Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Entgegen Schönrednern und Fabulierern der Tageszeitungen zeichnet Georg Queri als Kriegsberichterstatter ein realistisches Bild der Front. Er stemmt sich gegen wirklichkeitsferne Propaganda und übermittelt stattdessen den Kampf des "einfachen" Soldaten. Dafür wird Georg Queri einer von ihnen und ist fortan mit dabei. Ob vor Verdun, an der Somme oder vor Bouchavesnes. Eindrucksvoll beschreibt der Autor die harten Kämpfe.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 125
Veröffentlichungsjahr: 2017
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Hohe Fahrt!
Bilder und Skizzen aus dem Seekrieg.
von
Wilhelm Schreiner
_______
Erstmals erschienen bei:
Philipp Reclam jun.,
Leipzig, 1915
__________
Vollständig überarbeitete Ausgabe.
Ungekürzte Fassung.
© 2016 Klarwelt Verlag
ISBN: 978-3-96559-017-5
www.klarweltverlag.de
Inhaltsverzeichnis
Titel
Vorwort
Wetterwolken
„Alle Mann an Deck!“
Ran an den Feind!
S 90.
Hütet Euch!
Bei Santa Maria.
S. M. S. „Ayesha“.
Nibelungen!
Wir kommen!
Die Geschichte des Seekrieges wird erst später geschrieben. Naturgemäß. Also bieten die folgenden Skizzen keine Geschichte? Insofern nicht, als sie nur Einzelbilder sind, zwischen denen manchmal breite Lücken klaffen; auch insofern nicht, als sie eben nachgestaltete, nicht aber erlebte Wirklichkeit sind.
Und trotzdem bieten die Skizzen Geschichte, denn sie entstanden in allen bedeutsamen Zügen aus den Erzählungen von Mitkämpfern.
Uns im Binnenland wird das Einfühlen in die gewaltige Wirklichkeit des Krieges zur See ungleich schwerer als in die des Landkrieges, weil wir zu wenig Vorstellungen besitzen über das „Wie“ des Kampfes auf See, um das „Dass“ der mageren amtlichen Berichte so nachzuerleben, wie es unser heißes Herz begehrt. Damit wir das können, dazu schrieb ich.
Sieghaft und kühn trotzt sie dem, Feind, Deutschlands junge Flotte! Wie Siegfried Fasner, so drängt sie ihn. Und wird ihn erschlagen! Ein Heldenlied trägt uns der Kriegsklang vom Meer donnernd herüber.
„Hohe Fahrt!“ schlagen die Schrauben. „Hohe Fahrt“ zieht siegestrotzig der Heldengeist, der all die Tausende durchglüht, die unter deutscher Flagge die stählernen Burgen bergen. „Hohe Fahrt, Heldenfahrt“ zogen die Toten, die in deutscher See und auf fernem Meer dir, Vaterland, alles gegeben; . . . O Heldenblut! . . . Heldenblut!“
Grüß Gott euch alle, ihr Heldenbrüder! . . . „Klar Schiff!“ . . . und „Hohe Fahrt!“ . . . Sturmstark und stolz!!
Wilhelm Schreiner.
Zu dritt saßen wir auf der Wilhelmshöh zwischen den Südbatterien von Borkum; als einzige Gäste. Denn es ging stark auf Zwölf nachts. Und war am 1. Juli 1914. Vom Strand herauf stahl sich in der stillen Luft der leise Gang der Kolbenmaschinen von S 113 und S 112: ein einförmiges tschub . . . tschub . . . tschub . . . tschub. Auf den Booten war noch reges Leben. Alle Augenblicke blitzten die Bordlichter auf und wurden wieder verdeckt. Die schwarzen Jäger lagen ganz nah am Strand, schon den ganzen Tag. Nur S 114 glitt in unmerklich langsamer Fahrt ein paar hundert Meter weiter draußen längs der Insel hin . . . tief am Horizont stand der Vollmond in diesigem Dunst.
In sekundenlangen Pausen warfen die beiden Leuchttürme ihre Strahlen in die dunkle Nacht, majestätisch der große im Dorf zur Rechten, hastig und zuckend der kleine bei der Funkstation links in den Dünen des Südforts.
Da überstrahlt uns gleißendes Licht im Vorübergleiten, das knisternd der Brücke von S 114 entströmt, jetzt tauchen die Gasthäuser plastisch und scharf ins Licht des Scheinwerfers, der dann mit mächtigem Ruck und in hohem Bogen zurückspringt zum Bruderlicht, das ihm aus halber Höhe des Südleuchtturms antworten stumm und doch beredt . . . in Morsezeichen.
Und wie das Dunkel die Strahlenkegel wieder verschluckt, glüht neu zu unsern Füßen am Strand geheimnisbergend jede Welle der langsam steigenden Flut smaragdgrün auf, wenn sie stürzend sich bricht. Meeresleuchten! Leis brandend schlingt die Nordsee um die Küste . . . ein strahlend Diadem . . . in märchenhafter Sommernacht!
Aber wir träumen nicht. Vorgestern war der Mordtag von Serajewo, gestern jede Fernsprechverbindung mit Hamburg, Bremen, Berlin, Frankfurt abgebrochen: die Börse sei so beunruhigt, dass alle Anschlüsse versagten. Heute die neuen Nachrichten: Kundgebungen in Wien: „Krieg den Serben“!
Die ganze Unterhaltung der Insel hat seit vorgestern Abend nur ein Thema: Was wird daraus? und die meisten antworten: Krieg! Die Augen haben einen andern Blick bekommen über Nacht.
Auch die Nüchternen unter uns wissen, das kann die große Abrechnung werden. Blut schreit nach Blut. „Eigentümlich prüfend, oft unbewusst, ruhten unsere Augen heute auf dem Flieger, der plötzlich von Norderney herüberkam, eigentümlich klang uns das Rattern der Maschinengewehre (Teppichklopfer nennt sie Fräulein v. Holleben) heute Mittag in den Dünen am Muschelfeld . . . Die Luft ist nicht mehr rein. Wird sie’s wieder werden, ohne dass ein Gewitter vorher niedergeht?
Auf der schlanken „Königin Luise“, die heut früh nach Helgoland in See ging, hat sich mancher eingeschifft, der erst nach vierzehn Tagen fahren wollte.
Wüssten wir nur, wie das wird! . . . Müßiges Fragen. Was immer kommt — liebkosend umfassen die Augen die schwarzen Schatten der Torpedoboote, über denen die roten Lichter am Mast leise schwanken. — Auf die da draußen können wir bauen, auf unsere blauen Jungen! . . .
Geheimnisvoll webt die Nacht um uns her. In Sinnen versunken stehn wir am Dünenrand, auf der Betonbahn, die hier zwei hinter Stacheldraht verborgene Batterien verbindet . . .
Ein Doppelposten zieht schweigend vorüber. . . Pfiffe schneiden durch die Stille . . . Antwort vom Fort . . . Kreischend geht die unsichtbare Tür auf und zu . . . Aus der Richtung des Dorfes schleicht hart am Boden weiß und schwer der Nebel . . . gespenstig breitet er zwischen den Dünen ein neues Meer . . . Häuser und Weg verschwinden im Wogen . . . eingeballt wie in Watte kommen uns Stimmen entgegen und das Trak—tak . . . Trak—tak eisenbeschlagener Stiefel auf klapperndem Pflaster . . . Riesengroß im Nebel zieht der Zug an uns vorüber, Gewehr über. Und verschwindet in der Richtung des Forts. — „Was ist denn eigentlich los?“ — „Die Engländers kommen!!“ hallt’s aus dem Nebel zurück und erstickt in trotzigem Lachen . . .
Zwei Stunden später klirren die Scheiben im ganzen Dorf. Vom Südfort brüllen die Geschütze. „Scharfschießen“. Unheimlich kracht es durch die Nacht, dazwischen vor dem Fenster der dröhnende Schritt marschierender Kompagnien. Über den Wiesen im Osten webt noch der Nebel und wartet der Sonne . . . Wumm! . . . Wumm! kracht’s von Süden. Sie üben sich ja, ja im Scharfschießen!
Einen Monat später, am ersten Mobilmachungstag, dem 2. August, abends kurz vor Zehn zogen wir zum Westend. Die Kaiserstraße war schwarz von Menschen. Und in den Tausenden fieberte die Erregung jener ersten Tage voll gespanntester Erwartung. Beim Einbiegen in die große Gallusgasse brauste uns wieder ein hundertstimmiges Hoch entgegen. Vor der Redaktion der „Nachrichten“ sperrte der Menschenstrom die Straße. Da war was Besonderes. Im Sturmschritt hin! „Minen“. . . „Haha, unsere Blauen verstehn’s“. . . das Herz klopfte mir vor Erregung bis zum Hals . . . da gab’s was von der See „Augsburg“ hörte ich neben mir sagen . . . Mit Ellenbogenstrategie kämpfte ich mich durch bis zum Fenster, aus dem die feuchten Extrablätter herausflogen . . . und mit kostbarem Gut zurück zu den Meinen . . . aber ich konnte nichts vorlesen . . . so hatte mich der Jubel erfasst . . . dass mir die Tränen in die Augen kamen . . . keuchend standen wir über das Blatt gebeugt. Da stand’s, zittrig im Schatten der Platanen des Taunustors tanzten die Worte mir vor den Augen . . . wieder und wieder musste ich lesen . . . ja, ja, ’s stand da, amtlich . . . Der kleine Kreuzer „Augsburg“ meldet um 9 Uhr nachmittags durch Funkspruch: Bombardiere Kriegshafen Libau, bin im Gefecht mit feindlichem Kreuzer, habe Minen gelegt. Libau brennt.“
Ja, sie haben scharf schießen gelernt. Unsere herrlichen blauen Jungen! Das nenn ich ein Vorspiel! Die jüngste Waffe kreuzt zuerst die Klingen. Heil „Augsburg“! Kinder gebt Acht, das kommt noch ganz anders. Sollt sehn, die Flotte . . .! 1870 hatten wir die noch nicht. Aber heute! Kinder, das war der Anfang . . . und wenn erst England . . . „England wird sich doch beherrschen, auch noch Krieg . . .“ Dauert bloß noch ein paar Tage, ’ne bessere Gelegenheit gibt’s doch scheinbar nicht, uns zur See totzumachen und weiter will ja England nichts. Weiß aber auch ganz genau, dass Franzosen und Russen allein das nicht fertigbringen. Sollt sehn, den Kriegsgrund finden sie schon... und werden sich eklig schneiden dabei. Da lässt die Blauen nur für sorgen, die herrlichen Kerle!
— — — — — — — — — — — — — — — — — — —
Am 4. August abends kam Englands Kriegserklärung. Nun war die Lage klar. „Alle Mann an Deck!“
Am 5. August in der Abenddämmerung verseuchte die friedliche „Königin Luise“ die Themseeinfahrt vor Sheerneß mit deutschen Minen.
In der Nacht vom 5. bis 6.August brachen „Goeben“ und „Breslau“ in wilder Fahrt donnernd den Ring von zwölf englischen Kreuzern, der sie in Messina einschloss.
In den folgenden Tagen drangen unsere Unterseeboote längs der ganzen englischen Ostküste vor bis zu den Shetlandsinseln. Und lagen im Firth of Forth so nahe am englischen Geschwader, dass sie die Bordkapelle spielen hörten unter Wasser her.
Am 20. August vernichtete der kleine Kreuzer „Straßburg“ im Angesicht der englischen Küste ein englisches U-Boot.
Das ging zu weit! Und der Gegner holte seinerseits zum Schlag aus, zu einem vernichtenden Schlage; dass er ins Wasser geriet, ist nicht sein Verdienst.
— — — — — — — — — — — — — — — — — — —
In Langeroog war’s. Am Abend des 27.August. Erregt standen die Alten auf den höchsten Dünen. Die Gläser am Auge. Momme hatte sie entdeckt, vor noch nicht einer halben Stunde. Die da draußen, die sich wie Schatten in leicht nebliger Ferne lautlos am Horizont hin- und herbewegten. War’s nun Freund oder Feind? Nach und nach hörte die Bewegung auf, die Schatten standen still. Zwei größere Schiffe konnte man deutlich unterscheiden von dem Gewimmel kleiner niedriger Boote. Ob man das nicht doch nach Wilhelmshaven melden sollte? Aber wahrscheinlich waren es ja doch eigene Schiffe. Ja, wenn man’s nur sicher gewusst hätte. Da machte die Nacht dem Schauen ein End. — —
Der alte Lührs auf Wangeroog konnte sich nicht enthalten, obgleich es Krieg war, täglich mit seinen zwei Enkeln hinauszufahren. Man brachte doch noch immer was herein und hatte’s ja nötig.
Und wenn man zwei starke Enkel hat und ein gutes Boot . . . und wer wusste denn, wie bald nicht auch die Jungen noch hinausziehen mussten gleich ihrem Bruder, dem Bootsmannsmaat auf der „Köln“. — Am 27. abends schlief der Wind immer mehr ein, und die Ebbe trieb die drei weiter ab nach der See zu. Das heimatliche Wangeroog war nur noch eben sichtbar im Süden. Und die Nacht kam. Und Nebel. Aber auch die Flut wieder. Da war’s dem Alten am Steuer, als schwämmen in Backbord nur wenig Längen querab Planken auf dem Wasser und eine Stange, die noch aufrecht stand. Aber dann war’s wieder weg. Nebel gaukelt ja oft. Nach einer Weile kam der Nebel ins Wallen und das Boot wieder vor den Wind, der flau aber günstig aus NO stand. Ein paar Sterne blinkten durch, nach der Jahde zu wurde die Sicht immer besser. Nein, nun täuschte er sich aber nicht, denn die Jungs hatten’s zur gleichen Zeit entdeckt da war was, das sackte langsam unter Wasser, jetzt stand wieder nur noch die Stange, allein für ein geübtes Seemannsauge gegen den Nachthimmel erkennbar und mehr achteraus, Hinnerk siehst du’s auch?, wieder so ein Ding. Dazu jetzt deutlich ein eigentümlich stampfendes Geräusch unter Wasser. Der Alte kannte sich nicht aus damit, aber Hinnerk wusste Bescheid: „Ein Unterseeboote!“
Sie griffen zu den Rudern. Heim! Hundert Fragen schwebten mit. Wie sie das Boot festhalten am Strand, sagte der Alte: „Jungs, nu halt man de Snut!“ Und stapfte schwerfällig mit seinen Transtiefeln über den Strand ins Dorf zum Telegraphenamt. Und tat recht daran. — —
Gegen Morgen wurde der Nebel immer dichter. Die Sonne des 28. August war schon zu schwach, er wich den ganzen Tag nicht. Und in ihm barg sich der Feind.
Der stand schon seit dem Abend des 27. mit sieben Schlachtkreuzern als Hauptmacht vor der deutschen Bucht außer Sicht westlich von Helgoland. Sechs weitere Panzerkreuzer nördlich Langeoog, dicht vor ihnen 31 Zerstörer mit ihren Begleitschiffen. Zwischen beiden Kreuzergeschwadern waren acht leichte Kreuzer gestaffelt. Eine starke Flotte.
Und sollte doch planmäßig nur als Köder dienen. Denn alle verfügbaren englischen U-Boote lagen seit der Abenddämmerung nördlich Wangeroog vor der Jahde und Weser und nordwestlich Scharhörn vor der Elbmündung, um über die deutschen Schlachtgeschwader herzufallen, wenn es den Kreuzern gelungen war, sie zum Vorgehen zu verlocken. Der Tag konnte entscheidend werden. Ausgesucht die stärksten und schnellsten Schiffe der englischen Flotte hatte der Prinz von Battenberg unter Vizeadmiral Beatty gegen die deutsche Bucht angesetzt.
Mit dem Hellwerden begann das lockende Spiel: Entlang den Inseln gingen zunächst die Zerstörer vor und schwenkten auf der Höhe von Wangeroog nordwärts. Im Nebel wurde die deutsche Vorpostenkette überrumpelt. Das deutsche Führerboot V 187 empfängt kurz nach Sieben Meldung von einem seiner Flottillenboote: „Werde von feindlichen Zerstörern gejagt“, dreht südlich und gerät im Nebel zwischen zehnfache Übermacht. Vergeblich sucht V 187 tollkühn auf den Feind losrennend, durchzubrechen. Sämtliche Maschinen werden zerschossen. Der Kommandant fällt, das Boot rettet sich vor dem Geentertwerden durch eine Sprengpatrone und sinkt. Vor dem Feuerbereich der Helgoländer Geschütze biegt der Feind nach Westen ab. Die deutschen Boote sammeln sich unter Helgoland, kleine Kreuzer sichern tastend im Dunst nach Südwesten. Bis gegen Elf herrscht Ruhe.
Den acht leichten feindlichen Kreuzern, die um diese Zeit das Kampffeld andampften, gerät „Mainz“ in den Feuerbereich ihrer sechsunddreißig 15 cm-Kanonen. Nach einer halben Stunde sind die zwölf 10 cm-Geschütze der „Mainz“ vernichtet. Sie sinkt. Eine Stunde später stößt Beatty selbst mit seinen „Schlachtkreuzern von NW her vor. Die „Köln“, die auf den Geschützdonner der „Mainz“, der bei dem Nebel die einzige Orientierung bildet, losfährt, wird umzingelt und vernichtet. Natürlich; ihre einzigen Geschütze haben 10 cm- Kaliber, das englische Geschwader 34 cm-Geschütze hinter schwerstem Panzer. Die „Köln“ hat keinen . . . Ein gleiches Geschick erreicht die kleine „Ariadne“, die zwei englische Riesen1 auf nächste Entfernung mit ihren 34 cm-Granaten durchlöchern aber noch ehe sie sinkt, kehren die Schlachtkreuzer um, denn von Helgoland her nahen deutsche U-Boote. „Queen Mary“ bekommt einen Torpedo so hart vor den Bug, dass sie ihm nur noch im letzten Augenblick durch scharfes Wenden entgeht . . . aber das genügt . . . kehrt morsch nach Hause! . . .
Vergeblich stand der Feind mit seinen U-Booten vor den Flussmündungen. Unsere Flotte ging nicht auf den Leim. So zogen sie unverrichteter Sache wieder ab. Zu vierzigst hatten sie drei ungepanzerte kleine Kreuzer zur Strecke gebracht und ein Torpedoboot . . . und hinkten selbst nach Hause, drei eigene schwergetroffene Schiffe im Schlepptau . . . andere acht bös verbeult, doch England erfuhr davon nichts . . . — — —
Vier Tage später trieb am Nordstrand von Wangeroog ein leeres Boot an, zerschossen und angebrannt. Es trug den Namen „Köln“ am Steven. Der alte Lührs fand es. Und rief seine Enkel. Und sie wussten, es war ein Gruß von des Bruders Grab. Und der Alte gab ihnen die Hand und blieb allein beim zerschossenen Boot. Die Jungen gingen . . . ohne ein Wort . . . mit Leuchten im Auge und fuhren zum Festland . . . Andern Tags stellten sie sich kriegsfreiwillig in Wilhelmshaven . . . „Alle Mann an Deck!“
1 Die deutschen kleinen Kreuzer je 3000 Tonnen groß. Die englischen Schlachtkreuzer je 30 000.
