Keiner gewinnt allein - Carsten Sudhoff - E-Book

Keiner gewinnt allein E-Book

Carsten Sudhoff

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Beschreibung

Erfolg entsteht oft nicht im Alleingang. Der Schlüssel zum Erfolg liegt vielmehr in der richtigen Verbindung zu den richtigen Menschen. Wir alle brauchen zur Lösung von Herausforderungen in aller Regel (mindestens) eine weitere Person, einen Kontakt, einen Wissensträger oder eine Vermittlerin, um weiterzukommen. Doch wo findet man diese Person? In diesem Buch geht es darum, wie Privatpersonen, Fach- und Führungskräfte sowie Unternehmenslenker durch Strukturiertes Netzwerken konkrete Probleme angehen und Herausforderungen meistern, die sie allein nicht bewältigen können.  Carsten Sudhoff ist Gründer der CircularSociety AG, einem Beratungsunternehmen, das sich vertiefter Kooperation in und zwischen Organisationen widmet. Netzwerken ist seit langem für ihn ein Herzensthema, das er mit seinem strukturierten Ansatz und mit seinem Verständnis für wirtschaftliche Ökosysteme inzwischen auch in den Top-Etagen großer Unternehmen vermittelt. In seinem Buch präsentiert er die Essenz aus über 10.000 Beratungen mit dem Ziel, Kontakte im Business mit Struktur zu erschließen und nutzbar zu machen. Er liefert eine konkrete Anleitung, wie gezielt angebahnte Kontakte den Weg zum nächsten Job, auf einen unerschlossenen Markt oder zu einem verlässlichen Kooperationspartner ebnen. Gleichzeitig verdeutlicht er, wie auf diese Weise Win-Win-Situationen entstehen und wie Kooperationen dem Gemeinwohl dienen.  "Keiner gewinnt allein" ist auch als englischsprachige Ausgabe bestellbar. "Eine inspirierende und kraftvolle Methode, Menschen für größere gesellschaftliche Wirkung zu verbinden. Keiner gewinnt allein – Carsten beweist dies mit Klarheit und Herz." Carlos Sanvee (Generalsekretär, World Alliance of YMCAs) "Carsten hat mich und mein Team herausgefordert, über die lineare Umsetzung hinauszugehen und die Kraft des strukturierten Netzwerkens als strategisches Instrument für den Wandel zu nutzen. Er leitete uns bei der systematischen Kartierung und Aktivierung unseres Ökosystems an und stellte sicher, dass wir die richtigen Stakeholder zum richtigen Zeitpunkt ansprachen. Durch diesen Ansatz konnten wir nicht nur eine stärkere Unterstützung sicherstellen, sondern auch eine netzwerkbasierte Dynamik schaffen, die die kommerziellen Auswirkungen unserer Initiativen verstärkte." Nathaniel Eaton (Senior Vice President, The Adecco Group)

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Seitenzahl: 203

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Obwohl ich ständig in ›unstrukturiertem‹ Kontakt mit meinem Netzwerk stand, bewarb ich mich erst mehr als 40-mal erfolglos für verschiedene Jobs, bevor ich lernte, systematisch zu netzwerken. Ich aktivierte gezielt zwei Kontakte. Daraus folgten zwei Bewerbungen, zwei Interviews und ein Job!

Jacqueline Hirzel (Chief of Staff)

Als ich mich aufmachte, meinen Job, meine Branche und meine Region zu wechseln – ich wollte von Europa nach Asien ziehen – fühlte sich das wie eine gewaltige Herausforderung an. Dank Carstens Anleitung habe ich meine persönliche Marke definiert und, was noch wichtiger ist, gelernt, wie ich strukturiert und strategisch netzwerken kann. Nur ein Jahr später bin ich erfolgreich nach Vietnam umgezogen und leite jetzt als Managing Director eine große Produktionsstätte. Carstens Einblicke und seine Herangehensweise waren von unschätzbarem Wert, um diesen Übergang nicht nur möglich, sondern wirklich erfolgreich zu machen.

Ramon Hendriks (Managing Director)

Carsten Sudhoff

Keiner gewinnt allein

Strukturiertes Netzwerken – der unterschätzte Weg zum Erfolg

 

In dieser Publikation wird eine geschlechtergerechte Sprache verwendet. Dort, wo das nicht möglich ist oder die Lesbarkeit stark eingeschränkt würde, gelten die gewählten personenbezogenen Bezeichnungen für alle Geschlechter.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de/ abrufbar.

Print:

ISBN 978-3-68951-035-0

Bestell-Nr. 12275-0001

ePub:

ISBN 978-3-68951-037-4

Bestell-Nr. 12275-0100

ePDF:

ISBN 978-3-68951-038-1

Bestell-Nr. 12275-0150

Carsten Sudhoff

Keiner gewinnt allein

1. Auflage, Januar 2026

© 2026 Haufe-Lexware GmbH & Co. KG

Munzinger Str. 9, 79111 Freiburg

www.haufe.de | [email protected]

Covergestaltung: Florin Preußler, München

Bildnachweis Autorenfoto: Jennifer Sparr

Produktmanagement: Elisabeth Heueisen

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Vervielfältigung, des auszugsweisen Nachdrucks, der Übersetzung und der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, vorbehalten. Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

Inhalt

Mein Weg zum Netzwerk-Profi

TEIL A: NETZWERKEN – DIE ABKÜRZUNG ZUM ERFOLG

1. Keiner gewinnt allein – dieses Buch im Rahmen der Geschichte des Netzwerkens

Zwischenmenschliches – eine kurze Geschichte des Netzwerkens

Der Aufbau des Buchs

2. Win-win – Sinn und Freude durch Verbindung

Strukturiertes Netzwerken schafft vertrauensvolle Verbindungen

Strukturiertes Netzwerken bedeutet absichtsvolles Vernetzen

Strukturiertes Netzwerken gelingt mit Empathie und Gegenseitigkeit

Strukturiertes Netzwerken ermöglicht vielfältige Erfolge auf allen Ebenen

Strukturiertes Netzwerken hat Vorteile für alle drei Netzwerk-Rollen

Strukturiertes Netzwerken entfesselt »the Power of Networking«

Strukturiertes Netzwerken ist der entscheidende Boost für technologische Vernetzung

Fazit

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 2

3. Überblick – die fünf Bausteine des Netzwerkens

Task: Worum geht es?

Deep Dive: Seeker, Connector und Giver

Die eigene Marke: Wofür stehe ich?

Zusammenhänge zwischen den Bausteinen des Netzwerkens

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 3

4. Tools – die Netzwerk-Ausrüstung

Zielsetzung für das Strukturierte Netzwerken

Das eigene Mindset und Glaubenssätze

Die Netzwerk-Power-Frage

Netzwerk-Leadership

Netzwerk-Memory

Instrumente für mehr Netzwerk-Motivation

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 4

5. Qualitäten – Merkmale von Netzwerken

Netzwerk-Modul und Netzwerk-Kette

Netzwerk-Stärke

Vertrauen und wie es entsteht

Exkurs: Das Gefangenendilemma und die Relevanz der Spieltheorie für das Netzwerken

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 5

TEIL B: PROBLEME LÖSEN DURCH STRUKTURIERTES NETZWERKEN

6. Nie mehr ergebnislos – Netzwerk-Events

Wissenswertes zu Netzwerk-Events

Vor dem Netzwerk-Event

Während des Netzwerk-Events

Nach dem Netzwerk-Event

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 6

7. Gezielt zum Wunschjob – berufliche Veränderungen per Netzwerk

Bankkonto vs. Netzwerk

Drei Erfolgskonzepte bei der Jobsuche

Die sieben Schritte des Bewerbungsprozesses aus Sicht des Netzwerkens

»The Power of Connecting« – ein Spiel für alle

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 7

8. Bestens bekannt – Netzwerken innerhalb der eigenen Organisation

Strukturiertes Netzwerken in Organisationen

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 8

9. Gewinn garantiert – Unternehmenskooperationen

Netzwerke und Ökosysteme: Katalysatoren für Erfolg

Die Macht der Ökosysteme

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 9

10. Netzwerke für das Gemeinwohl – Sozial-Kooperationen und Public-private-Partnerships

Wissenswertes über Public-private-Partnerships (PPPs)

Mögliche Rollen von NGOs inPublic-private-Partnerships

Vorteile der Einbindung von NGOs in Public-private-Partnerships

Herausforderungen und Spannungsfelder

Storytelling: Vertrauen und die Macht des Geschichtenerzählens

Reflexion, Impulsfragen und Übungen zu Kapitel 10

TEIL C: ZUSAMMENFASSUNG FÜR SCHNELL-LESENDE

Warum sollte ich mich mit dem Strukturierten Netzwerken auseinandersetzen?

Was muss ich über die Netzwerk-Rollen und die eigene Marke wissen?

Was muss ich über den Task wissen?

Was sollte ich in der Rolle des Seeker beherzigen?

Was sollte ich in der Rolle des Connector beherzigen?

Was sollte ich in der Rolle des Giver beherzigen?

Warum ist das Geben und Helfen so zentral beim Netzwerken?

Wie nutze ich ein Netzwerk-Event am besten?

Wie kann ich den Netzwerk-Ansatz auf die Jobsuche anwenden?

Welchen Wert hat das Strukturierte Netzwerken innerhalb von Organisationen?

Wie wende ich den Netzwerk-Ansatz auf den Aufbau eines Ökosystems an?

Wie wende ich den Netzwerk-Ansatz auf die Entwicklung von »Sozial-Kooperationen« (Public-private-Partnerships) an?

Schlussgedanke

Danksagung

Über den Autor

Über das Buch

Mein Weg zum Netzwerk-Profi

Geboren wurde ich in London als Sohn eines Diplomaten und einer Kunsthistorikerin. Der regelmäßige Standortwechsel war daher für mich vorprogrammiert. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in unterschiedlichen Ländern, in unterschiedlichen Kulturen und unterschiedlichen Schulsystemen. Freundschaften aufzubauen, war für mich ein Leichtes. Freundschaften zu halten, insbesondere nach einem weiteren Umzug in ein neues Land oder auf einen neuen Kontinent, fiel mir dagegen sehr schwer. Wie konnte man denn eine Freundschaft aufrechterhalten, wenn man nicht mehr am gleichen Standort wohnte und den direkten sozialen Kontakt nicht mehr pflegen konnte? So gewann ich früh ein Gespür für die Belastbarkeit von Beziehungen und dafür, wie man diese auch über Distanz und Zeit aufrechterhalten kann. Außerdem stellte ich fest, dass »einmal im Netzwerk, immer im Netzwerk« immer gilt. Auch nach Jahren ohne Kontakt freuen sich Menschen, wenn man sich wieder bei ihnen meldet.

Während meines Studiums an einer französischen Hochschule (HEC Paris) begegnete mir dann zum ersten Mal das Konzept eines Netzwerks in Form der Vereinigung ehemaliger Studierender (Alumni). Dies schärfte meinen Blick für die Chancen, die organisierte Netzwerke und regelmäßige Events bieten. Zu meinem Karrierebeginn bei einem führenden deutschen Automobilhersteller Ende der 90er-Jahre wurde mir von meinem Arbeitgeber empfohlen, ein Netzwerk aufzubauen. Es hieß, dies sei wichtig für die eigene Entwicklung und Karriere. Ich nahm den Auftrag mit, hatte aber keine Vorstellung, was ich konkret tun sollte und wie sich ein Netzwerk überhaupt erfolgreich aufbauen ließ. In den kommenden Jahren beobachtete ich, wie einzelne Kollegen und Kolleginnen gezielt Verbindungen zu anderen Personen aus dem Kollegium knüpften und wie diese durch ihre Kontakte schneller und erfolgreicher Karriere machten als andere. Ich sah aber auch Kolleginnen und Kollegen, die sich bei der Bildung eines Netzwerks deutlich schwerer taten und wahrscheinlich auch deswegen in ihrer Karriere weniger erfolgreich waren. Auch hier lernte ich dazu.

Später, während ich als Personalchef fünf Jahre beim Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum – WEF) arbeitete, erlebte ich die hohe Schule des Netzwerkens aus erster Hand. Den meisten Lesern und Leserinnen ist das WEF wohl am ehesten durch das Jahrestreffen in Davos (Schweiz) bekannt. Ich hatte das Privileg und die Freude, jahrelang in Davos erleben zu dürfen, wie sich top Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft, Academia und Zivilgesellschaft trafen, um zu geopolitischen und sozioökonomischen Problemfeldern Stellung zu beziehen und Lösungen zu finden. Das Weltwirtschaftsforum bietet einen idealen Rahmen zum Austausch. Auch wenn die offiziellen Anlässe den Top-Führungskräften vorbehalten sind, unterscheiden sich die Persönlichkeiten der Teilnehmenden auf allen Hierarchieebenen nicht stark voneinander. So gibt es auf jedem Level introvertierte genauso wie extrovertierte Menschen, »Denker« genauso wie »Macher«, Unternehmerinnen, Wirtschaftsbosse, Politikerinnen, Wissenschaftler, Personen aus Asien, aus Europa, aus Afrika oder vom amerikanischen Kontinent, Junge wie Alte. Der Sinn und der Mehrwert des Austauschs zwischen einzelnen Entscheidungsträgern waren für mich dabei stets offensichtlich. Ich bewunderte die Leichtigkeit, mit der einige Personen allem Anschein nach mit Fremden das Gespräch suchten und schnell eine Basis für einen gezielten Austausch fanden.

Auch wenn ich den regen Austausch aus der Nähe betrachten konnte, erkannte ich zunächst kein System, keine Technik, keinen verbindenden Ansatz, welcher erfolgreiches von erfolglosem Netzwerken unterschied.

Ich stellte mir die Frage, ob sich Netzwerken erlernen lässt oder ob diese Kunst angeboren sein muss. Ist Netzwerken nur etwas für Extrovertierte oder kann auch ein introvertierter Mensch erfolgreich netzwerken? Ich fragte mich, ob Nutzen-orientiertes Netzwerken nur in einem klar definierten Raum (wie beim WEF) möglich sei oder ob das überall geschehen kann. Am Ende lautete meine Schlüsselfrage: Gibt es einen allgemeingültigen und transferierbaren Ansatz, gibt es Tipps und Tricks, mit denen jeder Mensch – auch ohne jegliche Vorbildung – zu einem »Profi-Netzwerker« werden kann? Das World Economic Forum bot einen idealen Rahmen, um Netzwerkende zu beobachten und einen solchen Ansatz zu entwickeln.

In den letzten Jahren hatte ich beruflich die Möglichkeit, in mehr als zehntausend Beratungen mit Personen aus ganz verschiedenen Industrien, Funktionen und Hierarchieebenen zu arbeiten, meine Netzwerk-Methoden anzuwenden und systematisch weiterzuentwickeln. Meine Klienten und Klientinnen kamen mit ganz unterschiedlichen Problemen und Fragestellungen zu mir. Da war zum Beispiel der erfolgreiche Manager, der nach einer weiteren Umstrukturierung seines Arbeitgebers den Job verloren hatte und bislang vergeblich auf den Stellenbörsen nach der nächsten Job-Offerte suchte. Da war der Projektmanager, der bemüht war, aber bis dato vergeblich versucht hatte, ein aufwendiges und teures Medizinprodukt in Lateinamerika auf den Markt zu bringen, und der an der mangelnden Finanzkraft des lokalen Gesundheitssektors scheiterte. Und da war das Unternehmen, das auf dem Weg in eine nachhaltige Wertschöpfung nicht wusste, ob und, wenn ja, mit wem, es eine Kooperation eingehen sollte.

Ich bemerkte, dass alle diese Personen ihr jeweiliges Problem nicht allein lösen können würden. Sie brauchten dazu (mindestens) eine weitere Person, einen Kontakt, einen Wissensträger oder eine Vermittlerin. Mithilfe meiner systematisch entwickelten und erprobten Netzwerkstrategie, welche ich meinen Klienten und Klientinnen vermittelte, konnten diese für alle diese Beispielsituationen und viele mehr eine gute Lösung finden. Ich nenne diese Vorgehensweise »Strukturiertes Netzwerken«. Wie das funktioniert, erfahren Sie in diesem Buch. Ich teile hier mit Ihnen mein Wissen und die Strategien zum Strukturierten Netzwerken, sodass auch Sie ab sofort Ihr Netzwerk gezielt ausbauen und nutzen können, um Ihre eigenen Ziele, Ziele Ihrer Organisation und Ziele für die Gemeinschaft sowie unsere Gesellschaft erfolgreich voranbringen können. Damit Ihnen die Umsetzung gelingt, schließt jedes Kapitel mit einer Übersicht und konkreten Fragestellungen, die Ihnen die Anwendung erleichtern. Das Stochern im Nebel ist beendet – ab sofort werden Sie Netzwerken gezielt nutzen, um Ihr Business (und das anderer!) voranzubringen.

Es ist mir ein persönliches Anliegen, sowohl Zusammenhänge und Hintergrundwissen als auch die vielen Tipps und Tricks, die sich im Laufe der Jahre in der Arbeit mit meinen Klienten und Klientinnen als nützlich, als wertvoll oder gar als Gamechanger erwiesen haben, mit Ihnen zu teilen. Alle Erfolgsbeispiele stammen aus meiner Beratungspraxis. Ich bin zutiefst überzeugt, dass Netzwerken, richtig verstanden, die Gemeinschaft stärkt, Win-win-Situationen schafft und Menschen auf positive Weise miteinander verbindet: »Keiner gewinnt allein!« In diesem Sinne: Lassen Sie uns gemeinsam loslegen!

Teil A: NETZWERKEN – DIE ABKÜRZUNG ZUM ERFOLG

1. Keiner gewinnt allein – dieses Buch im Rahmen der Geschichte des Netzwerkens

Zwischenmenschliches – eine kurze Geschichte des Netzwerkens

In der Frühzeit der Menschheit bestand das eigene Netzwerk oder Ökosystem1 hauptsächlich aus der kleinen Gemeinschaft, in der zwischenmenschliche Verbindungen durch gemeinsame Erfahrungen, Nähe und familiäre Bindungen geschmiedet wurden. Diese Gemeinschaften, ob Stämme oder Dörfer, bildeten das Gefüge der Gesellschaft und erleichterten den Austausch von Gütern, Ideen und Kultur. In solchen eng verbundenen Umgebungen war Netzwerken relativ unkompliziert; Personen kannten sich persönlich2 und Vertrauen baute sich im Laufe der Zeit auf.

In diesen Gemeinschaften halfen bestimmte Normen und Werte, den Zusammenhalt zu sichern:

Vertrauen und Loyalität

Das Aufbauen und Aufrechterhalten von Vertrauen ist im inneren Kreis von größter Bedeutung. Ein »innerer Kreis« (zu dem in der Regel Freunde und Familienmitglieder gehören) und der »äußere Kreis« (der alle anderen bekannten Personen umfasst) finden sich in vielen – sowohl historischen als auch zeitgenössischen – Gesellschaftsformen.

Die Loyalität gegenüber der Gruppe und ihren Mitgliedern wird hochgeschätzt und oft durch gemeinsame Erfahrungen und gegenseitiges Verständnis kultiviert.

Reziprozität

Reziprozität ist ein grundlegender Aspekt der Beziehungen innerhalb des inneren Kreises. Individuen sollen anderen innerhalb der Gruppe Unterstützung und Hilfe bieten – in der Erwartung, dass dies bei Bedarf erwidert wird.

Hierarchie und Respekt

Innerhalb des inneren Kreises kann es informelle Hierarchien geben, die auf Alter, Seniorität oder Expertise basieren; denjenigen in Machtpositionen schuldet man Respekt.

Inklusivität

Obwohl der innere Kreis per Definition exklusiv ist, können Mitglieder aktiv versuchen, andere einzubeziehen, die ähnliche Werte, Ziele oder Interessen teilen, und den Kreis im Laufe der Zeit erweitern.

Im Verlauf der Jahrhunderte und mit der Entwicklung der Zivilisationen wurde Netzwerken aufgrund mehrerer Faktoren immer komplexer. Die Urbanisierung führte zum Wachstum von Städten, in denen Anonymität die Vertrautheit ersetzte und es schwieriger war, bedeutungsvolle Verbindungen herzustellen. Darüber hinaus erweiterte die Entstehung von Imperien und Handelsrouten den Umfang des Netzwerks. Dies führte jedoch auch zu Herausforderungen wie Sprachbarrieren und unterschiedlichen kulturellen Normen. Soziale Hierarchien entstanden, Netzwerke wurden stratifiziert (»geschichtet«) und der Zugang zu bestimmten Kreisen wurde beschränkt.

Die industrielle Revolution markierte eine bedeutende Verschiebung in den Dynamiken des Netzwerkens. Massenwanderungen in Städte und das Aufkommen großer Unternehmen schufen neue Möglichkeiten für das Netzwerken, verstärkten jedoch auch den Wettbewerb und förderten unpersönliche Beziehungen.

Mit dem Einzug der modernen Technologie wurde die Kommunikation schneller und weitreichender. Vom Austausch von Nachrichten über den Telegraphen ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur permanenten Konnektivität des heutigen Internets hat die Gesellschaft ihre Lebensweise stetig an wechselnde Interaktionsmöglichkeiten angepasst.

Heute stehen Begriffe wie »Künstliche Intelligenz (KI)«, »Cloud- und Edge-Computing« oder »Internet der Dinge (IoT)« für die Anstrengungen, eine stetig wachsende Anzahl von technischen Vernetzungen zu ermöglichen. Ich meine aber: Ohne das zwischenmenschliche Handwerkszeug des Netzwerkens bleiben die unendlichen Möglichkeiten der technologischen Vernetzung weitgehend ungenutzt.

Dabei ist gezieltes und nutzbringendes Vernetzen mit der richtigen Person bei der Lösung unserer privaten, wirtschaftlichen und sozioökonomischen Probleme geradezu zwingend. Dieses Buch führt daher in die Kunst des Netzwerkens ein, die darauf beruht, tragfähige zwischenmenschliche Verbindungen zu etablieren und zu pflegen.

Der Aufbau des Buchs

Dieses Buch besteht aus insgesamt drei Teilen mit insgesamt zehn Kapiteln.

Teil A enthält fünf Kapitel und zeigt die Grundlagen des Strukturierten Netzwerkens anschaulich auf. Der Teil führt alle relevanten Konzepte ein, die für ein erfolgreiches Netzwerken notwendig sind, und bietet konkrete Anleitung für die direkte Anwendung.

Teil B beschreibt fünf Anwendungsgebiete für die Netzwerk-Kompetenz: (1) Netzwerk-Anlass in Kapitel 6, (2) Jobsuche in Kapitel 7, (3) Netzwerken innerhalb des eigenen Arbeitgebers in Kapitel 8, (4) Netzwerken zwischen verschiedenen Organisationen zur Lösung gemeinsamer Probleme in Kapitel 9 und (5) soziale Kooperationen (Public-private-Partnerships) in Kapitel 10.

Teil C fasst alle relevanten Informationen kurz und knapp für Schnell-Lesende zusammen.

Alle drei Teile beinhalten eine Vielzahl nützlicher Formulierungen, Fragen, Checklisten, Reflexionsübungen und Anregungen.

Abb. 1.1: Die drei Netzwerk-Rollen

Im Mittelpunkt des Buchs stehen drei miteinander verbundene Netzwerk-Rollen:

Der Seeker (Sucher) erhält konkrete Handlungsanweisungen dafür, wie er das Netzwerk anderer Personen gezielt und erfolgreich für konkrete Anliegen nutzen kann.

Der Connector (Verbinder) lernt Tipps und Tricks kennen, wie er die Rolle am besten ausfüllen kann, und erfährt, warum er das Bindeglied zwischen Seeker und Giver (s. u.) sein kann.

Der Giver (Geber) bekommt einen Weg aufgezeigt, auf dem er persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzen aus der Unterstützung von Netzwerkanfragen ziehen kann.

Indem das Buch alle drei Rollen betrachtet und verknüpft, entsteht ein vertieftes Verständnis darüber, dass eine Person alle drei Rollen bespielen kann (und sollte), um die »eigene Marke« im Netzwerk auf- und auszubauen.

Das Buch gibt eine Anleitung, wie sich Netzwerke als Werkzeug in ganz unterschiedlichen Situationen kreieren und nutzen lassen, um Innovation, Widerstandsfähigkeit und Inklusion sowie den Erfolg des einzelnen Individuums oder einzelner Gruppen zu fördern. Es richtet sich an alle, die in der Erkenntnis leben, dass sich ihr augenblickliches Problem nicht allein lösen lässt, sondern dass die Lösung des Problems (mindestens) eine weitere Person erfordert. Zu guter Letzt soll dieses Buch etwaige Hemmungen vor dem Netzwerken abbauen und Lust auf das Thema machen.

1 Ein sozioökonomisches Ökosystem bezieht sich auf Partnerschaften zwischen Organisationen, um gemeinsam Probleme zu lösen, die im Alleingang nicht gelöst werden können

2 Vergleiche die »Dunbar-Zahl«, die theoretische »kognitive Grenze« der Anzahl an Menschen, mit denen eine Einzelperson soziale Beziehungen unterhalten kann. Das Konzept wurde vom Psychologen Robin Dunbar entwickelt.

2. Win-win – Sinn und Freude durch Verbindung

Während viele beim Thema Netzwerken vorwiegend an den Austausch von Visitenkarten oder an beiläufige Interaktionen bei gesellschaftlichen Veranstaltungen denken, so hat das Konzept des Netzwerkens in einer zunehmend vernetzten Welt eine tiefere Bedeutung.

Ich verstehe Netzwerken als eine tiefere Form der Verbindung, die darauf abzielt, mit Freude anderen zu helfen und gleichzeitig persönliches und berufliches Wachstum zu fördern – bei mir selbst und meinen Mitmenschen. Wenn es entsprechend strukturiert betrieben wird, entwickelt sich Netzwerken zu einem mächtigen Werkzeug, nicht nur für den individuellen Erfolg, sondern auch für das gemeinsame Wohl von Menschen, Organisationen und der Gesellschaft im Allgemeinen. Ich definiere Strukturiertes Netzwerken entsprechend wie folgt:

Strukturiertes Netzwerken ist ein bewusster, ergebnisorientierter Ansatz zum Aufbau persönlicher und beruflicher Beziehungen, bei dem Absichtlichkeit und Gegenseitigkeit im Zentrum stehen.

Strukturiertes Netzwerken schafft vertrauensvolle Verbindungen

Strukturiertes Netzwerken bedeutet vor allem, den Wert menschlicher Verbindungen und das Potenzial, das sie besitzen, um positive Veränderungen zu schaffen, zu erkennen. Im Gegensatz zum etwas in Verruf geratenen Konzept des »Vitamin B«, das meist darauf abzielt, was man aus Beziehungen gewinnen kann, betont das Strukturierte Netzwerken den gegenseitigen Nutzen und den langfristigen Wert von Beziehungen. Es geht darum, Vertrauen aufzubauen, echte Verbindungen zu pflegen, sich für den Erfolg und das Wohlergehen anderer einzusetzen – und sich darüber zu freuen.

Dieser Zweck des Netzwerkens ist das leitende Prinzip, das die eigenen Handlungen auf eine sinnvolle Interaktion mit anderen ausrichtet. Es funktioniert als der innere Kompass, der Menschen dazu anregt, Gelegenheiten zu suchen, um sich mit anderen zu verbinden, nicht nur (aber auch) zum eigenen Vorteil, sondern auch um Unterstützung zu bieten, Wissen zu teilen und Hilfe dort zu leisten, wo sie gebraucht wird. Diese Art des Netzwerkens priorisiert die Bedürfnisse und Ziele anderer ebenso wie die eigenen. Es beruht auf der festen Überzeugung, dass »du und ich gemeinsam« mehr erreichen können als »einer von uns allein«.

Strukturiertes Netzwerken bedeutet absichtsvolles Vernetzen

Ein Schlüsselelement dieser Form des Netzwerkens ist daher die Intentionalität (Absicht). Das bedeutet, bewusst darüber nachzudenken, mit welchen Menschen man sich vernetzen möchte und aus welchen Gründen. Anstatt ein breites Netz auszuwerfen in der Hoffnung, etwas zurückzubekommen, geht es beim Strukturierten Netzwerken darum, gezielt Personen und Gruppen zu identifizieren, deren Werte, Ziele und Interessen mit den eigenen übereinstimmen. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen, die sinnvoll und für beide Seiten vorteilhaft sind.

So vorzugehen, erfordert ein echtes Interesse am Leben und den Karrieren anderer. Dies bedeutet, sich die Zeit zu nehmen, ihre Bedürfnisse, Herausforderungen und Bestrebungen zu verstehen und darüber nachzudenken, wie man zu ihrem Erfolg beitragen kann. Ob durch das Anbieten von Ratschlägen, das Bereitstellen von Ressourcen oder einfach durch ein offenes Ohr – Strukturiertes Netzwerken wird durch Taten der Freundlichkeit und Großzügigkeit gepflegt.

In diesem Zusammenhang wird die Idee des Weitergebens besonders relevant. Indem man anderen hilft, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten, erschafft man eine Kettenreaktion des Wohlwollens, die zu unerwarteten Gelegenheiten und Verbindungen führen kann. Dieser Ansatz stärkt nicht nur das Netzwerk, sondern baut auch einen Ruf für Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit auf (vgl. Kapitel 3).

Strukturiertes Netzwerken gelingt mit Empathie und Gegenseitigkeit

Empathie spielt eine entscheidende Rolle im Strukturierten Netzwerken. Sie ermöglicht es Menschen, sich auf einer tieferen Ebene zu verbinden, indem sie die Emotionen, Bedürfnisse und Perspektiven anderer verstehen. Empathie fördert ein Gemeinschaftsgefühl und das Gefühl der Zugehörigkeit, die wesentliche Bestandteile starker, dauerhafter Beziehungen sind. Wenn Menschen sich verstanden und wertgeschätzt fühlen, sind sie eher bereit, die Unterstützung, die sie erhalten, zu erwidern, was einen Zyklus positiver Interaktionen schafft.

Gegenseitigkeit sollte jedoch nicht als eine Quid-pro-quo-Vereinbarung betrachtet werden, die immer nur Leistung und Gegenleistung aufwiegt, sondern ist vielmehr als ein natürliches Ergebnis echter Verbindungen zu sehen. Wenn eine Person Hilfe oder Unterstützung anbietet, inspiriert dies oft andere, dasselbe zu tun, wodurch das gesamte Netzwerk gestärkt wird. Diese Art von Gegenseitigkeit basiert auf wechselseitigem Respekt und einem gemeinsamen Engagement für den Erfolg des anderen. Sie verwandelt das Netzwerken von einer eigennützigen Aktivität in eine kollaborative Anstrengung, von der alle profitieren. Wenn ich also jemandem in meinem Netzwerk helfe, so erwarte ich keine unmittelbare Gegenleistung von dieser Person, sondern helfe in dem Vertrauen, dass auch ich über die Zeit aus verschiedenen Stellen in meinem Netzwerk Unterstützung erfahren werde.

Strukturiertes Netzwerken ermöglicht vielfältige Erfolge auf allen Ebenen

Die Ergebnisse des Strukturierten Netzwerkens gehen weit über individuelle Beziehungen hinaus. In einem breiteren Kontext trägt es zur Entwicklung von Gemeinschaften, Unternehmungen und sogar zu sozialem Wandel bei. Netzwerke, die auf Vertrauen, Empathie und einer gemeinsamen Bestimmung aufgebaut sind, sind widerstandsfähiger und effektiver bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen. Sie fördern Innovation, Zusammenarbeit und einen Geist der Kooperation, der zu transformativen Ergebnissen führen kann.

In beruflichen Umfeldern kann Netzwerken zu einer sinnvolleren beruflichen Entwicklung führen. Menschen, die durch gemeinsame Werte und Ziele verbunden sind, arbeiten eher an Projekten zusammen, die ihren Leidenschaften und ihrem Fachwissen entsprechen. Dies steigert nicht nur die Arbeitszufriedenheit, sondern führt auch zu hochwertigerer Arbeit und größerer beruflicher Erfüllung.

Darüber hinaus hat Netzwerken das Potenzial, Möglichkeiten für Mentoring und Lernen zu schaffen. Erfahrene Fachleute können Neulingen Orientierung und Unterstützung bieten, während Neueinsteigende frische Perspektiven und Ideen einbringen. Dieser Austausch von Wissen und Erfahrung bereichert das gesamte Netzwerk und macht es zu einer wertvollen Ressource für alle Beteiligten.

Strukturiertes Netzwerken hat Vorteile für alle drei Netzwerk-Rollen

Nochmal kurz zur Erinnerung: Als »Seeker« bezeichne ich die Person, die mithilfe des Netzwerkens nach einer thematischen Antwort, nach Wissen, nach einem spezifischen Kontakt, einem nächsten beruflichen Schritt u. Ä. sucht. Der »Connector« ist im Strukturierten Netzwerken ein Bindeglied zwischen Seeker und Giver (gesuchte Person). Der »Giver« wiederum hat die gesuchte Antwort auf den Suchauftrag (Task) des Seeker.

Aus der Perspektive des Seeker ist der Vorteil des Netzwerkens am ehesten offensichtlich. Schließlich ist er auf der Suche nach der Lösung eines Problems und hat sich entschieden, das Netzwerk um Unterstützung anzugehen. Erhält der Seeker die erhoffte Vernetzung mit einem geeigneten Giver, kann dies zur Lösung seines Problems führen. Seeker und Giver entscheiden zusammen, ob sie den Task gemeinsam lösen.

Aber auch für die beiden anderen Netzwerk-Rollen (Connector und Giver) bietet Netzwerken eine Reihe von Vorteilen. So lassen sich für den Connector z. B. folgende Vorteile realisieren. Er kann:

dem Seeker helfen und das macht Freude (persönlicher Vorteil),

die eigene Sichtbarkeit im Netzwerk stärken (persönlicher Vorteil),

als erfolgreicher Connector eventuell selbst etwas verdienen (vgl. Netzwerk-Suchprämie) (persönlicher Vorteil),

einem anderen Connector einen interessanten Netzwerk-Kontakt verschaffen (Netzwerk-Vorteil) und

dem Giver einen relevanten Task oder einen neuen Auftrag zuspielen (Netzwerk-Vorteil).

Ebenso bietet Netzwerken auch für den Giver eine Reihe von Vorteilen, z. B.:

Der Giver kann dem Seeker helfen und das macht Freude (persönlicher Vorteil).

Er erhält Zugang zu einem potenziell relevanten Task (persönlicher Vorteil).

Ihm erschließt sich eventuell eine neue Verdienstmöglichkeit (persönlicher Vorteil).

Er kann die eigene Reputation als Netzwerker stärken (persönlicher Vorteil) und

Er kann das eigene Wissen weitergeben (altruistischer Vorteil).

Strukturiertes Netzwerken entfesselt »the Power of Networking«

Ich möchte noch einmal in aller Form betonen, dass ich Menschen nur dann miteinander vernetze, wenn ich entweder dazu aufgefordert werde und/oder wenn die Vernetzung aus meiner Sicht schlüssig ist sowie wenn die Vernetzung für mindestens eine der Personen einen potenziellen Vorteil bringt. Ich vernetze Personen nicht, um primär selbst dadurch einen Vorteil zu erhalten.

Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass ein aktives und regelmäßiges Vernetzen anderer Personen häufig dazu führt, dass ich selbst von anderen Personen (oft unaufgefordert) vernetzt werde. Das sind häufig Personen, die selbst Hilfe von anderen Personen im Netzwerk erhalten haben und die im Netzwerk einen realen Wert sehen. Und diese Personen, die eventuell zuvor nur als Seeker aktiv waren, werden nun zum Connector oder Giver. Über die Jahre habe ich so ein breites, spannendes und facettenreiches Netzwerk entwickeln können, in dem heute Personen sind, mit denen ich sonst nie in Kontakt gekommen wäre.