du mich durch das Fenster desHimmels.”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Notizen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

03 /Herzberührungen

DiemitTränensäen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DiemitTränensäen,werdenmitFreudenernten.

 

Wie oft las ich diesen fünften Vers aus dem 126. Psalm und fühlte seine Bedeutungnicht.EineAussaatunterTränen,diesichirgendwanninFreudeverwandelt?Doch in dem Moment, als Du aus dem Leben gerissen wurdest, ‚erlebte‘ ich diesenfünften Vers.

 

UngezählteTränenfließeninmeinerTrauerumDich.Inmirfühltsichallestotan.Selbst gestorben mit DIR – und doch lebe ich. Ist das Leben? Kann sich Leben sounlebendig anfühlen? Muss ich dieses ‚endgültig!‘ wirklich annehmen? Gibt eseinen Ausweg aus dieser Traurigkeit? Im Moment kann ich nicht einmal ein Licht am Ende desTunnelserkennen.Ichbinerstarrt.Taubundunbeweglich.Vollkommenleer. Zeit verliert sich imNichts.

 

Irgendwann streckt sich mir eine Hand entgegen. Sie zieht mich in ZeitlupeSchrittfürSchritt,indasLichtderErkenntnis.Alsichnachobenschaue,fühle ich einen kurzen Sonnenstrahl, der so tröstlich auf mich wirkt, dass ich mich selbstwieder etwas spüre. Sollte es möglich sein, diese Erstarrung zu lösen? Ich weiß,dassichindieserTrauernichtbleibenkann.Nichtbleibenwill.DUwillstesnicht!

DieserSonnenstrahlzeigtmir,dassDuDichbereitsimLichtbefindestundinmeinemtiefstenInnerenweißich,dassichnachdiesemLichtAusschauhaltenkann.

---ENDE DER LESEPROBE---