Julius Zebra – Aufruhr im alten China - Gary Northfield - E-Book

Julius Zebra – Aufruhr im alten China E-Book

Gary Northfield

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Beschreibung

Julius reist nach China!

Ihr neustes Abenteuer führt Julius und seine Freunde ins weit entfernte China. Aber da läuft ja mal so absolut gar nichts nach Plan! Während der chinesische Kaiser sich über sein neues Pferd (hmpf!) als Haustier freut, hat es dessen Berater von Anfang an auf die Truppe abgesehen. Als die Freunde dann natürlich ausgerechnet erwischt werden, als sie heimlich ein paar Seidenraupen klauen wollen, bleibt ihnen nur eine letzte Chance – sie müssen an einer Runde Kickball teilnehmen, um ihre Freiheit zurückzubekommen. Aber ihr Einsatz ist (natürlich wie so ziemlich immer) nichts Geringeres als ihre Leben – denn aus den Verlierern werden die nächsten Spielbälle gefertigt und davor könnte sie nicht mal das Wohlwollen des Kaisers schützen…

Ein neues, urkomisches Abenteuer mit Julius Zebra und witzigen Comics ab 8 Jahren

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 89

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Gary Northfield

Aufruhr im alten China

Aus dem Englischen von Karlheinz Dürr

Mit Illustrationen von Gary Northfield

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.Der Verlag behält sich die Verwertung der urheberrechtlich geschützten Inhalte dieses Werkes für Zwecke des Text- und Data-Minings nach § 44 b UrhG ausdrücklich vor. Jegliche unbefugte Nutzung ist hiermit ausgeschlossen.

Für Lizzie

Danke, dass du vor all den Jahren an mich geglaubt hast.

Echt cool!

© 2025 der deutschsprachigen Ausgabe cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 München

[email protected]

(Vorstehende Angaben sind zugleich Pflichtinformationen nach GPSR.)

Alle deutschsprachigen Rechte vorbehalten

Published by arrangement with Walker Books Limited, London SE11 5HJ. All rights reserved. No part of this book may be reproduced, transmitted, broadcast or stored in an information retrieval system in any form or by any means, graphic, electronic or mechanical, including photocopying, taping and recording, without prior written permission from the publisher.

Die Originalausgabe erschien 2025 unter dem Titel »Julius Zebra – Commotion in Ancient China« bei Walker Books Ltd., London.

Text und Illustration: Copyright © 2025 Gary Northfield

Übersetzung: Karlheinz Dürr

Redaktion: Eva Jäschke

Umschlaggestaltung: Geviert GbR, Grafik & Typografie

ah · Herstellung: AW

Satz: Uhl + Massopust, Aalen

ISBN 978-3-641-33736-0V001

www.cbj-kinderbuch.de

Inhalt

Zutritt verboten!

Der Drache tritt auf!

Des Kaisers neue Clowns

Das Lieblingshasstier

Das muss ja schiefgehen!

Auf in den Kampf!

Affenzauber

Tu es für uns!

Mucksmäuschenstill

Heimlich, still und – laut!

Das Ungeheimnis

Drei Wünsche hast du frei

Die Große Mauer

Sieg – was denn sonst?

Wer verliert, ist tot

Ausgetrickst!

Ich bin kein Tiger!

Geheimer geht’s nicht!

Oh, wie schön ist es im Kerker!

Anhang

Kapitel einsZutritt verboten!

»NIEMANDDARFDENKAISERVONCHINASEHEN!«, brüllte der Wächter von der Palasttreppe herunter und reckte Julius den Speer entgegen. »Und erst recht keiner, der so STINKT wie du! VERDUFTE!«

Schlaumeier Cornelius, Julius’ unerschütterlicher Gefährte, näherte sich unterwürfig dem Wärter. Mit vielen Verbeugungen überreichte er ihm eine ziemlich zerknitterte Schriftenrolle, die die lange Reise von Rom hierher noch halbwegs intakt überstanden hatte.

»Frag ihn gleich mal nach den geheimen Seidenkokons!«, platzte Felix aufgeregt heraus.

»PSSST!«, zischte Cornelius entsetzt. »Du darfst nicht über die Seidenkokons reden, du Doofkopf! Die sind STRENGGEHEIM!«

Nachdem sie vom Wärter nicht zum ruhmreichen Kaiser Shun vorgelassen worden waren, zogen sie enttäuscht durch die lauten, dicht bevölkerten Straßen von Luoyang.

Julius stieß einen tiefen Seufzer aus. »Wie sollen wir denn jetzt eine Audienz beim Kaiser von China bekommen?«, murrte er. »Ich kann doch nicht zulassen, dass meine arme Mutter von diesem Schurken Hadrian in Rom gefangen gehalten wird! Ich hätte größte Lust, sofort den ganzen Weg zurückzugehen und ihm klarzumachen, dass ich aus der Abmachung AUSSTEIGE!«

»Ich bin keine 5.000 Meilen gelaufen, nur um gleich wieder umzukehren!«, klagte Lucia und rieb sich die wund gelaufenen Krokodilklauen. »Sogar meine Blasen haben jetzt Blasen!«

»Ich glaube, unser größtes Problem ist, dass wir am falschen Tag angekommen sind«, bemerkte Rufus. »Findet hier gerade irgendeine Party statt?«

»Vielleicht sollten wir erst mal ein Bad nehmen«, schlug Brutus vor, Julius’ ziemlich nerviger (und ständig stinkender) Bruder. Er schnüffelte an seinen Kleidern und sagte: »Wir baden einfach in dieser großen Wasserlache, und wenn wir dann ganz frisch und sauber sind, können wir es noch mal bei dem Wärter versuchen!« Und schon sprang er in die große, faulig stinkende Lache und plantschte fröhlich darin herum. »Juhuu!«, schrie er. »Das hätten wir schon vor Wochen machen sollen!«

»Uns in dieser Dreckbrühe waschen?«, seufzte Julius. »Wie tief sind wir gesunken!«

»Da hast du die Antwort«, sagte Milus mürrisch.

Lucia sprang plötzlich auf. »Das bringt mich auf eine Idee!«, rief sie. »Wenn wir wirklich wie Clowns aussehen, ist das doch prima!« Sie lachte begeistert.

»Wieso?«, fragte Julius verdutzt.

»Weil!« Lucia zog das unglückliche Zebra vom Boden hoch und deutete auf ein anderes Tor weiter im Westen. »Siehst du die vielen Leute, die dort hinten durch das Tor in den Palast gehen? Das müssen Musikanten und Straßenkünstler sein, die durch den Hintereingang laufen!«

»Und was willst du damit sagen?«, fragte Julius, immer noch verwundert.

»Ist doch klar, oder? Im Palast findet heute irgendein Fest statt! Ganz bestimmt ist das der Grund, warum so viele Musikanten und Tänzer dorthin strömen!«

Lucia zupfte Julius am zerschlissenen Ärmel. »In diesen alten Klamotten sind wir 5.000 Meilen gewandert. Wir brauchen neue Kleider, damit wir wie Akrobaten aus dem geheimnisvollen Westen aussehen!«

»Du hast doch bestimmt irgendwas Nützliches in deiner großen Tasche!«, sagte Lucia und durchwühlte Julius’ Leinenbeutel mit ihren scharfen Krallen. Plötzlich war ein lautes QUIEK! zu hören. Eine Maus schoss aus der Tasche und hielt sich den schmerzenden Po.

Mit einem lauten Plumps! landete die Maus auf dem Boden und hüpfte quiekend auf und ab. »Kann eine brave Maus nicht mal ein kurzes Nickerchen halten?«, kreischte sie.

»Kurzes Nickerchen?!«, rief Julius. »Wir haben dich vor sechs Monaten in der Taklamakan-Wüste verloren! Hätte nie gedacht, dich jemals wiederzusehen!«

»Vor sechs Monaten?«, echote Plinius erstaunt. »Das ist ja wirklich ein anständiges Nickerchen. Hab ich was verpasst? Warum leckt mich das Kamel? Sind wir schon da? Habt ihr die Seidenkokons gefunden?«

Kapitel zweiDer Drache tritt auf!

Julius war total begeistert! Er würde seine akrobatischen Künste vor dem Kaiser von China vorführen! »Wir Zebras sind weltberühmt für unsere sagenhafte Akrobatik!«, prahlte er. »Für mich wird das ein Kinderspiel!« Und schon sprang er hoch und vollführte einen Rückwärtssalto.

»Das klappt nie und nimmer!«, stöhnte Lucia unter dem chaotischen Haufen ihrer Freunde hervor. »Wir brauchen einen besseren Plan, wenn wir in den Kaiserpalast hineinkommen wollen!«

Im selben Moment schwebte etwas Seltsames über die verwirrte Gruppe hinweg.

»Das könnte unsere Eintrittskarte sein!«, rief Lucia aufgeregt. »Leute, wir müssen uns was ganz Neues einfallen lassen!«

Als sie über die Brücke zum westlichen Palasttor zuckelten, erregten sie mit ihren Späßen und ihrem Geblödel große Aufmerksamkeit. Doch unter dem Drachenkostüm konnte die Menschenmenge, die ihnen begeistert zujubelte, sie nicht sehen.

»Lachen sie uns aus?«, fragte Rufus.

»Hört sich das wie Weinen an?«, zischte Milus, der sich sehnlichst wünschte, das ganze Theater wäre bald vorbei.

»Achtet nicht auf sie!«, keuchte Julius. »Wir sehen super aus und der Kaiser wird uns LIEBEN!«

Aber als sie am Tor ankamen, brüllten die Wärter »HALT!« und kreuzten die Speere, um dem Drachen den Weg zu versperren.

»Den Gestank kenne ich doch!«, rief einer der Wärter. »Der würde dem Kaiser nicht gefallen!«

»Sag ihnen, dass ich mich gewaschen habe!«, brüllte Brutus unter dem Hintern des Drachen hervor, obwohl er wahrscheinlich noch schlimmer stank als vorher.

Aber die Wächter rührten sich nicht vom Fleck. Julius seufzte und wendete den Kopf des Drachen, um wieder über die Brücke abzuziehen, als plötzlich ein lautes, protestierendes »BUUUH!« zu hören war. Ein verfaulter Kohlkopf platschte einem der Wächter ins Gesicht.

»He!«, brüllte der und wischte sich das Gesicht ab. »Wer war das?«

Jetzt prasselte noch mehr gammeliges Gemüse auf die Wächter herab. Die Menschenmenge wurde immer wütender, weil ihr neuer Lieblingsdrache nicht in den Palast eingelassen wurde, um vor dem Kaiser aufzutreten.

Die Gefährten hörten und spürten, wie das Gemüse wie Hagelkörner auf das Drachenkostüm prasselte, als die Menschenmenge mit dem Drachen in der Mitte die Wärter beiseitedrängte.

»Das ist unsere Chance!«, brüllte Lucia. »Die Wärter sind abgelenkt! Wir brauchen uns nur an ihnen vorbeizuschlängeln!«

Der Drache bahnte sich einen Weg durch das Tor und die riesige Empfangshalle und dann einen Korridor entlang.

»Passt auf die hübschen Vasen auf!«, rief Rufus, aber nacheinander stießen sie die kostbaren Vasen um, die auf dem Boden zersplitterten.

»Macht mal langsam!«, rief Cornelius, der mit seinen kurzen Warzenschweinbeinchen kaum noch mithalten konnte. »Wir wissen doch gar nicht, wo wir hingehen!«

Durch das weit aufgerissene Drachenkopfmaul konnte Julius sehen, dass die anderen Künstler vor einem weiteren Tor Schlange standen.

»Das muss der richtige Weg sein!«, rief er erfreut.

Plötzlich stellten sich weitere Wächter dem Drachen in den Weg. Julius machte eine Vollbremsung.

Er schob den Kopf unter dem Drachenkostüm hervor, schaute ängstlich zu den grimmigen Wärtern auf und begann zu zittern. »Jetzt sind wir erledigt!«, keuchte er.

Aber dann packte einer der Wärter Julius und stellte ihn auf die Hufe. »Ihr müsst euch beeilen!«, befahl er. »Der Kaiser wird schon bald eintreffen und ihr dürft nicht zu spät kommen!«

Kapitel dreiDes Kaisers neue Clowns

Die Wärter zogen das Drachenkostüm von Julius und seinen Gefährten herunter und führten sie auf einen großen Hof mitten im Palast. Die Luft dröhnte vom Geläut riesiger Glocken und dem WUMM-BUMM gewaltiger Trommeln.

Als sie sich wieder beruhigt hatten, begrüßte sie ein prächtiger Anblick: Dutzende Musiker und Tänzer drängelten sich im großen Innenhof.

Dann wurde mit einem lauten Ruf die Ankunft des Kaisers verkündet. Alle, die im Hof warteten, fielen auf die Knie.

»Hoppla – wer ist das denn?«, rief Felix verwundert.

»Das ist der Kaiser, du Dummkopf!«, zischte Milus. »Du hältst jetzt besser dein Maul, sonst bringst du uns in Schwierigkeiten!«

»Cornelius!«, keuchte Julius. »Kannst du dir vorstellen, dass Hadrian in einem fliegenden Streitwagen in Rom einzieht? Wir kriegen doch immer nur einen Tritt in den Hintern, wenn er auftaucht!«

»Müssen wir den da wegen der Seidenkokons fragen?«, überlegte Felix laut.

»PSSST!«, zischten die anderen im Chor.

»Willst du denn unbedingt, dass wir wieder ins Gefängnis geworfen werden?«, fauchte Milus.

Die Höflinge und Würdenträger stellten sich in einer langen Reihe auf, um ihre Geschenke auf den Thronstufen vor dem jungen Kaiser niederzulegen. Ein aufmerksamer Höfling starrte wütend auf das lärmende Durcheinander, das Julius und seine Gefährten veranstalteten.

Lucia verneigte sich hastig vor ihm. »Wir sind eine berühmte Akrobaten-Tanzgruppe«, verkündete sie. »Im Namen von Kaiser Hadrian sind wir den langen Weg von Rom hierhergereist, um vor Seiner Durchlauchtheit aufzutreten!«

»Durchlauchtheit?!«, stieß der Höfling entrüstet aus. »Ihr werdet den jungen Kaiser als Erhabenster Herrscher oder Sohn des Himmels ansprechen, wenn ihr nicht euren Kopf verlieren wollt!«

Felix streckte einen Huf hoch. »Und wie dürfen wir Euch anreden?«, fragte er. »Sollen wir Euch GnädigerHerr nennen?«

Das Gesicht des Mannes lief knallrot an, bis es wie eine überreife Tomate aussah. »GNÄDIGERHERR?! HERR??«

»Aber wenn ihr euch derart unverschämt aufführt, werde ich auch euer HENKER