ICH BIN... Jesus Christus - Wilfried Diesterheft-Brehme - E-Book

ICH BIN... Jesus Christus E-Book

Wilfried Diesterheft-Brehme

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Beschreibung

Was hat Kunst mit Kirche zu tun? Ist Kunst unverzichtbar? Was kann Kunst im Dialog mit dem christlichen Glauben beitragen? Was tragen die ICH BIN-Worte Jesu und die Geschichten von Passion, Auferstehung und Pfingsten zu unserem Selbstverständnis bei? Ist Kunst sogar heilsam für Körper und Seele? Die Predigten, Textcollagen und Gedichte zu neutestamentlichen Bibeltexten wollen mit Blick auf Kunstwerke, die in Kirchen installiert wurden, Antworten auf diese Fragen geben. Sie sind entstanden aus der Praxis für die Praxis in Kirchengemeinde, Krankenhaus, Altenheim und anderen Begegnungsorten im Kontext des christlichen Glaubens. Sie sind geeignet zur Verwendung in Gottesdiensten, Andachten und Gesprächsgruppen.

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Seitenzahl: 56

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Wilfried Diesterheft-Brehme, Uwe Matysik

ICH BIN… Jesus Christus

Glaube und Kunst im Dialog

© 2019 Wilfried Diesterheft-Brehme, Uwe Matysik

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

Paperback:

978-3-7497-6674-1

Hardcover:

978-3-7497-6675-8

e-Book:

978-3-7497-6676-5

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhalt

Geleitwort von Marion Greve

Geleitwort von Werner Sonnenberg

Zu Entstehung und Gebrauch dieses Buches

Wilfried Diesterheft-BrehmeWie Kunstinstallationen im Kirchraum entstehen

Uwe MatysikEinführung zur Kunstinstallation ICH BIN

Wilfried Diesterheft-BrehmePredigt Johannes 19, 16b „und er trug sein Kreuz“

Uwe MatysikPredigt Johannes 6, 35 „Ich bin das Brot des Lebens“

Uwe MatysikPredigt Johannes 8, 12 „Ich bin das Licht“

Uwe MatysikPredigt Johannes 10, 11+14 „Ich bin der gute Hirte“

Uwe MatysikPredigt Johannes 10, 9 „Ich bin die Tür“

Uwe MatysikPredigt Johannes 11, 25 „Ich bin die Auferstehung“

Uwe MatysikPredigt Johannes 14, 6 „Ich bin der Weg, die Wahr heit und das Leben“

Uwe MatysikPredigt Johannes 15, 1-5 „Ich bin der wahre Weinstock“

Wilfried Diesterheft-BrehmeEinführung zur Kunstinstallation WAS WAR WAS BLEIBT

Wilfried Diesterheft-BrehmeTextcollage zu Markus 14, 32-42

Wilfried Diesterheft-BrehmeGedicht zu Johannes 19

Wilfried Diesterheft-BrehmeTextcollage zu Johannes 19, 38–20, 10

Wilfried Diesterheft-BrehmeTextcollage zu Johannes 20, 24-29

Wilfried Diesterheft-BrehmeGedicht zu Lukas 24

Wilfried Diesterheft-BrehmePredigt Apostelgeschichte 2

Uwe MatysikÜber die heilsame Wirkung von Kunst

Uwe MatysikIch bin ICH

Wilfried Diesterheft-BrehmeWas bleibt

Informationen zu den Autoren

Schwarz

Licht

Grau

Leuchten

Alle

Möglichkeiten

Geleitwort von Marion Greve

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

„Im Anfang war das Wort“!

So beginnt das Johannesevangelium. Das Neue Testament erzählt uns mit diesem Beginn gar nichts Neues, sondern es geht um die Schöpfungserzählung der Hebräischen Bibel. Die nämlich beginnt mit den Worten: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.“ (Genesis 1, 1-3)

Wenn in dem Ihnen vorliegenden Buch Glaube und Kunst in einen Dialog treten, dann schwingen für mich diese beiden Anfänge mit.

Ich bleibe bei Worten hängen – bei den „Ich bin-Worten“, die von den beiden Gestaltern in Szene gesetzt und interpretiert werden. Wort - Symbol - manchmal auch Farbe. Zwischen den biblischen Auslegungen von Pfarrer Uwe Matysik und den Bildern von Pfarrer Wilfried Diesterheft-Brehme entsteht eine Beziehung, die ich mit meinen Gedanken fülle. Häufig landen sie dann beim Anfang. Beim Anfang des Johannesevangeliums, beim Anfang des Buches Genesis und beim Anfang des Wirkens Gottes, der uns ins Leben ruft und uns in seinem Sohn das Leben zeigt.

Liebe Leserinnen und liebe Leser, lesen Sie und schauen Sie – es gibt viel zu entdecken.

Ihre Superintendentin Marion Greve, Evangelische Kirche in Essen

Geleitwort von Werner Sonnenberg

Was hat Kunst mit Kirche zu tun? Meine Antwort ist lapidar: Wäre die Kunst nicht, dann gäbe es die Kirche nicht. Die Kirche wäre in ihren Anfängen mit ihrem kleinen Häuflein Gläubigen untergegangen. Denn unbestritten ist, dass über die Jahrhunderte Baukünstler als Architekten das Gebäude Kirche mit einem besonderen spirituellen Raum in die Mitte unserer Städte und Dörfer setzten. Die Innenräume wurden bildnerisch mit christlichen Kunstwerken ausgestattet. Es entstand die Kirchenmusik. Die Künstler dieser Zeit waren von einer tiefen Frömmigkeit geprägt.

Für Kunstschaffende ist Kirche heute ein Ort, der für sie ebenso reizvoll sein kann wie Museumsräume, ehemalige Fabriken oder sonstige Orte. Das spürt man auch bei den Installationen von Wilfried Diesterheft–Brehme. Auf eindrucksvolle Weise gibt er in Bild und Wort auch Antworten auf die Frage: Was hat Kirche mit Kunst zu tun?

Zeitgenössische Kunst lässt die Ahnung aufkeimen, dass es etwas gibt, was wir auf den ersten Blick nicht wahrnehmen. Bilder, Skulpturen, Installationen und Videos eröffnen die Sicht hinter die Kulissen, auf eine andere Dimension, in eine fremde Welt. Künstlerinnen und Künstler stellen in ihren Werken existentielle Fragen. Lebensbedingungen oder die Achtung vor dem Leben werden pointiert.

Hier liegen die Berührungspunkte zwischen Kunst und Religion und zwischen Kunst und Kirche. Einmal der Hinweis auf eine andere Perspektive. Dann der Verweis auf die Fremdheit Gottes. Kunst und Religion wollen beide von dem Nichtsagbaren, immer wieder auch vom Unbedingten der Dimension Gottes etwas ausdrücken.

Zum Existentiellen gehört der Anstoß, den Wert des Lebens und des einzelnen Wesens nicht außer Acht zu lassen. Ein letzter Berührungspunkt ist, dass Kunst einen schöpferischen Kraftraum schafft und insofern Ausdruck des Menschen als Ebenbild Gottes ist.

Werner Sonnenberg, Pfarrer (Kirchengemeinde Essen–Frohnhausen) und Kunstkurator

Zu Entstehung und Gebrauch dieses Buches

Kunst in der Kirche verändert den sakralen Raum und eröffnet vielfältige Resonanzmöglichkeiten. Kunst ist Kommunikation, soll zum Dialog anstiften, in sich selbst und mit anderen. Kunst ist nicht stumm, sondern eigenARTig beredt. Sie weist auch auf das, was nicht gesagt werden kann oder darf. Insofern ist Kunst ein Zwischenraum. Und eben darin entwickelt sich in allen Sinnen, mit denen Kunst wahrgenommen werden kann, eine besondere Weite. So sind Kunstwerke entstanden, die in, mit und unter kirchlicher Architektur, Position beziehen. Um diese Position zu variieren, sind zu den Kunstwerken Predigten, Textcollagen und Gedichte entstanden. Sie sind keine Interpretationen, sondern Assoziationen und Resonanzen. Sie berühren also etwas von dem, was in den Kunstwerken enthalten ist; sie vertiefen und erweitern den Blick, sind Angebot zum Gespräch über den Glauben.

Die in diesem Buch abgebildeten Kunstwerke beziehen sich dabei auf Texte der Evangelien und der Apostelgeschichte. Deren Verfasser haben in den Jahren zwischen 65 und 100 nach Christus keine Tatsachenberichte geschrieben. Sondern sie haben mit ihren Texten versucht, die gute Nachricht von Jesus in den Kontext der jeweiligen Lebens- und Gemeindesituation hinein zu formulieren. Sie taten das in tiefer persönlicher Glaubensüberzeugung und zur Stärkung der Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Glauben in Berührung gekommen waren. Sie nahmen in den Erzählungen solche Situationen und Erfahrungen auf, die die Menschen zutiefst beschäftigten. So konnten sie zur Glaubensvergewisserung beitragen.

Die neutestamentlichen Synoptiker Matthäus, Markus und Lukas bieten eine gemeinsame Schau des Lebens Jesu. In der Auswahl und Abfolge der Stoffe zeigen sie viele Übereinstimmungen. So zeichnen sie den Weg Jesu von der Wirksamkeit in Galiläa nach Jerusalem bis nach Golgatha.

Demgegenüber zeichnet Johannes ein anderes Bild des Lebens Jesu: Er berichtet von drei Jerusalemreisen und drei Passahfesten, während die Synoptiker nur je einmal davon erzählen. Außerdem finden sich statt der synoptischen Gleichnisse bei Johannes mehrere Bildreden,