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Buch 1: Hypnobirthing - entspannt, angstfrei und schmerzfrei gebären: Wie Sie Ihr Schmerzempfinden positiv beeinflussen können und Ängste abbauen, um eine angenehme, sanfte und natürliche Geburt zu erleben
Sie sind schwanger und möchten sich positiv auf Ihre Geburt vorbereiten? Sie möchten Ängste abbauen, Kraft finden und sich auf die Geburt freuen?
Sie wünschen sich eine möglichst angenehme und natürliche Geburt zu erleben?
Dann sind Sie hier richtig. Das Buch "Hypnobirthing - entspannt, angstfrei und schmerzfrei gebären" hilft Ihnen dabei:
negative Glaubenssätze und in unserer Kultur verankerte Missverständnisse über die Geburt aufzulösen
Selbstvertrauen in Ihren Körper und die natürliche Geburt zu erlangen
mit verschiedenen Entspannungs- und Visualisierungstechniken zu erkennen, dass Schmerz, Angst und Anspannung nicht im Programm des Körpers vorgesehen sind, wenn er seine natürlichen Funktionen ungestört ausüben darf
durch Atem- und Achtsamkeitsübungen Ihr Schmerzempfinden positiv zu beeinflussen
Ihre Bindung zu Ihrem Baby vor, während und nach der Geburt zu gefestigten und vertiefen
Buch 2: Stillen - ohne Stress und Schmerzen. Wie Sie sich auf das Stillen Ihres Babys vorbereiten und Stillhürden vermieden können, um das Mamasein genießen zu können
Das Buch "Stillen - ohne Stress und Schmerzen" hilft Ihnen dabei:
zu verstehen, dass das Stillen und die damit verbundene Mutter-Kind-Beziehung eine wesentliche Grundlage für die körperliche und seelische Gesundheit Ihres Kind und ebenso für Sie darstellt
um zu wissen was Sie in jeder Situation tun können wenn eventuelle Probleme, die im Trubel von Krankenhaus und Alltag entstehen
richtig sich in der Stillzeit zu ernähren
mit einer guten Planung die Stillen und Beruf zu verbinden
Das Stillen ist sowohl für Sie als auch Ihr Baby eine wunderbare, sinnliche Erfahrung. Es entsteht eine Nähe zwischen Mutter und Kind, die für eine sehr starke und langanhaltende Bindung sorgen kann. Enger kann der Körperkontakt zu Ihnen gar nicht sein. Es werden sämtliche Sinne stimuliert und Ihr Kind und Sie können sich im Moment des Stillens auf eine ganz besondere Weise besser kennenlernen.
Holen Sie sich jetzt dieses nützliche Hypnobirthing & Stillen Ratgeber und befreien Sie sich von Zweifeln und mentalen Blockaden
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2022
HYPNOBIRTHING&STILLEN
DAS 2 IN 1 BUCH
Wie Sie mit Hypnobirthing eine sanfte und natürliche Geburt erleben können & mit Stillen die Bindung zu Ihrem Baby von Geburt an stärken können
MADELYN ROSE
Copyright © 2022 Madelyn Rose
Alle Rechte vorbehalten.
ISBN: 9783754674802
Inhaltsverzeichnis
HYPNOBIRTHING ENTSPANNT, ANGSTFREI UND SCHMERZFREI GEBÄREN
Einleitung
Was ist Hypnose?
Eine kurze Geschichte der Hypnose
Wie fühlt sich Hypnose an?
Mythen und Missverständnisse
Was ist Hypnobirthing?
Die Geschichte des Hypnobirthing
Die Grundgedanken der Hypnotherapie und des Hypnobirthing
Wie Hypnobirthing funktioniert
Was sind die Vorteile des Hypnobirthing?
Die vier Hypnobirthing-Techniken
Basistechniken des Hypnobirthing
Atemtechniken
Entspannungstechniken
Visualisierungstechniken
Vertiefungstechniken
Im regelmäSSigen Training liegt der Schlüssel zum Erfolg
Wie Sie Ihren Geist auf Hypnobirthing vorbereiten
Angst
Warum Sie überhaupt keine Angst haben müssen
Nur die Angst ist der Feind der natürlichen Geburt
Wie Sie die Angst auflösen
Ernährung und Bewegung
Die Geburt steht bevor – Checkliste für eine optimale Vorbereitung
Die Geburt
Nach der Geburt
Mythen und Wahrheiten über Hypnobirthing
Mythen
Wahrheiten
STILLEN OHNE STRESS UND SCHMERZEN
Einleitung
Warum Sie stillen sollten
Muttermilch enthält alles, was Ihr Baby braucht
Nähe der Mutter zum Kind durch das Stillen
Nachteile des Nicht-Stillens für Ihr Kind
Negative Aspekte durch die Flaschenfütterung
Grundlagen des Stillens - Was im Körper Ihres Kindes passiert
Welchen Einfluss hat das Stillen auf die geistige Entwicklung?
Die Vorbereitung auf die Stillzeit
Das erstes Stillen
Stillen nach Sectio oder schwieriger Geburt
Frühes Bonding – Die Bedeutung der ersten Monate
Stillmanagement in den ersten Lebenstagen
Woran Sie erkennen, ob Ihr Kind richtig saugt
Stillpositionen
Warum Sie unterschiedliche Stillpositionen einnehmen sollten
Stillkissen helfen beim Anlegen
Milchstau
Schmerzen in der Brust
Was kann ich bei einem Milchstau tun?
Medikamente bei Milchstau
Was können Sie tun, wenn Ihr Baby unruhig oder schläfrig ist?
Ursachen für Unruhe
Der Umgang mit Schreibabys
Wie Sie ein schläfriges Baby stillen
Zufüttern
Zufüttern über Fingerfütterung
Zufüttern mit Medikamentenschiffchen oder Becher/Löffel
Zufüttern mit einem Brusternährungsset
Die richtige Ernährung in der Stillzeit
Auswirkung der Ernährung auf das Stillen
Wie lange stillen?
Baby-geführte Entwöhnung (BWL)
Stillen und Wiedereinstieg in den Beruf
Zusammenfassung der Bedeutung des Stillens
Häufige Fragen / Probleme beim Stillen
Ich habe Schmerzen beim Stillen
Mein Rücken und meine Schultern schmerzen beim Stillen.
Ich bin erschöpft. Was kann ich tun?
Meine Brüste sind stark geschwollen.
Hilfe! Warum kommt der Milcheinschuss nicht?
Was sollte ich in der Stillzeit essen? Wie viel sollte ich trinken?
Mein Baby verhält sich, als sei es am Verhungern oder sehr hungrig.
Ich vermute, dass mein Baby gegen etwas allergisch ist, das ich esse.
Mein Baby braucht zusätzlich Milchpulver und ich werde bald wahnsinnig.
Ich habe nicht genügend Milch.
Mein Baby bekommt beim Stillen nicht gut Luft.
Mein Baby will nicht schlafen.
Kann ich meinem Baby schon einen Schnuller geben?
Mein Baby nimmt nicht die Flasche. Was kann ich tun?
Ich weiß nicht, wie ich zu fester Nahrung übergehen soll.
Ich spüre einen schmerzhaften Knoten in meiner Brust.
Meine Brustwarzen schmerzen beim Stillen.
Kann das Füttern mit Fläschchen das Stillen beeinträchtigen?
Mein Baby will nicht an der Brust trinken.
Mein Baby schreit, wölbt den Rücken und weint regelmäßig nach dem Füttern.
Ich habe einen juckenden Ausschlag an meiner Brust und mein Kind hat einen dicken weißen Belag auf seiner Zunge.
Schlusswort
Wie Sie Ihr Schmerzempfinden positiv beeinflussen können und Ängste abbauen, um eine angenehme, sanfte und natürliche Geburt zu erleben
MADELYN ROSE
Die Schwangerschaft und die Geburt sind zwei wunderbare Ereignisse, die Ihr Leben verändern werden. Wie schön ist es da, wenn Sie eine Methode kennen, die Sie in einen entspannten Zustand bringt, sodass Sie diesen Übergang besonders bewusst, zufrieden und intensiv erleben – eine Methode, mit der Sie sich unbeschwert auf die Geburt freuen, anstatt sich mit Sorgen und Ängsten herumplagen zu müssen. Diese Methode nennt sich Hypnobirthing oder nach Ihrer Begründerin Marie F. Mongan auch die Mongan-Methode. Sie gibt Ihnen das Werkszeug an die Hand, mit dem Sie die Erfahrungen Ihrer Geburt und Schwangerschaft selbst steuern können. Sie allein entscheiden, ob Sie verkrampft oder entspannt sind, ob Sie Angst haben oder Vertrauen und Zuversicht Ihre Gedanken und Handlungen leiten.
Es ranken sich viele furchterregende Mythen, Vorstellungen und Glaubenssätze um die Geburt. Es lohnt sich, sie zu hinterfragen und sie als das zu sehen, was sie sind, nämlich einfach nur Glaubenssätze. Mit Hypnobirthing lösen Sie nicht nur negative Glaubenssätze und in unserer Kultur verankerte Missverständnisse über die Geburt auf. Sie konditionieren mit verschiedenen Entspannungs- und Visualisierungstechniken Ihren Geist und Körper darauf, zu erkennen, dass Schmerz, Angst und Anspannung nicht im Programm des Körpers vorgesehen sind, wenn er seine natürlichen Funktionen ungestört ausüben darf. Abgerundet werden die effektiven Übungen mit Tipps zu Ernährung und Bewegung, da nur in einem gesunden Körper die in diesem Buch beschriebenen Visualisierungen, Atemtechniken und Entspannungsübungen die maximale Wirkung entfalten. Geist und Körper sind eine komplex zusammenarbeitende Einheit. Sie lassen sich nie trennen und isoliert voneinander betrachten. Freuen Sie sich also auf ein ganzheitliches Programm, mit dem Sie Ihre Schwangerschaft und Geburt so erleben können, wie Sie es sich wünschen.
Hypnose ist kein schlafähnlicher Zustand, wie lange Zeit angenommen wurde. Ein Mensch unter Hypnose ist in einer tiefenentspannten Trance, in der er über das Unterbewusstsein Zugang zu seinem Inneren erhält und dabei wach und aufmerksam ist. Bestimmt haben Sie in Ihrem Alltag schon einmal einen tranceartigen Zustand erlebt, etwa wenn Sie in ein Buch oder eine Aufgabe vertieft waren oder aus dem Zugfenster geschaut und Tagträumen nachgehangen haben. Die Hypnose fühlt sich ähnlich an, ist aber auf ein bestimmtes Ziel gerichtet. Sie lenken in tiefer Entspannung Ihre Aufmerksamkeit von außen nach innen und auf das Ziel, das Sie erreichen möchten. Dabei werden Sie entweder durch einen Therapeuten in einer Praxis oder über eine CD zu Hause angeleitet. Konkrete Ziele, die Sie in einer Hypnose verfolgen können, sind abzunehmen, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen oder Alltagsängste zu mindern. Zu diesem Zwecke werden bestimmte Suggestionen verwendet.
Der Hypnosetherapeut nutzt die Tiefenentspannung des Klienten, um seine persönlichen Stärken und Bewältigungsstrategien zu aktivieren, die er im Alltag gar nicht oder zu wenig nutzt. Schließlich trägt jeder Mensch die Fähigkeit in sich, Stress und Ängste abzubauen, sich seiner Selbst bewusst zu werden, Allergien zu heilen und unerwünschte Gewohnheiten zu ändern. Hypnose und Selbsthypnose sind keine neuen Techniken. Wir alle können uns von Natur aus selbst hypnotisieren und unser Inneres auf gewünschte Zustände programmieren.
Oft kombinieren Therapeuten die Hypnose mit weiteren Verfahren wie der Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologischen Methoden. Als eigenständige Therapie ist die klinische Hypnose oder Hypnotherapie jedoch seit 2006 offiziell in Deutschland als psychotherapeutische Methode anerkannt.
Die Anfänge der Hypnose liegen im 18. Jahrhundert. Während sie davor noch als Magie angesehen wurde, entwickelte Franz Anton Mesmer nun die Theorie des animalischen Magnetismus. Sein Ziel war es, die Körpersäfte und Körperkräfte zu harmonisieren, die ins Ungleichgewicht geraten waren. Mesmer sah dieses Ungleichgewicht als Ursache für jede Art von Krankheit. Durch das sogenannte Mesmerisieren wollte er eine Harmonisierung und Gesundung des Körpers erreichen. Worte spielten dabei noch keine große Rolle. Mesmer versuchte dagegen mittels streichender Bewegungen knapp über dem Körper eine Trance herzustellen und magnetische Kräfte, die er als heilsam ansah, auf den Patienten zu übertragen. Mit diesem naturwissenschaftlichen Ansatz gilt Mesmer als Begründer der Hypnotherapie.
Den eigentlichen Begriff Hypnose prägte jedoch erst James Braid im 19. Jahrhundert. Die Anwendung der Hypnose im medizinischen Bereich fand erst Mitte des 19. Jahrhunderts durch James Esdaile statt. Er betäubte vor Operationen die Patienten mittels Hypnose und ersparte ihnen den Einsatz von Anästhetika. Dadurch senkte er die Sterblichkeitsrate erheblich.
Ende des 19. Jahrhunderts erreichte die Hypnose die nächste Entwicklungsstufe mit Jean-Martin Charcot, der sie als „passagere hysterie“ bezeichnete, in die man die Patienten versetzen kann. Nach seiner Ansicht war es der Hypnotiseur, der die Qualität der Hypnoseerfahrung bestimmt. Charcots Schüler Sigmund Freud und Pierre Janet befassten sich weiter mit Hypnose. Auch sie glaubten, dass der Trancezustand abhängig von der Autorität des Therapeuten ist. Heilung war für sie die Folge einer Umprogrammierung durch das Einreden der erwünschten Dinge. Diese Methode wirkte aber nicht bei jedem Menschen gleich gut und war damit in ihren Ergebnissen nicht reproduzierbar. Reproduzierbarkeit von Ergebnissen ist aber das Hauptkriterium für die Qualität einer Methode. Ohne diese Voraussetzung werden neue Therapien in der Medizin nicht anerkannt. Aus diesem Grund ebbte Freuds und Janets Interesse an der Hypnose bald ab. Die Methode war nun fast nur noch Gegenstand wissenschaftlicher Experimente und Diskussionen.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Hypnose wieder als Therapie genutzt, um posttraumatische Belastungsstörungen zu behandeln.
Die moderne Hypnotherapie wurde von Milton Erikson entwickelt. Er war selbst an Kinderlähmung erkrankt und litt unter chronischen Schmerzen. Erikson suchte nach einer Methode, die sich mehr an die individuellen Bedürfnisse und Umstände der Menschen anpasst und differenzierter ist. Er sah den Menschen als ein Individuum, das bereits alle Ressourcen zur Veränderung und Heilung in sich trägt. Er müsse meist nicht angeleitet werden und neu lernen, um Probleme zu lösen. Eriksons zentraler neuer Ansatzpunkt war, dass nicht nur eine Therapie und eine Vorgehensweise für jeden Menschen geeignet ist und der Therapeut immer wieder anders auf seine Patienten eingehen muss. Diese und weitere Ansichten Eriksons hatten großen Einfluss auf andere Therapierichtungen.
Das ist sicher eine Frage, die die meisten Menschen beschäftigt, die zum ersten Mal eine Hypnotherapie machen wollen. Viele haben Angst vor Kontrollverlust oder glauben nicht, dass sie sich in Trance versetzen lassen können. Hypnose wirkt auch heute noch wie Zauberei auf uns und Magie ist etwas, vor dem Menschen einen großen Respekt haben. Respekt im positiven Sinne sollte dieser wunderbaren Methode auch gezollt werden. Angst müssen Sie jedoch nicht haben.
Vergleichen Sie eine Hypnotherapie oder Selbsthypnose zu Hause bitte nicht mit Bühnenshows, die darauf abzielen, besonders spektakulär und vielleicht auch ein wenig unheimlich zu sein. Hypnose oder Trance können Sie mit dem Zustand kurz vor dem Einschlafen und kurz nach dem Aufwachen vergleichen. Sie wissen, wo Sie sich befinden und nehmen Ihre Umgebung noch wahr. Dabei sind Sie ganz entspannt und dösen oder tagträumen vor sich hin.
Auch bei der Hypnose haben Sie, um sich tiefer entspannen zu können, die Augen geschlossen, sind aber gleichzeitig wach und bei Bewusstsein. Dabei hören Sie die sanfte Stimme der Therapeutin oder des Therapeuten und können natürlich auch selbst sprechen. Zu keinem Zeitpunkt geben Sie die Kontrolle der Sitzung aus der Hand und könnten diese zu jeder Zeit beenden. Sie befinden sich einfach in einem sehr entspannten Zustand, in dem Ihre Aufmerksamkeit ganz nach innen gerichtet ist und Sie höchstkonzentriert sind. Diese tiefe körperliche und geistige Entspannung ist die Grundvoraussetzung, um neue positive Bilder und Veränderungen zu etablieren. Sie müssen auch keine Sorge haben, dass Sie dem Therapeuten Dinge erzählen, die Sie nicht erzählen möchten. Sie haben während der gesamten Hypnose Macht über Ihren Geist und Ihren Körper. Das müssen Sie auch, damit Sie ganz bewusst auf Ihre inneren Ressourcen zugreifen und positive Veränderungen bewirken können. Keinem anderen Menschen außer Ihnen wäre das möglich, denn es geht um Ihre ureigenen Fähigkeiten, Probleme zu bewältigen.
Wie in Kapitel „Wie fühlt sich Hypnose an?“ bereits erwähnt, haben viele Menschen falsche Vorstellungen von Hypnose. Es gibt immer noch gewisse Mythen über Hypnose und Hypnotherapie, die ich in diesem Kapitel gerne näher beleuchten und über die ich aufklären möchte.
Mythos I: In der Hypnose gibt man seinen freien Willen ab.
Mythos II: Hypnose ist eine Art Tiefschlaf, bei dem man nichts um sich her mitbekommt.
Mythos III: Nach einer Hypnose erinnert man sich an nichts mehr
Wenn Sie bei der Hypnose Ihren freien Willen verlieren würden, wäre diese Therapie gefährlich und schon längst verboten. Die Vorstellung, dass ein Hypnotiseur seinen Klienten irgendwelche Gedanken oder Handlungen aufzwingt, ist reine Fiktion aus Büchern oder Filmen. Kein Hypnotiseur gewinnt Kontrolle über sie. Es ist einfach Ihr Unbewusstes, das stärker in Erscheinung tritt und Ihr Bewusstsein dazu veranlasst, Kontrolle an das Unterbewusstsein abzugeben.
Es kann passieren, dass Sie während der Hypnose auch mal einschlafen. Das liegt an dem tiefenentspannten Zustand, den Sie erreichen. Das eigentliche Ziel der Hypnose ist aber, dass Sie sich entspannen und dabei wach und klar bleiben, um so Zugang zu Ihren unbewussten Ressourcen zu finden.
Natürlich können Sie sich an alles, was Sie während der Hypnose erlebt haben, erinnern. Ganz selten sind einige Bilder und Gedanken nach der Hypnose nicht mehr so scharf vor Ihrem geistigen Auge sichtbar wie während der Hypnose. Sie können sich aber sicher sein, dass Sie sich an die wesentlichen Erfahrungen erinnern können. Um das zu festigen, sprechen Hypnotherapeuten nach der Sitzung mit Ihren Klienten über Ihre zentralen Erlebnisse.
Hypnobirthing ist nicht nur eine Methode für eine entspannte Geburt, sondern vor allem die Grundeinstellung, dass eine Geburt ein natürlicher Vorgang ist und die Körper der Mutter und des Kindes instinktiv wissen, wie sie auf sanfte und natürliche Weise geschieht. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung muss eine Geburt nicht stressig, schmerzhaft und anstrengend sein, wenn die Mutter und die Geburtsbegleiter auf den natürlichen Ablauf vertrauen. Mit Hypnobirthing gewinnen Sie das Urvertrauen in sich und den Geburtsvorgang zurück – ein Vertrauen, das seit tausenden von Jahren in uns ist. In unserer heutigen Zeit ist es nur etwas verschüttet und muss wieder heraufgeholt werden.
Worum genau geht es aber nun beim Hypnobirthing? Die Methode wurde Ende der 1980er Jahre in den USA von Marie F. Mongan entwickelt. Sie basiert, wie der Name schon verrät, auf Hypnose, genauer gesagt auf der Selbsthypnose. Hypnobirthing stützt sich auf die These des englischen Geburtshelfers Dr. Grantly Dick-Read, der von 1890 bis 1959 lebte. Für ihn war klar, dass Frauen die Angst vor einer schmerzhaften Geburt hatten, sich nicht entspannen können. Daher liegt der Fokus von Mongans Methode auf dem Abbau von Ängsten mithilfe von Hypnose-Techniken. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine von Therapeuten geführte Hypnose, sondern um eine Selbsthypnose, die ausgebildete Hypnobirthing-Trainer lehren.
Sie dürfen sich diese Selbsthypnose nicht so vorstellen, dass Sie in eine Trance geraten, in der Sie nicht mehr bewusst erleben können, was geschieht. Vielmehr kommen Sie in einen Zustand der Tiefentspannung, den Sie vom Lesen eines Buches oder vom Anblick eines Kaminfeuers her kennen. In diesem entspannten Zustand nehmen Sie die Geburt Ihres Kindes ganz bewusst wahr. Auch nach der Geburt kann der positive Effekt des Hypnobirthing anhalten. Sie erholen sich schneller und gehen viel entspannter mit Ihrem neugeborenen Kind um, was sich äußerst positiv auf die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind auswirkt.
Die Mongan-Methode wird seit Jahrzehnten erfolgreich in den USA angewendet. Und auch in Deutschland gibt es seit Erscheinen des Buches von Marie F. Mongan in deutscher Sprache im Jahr 2008 immer mehr Hypnobirthing-Kurse, die werdende Mütter anleiten, wie sie Schmerzen bei der Geburt teilweise oder sogar ganz vermeiden können. Solche Kurse müssen von zertifizierten Hypnobirthing-Therapeuten durchgeführt werden. Achten Sie bei Ihrer Suche also unbedingt darauf, dass Ihr Kursleiter die entsprechende Ausbildung absolviert hat.
In einem Hypnobirthing-Kurs erlernen Sie verschiedene Meditationen, Atemtechniken, Selbsthypnose zur Entspannung und das Visualisieren, also die geistige Ausrichtung auf ein Ziel. Die Erfahrung mit natürlichen Geburten auf Basis des Hypnobirthing ist überzeugend. Es gibt weniger Komplikationen, weniger Damm- und Kaiserschnitte, weniger Sauerstoffmangel für das Baby und nur selten ist der Einsatz von schmerzstillenden Medikamenten nötig.
Die Geschichte des Hypnobirthing beginnt mit dem englischen Frauenarzt Dr. Grantly Dick-Read (1890 bis 1959), der ab 1913 im Londoner Elendsviertel White Chapel als Geburtshelfer arbeitete. Er beobachtete, dass manche Frauen langwierige und schmerzhafte Geburten durchlitten, während andere ohne große Mühe Ihr Kind zur Welt brachten. Er stellte fest, dass Frauen, deren Geburten schwierig waren, die Schmerzen erwartet hatten. Die Angst führte zu einem Zusammenziehen der ringförmigen Muskel um den Ausgang der Gebärmutter und um den Geburtskanal. Diese Anspannung erzeugte unnötige Schmerzen und hemmte den natürlichen Geburtsvorgang. Die Folge war oft eine verlängerte und erschwerte Geburt mit beeinträchtigter Sauerstoffversorgung des Kindes. Dick-Read nannte diesen Teufelskreis das Angst-Spannung-Schmerz-Syndrom, das zusammen mit den künstlichen Versuchen, die Geburt des Kindes zu beschleunigen, Ursache für viele Geburtskomplikationen war.
Laut Dick-Read ist es nicht der Schmerz der Wehen, der den Gemütszustand der werdenden Mutter beeinflusst. Es ist vielmehr der Gemütszustand, der den Schmerz überhaupt erst auslöst. Mit seinen Erkenntnissen gilt Dr. Dick-Read als der Vater der natürlichen Geburt. Sein 1953 erschienenes Werk „Mutter werden ohne Schmerz“ ist eine der Grundlagen des Hypnobirthing.
Im Jahr 1989 stellte Marie F. Mongan erstmals ihre Geburtsmethode Hypnobirthing vor, die auf Dick-Reads Erkenntnissen basiert. Nachdem Mongan die Selbsthypnose bei den Geburten ihrer eigenen Kinder angewandt hatte, war sie so überzeugt von der Methode, dass Sie Hypnosetherapeutin wurde.
