Jugendstil 120 Illustrationen - Jean Lahor - E-Book

Jugendstil 120 Illustrationen E-Book

Jean Lahor

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Beschreibung

Seit dem großen Erfolg auf der Pariser Weltausstellung ist der Einfluss des Jugendstils ungebrochen und hat viele großartige Künstler hervorgebracht. Dieser Stil fungierte als künstlerische Antwort auf die industrielle Revolution und das kreative Vakuum, das diese zurückließ, indem er vor allem dem Kunstandwerk neue Stile und Formen erschloss. Das Mega Square Jugendstil versammelt Werke aller Kunstformen, von Design und Malerei bis zur Architektur, und die bekanntesten Künstler, wie beispielsweise Gustav Klimt, Koloman Moser, Antoni Gaudí, Jan Toorop und William Morris. In seinem handlichen Format ist es das perfekte Geschenk für Kunstliebhaber.

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Seitenzahl: 63

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Jean Lahor

Text: Jean Lahor (Nachdichtung)

Übersetzung: Dr. Martin Goch

Redaktion der deutschen Veröffentlichung: Klaus H. Carl

© 2023, Parkstone Press International, New York, USA

© 2023, Confidential Concepts, worldwide, USA

© Image-Barwww.image-bar.com

© 2023, Mathilde Augé

© 2023, Germaine Boy

© 2023, Carlo Bugatti estate, Artists Rights Society (ARS), New York /ADAGP, Paris

© 2023, Louis Chalon

© 2023, Édouard Colonna

© 2023, Charles-Henri Delanglade

© 2023, Fernand Dubois

© 2023, R. Evaldre

© 2023, Georges de Feure estate, Artists Rights Society (ARS), New York, USA/BEELBRECHT, Amsterdam

© 2023, Georges Fouquet estate, Artists Rights Society (ARS), New York /ADAGP, Paris

© 2023, René Foy

© 2023, Hector Guimard

© 2023, Gustav Gurschner

© 2023, Josef Hoffmann

© 2023, Victor Horta/Droits SOFAM - Belgique

© 2023, Prince Bojidar Karageorgevitch

© 2023, Keller et Guérin

© 2023, René Lalique estate, Artists Rights Society (ARS), New York /ADAGP, Paris

© 2023, Arthur Heygate Mackmurdo

© 2023, Bernhard Pankok

© 2023, Charles Plumet

© 2023, J. Prémont

© 2023, Tony Selmersheim

© 2023, Henry Van de Velde, Artists Rights Society (ARS), New York /SABAM, Brussels

© 2023, Verrerie impériale de Saint-Pétersbourg, copyright reserved

© 2023, Henri Vever

© 2023, Ely Vial

© 2023, Zsolnay Porcelánmanufaktúra Zrt., copyright reserved

Alle Rechte vorbehalten.

Das vorliegende Werk darf nicht, auch nicht in Auszügen, ohne die Genehmigung des Inhabers der weltweiten Rechte reproduziert werden. Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

ISBN: 978-1-78160-993-4

Inhalt

Chronologie

England: Die Wiege des Jugendstils

Belgien: Das Aufblühen des Jugendstils

Frankreich: Eine Leidenschaft für den Jugendstil

Der Jugendstil auf der Pariser Weltausstellung des Jahres 1900

Der französische Pavillon

Der englische Pavillon

Der amerikanische Pavillon

Der belgische Pavillon

Der deutsche Pavillon

Der österreichische Pavillon

Der ungarische Pavillon

Der niederländische Pavillon

Der dänische Pavillon

Die schwedischen und norwegischen Pavillons

Der russische Pavillon

Der finnische Pavillon

Der rumänische Pavillon

Der schweizerische Pavillon

Fazit

Abbildungsverzeichnis

Die Ursprünge des Jugendstils

„Man kann über die Verdienste und die Zukunft der neuen Bewegung der angewandten Kunst geteilter Meinung sein, aber es gibt keinen Zweifel, dass sie gegenwärtig in ganz Europa und in allen englischsprachigen Ländern außerhalb Europas dominiert; was sie jetzt nur noch braucht, ist Führung, und dies ist eine Aufgabe für Männer mit Geschmack.“

Chronologie

1893

Victor Horta baut in Brüssel das Hôtel Tassel, das als erstes Art Nouveau-Gebäude gilt.

1894

Louis Comfort Tiffany erfindet eine neue Methode für die Herstellung von Schalen und Vasen, die Favril-Technik, eine Handwerkstechnik der Glasbläserei, die verschiedene Effekte ermöglicht.

1895

Edmond Picard verwendet in der belgischen Zeitschrift L’Art Moderne erstmals den Begriff Art Nouveau.

1897

Siegfried Bing eröffnet in Paris sein Geschäft L’Art Nouveau, in 22, rue de Chauchat.

1897 - 1899

Schaffung des Sezessionsstils durch Joseph Hoffmann in Wien. Diese Bewegung, zu der auch Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Koloman Moser gezählt werden, wurde von Gustav Klimt angeführt.

1900

Joseph Maria Olbrich erbaut das Sezessionsgebäude in Wien, in Paris findet die Weltausstellung statt. Siegeszug der Art Nouveau.

1901

René Lalique erhält den großen Preis für Schmuck bei der Weltausstellung und wird aus diesem Grunde zum bekanntesten Art Nouveau-Juwelier.

1904

Ausstattung der ersten Metrostationen durch Hector Guimard. Die Vereinigung für industrielle Kunst – bekannt als Schule von Nancy - wird von den Künstlern Louis Majorelle, den Daum-Brüdern und Émile Gallé als erstem Vorsitzenden ins Leben gerufen.

Antoni Gaudí baut in Barcelona die Casa Batlló.

1914 - 1918

Die Kunstwelt wird durch die weltweite Krise erschüttert.

Um 1920

Die Art Nouveau macht einem neuen Stil Platz: Art Deco.

Schwäne. Tapetenmuster, Walter Crane, 1875

Gouache und Wasserfarbe, 53,1 x 53 cm. Victoria & Albert Museum, London

Der Jugendstil entstand aus einer sich erstmals 1892 innerhalb der angewandten Kunst Westeuropas bemerkbar machenden Bewegung, dabei war aber seine Geburt weniger spontan, als vielfach angenommen wird. Die dekorativen Künste waren zwischen dem Untergang des Stils des französischen Kaiserreichs etwa um 1815 und der Weltausstellung in Paris im Jahr 1889 zu Ehren des hundertsten Jahrestages der Französischen Revolution vielen Veränderungen unterworfen. Es gab in dieser Zeit z. B. deutliche, noch auf der Weltausstellung des Jahres 1900 in Paris zu sehende Wiederbelebungen der Praktiken der Restaurationszeit sowie der Zeiten der französischen Könige Louis Philippe und Napoleon III. Die Tradition (oder besser: die Nachahmung) spielte in diesen unterschiedlichen Stilrichtungen jedoch eine zu große Rolle, als dass daraus eine einheitliche Bewegung hätte entstehen können. Es gab in dieser Zeit allerdings durchaus eine Reihe von Künstlern, die sich durch die Artikulation ihres eigenen dekorativen Ideals von ihren Vorgängern abheben wollten.

Wofür stand die neue Bewegung in der angewandten Kunst im Jahr 1900? Wie überall bedeutete sie auch in Frankreich, dass die Menschen der üblichen, sich wiederholenden Formen und Methoden, der alten Klischees und Banalitäten, der endlosen Imitation von Möbeln aus der Zeit von Königen, die allesamt Ludwig hießen (Ludwig XIII. bis Ludwig XVI.), aus der Gotik und der Renaissance überdrüssig waren. Sie bedeutete, dass die Künstler endlich die Kunst ihrer eigenen Zeit annahmen. Bis 1789 (dem Ende des Ancien Régime) hatte sich der Stil in Abhängigkeit von Königen fortentwickelt; dieses Zeitalter wollte seinen eigenen Stil. Und es gab (jedenfalls außerhalb Frankreichs) eine spürbare Sehnsucht, nicht länger der Sklave einer ausländischen Kunst und Mode zu sein. Dieser Wunsch war ein wesentlicher Bestandteil des erwachenden Nationalismus dieser Zeit, in der jede Nation eine eigene, unabhängige Kunst und Literatur entwickeln wollte. Kurz, es gab überall den Drang hin zu einer neuen Kunst, die weder eine servile Kopie der Vergangenheit noch eine Nachahmung eines ausländischen Geschmacks war.

Sarah Bernhardt, Georges Clairin, 1876

Öl auf Leinwand, 200 x 250 cm. Petit Palais, Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris, Paris

Rosen und Möwen, Jacques Gruber

Bleiglas, 404 x 300 cm. Musée de l’École de Nancy, Nancy

Pfauenlampe, Tiffany & Co.

Glas und Bronze. Privatsammlung

Blumenlampe, Émile Gallé

Geätztes und emailliertes Überfangglas und Bronze. Privatsammlung, Japan

Tischlampe, Tiffany & Co.

Privatsammlung

Zusätzlich bestand ein großes Bedürfnis nach angewandter Kunst, weil es bis zur Jahrhundertwende schlicht keine gegeben hatte. In früheren Epochen hatte die angewandte Kunst geradezu geblüht. In der Vergangenheit war alles, von der Kleidung und den Waffen bis hin zu den einfachsten Haushaltsgegenständen – von Kaminen, Kaminböcken und Blasebälgen bis hin zu Trinkbechern – reich geschmückt gewesen. Jedes Objekt hatte seine eigenen Ornamente, seine eigene Schönheit und Eleganz besessen. Aber das 19. Jahrhundert hatte sich nur für das Funktionale interessiert. Schönheit, Eleganz und Ornamente waren überflüssig. Das gleichzeitig erbärmliche und großartige 19. Jahrhundert war so tief gespalten wie Pascals menschliche Seele. Das Jahrhundert, das so traurig in der brutalen Missachtung des Völkerrechts endete, hatte mit einer vollkommenen Gleichgültigkeit gegenüber der dekorativen Schönheit und Eleganz begonnen und war zum großen Teil durch eine einzigartige Lähmung des ästhetischen Gefühls und Geschmacks charakterisiert.

Die Rückkehr des verbannten ästhetischen Empfindens half bei der Entstehung des Jugendstils. In Frankreich begann man, die Absurdität der Situation zu durchschauen und verlangte nun von den Stuckateuren, Raumausstattern, Möbeltischlern und sogar Architekten mehr Fantasie, Kreativität, ein wenig Innovation und Authentizität. Auf diese Weise entstand eine neue Form der angewandten Kunst als Antwort auf die Bedürfnisse einer neuen Generation.