Juristische Methoden für Dummies - Werner F. König - E-Book

Juristische Methoden für Dummies E-Book

Werner F. König

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Beschreibung

Stehen Sie gerade am Anfang eines Jura-Studiums? Oder müssen Sie sich als Nicht-Jurist im Nebenfach mit Jura beschäftigen? Ist Ihnen die juristische Methodik noch fremd und fühlt sie sich für Sie gewöhnungsbedürftig an? Das muss nicht so bleiben! Dieses Buch führt Sie in die Logik der Juristerei ein und erklärt Ihnen in gewohnt verständlicher und anschaulicher Dummies-Manier die Welt der Normengefüge, Sachverhalte und Fallfragen, Auslegung und Fallbearbeitung. Und ganz nebenbei erfahren Sie auch, welche juristischen Todsünden Sie auf keinen Fall begehen sollten.

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Seitenzahl: 356

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Juristische Methoden für Dummies

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

2. Auflage 2024

© 2024 Wiley-VCH GmbH, Boschstraße 12, 69469 Weinheim, Germany

Wiley, the Wiley logo, Für Dummies, the Dummies Man logo, and related trademarks and trade dress are trademarks or registered trademarks of John Wiley & Sons, Inc. and/or its affiliates, in the United States and other countries. Used by permission.

Wiley, die Bezeichnung »Für Dummies«, das Dummies-Mann-Logo und darauf bezogene Gestaltungen sind Marken oder eingetragene Marken von John Wiley & Sons, Inc., USA, Deutschland und in anderen Ländern.

Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.

Coverfoto: © Klaus The / stock.adobe.comKorrektur: Frauke Wilkens, München, Johanna Rupp, Walldorf

Print ISBN: 978-3-527-72072-9ePub ISBN: 978-3-527-84241-4

Über den Autor

Werner F. König ist seit etwa 25 Jahren Rechtsprofessor an einer deutschen Hochschule. Vorher hat er als praktischer Jurist gearbeitet. Er kennt also nicht nur die Theorie, sondern weiß auch, wie die Praxis aussieht. Seit vielen Jahren prüft er an der Universität und im Ersten Juristischen Examen. Daher weiß er sehr gut, wo die vermeidbaren Fehler gemacht werden – und wie man sie vermeidet.

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titelblatt

Impressum

Über den Autor

Einleitung

Über dieses Buch

Konventionen in diesem Buch

Törichte Annahmen über den Leser

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Wie es weitergeht

Teil I: Vom Zimmern im Allgemeinen: Eine Übersicht

Kapitel 1: Methodisch Fälle lösen

Regeln sorgen für Ordnung

Die Regeln und ihre Ordnung

Sachverhalt und Fragestellung

Die Methoden der Rechtsanwendung

Die Antwort und Ihre Begründung

Kapitel 2: Was sind Rechtsnormen und wozu sind sie da?

Der Mensch braucht Anleitung

Wenn, dann … – der Aufbau der Norm

Kapitel 3: Übersicht über die Fallbearbeitung

Anwendung von Normen: Der Rechtssyllogismus

Passt alles? Die Subsumtion

Und was heißt das nun genau? Die Rechtsfolgenkonkretisierung

Rechtsanwendung als komplexe Aufgabe

Teil II: Von der Werkbank: Das Normengefüge

Kapitel 4: Woher nehmen? Rechtsquellen

Schwarz auf weiß: Positives Recht

Das war schon immer so: Gewohnheitsrecht

Keine Rechtsquelle: Richterrecht

Kapitel 5: Welche Norm nehmen? Geltung und Anwendbarkeit

Passt das hier überhaupt? Geltung und Anwendbarkeit

Ass sticht König: Geltungsvorrang

Was passt besser? Konkurrenz von Normen

Das kann weg! Abdingbarkeit

Kapitel 6: Was steht drin? Norminhalte

Vollständige und unvollständige Normen

Was ist was? Legaldefinitionen

Keine Regel ohne Ausnahme: Gegennormen

Guck doch woanders! Verweisungen

Und übrigens …: Ausfüllungsnormen

Kapitel 7: Wie passt das zusammen? Das Normengefüge als System

Fallfrage, Antwortnormen und Hilfsnormen

Was Sie über das System wissen müssen und was nicht

Teil III: Vom Holz: Sachverhalt und Fragestellung

Kapitel 8: Was ist passiert? Was heißt »Wahrheit« für Gerichte?

Wie viel Holz brauchen Sie überhaupt? Selektive Sachverhaltsermittlung

Wo Sie Ihr Holz suchen: Die Wahrheit im Prozess

Wenn Sie kein Holz finden: Die Feststellungslast

Kapitel 9: Wer will was von wem warum? Die Fallfrage

Von der Bedeutung der Unzufriedenheit

Von der Bedeutung laienhafter Antworten

Kapitel 10: Der mitgeteilte Sachverhalt im Studium

Von der Todsünde der Sachverhaltsveränderung

Von der Auslegung des Sachverhalts

Von der Lücke im Sachverhalt

Teil IV: Vom Werkzeug: Auslegung und Rechtsfortbildung

Kapitel 11: Was im Gesetz steht: Methoden der Auslegung

Auslegung und ihre Elemente: Ein Überblick

Ausgangspunkt und Grenze der Auslegung: Wortlautargumente

Auslegung anhand des Kontexts: Systematische Argumente

Auslegung anhand des Gesetzeszwecks: Teleologische Argumente

Auslegung anhand der Textgeschichte: Historische Argumente

Ergebnis der Auslegung: Abwägung der Argumente

Kapitel 12: Was nicht im Gesetz steht: Methoden der Rechtsfortbildung

Wenn das Gesetz Löcher hat: Methoden der Gesetzesergänzung

Wenn das Gesetz Fehler hat: Methoden der Gesetzeskorrektur

Wenn das Gesetz unrecht ist: Die Entscheidung gegen das Gesetz

Rechtsfortbildung und Gewohnheitsrecht

Kapitel 13: Zwischen Auslegung und Rechtsfortbildung: Der unbestimmte Rechtsbegriff

Was ist das und wozu taugt es? Von Türchen und Scheunentoren

Was macht man damit? Vom Ausfüllen unbestimmter Rechtsbegriffe

Wie kommen die Grundrechte ins Spiel? Vom Grundgesetz als Werteordnung

Teil V: Vom Sägen, Bohren und Hobeln: Technik der Fallbearbeitung

Kapitel 14: Immer schön logisch: Die Denkgesetze

Nur was logisch ist, überzeugt

Die Begriffsvertauschung als Todsünde der Falllösung

Die Widersprüchlichkeit als Todsünde der Falllösung

Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten

Die unzureichende Begründung

Kapitel 15: Immer schön der Reihe nach: Der richtige Aufbau

Zwei Aufbauarten: Urteil und Gutachten

Zwei Aufbauprinzipien: Logik und Praktikabilität

Zwei Möglichkeiten, weniger zu schreiben: Weglassen und Offenlassen

Zwei Möglichkeiten, mehr zu schreiben: Hilfsbegründung und Hilfsgutachten

Kapitel 16: Ihr Fahrplan zur Klausurlösung

Erster Schritt: Lesen Sie die Fallfrage!

Zweiter Schritt: Lesen Sie den Sachverhalt!

Dritter Schritt: Suchen Sie Normen!

Vierter Schritt: Wenden Sie die Normen an!

Fünfter Schritt: Prüfen Sie Ihr bisheriges Ergebnis auf Plausibilität!

Sechster Schritt: Entwerfen Sie den Aufbau Ihrer Lösung!

Siebter Schritt: Schreiben Sie die Lösung nieder!

Achter Schritt: Fertig!

Teil VI: Noch ein Blick in die Werkstatt: Der Top-Ten-Teil

Kapitel 17: Acht wichtige Tipps fürs Fällelösen

Lesen Sie erst die Frage, dann den Sachverhalt!

Lesen Sie den Sachverhalt nicht ein Mal, sondern jedes Mal, bevor Sie eine neue Subsumtion beginnen!

Lesen Sie jede Norm durch, ehe Sie sie anwenden!

Vergewissern Sie sich, dass eine Norm anwendbar ist, bevor Sie sie anwenden!

Wenn Ihnen ein Paragraf gefällt: Lesen Sie ihn zu Ende und lesen Sie wenigstens auch noch die Überschriften der umstehenden Paragrafen!

Denken Sie daran, dass jedes einzelne Wort im Gesetz etwas bedeuten kann!

Die richtige Reihenfolge ist: Gesetz lesen – Gesetz verstehen – Gesetz anwenden!

Vermeiden Sie Schachtelprüfungen, wo Sie können!

Kapitel 18: Die sieben Todsünden der Falllösungstechnik

Die Sachverhaltsveränderung

Die Einzelfallargumentation

Der Methodensalat

Die Begriffsvertauschung

Der Widerspruch

Der unzulässige Umkehrschluss

Die leere Begründung und der Zirkelschluss

Kapitel 19: Dreiunddreißig juristische Begriffe, die Ihnen spanisch vorkommen

Abbildungsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

End User License Agreement

Tabellenverzeichnis

Kapitel 2

Tabelle 2.1: Norminhalt von § 985 BGB.

Tabelle 2.2: Norminhalt von § 242 Abs. 1 StGB.

Kapitel 3

Tabelle 3.1: Subsumtion unter § 823 Abs. 1 BGB

Kapitel 10

Tabelle 10.1: Zeittafel für einen Klausursachverhalt

Kapitel 15

Tabelle 15.1: Was tun bei logischem Gleichrang?

Tabelle 15.2: Was tun bei logischem Vorrang von A?

Illustrationsverzeichnis

Kapitel 3

Abbildung 3.1: Rechtsanwendung

Abbildung 3.2: Sein und Sollen

Kapitel 7

Abbildung 7.1: Verästelungen der Rechtsordnung

Orientierungspunkte

Cover

Titelblatt

Impressum

Über den Autor

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Fangen Sie an zu lesen

Abbildungsverzeichnis

Stichwortverzeichnis

End User License Agreement

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Einleitung

Es ist schön, dass Sie sich für dieses Buch entschieden haben! Es wird Ihnen dabei helfen, das knifflige, aber auch sehr schöne Handwerk des juristischen Fällelösens zu erlernen. Von außen sieht das manchmal ziemlich geheimnisvoll aus. So besonders geheimnisvoll ist es aber gar nicht. Sie werden sehen, es ist vor allem eins: schön logisch!

Über dieses Buch

Dieses Buch erklärt Ihnen, wie Sie wie ein Jurist denken. Sie müssen es nicht von vorn bis hinten ganz durcharbeiten. Sie können immer gerade da nachschauen, wo Sie sich beim Lösen Ihrer eigenen Fälle unsicher sind. Natürlich schadet es auch nicht, es einmal ganz zu lesen.

Vielleicht sind Sie ein wenig überrascht, gerade zur juristischen Methodenlehre ein … für Dummies-Buch gefunden zu haben. Vielleicht dachten Sie, juristische Methoden seien etwas Trockenes und Langweiliges. Dann sollten Sie das Buch ganz dringend lesen, denn das ist genau der Grund, aus dem es geschrieben wurde: Juristische Methoden sind spannend und interessant! Es lohnt sich sie kennenzulernen.

Konventionen in diesem Buch

Es ist schön, wenn Sie das Buch ganz lesen. Sie müssen nicht. Sie können vorn anfangen und hinten aufhören, aber Sie müssen nicht. Lesen Sie ruhig das, was Sie gerade interessiert, und den Rest später, und was Sie sowieso schon wissen, lesen Sie gar nicht. Damit Ihnen das leichter fällt,

werden Sie zu Beginn jedes der sechs Teile des Buches darüber informiert, wovon seine einzelnen Kapitel handeln;

erfahren Sie zu Beginn eines jeden Kapitels, was Sie darin finden.

Juristische Methoden sind etwas sehr Abstraktes. Abstraktes prägt sich besser ein, wenn es anhand von konkreten Beispielen erklärt wird. Darum ist das Buch voll davon. Sie sind meist entsprechend gekennzeichnet, damit Sie gleich erkennen, dass es jetzt etwas konkreter wird. Wenn Sie schon verstanden haben, worum es gerade geht, und kein Beispiel mehr dazu brauchen, lesen Sie die Passagen einfach nicht. Das geht auch. Es entgeht Ihnen freilich etwas, denn manchmal sind Beispiele aus der Praxis auch die Würze, die dafür sorgt, dass Ihnen das ganze Essen besser schmeckt.

Für den Fall, dass Sie beim Lesen einen Fachausdruck aus einem anderen Kapitel noch nicht kennen, finden Sie in Kapitel 19 eine kleine Liste mit den Erklärungen der wichtigsten Begriffe.

Törichte Annahmen über den Leser

Sie möchten wissen, mit welchem Handwerkszeug Sie aus einem Lebenssachverhalt die richtigen rechtlichen Schlussfolgerungen ziehen. Vielleicht studieren Sie ja Rechtswissenschaften und das ist etwas, das man in jeder Prüfung von Ihnen erwartet. Vielleicht sind Sie aber auch Sozialarbeiter oder Kauffrau und möchten endlich einmal verstehen, wie der Justitiar im Hause immer zu seinen Ergebnissen kommt.

Sie wissen wahrscheinlich, dass Sie juristische Fragen nur mit dem Gesetz vor sich beantworten können. Darum wissen Sie vermutlich auch schon, wie Sie an den Gesetzestext herankommen. Aber falls nicht: Es gibt nicht nur schöne gedruckte Sammlungen, die man kaufen kann. Sie können ein Gesetz, das Sie nicht haben, auch jederzeit im Internet nachschlagen. Kostenlose Seiten mit allen wichtigen Normen des Bundesrechts sind:

www.gesetze-im-internet.de

dejure.org

Und wenn Sie einmal ältere Fassungen recherchieren möchten:

lexetius.com

Für das Smartphone gibt es außerdem die verschiedensten Gesetze-Apps zum Herunterladen. Ziehen Sie Ihren entsprechenden Store zurate!

Wie dieses Buch aufgebaut ist

Juristische Methoden für Dummies hat sechs Teile mit insgesamt 19 Kapiteln. Alle Teile zusammen geben Ihnen eine vollständige Anleitung dazu, wie Sie sich eine juristische Falllösung zusammenbauen können. Stellen Sie sich einfach vor, die Falllösung wäre ein Möbelstück und Sie wollten es zimmern. Jeder Teil beschreibt etwas anderes, das Sie dazu wissen müssen.

Teil I – Vom Zimmern im Allgemeinen: Eine Übersicht

Im ersten Kapitel bekommen Sie einen Überblick darüber, was ein Jurist tut, wenn er einen Fall löst. In Kapitel 2 erfahren Sie etwas über den Hauptakteur – die Rechtsnorm – und in Kapitel 3 darüber, wie Sie mit den Methoden der Subsumtion und Rechtsfolgenkonkretisierung Gesetzestext und Lebenssachverhalt zusammenbringen.

Teil II – Von der Werkbank: Das Normengefüge

Das Normengefüge, das die Rechtsordnung ausmacht, ist die Unterlage, auf der Sie arbeiten, wenn Sie Fälle lösen. In Kapitel 4 bis 7 erfahren Sie alles, was Sie darüber wissen müssen, aus welchen einzelnen Teilchen es besteht und wie diese miteinander zusammenhängen.

Teil III – Vom Holz: Sachverhalt und Fragestellung

In den Kapiteln 8 bis 10 geht es um den Werkstoff, mit dem Sie arbeiten. Das ist der Sachverhalt, den Sie einer juristischen Prüfung unterziehen wollen beziehungsweise sollen (oder sogar müssen). Sie erfahren hier auch, wie wichtig es ist, die richtigen Fragen zu stellen und auch nur die Fragen zu beantworten, die sich gerade stellen. Kapitel 10 befasst sich mit dem, was Sie vor allem interessieren wird, wenn Sie Jura studieren: mit dem mitgeteilten Sachverhalt in Prüfungsaufgaben.

Teil IV – Vom Werkzeug: Auslegung und Rechtsfortbildung

Die Kapitel 11 bis 13 behandeln die juristischen Methoden im engeren Sinne. Das ist das Werkzeug, mit dem Sie Ihre Falllösung bauen. Sie erfahren hier etwas über

die Techniken, mit denen Sie aus dem Gesetzestext durch

Auslegung

seine Bedeutung ermitteln können;

die Situationen, in denen es richtig ist, Rechtsfragen durch

Rechtsfortbildung

zu entscheiden, und die Techniken, die Sie dazu brauchen;

die Techniken, mit denen Sie bewusst offene Begriffe im Gesetz – »unbestimmte Rechtsbegriffe« – durch

Ausfüllen

für Ihren Fall handhabbar machen.

Teil V – Vom Sägen, Bohren und Hobeln: Technik der Fallbearbeitung

In Kapitel 14 bis 16 wird Ihnen noch näher vorgestellt, wie Sie mit diesem Werkzeug an Ihrem Werkstoff und auf Ihrer Werkbank tatsächlich arbeiten. Sie erfahren etwas über die formale Logik, der die juristische Argumentation gehorchen muss, und über die Regeln, nach denen sie aufgebaut sein sollte. Kapitel 16 enthält einen kleinen Taschenbauplan für Ihre Klausurlösung.

Teil VI – Noch ein Blick in die Werkstatt: Der Top-Ten-Teil

Hier finden Sie noch ein paar nützliche Listen, die Sie in Ihrer Fällelösungswerkstatt (im Geiste) aufhängen können, wenn Sie mögen.

Symbole, die in diesem Buch verwendet werden

Was da steht, sollten Sie sich unbedingt merken. Sie werden es noch einmal brauchen.

Hier steht ein kurzes Beispiel für das, was eben erklärt wurde. Sie müssen das nicht lesen. Manchmal versteht es sich mit einem konkreten Beispiel halt etwas besser.

Hier finden Sie einen Tipp für Ihre Arbeit. Wenn Sie den beherzigen, wird alles leichter.

Hier wird ein wichtiger Begriff näher erklärt. Das sollten Sie sich anschauen, denn der Begriff kommt Ihnen vermutlich nicht nur in diesem Buch unter.

Dieses Symbol weist auf einen Abschnitt hin, den Sie auch überspringen können. Es wird darin etwas Interessantes erklärt, das Sie nicht unbedingt wissen müssen, wenn Sie die Details nicht interessieren.

Dieses Symbol weist Sie auf einen Fehler hin, den Sie auf keinen Fall machen sollten.

Wie es weitergeht

Nun können Sie loslegen. Alles, was Sie jetzt noch brauchen, ist ein Fall zum Lösen. Da finden Sie sicher einen – und wenn nicht, schlagen Sie die Zeitung auf! Wie Sie dort einen Fall zum Lösen finden, können Sie in Kapitel 9 nachlesen.

Teil I

Vom Zimmern im Allgemeinen: Eine Übersicht

IN DIESEM TEIL …

In diesem Teil bekommen Sie zunächst im ersten Kapitel einen groben Überblick über die gesamte juristische Methodenlehre. In Kapitel 2 erfahren Sie, wozu juristische Regelungen überhaupt da sind und wie sie aussehen. In Kapitel 3 erfahren Sie, wie eine juristische Falllösung zusammengesetzt ist. Das alles dient der Einführung. Bevor man einen Tisch zimmern kann, muss man halt erst einmal wissen, dass er eine Platte und vier Beine hat. Die fisseligeren Details – wo die Beine hinkommen, wie man sie anleimt und so weiter – stehen weiter hinten in diesem Buch.