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Dreisatz, Prozentrechnen und Co. - wie ging das noch gleich? Wenn Sie einen kaufmännischen Beruf anstreben oder ausüben, führt kein Weg am Kaufmännischen Rechnen vorbei. Aber keine Sorge, auch wenn Sie kein Mathe-Genie sind, werden Berechnungen wie Proportions-, Durchschnitts-, Verteilungs- oder Zinsrechnung bald kein Problem mehr für Sie sein. Petra Leitert erklärt Ihnen leicht verständlich und Schritt für Schritt alle wichtigen Rechenarten, die Sie benötigen. So erfahren Sie alles über Abschreibungen, Währungsrechnung, Deckungsbeiträge und vieles mehr. Auch komplexere Berechnungen wie Tilgungsrechnung, Zinseszinsrechnung, Berechnungen bei Geldanlagen und statistisches Rechnen kommen nicht zu kurz. Zahlreiche Beispielrechnungen, Übungen und Tipps zur Arbeit mit Excel runden dieses Buch ab.
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Seitenzahl: 415
Veröffentlichungsjahr: 2021
Kaufmännisches Rechnen für Dummies
Dreisatz für proportionale Beziehungen
Bekannte Größen: Ausgangswert x1, abhängiger Wert y1, veränderte Ausgangsgröße x2
Berechnete Größe: veränderter abhängiger Wert y2
ProzentwertZinsenVerzugszinsenLinearer AbschreibungsbetragFremdwährungsbetragHandelsspanneDeckungsbeitragLiquiditätNummer
Prozentsatz
Bruchfaktor
rationaler Faktor
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0,75
2
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0,5
3
33,33 %
0,3333
4
25 %
0,25
5
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0,2
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10 %
0,1
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5 %
0,05
8
4 %
0,04
9
2 %
0,02
10
1 %
0,01
Prozentsätze mit den zugehörigen Faktoren
In den Kapiteln 7 und 12
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
2. Auflage 2022©2022 Wiley-VCH GmbH, Boschstraße 12, 69469 Weinheim, Germany
Wiley, the Wiley logo, Für Dummies, the Dummies Man logo, and related trademarks and trade dress are trademarks or registered trademarks of John Wiley & Sons, Inc. and/or its affiliates, in the United States and other countries. Used by permission.
Wiley, die Bezeichnung »Für Dummies«, das Dummies-Mann-Logo und darauf bezogene Gestaltungen sind Marken oder eingetragene Marken von John Wiley & Sons, Inc., USA, Deutschland und in anderen Ländern.
Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.
Print ISBN: 978-3-527-71894-8ePub ISBN: 978-3-527-83536-2
Korrektur: Petra Heubach-Erdmann, Frauke Wilkens
Petra Leitert studierte Mathematik, Ökonomie und Medienpädagogik und ist promovierte Wirtschaftsmathematikerin. Sie ist seit über 35 Jahren in verschiedenen Forschungs-, Bildungs- und Beratungsunternehmen tätig. Sie unterrichtete Auszubildende und Unternehmensmitarbeiter in den Bereichen kaufmännisches Rechnen, Rechnungswesen und Unternehmensführung und entwickelte zahlreiche Lernprogramme. 2013 wurde sie an der Hochschule Wismar zur Professorin berufen und ist seitdem für die Mathematikausbildung an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät verantwortlich.
Cover
Titelblatt
Impressum
Über die Autorin
Einleitung
Über dieses Buch
Was Sie nicht lesen müssen
Törichte Annahmen über den Leser
Wie dieses Buch aufgebaut ist
Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
Wie es weitergeht
Teil I: Zum Start: Einfache Berechnungen für Kaufleute
Kapitel 1: Das Rechnen der Kaufleute
Das kaufmännische Rechnen entwickelt sich
Unterstützung aus der Mathematik
Kapitel 2: Proportionen
Einfache Proportionen berechnen (1)
Eine kleine Übung
Umgekehrte Proportionen (3)
Eine kleine Übung
Zusammengesetzte Proportionen (4)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 3: Durchschnittsrechnung
Einfache Durchschnitte ermitteln (1)
Gewogene Durchschnitte ermitteln (2)
Das passende Mischungsverhältnis ermitteln (3)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 4: Verteilungsrechnung
Es muss verteilt werden
Verteilungsverhältnisse berechnen
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 5: Dreisatzberechnungen
Mit dem Dreisatz rechnen
Grundlagen des Dreisatzes (1)
Antiproportionale Zuordnung mit Dreisatz berechnen (2)
Zusammengesetzte Dreisätze benutzen (3)
Kettensätze bewältigen (4)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Teil II: Ein Schritt weiter: Erste Berechnungen aus der Finanzmathematik
Kapitel 6: Prozentrechnung
Das eine Prozent von 100
Grundbegriffe der Prozentrechnung verstehen (1)
Mit verminderten und vermehrten Grundwerten rechnen (2)
Wichtige Anwendungen der Prozentrechnung
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 7: Zinsrechnung
Wann und wo treten Zinsen auf?
Den Kalender nutzen: Termin rechnen
Überwachung nötig: Verzugs- und Kontokorrentzinsen (4)
Rückwärts rechnen: Den Zinssatz und andere Größen ermitteln (5)
Zinsrechnung im und auf Hundert unterscheiden: Vermindertes und vermehrtes Kapital (6)
Den Unterschied verstehen: Nominalzins und Effektivzins (7)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 8: Zinseszinsrechnung
Auswirkungen der Verzinsung der Zinsen (1)
Rückwärts rechnen vom Endkapital (2)
Verzinsung beschleunigen: Unterjährige Verzinsung verwenden (3)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 9: Tilgungsrechnung
Tilgungsmöglichkeiten: Raten oder Annuitäten, das ist hier die Frage
Ratentilgung: Rate für Rate für Rate
Annuitätentilgung: Jahr für Jahr konstant
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 10: Abschreibung
Der Werteverlust wird abgeschrieben (1)
Mit konstantem Tempo abschreiben – lineare Abschreibung (2)
Mit schneller Abschreibung starten – degressive Abschreibung
Die Abschreibungsart wechseln (6)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Teil III: Die nächste Stufe: Etwas komplexere Zusammenhänge
Kapitel 11: Kalkulationsberechnung
Vom Einkaufs- bis zum Verkaufspreis kalkulieren (1)
Vorwärts und rückwärts kalkulieren (2)
Differenzkalkulation durchführen (3)
Das Kalkulieren vereinfachen (4)
Industrielle Kalkulation verwenden
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 12: Kostenrechnung: Teilkosten und Deckungsbeitrag
Kostendeckung untersuchen
Nach der Teilkostenrechnung vorgehen (1)
Den Deckungsbeitrag und noch etwas dazu absichern (2)
Den Gewinnpunkt (»Break-even-Point«) ermitteln (3)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgabe
Kapitel 13: Statistik für Kaufleute
Statistische Auswertungen in Unternehmen
Daten statistisch analysieren und auswerten (1)
Mit betriebswirtschaftlichen Kennziffern beurteilen (4)
Ergebnisse grafisch darstellen (5)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 14: Währungsrechnung
Währungen und Wechselkurse umrechnen (1)
Den kleinen Unterschied bei Sorten und Devisen erkennen (2)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Kapitel 15: Berechnungen bei Geldanlagen
Geld vermehren (1)
An der Börse verdienen (3)
Unterstützung durch Excel
Übungsaufgaben
Teil IV: Der Top-Ten-Teil
Kapitel 16: Zehn Tipps für die Mathematikprüfung
Aufgabe vollständig lesen
Bestimmen, was gegeben ist und was gesucht wird
Rechenwege angeben
Probe durchführen
Antwortsatz angeben
Ergebnisse mit »gesundem Menschenverstand« anschauen
Mit den »leichteren« Aufgaben beginnen
Die Zeit im Auge behalten
Grafiken beschriften
Rituale nutzen
Kapitel 17: Zehn Tipps zum Lernen in der Mathematik
Üben, üben und nochmals üben
Mathematische Denkweise entwickeln
Lösungsschritte hinterfragen
Lösungswege gegenseitig erklären
Lernpartner suchen
Fragen stellen
Möglichst konkrete Fragen stellen
Bücher und andere Literaturquellen nutzen
Mit verständlicheren Büchern beginnen
Sich von Vorurteilen lösen
Stichwortverzeichnis
End User License Agreement
Kapitel 3
Tabelle 3.1: Einkaufswerte
Tabelle 3.2: Telefonkosten
Tabelle 3.3: Verkauf der Holzsorten
Tabelle 3.4: Steinarten
Tabelle 3.5: Eisverkauf
Tabelle 3.6: Bestandteile der Erdmischung
Kapitel 4
Tabelle 4.1: Bezahlte Tippscheine Tippgemeinschaft
Tabelle 4.2: Berechnete Einzelanteile
Tabelle 4.3: Einzelanteile Zimmer
Tabelle 4.4: Summe Einzelanteile Zimmer
Tabelle 4.5: Anteile Gewichte
Tabelle 4.6: Summe Einzelanteile Gewichte
Tabelle 4.7: Veränderte Einzelanteile Gewichte
Kapitel 6
Tabelle 6.1: Entwicklung der Steuersätze in der Bundesrepublik
Tabelle 6.2: Erlaubte Abweichungen bei der Teileherstellung
Kapitel 9
Tabelle 9.1: Tilgungsplanberechnung bei Ratentilgung
Tabelle 9.2: Tilgungsplan bei Annuitätentilgung
Tabelle 9.3: Tilgungsplanberechnungen bei Ratentilgung
Tabelle 9.4: Tilgungsplan bei Ratentilgung
Tabelle 9.5: Tilgungsplan bei Ratentilgung
Tabelle 9.6: Tilgungsplan bei Annuitätentilgung
Tabelle 9.7: Tilgungsplan bei Annuitätentilgung
Tabelle 9.8: Tilgungsplan für drei Jahre bei Annuitätentilgung
Tabelle 9.9: Tilgungsplan bei Ratentilgung
Tabelle 9.10: Tilgungsplan bei Annuitätentilgung
Kapitel 10
Tabelle 10.1: Wechsel nach Abschreibungssätzen
Tabelle 10.2: Abschreibungsentwicklung
Tabelle 10.3: Abschreibungstabelle
Tabelle 10.4: Abschreibungstabelle für die degressive Abschreibung
Tabelle 10.5: Bezug zur Prozentrechnung
Tabelle 10.6: Vergleich der Abschreibungsbeträge
Tabelle 10.7: Abschreibungstabelle mit Wechsel
Kapitel 11
Tabelle 11.1: Einzelkosten der Funktionsbereiche im Unternehmen
Tabelle 11.2: Gemeinkosten der Funktionsbereiche im Unternehmen
Kapitel 13
Tabelle 13.1: Zeitreihenübersicht der Kennziffer
Tabelle 13.2: Verteilung des Durchschnittsalters
Tabelle 13.3: Zeitreihen des Umsatzes und des Gewinns
Tabelle 13.4: Entwicklung der Kennziffern über die Jahre
Tabelle 13.5: Umsatz der Kundengruppen je Einrichtung
Tabelle 13.6: Entwicklung der monatlichen Forderungshöhe
Tabelle 13.7: Aufträge und Anfragen nach der Schaltung der Annonce
Tabelle 13.8: Summen der Aufträge und Anfragen
Tabelle 13.9: Anteile der Aufträge der Wochen pro Monat sowie kumulierte Anteile...
Tabelle 13.10: Umsatz- und Kostenwerte von sechs Monaten
Tabelle 13.11: Durchschnittlicher Umsatz und durchschnittliche Kosten
Kapitel 14
Tabelle 14.1: Sortenkurse
Tabelle 14.2: Fiktive Sortenkurse
Tabelle 14.3: Devisenhandel
Kapitel 2
Abbildung 2.1: Grafische Darstellung der linearen Funktion der Proportion mit Ex...
Abbildung 2.2: Grafische Darstellung der Hyperbel der umgekehrten Proportion mit...
Abbildung 2.3: Einfache Proportionen
Abbildung 2.4: Umgekehrte Proportionen
Abbildung 2.5: Zusammengesetzte Proportionen
Kapitel 3
Abbildung 3.1: Einfacher Durchschnitt
Abbildung 3.2: Gewogener Durchschnitt
Abbildung 3.3: Mischungsverhältnisse
Abbildung 3.4: Wenn-Funktion
Kapitel 4
Abbildung 4.1: Einfache Verteilungsberechnung 1
Abbildung 4.2: Einfache Verteilungsberechnung 2
Abbildung 4.3: Zusammengesetzte Verteilungsberechnung
Kapitel 5
Abbildung 5.1: Dreisatz bei einfachen proportionalen Beziehungen
Abbildung 5.2: Dreisatz bei einfachen antiproportionalen Beziehungen
Abbildung 5.3: Dreisatz bei zusammengesetzten Beziehungen
Kapitel 6
Abbildung 6.1: Möglichkeiten der Prozentrechnung
Abbildung 6.2: Prozentrechnung mit vermindertem oder vermehrtem Grundwert
Abbildung 6.3: Umsatzsteuerberechnung
Kapitel 7
Abbildung 7.1: Einfache Zinsberechnung
Abbildung 7.2: Monatliche Zinsberechnungen
Abbildung 7.3: Verzugszinsen
Abbildung 7.4: Überziehungszinsen
Abbildung 7.5: Rückwärtsberechnung der Zinsgrößen
Abbildung 7.6: Effektiv- und Nominalzinssatz
Kapitel 8
Abbildung 8.1: Zinsentwicklung über die Jahre
Abbildung 8.2: Entwicklung der Summe der Zinsen
Abbildung 8.3: Zinseszinsberechnung
Abbildung 8.4: Zinseszinsberechnung rückwärts
Abbildung 8.5: Unterjährige Verzinsung
Kapitel 9
Abbildung 9.1: Unterschied Raten- und Annuitätentilgung
Abbildung 9.2: Tilgungsplan Ratentilgung
Abbildung 9.3: Tilgungsplan Annuitätentilgung
Kapitel 10
Abbildung 10.1: Wertentwicklung bei linearer Abschreibung
Abbildung 10.2: Wertentwicklung bei degressiver Abschreibung
Abbildung 10.3: Entwicklung lineare Abschreibung
Abbildung 10.4: Entwicklung degressive Abschreibung
Abbildung 10.5: Wechsel von der degressiven zur linearen Abschreibung
Kapitel 11
Abbildung 11.1: Vorwärtskalkulation
Abbildung 11.2: Rückwärtskalkulation
Abbildung 11.3: Differenzkalkulation
Abbildung 11.4: Größen der Kalkulationsvereinfachung
Kapitel 12
Abbildung 12.1: Preisgrenzen
Abbildung 12.2: Deckungsbeitragsermittlung
Abbildung 12.3: Gewinnschwellenermittlung
Kapitel 13
Abbildung 13.1: Umsatzentwicklung über zehn Jahre
Abbildung 13.2: Durchschnittliche Kundenanzahl je Wochentag
Abbildung 13.3: Umsatzzahlen je Kundengruppe
Abbildung 13.4: Entwicklung der Bucherzahlen im Jahr
Abbildung 13.5: Darstellung Kostenstruktur mit Kreis- und Säulendiagramm
Abbildung 13.6: Darstellung Kostenstruktur mit Balken- und Liniendiagramm
Abbildung 13.7: Balkendiagramm für Umsatzzahlen je Kundengruppe
Abbildung 13.8: Liniendiagramm für Entwicklung der Marketingkosten
Abbildung 13.9: Gestauchte Darstellung der Kostenachse
Abbildung 13.10: Gestauchte Darstellung der Jahresachse
Abbildung 13.11: Stauchung der Achse mit den Besucherzahlen
Abbildung 13.12: Ausschnitt der Besucherzahlen von nur sechs Monaten
Abbildung 13.13: Säulendiagramm
Abbildung 13.14: Balkendiagramm
Abbildung 13.15: Liniendiagramm
Abbildung 13.16: Kreisdiagramm
Abbildung 13.17: Datenerfassung und -auswertung Telefonate
Abbildung 13.18: Betriebswirtschaftliche Kennziffern
Kapitel 14
Abbildung 14.1: Währungsumrechnungen
Kapitel 15
Abbildung 15.1: Rendite Tagesgeldkonto
Abbildung 15.2: Aktienverkaufspreis bei gegebener Rendite
Cover
Titelblatt
Impressum
Über die Autorin
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Fangen Sie an zu lesen
Stichwortverzeichnis
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Kein Kaufmann kommt heute ohne die Mathematik aus. Es gibt ständig Situationen, in denen mathematische Überlegungen die Entscheidungen und das Handeln in einem Unternehmen beeinflussen.
Da sich durch die Komplexität moderner Marktbeziehungen die Ansprüche an die Kaufleute erhöht haben, beinhaltet dieses Buch neben den grundlegenden Verfahren des kaufmännischen Rechnens auch einige einfache – inzwischen auch in kleineren Unternehmen zum Teil benötigte – Verfahren aus der Finanzmathematik.
Dieses Buch beschäftigt sich mit dem kaufmännischen Rechnen. Dabei können Sie es als Lehrbuch zum Einstieg in diesen Themenbereich benutzen, Sie können es aber auch als Nachschlagewerk zur Wiederholung oder zur Vertiefung bestimmter Themen verwenden.
Die Kapitel sind jeweils so aufgebaut, dass sie weitestgehend voneinander unabhängig sind. So brauchen Sie nur die Kapitel oder Abschnitte zu lesen, die Sie wirklich interessieren. Wird doch einmal Wissen aus einem anderen Kapitel benötigt, erhalten Sie einen entsprechenden Hinweis.
Ziel war es, ein praxisorientiertes Buch zu schreiben. Aus diesem Grund werden alle mathematischen Sachverhalte zusätzlich durch viele Beispiele aus der Unternehmenspraxis oder des Alltags verdeutlicht.
Nach einer Einführung in die ökonomischen Zusammenhänge finden Sie in jedem Kapitel zunächst eine Zusammenfassung der wichtigsten mathematischen Formeln und Regeln für Eilige. Sind Sie mit dem Themengebiet schon vertraut, reicht Ihnen vielleicht die zusammenfassende Übersicht zum Wiederholen bereits bekannter Fakten oder zum Nachschlagen bei der praktischen Anwendung. Möchten Sie zu einer Regel noch einmal die Erklärungen nachlesen, können Sie die Nummern der einzelnen Regeln am Ende der Überschriften der dazugehörigen Abschnitte finden. Haben Sie das Kapitel gelesen, können Sie den Bereich »Für Eilige das Wichtigste zusammengefasst« natürlich auch als abschließende Zusammenfassung des Kapitels nutzen.
Darüber hinaus gibt es zu jedem Abschnitt mit neuen mathematischen Sachverhalten eine kleine Übung zum selbstständigen Anwenden/Rechnen auf der Basis eines praktischen Beispiels (natürlich mit Lösungsvorschlägen). Am Ende jedes Kapitels finden Sie noch einmal etwas umfangreichere und komplexere Übungsaufgaben, die die Anwendung der wichtigsten Inhalte erfordern. Selbstverständlich erhalten Sie auch hier Musterlösungen zum Vergleichen oder als Anregung, wenn Sie mal nicht weiterkommen. Wo es die Berechnung beschleunigte, wurden die Berechnungen mit Excel-Tabellen durchgeführt (was aber manchmal zu kleineren Rundungsabweichungen führte).
Sie können natürlich versuchen, zunächst einmal nur die Aufgaben im Buch zu lösen, um zu sehen, ob Sie entsprechende Kenntnisse besitzen. Wo Sie Wissenslücken entdecken, schauen Sie dann einfach in den Erklärungsteil oder in die dazugehörige Zusammenfassung.
Außerdem enthält jedes Kapitel des Buches einen Abschnitt »Unterstützung durch Excel«. Viele der kleinen Übungen werden hier noch einmal durchgeführt, sodass Sie gut nachvollziehen können, wie der jeweilige Lösungsweg ist.
Da in diesem Buch nicht mehr Platz für ausführliche Excel-Erklärungen besteht, werden nur relativ einfache Funktionen eingesetzt und somit leicht nutzbare Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt. Zur Unterstützung werden zu Beginn jedes Abschnitts die verwendeten Excel-Optionen und -Funktionen in einer Übersicht zusammengestellt. So können Sie im Bedarfsfall diese Begriffe in anderen Quellen nachschlagen.
Die meisten vorgeschlagenen Excel-Lösungen bieten auch die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Ausgangswerten zu »spielen« und so die Auswirkungen der Veränderungen von bestimmten Daten zu erkennen.
In mehreren Kapiteln gibt es zusätzliche Inhalte für Interessierte. Diese sind natürlich für das Verständnis der vorgestellten mathematischen Methode nicht erforderlich. Ich hoffe jedoch, dass Sie einige dieser weiteren Informationen interessant finden.
Auch die Zusammenfassungen müssen Sie nicht lesen und Sie haben auch weder die Pflicht, sich mit den kleinen Übungen zu beschäftigen noch die komplexeren Übungsaufgaben abzuarbeiten. Dies sind Zusatzangebote, die Sie natürlich gerne nutzen können. Denn gerade durch das Üben wird häufig das Verständnis verbessert.
Das Gleiche gilt auch für die Abschnitte der Excel-Anwendungen. Sie können sie getrost überspringen, wenn sie für Sie unwichtig sind. Für das mathematische Verständnis sind sie nicht zwingend erforderlich, können es aber durchaus unterstützen.
Für die Thematik nicht relevant, aber trotzdem interessant könnte der Top-Ten-Teil mit seinen verschiedenen zusätzlichen Informationen und Hinweisen sein.
Da Sie sich Zeit für dieses Buch genommen haben, nehme ich an, dass Sie
sich in einer ökonomischen oder kaufmännischen Ausbildung befinden oder
selbstständig sind oder
in einem Unternehmen im kaufmännischen beziehungsweise verwaltungstechnischen Bereich tätig sind oder
einfach Interesse am kaufmännischen Rechnen haben oder
versuchen möchten, sich bestimmte Arbeiten am Computer mit Excel zu erleichtern, da Sie bereits einige Grundkenntnisse besitzen.
Vielleicht möchten Sie auch nur eine einfache Hilfe zur Lösung kaufmännischer Aufgaben erhalten oder suchen verständliche Beispiele kaufmännischer Berechnungen beziehungsweise Aufgaben zum Üben, um Ihre Fertigkeiten auf diesem Gebiet zu verbessern.
Ich nehme an, dass Sie einen Taschenrechner besitzen und mit ihm umgehen können. In den ersten Kapiteln können Sie viele Aufgaben noch ohne Taschenrechner erledigen, wenn Sie gut im Kopfrechnen sind oder gern mal eine Aufgabe schriftlich rechnen. Aber schon ab Teil II sollten Sie für die Übungen einen Taschenrechner parat haben, um nicht zu viel Zeit mit Berechnungen zu verbringen.
Dieses Buch ist in vier Teile gegliedert. Es geht mit den leichten Methoden los, die auch häufig im privaten Bereich genutzt werden. Dann geht es Schritt für Schritt weiter mit immer anspruchsvolleren beziehungsweise komplexeren Verfahren bis zu den ersten Anwendungen aus der Finanzmathematik.
Im ersten Teil erhalten Sie zum Start einen kleinen Einblick in die geschichtliche Entwicklung des kaufmännischen Rechnens. Dann lernen Sie zuerst die grundlegenden Verfahren zur Berechnung von verschiedenen Proportionen, von unterschiedlichen Arten des Durchschnitts, von möglichen Verteilungen und zur Bestimmung der unterschiedlichen Dreisätze kennen.
Im zweiten Teil finden Sie die wichtigen Berechnungsmethoden der Kaufleute:
Prozentrechnung,
Zinsrechnung,
Zinseszinsrechnung,
Tilgungsrechnung und Abschreibung,
die zum Teil bereits seit mehreren Jahrhunderten für Kaufleute unerlässlich sind und die sie noch heute in der täglichen Arbeit ständig einsetzen.
Im dritten Teil lernen Sie keine neuen mathematischen Berechnungsmethoden kennen. Aber Sie erfahren, wie Sie das bekannte mathematische Rüstzeug für komplexe Anwendungsbereiche wie
Kalkulationen,
Kostenkontrolle,
Darstellung statistischer Zusammenhänge,
Währungsumrechnungen und
Geldanlagen
einsetzen.
Diese Anwendungsgebiete benötigen in der Regel mehrere mathematische Verfahren und eine Anpassung der einzelnen Schritte an die konkrete Situation im Unternehmen.
Dieser letzte Teil ist Ihnen, wenn Sie … für Dummies-Fan sind, mit Sicherheit bekannt. Ansonsten sollten Sie es schon wegen dieses interessanten Buchabschnitts werden.
In diesem Teil werden Sie zunächst noch einmal in die Geschichte des kaufmännischen Rechnens »entführt«. Sie erhalten einen Überblick, wer sich neben vielen anderen Persönlichkeiten um die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung des kaufmännischen Rechnens verdient gemacht hat und welchen historischen Ursprung einige Begriffe haben, die wir heute so selbstverständlich benutzen.
Da das Lernen der Mathematik an sich und die Umsetzung des Erlernten in der Prüfung für viele mit viel »Kopfzerbrechen« und Unbehagen verbunden ist, erhalten Sie hier einige wertvolle Tipps, die Ihnen helfen sollen, diese Herausforderungen zu meistern.
Damit Sie sich gut im Buch orientieren können, verwende ich die nachfolgenden Symbole mit der angegebenen Bedeutung:
Hier finden Sie jeweils eines der vielen versprochenen Beispiele.
Hier erhalten Sie zum vorgestellten Verfahren einen zusätzlichen Tipp oder Ratschlag.
Mit diesem Symbol ist ein Hinweis verbunden, der Sie warnt, wo Sie vorsichtig bei der Berechnung sein müssen, um nicht einen der typischen Fehler zu begehen.
Wenn Sie dieses Symbol sehen, folgt eine Begriffserklärung oder eine Definition.
Dieses Symbol richtet sich an die interessierteren Leser. Hier erhalten Sie zusätzliche Informationen zum aktuellen Thema.
So viel der Vorrede – nun kann es losgehen.
Natürlich können Sie das Buch systematisch von Anfang bis Ende durcharbeiten. Damit dies für Sie interessant und verständlich bleibt, schauen Sie sich immer auch die vielen praxisorientierten Beispiele an.
Sie können sich auch einzelne Kapitel herauspicken, wenn Sie gerade ein spezielles berufliches oder privates (mathematisches) Problem zu lösen haben oder zu einigen speziellen Problemstellungen nur kleinere Wissenslücken beseitigen wollen.
Sie können das Buch aber auch nur zum Wiederholen und Üben benutzen. In diesem Fall brauchen Sie sich lediglich mit den Zusammenfassungen und Übungen zu beschäftigen.
Um einen nicht so mathematischen Einstieg in das Thema des kaufmännischen Rechnens zu bekommen, können Sie natürlich auch erst einmal den Top-Ten-Teil lesen oder – noch angenehmer – Sie erfreuen sich als Erstes an den Cartoons.
Wie auch immer Sie starten, ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Lesen, Lernen, Üben und Schmökern.
Teil I
IN DIESEM TEIL …
… lernen Sie elementare Berechnungen für Kaufleute kennen. Dabei erfahren Sie nicht nur, wie Sie einfache Proportionen, den einfachen Durchschnitt oder grundlegende Verteilungen bestimmen können. Das wäre dann doch zu einfach. In den folgenden Kapiteln erfahren Sie auch, wie bei umfangreicheren Anwendungsfällen diese Methoden angewandt werden, zum Beispiel bei umgekehrten und zusammengesetzten Proportionen, dem gewogenen Durchschnitt und Mischverhältnissen sowie bei kombinierten Verteilungsverhältnissen. Darüber hinaus lernen Sie die kaufmännische Methode des Dreisatzes kennen.
Kapitel 1
IN DIESEM KAPITEL
Die Entwicklung des Handels erfordert kaufmännisches Rechnen
Mathematische Grundlagen werden benötigt
Wichtige kaufmännische Berechnungsmethoden entstehen
Prozentrechnung in verschiedenen Verfahren des kaufmännischen Rechnens nutzen
Mit der Entwicklung des Handels entwickelte sich auch das kaufmännische Rechnen. Solange nur Ware gegen Ware getauscht wurde, waren lediglich einfache Zählereien erforderlich. Einfache Zahlensysteme kannten schon die Babylonier und das alte Ägypten.
Aber mit der Entwicklung des überregionalen und insbesondere des internationalen Handels entwickelten sich zunächst einfache, lokal noch recht unterschiedliche Tausch- und Zahlungsmittel, die erste Geldfunktion übernahm zum Beispiel Salz. Damit wurden einfache Verhältnisberechnungen erforderlich. Je mehr sich der Handel entwickelte, umso dringender wurden mathematische Methoden benötigt, die die Abwicklung der Handelsprozesse unterstützten. Die Mathematik war immer ein Wegbegleiter des ökonomischen Fortschritts und der Entwicklung der verschiedensten Handelsformen.
Schon sehr früh entstanden mathematische Verfahren, die die Kaufleute bei der Entscheidungsfindung unterstützten.
Euklid (circa 360 – 280 vor Christus) – ein griechischer Mathematiker – beschäftigte sich bereits mit den Relationen zwischen zwei beziehungsweise drei Größen (siehe Kapitel 2), auf deren Basis der Dreisatz entstand.
Durch die Ausdehnung des Handels wuchs die Bedeutung des Geldes. Es entstanden erste Banken, die das Geld der Kaufleute verwalteten, ihnen Zahlungsmittel liehen oder wechselten und sie bei Geschäften unterstützten. Das Wort »Bank« kommt von dem italienischen Wort »banco« und bedeutet »Tisch«. Diese Bezeichnung entstand, weil die ersten Geldwechsler (wie sie früher häufig bezeichnet wurden) zunächst nicht von einem festen Gebäude aus agierten, sondern mit ihrem Tisch unterm Arm dorthin gingen, wo die Handelsplätze und Märkte waren. Für ihre Leistungen nahmen sie Gebühren.
Zinsberechnungen und Rentabilitätsüberlegungen bei der Wahl von Kapitalanlagemöglichkeiten beschäftigen die Kaufleute schon seit Jahrhunderten (siehe Kapitel 7). Auch hier liefert die Mathematik die Instrumentarien (Zinsrechnung), freies Kapital maximal zu verwerten beziehungsweise benötigte Kapitalressourcen optimal zu beschaffen und einzusetzen.
Das einfache Verfahren zur Berechnung eines bestimmten Prozentbetrags auf der Grundlage eines vorgegebenen Prozentsatzes nutzte bereits der römische Staat zur Ermittlung der Steuern.
Mit der Entwicklung von Handel, Staatswesen und Banken entstanden neue und immer feinere mathematische Methoden zur Lösung kaufmännischer Aufgaben. Algebra und Arithmetik machten große Fortschritte.
Im 14. Jahrhundert entstanden in Italien Rechenschulen insbesondere für Kaufleute, die aktuelle mathematische Kenntnisse sowie ihre Anwendung für kaufmännische Prozesse vermittelten. Dazu gehörten neben den grundlegenden Kenntnissen der negativen Zahlen auch Berechnungen mit Potenzen.
Von der Entwicklung der Mathematik profitierte auch das kaufmännische Rechnen. So setzte sich der Mathematiker Regiomontan 1456 in einem mathematischen Manuskript mit quadratischen Funktionen und Funktionen höherer Ordnung auseinander. In diesem Skript hat er als Anwendungsbeispiel eine Aufgabe benutzt, die wir heute der Zins- beziehungsweise Zinseszinsrechnung zuordnen.
In Deutschland wurde erst Mitte des 15. Jahrhunderts die neue Arithmetik und Algebra verbreitet. Durch die Entwicklung des Handels ließen sich deutsche Kaufleute in anderen Ländern insbesondere in Italien ausbilden. Sie brachten die modernen kaufmännischen Berechnungsmethoden mit nach Deutschland.
Um die ersten mathematischen Schriften für Kaufleute in deutscher Sprache machte sich um 1450 der Mönch Fridericus Gerhart aus dem Benediktinerkloster in Regensburg verdient. In seinen Schriften behandelte er zum Beispiel das Rechnen mit Brüchen. Insbesondere seine Schrift »Practica« enthielt eine Reihe von Aufgaben aus der Praxis des täglichen Lebens und der Kaufleute.
Johannes Widmann veröffentlichte 1489 das deutschsprachige Lehrbuch »Behend und hüpsch Rechnung vff allen Kauffmannschafften«, in dem zum ersten Mal im Druck die Zeichen »+« und »-« erschienen.
Adam Ries kommt der Verdienst zu, wesentlich für die umfassende Verbreitung und Popularisierung der algebraischen Rechentechniken und ihre Anwendung für wirtschaftliche Aufgabenstellungen gesorgt zu haben. 1518 veröffentlichte er sein Buch »Rechnung auff der linihen«, in dem die damals aktuellen mathematischen Methoden anhand praktischer Problemstellungen aus den verschiedenen Bereichen des Wirtschaftslebens erklärt wurden. Dazu gehörten neben Preisberechnungen für Waren der Dreisatz und das Umrechnen von unterschiedlichen Gewichtseinheiten. Aber auch das Rechnen mit verschiedenen Geldsystemen zum Beispiel bei Kapitaleinlagen wurde behandelt. 1522 erschien eine erheblich erweiterte Auflage dieses Buches, in die er Aufgaben für alle relevanten Bereiche des damaligen Wirtschaftslebens aufnahm. So beschäftigte sich Adam Ries im zweiten Buch auch mit der Zins- und Zinseszinsrechnung.
Mit der Entwicklung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg um 1440 waren auch die technischen Möglichkeiten gegeben, die die Verbreitung der Bücher mit Themen zum kaufmännischen Rechnen wesentlich unterstützten. So wurde das Rechenbuch von Adam Ries noch mehrfach aufgelegt. Da es in einer volkstümlichen Sprache geschrieben war, eignete es sich sehr gut für die Ausbildung angehender Kaufleute.
Einen Nachdruck des zweiten Rechenbuchs von Adam Ries mit einem in moderner Fassung angepassten Text enthält das interessante Buch »Das macht nach ADAM RIESE« von Stefan Deschauer (2012, Anaconda Verlag Köln).
Das kaufmännische Rechnen ist heute ein fester Bestandteil jeder kaufmännischen und ökonomischen Ausbildung. Auch von jedem Unternehmer (nicht nur von den Händlern und Kaufleuten) wird verlangt, dass er mit bestimmten Regeln des kaufmännischen Rechnens vertraut ist. Sonst ist es für ihn kaum möglich, sich an Ausschreibungen zu beteiligen, den Leistungsprozess zu planen, Rechnungen zu erstellen und zu kontrollieren oder die Unterlagen für das Finanzamt bereitzustellen. Schon der Einkauf von Materialien und Waren erfordert Kenntnisse des kaufmännischen Rechnens.
Mit der Weiterentwicklung von Algebra und Arithmetik ab dem 14. Jahrhundert waren die wissenschaftlichen Instrumentarien vorhanden, die Entwicklung mathematischer Methoden für Kaufleute voranzutreiben.
Mathematische Grundlagen des kaufmännischen Rechnens sind unter anderem:
Grundrechenarten
Berechnungen mit negativen Zahlen
Bruchrechnung
Nutzung gebrochener Zahlen
Rechnen mit Termen (Termumformungen)
Lösung von Gleichungen
Rechnen mit Potenzen
Berechnen von Zahlenfolgen
Spätestens für die Verfahren der Zinseszinsrechnung benötigen Sie auch das mathematische Verständnis für die Berechnung von
Wurzeln und
Logarithmen.
Die wichtigsten Methoden des kaufmännischen Rechnens, die auf den genannten mathematischen Kenntnissen beruhen, und ihre Nutzung in kaufmännischen Bereichen lernen Sie in diesem Buch kennen. Dazu zählen:
Prozentrechnung
Dreisatz
Durchschnittsberechnung
Kosten- und Kalkulationsberechnungen
Zinsrechnung
Abschreibung
einfache Methoden der Finanzmathematik
Das meistbenutzte Instrument im kaufmännischen Rechnen ist die Prozentrechnung. Sie wird nicht nur zur Ermittlung von Anteilen an sich verwendet. Bei vielen anderen Anwendungen des kaufmännischen Rechnens wird sie als unterstützendes Werkzeug benötigt. So werden unter anderem bei folgenden Verfahren auch Prozentrechnungen durchgeführt:
Verteilungsrechnung
Zins- und Zinseszinsrechnungen
Abschreibungen
Kalkulationsberechnungen
Statistikbetrachtungen
Tilgungsrechnung
Heute verlangen Unternehmen aus Produktion, Handel, Bankwesen und Versicherungswirtschaft – um nur einige zu nennen – immer neue kompliziertere Lösungsverfahren zur Bewältigung der komplexen kaufmännischen Problemstellungen. Mittels moderner Computertechnik gelingt es, ständig umfangreichere mathematische Modelle zu entwickeln und in stets kürzerer Zeit Lösungen anzubieten.
Der technische und wissenschaftliche Fortschritt verlangt immer dringender, dass der moderne Kaufmann das mathematische Handwerkszeug beherrscht. Kaufmännisches Rechnen ist wichtiger denn je, um richtige betriebswirtschaftliche Entscheidungen zu treffen.
Die folgenden Kapitel sollen Ihnen helfen, einen schnellen Einstieg in das kaufmännische Rechnen zu finden.
Kapitel 2
IN DIESEM KAPITEL
Die Proportionsgleichungen anwenden
Einfache und umgekehrte Proportionen erkennen
Die Proportionen grafisch darstellen
Zusammengesetzte Proportionen richtig »zerlegen«
Ob bewusst oder unbewusst, gehen Sie im Alltag häufig mit Proportionen um. Schon die Zubereitung des Morgenkaffees stellt Sie das erste Mal vor konkrete Aufgaben der Proportionsrechnung. Ein Esslöffel je Tasse in die Kaffeemaschine; das sind bei zwei, drei, …, zehn Tassen … Ein andermal stehen Sie vor dem Parkautomaten und müssen bezahlen. Zehn Minuten Parkzeit kosten 0,25 Euro. Sie wollen 30 Minuten parken. Wie viel müssen Sie bezahlen?
Auch im Berufsleben ist die Proportionsrechnung nicht wegzudenken. Ein Handwerksmeister hat in einem Hotel fünf Tage Zeit, um insgesamt 75 Teppiche zu verlegen. Jeder Geselle benötigt einen Tag, um zweieinhalb Zimmer fertigzustellen, das heißt: um zweieinhalb Teppiche zu verlegen. Wie viele Gesellen muss der Meister im Hotel einsetzen, um den Auftrag pünktlich zu realisieren?
Die Aufzählung lässt sich problemlos weiterführen. Klar ist: Überall im beruflichen und privaten Alltag machen wir uns Gedanken über Proportionen.
Sind drei Größen dieses Verhältnisses gegeben, erhalten Sie durch die Umstellung der Gleichung auf der Basis der bekannten Rechenregeln die Gleichung zur gesuchten vierten Größe.
Proportionales Verhältnis: Entwickeln sich zwei Größen proportional, spricht man von einem proportionalen Verhältnis. Werden einfache proportionale Verhältnisse grafisch dargestellt, erhält man eine Gerade (durch den Ursprung) im Koordinatensystem.Umgekehrte Proportion: Führt die Erhöhung beziehungsweise Verringerung einer Größe (zum Beispiel Anzahl der Mitarbeiter) zu der gegenteiligen Reaktion, das heißt zur Verringerung beziehungsweise Erhöhung bei einer anderen Größe (zum Beispiel der Zeitdauer), besteht eine umgekehrte Proportion. Sie kann durch die Beziehung:dargestellt werden. Sind drei Werte dieser Verhältnisgleichung bekannt, kann die vierte Größe berechnet werden.
Zusammengesetzte Proportionen: Bestehen zwischen drei Größen proportionale Beziehungen, spricht man von zusammengesetzten Proportionen. Diese zusammengesetzten Proportionen müssen in die einzelnen Proportionen (mit der jeweils gesuchten Größe) unterteilt und in zwei Schritten berechnet werden.Benötigt ein Auto für 100 Kilometer 10 Liter Kraftstoff, können Sie schnell ermitteln, wie viel Kraftstoff für 400 Kilometer erforderlich ist, da Sie wissen, dass sich 100 Kilometer zu 10 Liter genauso verhalten wie 400 Kilometer zur gesuchten Kraftstoffmenge.
Stellen Sie diesen Zusammenhang mathematisch dar, erhalten Sie:
Allgemein gilt somit:
Sie können dieses Beispiel auch als folgendes Verhältnis darstellen:
Allgemein gilt hier:
Anders ausgedrückt: Entwickelt sich der Kraftstoffverbrauch eines Autos wie die gefahrenen Kilometer, besteht eine Proportion, das heißt, die benötigte Kraftstoffmenge entwickelt sich proportional zu den gefahrenen Kilometern.
Haben zwei Größen (zum Beispiel Entfernungen) das gleiche Verhältnis zueinander wie zwei andere Größen (zum Beispiel Aufwände), bezeichnet man dies in der Mathematik als Proportion.
Fahren Sie mit Ihrem Auto 200 Kilometer statt 100 Kilometer – also doppelt so weit –, benötigen Sie auch die doppelte Kraftstoffmenge (natürlich nur, wenn Sie mit ähnlicher Fahrweise weiterfahren können – das heißt, Staus, Verkehrskontrollen oder andere Beeinträchtigungen sollen hier vernachlässigt werden).
Bei 400 Kilometern wird die vierfache Strecke absolviert. Also wird auch die vierfache Menge Kraftstoff – das heißt 40 Liter – benötigt, was man in diesem Fall gut im Kopf berechnen kann.
Da die Werte im Alltag und in der betrieblichen Praxis jedoch nicht immer so schöne glatte Zahlen sind, schauen wir uns den Rechenweg dazu an.
Mit x1 : x2 = y1 : y2 können Sie die benötigte Kraftstoffmenge für die längere Strecke durch einfache Umstellungen schnell berechnen.
Stellen Sie die Verhältnisgleichung um, indem Sie beide Seiten mit
und
multiplizieren: (um die Brüche zu eliminieren),
dann ergibt dies:
Da y
2
die gesuchte Größe ist, stellen Sie die Gleichung noch so um, dass y
2
auf einer Seite allein steht. Dazu dividieren Sie die Gleichung auf beiden Seiten durch x
1
und kürzen auf der linken Seite x
1
.
Für das vorliegende Beispiel ergibt sich:
Sie erhalten das bereits erwartete Ergebnis.
Haben Sie die Verhältnisgleichung x1 : x2 = y1 : y2 angewandt, können Sie die Gleichung schneller aufstellen, wenn Sie folgende Regel nutzen:
Die beiden Größen neben dem Gleichheitszeichen werden als Innenglieder und die beiden äußeren Größen links und rechts der Gleichung als Außenglieder bezeichnet.
Mit den angegebenen Proportionsgleichungen können Sie mit drei gegebenen Größen stets die vierte gesuchte Größe bestimmen. Da ein Verhältnis bekannt ist, können Sie mithilfe dieser Gleichung auf das zweite Verhältnis zurückschließen.
Sind Sie mit Ihrem Auto 800 Kilometer gefahren und haben dabei 65 Liter Kraftstoff verbraucht, können Sie berechnen, wie viel Sie für 100 Kilometer benötigt haben.
Stellen Sie nach y2 um:
Sie erhalten als Ergebnis, dass für 100 Kilometer Autofahrt 8,125 Liter Kraftstoff benötigt wurden.
Sie können bei dem Beispiel aber auch mit der gesuchten Größe beginnen. Das Verhältnis der gesuchten Litermenge von 100 km zu den 65 l der 800 km entspricht dem Verhältnis der 100 km zu den 800 km. Stellen Sie diese Gleichung nach der gesuchten Größe um, erhalten Sie natürlich das gleiche Ergebnis:
Stellen Sie eine einfache Proportion grafisch in einem Koordinatensystem dar (siehe Abbildung 2.1), erhalten Sie eine gerade Linie (eine lineare Funktion).
Abbildung 2.1: Grafische Darstellung der linearen Funktion der Proportion mit Excel
Für das erste Beispiel heißt das: Für 100 Kilometer benötigt das Fahrzeug 10 Liter, für 200 Kilometer 20 Liter und so weiter.
Bei einer genauen Grafik können Sie nun auch ablesen, wie viel das Fahrzeug verbraucht, wenn es 150 Kilometer weit fährt. Proportional zu den gefahrenen Kilometern entwickelt sich der Kraftstoffverbrauch.
Mit der Formel können Sie aber auch bestimmen, wie weit – also wie viele Kilometer – Sie mit dem Fahrzeug fahren können, wenn Sie 75 Liter Kraftstoff getankt haben und der Verbrauch auf 100 Kilometer (wie bereits angegeben) 10 Liter beträgt. Fangen Sie wieder mit der gesuchten Größe an:
Mit den getankten 75 Litern kann das Auto (voraussichtlich) 750 Kilometer fahren.
Aufgabenstellung:
Ein Unternehmen hat den Auftrag, ein Bürogebäude mit 250 etwa gleich großen Büros zu malern. Für das Malern eines Büroraums benötigt ein allein arbeitender Maler üblicherweise insgesamt fünf Stunden.
Wie viele Stunden benötigt er, wenn er allein alle 250 Räume malern müsste?
Wie viele Räume schafft ein Maler in einer Woche mit 40 Stunden Arbeitszeit?
Nachdem der Maler 50 Räume fertiggestellt hatte, wurde überprüft, ob er die Vorgabe von fünf Stunden pro Raum eingehalten hat. Für die 50 Räume hat er insgesamt 225 Stunden benötigt. Hat der Maler seine Vorgabe eingehalten oder war er schneller beziehungsweise langsamer, als ihm vorgegeben wurde beziehungsweise er üblicherweise braucht?
Lösung:
Ausgangsproportionalität:
Gegeben:
Gesucht:
Umstellung der Ausgangsbeziehung nach y2:
Der Maler würde 1.250 Stunden benötigen, um alle 250 Räume zu malern.
Gegeben:
Gesucht:
Umstellung der Ausgangsbeziehung nach x2:
Pro 40-Stunden-Woche schafft der Maler acht Räume.
Gegeben:
Gesucht:
Umstellung der Ausgangsbeziehung nach y1:
Der Maler war schneller. Er hat nur 4,5 Stunden pro Raum benötigt.
Im vorherigen Abschnitt waren die betrachteten Proportionen dadurch gekennzeichnet, dass bei der Beziehung beide Größen im gleichen Verhältnis sich erhöhen oder sich verringern.
Es gibt aber auch umgekehrte Proportionen. Das heißt, wenn eine Größe wächst, verringert sich die andere Größe oder umgekehrt. Diese Beziehungen werden auch als antiproportional bezeichnet.
Zum Abschreiben eines Textes von einer bestimmten Anzahl von Seiten benötigt eine Mitarbeiterin sieben Stunden. Unterstützt sie eine zweite Mitarbeiterin, sind die Frauen bereits nach dreieinhalb Stunden mit dem Schreiben fertig.
Hier setzen Sie die Anzahl der Mitarbeiterinnen nicht ins Verhältnis zur Seitenzahl, da die Seitenanzahl feststeht und Sie auch nicht wissen möchten, wie viel zwei Kolleginnen in sieben Stunden schaffen können, sondern Sie möchten wissen, wie durch die Hinzunahme der weiteren Kollegin die Arbeitszeit verkürzt werden kann. Sie können schon im Kopf bestimmen, dass die beiden Frauen zusammen nur die Hälfte der Zeit benötigen.
Bei diesen Verhältnissen liegt eine umgekehrte Proportion vor. Erhöht sich die eine Größe (im vorliegenden Beispiel die Anzahl der Frauen) um das Doppelte (also um das Zweifache), verringert sich die andere Größe (im Beispiel die Zeitdauer) um die Hälfte. Das heißt, wird die Anzahl der Frauen mal zwei genommen, wird die Zeit durch zwei geteilt. Das können Sie so natürlich fortsetzen: Stehen sogar drei Kolleginnen zur Verfügung, benötigen sie zu dritt nur ein Drittel der Zeit.
In der Praxis sind diese Verhältnisse allerdings nicht immer gleich so gut zu erkennen.
Angenommen, zwei Arbeiter schaffen es, in fünf Stunden einen Container zu entladen. Besteht die Möglichkeit, vier Arbeiter einzusetzen – also wieder die doppelte Anzahl –, wären sie auch in der Hälfte der Zeit – somit nach zwei Stunden – fertig. Nun gibt es aber manchmal das Problem, dass sich vier Arbeiter bei dieser Arbeit behindern und es sich somit nicht lohnt, vier Arbeiter einzusetzen, oder sie werden durch die Behinderung langsamer, oder es stehen nicht vier Arbeiter zur Verfügung, sondern nur drei. Dann können Sie die Berechnung nicht mehr ganz so einfach im Kopf durchführen.
Die Proportion, in der sich die Anzahl der Arbeiter erhöht, ist nicht mehr eine ganze Zahl. Aber berechnen können Sie sie natürlich trotzdem.
Die ursprüngliche Anzahl der Arbeiter sei x
1
und die neue Anzahl x
2
. Teilen Sie die erhöhte Anzahl der Arbeiter x
2
durch die ursprüngliche Anzahl der Arbeiter x
1
, können Sie das Vielfache (V) bestimmen:
Für das vorliegende Beispiel mit drei Arbeitern ergibt sich:
Die Anzahl der Arbeiter erhöht sich um das 1,5-Fache.
Nun müssen Sie nur die ursprüngliche Anzahl der Stunden (sie sei die Variable y
1
) durch 1,5 teilen. Damit erfahren Sie, wie viel Stunden y
2
die drei Arbeiter benötigen.
Werden die zwei Arbeiter durch einen weiteren Helfer unterstützt, benötigen sie nur 3,33 Stunden, um den Container zu entladen.
In beiden Gleichungen, die zur Bestimmung benutzt wurden, ist die Variable V, das Vielfache der ursprünglichen Arbeiteranzahl, enthalten:
Stellen Sie die zweite Gleichung auch nach V um und setzen beide Berechnungsseiten gleich, bekommen Sie wieder eine Verhältnisgleichung zur Berechnung der Proportionen von x1, x2, y1 und y2.
Es entsteht eine umgekehrte Proportion:
Die neue Anzahl der Arbeiter zur ursprünglichen Anzahl hat das gleiche Verhältnis wie die ursprüngliche Zeitdauer zur neuen Zeitdauer.
Den Umweg über die Größe V müssen Sie gar nicht gehen. Auch hier ist es wieder möglich, bei drei gegebenen Größen die vierte Größe zu berechnen.
Zur Inventur in einem Lager benötigen drei Mitarbeiter 24 Stunden. Da die Inventur aber bereits nach einem Tag und somit nach acht Stunden abgeschlossen sein soll, müssen weitere Mitarbeiter eingesetzt werden.
Bekannt sind die drei Größen:
ursprüngliche Mitarbeiteranzahl x
1
= 3 Mitarbeiter,
die ursprüngliche Zeitdauer y
1
= 24 Stunden und
die neue Zeitdauer y
2
= 8 Stunden.
Gesucht ist die neue Anzahl der Mitarbeiter x2.
Stellen Sie die Gleichung der umgekehrten Proportion
nach x2 um, erhalten Sie:
Es werden neun Mitarbeiter benötigt, um die Inventur an einem Acht-Stunden-Tag durchführen zu können.
Natürlich gibt es neben den Fällen »je mehr, desto weniger oder geringer« auch Beispiele für die Beziehungen »je weniger oder geringer, desto mehr«. Sind zum Beispiel weniger Arbeitskräfte verfügbar, dauert die Umsetzung eines Bauvorhabens entsprechend länger.
Die grafische Darstellung der umgekehrten Proportion ergibt eine Hyperbel (siehe Abbildung 2.2). Diese Darstellung können Sie schnell mit Excel über die Diagramm-Funktion erzeugen. Allerdings stellt Excel die Funktion etwas »eckig« dar. Aber die Veränderung des Verhältnisses können Sie trotzdem gut erkennen.
Abbildung 2.2: Grafische Darstellung der Hyperbel der umgekehrten Proportion mit Excel
Aufgabenstellung:
Bleiben wir bei unserem Beispiel aus dem vorhergehenden Abschnitt. In einem zu malernden Gebäude sind insgesamt 250 Räume vorhanden. Für das Malern des Bürogebäudes benötigen zwei Maler 627 Stunden. Um den Auftrag schnell durchzuführen, setzt das Unternehmen weitere neun Maler ein.
Wie viele Stunden benötigen die elf Maler für alle Räume?
Wie viele Maler werden benötigt, wenn alle Räume spätestens nach vier Arbeitswochen (je Arbeitswoche 40 Stunden) gemalert sein sollen?
Lösung:
Ausgangsproportionalität: x2 ⋅ y2 = x1 ⋅ y1
Gegeben:
Gesucht:
Umstellung der Ausgangsbeziehung nach y2:
Elf Maler würden nur noch 114 Stunden benötigen, um alle 250 Räume zu malern.
Gegeben:
Gesucht:
Umstellung der Ausgangsbeziehung nach x2:
Mit acht Malern kann das Gebäude in vier Wochen fertig gemalert werden. Es besteht sogar eine kleine Zeitreserve.
In den vorangehenden Abschnitten haben wir bisher immer nur das Verhältnis von zwei Größen, die sich verändern, zueinander betrachtet.
Anzahl der gefahrenen Kilometer ↔ benötige Kraftstoffmenge
Anzahl der Mitarbeiter ↔ benötigte Zeitdauer
Treten jedoch drei veränderbare Größen auf, zum Beispiel:
Anzahl Mitarbeiter ↔ Zeitdauer ↔ Anzahl hergestellter Produkte
bestehen mehrere Proportionen:
Anzahl Mitarbeiter ↔ Zeitdauer
Anzahl Mitarbeiter ↔ Anzahl Produkte
Zeitdauer ↔ Anzahl Produkte
In einem Spielzeugunternehmen stellen sechs Mitarbeiter am Tag mit acht Stunden 45 Spielzeugkisten zusammen. Wie lange brauchen acht Mitarbeiter für die Zusammenstellung von 180 Kisten?
Um die gestellte Frage zu beantworten, benötigen Sie jetzt zwei Berechnungsschritte.
Untersuchen Sie zunächst eine Proportion von zwei Größen, wobei eine die gesuchte Größe sein muss.
Betrachten Sie anschließend eine weitere Proportion mit der dritten Größe.
Da nach der Zeitdauer gesucht ist, betrachten Sie für das Beispiel:
die
Proportion der Anzahl der Mitarbeiter zur Zeitdauer
(für die unveränderte Anzahl der 45 Kisten). Es besteht eine umgekehrte Proportion.
Die acht Mitarbeiter benötigen für die Zusammenstellung der 45 Kisten sechs Stunden.
die
Proportion der Anzahl der Kisten zur Zeitdauer
bei fester Mitarbeiterzahl (acht Personen). Es liegt eine einfache Proportion vor (Kisten = Stck).
Für die Zusammenstellung von 180 Kisten benötigen acht Mitarbeiter 24 Stunden.
Aufgabenstellung:
Bleiben wir wieder bei dem Beispiel aus dem vorhergehenden Abschnitt. Nach 50 gemalerten Räumen kann das Malerunternehmen eine erste Abschlagszahlung stellen.
Wie lange brauchen die elf Maler für die 50 Räume, wenn – wie bereits bekannt – zwei Maler 627 Stunden für die 250 Räume benötigen?
Lösung:
Im ersten Schritt müssen Sie berechnen, wie viele Stunden die elf Maler für die 250 Räume benötigen. Das haben Sie bereits im vorhergehenden Abschnitt getan. Es sind 114 Stunden.
Im zweiten Schritt können Sie nun berechnen, wie viele Stunden die Maler für die 50 Räume benötigen, wenn sie für 250 Räume 114 Stunden brauchen.
Hier können Sie wieder die einfache Proportionsgleichung mit:
nutzen.
Gegeben:
Gesucht:
Für die 50 Räume werden 22,8 Stunden von den elf Malern benötigt.
Auf der Grundlage von acht Stunden pro Tag kann das Unternehmen nach dem dritten Arbeitstag (nach insgesamt 24 Stunden) bereits die erste Rechnung schreiben.
Möchten Sie die gesuchten Größen der betrachteten Proportionen mit Excel bestimmen, müssen Sie unbedingt beachten, welche Proportion vorliegt.
Bei der Umsetzung werden folgende Excel-Funktionen benutzt:
relative Bezüge
einfache Berechnungsvorschriften für Formeln
Verknüpfung von Formeln
benutzerdefiniertes Zahlenformat
Sie haben von der kleinen Übung des Abschnitts »Einfache Proportionen berechnen« die Teilaufgaben 1 bis 3 umgesetzt.
