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Die Arbeit widmet sich der Frage, inwieweit HipHop in seiner subkulturellen und künstlerischen Erscheinungsform für die Soziale Arbeit nutzbar gemacht werden kann. Im Fokus stehen dabei in der deutschen Szene relevante Künstler und deren Rap-Texte. Mit einem Blick auf die historische Entwicklung des HipHop werden die Facetten dieser Jugend(sub)kultur vorgestellt und aufschlussreiche Interviews mit einer Expertin und Szenemitgliedern präsentiert, wobei deren soziales Engagement für Jugendprojekte offenkundig wird. Hier zeigt sich, dass HipHop in der Sozialen Arbeit unter qualifizierter Anleitung sowohl zur sprachlichen Förderung als auch zu einem positiven Identitätsaufbau gerade bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund beitragen kann.
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Veröffentlichungsjahr: 2014
Wissenschaftliche E-Book-Reihe, Band 10
Originalausgabe© 2012 Archiv der Jugendkulturen Verlag KG, Berlin und bei den AutorInnenAlle Rechte vorbehalten
Herausgeber:Archiv der Jugendkulturen e.V.Fidicinstraße 3, D – 10965 BerlinTel.: 030 / 694 29 34; Fax: 030 / 691 30 16E-Mail: [email protected] für die Wissenschaftliche Reihe: Klaus Farin; [email protected]
Vertrieb: www.jugendkulturen.de
Lektorat: Gabriele Vogel
ISBN (epub) 978-3-943774-69-6ISBN (pdf) 978-3-943774-68-9
Die Wissenschaftliche Reihe im Archiv der JugendkulturenAlljährlich entstehen an Universitäten und Fachhochschulen Hunderte von wissenschaftlichen Arbeiten, die zumeist nur von zwei Gutachtern gelesen werden und dann unbeachtet in den Asservatenkammern der Hochschulen verschwinden. Dabei enthalten viele dieser Arbeiten durchaus neues Wissen, interessante Denkmodelle, genaue Feldstudien. Das Archiv der Jugendkulturen, Fachbibliothek und Forschungsinstitut zugleich zu allen Fragen rund um Jugendkulturen, hat deshalb damit begonnen, wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Jugend zu sammeln und öffentlich zugänglich zu machen. Mehr als 500 solcher Arbeiten enthält die Präsenzbibliothek des Archivs inzwischen – für jedermann kostenlos und frei zugänglich.
In der Wissenschaftlichen Reihe publiziert das Archiv der Jugendkulturen seit 2007 zudem qualitativ herausragende wissenschaftliche Arbeiten zu jugendkulturellen Zusammenhängen. Die Arbeiten werden von fachkundigen GutachterInnen gelesen und vor der Veröffentlichung professionell lektoriert. Da pro Jahr von 20 - 25 eingereichten Arbeiten nur zwei veröffentlicht werden, kann bereits die Aufnahme in den Verlagskatalog als Auszeichnung verstanden werden. Doch für die AutorInnen lohnt sich die Veröffentlichung auch materiell. Die Archiv der Jugendkulturen Verlag KG verlangt von ihren AutorInnen keinerlei Kostenbeteiligungen! Im Gegenteil: AutorInnen, deren Arbeiten wir in unserer Wissenschaftlichen Reihe veröffentlichen, erhalten bereits für die Erstauflage ein Garantiehonorar von 2.000 Euro!
Seit 2011 wird diese Reihe durch eine elektronische Schwester ergänzt. Denn immer wieder mussten wir hervorragende Manuskripte ablehnen, da ein kleiner Verlag wie der unsrige sich nicht mehr als zwei wissenschaftliche Titel mit den gesetzten Qualitätsstandards (großformatige Hardcover, alle Bände sind reichlich illustriert, oft in Farbe) und dem bewusst sehr niedrig angesetzten Ladenpreis (um möglichst viele Menschen zu erreichen) leisten kann. Die E-Book-Reihe soll dieses Manko nun ausgleichen. Was für die Printreihe gilt, gilt auch für unsere E-Books: Sie werden ebenfalls unter der Fülle eingereichter Arbeiten sorgfältig ausgewählt und lektoriert, die AutorInnen erhalten ein kleines Garantiehonorar und werden am Umsatz beteiligt.
Das Archiv der Jugendkulturen e.V.Das Berliner Archiv der Jugendkulturen e. V. existiert seit 1998 und sammelt – als einzige Einrichtung dieser Art in Europa – authentische Zeugnisse aus den Jugendkulturen selbst (Fanzines, Flyer, Musik etc.), aber auch wissenschaftliche Arbeiten, Medienberichte etc., und stellt diese der Öffentlichkeit in seiner Bibliothek kostenfrei zur Verfügung. Darüber hinaus betreibt das Archiv der Jugendkulturen eine umfangreiche Jugendforschung, berät Kommunen, Institutionen, Vereine etc., bietet jährlich bundesweit rund 80 Schulprojekttage und Fortbildungen für Erwachsene an und publiziert eine eigene Zeitschrift – das Journal der Jugendkulturen – sowie eine Buchreihe mit ca. sechs Titeln jährlich. Das Archiv der Jugendkulturen e. V. hat derzeit 230 Mitglieder weltweit (darunter viele Institutionen). Die Mehrzahl der Archiv-MitarbeiterInnen arbeitet ehrenamtlich.
Schon mit einem Jahresbeitrag von 48 Euro können Sie die gemeinnützige Arbeit des Archiv der Jugendkulturen unterstützen, Teil eines kreativen Netzwerkes werden und sich zugleich eine umfassende Bibliothek zum Thema Jugendkulturen aufbauen. Denn als Vereinsmitglied erhalten Sie für Ihren Beitrag zwei Bücher Ihrer Wahl aus unserer Jahresproduktion kostenlos zugesandt.
Weitere Infos unter www.jugendkulturen.de
Katholische Fachhochschule Freiburg
Hochschule für Sozialwesen, Religionspädagogik und Pflege
Studiengang: Soziale Arbeit
Jugendsubkultur HipHop: ein Sprachrohr für Jugendliche mit
Migrationshintergrund in Deutschland?
Diplomarbeit
Zur Erlangung des akademischen Grades:
Diplom Sozialpädagoge/Diplom Sozialarbeiter (FH)
an der Katholischen Fachhochschule Freiburg
Erstkorrektor:
Prof. Dr. Nausikaa Schirilla
Zweitkorrektor:
Dipl. Soz. Päd. Stefan Brandstetter
Verfasser:
Alessandro Greco
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG UND FRAGESTELLUNG
1.3 EINGRENZUNG DER ARBEIT
1.4 AUFBAU DER ARBEIT
2 WAS SIND JUGEND(SUB)KULTUREN? BEGRIFFSDEFINITION
2.1 KULTUR- UND SUBKULTURBEGRIFF
2.2 SUBKULTURTHEORIEN
2.2.1 Die Subkulturtheorie des Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS)
2.2.2 Theorie der Subkultur nach Rolf Schwendter
2.2.3 Soziologie der jugendlichen Subkulturen nach Mike Brake
2.2.3.1 Der Subkulturbegriff nach Brake
2.2.3.2 Subkulturelle Stile
2.2.3.3 Subkulturen, soziale Wirklichkeit und Identität
2.2.3.4 Die vier Hauptphänomene von Jugendkulturen
2.2.3.5 Funktionen einer Subkultur nach Brake
2.3 DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN SUBKULTUREN UND MIGRATION
2.4 DER STELLENWERT VON MUSIK BEI JUGENDLICHEN BZW. IN JUGEND(SUB)KULTUREN
2.5 DER STAND DER HIPHOP-FORSCHUNG
3 WAS IST HIPHOP?
3.1 DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG VON HIPHOP IN DEN USA
3.1.1 Die New Yorker Wurzeln und die „Old School“
3.1.2 Die US-amerikanische „New School“
3.1.3 Die „Next School“ und die Vermarktung von HipHop
3.2 DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER HIPHOP-BEWEGUNG IN DEUTSCHLAND
3.2.1 Die Anfänge und die ersten deutschsprachigen Veröffentlichungen
3.2.2 Der Konflikt zwischen „Alter“ und „Neuer Schule“
3.2.3 Die weitere Entwicklung des deutschen HipHop bis Heute
3.3 DIE SUBKULTURELLEN STILE VON HIPHOP (INSBESONDERE VON RAP)
3.3.1 Die verschiedenen Stile von Rap
3.3.2 Rap-Sprache & Producing & DJing
3.3.3 Kulturelle Praxis: Äußere Symbolik & Innere Werte
4 METHODISCHES VORGEHEN
4.1 BEGRÜNDUNG DER ANGEWANDTEN METHODIK
4.2 ERSTELLUNG DES DATENMATERIALS
4.2.1 Datenerhebung
4.2.1.1 Interviews
4.2.1.2 Rap-Texte
4.2.2 Aufbereitungsverfahren (Transkription)
4.2.3 Auswertungsverfahren
5 DARSTELLUNG DES ERHOBENEN DATENMATERIALS
5.1 AUSGEWÄHLTE RAP-TEXTE
5.1.1 „Fremd im eigenen Land“/„Operation Art. 3“ (Advanced Chemistry)
5.1.2 „Ahmet Gündüz“/„Ahmet Gündüz II“ (Fresh Familee)
5.1.3 „Denkmal“ (Microphone Mafia)
5.1.4 „Dieser Song gehört uns“ (Kanak Attak)
5.2 INTERVIEWPARTNER
5.2.1 Azad (Interview I)
5.2.2 Prof. Dr. Eva Kimminich (Expertinneninterview/Interview IV)
5.2.3 Malik (Interview II)
5.2.4 Toni-L (Interview III)
5.3 AUSWERTUNG DER INTERVIEWS
5.3.1 „… ja es gehört noch zur Subkultur.“ Kategorie I: Subkulturelle Elemente im HipHop
5.3.2 „HipHop hat mich ausgewählt!“ Kategorie II: Die besondere Anziehungskraft der Jugend(sub)kultur HipHop auf jugendliche Migranten in Deutschland
5.3.3 „… das ist schon immer Gegenstand des kreativen Schaffens.“ Kategorie III: Konkreter Einfluss des Migrationshintergrundes auf die künstlerische Aktivität
5.3.4 „Hey, endlich spricht es einer aus!“ Kategorie IV: Repräsentation von Migrantengruppen, Sprachrohrfunktion
5.3.5 „Das war auf jeden Fall die Basis“ Kategorie V: Die Bedeutung von Jugendhäusern in der deutschen HipHop-Entwicklung
5.3.6 „Würde ich auf jeden Fall machen“ Kategorie VI: Projektarbeit mit Rappern in der Sozialen Arbeit
6 SCHLUSSFOLGERUNGEN
6.1 ERKENNTNISSE, DIE FÜR DIE SOZIALE ARBEIT VON BEDEUTUNG SEIN KÖNNEN
6.1.1 Die zentrale Bedeutung von Text fördert die Beziehung zur Sprache
6.1.2 Niederschwelliger Zugang zur Jugend(sub)kultur HipHop
6.1.3 „Das Jugendhaus“ als Rückrat der deutschen HipHop-Szene
6.1.4 Der Wertekanon der „Old School“
6.1.5 Positive Identitätsentwicklung und Repräsentation von jugendlichen Migranten
6.2 KRITISCHE AUSEINANDERSETZUNG UND WEITERER FORSCHUNGSBEDARF
7 FAZIT
QUELLENVERZEICHNIS
ANHANG
ANHANG 1: SONGTEXT VON „FREMD IM EIGENEN LAND“, ADVANCED CHEMISTRY
ANHANG 2: SONGTEXT VON „OPERATION ART. 3“, ADVANCED CHEMISTRY
ANHANG 3: SONGTEXT VON „AHMET GÜNDÜZ “, FRESH FAMILEE
ANHANG 4: SONGTEXT VON „AHMET GÜNDÜZ II“, FRESH FAMILEE
ANHANG 5: SONGTEXT VON „DENKMAL“, MICROPHONE MAFIA
ANHANG 6: SONGTEXT VON „DIESER SONG GEHÖRT UNS“, KANAK ATTAK
ANHANG 7: SONGTEXT VON „ADRIANO (LETZTE WARNUNG)“, BROOTHERS KEEPERS
ANHANG 8: INTERVIEWLEITFADEN I (RAP-KÜNSTLER -INTERVIEW)
ANHANG 9: INTERVIEWLEITFADEN II (EXPERTENINTERVIEW)
ANHANG 10: TRANSKRIPTION INTERVIEW I (AZAD)
ANHANG 11: TRANSKRIPTION INTERVIEW II (MALIK)
ANHANG 12: TRANSKRIPTION INTERVIEW III (TONI- L)
ANHANG 13: TRANSKRIPTION INTERVIEW IV (PROF. DR. EVA KIMMINICH)
ANHANG 14: MANIFEST VON KANAK ATTAK
DANKSAGUNG
Was genau HipHop ist, kann aufgrund der globalen Verbreitung und der lokalen Ausdifferenzierungen dieser Jugendbewegung schwer festgelegt werden. Aber man kann davon ausgehen, dass HipHop zu einem sehr einflussreichen gesellschaftlichen Phänomen angewachsen ist. HipHop hat nicht nur in der Musik und Medienlandschaft Veränderungen mit sich gebracht, sondern auch im Sozialwesen Spuren hinterlassen. Der gesellschaftliche und individuelle Stellenwert dieser musikzentrierten Kultur ist enorm. HipHop wird als die große „Straßenkultur“ Jugendlicher tituliert, die Mitte der 1990er Jahre ihren kommerziellen Durchbruch in Deutschland hatte. Seitdem ist HipHop, mit Hilfe der Massenmedien, einer sehr breiten Bevölkerungsschicht zugänglich geworden.
Es gibt mittlerweile mehrere deutschsprachige Magazine wie Backspin, Juice oder die BRAVO HipHop Special-Ausgaben, die mehr oder weniger über die aktuellen Ereignisse in der HipHop-Szene berichten. Darüber hinaus kann man bei unzähligen Anbietern die aktuellen Hits von Rap-Künstlern als Klingelton auf das eigene Handy herunterladen. Diese und andere Merkmale weisen die HipHop-Kultur als eine eindeutige Pop- und Konsumkultur aus. Es gibt jedoch eine große Anzahl von Jugendlichen, für die HipHop mehr als nur ein Produkt ist. Für sie ist HipHop ein Teil ihrer Persönlichkeit und eine Lebensphilosophie. Diese Jugendlichen „leben“ HipHop und sind selbst in irgendeiner Form in der Szene aktiv. Auffallend ist, dass sich besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund von der HipHop-Kultur angezogen fühlen und sich darüber hinaus auch aktiv an ihr beteiligen.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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