Innovation und Transformation mit DesignAgility - Stefanie Quade - E-Book

Innovation und Transformation mit DesignAgility E-Book

Stefanie Quade

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Beschreibung

In einer Welt des ständigen Wandels, sind langfristige Gewissheiten rar. Produktlebenszyklen verkürzen sich, die VUKA-Welt wird zur Norm. Langfristige Transformation erfordert nicht nur emotionale, sondern auch methodische Anpassungsfähigkeit, da das Ergebnis oft unvorhersehbar ist. Die Rahmenbedingungen und Skills, die erforderlich sind, um im beständigen Wandel Erfolg zu haben, sind keine Kaffeesatzleserei, sie können klar benannt werden:​ - die kontinuierliche Analyse der Kundenbedürfnisse richtet die Organisation inhaltlich aus​ - das Denken in Innovationen hilft, vorhandene Denkmuster und Konventionen zu hinterfragen​  - die Kombination aus Kundennutzen und Erlösmodell bei gegebenen Kosten sichert die Profitabilität​ - Prozesse und Systeme sind »Erfüllungsgehilfen« und müssen flexibel angepasst werden können. ​ Das Buch liefert mit dem DesignAgility–Modell methodische Unterstützung für die Umsetzung von Innovation und Transformation.​ Aktuelle Inhalte und Downloads unter https://www.designagility.de/ ​

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Seitenzahl: 162

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Inhaltsverzeichnis

InhaltsverzeichnisHinweis zum UrheberrechtImpressumEinleitung – Fit für die TransformationI Für wen ist DesignAgility gedacht?Warum DesignAgility? Use-CasesWie? Der Einsatz von DesignAgilitySechs beispielhafte PersonasWo stehen Strategie und Innovationskultur in Ihrem Unternehmen?II Was steckt hinter DesignAgility?Wie ist DesignAgility entstanden?Wann eignet sich DesignAgility?Ausgangsbasis: Der Nutzer im MittelpunktWorauf basiert DesignAgility?Design ThinkingAgiles Projektmanagement(Visuelles) StorytellingVom Modell zum Prozess – Die acht DesignAgility-PhasenIII Erfolgreiche InnovationsteamsErfolgsfaktor MenschInnovation im TeamWichtigste Merkmale gemischter TeamsIV Wie starte ich mit DesignAgility? Von der Strategie in die UmsetzungWas brauche ich für den Start?Startklar für den Kick-off!Schnell und klar: 1 Tag Plug & PlayIntensiv: ZweitagesworkshopExtensiv: Wöchentliche SprintsDesignAgility im EinsatzWie geht es jetzt weiter?DesignAgility in einem virtuell-kollaborativen Setting 1 Discovery: Ziele klären und Daten sammeln1.1 Case-Study: Was genau braucht mein Kunde?1.2 Discovery – Warum diese Phase?1.3 Wie? Schritte in der Discovery1.3.1 Challenge benennen und Ziele definieren (U1)1.3.2 Anwendungsbeispiel: Challenge benennen1.3.3 Research – Relevante Daten sammeln (U2)1.3.4 Anwendungsbeispiel: Analyse der Zielgruppe1.4 Blick zurück nach vorn2 Interpretation: Daten deuten und Trends aufspüren2.1 Case-Study: Wie interpretiere ich die Anforderungen und integriere Trends?2.2 Interpretation – Warum diese Phase?2.3 Wie? Schritte in der Interpretation2.3.1 Interpretation: Personas skizzieren und Nutzeranforderungen formulieren (U3)2.3.2 Anwendungsbeispiel: Persona definieren2.3.3 Trendszenarien identifizieren (U4)2.3.4 Anwendungsbeispiel: Trendszenario2.4 Blick zurück nach vorn3 Ideation: Ein Maximum an Ideen generieren3.1 Case-Study: Wie gelange ich kreativ und konstruktiv zur Innovation?3.2 Ideation – Warum diese Phase?3.3 Wie? Schritte in der Ideation3.3.1 Ideation (U5): Brainstorming3.3.2 Anwendungsbeispiel: User-Stories 3.3.3 Refinement (U6): Ideen clustern, verfeinern3.3.4 Anwendungsbeispiel: Verfeinerung der Ideen aus der Ideation 3.4 Blick zurück nach vorn4 Selection: Ideen auswählen und überprüfen4.1 Case-Study: Welche Ideen werden weiterverfolgt?4.2 Selection – Warum diese Phase?4.3 Wie? Schritte in der Selection4.3.1 Ideen auswählen und im Nutzerkontext erzählen (U7)4.3.2 Anwendungsbeispiel: User-Journey-Storyboard4.3.3 Ideen verifizieren an Zielgruppe und Trends (U8)4.3.4 Anwendungsbeispiel im Team: Trendszenario-Cross-Check4.4 Blick zurück nach vorn5 Specification: Wie soll der Prototyp ­aussehen?5.1 Case-Study: Welche Darstellung eignet sich zur Umsetzung der Innovation?5.2 Specification – Warum diese Phase?5.3 Wie? Schritte in der Specification5.3.1 Specification (U9): Form des Prototyps5.3.2 Anwendungsbeispiel: Wahl der Prototypform5.3.3 Planning (U10): Umsetzung planen5.4 Blick zurück nach vorn6 Implementation: Prototypen und Test ­vorbereiten6.1 Case-Study: Wie kann ich schnell und zielgenau im Markt testen?6.2 Implementation – Warum diese Phase?6.3 Wie? Schritte in der Implementation6.3.1 Prototyp umsetzen (U11)6.3.2 Anwendungsbeispiel: Video-Prototyping6.3.3 Test-Case und Evaluierung vorbereiten (U12)6.3.4 Anwendungsbeispiel: Interviewleitfaden6.4 Blick zurück nach vorn7 Evaluation: Werte schaffen durch Kundenfeedback7.1 Case-Study: Wie analysiere ich meine Pre-Tests?7.2 Evaluation – Warum diese Phase?7.3 Wie? Schritte in der Evaluation7.3.1 Evaluation (U13): Erprobung mit Kunden7.3.2 Anwendungsbeispiel: Befragung7.3.3 Insights (U14): Rückmeldungen auswerten7.3.4 Anwendungsbeispiel: Auswertungsverfahren7.4 Blick zurück nach vorn8 Deployment: Ergebnisse reflektieren und Entscheidung treffen8.1 Case-Study: Welches Ergebnis liefere ich aus?8.2 Deployment – Warum diese Phase?8.3 Wie? Schritte im Deployment8.3.1 Modification: Prototyp überarbeiten (U15)8.3.2 Anwendungsbeispiel: Priorisierung der Anforderungen (aus der Kundenevaluierung)8.3.3 Learnings: Erfahrungen reflektieren (U16)8.3.4 Anwendungsbeispiel: Learnings8.4 Blick nach vorn zurückVI Implementierung der permanenten Veränderung in der (lernenden) OrganisationEinstieg in die permanente VeränderungBlick zurück nach vorn – Was wir bis hier gelernt habenVII Profitabilität und BusinessWann macht eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Sinn? Kombinierter Einsatz von DesignAgility und Business Model CanvasVIII Wie geht’s weiter? Innovationen und Veränderungen im Team verstetigen und messenVoraussetzungen der VeränderungsfähigkeitChangeAbility Score – Indikator Ihrer VeränderungsfähigkeitChangeAbility Score – Auswertung und HandlungsempfehlungenIX Ausblick: DesignAgility – Nach dem Spiel ist vor dem SpielRückblick aus Sicht der sechs PersonasDesignAgility – Übersicht des GesamtprozessesLiteraturverzeichnisDie AutorenStichwortverzeichnis

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InhaltsubersichtCoverTextanfangImpressum
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ISBN 978-3-7910-6232-7

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ePub:

ISBN 978-3-7910-6233-4

Bestell-Nr. 13141-0100

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ISBN 978-3-7910-6234-1

Bestell-Nr. 13141-0150

Stefanie Quade/Okke Schlüter

Innovation und Transformation mit DesignAgility

1. Auflage, Juli 2024

© 2024 Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH

Reinsburgstr. 27, 70178 Stuttgart

www.schaeffer-poeschel.de | [email protected]

Bildnachweis (Cover): © Jens Nordmann

Produktmanagement: Dr. Frank Baumgärtner

Lektorat: Markus Pohlmann, IQ Verlagsbüro, Heidelberg

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Vervielfältigung, des auszugsweisen Nachdrucks, der Übersetzung und der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, vorbehalten. Der Verlag behält sich auch eine Nutzung des Werks für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG vor. Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart Ein Unternehmen der Haufe Group SE

Sofern diese Publikation ein ergänzendes Online-Angebot beinhaltet, stehen die Inhalte für 12 Monate nach Einstellen bzw. Abverkauf des Buches, mindestens aber für zwei Jahre nach Erscheinen des Buches, online zur Verfügung. Ein Anspruch auf Nutzung darüber hinaus besteht nicht.

Sollte dieses Buch bzw. das Online-Angebot Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte und die Verfügbarkeit keine Haftung. Wir machen uns diese Inhalte nicht zu eigen und verweisen lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung.

Einleitung – Fit für die Transformation

Wandel

»Change is the only certainty – das einzig Beständige ist der Wandel« lautet eine ­beliebte Zustandsbeschreibung: Das augenzwinkernde Oxymoron beschreibt die Arbeit in vielen Unternehmen und Märkten in der Phase einer TransformationTransformation. Besonders von der DigitalisierungDigitalisierung und künstlicher Intelligenzkünstliche Intelligenz gehen viele Impulse aus, die Workflows und Wertschöpfungsketten verändern. Langfristige Gewissheit ist eine Rarität geworden, vielmehr werden ProduktlebenszyklenProduktlebenszyklus, verkürzter kürzer, digitale Services verbinden bestehende Produktwelten und Entscheidungen werden anspruchsvoller durch die »VUKA-WeltVUKA-Welt« (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambivalenz). Dazu passt der Trend, mit agilem ProjektmanagementProjektmanagement, agiles schneller und besser auf Veränderungen reagieren zu können. Soziale Medien spiegeln durch ihre Schnelligkeit, Kurzlebigkeit und Kleinteiligkeit diese Trends auch medial.

Anpassungs-/Veränderungsfähigkeit

Eine einzelne unruhige Phase, ein Umzug, eine Fusion oder eine Turbulenz am Markt nehmen die meisten gelassen hin, weil sie abgrenzbar ist und vorübergeht. In einer längeren Transformation, die sich über Jahre oder Jahrzehnte hinzieht, ist es mit Gelassenheit nicht getan. Menschen und Organisationen müssen sich nicht nur emotional, sondern auch methodisch auf einen dauerhaften Wandel einstellen. Da das Ergebnis des Wandels nicht in allen Punkten absehbar ist, wird eine hohe und dauerhafte Anpassungsfähigkeit unverzichtbar.

New Work

Parallel zum äußeren Wandel verändert sich – besonders in den postindustriellen ­Gesellschaften – die Einstellung der Menschen zu ihrer Arbeit: Sinngebung (PurposePurpose), Wertschätzung, flache Hierarchien, fluide Strukturen statt der früheren »Silos« sind gefragt. Einige dieser Aspekte hat Frithjof BergmannBergmann, Frithjof in den 1980ern mit seinem Konzept von New WorkNew Work vorweggenommen, das sich im deutschsprachigen Raum erst in den letzten 10 Jahren voll entfaltet hat. Der Fachkräftemangel verleiht diesen Erwartungen besonderen Nachdruck: Die Arbeitgeber können es sich gar nicht leisten, sie zu ignorieren. Wenngleich damit eine höhere Arbeitszufriedenheit erreicht wird, bedeutet New Work auch eine Umstellung, bei der sich insbesondere die Führung an diese Werte anpassen muss.

Lösungsangebot

Das vorliegende Buch soll in solchen Phasen Orientierung geben und eine methodische Unterstützung für die Umsetzung von Innovation und Transformation bieten.

Die Rahmenbedingungen und Skills, die erforderlich sind, um im beständigen Wandel Erfolg zu haben, sind keine Kaffeesatzleserei, sie können klar benannt werden:

Die kontinuierliche Analyse der Kundenbedürfnisse richtet die Organisation inhaltlich aus.

Das Denken in Innovationen hilft, vorhandene Denkmuster und Konventionen zu hinterfragen.

Die Kombination aus Kundennutzen und Erlösmodell bei gegebenen Kosten sichert die ProfitabilitätProfitabilität.

Prozesse und Systeme sind »Erfüllungsgehilfen« und müssen flexibel angepasst werden können.

Design ThinkingDesign Thinking hat seinen Funktionstest längst bestanden und ist zu einer festen Größe im Innovationsmanagement geworden. Die gute Anwendbarkeit und Wirksamkeit der Methode DesignAgility wurde von vielen Moderator*innen seit Erscheinen des ersten Buchs der Autoren im Jahr 2017 durch zahlreiche Projekte in Unternehmen und Hochschulen bestätigt. Durch die internationale Nachfrage wurde DesignAgility 2019 ins Englische übersetzt und insbesondere im angelsächsischen Raum vielfach in Projekten eingesetzt. Die vielen Erfahrungen und Anregungen sind in dieses vorliegende Buch eingeflossen.

Wie in Kapitel 3 ausgeführt wird, kann man sich mit diesem Buch erst einlesen oder auch sofort in ein InnovationsprojektInnovationsprojekt starten. DesignAgility ist Plug-and-play, denn …

Innovation lebt vom Ausprobieren,

frühe Perfektion ist nicht das Ziel,

dynamische Märkte brauchen flexible Methoden,

DesignAgility passt maßgeschneidert für den Direktstart von Veränderungsvorhaben.

Dieses Buch bietet Ihnen weitere Implementierungsaspekte für die Verstetigung von Veränderungen in Ihrer Organisation, um die Zukunft greifbar zu machen und systematisch zu entwickeln.

Die Dynamiken in den Märkten der Welt beinhalten große Herausforderungen, bieten jedoch auch zahlreiche Chancen, die DesignAgility direkt aufgreift. Neben dem Buch werden ergänzende Downloads unter www.designagility.de zur Verfügung gestellt. ­Diese Materialien sind für die konkrete Umsetzung der DesignAgility in Innovationsworkshops und längerfristigen Veränderungsvorhaben gedacht. Zudem helfen sie, künftige Ergänzungen schnell und komfortabel anbieten zu können. Gleichzeitig bietet www.designagility.de Neuigkeiten zu Events, aktuelle Veröffentlichungen und Kontaktmöglichkeiten zu den Autoren.

Im vorliegenden Buch wurde für eine bessere Lesbarkeit häufig grammatikalisch die maskuline Form verwendet (generisches Maskulinum), die alle Geschlechter ­einbezieht. Namensbezeichnungen wurden rein zufällig gewählt und entsprechen keinen realen Personen. Selbstverständlich möchten wir gender- und herkunftsneutral alle Zukunftsgestalter und -gestalterinnen zu der Lektüre von DesignAgility einladen, die sich für Innovation und Transformation interessieren.

Die folgende Grafik zeigt auf einen Blick, was die Leser in den folgenden ­Kapiteln erwartet: eine Methode mit acht Phasen, die jeweils aus zwei Schritten ­bestehen. Sie stellen eine klar definierte Abfolge dar und greifen zum Teil aufeinander zurück.

Der DesignAgility-Prozess wird im Detail in den Kapiteln 1–8 erläutert, begleitet von einem Fallbeispiel, das durch alle acht Kapitel geführt wird. Den Rahmen bilden vier einleitende und vier ausleitende Kapitel am Schluss, die jeweils römisch nummeriert sind (Kap. I–IV und Kap. V–VIII).

Abb. 1:

Die acht Phasen des DesignAgility-Prozesses

Wie hinter fast allen Büchern verbergen sich auch hinter diesem Personen und Unterstützung, für die wir uns in aller Form bedanken möchten. Der Studienkommission für Hochschuldidaktik des Landes Baden-Württemberg danken wir für die finanzielle Förderung des zugrunde liegenden ersten Leitfadens im Jahr 2014. Layout und Grafik von Alena Hof unterstützen das Konzept hervorragend, auch ihr danken wir sehr. Gleiches gilt für die Visual Graphics unserer Persona von Nina Blum (Neef) und die Gestaltung des Cover-Icons durch Jens Nordmann. Nicole Fröhlich danken wir sehr für die kompetente Unterstützung bei den Grafiken. Das Redesign der zum Buch gehörenden Work­sheets durch Laura Evers ist ein wertvoller Beitrag, für den wir ihr sehr dankbar sind. Schließlich bedanken wir uns beim Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart für das erneute Angebot zur Veröffentlichung und die seit Jahren gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und am allerwichtigsten: Das zweite Buch verdanken wir vor allen Dingen unseren vielen Lesern und Leserinnen und Unternehmen, mit denen wir gemeinsam zahlreiche Transformations- und Innovationsprojekte umsetzen durften. Die permanente Veränderung zu begleiten und das Wissen aus der Anwendung von DesignAgility aus der Praxis hier wieder in einem weiteren Buch zu veröffentlichen macht uns sehr stolz und lässt uns mit Vorfreude auf viele weitere Herausforderungen und Chancen, denen wir gern mit Ihnen begegnen, blicken.

I Für wen ist DesignAgility gedacht?

»They always say time changes things, but you actually have to change them yourself.«

Andy Warhol

Das eigene Angebot immer wieder aufs Neue an den Bedürfnissen der eigenen Zielgruppe auszurichten, ist der Dreh- und Angelpunkt eines jeden marktorientierten Unternehmens. Auch dieses Buch richtet sich konsequent an seiner Zielgruppe aus. Für sie wurde DesignAgilityDesignAgility, Hauptzielgruppen entwickelt, und für sie entstand die neue, erweitere Auflage dieses Buches. DesignAgility unterstützt alle, die Innovation mit Transformations- oder Veränderungsprozessen zu ihrer Aufgabe gemacht haben.

Solche Tätigkeiten finden sich häufig bei:

Business Developer*innen,

Innovationsmanager*innen,

Transformationsmanager*innen,

Audience Developer*innen,

Führungskräften,

Change Manager*innen.

Entscheidend ist also mehr die eigene Tätigkeit als das Unternehmen, in dem man arbeitet. Innovation, Transformation und Change geschehen überall, die Erwartung an eine konstante Veränderungsfähigkeit der Menschen in Unternehmen wächst stetig. Wir haben einige Menschen mit Tätigkeiten, die diese Veränderungen stark treiben oder begleiten, als beispielhafte Persona für unsere DesignAgility gewählt. Diese Menschen helfen mit, die Zukunft ihres Unternehmens zu sichern – dabei möchten wir sie unterstützen.

Warum DesignAgility? Use-Cases

»Innovationsfähigkeit ist der Schlüssel zu langfristigem Unternehmenserfolg« (Lead Innovation 2021)

Eine Analyse des Aktienindex Standard & Poor’s 500 hat 2021 eindrucksvoll belegt, wie wichtig die Innovationsfähigkeit für das Fortbestehen von Unternehmen ist. Der Begriff InnovationInnovation steht hier stellvertretend für Veränderungen, die die Zukunft eines Unternehmens sichern. Neben einer Produkt- oder Serviceinnovation kann das natürlich auch die Anpassung an die Sustainability Development Goals (SDG) oder andere Ziele sein. Führungskräfte sind sich darin einig, dass Innovationsideen künftig aus allen Bereichen und Ebenen eines Unternehmens einfließen sollen. Der Anlass für ein ­Innovations-, Transformations- oder Change-Projekt – und damit der Ausgangspunkt von DesignAgilityDesignAgility, Ausgangspunkt als Innovationsmethode – kann ganz verschieden sein, er kann:

vom Top-Management initiiert sein,

aus der täglichen Arbeit einer Abteilung resultieren,

von Kooperationspartnern oder Absatzmittlern angestoßen werden,

von den Kunden direkt als Anregung oder Beschwerde übermittelt werden,

auf Vorschläge anderer Stakeholder zurückgehen oder auch

durch die digitale TransformationTransformation, digitale im Markt ausgelöst werden.

All diese Impulse münden in eine ähnliche Situation: Es besteht Handlungsbedarf, der betreffende Impuls wird in ein Ziel überführt, mit dessen Erreichung eine Gruppe von Menschen im Unternehmen beauftragt wird.

Dies kann entweder in Form eines Projektes geschehen, dann wird ein Projektteam ­damit beauftragt, eine Lösung zu entwickeln. Möglicherweise nimmt eine Person im Team dabei eine führende oder moderierende Rolle ein. Sie sollte dann mindestens ebenso gut mit der Vorgehensweise vertraut sein wie der Rest des Teams. Themen der Zukunftssicherung können aber auch als implizite, kontinuierliche Aufgabe in die Arbeitsweise aller Beschäftigten des Unternehmens integriert werden. Eine strukturierte, aber flexibel anpassbare Methode soll helfen, diese Teamarbeit zu unterstützen, Risiken zu beherrschen und greifbare Ergebnisse zu erreichen.

DesignAgility ist eine für Praktiker entwickelte Innovationsmethode, die bereits vor Erscheinen des ersten Buches 2017 in einer Reihe von Workshops und Projekten erprobt und seitdem kontinuierlich verbessert wurde. DesignAgility bietet dadurch eine praxisnahe Methode, die die Vorteile von Design Thinking, agilem ProjektmanagementProjektmanagement, agiles und Storytelling produktiv miteinander verbindet. Sie hilft konkrete Ziele zu erreichen wie auch einen Bewusstseinswandel im Unternehmen herbeizuführen bzw. zu unterstützen.

Seit 2019 ist DesignAgility durch die englische Auflage auch international im Einsatz. Insbesondere im angelsächsischen Raum findet DesignAgility großen Anklang. Die Erfahrungen aus den Anwendungen in Workshops und Feedback von Teilnehmenden und Leser*innen des Buches sind ebenfalls mit in die vorliegende erweiterte Neuauflage eingeflossen.

Wie? Der Einsatz von DesignAgility

DesignAgility basiert als Methode auf Grundsätzen, die sowohl auf eine »VUKA-WeltVUKA-Welt« (volatil, unsicher, komplex und ambivalent) zugeschnitten sind als auch die Herausforderungen in der zunehmenden »BANI-WeltBANI-Welt« – brittle (brüchig), anxious (ängstlich, ­besorgt), non-linear (nicht-linear) und incomprehensible (unbegreiflich) – aufgreifen. Auf diesen Ebenen versteht sich DesignAgility als Beitrag zu einem strategischen Diskurs zur digitalen Transformation und Zukunftssicherung von Unternehmen und Organisationen.

Parallel ist die Methode auf die konkrete Arbeit in Projekten und Workshops ausgerichtet. Als Ausgangspunkt dient eine Innovationsfrage oder eine Veränderungsaufgabe, die im Design Thinking als Challenge bezeichnet wird. DesignAgility setzt dort an, wo sich Menschen in einem Team zusammensetzen, um nach einer Antwort und Lösung für ein Problem oder eine Herausforderung zu suchen: die Challenge.

Wie nutzen Sie dieses Buch?

Als systematische Lektüre, um die Grundlagen und Prinzipien der Methode zu verstehen,

als konkrete Vorbereitung auf ein Innovations-/Change-Projekt und kontinuierliche Innovationsarbeit,

als Leitfaden während eines InnovationsprojektInnovationsprojektes bzw. -workshops.

Beim ersten Blick ins Buch empfiehlt sich die chronologische Lektüre. Für den zweiten Aufschlag von DesignAgility kann man mit Kapitel IV beginnen, um sich direkt auf ein Innovationsprojekt bzw. kontinuierliche Innovationsarbeit vorzubereiten. Für alle weiteren Griffe zum Buch mit dem Ziel einer konkreten Anwendung und den direkten Start eines Innovationsprojektes kann man die Kapitel 1–8 zu den Hauptphasen der DesignAgility immer direkt vor und während der Projektarbeit und z. B. innerhalb eines Workshops zurate ziehen. Die konkreten Arbeitsschritte einschließlich der benötigten Hilfsmittel zur Durchführung lassen sich direkt in die Praxis umsetzen.

Es sind nur einige wenige Voraussetzungen zu beachten, damit DesignAgility als ­Methode greift und brauchbare Ergebnisse zutage fördert (s. dazu Kap. IV »Wie starte ich DesignAgility? Von der Strategie in die Umsetzung«).

Für den Einstieg bieten die Autoren ebenfalls Seminare und Workshops sowie verschiedene Möglichkeiten zur Beratung und Umsetzung zum Thema an, in denen die Methode erläutert und anhand beispielhafter Challenges praktisch angewendet wird. Von kurzen Einstiegsformaten bis hin zur Begleitung und Beratung der ersten Umsetzung Ihrer konkreten Veränderungsvorhaben sind wir jederzeit ansprechbar – bei Ihnen vor Ort oder natürlich auch in virtuellen Settings. Auf der Website www.designagility.de finden Sie alle Informationen und weiterführende Downloads.

Bei allen unterstützenden Angeboten kann es sein, dass DesignAgility von den Anwendern zunächst als andersartig und eventuell etwas fremd wahrgenommen wird. Wie der »Innovationsmonitor« im Jahr 2020 (Lenz et.al. 2020) am Beispiel der Publishingbranche gezeigt hat, kann die Innovationskultur in Unternehmen sehr unterschiedlich sein – davon hängt sicher auch die erste Wahrnehmung der DesignAgility ab:

DesignAgility setzt mit der Discovery früher an als andere Innovationsmethoden.

DesignAgility integriert die Zielgruppe in das Denken über neuartige Produkte und Lösungen.

DesignAgility kontaktiert die Zielgruppe während eines Innovationsprozesses mehrfach.

DesignAgility hebt die besonderen Potenziale gemischter Teams.

Wie das Autorenteam selbst feststellen konnte, fördert die Methode im internationalen Vergleich mehr Kundenwissen (»consumer insights«) zutage. Während besonders in Nordamerika beim Design Thinking viel früher mit der Ideengenerierung begonnen wird, ermöglichen Discovery und Interpretation ein »qualifiziertes BrainstormingBrainstorming, qualifiziertes« mit aktualisierten PersonaPersonas, Marktdaten und einer Wettbewerbsanalyse aus Sicht der Zielgruppe.

»Sechs Personas stehen beispielhaft für die Vielfalt der Zukunftschaffenden, für die DesignAgility entwickelt wurde«

Abhängig von der etablierten Innovationskultur kann DesignAgility zahlreiche neue Arbeitsweisen enthalten. Um dies für die unterschiedlich ausgeprägten Zukunftsschaffenden zu veranschaulichen, wurden für dieses Buch aktuelle Personas modelliert, die beispielhaft für die Breite und Heterogenität der ZielgruppeZielgruppe, HeterogenitätZielgruppesiehe auch Audience Development, Teilzielgruppen stehen. Sie bieten typische Blickwinkel und Interessenslagen, so wie sie dem Autorenteam in zahlreichen Projekten begegnet sind und regelmäßig begegnen. Sie haben demzufolge auch unterschiedliche Innovationsziele, die später präsentiert werden. Eine der Personas (Luca) wird am Ende aller acht Hauptkapitel (Abschnitt »Anwendungsbeispiel«) auch in Form einer Case-StudyCase-Study präsent sein, um die Anwendung der Methode zu illustrieren. Auf den folgenden Seiten werden die einzelnen Personas mit ihren beispielhaften DesignAgility-Challenges kurz porträtiert.

Sechs beispielhafte Personas

Business Developer

Chris, 38 Jahre, arbeitet als Business DeveloperBusiness Developer, Persona in einem alteingesessenen Familienunternehmen, das mit 15.000 Mitarbeiter*innen ein Hidden Champion und Weltmarktführer als Anbieter von spezialisierten Wohnmobilen ist. Seine Kernaufgabe besteht darin, neben der Produktsparte ein Dienstleistungsangebot zu entwickeln und zu etablieren. Mit diesem sollen jüngere und flexiblere Zielgruppen bedient werden, die mit einem Wohnmobil Urlaub machen, aber keines besitzen möchten (»Sharing Economy«). Der Wettbewerb, unter anderem Vermietplattformen, wächst stark, die Bestandskunden altern, die Absatzzahlen gehen zurück. Chris braucht deshalb ein Methodenset, das hilft, die Bedürfnisse und das Nutzungsverhalten dieser Zielgruppe besser zu verstehen, um innovative Angebote zu entwickeln, die weggehen von »Ich verkaufe ein Wohnmobil« hin zu »Ich verkaufe einen Service und eine Dienstleistung aufbauend auf unseren Kernprodukten«. Für ihn und das Unternehmen insgesamt ist entscheidend, auch skeptische, bodenständige Mitarbeiter*innen zum innovativen Denken zu bewegen und Innovationen als Dauerbewegung im Alltag zu etablieren.

InnovationsmanagerInnovationsmanager, Persona

Laura