Interkulturelle Kompetenz bei der Feuerwehr - Alexander Scheitza - E-Book

Interkulturelle Kompetenz bei der Feuerwehr E-Book

Alexander Scheitza

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Beschreibung

In einer kulturell immer vielfältigeren Gesellschaft ist Interkulturelle Kompetenz auch für die Feuerwehr eine Schlüsselqualifikation. Sie ist Voraussetzung für erfolgreiches Handeln in vielen Einsatzsituationen und hilft, Mitglieder aus anderen Bevölkerungsgruppen zu gewinnen und zu integrieren. Das Buch untersucht die interkulturellen Herausforderungen der Feuerwehr. Es zeigt auf, wie sich die Feuerwehr interkulturell weiter öffnen kann und wie die interkulturellen Kompetenzen von Angehörigen der Feuerwehr weiter entwickelt werden können.

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Seitenzahl: 196

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Alexander Scheitza

[3]Interkulturelle Kompetenz bei der Feuerwehr

Herausforderungen und Perspektiven

Verlag W. Kohlhammer

[4]Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.

Es konnten nicht alle Rechtsinhaber von Abbildungen ermittelt werden. Sollte dem Verlag gegenüber der Nachweis der Rechtsinhaberschaft geführt werden, wird das branchenübliche Honorar nachträglich gezahlt.

1. Auflage 2021

Alle Rechte vorbehalten

Umschlagbild: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-035902-4

E-Book-Formate:

pdf: ISBN 978-3-17-0350904-8

epub: ISBN 978-3-17-035905-5

mobi: ISBN 978-3-17-035906-2

Für den Inhalt abgedruckter oder verlinkter Websites ist ausschließlich der jeweilige Betreiber verantwortlich. Die W. Kohlhammer GmbH hat keinen Einfluss auf die verknüpften Seiten und übernimmt hierfür keinerlei Haftung.

[5]Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Eine kurze Kulturgeschichte der deutschen Feuerwehr

1.1   Interkulturelle Wurzeln

1.2   Revolutionärer Geist

1.3   Ausbreitung und Vielfalt

1.4   Die Kaiserzeit: Militarisierung und Corpsgeist

1.5   In der Weimarer Republik: Auf der Suche nach einer Rolle im neuen System

1.6   Im Nationalsozialismus: Vom bürgerschaftlichen Selbsthilfeverein zur gleichgeschalteten technischen Hilfstruppe der Ordnungspolizei

1.7   Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg: Zwischen Kontinuität und Verdrängung

1.8   Modernisierung: Wiederaufleben internationaler Kontakte und erste Frauen bei der Feuerwehr

2 Das Ehrenamt in Deutschland: Geschichte und Trends vor dem Hintergrund einer kulturell vielfältigen Gesellschaft

2.1   Entstehung von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement

2.2   Begriffsverwendungen für den Bereich Ehrenamt und Engagement

2.3   Aktuelle Trends in Deutschland

2.4   Ehrenamtliches Engagement unter den Herausforderungen des demografischen Wandels

2.5   Freiwilliges Engagement im internationalen Vergleich

2.6   Engagement von Migrant*innen in Deutschland

2.7   Integration durch bürgerschaftliches Engagement

2.8   Fazit: Doppelter Mehrwert durch Öffnung und Information

3 Feuerwehr heute

3.1   Funktionen der Feuerwehr

3.2   Mitgliederentwicklung

3.3   Kultur der Feuerwehr

4 Interkulturelle Herausforderungen der Feuerwehr

4.1   Warum Kultur zu einer Herausforderung werden kann

4.2   Kulturelle Faktoren im Einsatzgeschehen

4.3   Kulturelle Faktoren bei Mitgliedergewinnung und Mitgliederhaltung

5 Interkulturelle Öffnung

5.1   Begriffsklärung

5.2   Chancen und Risiken kultureller Vielfalt

5.3   Interkulturelle Öffnung als Prozess

5.4   Wie interkulturell offen ist die Feuerwehr?

5.5   Bereiche interkultureller Öffnung und Ansatzpunkte für die Feuerwehr

5.6   Chancen und Herausforderungen interkultureller Öffnung der Feuerwehr: Ein Resümee

6 Interkulturelle Kompetenz

6.1   Stand der Forschung

6.2   Fünf Bereiche Interkultureller Kompetenz

6.3   Feuerwehrspezifische interkulturelle Kompetenzen

7 Vermittlung interkultureller Kompetenz bei der Feuerwehr

7.1   Ziele interkultureller Trainings

7.2   Baustein »Bedeutung des Faktors Kultur«

7.3   Baustein »Kulturelle Unterschiede«

7.4   Baustein »Verhaltensanalyse mit dem KPS-Modell«

7.5   Baustein »Unconscious Bias, Stereotype und Diskriminierung«

7.6   Baustein »Dynamik interkultureller Kontaktsituationen«

7.7   Baustein »Bewusstmachung von Standards und Orientierungen der Feuerwehr«

7.8   Baustein »Einfache Sprache«

7.9   Baustein »Kommunikation mit Personen mit anderen Kommunikationsgewohnheiten«

7.10  Baustein »Von Unterschieden zum gemeinsamen Handeln«

8 Tipps für die Vermittlung interkultureller Kompetenz

8.1   Strukturelle Hindernisse interkultureller Weiterbildungen bei der Feuerwehr

8.2   Persönliche Widerstände gegen interkulturelle Weiterbildungen

8.3   Rahmenbedingungen für erfolgreiche interkulturelle Weiterbildungen

8.4   Kontextbewusste Weiterbildungskonzeption

8.5   Die Akzeptanz des/der Seminar- bzw. Lehrgangsleiter*in

8.6   Umgang mit Widerständen im Seminarraum

9 Resümee

Literaturverzeichnis

[9]Einleitung

Am 3. Februar 2008 kam es in Ludwigshafen zu einem verheerenden Brand in einem von türkeistämmigen Migrantinnen und Migranten bewohnten Haus. Neun Personen kamen dabei ums Leben, 60 wurden verletzt. Tragödien in dieser Größenordnung sind in Deutschland zum Glück sehr selten. Zu einem besonderen Ereignis wurde dieser Hausbrand nicht nur wegen der Anzahl der Opfer, sondern noch aus einem anderen Grund: Türkischsprachige Medien berichteten in den Tagen danach, dass Feuerwehr und Polizei nicht schnell genug gehandelt hätten. In den Wochen nach dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann tätlich angegriffen, andere erhielten Morddrohungen, viele Feuerwehrangehörige wurden beschimpft. Erst als der Verdacht einer Ungleichbehandlung widerlegt werden konnte und nach aktiver Aufklärungsarbeit in der türkischen Community Ludwigshafens glätteten sich langsam die Wogen.

Laut den regelmäßig durchgeführten Umfragen des Forsa-Instituts genießt der Beruf des Feuerwehrmanns bzw. der Feuerwehrfrau mit das höchste Ansehen aller Berufe in Deutschland. Entsprechend groß war bei der Feuerwehr das Erstaunen über die Vorwürfe und das Entsetzen über die Übergriffe in den Wochen nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen. Ganz offensichtlich gab es eine Bevölkerungsgruppe, die nicht ganz so positiv über die deutsche Feuerwehr dachte oder bei der zumindest diese positive Sicht auf sehr wackeligen Beinen stand. Der Hausbrand von Ludwigshafen rückte schlagartig die kulturelle Vielfalt in Deutschland in die Aufmerksamkeit der Feuerwehr: Wie werden wir bei nicht deutschstämmigen Mitbürger*innen wahrgenommen? Was wissen Menschen mit Migrationshintergrund über uns und unsere Arbeit? Und schließlich: Was müssen wir tun, um bei den sich ändernden gesellschaftlichen Bedingungen auch in Zukunft erfolgreich unsere Aufgaben zu erfüllen?

Im darauffolgenden Jahr nahm auch die erste Feuerwehr Kontakt mit dem interkulturellen Weiterbildungsinstitut auf, dem ich angehöre. Seitdem nimmt die Arbeit mit Berufsfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren einen nicht unerheblichen Teil meiner Tätigkeit als interkultureller Trainer ein. Für einen Trainer ohne eigene Feuerwehrerfahrung war das Feuerwehrwesen zu Beginn Neuland. In den Jahren der gemeinsamen Arbeit konnte ich aber immer tiefer in das »Feuerwehruniversum« eintauchen und die Feuerwehr ist mir in dieser Zeit immer mehr ans Herz gewachsen. Die Tätigkeit von Einsatzkräften ist in doppeltem Sinn sozial: Sie setzen sich – teilweise unter Lebensgefahr – für das Gemeinwesen ein und tun dies auf eine [10]Art und Weise, die meist nur im Verbund mit Kameradinnen und Kameraden erfolgreich sein kann. Ein bestimmter Menschentyp ist mir bei der Feuerwehr häufig begegnet: Mit Nüchternheit blickt er auf ein Geschehen, mit Leidenschaft setzt er sich bei seiner Tätigkeit ein und mit Warmherzigkeit genießt er das kameradschaftliche Miteinander.

Aber nicht immer war die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr spannungsfrei. In einem Großprojekt mit einer Berufsfeuerwehr wurden meine Kolleg*innen und ich belehrt, dass nicht jeder Feuerwehrmann/-frau darauf gewartet hat, seine/ihre interkulturellen Kompetenzen weiter auszubauen. Die zugenommene kulturelle Vielfalt in der deutschen Gesellschaft wurde von nicht wenigen Kamerad*innen skeptisch betrachtet, die notwendigen Anpassungsleistungen einseitig von Migrant*innen erwartet. Dass ein gekonnter Umgang mit interkulturellen Herausforderungen heutzutage auch Teil der eigenen Professionalität sein muss, war nicht auf Anhieb einsichtig. Nach mehreren gelungenen Kooperationen mit Feuerwehren und einer Vielzahl interkultureller Weiterbildungen für Sicherheitskräfte und öffentliche Verwaltungen zeigte uns dieses Projekt auf, dass gelegentlich sehr grundlegende Überzeugungsarbeit zu leisten ist und die Rahmenbedingungen einer Weiterbildung nicht vernachlässigt werden dürfen, damit eine interkulturelle Weiterbildung auch erfolgreich sein kann. Um mit solchen – menschlich ja durchaus nachvollziehbaren – Widerständen umzugehen und Angehörige der Feuerwehr in interkulturellen Weiterbildungsveranstaltungen dort abzuholen, wo sie sich in ihrer Auseinandersetzung mit interkulturellen Themen gerade befinden, haben meine Kolleg*innen und ich unser Repertoire an Inhalten und Methoden im Anschluss an diese Erfahrung beständig ausgebaut und verfeinert.

In den letzten Jahren ist neben dem Einsatzgeschehen eine weitere interkulturelle Herausforderung in das Blickfeld der Feuerwehr geraten: Während die deutsche Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten kulturell immer vielfältiger geworden ist, sind die in der Feuerwehr Tätigen fast ausschließlich deutscher Herkunft. Menschen mit nicht-deutschen Wurzeln scheinen nur selten den Weg in die Feuerwehr zu finden. Migrantinnen und Migranten in die Feuerwehr zu integrieren, ist aber nicht nur ein Gebot gesellschaftlicher Mitverantwortung. Aufgrund rückläufiger Mitgliedszahlen wird es vor allem für die Freiwillige Feuerwehr zu einer puren Notwendigkeit, verstärkt auch Mitglieder aus anderen Bevölkerungsgruppen zu gewinnen, um auch in Zukunft erfolgreich ihren Auftrag zu erfüllen. Es stellen sich die folgenden Fragen: Wie erreicht man diese Gruppen? Wie kann man Menschen mit Migrationshintergrund für die Feuerwehr begeistern? Welche Strategien und welche Argumente sprechen diese Zielgruppe an? Inwiefern muss die Feuerwehr ihre eigene »Kultur« überdenken und an manchen Stellen vielleicht modifizieren?

[11]Dieses Buch basiert auf einer Vielzahl von Weiterbildungsveranstaltungen und Gesprächen mit Feuerwehrangehörigen. Es widmet sich sowohl den interkulturellen Herausforderungen im Einsatzgeschehen als auch bei der Gewinnung von Mitgliedern. In den ersten vier Kapiteln beschreibt es den Status quo der deutschen Feuerwehr. Kapitel 1 blickt dabei in die Vergangenheit und stellt die wechselhafte Geschichte des Feuerwehrwesens in Deutschland bis zur Wiedervereinigung dar. Der Autor Rolf Schamberger (Leiter des Deutschen Feuerwehrmuseums in Fulda) beschreibt die interkulturellen Wurzeln der deutschen Feuerwehr und zeigt auf, wie diese sich immer wieder an gesellschaftliche Bedingungen angepasst hat bzw. anpassen musste.

Kapitel 2 beschäftigt sich allgemein mit dem Ehrenamt, seiner Geschichte sowie den Entwicklungen von bürgerschaftlichem Engagement in jüngster Zeit. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Verhältnis von Menschen mit Migrationshintergrund zu einer ehrenamtlichen Betätigung: Welche Erfahrungen und Prägungen beeinflussen die Sicht dieser Bevölkerungsgruppe auf ehrenamtliche Tätigkeiten? Welche Herausforderungen stellen sich für Ehrenamtsorganisationen wie der Feuerwehr? Welche Chancen bietet das Ehrenamt sowohl für die Integration und Teilhabe von Migrant*innen als auch für Ehrenamtsorganisationen wie die Feuerwehr?

Kapitel 3 betrachtet die aktuelle Situation der deutschen Feuerwehr. Die Mitglieder- bzw. Beschäftigtenstruktur von Freiwilliger und Berufsfeuerwehr wird dabei dem aktuellen gesellschaftlichen Profil der Bundesrepublik Deutschland gegenübergestellt. In den Blick genommen werden darüber hinaus auch die Motive, die Menschen in die Feuerwehr führen. Daneben wird ein Versuch unternommen, die »Kultur« der Feuerwehr herauszuarbeiten. Auf der Grundlage der Struktur- und Kulturbeschreibungen in Kapitel 3 werden in Kapitel 4 die interkulturellen Herausforderungen der deutschen Feuerwehr dargestellt. Anhand eines Fallbeispiels wird erläutert, wie sich kulturelle Faktoren im Einsatzgeschehen bemerkbar machen können. Anschließend wird aufgezeigt, welche kulturellen Faktoren auch bei der Mitgliedergewinnung eine Rolle spielen können.

Die Kapitel 5 und 6 verknüpfen die Feuerwehr mit interkulturellen Kernkonzepten. Kapitel 5 führt in die Grundlagen »Interkultureller Öffnung« ein. Dabei werden zunächst die mit dem Konzept verbundenen Vorstellungen und Perspektiven erklärt. Mithilfe eines Typenmodells wird daraufhin analysiert, wie sich die Feuerwehr gegenwärtig zu kultureller Vielfalt positioniert. Daraus abgeleitet werden die für eine weitere interkulturelle Öffnung der Feuerwehr notwendigen Schritte. Eine Darstellung möglicher Öffnungsmaßnahmen in den Bereichen Organisationsentwicklung und Personalentwicklung rundet das Kapitel ab. Kapitel 6 fokussiert auf Interkulturelle Kompetenz als individuelle Voraussetzung für eine interkulturelle Öffnung, [12]aber auch als Grundlage für erfolgreiches Handeln in Einsätzen, in denen der Faktor Kultur eine Rolle spielt. Nach einer kurzen Darstellung grundlegender Überlegungen wird der Frage nachgegangen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten für Feuerwehrmänner und -frauen in kulturellen Überschneidungssituationen besonders relevant sind. Besonders aufschlussreich sind hier die Ergebnisse einer empirischen Studie, die zu diesem Zweck durchgeführt wurde.

Bei den Kapiteln 7 und 8 geht es schließlich um den Ausbau interkultureller Kompetenzen bei Feuerwehrangehörigen. Auf Grundlage der Kapitel 4, 5 und 6 werden in Kapitel 7 Zielhorizonte für interkulturelle Trainings bei der Feuerwehr formuliert und insgesamt neun Trainingsbausteine zur Förderung interkultureller Fähigkeiten vorgeschlagen. Da das Ingangsetzen von persönlichen Entwicklungsprozessen bei Weiterbildungsteilnehmenden nicht allein von Inhalten und Methoden abhängt, widmet sich Kapitel 8 den strukturellen Voraussetzungen für erfolgreiche Weiterbildungen sowie individuellen Widerständen gegen das interkulturelle Thema. Es beschreibt, wie sich die Rahmenbedingungen für Seminare und Trainings optimieren lassen und mit welchen Strategien und Handlungsschritten einer Skepsis oder Ablehnung von Weiterbildungsteilnehmenden begegnet werden kann.

Kapitel 9 resümiert die in den vorherigen Kapiteln dargestellten Herausforderungen und Perspektiven und wagt einen Ausblick auf die Zukunft der Feuerwehr in einer durch kulturelle Vielfalt gekennzeichneten Gesellschaft.

Dieses Buch wäre ohne die Unterstützung vieler Personen nicht denkbar. Mein Dank gilt an erster Stelle den Co-Autor*innen Rolf Schamberger, Ilka Volkmer, Susanne Hotop, Corinna Mailänder, Maruschka Güldner und Rainer Leenen für ihre Mitwirkung und die angenehme Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank geht auch an die Feuerwehr Lemgo und ihren Leiter Klaus Wegener für das Zurverfügungstellen historischer Aufnahmen, die das Kapitel 1 illustrieren. Anne Pin danke ich für ihre tatkräftige Unterstützung bei der empirischen Studie zu feuerwehrspezifischen interkulturellen Kompetenzen, die in Kapitel 6 dargestellt ist. Diese Studie wäre ohne die Mitwirkung der 21 Angehörigen von Freiwilligen Feuerwehren in Hessen, die sich von ihr und von mir befragen ließen, nicht möglich gewesen. Vielen Dank für diese Mitwirkung!

Der Hessischen Landesfeuerwehrschule, dem Landesfeuerwehrverband Hessen sowie dem Hessisches Ministerium des Innern und für Sport danke ich für die vertrauensvolle und außergewöhnliche Kooperation der letzten Jahre, besonders für die Bereitschaft, gemeinsam mit mir Weiterbildungsangebote immer weiter zu optimieren. Meinen Kolleginnen und Kollegen vom Kölner Institut für interkulturelle Kompetenz e. V. gilt mein Dank für die fortlaufende Inspiration bei der Beschäftigung [13]mit interkulturellen Fragestellungen und ganz konkret für die Tipps und Hinweise bei der Endredaktion des Buches. Besonders gerührt hat mich das spontane Entgegenkommen von 20 Feuerwehrangehörigen, die sich bereit erklärt hatten, das Manuskript dieses Buches durchzusehen und mir Rückmeldung zu geben. Herzlichen Dank euch allen! Euch und all den anderen leidenschaftlichen Feuerwehrmännern und -frauen, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte und die mein Verständnis der Feuerwehr vertieft haben, ist dieses Buch gewidmet.

Alexander Scheitza, April 2020

[14]1    Eine kurze Kulturgeschichte der deutschen Feuerwehr

Rolf Schamberger

1.1   Interkulturelle Wurzeln

Der 1818 in Heidelberg geborene Carl Metz gilt zu Recht als der führende Pionier in der Entwicklung des von Südwestdeutschland ausgehenden freiwilligen Feuerwehrwesens in Deutschland. Der in Mannheim ausgebildete Mechaniker kehrt nach Wanderjahren im französischen Elsass 1840 zurück in seine Heimat und beginnt seine berufliche Laufbahn als Werkführer in der seit 1838 bestehenden Betriebswerkstätte der Badischen Staatsbahn in Heidelberg (vgl. Feuerwehrverband BW (Hrsg.), 2018). Bereits zwei Jahre später gründet Metz in der Stadtmitte Heidelbergs seine eigene Fabrik, in der er bald auch kleinere Löschgeräte produziert. Die Spezialisierung auf Löschgeräte geschieht vermutlich aufgrund des Hamburger Brandes vom 5. bis zum 8. Mai 1842, einer Katastrophe, wie sie sich in deutschen Städten in diesem Umfang seit dem Dreißigjährigen Krieg nicht mehr ereignet hat. Der, ungeachtet einer vorhandenen Löschmannschaft, auswärtiger Hilfe und Sprengversuchen unter Artillerieeinsatz über Tage hinweg nicht eindämmbare Brand führt vor Augen, wie hoch und dringend der Reformbedarf hin zu einer effektiven Methodik der aktiven Brandbekämpfung ist. Heinrich Heine bringt es 1844 rückblickend in seinem Gedicht »Deutschland ein Wintermärchen« auf den Punkt:

»Baut eure Häuser wieder auf, Und trocknet eure Pfützen, Und schafft euch bessere Gesetze an, Und bessere Feuerspritzen!«

Der Weg von den städtischen Löschmannschaften, Rettungs- und Löschgesellschaften, oder wie sie sich auch immer nennen, hin zu einer effektiven Feuerwehr, die als Ausbildungs-, Ausrüstungs- und Organisationssystem in der Lage ist, dem überfallartig auftretenden Brand ebenso überfallartig entgegenzutreten, basiert in den deutschen Landen auf einem interkulturellen Transfer. Am 1. Juli 1810 endet der Ball anlässlich der Hochzeit des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte mit der österreichischen Prinzessin Marie-Louise mit einem verheerenden Brand, dem über 20 Menschen zum Opfer fallen (manche Quellen sprechen von bis zu 90!). Dies schockiert Bonaparte derart, dass er das Pariser Pompier-Corps straff unter energi[15]scher Kommandoführung als vollständig militärische Formation reorganisiert. Carl Metz kopiert später nicht nur die technische Ausrüstung der Franzosen, sondern ebenso die Organisation der Brandbekämpfung. Gemeinsam mit dem Stadtbaumeister Christian Hengst aus Durlach formt er 1846 die älteste Feuerwehr Deutschlands: das Durlacher Pompier-Corps. Der französische Name Pompier-Corps weist augenscheinlich auf den Ideen- bzw. Impulsgeber hin (vgl. Schunck, 1996).

Der heute gebräuchliche Name »Feuerwehr« ist erstmals in der Karlsruher Zeitung No. 318 vom 19. November 1847 nachweisbar. Was ist geschehen? Am 28. Februar 1847 ist im Hoftheater in Karlsruhe ein verheerender Brand ausgebrochen, der die städtischen Löschanstalten völlig überfordert. In überörtlicher Hilfeleistung rückt nur 36 Minuten später das zitierte Pompier-Corps aus dem benachbarten Durlach an und löscht mit seinem eingeübten Personal den Brand fachmännisch (vgl. Strumpf, o. J.). Der grundlegende Unterschied zur Herangehensweise der üblichen städtischen Löschanstalten liegt augenscheinlich im direkten (Lösch-)Angriff des eigentlichen Brandherdes und nicht in der (Lösch-)Verteidigung der umliegenden Gebäude. Diese, aus dem militärischen Sprachgebrauch entnommene Ausdrucksweise, schlägt sich auch in der, an den Begriff »Bürgerwehr« erinnernden, neuen Namensgebung Feuerwehr nieder.

1.2   Revolutionärer Geist

Während sich das Durlacher Pompier-Corps noch nicht aus vorwiegend Freiwilligen rekrutiert, so wird hingegen noch 1847 in Karlsruhe die erste tatsächlich »Freiwillige Feuerwehr« gegründet. Vom südwestdeutschen Raum ausgehend setzt sich in den kommenden Jahrzehnten das auf Vereinsbasis organisierte Freiwillige Feuerwehrwesen nun sukzessive in den anderen deutschen Ländern durch, sofern die dortige Obrigkeit dieses aus Angst vor dem revolutionären Gedankengut, welches vielen frühen Feuerwehren innewohnt, nicht explizit verhindert. Ursache hierfür ist das Engagement vieler (meist temporär verbotener) Turnvereine, die sich in den Befreiungskriegen gegen Napoleon gebildet hatten, in dieser neuen Form des auf örtlicher Ebene organisierten aktiven Brandschutzes (vgl. Internationale Arbeitsgemeinschaft für Feuerwehr- und Brandschutzgeschichte im CTIF (Hrsg.), 2011). Heutzutage würde man von einer basisdemokratischen Bürgerbewegung sprechen. Der Geist dieser frühen Jahre wird in Bild 1 in der Lässigkeit der Selbstdarstellung erkennbar. Das revolutionäre Potenzial der frühen (südwest-)deutschen Feuerwehren ist im Rahmen der durch die preußische Armee vorgenommenen Beschießung von Stützpunkten der republikanischen Truppen in Folge der bürgerlichen Revolution doku[16]mentiert, denn es will dort einfach nicht brennen! »Erst nach deren Besetzung löst sich das Rätsel: die überall eingeführten Freiwilligen Feuerwehren haben dem Artilleriebeschuss entgegengewirkt. Beeindruckt lässt sich Kronprinz Wilhelm (später Kaiser Wilhelm I.) vom Fabrikanten Metz informieren […].« (Strumpf, o. J., S. 18).

Bild 1: Die Feuerwehr Lemgo 1889 (Quelle: Archiv Freiwillige Feuerwehr/Alte Hansestadt Lemgo) [zurück]

Das Misstrauen gegenüber den mit der liberalen bürgerlich-demokratischen Unabhängigkeitserhebung von 1848/49 sympathisierenden Freiwilligen führt letztendlich in der preußischen Residenzstadt Berlin 1851 zur Gründung der ersten bezahlten Berufsfeuerwehr unter Aufsicht des Generalpolizeidirektors Karl Ludwig Friedrich von Hinkeldey (*1805), der in seiner Funktion auch jeglichen demokratisch-revolutionären Kräften entschieden entgegentreten muss. Der 1811 geborene Ludwig Carl Scabell wird zum Königlichen Branddirektor ernannt und als solcher mit der Umsetzung dieser Aufgabe betraut.

Währenddessen nimmt der Heidelberger Fabrikbesitzer Carl Metz häufig die Gelegenheit wahr, im Rahmen von Turnfesten einem überregionalen Publikum seine »High-Tech-Produkte« der Brandbekämpfung vorzuführen. Dabei informiert er auch mit Hilfe von Flugblättern über die zweckmäßige Ausrüstung, die militärische [17]Ausbildung an den Geräten und die rechtlich-normative Organisation Freiwilliger Feuerwehren. Dieses Engagement trägt einerseits Carl Metz den berechtigten Beinamen »Vater der deutschen Feuerwehren« ein und fördert andererseits auch den Umsatz seiner Fabrik.

1.3   Ausbreitung und Vielfalt

Mitte des 19. Jh. entspricht die territoriale Gliederung der deutschen Lande noch immer einem Flickenteppich von zum Teil Klein- und Kleinststaaten mit unterschiedlichen Verwaltungsgrundlagen. Selbst innerhalb eines mit knapp 20.000 km2 eher kleinen Königreichs wie Württemberg wird es 1853 für Conrad Dietrich Magirus (erster Turnwart im Ulmer Turnerbund, Kommandant der von ihm gegründeten Steigerkompagnie und später Kommandant der FF Ulm, späterer Feuerwehrfabrikant und Fachbuchautor) ein nicht unerheblicher Aufwand sein, die Kommandanten von zehn Feuerwehren zu einem ersten Gedankenaustausch nach Plochingen ins Gasthaus zum Waldhorn einzuladen. Diese Tagesveranstaltung endet u. a. bereits mit einer gemeinsamen Eingabe an gesetzgeberische Staatsorgane und einer Absichtserklärung der Ausdehnung über die Landesgrenzen hinaus (vgl. Schamberger, 2003).

Der Leitartikel der Erstausgabe der ersten deutschen Feuerwehrfachzeitschrift befasst sich mit dem 4. Deutschen Feuerwehrtag im großherzoglich-hessischen Mainz, dem ersten Feuerwehrtag außerhalb des Großherzogtums Baden und des Königreichs Württemberg. Dort treten Unterschiede zwischen den Anwesenden (vertreten sind 45 Feuerwehren) offen zu Tage. Da ist zum einen die Diskrepanz zwischen einem liberal-konstitutionellen Bürgertum und den im radikaldemokratischen Gedankengut der Revolution von 1848/49 verhafteten Pompiers aus den Reihen der Arbeiter. Zum anderen spielen Ängste von Feuerwehrvertretern aus vermögenden Bürgerschichten eine Rolle, die den Fortbestand ihrer Institution einer Freiwilligen Feuerwehr durch wie auch immer – und sei es nur zum Teil besoldete – Pompier-Corps gefährdet sehen.

Die Bildung von Landes- und Kreisverbänden ist bereits 1862 beim 5. Deutschen Feuerwehrtag in Augsburg beschlossen und in der Folge auch zügig umgesetzt worden; anwesend sind bereits Vertreter von 135 Feuerwehren. Die Gründung des wilhelminischen Kaiserreichs mit der Proklamation des preußischen Königs Wilhelm zum deutschen Kaiser am 18. Januar 1871 zieht auch eine Gründungswelle Freiwilliger Feuerwehren nach sich, die jedoch in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark ausfällt. Das Engagement der jeweiligen Regierung ist hier sehr ausschlaggebend, was besonders im Königreich Bayern ablesbar ist. Hierzu hebt C. D. Magirus [18]hervor: »Nachdem in Bayern die K. Bezirksämter wiederholt angewiesen worden waren, die Gründung von Feuerwehren zu fördern, entwickelten dieselben eine äußerst wirksame und erfolgreiche Tätigkeit.« (Magirus, 1877, S. 65).

Wie vorsichtig man bei pauschalisierenden Betrachtungen sein muss, zeigt dagegen eine nur wenige Zeilen später festgehaltene Beobachtung: »So lange der Reiz der Neuheit mitwirkte, stand der freiwilligen Feuerwehr alles zur Verfügung. Im Laufe der Jahre aber hat die anfängliche Opferwilligkeit da und dort, besonders in kleinen Orten, so abgenommen, dass man wieder zu Pflichtfeuerwehren greifen musste.«

Auf den Mangel von Einsatzkräften ist auch die Gründung einer der ältesten deutschen Jugendfeuerwehren zurückzuführen, nämlich 1882 in Oevenum auf der Nordseeinsel Föhr. Letztere stellt jedoch keine Organisation der Jugendpflege dar, sondern eine Einsatzabteilung, auf die zurückgegriffen werden muss, wenn die erwachsenen Männer auf See sind (vgl. Ladwig, 1986).

1.4   Die Kaiserzeit: Militarisierung und Corpsgeist

Zu dem mit der Reichsgründung 1871 einsetzenden gesellschaftlichen Wandel konstatiert C. D. Magirus, quasi als prominenter Zeitzeuge aus den Reihen der Feuerwehren, wenig später: »Gegen den Uniformrock mit blanken Knöpfen herrschte damals [d. h. um 1850] eine allgemeine Abneigung […]. Der Bürgerstand hatte eine ausgesprochene Antipathie gegen alles Militärwesen, er wollte keinen Soldatenrock tragen. In diesen Anschauungen hat sich inzwischen ein solcher Umschwung vollzogen, dass mancher jüngere Leser zu obiger Behauptung vielleicht den Kopf schütteln wird.« (Magirus, 1877, S. 59 ff.)

Empfindet der biedermeierliche Bürger das Militär zurecht als ein Unterdrückungsinstrument einer autoritären Obrigkeit, von deren Kriegen er – mit Ausnahme der wirtschaftlich profitierenden Kriegsgewinnler – ohne persönlichen Nutzen die Lasten zu tragen hat, so wandelt sich der Stellenwert des Militärs innerhalb einer Generation grundlegend. Tobias Engelsing beschreibt diesen Prozess einer sozialen Militarisierung: »Die Hochschätzung militärischer Umgangsformen, die Bedeutung militärischer Ränge (›Reserve-Offizier‹-Titel), der Ehrenkodex der Armee und andere Charakteristika des seit dem Deutsch-Französischen Krieg mit einem beispiellosen Ansehen ausgestatteten Militärs prägten das Bewusstsein auch der bürgerlichen Schichten.« (Engelsing, 1999, S. 60).

So erstaunt es nicht, dass sich die Feuerwehren nach dem derzeitigen Kenntnisstand der allgemeinen Militarisierung der Gesellschaft nicht entziehen, sondern, [19]dem Zeitgeist entsprechend, dieser Strömung öffnen. Dementsprechend tritt vielerorts sukzessive ein Corpsgeist in den Vordergrund, der die demokratischen Wurzeln eher in den Hintergrund treten lässt. Auch in der Selbstinszenierung der Feuerwehr tritt das deutlich zu Tage (siehe Bild 2).

Bild 2: Die Feuerwehr Lemgo 1925 (Quelle: Archiv Freiwillige Feuerwehr/Alte Hansestadt Lemgo) [zurück]

Hatte man Christian Hengst in Durlach noch 1846 bei seinen Übungen mit spöttischem Unterton »Soldatenspielerei« zum Vorwurf gemacht, so wird jetzt das im Rahmen der Ausbildung und im Einsatz praktizierte militärische Vorgehen von der taktisch notwendigen Struktur in gewisser Weise zu einer gelebten Wesensart. Bei den Berufsfeuerwehren wird im Zuge der Professionalisierung der Ausbildung von Offizieren der Rang eines Reserveoffiziers beim Militär, bevorzugt der eines automatisch mit einem Ingenieurstudium verbundenen Pionieroffiziers, zur Einstellungsvoraussetzung. Lassen wir in Bezug zur Freiwilligen Feuerwehr wieder C. D. Magirus zu Wort kommen: »Die Grundlage der freiwilligen Feuerwehr ist Vorsicht in [20]der Aufnahme der Mitglieder. Zweifellose Ehrenhaftigkeit muss Grundbedingung der Aufnahme sein und jede unehrenhafte Handlung muss den Ausschluss zur Folge haben. […] Die freiwillige Feuerwehr hat die Aufgabe, die besten Kräfte der Einwohner des Ortes in sich zu vereinigen und dies ist nur erreichbar, wenn sich das Corps durch die angedeuteten Grundsätze die Achtung der Behörden und der Bevölkerung sichert. Uniformierung und militärische Organisation ist unerlässlich.« (Magirus, 1877, S.239).

Unter diese Kriterien fällt auch eine gesellschaftliche Minderheit, nämlich die jüdischen Bürger des wilhelminischen Kaiserreichs. In keinem anderen Staat Europas genießen sie eine so weitreichende bürgerliche Emanzipation und engagieren sich je nach individueller Möglichkeit für den deutschen Staat. Erstaunlich häufig finden sich bereits unter den Gründungsmitgliedern Freiwilliger Feuerwehren ortsansässige jüdische Mitbürger (vgl. Schamberger, 2013). Über Jahrzehnte engagieren sie sich einerseits in der Weiterentwicklung ihrer Wehr und andererseits im aktiven Einsatz zum Wohle des Nächsten (vgl. Wegener et al., 2013).

Das neue Jahrhundert beginnt am 16. August 1900 mit der Gründung des »Großer Internationaler Feuerwehrrat«, der Vorgängerinstitution des heutigen CTIF (Comité Technique International de prévention et d’extinction du Feu). »Wesentlicher Leitgedanke war damals, Kongresse und Symposien in regelmäßigen Abständen zu organisieren, um den Brandschutz länderübergreifend zu fördern. Gründungsmitglieder waren auch der Deutsche Feuerwehrverband und der Österreichische Feuerwehrreichsverband […].« (https://de.wikipedia.org/wiki/CTIF, abgerufen am 21.08.2019).