Jaun 2015 - Marlies Remy - E-Book

Jaun 2015 E-Book

Marlies Remy

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Beschreibung

Jaun 2015 bannt sämtliche Blogartikel, die 2015 bisher nur digital auf www.jauntal.ch erschienen sind, zwischen zwei Buchdeckel. Zahlreiche und abwechslungreiche Erlebnisse erzählen ungeschminkt vom Alltag in den Jauner Bergen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 141

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Marlies Remy

Jaun 2015

Gesammelte Blogartikel

© 2023 Marlies Remy

Coverdesign von: Judith Niederberger (www.lakritza.ch) Fotografien von: Marlies Remy (www.jauntal.ch), Sandra Gill (www.sandra-gill.com)

ISBN Hardcover: 978-3-384-04446-4

ISBN E-Book: 978-3-384-04447-1

Druck und Distribution im Auftrag:

tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Germany

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag, zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland.

Für meine Blogleser der ersten Stunde, dank euch habe ich weitergeschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titelblatt

Urheberrechte

Widmung

Schlittler willkommen!

Senioren

Schuster bleib bei deinen Leisten

Vierzig Jahre „Skilager Erlinsbach“

Sportliche Grosseltern

Bedrohliche Schneemengen

Après-Ski-Bar und Sonnenterrasse neu im Piste-Hüttli

Ski Jaun goes international

Fulminantes Winter-Event-Schlussbouquet

Die "Glöckner" von Giffers

Pfad gefunden

"Mein" Wort zum Sonntag

Die Gastlosen zu Besuch beim Eiger

Gemeinschafts-Schmiede

Neue Töne - laute wie leise

Zürcher Sechseläuten

Scharf auf wildes Grün

Landfrauen-Power

Über Bienen und Gott und die Welt

Hochwasser

Frühlingsmarkt Im Fang

Salü zäme - salut à tous

Lichterprozession zur Grotte 'Grabeweidli'

Melke mich ein letztes Mal

"Feu!" am Greyerzer Feldschiessen in Jaun

Verflixt und zugeteert

Starkes Waldsofa

So ein Käse!

Lange Sommertage

Gastlosen-Lauf

Märchenhaftes Schulende

Mit Breitling hoch hinaus

Innovationen am Fusse der Gastlosen

La Bénichon de Saint-Jacques

Himmelfahrt

Kelten im Cantorama

Reise in die geologische Vergangenheit

Jauner Käse im Blätterwald

„Seisler Mäss“

Neuer Schmuck für die Hochmatt

Strahlender Schafscheid

Erntedank

Die Krönung

Bei Benediktinern zu Besuch

Vollgas für Zisch

Wenn Herbstfarben malen

La "Benne idee"!

Wer Wald will, muss Holz brauchen

Kiosque à musique

Wegen zu geschlossen

Über das Bloggen

Jaun – Nepal

Der Winter ist da!

Wienachtsmäret

Plagerschflue

Klassisch!

Schneefrei

Was nicht ersichtlich war . . .

Frohe Weihnachten

Schneevergnügen einmal anders

Ein Wort danach

Jaun 2015

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Titelblatt

Urheberrechte

Widmung

Schlittler willkommen!

Ein Wort danach

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Schlittler willkommen!

1. Januar 2015

Das Schlitteln wird in der Schweiz wieder entdeckt. Was frü- her als Transportmittel für Heu von den Heuschürli ins Tal gedacht war, ist heute wieder eine Trendsportart. Bei uns wird zwar nicht olympisch gerodelt, dafür familiär geschlittelt.

Die zehn Millionen Jahre alten Gastlosen im Hintergrund sind eineeinmalige Kulisse. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt sogar das „Grossmutterloch“, ein Felsentor in der Bergkette. Der Weg ist übrigens auch im Sommer sehr attraktiv.

Dieses Jahr zieht die immer noch dünne Schneeschicht keine Massen Skifahrer an, jedenfalls in Jaun ist der Ansturm eher im unteren im Normalbereich. Alle sind zufrieden dass Schnee liegt, aber es ist eben doch knapp.

Die Schlittler ziehen jedoch unaufhaltsam in die Höhe. Dass Schlitteln wieder im Trend ist, merken wir nicht nur an der Kasse (meine Winterarbeitsstelle). In Kanton Freiburg sind wir momentan die einzige Station, die einen Schlittelweg mit Beförderung anbietet. Zur Erklärung der Schlittler lege ich jeweils einen Situationsplan vor und sage mein Sprüchlein auf:

Wir befinden uns hier an der Kasse. Sie gehen nun über die Brücke zur Talstation. Dort bekommen sie ihren gemieteten Schlitten oder Rodel gegen vorweisen der Quittung. Auch die mitgebrachten Bobs können dem Personal übergeben werden, welches die Gefährte sicher am Sessel aufhängen und in der Bergstation auch wieder abgeladen werden. Danach geht's ungefähr 10 Minuten zu Fuss auf gleicher Höhe zum Panoramaplatz, von da aus kann geschlittelt werden. In der Mitte sind nochmals 10 Minuten zu Fuss zu gehen und danach geht's rassant ins Tal. Unten ist die Quartierstrasse meist schwarz geräumt. Bleibt man auf der südlichen Bachseite, kommt man wieder direkt zur Talstattion der Sesselbahn, für eventuell eine weitere Fahrt oder um die Mietschlitten abzugeben. „Super!" kommt oft die Antwort und bezieht sich meist auf die optimale Situation, abseits der Piste zu Schlitteln und danach wieder im Skigebiet und in Parkplatznähe zu sein.

Heute wollte ich's mal etwas genauer wissen und habe die „Schlittlergemeinde“ beim Panoramaplatz unter die Lupe genommen. Letztes Jahr war ich viel mutterseelenallein auf dem Schlittelweg unterwegs. Heute hab ich aber meinem lädierten Knie nochmals einen Ruhetag gegönnt und eben "nur" einen Fussmarsch hin und zurück geplant.

Schon bei der Bergstation der Sesselbahn wurden die Schneegefährte unter Gelächter bis zum Bärghus ausprobiert. Dort machten die Gruppen schon mal einen Verpflegungsstopp.

Der Panoramaweg wurde diesen Sommer noch ganz fertig gestellt und der Schnee von den vielen Besuchern richtig hart gestampft. Nun ist er sehr gut begehbar. Der Panoramaplatz ist ideal gelegen, nach einer leichten Kurve eröffnet sich der Blick auf die Gastlosenkette und die Sonne entkräftet die steife Brise augenblicklich! Da lasse ich mich gerne nieder, um aufzutanken und zu beobachten.

Niemand ist alleine unterwegs. Familien, kleinere, grössere, jüngere und ältere Gruppen kommen an, machen Rast oder schlitteln gleich los. Ausser Deutsch und Französisch wurde auch mal Russisch (!) gesprochen, immer in heiterem Ton. Die Berge wurden bestaunt und fotografiert, meist mit einem Selfie verbunden.

So vielfältig wie die Menschen, sind auch ihre Gefährte. Neben den gemieteten Objekten waren die Bobs in traditioneller Form wie auch mit lenkbaren Kufen und erhöhtem Sitz, also veloähnlich, zu sehen. Die neueren Rodel laufen langsam dem traditionellen Davoser-Schlitten den Rang ab, was ich gut begreifen kann.

Ich habe die Rodel letztes Jahr selber getestet und war angenehm überrascht. Die gewobene Sitzfläche federt nämlich sämtliche Schläge ab und die Gleitfähigkeit ist eindeutig besser. Bei Pulverschnee, wie zu Beginn der Saison, sind die Bobs jedoch unschlagbar. Der Bob ist am einfachsten zu lenken, wenn man sich darauf kniet, da sich so das Gewicht verteilt und man nicht bei jedem hastigen Lenkmanöver aus der Bahn katapultiert wird.

Auch die Schlittler heute haben ihre eigenen Strategien, die hier diskutiert werden. So wird die Reihenfolge der Fahrer festgelegt, weil eben dies und jenes . . . , zwei Frauen haben gleich festgehalten, dass sie weder bremsen noch steuern könnten, also um Nach- und Rücksicht bitten.

Bekannte Jauner Gesichter sind auch auf dem Weg und freuen sich ebenfalls an der Sonne und der abwechslungsreichen Beschäftigung. Sogar ein Halt bei der neuen, heimeligen Buvette im Sattel wird eingerechnet und ist vorgesehen.

Sobald mein Knie wieder einsatzfähig ist, werde ich gerne von der Strecke, dem „Grossmutterloch“ und meinen Iglus berichten. Bis dann Rodel ahoi!

Ein begeisterter Schlittler, der in Colorado wohnt und seine hier wohnende, aus Schottland stammende Mutter besuchte, hat letztes Jahr dieses unterhaltsame und witzige Video gedreht. Thanks to Madam Beckham and her family!

Um das Video anzusehen, scannen Sie einfach das Bild des QR Code mit einem Smartphone.

Senioren

7. Januar .2015

Ende Dezember ruft bei mir jeweils "d'Agnes uf de Poscht" an, um nachzufragen, ob sie wieder die Lottokarten der Musikgesellschaft für das Senioren-Lotto ausleihen könne. Agnes ist gestern Vormittag natürlich nicht entgangen, dass ich diesmal die Karten vergessen habe und nachdem ich das Versäumnis rechtzeitig nachgeholt habe, hat sich ein interessantes Gespräch ergeben. So erzählte sie zum Beispiel, dass ihr Vater, mit über neunzig Jahren, auf die Anfrage, ob er nicht auch bei den Senioren mitmachen wolle, geantwortet hat: "Jez no grad ned", für Nichtjauner frei übersetzt: „Es ist noch ein wenig zu früh!“. . .

Von Agnes wollte ich wissen, wie die Jauner Senioren organisiert sind. Also, die Senioren sind kein Verein, sie tun sich einfach nach Absprache zusammen, um die verschiedenen Aktivitäten zu organisieren. Im Januar findet das Lotto statt, im Februar organisiert der Samariterverein (!) einen Jassmatch für die Senioren. Gabriel im Fang organisiert jeweils mit Hilfe einen Ausflug im Sommer oder Herbst und im Dezember findet die Buss- und Adventsfeier statt.

Für die verschiedenen Anlässe würden die Senioren einfach um Mithilfe angefragt und sie seien immer gerne bereit, einen Dienst zu tun, man müsse einfach anfragen.

Agnes hätte eigentlich noch viele Ideen für Anlässe, aber zuviel bringe auch nichts. Es fehle ihnen auch an jüngeren Senioren, so ab 60 oder 65. Diese hätten wahrscheinlich noch andere Ideen und Bedürfnisse. So gesehen gehöre ich noch zu den unerhörten Grünschnäbeln.

Nichtsdestotrotz fand ich am Nachmittag einen kurzen Moment, um den Senioren am Lotto einen Besuch abzustatten. Um die dreissig Spieler sind anwesend und markant ist, dass sie alle zusammen spielen. Die Jüngeren und Rüstigeren unter ihnen schauen rechts und links, ob die Nachbarn keine Zahlen verpassen und wenn die Zahlen zu schnell angesagt werden, scheut sich niemand, langsamer zu rufen. Die Freude beim Gewinn eines Quin, Doublequin oder Carton wurde dann auch geteilt und niemand war verärgert oder gar 'verburscht'.

Schön, wenn Solidarität auch und erst recht im Alter gelebt wird, wer nicht dabei ist, ist selber schuld.

Schuster bleib bei deinen Leisten

15. Januar 2015

Eine steife Bise weht momentan unsern Bauern um die Ohren. Das Vertrauen zwischen Milchlieferanten und Milchkäufern hat in den letzten Jahren zu sehr gelitten und das Vertragsverhältnis wurde logischerweise aufgelöst. In Jaun steht nun ein rund zehnjähriger schöner Verkaufsladen und ein ebenso neuer Käsekeller im Besitz von Familie Küttel leer. Die Jauner Bauern fahren mit ihrer Milch aber für die nächsten zwei Jahre nach Charmey.

Der geplante Neubau einer Käserei auf dem Areal der alten Sägerei im Oberbach ist nun arg unter Zeitdruck. Ob dies dem Projekt zuträglich ist, wird sich weisen.

In einem Zeitungsartikel der FN von Mitte Dezember 2014 brachte der Syndic die verfahrene Situation auf den Punkt: "Man weiss nicht, wem man glauben soll". Die Jauner Bauern scheinen sich untereinander ebenfalls uneinig zu sein. Es wurde dafür und dagegen argumentiert, auf den Tisch gehauen und "Dreck" geworfen, wie viel Mist dabei war, ist unklar . . .

Das Jaun mit Charmey gemeinsame Sache macht, ist ein Novum, auch wenn der Vertrag nur dreissig Monate läuft! Bis dann muss nämlich das neue Fabrikationsgebäude der Käsereigenossenschaft stehen, sonst verlieren die Bauern das Lieferrecht. Wenn man bedenkt, dass grössere Neubauten wie z. B. der Sessellift oder die Dorfdurchfahrt zwanzig Jahre und mehr brauchten, um realisiert zu werden, sind drei Jahre schon morgen!

Zu anderen Zeiten kümmerte sich der Schuster eben um seine Leisten, der Metzger um das Schlachtvieh und der Holzer um die Bäume. Der Erste stellte aber keine Gummisohlenfabrik auf, der Zweite keinen Mastbetrieb und der dritte keinen Baumgarten.

Die Milchlieferanten jedoch bauen eine Käserei und die Bergbahnen einen Restaurationsbetrieb, ohne dass sie Erfahrungen im Parallelsektor aufweisen können. Andernorts geschah dies schon vor zwanzig Jahren und alles wurde unterdessen wieder privatisiert. Welches ist nun die bessere Lösung?

Die Zukunft wird's weisen. Im Jauntal ist man schon seit Jahrhunderten stolz darauf, allen Widrigkeiten getrotzt zu haben, mit welchen Opfern auch immer!

Vierzig Jahre „Skilager Erlinsbach“

22. Januar 2015

Seit vierzig Jahren gehören die Kinder von Erlinsbach zu den Jauner Skipisten. Alle Jahre wieder vergnügen sie sich hier und ehemalige Schüler sind noch heute als Leiter mit dabei.

Vor vierzig Jahren also wurde in Niedererlinsbach ein Skilager initiiert und die Wahl der Destination fiel auf Jaun. Nichts Ausgewöhnliches könnte man meinen. Die vierzigjährige Treue ist jedoch bestimmt nicht alltäglich in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit.

Seit den Anfängen der legendären Erlinsbacher Skilager wurden Jauner Behördenmitglieder, Skiliftmitarbeiter und Nachbarn des Lagerhauses zu einem gemeinsamen Nachtessen eingeladen. Dieses findet jeweils am Mittwochabend statt und zwar um 22 Uhr, wenn alle Kinder in ihren Betten den erholsamen Schlaf geniessen. Die Küchenmannschaft bereitet jeweils ein währschaftes Mahl zu, dass später mit Digestiven verdaut wird.

Da dieses Jahr das Skilager zum 40. Mal durchgeführt wurde, wollten die Jauner Gemeinderäte etwas Spezielles bieten und sich als Gastgeber um das gemeinsame Nachtessen kümmern.

Zuerst wurden die achtzig Kinder zu einer Nachtwanderung eingeladen. Diesmal geht’s ohne Skiausrüstung hoch zur Bergstation und danach zu Fuss in die Berghütte Pillarda. Die Kinder staunen nicht schlecht, dass in der unscheinbaren, heimeligen Hütte neben der Skipiste in einem grossen Kupferkessel über dem offenen Feuer Bergsuppe gekocht wird. Die Jüngeren mochten das Brot zwar lieber als die Suppe, einige Schüler wollten jedoch ihre Mütter mit dem Rezept zu Hause vertraut machen. Den Heimweg zurück ins Lagerhaus beleuchten die Kinder mit den mitgebrachten Fackeln, die den Reiz einer Nachtwanderung ausmachen.

Um 22 Uhr versammeln sich wie üblich die geladenen Gäste im Ferienheim Gastlosen und werden wiederum herzlich empfangen. Viele kennen sich seit langem, da sich die Kontakte über die Jahre immer wieder vertieft haben. Der Syndic Jean-Claude Schuwey meint, dass die langjährige Treue wahrscheinlich je auf die sehr guten Kontakte zur Jauner Bevölkerung, den Behörden und den Mitarbeitern der Lifte, als auch auf die optimale Infrastruktur des Lagerhauses zurückführe. Er hoffe, dass die Kinder zum Jubiläum eine spezielle Erinnerung an eine urchige Berghütte mit nach Hause nehmen. Das Menu wird diesmal von den Jaunern organisiert und die Köchin Marianne wird mit einem kräftigen Applaus bedacht.

Auch der Gemeindepräsident von Erlinsbach würdigte die stets gute Zusammenarbeit und überbringt den Jaunern als Jubiläumsgeschenk eine Holzbank, der locker nochmals vierzig Jahre übersteht. Der Organisator des Skilagers teilte mit, dass die einzige, meist grösste Sorge dem Schnee gelte, der über Durchführung oder Absage entscheidet. Bis jetzt hat's immer geklappt, auch wenn es diesmal sehr knapp war, der Schnee traf gleichzeitig mit den Gästen ein! Ein Gründungsmitglied und mehrere "über-dreissig-Jahre-lange" Skilagerteilnehmer waren anwesend. Zu den herumgereichten Erlinsbacher Anekdoten gehört zum Beispiel "Frau Voilà", die jedes Erlinsbacher Kind kenne, bei uns einfach "d'Käthe" genannt wird.

Bis spät wurden Neuigkeiten ausgetauscht, in Erinnerung geschwelgt, gemeinsam gelacht, dank Schwyzerörgelimusik getanzt und das Jubiläum begossen. Gerne feiern wir in zehn Jahren weiter!

Sportliche Grosseltern

29. Januar 2015

Dass Jauner sportlich sind, ist ja nichts Neues. Bei Ski Alpin und Ski Nordisch mischen unsere Senioren auf kantonaler Ebene regelmässig vorne mit.

Neu werden auch wettkampffreie Grosseltern auf dem Jauner Schlittelweg geehrt. Um sich auf der fünf Kilometer langen Schlittelpiste besser orientieren zu können, wurden schöne Holztafeln mit fantasievollen Bezeichnungen angebracht. Neben den Grosseltern kommen auch unbekannte Flurnamen und "technische Fahrhinweise" zum Zug. Wer nicht zu schnell daran vorbei rodelt, findet heute neun verschiedene Holztafeln am Schlittelwegrand. Ideen für weitere Tafeln gibt es schon, zuerst ist aber noch Sponsorensuche angesagt.

Letzten Winter traf ich zufällig Martin Schuwey an der Bergstation des Gastlosenexpress. Ich war mit einem Mietrodel ausgerüstet und Martin war ebenfalls mit einem Schlitten da, wir hatten also dieselbe Absicht. So beschlossen wir spontan, die Schlittelpiste gemeinsam zu "erfahren". Schon beim Panoramaplatz machten wir Halt, um die Stille zu geniessen. Weitere Unterbrüche ergaben sich auf dem Weg, weil mal der eine, mal die andere die richtige Richtung verlor . . . Ich beherrsche die Rodeltechnik nicht in Perfektion und Martin hat ebenfalls einen eigenwilligen Davoser.