Julius Zebra - Ärger mit den Ägyptern - Gary Northfield - E-Book

Julius Zebra - Ärger mit den Ägyptern E-Book

Gary Northfield

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Beschreibung

Julius erobert die Welt!

Julius kann sein Glück kaum fassen. Versehentlich in Ägypten gestrandet, wird er für einen Gott gehalten. Gemeinsam mit seinen Freunden führt er ein Leben in Saus und Braus in Alexandria. Wie es sich für eine echte Gottheit eben gehört! Doch dann beendet ein Besuch bei den Pyramiden seine Glückssträhne. Denn Felix kann einfach nicht widerstehen und klaut ausgerechnet von Cleopatras Grab einen Stein. Da kennen die Ägypter gar keinen Spaß. Und schon muss Julius mal wieder um sein Leben kämpfen, denn die Ägypter haben inzwischen erkannt, dass er nicht WIRKLICH ein echter Gott ist …

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Seitenzahl: 94

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Für meine geniale Herausgeberin Lizzie,danke für zehn Jahrevoll grenzenloser Begeisterung und Geduld!(Zehn Jahre?! Voll krass!)
Besonderer Dank an Chloe dafür,dass sie mit all diesem Unsinn spielend fertig wird.
© 2017 der deutschsprachigen Ausgabe cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Neumarkter Str. 28, 81673 München Alle deutschsprachigen Rechte vorbehalten © 2017 Gary Northfield Die englische Originalausgabe erschien 2017 unter dem Titel » Julius Zebra – Entangled with Egyptians« bei Walker Books Ltd., London Übersetzung: Friedrich Pflüger Illustrationen: © Gary Northfield Umschlaggestaltung: init Kommunikationsdesign, Bad Oeyenhausen, unter Verwendung des Originalumschlags © Gary Northfield MP · Herstellung: eS Satz und Reproduktion: Uhl + Massopust, Aalen ISBN 978-3-641-20321-4V002
www.cbt-buecher.de

Inhalt

Einleitung

Narrenschiff

Jammerndes Strandgut

Der Erwählte

Heldenverehrung

Nicht ganz geheuer

Ein herzlicher Empfang

Das Orakel

Römer raus!

Badetag!

Brennende Fragen

Freunde ganz oben

Todschick angezogen

Krönungsschwindel

Grabräuber

Kammer des Schreckens

Fahr mir nicht in die Parade

Rosskur

Ausgespielt!

Glücksrad

Mumienschanz!

Ein toller Käfer

Der Fluch der Mumie

Krokodile rocken’s

Zeit, heimzufahren

Nachwort

Römische Zahlen

Schreib deinen Namen in Hieroglyphen

Die Kunst der Mumifizierung

Garys Wörterbuch

Über den Autor

Julius war nicht wie die anderen Zebras, und das wollte er auch beweisen!

Aufregend, was?

Kapitel eins

Narrenschiff

»JA«, schrie Cornelius, der sich auf Zehenspitzen an die glitschige Ruderpinne klammerte. »HALTBLOSSDENGROSSENHEBELGERADE!«

Julius wischte sich den prasselnden Regen aus den Augen. »ABERWIRFAHRENBESTIMMTIMKREIS!«, rief er. »SCHAULIEBERNOCHMALINDIEANLEITUNG!«

Cornelius schnaubte, griff in den Beutel vor seinem Bauch und zog ein zerlumptes Pergament heraus. Der nasse Fetzen flatterte heftig im Wind, während er zu lesen versuchte.

»WIRMACHENGENAU, WASDASTEHT!«, rief Cornelius. »RUDERBEISCHWEREMSTURMGUTFESTHALTEN!«

Den Fetzen, den Cornelius stolz in die Höhe reckte, packte im selben Moment der Wind und schleuderte ihn ins Meer.

»Na großartig!«, stöhnte Julius.

»VERGESST SEPTIMUS! WIR SOLLTEN WENDEN!«, quiekte Cornelius. »SONST WIRD UNS DIESER STURM NOCH VERSCHLINGEN!«

Aber Julius wollte davon nichts wissen. »Warte hier!«, knurrte er mit zusammengebissenen Zähnen und hangelte sich an der Bordwand entlang. »HALT UNS AUF KURS, CORNELIUS! ICH HOLE HILFE!«

Eine riesige Welle brach sich über der Bordwand und Julius stolperte weiter Richtung Kapitänskajüte. Er schaffte es bis zur Luke, packte die rutschige Leiter und stieg vorsichtig in den dunklen, feuchten Bauch des Schiffes hinunter.

Im Halbdunkel schob er sich an Milus dem Löwen vorbei, der in einer zerschlissenen Hängematte lag. Auf seinem Bauch schlief selig die Maus Plinius, ihr Kampftrainer. Milus knurrte missmutig, weil Julius ihn geweckt hatte.

»Nein, sind wir nicht!«, schnauzte Julius. »Und wie’s aussieht, werden wir’s auch nicht schaffen.«

Julius mühte sich über einen Haufen durchweichter Kisten und Säcke zu seinen Gefährten, die gedrängt im Kreis saßen.

Alle schreckten hoch, außer seinem Bruder Brutus, der nicht einmal aufsah. »Jetzt hol erst mal Luft, Julius!«, knurrte er. »Das ist grad echt kniffelig hier!« Er scheuchte seinen Bruder mit dem Huf weg.

Rufus, Lucia und Felix sprangen entsetzt auf. »WAS?!«, schrien sie.

Kapitel zwei

Jammerndes Strandgut

Julius wachte auf, als jemand seinen Namen rief. Er blinzelte und sah ein vertrautes Gesicht vor sich.

»Julius!«, schrie Lucia. Sie sauste zu ihrem alten Freund und schloss ihn stürmisch in die Arme. »Wir hatten schon gedacht, du wärst verloren!«

»Wir können wieder HEIM!«, sang sie vergnügt.

»Wie kannst du dir so sicher sein?«, rief Julius aus.

»Nun, sonst wären hier doch nicht so viele Krokodile, oder?«

Milus schlenderte zu Julius hinüber und klopfte ihm auf den Rücken. »Also, Esel, es war ja großartig, mit ’nem Zebra und ’ner Antilope abzuhängen, aber jetzt wird’s für Zeit für mich zu verschwinden«, knurrte er.

»Aber du kannst uns doch jetzt nicht verlassen, Milus!«, flehte Julius.

»Wir wollen doch Septimus finden und dafür sorgen, dass er keine Tiere mehr trainiert!«

»Wenn du glaubst, dass Septimus den Sturm überlebt hat«, sagte Milus im Gehen, »dann bist du noch dümmer, als du aussiehst!«

»Und das bedeutet, dass wir wieder unser normales Leben aufnehmen können«, antwortete Milus. »Servus.«

Julius rief zu der Maus Plinius hinüber, die im Treibgut des Wracks herumhüpfte: »PLINIUS! KANNST DU MAL WAS SAGEN?«

Plinius riss verzweifelt die Pfötchen hoch: »Als ob ich das nicht versucht hätte«, piepste er, »aber bei dem ist ja nichts zu machen!«

»Wisst ihr«, seufzte Julius. »Er hat mich zwar immer einen Esel genannt, aber ich glaube, der alte Griesgram wird mir trotzdem fehlen.«

»Sehr schön, Brutus! Aber das hilft uns nicht, Septimus zu finden.«

Lucia tätschelte Julius die Schulter. »Vergiss Septimus«, sagte sie freundlich. »Milus hat recht: Er ist entweder verschollen oder hat irgendwo Schiffbruch erlitten.« Sie lächelte breit. »Wir sind jetzt endlich FREI und können tun, was wir wollen!«

»Komm schon, Debra«, piepste Plinius. »Wir können chillaxen und uns mal die Gegend hier ansehen!« Er sauste im Sand herum, fuchtelte mit den Armen und schlug eine Reihe von Rädern.

Felix lief über den Strand. »Mach dir nichts draus, Julius!«, rief er. »Ich bleibe – wo ich hier so viele tolle Steine sammeln kann!«

»Ja, da hast du recht«, lachte Julius. »Wenn ich’s mir recht überlege, bin ich ganz froh, dass Milus verduftet ist. Wenn ich den nie wiedersehe, fehlt mir auch nix!«

Kapitel drei

Der Erwählte

»ALLE AUF DIE KNIE!«, befahl einer der Soldaten. Er stieß Milus mit dem Heft seines Speers in den Sand.

Der Soldat, der offensichtlich das Kommando führte, trat vor und musterte die seltsamen Tiere, wobei seine rot und weiß gestreifte Kopfbedeckung im Wind flatterte. Er stupste Julius mit dem Speer an.

»Wer seid ihr, dass ihr UNGEBETEN in unser Land eindringt?«, bellte er.

Ein Soldat rief von hinten: »Und unseren Strand habt ihr auch versaut!« Die anderen Soldaten nickten und grummelten zustimmend.

Der Kommandant kam ganz dicht an Julius heran. »Genau«, krächzte er. »Und unseren schönen Strand habt ihr auch völlig versaut.«

»Das mit eurem Strand tut uns leid«, sagte Julius, »aber wir sind nur zufällig hier. Wir haben einen SCHIFFBRUCH überlebt!«

»PAH!«, schnaubte der Kommandant und zwang Julius auf den Boden. »Das kann jeder sagen! Ihr seid SPIONE, und hier in Ägypten werden alle Spione GETÖTET!«

Cornelius schlug sich an die Stirn. »ÄGYPTEN! Natürlich! Wusste ich’s doch!«

»Wusstest du nicht!«, erwiderte Julius mürrisch. »Du hast Afrika gesagt!«

»Ägypten liegt aber in Afrika!«, belehrte ihn Cornelius. »Du siehst, ich hatte DOCH recht!«

»Ich stimme Julius zu«, warf Felix ein. »Wenn du einen ganzen Kontinent nennst, gilt das nicht. Das ist gemogelt!«

»Und es war eben DOCH ein Wettbewerb!«, sagte Felix gekränkt. »Ich selbst sagte, wir sind in Griechenland, und Rufus meinte, wir seien in Karthago. ALLE haben mitgemacht!«

»Aber wenn es ein Wettbewerb war«, entgegnete Cornelius, »was ist dann der Hauptgewinn, hmm?«

Felix blickte verdutzt drein. »Äh … ein Seestern?«

»Das hast du dir gerade ausgedacht«, protestierte Cornelius.

»Ich weiß nicht, wo ihr Spione herkommt«, donnerte der Kommandant, »aber es muss ein Land voller IDIOTEN sein!!!«

»In Wirklichkeit, Herr Soldat«, sagte Julius, »sind wir keine Idioten aus Idiotenland; wir sind GLADIATOREN, FLÜCHTLINGE aus ROM!«

Dem Soldaten stockte der Atem.

»Genau, und mit IHM hier solltet ihr euch besser nicht anlegen«, fügte Cornelius an und zeigte auf Julius. »Er ist ihr weltberühmter CHAMPION!«

Der Kommandant wischte sich Tränen aus den Augen. »Das ist der beste Witz, den ich je gehört habe, du Bestie. Es wird mir SEHR leid tun, wenn wir euch töten müssen.«

Julius schnappte sich geschwind zwei Stöcke und nahm Kampfhaltung ein.

Der Kommandant wich entsetzt und mit weit aufgerissenen Augen zurück.

»Gut gemacht!«, flüsterte Cornelius. »Denen hast du’s aber gezeigt!«

Der Kommandant schüttelte ungläubig den Kopf. »Nein, nein! Seid nicht ALBERN! Er kann doch unmöglich …«

Er brachte den Satz nicht zu Ende; stattdessen kniff er die Augen zusammen und stieß mit dem Speer nach dem Zebra. »Für ein Pferd bist du entweder sehr mutig oder sehr, sehr dumm«, blaffte er.

»Jetzt fang DU nicht auch noch an! Ich bin kein Pferd; ich bin ein …« Plötzlich bemerkte Julius, wie der Boden unter ihm bebte. Verblüfft drehte er sich um.

Julius winkte ab. »Nein, alles bestens, danke«, sagte er dankbar. »Ich hab die Sache im Griff!«

Die Krokodile verbeugten sich höflich und traten wie gewünscht ein paar Schritte zurück.

Die Soldaten waren entgeistert. »Wer bist du, dass du in unser Land eindringst, die Symbole unserer längst vergangenen Pharaonen trägst und über die Krokodile gebietest?«, schrie einer.

»Seht mal«, sagte Julius und hob die Arme. »Ich will doch nur, dass sich hier alle wieder ein bisschen entspannen!«

Wie auf Kommando ballten sich über ihnen dunkle Wolken zusammen, es donnerte und der Himmel öffnete seine Schleusen.

»Oh, das kann er prima!«, lachte Felix. »Ihr hättet ihn mal in Britannien sehen sollen. Überall wo er hinkam, hat’s geschüttet!«

Die Soldaten warfen sich vor Julius auf den Boden. »Dann ist es, wie wir dachten! Du bist der Glücksbringer; du bist DER ERWÄHLTE, der zurückgekehrt ist!«

»Auch DAS noch!«, spottete Milus und bog sich vor Lachen.

»Ich verstehe das nicht«, sagte Cornelius. »Warum glaubt ihr, dass ER der Erwählte ist?«

»Weil er den REGEN bringt!«, rief einer der Soldaten.

»Aber bei dem Sturm letzte Nacht muss es doch auch hier stark geregnet haben, oder?« Cornelius war ziemlich verwirrt.

Der Soldat schüttelte den Kopf. »Der Sturm auf dem Meer kam nicht bis zur Küste. Unsere Ernte verdorrt, aber HETER hat uns neue HOFFNUNG gebracht! Er hat unsere Gebete erhört!«

Julius’ Verblüffung wurde noch größer. »HETER? Wer ist HETER?«

»Hat … hat er mich gerade Pferd genannt?«, murrte Julius verärgert. »Ich bin überhaupt nicht wie ein Pferd!«

Der Kommandant wandte sich an einen seiner Soldaten. »Eile nach Alexandria. Sie sollen mit den Vorbereitungen beginnen!«

Kapitel vier

Heldenverehrung

»Komm!« Der Kommandant winkte Julius heran. »Wir müssen rasch nach Alexandria, unserer herrlichen Stadt. Als wiedererstandener Gott werden dich unsere Priester bestimmt zum PHARAO ausrufen!«

Ungläubig meinte Julius zu Cornelius: »Aber sind Pharaonen nicht KÖNIGE?«

Cornelius war ebenso verwirrt wie Julius. »Waren sie jedenfalls, als ich das letzte Mal nachgesehen habe«, sagte er.

»Weißt du, die Ägypter verehren ihre Tiere, und viele gelten tatsächlich als Götter, genau wie die Pharaonen!«

Der kleine Plinius kam herbeigelaufen. »Was soll denn das ganze Theater hier?«, fragte er.

»Und nicht nur DAS«, warf Cornelius ein. »Sie wollen ihn auch zum PHARAO machen!«

Plinius fiel vor Schreck fast in Ohnmacht. »War ja klar, dass dir das ganze Champion-Gedöns irgendwann zu Kopf steigen würde!«, quiekte er.