Immo-Tipps - Jürg Zulliger - E-Book

Immo-Tipps E-Book

Jürg Zulliger

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Beschreibung

Ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung: Viele möchten diesen Traum verwirklichen. Damit es kein böses Erwachen gibt, sollte man sich beizeiten über die "Spielregeln" kundig machen; sich beispielsweise einige Fachkenntnisse aneignen, unabhängige Beratung in Anspruch nehmen und sich bewährte Praxistipps holen. Schließlich geht es um anspruchsvolle Vorhaben wie die Wahl des richtigen Objektes, die Beurteilung von komplizierten Verträgen, die Zusammenarbeit mit Architekten und Bauunternehmen oder Maklern bis hin zu Fragen im Zusammenhang mit Steuern, Finanzierung und der Werterhaltung der Liegenschaft. In diesem Ratgeber findet der Leser alle Antworten auf die wesentlichen Fragen rund ums private Wohneigentum beziehungsweise Eigenheim. Aber auch jede, die bereits Liegenschaft besitzen und zum Beispiel umbauen, die Finanzierung optimieren oder ganz einfach mehr aus ihrer Liegenschaft heraus holen wollen, werden dieses Buch schätzen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 346

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Jürg Zulliger / Werner Egli

IMMO-TIPPS

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

 

Nachdruck 2013

© 2012 by Redline Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

© 2000 by Wirtschaftsverlag Carl Ueberreuter, Wien/Frankfurt

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlaggestaltung: Münchner Verlagsgruppe GmbH

Satz: deleatur KEG (www.deleatur.com)

Druck: Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN Print 978-3-86881-456-9

ISBN E-Book (PDF) 978-3-86414-419-6

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86414-830-9

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.redline-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter

www.muenchner-verlagsgruppe.de

eBook by ePubMATIC.com

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Dank

Die Autoren

Neue Chancen auf dem Markt für Wohneigentum

Tiefere Preise, attraktiveres Angebot

Eigenheime für «Babyboomer»

Immobilienpreise: Lage schlägt Komfort

Kaufen oder mieten?

Wirtschaftliche Vorteile in den eigenen vier Wänden

Die eigenen Bedürfnisse

Passt das Haus zu Ihren Lebensgewohnheiten?

Was der Verkäufer verschweigt

Flexible Nutzung ist gefragt

Je nach Lebenssituation andere Bedürfnisse

Beispiel Wohnpark «Balance»

Lage, Lage, Lage

Pendlerkosten einkalkulieren

Bauland, die Basis des Eigenheims

Hohe Erschliessungskosten

Fussangeln im Kaufvertrag

Baulandpreise: enorme Preisschwankungen

Wege zum Eigenheim

Verdichtet oder frei stehend?

Stein- oder Holzhaus?

Individuell oder «von der Stange«?

Fertighaus: Sparpotenzial bei Planung und Bauzeit

Das Haus vom Architekten

Der Architektenvertrag

Vertragsvarianten zur Auswahl

LHO 102

Leistungsmodell des SIA

Bauen mit «Smart»

Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer

Architekt und Generalunternehmer im Vergleich: Vor- und Nachteile

Kauf ab Plan

Ablauf eines Bauprojektes

Teuer wird, was man zu spät entscheidet

Kritische Fragen in der Vorprojektphase

Der Bau beginnt!

Hautnah dabeisein

Stockwerkeigentum

Privat und doch gemeinsam

«Allen Leuten recht getan …»

Neubau oder Altliegenschaft?

Reparaturen und Unterhalt können teuer zu stehen kommen

Was ist Ihnen wichtig?

Bausubstanz unter der Lupe

Kauf beim Privatbesitzer oder beim Immobilientreuhänder?

Das Grundbuch

Wer erhält Einsicht?

Baubewilligung

Zonenplan und Ausnützungsziffer

Neubauten und Nutzungsänderungen sind bewilligungspflichtig

Bewilligungsverfahren

Land im Baurecht

Baugenossenschaft

Startkapital nötig

Als Bauträger willkommen

Vielfalt der Möglichkeiten

Die Baukosten unter Kontrolle

Methoden aus der Industrie

Nachhaltigkeit und Ökologie

Holz als wieder entdeckter Baustoff

Am richtigen Ort sparen

Vorsicht bei Werbeslogans

Heizung, Energie und Nebenkosten

Heizsysteme im Vergleich

Die Nebenkosten halbieren

Der Minergie-Standard

Benchmarks im Wohnungsbau

Mehr Transparenz gefordert

Preise und Offerten vergleichen

Liberalisierter Markt

Gleiche Leistung zu gleichem Preis?

Brutto- oder Nettopreis?

So vermeiden Sie Ärger beim Bauen

Kleingedrucktes lesen

Mehr- und Minderleistungen

Wenn die Arbeit nicht fertig ist

Bauabnahme, Haftung und Garantien

Nachbesserung, Minderung oder Wandelung

Bauschäden

Mehr als eine Milliarde Franken Schaden

Der Vertrag entscheidet

Drei charakteristische Fälle für Bauschäden

Die Risiken beim Bau

Baupartner unter die Lupe nehmen

Vorsicht Pfandrechte

Die Immobilienfinanzierung

Hintergründe einer veränderten Kreditpolitik

Die Eigenkapitalbeschaffung

Aufbau von Sparkapital macht flexibel

BVG-Gelder (2. Säule) und Kapital aus der gebundenen 3. Säule (3a)

Gelder von Eltern, Verwandten oder nahe stehenden Dritten

Gelder vom Arbeitgeber

Verkäuferdarlehen

Das Bausparen

Die Budgetplanung

Die Fremdkapitalbeschaffung

Der Hypothekarzins

Zinsanpassungen und Zinstermine

Amortisationen

Rückführung von Hypotheken

Erneuerung von Festhypotheken

Der Baukredit

Hypothekarformen und -produkte

Variable Hypotheken bieten Flexibilität

Festzinshypotheken für stabile Zinsen auf Zeit

Libor-Hypotheken für risikofreudige Schuldner

Annuitätenmodelle bieten Budgetsicherheit auf Jahre

Mischformen von Hypotheken

Einige Hypothekarprodukte aus dem Markt

Die BVG- oder WEF(Wohneigentumsförderung)-Hypothek

Die Umweltdarlehen

Finanzierungsplanung

Das Kreditgesuch

Die Kreditprüfung der Banken

Die Finanzierung von Renditeobjekten

Wohneigentumsförderung

WEG-Bundeshilfe

Hypothekarbürgschaftsgenossenschaft (HBW)

Steuern

Der Eigenmietwert

Der Mietwert

Schuldzinsen

Unterhalt

Ermittlung des Grenzsteuersatzes

Direkte Amortisation versus indirekte Abzahlung

Steuereinsparungen bei richtiger Wahl des Wohndomizils

Baukreditzinsen sind nur beschränkt steuerlich absetzbar

Steuern beim Kauf und beim Verkauf einer Liegenschaft

Die Grundstückgewinnsteuer

Das Bausparen als steuerprivilegierte Anlageform

Immobilien als Renditeobjekt

Beispiel: 1,5 Millionen Franken als Immobilienanlage

Wertschwankungen berücksichtigen

Nachbarrecht

Gründe für nachbarschaftlichen Zwist

Keine grenzenlose Freiheit

Kann der Nachbar einen Umbau verhindern?

Umbauen und Renovieren

Aus alt mach neu

Strategien für die profitable Erneuerung

Instandsetzungszyklus von 25 Jahren

Rückstand kann teuer zu stehen kommen

Versicherungen für Hausbesitzer

Schutz für Haus und Grund

Grosse Prämienunterschiede

Übersicht über die einzelnen Versicherungen

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Bauwesenversicherung

Privathaftpflicht- und Gebäudehaftpflichtversicherung

Gebäudesachversicherung

Hausratversicherung

Prämien sparen

Liegenschaften vererben

Die Steuerlast beim Schenken und Vererben beeinflussen

Was ist mein Haus wert?

Realwert bei Wohneigentum

Der Zweck bestimmt oft das Ergebnis

Immobilienschätzung selbst gemacht

Verkauf der Liegenschaft

Verkaufen oder vermieten?

Ohne Hast verkaufen

Der Verkauf in eigener Regie

Hilfe vom Immobilienmakler

Vermietung meist nicht rentabel

Anhang: Adressen und Literatur

Adressen von Berufs- und Interessenverbänden, Beratungsstellen und Behörden

Adressen von Branchenverbänden

Internet für Hausbesitzer

Literaturhinweise

Arbeitsunterlagen

Vorwort

Der Traum von den eigenen vier Wänden ist in den letzten Jahren für viele Schweizer in greifbare Nähe gerückt oder Realität geworden; bei mehr als der Hälfte aller neu gebauten oder neu auf den Markt gekommenen Wohnungen und Häusern handelt es sich um Wohneigentum. Dank neuer Finanzierungsmöglichkeiten, günstiger Land- und Baupreise und einem attraktiven Angebot auf dem Immobilienmarkt entscheiden sich immer mehr Wohnungssuchende nach dem Motto «Kaufen statt mieten». Das Bedürfnis nach individuellen Wohnformen, Sicherheit und Gestaltungsspielraum in den eigenen vier Wänden und die Innovationen im Wohnungsbau sprechen dafür, dass Wohneigentum auch in den nächsten Jahren weiter im Trend liegen wird.

Nichtsdestotrotz erfordern ein Hausbau oder der Kauf von Immobilien mehr denn je Spezialkenntnisse. Die Beurteilung von Kauf- und Architektenverträgen, Verhandlungen um Preis und Rabatte, die Einschätzung von Standort und Bauqualität werfen viele Fragen auf, deren Beantwortung ein gewisses Rüstzeug erfordern. Genauso anspruchsvoll gestaltet sich die Immobilienfinanzierung, zumal der Markt laufend um neue Hypothekarprodukte erweitert wird und die Banken ihre Zinskonditionen individuell gestalten. Auch der Wirrwarr um Steuern auf Liegenschaften verlangt nach fundierten Informationen.

Viele Bauherren und Konsumenten treten ihren Vertragspartnern wie Planem, Baufirmen, Handwerkern, Bankberatern und Treuhändern allerdings als Laien gegenüber. «Ein Haus kauft man nur einmal im Leben», sagt der Volksmund. Einige schwarze Schafe in der Immobilienbranche machen sich genau diesen Umstand zunutze; sie schlagen Profit daraus, dass der Markt relativ intransparent ist und die Profis ihren Kunden ein X für ein U vormachen können. Solche Tricks funktionieren freilich nur solange, bis man sich selbst gewisse Fachkenntnisse aneignet oder sich im Zweifelsfall an der richtigen Stelle Rat holt.

Unser Ratgeber-Buch macht auf Fallstricke aufmerksam, warnt vor Problemen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf. Es soll Ihnen in allen Fragen rund um Haus, Planen, Bauen, Kaufen und Finanzieren nützlich sein. Ohne Beschäftigung mit der Materie oder Tipps mit Praxisbezug kann es zu Fehlurteilen kommen, oder der Kauf einer Immobilie gerät gar zur Belastung. Unser Ratgeber trägt dazu bei, dass Sie Schwierigkeiten von Anfang an vermeiden können und den Weg zum Eigenheim mit Erfolg meistern. Mit dem richtigen Vorgehen gewinnen Sie in den eigenen vier Wänden Unabhängigkeit, Sicherheit und vor allem ein Stück Lebensqualität.

Zürich, Sommer 2000

Dank

Dank für Anregungen, Informationen und fachliche Unterstützung an:

Othmar Bucher, Amt für Baubewilligungen der Stadt Zürich

Roland Büchli, dipl. Architekt HTL, Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA, Dübendorf (ZH)

Francesco Canonica, Präsident des Schweizerischen Immobilienschätzer-Verbandes (SIV)

Jürg Gasche, Leiter Rechtsdienst SIA

Bernhard Lauper, Immopro Burckhardt AG, Zürich

Hans Rohr und Werner Egli, Architekten BSA/SIA, Dättwil (AG)

Roger Rossier, Rossio Consulting, Uster (ZH)

Marco Salvi, Volkswirtschaft und Risikocontrolling, Zürcher Kantonalbank (ZKB)

Donato Scognamiglio, Informations- und Ausbildungszentrum für Immobilien (IAZI) in Bülach (ZH)

Marcel Stulz, Notar, Notariat und Grundbuchamt Dübendorf (ZH)

Urs Tschudi, Immobilientreuhänder bei Walde & Partner in Uster (ZH)

Die Autoren

Jürg Zulliger

Jürg Zulliger (1964), lic. phil. I, studierte Geschichte, politische Wissenschaft und Publizistik. Seit 1993 eingetragen im Berufsregister der Journalisten (BR). 1992 bis 1995 beim Schweizerischen Verband für Wohnungswesen (SVW). Seither freier Journalist mit dem Spezialgebiet Immobilien, Bauwirtschaft, Wohneigentum und Wohnungsbau unter anderem für «Tages-Anzeiger», «K-Tip», «Bilanz», «Finanz und Wirtschaft», «Beobachter» sowie zahlreiche Fachzeitschriften. Mitglied der Eidgenössischen Forschungskommission Wohnungswesen. Jürg Zulliger verfasste sämtliche Kapitel mit Ausnahme des Teils über Immobilienfinanzierung und Steuern.

E-Mail: [email protected]

Werner Egli

Werner Egli (1957), Bankausbildung. Während 15 Jahren im Hypothekar- und Kreditgeschäft einer Grossbank tätig. Als Mitglied des Direktionskaders leitete Werner Egli von 1990 bis 1994 einen Kreditbereich in Zürich. Von 1994 bis 1998 Aufbau und Leitung des Bereiches «Hypothekar- und Kreditberatung» beim VZ VermögensZentrum in Zürich. Seit Herbst 1998 selbständige Tätigkeit mit der Firma «egli & partner» in Binz (ZH) im Bereich der Hypothekar- und Finanzierungsberatung für Private und KMU-Betriebe. Dozent an der Zürcher Hochschule in Winterthur, am Institut für Finanzplanung (IfFP) in Wettingen und Fachlehrer beim SVIT (Schweizerischer Verband der Immobilien-Treuhänder). Redaktionelle Beiträge in Fachzeitschriften, unter anderem in der «Schweizerischen Hauseigentümer-Zeitung». Werner Egli ist Autor der Kapitel «Immobilienfinanzierung» und «Steuern».

E-Mail: [email protected]

Homepage: http://www.eglipartner.ch/

Neue Chancen auf dem Markt für Wohneigentum

Tiefere Preise, attraktiveres Angebot

Die Nachfrage nach Eigenheimen hat in den letzten Jahren einen grossen Aufschwung erlebt. Alle Umfragen bestätigen aufs Neue, dass sehr viele Schweizerinnen und Schweizer von einem Eigenheim träumen. In einer Befragung der ETH Lausanne bezeichneten 83% das Eigenheim als ideale Wohnform. Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden im Alter zwischen 30 und 50, bei Familien mit Kindern und grösseren Haushalten. Gemäss der Studie liegt es den befragten Personen besonders am Herz, das Haus oder die Wohnung ganz nach den eigenen Vorstellungen gestalten und einrichten zu können. Viele bevorzugen ein Eigenheim zudem aus steuerlichen Gründen oder um mit einer Immobilieninvestition ein Alterskapital zu bilden. Von Bedeutung ist für viele Hauseigentümer oder solche, die es werden wollen, auch die Überlegung, nicht mehr den Schwankungen des Mietwohnungsmarktes oder gar der Willkür eines Vermieters ausgesetzt zu sein.

Seit der zweiten Hälfte der neunziger Jahren haben verschiedene Faktoren einen eigentlichen Boom der Eigenheimnachfrage ausgelöst: Die in der Rezession gesunkenen Bau- und Liegenschaftspreise machen den Bau der eigenen vier Wände für breite Bevölkerungskreise erschwinglich. Während früher das Eigenheim für viele Kaufinteressenten aus finanziellen Gründen bloss Wunschtraum blieb, rückt es jetzt in greifbare Nähe. Dank einem moderaten Zinsniveau kann die Realisierung des Traums auch günstig finanziert werden. Weiter tragen viele neue, innovative Anbieter von Eigenheimen dazu bei, dass ein bezahlbares und oft doch attraktives Angebot auf den Markt kommt. Bauunternehmer und Handwerker geben Produktivitätsfortschritte als Folge des harten Wettbewerbs direkt als Preissenkungen an die Kunden und Bauherren weiter. Auch an guten Lagen kommen neu gebaute, moderne Häuser und Eigentumswohnungen im Preissegment von 400'000 bis 600'000 Fr. auf den Markt, so günstig wie schon lange nicht mehr. Tiefere Landkosten, ein besseres Baumanagement, kürzere Bauzeiten und die teils industrielle Vorfertigung von Bauteilen machen es möglich.

Mieterinnen und Mieter, die die Kosten eines Eigenheims ihrer Miete gegenüberstellen, kommen bald zum gleichen Schluss: kaufen statt mieten. Zusätzlich gewinnt das Eigenheim an Attraktivität, weil auf dem Mietwohnungsmarkt mehr und mehr Defizite ans Licht kommen: Viele Wohnungen sind hinsichtlich Grösse, Komfort und Zimmerzahl nicht mehr zeitgemäss. Nachfrager auf dem Wohnungsmarkt, die ein Objekt mit fünf oder mehr Zimmern suchen, weichen ins Eigenheimsegment aus. Insofern ist es nicht weiter erstaunlich, dass sich ab der zweiten Hälfte der neunziger Jahre ein grosser Run aufs Eigenheim abzeichnete; bei mindestens der Hälfte oder sogar rund drei Viertel (je nach Statistik) aller jährlich neu gebauten oder neu auf den Markt kommenden Wohneinheiten handelte es sich in den letzten Jahren um Eigenheime.

Eigenheime für «Babyboomer»

Erfahrungsgemäss kommt der Wunsch nach den eigenen vier Wänden besonders oft im Alter zwischen 30 und 39 auf; bei dieser Altersgruppe handelt es sich heute um die geburtenstarken Jahrgänge, die so genannten «Babyboomer». Mit rund 1,2 Mio. Personen stellt diese Kategorie die bedeutendste Altersgruppe dar. In dieser Lebensphase nehmen zudem die Einkommen und die Kaufkraft am stärksten zu; vielfach können die «Babyboomer» auch auf ein Erbe oder einen Erbvorbezug zurückgreifen. Diese Generation ist also stark vom Wunsch nach einem eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung geprägt, und sie ist zugleich zahlungskräftig und konsumfreudig. Diese Faktoren sprechen dafür, dass die Nachfrage nach Wohneigentum auch in den nächsten Jahren relativ stark sein wird.

Dazu tragen zudem die vielen neuen Finanzierungsmöglichkeiten bei, zum Beispiel der Kauf von Wohneigentum mit Mitteln der beruflichen Vorsorge (BVG), der heute von der jüngeren Generation gut akzeptiert wird. Gestützt wird der Trend zu Eigenheimen durch einige weitere Faktoren: In allen Teilen der Schweiz kommt es zu Umnutzungen von früheren Industrie- und Dienstleistungsgebäuden. Lofts in alten Fabriken als trendige neue Wohnform sind vielerorts auf dem Vormarsch und erfreuen sich gerade bei jüngeren, urban geprägten Kaufinteressenten einer grossen Beliebtheit. Ein zusätzliches Angebot entsteht dadurch, dass Versicherungen, Pensionskassen und teils auch Privatpersonen ihren Bestand an Mietwohnungen verkaufen oder in Eigentumswohnungen umwandeln. Schliesslich kurbelt auch die verbesserte Transparenz auf dem Immobilienmarkt das Geschäft an. Noch vor fünf oder zehn Jahren konnte man den Liegenschaftsmarkt mit einem «schwarzen Loch» vergleichen: An welchen Standorten Liegenschaften zu welchen Preisen die Hand wechselten, galt als die grosse Unbekannte. Detailliertere Statistiken über Handänderungen und Liegenschaftspreise von unabhängigen Firmen wie Wüest & Partner in Zürich oder dem Informations- und Ausbildungszentrum für Immobilien (LAZI) in Bülach schaffen mehr Transparenz. Solche Verbesserungen fördern den Wettbewerb und den Umsatz. Schliesslich ist mit dem Internet eine neue Technologie entstanden, die dem Geschehen auf dem Immobilienmarkt ebenfalls zuträglich ist: Die Suche nach geeigneten Objekten und vor allem Preisvergleiche werden dadurch wesentlich erleichtert. – Das alles liegt im Interesse der Nachfrager bzw. Konsumenten.

Immobilienpreise: Lage schlägt Komfort

Angesichts dieser Rahmenbedingungen steht der Immobilienmarkt unter einem positiven Vorzeichen. Nach dem Preisrückgang im Zug der Immobilienkrise in den neunziger Jahren haben sich die Preise stabilisiert. Längerfristig spricht alles dafür, dass die Immobilienpreise moderat steigen. Dennoch sind nach wie vor grosse Unterschiede auf dem Markt feststellbar. Am höchsten sind die Immobilienpreise in der Stadt Zürich, am rechten und linken Zürichseeufer sowie im Kanton Zug; an diesen Standorten kostet ein Einfamilienhaus durchschnittlich 1 bis 1,5 Mio. Fr. Als teures Pflaster gelten auch Genf, der Raum Basel und das Oberengadin, wo Preise zwischen 900'000 Fr. und 1 Mio. Fr. verlangt werden. In den Kurorten mit grosser internationaler Ausstrahlungskraft wie St. Moritz oder Davos werden nach wie vor absolute Höchstpreise erzielt. Vom Aufschwung scheinen diese begehrten Standorte nun ganz besonders zu profitieren. Bei diesen Preisvergleichen handelt es sich wohlgemerkt um ein durchschnittliches Haus; aufgrund von Besonderheiten der Lage, der Wohnfläche und des Ausbaus etc. kann der tatsächliche Marktwert einer Liegenschaft davon abweichen.

Der Bau eines bestimmten Hauses kostet meist etwa gleich viel – unabhängig davon, ob es auf einem Grundstück direkt am Zürichsee oder weit ab an einem nach Norden ausgerichteten Hang liegt. Was das Haus auf dem Immobilienmarkt aber wirklich wert ist, hängt entscheidend davon ab, wo es steht. Manchmal kann selbst eine verlotterte Villa noch zu einem Phantasiepreis verkauft werden – vorausgesetzt, das Grundstück verfügt über direkten Seeanstoss. Umgekehrt ist eine herrschaftliche Liegenschaft im Zürichsee- oder Landhausstil irgendwo in der Provinz oder in einem entlegenen Bergtal unter Umständen ein Nonvaleur, ganz einfach weil die entsprechende Kundschaft einer solchen Lage nichts abgewinnen kann. Für den Preis einer Liegenschaft ist also meistens der Standort sehr viel wichtiger als die Qualität des Parketts, die Zahl der Nasszellen oder die Ausstattung der Küche.

Bewertung eines Musterhauses für alle Schweizer Kantone

Lesebeispiel: In Riehen im Kanton Basel-Stadt kostet das «Musterhaus» 865'000 Fr., doppelt so viel wie zum Beispiel in Port-Valais im Wallis. Die Tabelle zeigt vor allem auf, wie sehr der Preis einer Liegenschaft vom Standort abhängt. Das Musterhaus, das das IAZI bewertet hat, ist wie folgt definiert: eine Liegenschaft mit Baujahr 1963, zwei Badezimmer, eine separate Garage, 700 m2 Grundstücksfläche, mit 144 m2 Nettowohnfläche und einem Rauminhalt von 825 m3. Weiter wird angenommen, dass diese Liegenschaft 1988 renoviert worden ist; sie ist in gutem Zustand und weist eine gute Bauqualität auf. (Quelle: Informations- und Ausbildungszentrum für Immobilien – IAZI.)

Kaufen oder mieten?

Generell ist der Moment für den Bau eines Eigenheims oder den Erwerb einer Liegenschaft also günstig. In jedem Fall sollten Sie aber bedenken, dass der Entscheid weitreichende Folgen hat. Für welchen Standort und für welche Wohnform Sie sich entschliessen, bestimmt längerfristig die Kosten des Wohnens und die individuelle Wohnsituation. Ein Entscheid zugunsten von Wohneigentum ist vor allem dann fundiert und wohl überlegt, wenn er einem direkten Vergleich mit der Miete standhält. Jeder Einzelfall weist freilich grosse Unterschiede auf: Die eine Familie hat vielleicht mit dem Bau eines Einfamilienhauses das grosse Los gezogen, weil sie die eigenen Wohnträume verwirklichen konnte und unter Umständen noch von einer Wertsteigerung der Liegenschaft profitiert. Währenddessen kam in einem anderen Fall beispielsweise eine Tankstelle oder ein neuer Autobahnviadukt vor das Haus zu stehen – die Besitzer erlitten einen schmerzhaften Wertverlust und hatten die Unbill aus der Umgebung zu ertragen. Wie soll man sich da entscheiden?

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