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Was ist gutes Design? Der erste Eindruck zählt immer: Das gilt nicht nur generell im Leben, sondern bestimmt unseren Alltag bis ins Detail. Der bekannte Graphiker und gefeierte Buchgestalter Chip Kidd verbringt mit uns einen Tag, an dem er alles, was ihm begegnet, fotografiert und auf den ersten Eidnruck hin überprüft: von der Zeitung über das U-Bahn-Ticket bis zum Smartphone und zum Schokoriegel. Ob gut, schlecht oder absurd gestaltet, Kidd enthüllt die Geheimnisse des Designs, wie es nur jemand mit geschultem Auge vermag. Ein humorvoller und spielerischer Blick auf die immense Bedeutung erster Eindrücke und wie sie unsere Sicht der Welt beeinflussen.
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Seitenzahl: 61
Veröffentlichungsjahr: 2015
Chip Kidd
Warum der erste Eindruck zählt
Der erste Eindruck zählt immer: Das gilt nicht nur generell im Leben, sondern bestimmt unseren Alltag bis ins Detail. Der bekannte Graphiker und gefeierte Buchgestalter Chip Kidd verbringt mit uns einen Tag, an dem er erste Eindrücke aller möglichen Dinge sammelt und bewertet: von der Zeitung über das U-Bahn-Ticket bis zum Smartphone und zum Schokoriegel. Ob gut, schlecht oder absurd gestaltet, Kidd enthüllt die Geheimnisse des Designs, wie es nur jemand mit geschultem Auge vermag. Ein humorvoller und spielerischer Blick auf die immense Bedeutung erster Eindrücke und wie sie unsere Sicht der Welt beeinflussen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.fischerverlage.de
Selbstportrait mit bearbeitetem Verkehrszeichen, 5. Februar 2015
Chip Kidd, geb. 1964, ist als Künstler auf vielen Gebieten tätig: als Designer, Musiker, Autor und Herausgeber. Seine Buchumschläge für den Verlag Alfred A. Knopf sind legendär und haben ihm zahlreiche Preise eingebracht.
Sie finden ihn auf Twitter: @chipkidd.
Erschienen bei FISCHER E-Books
Covergestaltung: Nicole Lange, Darmstadt
Die amerikanische Originalausgabe erschien 2015 unter dem Titel:
»Judge This«
im Verlag Simon & Schuster, Inc., New York
© 2015 by Chip Kidd
Für die deutsche Ausgabe:
© 2015 S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114,
D-60596 Frankfurt am Main
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Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.
ISBN 978-3-10-403550-5
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[Widmung]
! oder ?
Sämtliche Fotos stammen von [...]
»Frühe Eindrücke sind schwer [...]
»Lassen Sie mich eines [...]
»Gott wurde erfunden, um [...]
Und, wie ist Ihr erster Eindruck von diesem Buch?
Tja, da Sie noch lesen, kann er so schlecht nicht sein.
Wann ist Klarheit angesagt?
Wann sollten wir geheimnisvoll sein?
Mysteri-o-meter.
Wie man urteilt.
Bitte hilf mir, mein Leben zu ordnen.
Hübsch verpackt.
Nur nach Anleitung verwenden … aber wogegen?
Beiß zu.
Schluss mit diesem Schmalspur-Billing!
Heißer Eindruck.
Ruft den Sicherheitsdienst!
Sowas von cool.
Voll verstellbar.
Mit Verspätungen ist zu rechnen.
Neues Design: Hinweis auf eine Änderung im U-Bahn-Fahrplan
Der Countdown läuft …
X kennzeichnet den klitzekleinen Punkt, der ach so schwer zu finden ist.
Aufgelesen.
Provozieren Sie mich nicht. Oder doch.
Wo die Spielsachen sind.
Und führe uns nicht in die Penn Station.
Wie erfrischend.
Ähm …
Entschuldigt mal – ich bin drauf ?
Wie unser Urteilsvermögen arbeitet.
Guten Morgen.
Projekt: Gulp von Mary Roach
Einseifen bitte.
Projekt: Reklameposter für Fur
Kurzer Blick aufs Konto.
Projekt: Get a Financial Life
Wie viel?
Projekt: The American People von Larry Kramer
Wie die fünf Finger einer Hand.
Projekt: Colorless Tsukuru Tazaki and his years of pilgrimage von Haruki Murakami
Für mich bitte ein Stück davon…
Projekt: The End Of Overeating
Können Sie die oberste Zeile lesen?
Projekt: The Mind’s Eye
Wie bitte? Ach so.
Projekt: Fraud von David Rakoff
Wo bin ich?
Projekt: The Great Inversion von Alan Ehrenhalt
CMYK
Projekt:
Geraucht.
Projekt: Brazzaville Beach von William Boyd
Kennen wir uns?
Projekt: Rome von Robert Hughes
Piratenflagge.
Projekt: Villain
Auf Wiedersehen.
Projekt: Perfidia von James Ellroy
Blechschaden.
Projekt: How it ended von Jay McInerney
Was wird wohl als nächstes passieren?
Projekt: All The Beauty You Will Ever Need von David Sedaris
Klarheit bringt es auf den Punkt.
Geheimnisse geben uns Hoffnung.
Versuchen Sie stets, einen guten bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Dank an:
Die TED Talks von [...]
Kleine Bücher – große Ideen!
[Mehr Information]
Für J.D. McClatchy
Sämtliche Fotos stammen von Chip Kidd, der ein iPhone 5s benutzt hat, sofern nicht anders angegeben.
»Frühe Eindrücke sind schwer aus dem Gedächtnis zu tilgen. Ist die Wolle erst purpurn gefärbt, wer vermag ihr das frühere Weiß zurückzugeben?«
Hl. Hieronymus, 331–420 n. Chr.
»Lassen Sie mich eines ganz klar sagen.«
Richard M. Nixon
»Gott wurde erfunden, um das Geheimnisvolle zu erklären.«
Richard P. Feynman
Zumindest sind Sie interessiert.
Erste Eindrücke sind maßgeblich für die Art und Weise, wie wir die Welt um uns wahrnehmen und von ihr wahrgenommen werden. Sie sind unser Erstkontakt zu allem: zu Bekanntschaften, zum Arbeitsplatz, zu Produkten, Erfahrungen, Einzelhandelsgeschäften, zum Internet, zur Unterhaltung, zu Beziehungen, zum Design. Und basierend auf unseren ersten Eindrücken, fällen wir unser Urteil. Wir können nicht anders. Klingt das schrecklich? Wir haben es als Kinder doch alle gehört: »Urteile nie nach dem Äußeren.« Aber wir tun es doch, weil wir in einer visuellen Kultur leben und unser Verstand sofort auf alles reagiert, was wir sehen.
Maßgeblich ist nicht, dass wir urteilen, sondern wie wir es tun. Intelligent? Empathisch? Mitfühlend?
Am Beispiel Design wird klar, dass hier die besagte »Urteile nicht«-Regel überhaupt keinen Sinn ergibt. Design will von Natur aus sofort beurteilt werden, da es ja ein Problem lösen soll. Und tut es das nicht ... ist das ein Problem.
Wie viele Formulare mussten Sie bereits ausfüllen, die unnötig kompliziert waren? Auf wie viele Webseiten wurden Sie schon verwiesen, auf denen Sie sich nicht zurechtfanden? Im Internet geht es ausschließlich um den ersten Eindruck und um die Notwendigkeit, Inhalte auf den ersten Blick zu begreifen.
Für mich als Graphikdesigner, der noch dazu Buchcover gestaltet, ist ein großartiger erster Eindruck nicht nur von Interesse, sondern Inhalt meines Berufs. Egal, ob ein Cover aus Tusche auf Papier oder aus Pixeln auf einem Bildschirm besteht, es ist nicht nur die Fassade des Textes, sondern unser erster Zugang dazu.
Doch um Problemlösungen zu schätzen, braucht man kein Designer zu sein: Jeder Sozialarbeiter, der sich mit Regierungsformularen herumschlagen muss, jeder Arzt, der medizinische Daten auswertet, jeder Programmierer und jeder Barkeeper, der die Espressomaschine zum Laufen bringen will, sie alle merken sofort, ob ein Designstück für sie funktioniert oder nicht.
