Kinderleid mit einem Patrioten - Nicola Steiner - E-Book

Kinderleid mit einem Patrioten E-Book

Nicola Steiner

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Beschreibung

Die Traumatisierung des Volkes beginnt bei der technischen Geburt, bei der viele Frauen Gewalt erfahren und endet noch lange nicht damit, dass Mütter keine Zeit für ihre Kinder haben, weil sie arbeiten müssen, damit das Geld reicht. Menschen sind Traglinge, werden aber in Kinderwagen herumkutschiert. Statt Wärme in der Familie zu erfahren, werden sie in staatlichen Einrichtungen aufbewahrt, indoktriniert und traumatisiert. All das prangert das Buch an. Doch es ist kein Sachbuch, sondern erzählt die Geschichte von Falco und Nicola weiter, die eine Dualseelenbegegnung bewältigen: ein göttlicher Weg, um sein wahres Selbst zu finden. Aber es ist ein sehr schmerzhafter Weg, der beide Partner an emotionale Grenzen treibt, so dass die Trennung unausweichlich ist, obwohl sich zwei Seelen fanden, die einmal eine waren. In der von der Autorin gewohnten Leichtigkeit wird eine spannende unterhaltsame Geschichte erzählt, z.B. mit einem Kindergeburtstag für Erwachsene, einer Schnitzeljagd mit Schnäpsen, aber ohne Tüten, sowie dem Zauber, der der Welt innewohnt, wenn man es wagt, Denktabus zu brechen. Doch sie muss einen schweren Verlust erleiden: Ihr Seelenpferd stirbt auf dramatische Art.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 872

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Nicola Steiner

Kinderleid miteinem Patrioten

Genozid, Kindermord & Hexenprozesse der Neuzeit

„Und dann macht man das alles und versucht so zu seinUnd dann merkt man, dass einem was fehltUnd dann verlernt man, sich richtig zu spür′n (...)

Und jeder der sich nicht anpasst, wird zum Problemkind erklärtUnd jede, die zu lebhaft ist, kriegt ‘ne Pille damit sie nicht stört.“

(aus dem Lied „Testament“ von Sarah Lesch1)

Dieses Buch ist mit einem Zeitstrahl verknüpft, der entsprechende vertiefende Informationen beinhaltet: nicolasteiner.de/zeitstrahl

Anklickbare Fußnoten-Links (Kürzel: FN): 12oaks-ranch.blogspot.com/2018/01

Ähnlichkeiten mit real lebenden Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. Namen aus dem Herrn der Ringe nach J.R.R. Tolkien wurden bewusst gewählt, als Teaser auf den vierten Teil der Tetralogie (gemäß § 51 UrhG)

©Nicola Steiner 2025

Kind auf dem Cover-Foto: Pixabay

ISBN 978-9-403-85782-4

„Du kannst aber auch sehr wütend werden“, fand Falco, als ich das letzte Mal bei ihm war. Trotz Seelenverwandtschaft haben wir uns gegenseitig regelrecht zerfleischt in den letzten Monaten. Daher erwiderte ich: „Du aber auch.“ Denn auch er hatte mir so einiges an den Kopf geworfen. Er sprach auch davon, dass er sich für sich selbst schämte. Doch das, wofür er sich schämte, durfte ich nicht wissen.

Aber ich wusste es nun mal, weil Marlies mir alles erzählt hat. In der Kennenlernzeit hatte auch er mir geschrieben, dass er etwas Schlimmes getan hat; wenn wir uns nächste Mal sehen, dann würde Falco es mir sagen. Dazu kam es nie, weil ich ihm in einer Borderline-Spaltung den Benutz-mich-Song von den Böhsen Onkelz geschickt habe. Ich hatte seit zehn Jahren keinen Sex mehr, aber Falco hat erotische Gefühle in mir geweckt, weil unsere Seelen verbunden sind. Und ihm ging es nicht anders, obwohl er mir zunächst einen Korb gegeben hat, als ich von Küssen schrieb. Später gestand er, dass er sich beim Sex nicht fallen lassen könne, aber wollte dennoch mit mir zusammen ein Video über die heilsame Wirkung des Orgasmus anschauen. Die Aussicht darauf hat ihn so glücklich gemacht – was habe ich ihn damals geliebt. Er war ein anderer Mensch: So ausgelassen und glücklich. Dies war während einer Reise ins Ich, bei der Falco mich so wunderbar begleitet hat. Das Onkelz-Lied machte alles kaputt, aber trotzdem war er jeden Tag bei mir und hackte Holz für den Ofen, den er mir damals geschenkt hat. Wir begannen diese wunderschönen Tage auf meiner Terrasse und beendeten sie auch dort. Wir redeten über Gott und die Welt, aber nicht über seine Tat und auch nicht mehr über das Orgasmus-Video. Als ich ihm erneut meine Liebe gestand, hagelte es den nächsten Korb. Aber seine Taten straften seine Worte Lügen: Immer!

Ich wollte ihn nicht mehr anlügen, nicht mehr so tun, als würde ich nicht wissen, was er getan hat, und schrieb ihm damals eine E-Mail, die irgendwie verlogen war, weil ich darin versuchte, Marlies Indiskretion auf meine Kappe zu nehmen.

Marlies hatte diese E-Mail gegengelesen und erlaubt, dass ich sie Falco schicke, was ich als ultimativen Beweis dafür sah, dass sie mir die Wahrheit gesagt hat. Ihr war genauso viel daran gelegen, dass Falco sein Trauma überwindet wie mir. Aber diese Konfrontation ging ins Leere, denn Falco tischte mir ein Märchen auf.

Ich nahm es ihm nicht übel, denn endlich sprachen wir wieder vom Ansehen des Orgasmus-Videos. Aber seitdem ist fast ein Dreivierteljahr vergangen. Was war ich damals glücklich, als seine Mutter mich, nach einem weiteren wunderbaren Tag mit Falco, anrief und sich bei mir einlud. Ich schwebte auf rosa Wolken.

Jeder sagte, dass der Besuch der Mutter bewies, wie ernst es ihm mit mir war. Doch am Abend nach ihrem Besuch wurde mir für die Veröffentlichung des ersten Teils der Trilogie der Hexenprozess gemacht. Mir wurden Verfehlungen vorgeworfen, die ich nie begangen habe, und Falco zweifelte an mir. Als ich Falco das erste Mal besuchte, erzählte er mir von Eva Hermann2, die aus Johannes B. Kerners Sendung flog. Der Grund für den Rauswurf war ebenfalls ein Buch. Hermann hatte sich dafür stark gemacht, dass Kinder zu ihren Müttern gehören.

Sie prangerte an, wie die zivilisierte Gesellschaft genau das unterminiert. Die versucht möglichst viele Kinder in die staatliche Obhut zu bringen, wozu auch gehört, dass Kinder ihren Müttern wegen Geringfügigkeiten entrissen werden3. Falco sagte damals, dass dieser Rauswurf geplant war, und man es wohl mit Senta Berger abgesprochen hatte, dass diese Hermann attackiert. Als mir fast exakt dasselbe widerfuhr, sah Falco nicht, dass auch das inszeniert war. Stattdessen ging er nach diesem Tribunal mit meiner Widersacherin Berta in den Innenraum von Bertas Eck und überließ mich meinen Peinigern. Ich nahm an, dass sie sich ihn geschnappt hat, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen, damit er mir nicht half. Das hat Falco immer bestritten. Doch er hat sich auf die Seite der V-Leute gestellt, weil er zwar alles und jeden für kontrollierte Opposition hielt, aber in seinem persönlichen Umfeld völlig blind für diese Art der Unterwanderung war4.

Sein Liebeszauber war verflogen. Daher versuchte ich drei Wochen später auf dieses Orgasmus-Video zurückzukommen, bot Falco Sex per E-Mail an, um alles zu reparieren. Denn ich hatte ihm wochenlang wegen diesem 'Verrat' schwere Vorwürfe gemacht. Obwohl Falco sich so sehr um mich bemühte, mich anrief und mich bat, ihm doch bitte zuzuhören (und dann so erleichtert war, dass wir uns vertragen hatten), gab Falco mir auf diese E-Mail den Laufpass. Aus heiterem Himmel und nur zwei Wochen nach dem Gegenbesuch bei seiner Mutter schrieb er mir, dass er eine andere Frau lieben würde. Am Tag nach seiner Abfuhr überhäufte mich seine Mutter mit WhatsApp-Nachrichten und fragte, ob ich sie nicht noch einmal besuchen könnte, was ich höflich ablehnte. Falco hatte den Karren in den Dreck gefahren, also sollte er ihn herausziehen. Das tat er, indem er mich erneut anrief. Unsere 'Beziehung' war fortan ein Auf und Ab. Aber er besuchte mich und war sogar bereit, mir zuliebe ein EMDR-Coaching5 zu beginnen.

Ich wollte ihn aus seinem Tätertrauma herausholen. Dafür hätte er darüber reden müssen, aber er stritt nach wie vor alles ab. Ich versuchte es, indem ich ihm sagte, er solle einfach daran denken. Aber als (endlich, endlich) die Gefühle, die ihn quälten, hochkamen, brach er ab und wollte das Coaching nun komplett beenden.

Es gäbe kein Problem. Er beharrte darauf, dass Marlies mich belogen habe bzw. nannte es „Sie hat das durcheinander gebracht“, was Marlies mit unsicherer Stimme bestätigte, aber mit einem Nicken auf meine Aussage Ich-glaube-dir-kein-Wort widerrief. Auch zu Falco sagte ich, dass ich ihm kein Wort glaubte, aber er versuchte, mich mit Schwüren und Ehrenworten zu überzeugen.

Da es mündlich nicht ging, schickte ich ihm eine E-Mail, in der ich ihm haarklein seine Lügen auseinander klamüserte. Denn es ging um Leben und Tod: Falco war Diabetiker Typ 1 und wird sterben, wenn ihm in anderthalb Jahren das Insulin ausgeht.

Es gab kein reines Insulin mehr und das mRNA-verseuchte Insulin wäre ja dann ebenfalls sein Tod. Auf diesen meinen Versuch, sein Leben zu retten, hat er mir vor einem Vierteljahr die Freundschaft gekündigt. Aber zeitgleich programmierte Falco einen Zeitstrahl6 für das ZAAVV von Querdenkeranwalt Ralf Ludwig, wofür ich die Texte verfasste und recherchierte. Das tat ich nur, weil ich ihn so virtuell wiedersehen konnte; ich glaube, ihm ging es genauso.Vom Ungeimpften-Treff, bei dem der Hexenprozess war, sollte ich wegen Verfehlungen, die ich nie begangen habe, Hausverbot bekommen. Der Organisator des Treffs hielt zu mir, während Falco sich den V-Leuten anschloss, die mich verbannen wollten, worauf ich ihn mit Arschloch und Schwein beschimpfte. Dann endlich näherte er sich mir wieder an. Er schlug beim mittlerweile verlegten Treff sogar vor, dass wir miteinander reden. Aber er stellte die Bedingung, dass ich ihm glauben müsse; denn er habe mir ja sein Ehrenwort gegeben. Mir blieb nichts Anderes übrig, als so zu tun, als würde ich ihm glauben, was die Folge hatte, dass ich Falco nicht mehr in die Augen sehen konnte. Und das ausgerechnet zu einer Zeit, wo er so oft meinen Blick suchte und mir tief in die Augen sah. Er flirtete mit mir wie nie zuvor. Aber ich konnte es nicht erwidern, weil seine Lügen zwischen uns standen.

Daraufhin tat Falco das, was Borderliner und Narzissten in solchen Situationen eben tun und präsentierte mir beim Treff „die andere Frau.“ Die hat zuvor niemals jemand gesehen, aber Falco beteuerte vehement, dass es sie gibt. Tatsächlich hatten sich diese Frau und er rein zufällig auf dem Parkplatz getroffen.

Aber Falco strahlte sie an, als wäre er über beiden Ohren verliebt, während er erneut versuchte, mir tief in die Augen zu blicken. Dieses Mal war es Absicht, dass ich den Blick abwendete. Was glaubte er denn, was er damit erreicht, wenn er versucht, mich eifersüchtig zu machen? Er wusste doch so gut wie ich, dass er mir höchstselbst erzählt hat, dass er beim Sex nichts fühlen könnte, selbst wenn man ihm Miss Universum auf den Bauch bände. Vor einem Dreivierteljahr warnte er mich, dass, wenn er und ich 'es' miteinander täten, dann könnte es mich verletzen. Als ich ihn seinem Garten mit dieser seiner Aussage konfrontierte, tat er so, als hätte er das nie gesagt und schüttelte vermeintlich nachdenklich den Kopf. Dadurch, dass er mich zwang, ihm zu glauben, zerstörte er all das, was zwischen uns hätte sein können. Aber er hatte ohnehin nicht den Mut zu mehr, denn er traute mir nicht über den Weg, weswegen er mir (schon wieder) einen Korb gab.

Borderliner verlassen aus Angst, selbst verlassen zu werden

Bei Falco und mir trafen zwei Borderliner aufeinander. Auch ich sah zuweilen erst schwarz, dann rot und erst Wochen später wieder weiß, um eine Allegorie auf das Schwarz-Weiß-Denken und die unkontrollierbaren Wutanfälle des Borderliners zu versuchen. Als ich wieder weiß sah, fiel mir ein, dass Falco – trotz 'Flirt' mit 'der anderen Frau' – auch mir tief in die Augen gesehen hatte. Als ich in seinem Garten saß, versicherte er, das würde nichts bedeuten. Er gab aber zu, dass Cinderella nicht 'die andere Frau' sei. Es blieb ihm nichts anderes übrig. Denn ich hatte ihm geschrieben, dass sie mir verraten hat, dass die beiden kein Paar waren.

Falco war eigentlich eine ehrliche Haut und log nur, wenn es um seine Gefühle für mich ging; schien panische Angst davor zu haben, dass ich von seinen Gefühlen weiß. Das passte sehr gut zu der Geschichte, die Marlies mir erzählt hatte.

Denn die Frau, die Falco heiraten wollte, hat ihn vor zehn Jahren sehr verletzt:

Seine Tat kam also nicht aus dem Nichts. Ein halbes Jahr zuvor hatten Falco und ich uns darauf geeinigt, gemeinsam ein Buch über Täter zu schreiben. Dabei dachte ich, dass es die Fortführung des Gedankensex-Buches werde, aber er hatte ein Buch mit anonymisierten Fallgeschichten vor Augen. Doch solche Bücher gibt es ja schon. Ich vermutete, dass Falco als Kind misshandelt wurde. Denn er sagte mir einmal, es gebe Dinge, die er noch nie jemanden erzählt hat, weil er sich so sehr schämte: Mal sei er Täter gewesen, mal Opfer, und einmal hätte man ihm die Luft weggedrückt. Auch da tat er später so, als hätte er das nie gesagt.

Falco belastete der Ärger wegen dem ersten Teil der Trilogie so sehr, dass er im zweiten Teil nicht identifizierbar sein wollte. Aber wie sollte das gehen in einer Trilogie? Da kann die männliche Hauptfigur nicht mittendrin im Nirgendwo verschwinden und aus dem Nichts eine andere Hauptfigur auftauchen. Falco schlug vor, dass ich einen Elektriker oder Alkoholiker für den zweiten Teil der Trilogie nehme. Aber wer hätte denn dann den Zeitstrahl programmiert? Er sagte in seinem Garten, dass er die Bücher nicht canceln wollte. Aber wenn die männliche Hauptfigur gecancelt würde, dann wären die Bücher gestorben. Das verstand er einfach nicht; und ich verstand ihn nicht. Es ging doch um eine gute Sache:

Ich wollte entlarven, dass das deutsche Volk nicht nur durch die beiden Weltkriege traumatisiert ist (traumatisierte Eltern ziehen traumatisierte Kinder groß), sondern auch dadurch, dass Eltern in Existenznot geraten, so dass beide Elternteile arbeiten müssen. Körperliche Nähe zwischen Eltern und Kindern wird als anrüchig erklärt – sogar das Stillen wird durch Normen auf wenige Monate beschränkt. Da Falco höchstselbst es war, der mich auf Eva Hermann (FN 2) aufmerksam machte, ging ich davon aus, dass er für das Rosenkriegbuch genauso brennen würde wie ich, obwohl es letztendlich im zweiten Teil der Trilogie auch um die Unterwanderung des Widerstandes durch den Verfassungsschutz ging (FN 4).

Ich hatte über 200 Din-A-4-Seiten geschrieben und hatte das Gefühl, dass ich die Bücher ohne ihn nicht realisieren könne. Ich fand einfach keinen roten Faden und bombardierte Falco mit E-Mails, weil ich hoffte, dass er mir hilft. Denn die Buchidee fußte ja komplett auf seinen Äußerungen. Doch er war nur noch genervt.

Als ich auf den Ursprung unseres Konfliktes, dem Benutz-mich-Liedchen, zu sprechen kam, sagte Falco, er hätte das gar nicht angehört (der Titel sagt ja eh alles). Wie so oft versicherte er mir, dass ich ihm nichts bedeute, und er sich nicht mehr privat mit mir treffen wollte – höchstens einmal im halben Jahr. Aber er wollte mich zum Abschied umarmen und drückte mich feste an sich. Obwohl es sich so anfühlte, als hätte mir jemand eine Faust in den Magen geboxt und mir die Tränen kamen, spürte ich schon im Auto wieder dieses Vibrieren, das von ihm zu mir schwang. Es ließ mich sicher sein, dass wir zusammen gehörten. Ich fühlte es. Also schrieb ich Falco eine E-Mail aus dem Mut der Verzweiflung heraus:

„Bitte gib mir noch eine Chance. Ich kann verstehen, dass du nichts mehr von mir wissen willst, weil ich die Berta-Kiste nicht ruhen lassen konnte und dir so sehr misstraut habe. Aber ich versuche, aus meinen Fehlern zu lernen. Das verspreche ich dir. Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen und will dir Zeit geben; nicht ständig irgendetwas von dir fordern, was du mir – aus welchen Gründen auch immer – nicht geben kannst oder willst. Aber bitte, bitte lass' mich wieder deine Freundin sein, und gib mir die Gelegenheit, es besser zu machen. Ich liebe dich so sehr, dass ich es nicht ausdrücken kann. Genau das macht mich ja so verletzlich, weil es so viel Angst macht, einem anderen Menschen derart verfallen zu sein, und wir Frauen kämpfen ja auch mit Rollenbildern, die Hingabe verhindern. Bitte verlass mich nicht!“

Am nächsten Morgen bereute ich meine Worte, befürchtete, dass ich meine Würde verliere, wenn ich mich so vor ihm in den Dreck werfe. Die Leute rieten einem ja stets und ständig, dass man in solchen Fällen auf Rückzug geht. Aber er hatte mir ein Bonbon zugeworfen: „Wir sehen uns ja einmal pro Woche am Treff“, und ich nahm mir vor, das Gesetz der Anziehung zu nutzen und dankbar zu sein.

Mein guter Freund Cellophan hatte damit recht gute Erfolge. In den ersten Tagen des neuen Jahres hat er mir seine dramatische Geschichte erzählt: wie es dazu kam, dass er ein halbes Jahr in Untersuchungshaft landete und sich den Grund dafür – ganz ähnlich wie Falco, aber doppelt so lange – seit zwanzig Jahren nicht verzeihen konnte. Beide litten unter der Stigmatisierung der Gesellschaft und einem zu hohen Anspruch an sich selbst. So sehr, dass Cellophan sich mit Selbstmordgedanken trug. Mit dem Gesetz der Anziehung hatte er dann wieder etwas Lebensfreude in sein Leben gezogen. Aber nach ein paar Monaten gelang ihm auch das nicht mehr. Er bestätigte damit meine Theorie, dass man das Gesetz der Anziehung nur nutzen kann, wenn man zuvor Blockaden und Traumata überwunden hat. Dazu ist EMDR geeignet, was Falco und Cellophan dennoch unisono sehr skeptisch sahen, obwohl sie einander nicht kannten.

Bei Frauen hatte ich da mehr Erfolge, z.B. bei meiner Tierheilpraktikerin (THP genannt), die am nächsten Tag erst mein Pferd und dann mich akupunktierte: meine Leber, denn die soll der Grund dafür sein, wenn man vor allem am Bauch zunimmt. Ich erzählte ihr von Falcos Korb am Montag, und sie sagte lachend:

„Der sagt ja wirklichmanchmalkrasseSachen.“ Aber das Lachen war wirklich die kleine Sache, die den großen Unterschied machte: Nicht immer alles gleich so ernst nehmen und so hoch hängen, macht das Leben leichter. Man kann sich ja nichts davon kaufen, wenn man Falco für seine krassen Sprüche zur Schnecke macht, zumal es ja auch Botschaften zwischen den Zeilen gab. Die entdeckte die THP: Er hätte mich ja sofort wegschicken können (das sagte er sogar: „Wäre ich noch sauer auf dich, dann hätte ich dich weggeschickt.“), wenn ich ihm so auf die Nerven ging, wie er behauptete. Er stellte sich immer und immer wieder dem Konflikt mit mir; und es war da eben auch noch dieses Telepathische. Die THP hat ja auch ihren Ex-Mann in ihrem Kopf gehört, der sagte „Ich liebe dich, ich vermisse dich“, obwohl sie nicht wusste, dass es ihr Ex-Mann war. Das Spuken im Kopf hörte erst auf, als die beiden sich wieder begegnet sind. Jetzt waren sie erneut zusammen und wollten sogar wieder zusammen ziehen. Es gibt offensichtlich doch Seelen, die Gott füreinander bestimmt hat.

Aber eine solche Verbundenheit gibt es nicht nur unter Menschen, sondern auch und gerade unter Tieren (die haben ja keine Worte) und manchmal auch zwischen Mensch und Tier. Wie ich es mir so oft mit meinen Pferden geschah, erlebte die THP es mit ihrem ersten Hund, der an einem Karzinom gestorben ist. Sie hatte in einer Woche einen Termin beim Zahnarzt wegen einer Geschwulst im Mund. Sie hatte solche Angst, und die wollten wir mit EMDR hinweg schmelzen lassen.

Zuerst mit schnellen Augenbewegungen, die die Verarbeitung anregen. Aber sie befürchtete, dass alle guten Dinge drei seien: Bei zwei Geschwulsten hätte sie Glück gehabt, und damit wäre ihr Glück aufgebraucht. Ich konnte nicht an mich halten und unterbrach sie mit: „Aber es sind doch DREI gute Dinge.“ Nun fiel es ihr wie Schuppen von den Augen, dass alles gutgehen würde. Wir sprachen darüber, dass unsere Gedanken Dinge werden. Sie stand vielleicht gerade an genau dem Punkt, an dem sich entscheidet, ob das Geschwulst gut- oder bösartig wird – in welche Richtung das Pendel kippt: Das wird durch ihre Gedanken bestimmt.

Daher probierten wir noch eine zweite Variante des EMDR aus. Wenn die Fingerbewegungen schnell sind, wird Belastendes verarbeitet; wenn sie langsam sind, kann man positive Glaubenssätze verankern. Als die THP von „Rundum gesund“ sprach, sagte ich „Karzinome schmelzen wie Schnee in der Sonne“, und sie griff es auf. Wir nahmen beide kein Geld vom anderen, sondern halfen uns gegenseitig: Sie meinem Pferd Fancy, ich ihrem Hund Wolf, den ich für ein Wochenende in Pflege hatte. Den hatte ich am Cinderella-Abend sogar mit beim Treff, worauf Falco mich ansprach und fragte, was denn das für ein Hund sei.

Falco hatte mal einen Dackel, der so hieß wie mein Spitzname: Nico. Falcos Dackel hat vorzugsweise gemacht, was er will – genau wie der Hund der THP, der nicht nur aussah wie ein Wolf, sondern so hieß, wie er sich benahm. Sie sagte, man dürfe ihn nicht loslassen, weil er andere Hunde anginge; Platz würde er auch nicht machen. In der Regel korrespondiert das Eine mit dem Anderen. Wenn es gelingt, das Platz durchzusetzen (und zwar nicht nur mal eben Platz und wieder aufstehen, sondern auch liegen bleiben), dann ändert sich die Beziehung.

Dadurch gibt es keine Notwendigkeit mehr, andere Hunde anzugehen. Genau dieses Ergebnis hatte ich mit Wolf binnen drei Tagen erzielt7. Als die THP Wolf abgeholt hatte, sprachen wir mit meiner Nachbarin Arwen, deren Hund exakt dieselbe Konstellation aufwies: Platz nur für Leckerli; die Besitzerin wird vor anderen Hunden beschützt. Obwohl ich in nur einer Stunde durchschlagende Erfolge erreichte, wirkte Arwen nach dem Training nicht wirklich glücklich.

Am Vortag hatte sie gesagt, sie wolle den Hund nicht so hart anpacken, und das ist ja grundsätzlich auch gut so. Ich verprügelte weder Kinder noch Tiere, aber ich gab ein Stimmkommando kein zweites Mal. Wenn ein Hund nicht Platz machte, dann legte ich ihn hin. Denn Platz ist ja auch ein Notfallstopp, falls ein Hund beispielsweise Rehen nachjagt oder andere Hunde angeht. In der ersten Stunde gelang uns nur das Sitz. Das führte dazu, dass der Hund, an dem Ort, wo er sonst immer auf Teufel komm' raus pöbelte, sich bereits nach dem ersten Training vorbildlich benahm. Arwen stand dennoch der Zweifel ins Gesicht geschrieben.

Unsere Gesellschaft ist verweichlicht (FN 8). Es findet ein Krieg in unseren Köpfen statt. Aus ehemals aggressiven, wehrhaften Männern wurden kontrollierte, emotionslose Anzugträger gemacht, die ihre Frauen nicht mehr verteidigen aus Angst davor, dass man ihnen toxische Männlichkeit vorwirft. Das ist nicht nur ein Ergebnis von Rollenbildern und Normen, sondern auch die Folge von Frühtraumatisierungen. Männer wie Frauen wollen daher lieb und nett zu ihren Hunden sein, so dass die Hunde sie als schwach empfinden. Das führt dazu, dass Hunde sich nicht mehr sicher fühlen und das Gefühl haben, ihr Frauchen / Herrchen gegen andere Hunde verteidigen zu müssen. Für den Hund bedeutet das Stress; er ist nicht glücklich. Aber das nimmt Frauchen aufgrund des hohen sozialen Drucks in Kauf. Propaganda setzt an Emotionen an und programmiert unsere Gehirne um.

Wir denken nur bei Körperlichkeit an Gewalt, verkennen aber, dass ein Impfzwang, wo der Jobverlust droht, vielleicht sogar größere Gewalt ist.

Als ich gerade die letzten Zeilen eintippte, klingelte das Telefon. Nikolai Nerling rief mich an, dem ich vor Monaten einen Brief geschrieben habe. Er entschuldigte sich, dass er jetzt erst antwortete: Sein Postfach sei in der einen großen Stadt; er wohnte aber in einer anderen großen Stadt. Es war Falcos Idee, ihn anzuschreiben und ihn zu bitten, dass er das Gedankensex-Buch bewirbt. Ich hatte die Passage an Nerling geschickt, in der ich dachte, ich hätte mich über beide Ohren in einen Nazi verliebt, weil ich die Anführungszeichen übersehen hatte. Genau darauf stieg Nerling ein und sprach von „meinem Nazi.“ Als ich das dementierte, lachte Nikolai und revidierte in „Nazi in Anführungszeichen.“ Ein sympathischer und kluger Mann, der höflich anfragte, ob es für mich in Ordnung sei, wenn er meinen Brief in seinen Kanälen vorlese. Ich freute mich über seine Rücksichtnahme, sagte ja und bekam postwendend kalte Füße. Wer weiß, ob ich dann nicht künftig als Naziin gelte (witzig, das zu gendern – war ich eigentlich die erste, die auf diese Idee kam?). Nikolai und mein Vorname bedeuten dasselbe: Sieger des Volkes, und wir hatten gemeinsam, dass auch er sich aus der links-grün-woken Ecke in die Wahrheit gekämpft hatte. Darüber wollte auch er jetzt ein Buch schreiben.

Um Zeit dafür zu haben, wolle er als 'Der Volkslehrer' pausieren. Ich bat ihn, nicht aufzuhören, aber er sagte: Alles ginge nicht, weil er ja jetzt Vater sei. Mein Buch würde er aber sehr gerne vorstellen, wenn ich es ihm schicke. Aus einem Buch wurden zwei. Denn er sagte, dass er am Vortag stundenlang seine Mutter von seiner Wahrheit überzeugen wollte. Aber die will wohl nicht als Holocaust-Leugnerin zur Aussätzigen der Gesellschaft werden. Ich schrieb, dass mein 'Nazi in Anführungszeichen' seiner Mutter mein Vorgängerbuch „Corona und andere Verbrechen“ geschenkt hatte; das wäre ein guter Einstieg. Ich erzählte ihm, dass es im Rosenkriegbuch darum geht, dass wir in einer traumatisierten Gesellschaft8 leben, und ich das für minutiös geplante Absicht hielt. Nikolai Nerling stimmte mir aus vollem Herzen zu. Er gehe davon aus, dass die uns über Schindlers-Liste-Filme eingehämmerte Schuld als Teil unseres Selbst erlebt werde. Diese Schuld aufzugeben, würde sich anfühlen, als würde einem ein Arm abgehackt.

Nerling war ein angenehmer Mensch, der auch zuhörte und Fragen stellte. Ich erzählte ihm von der geschickten Art und Weise, wie ich 'seine' Themen ins G-Sex-Buch eingebaut habe. Dass 'mein Nazi in Anführungszeichen' mir ein Video von Ernst Zündel geschickt hatte, worüber ich mich dann entsetzt gegeben hätte oder, dass Falco das Germar-Rudolf-Gutachten erwähnte, und dass er es dank Chemie-Leistungskurs auch verstanden hätte. Ich erzählte Nerling, dass mein 'Nazi' und ich vom Verfassungsschutz durch eine professionelle Rufmordkampagne auseinander getrieben worden seien. Nerling kannte das. Denn er hat über den Brandanschlag von Solingen berichtet und herausgefunden, dass die vermeintlichen Täter in einem Sportclub trainierten, dessen Leiter sich im Prozess als V-Mann geoutet hätte. Damit niemand davon erfuhr, wurde Nerling regelmäßig von den vermeintlichen (Anti)faschisten niedergebrüllt9. Die demokratiefeindliche Botschaft der vom Staat bezahlten Antifanten klang nach: „Hört euch bloß nicht an, was die Gegenseite zu sagen hat.“ Ich gestand Nerling, dass ich meine Botschaft eher im Plauderton versteckte, damit man mich nicht verhaftet. Nerling antwortete ruhig und ohne Vorwurf, dass er Leute kenne, die für die Wahrheit ins Gefängnis gegangen seien. Offensichtlich gab es Menschen, die noch mutiger als ich waren. Las man, was die Presse über Nerling schrieb, hatte man ein Monster vor Augen; und so nannte er sich auch; sagte von sich:

„Ich bin das Monster, aber das ist egal. Auch durch die Negativ-Berichterstattung über mich kommt das Thema Holocaust auf den Tisch.“ Was für ein Standing! Ein Mann, zu dem ich nach diesem Telefonat aufschaute, obwohl ich noch Monate zuvor vor mir selbst erschrocken bin, dass ich nach Solingen gefahren war, um ihn kennenzulernen. Er war da, weil er dachte, dass der Brandanschlag inszeniert war – wie alle anderen Brandanschläge auch. Nikolai bedauerte, dass wir uns nicht getroffen hatten und sagte, dass er im Oktober in Bielefeld sei. Das wäre doch nicht so weit von mir; ob wir uns nicht treffen sollten. Ich war total aufregt, denn das allererste Mal in meinem Leben würde ich einen echten Helden kennenlernen, aber es kam nicht dazu.

Daher freute ich mich darauf, gleich dem Helden in meinem Leben zu begegnen, der rigoros beteuerte, nicht der Held zu sein, für den ich ihn hielt. Falco kam das zweite Mal in Folge nicht zum Treff. Dort wollte ich nun dem Hahn-im-Korb erzählen, dass der Volkslehrer mich angerufen hat. Der wusste noch nicht einmal, wer das ist. Ich hatte beim Universum bestellt, dass mir die Geschichte für ein Buch über das Gesetz der Anziehung geliefert wird, dass ich sie erlebte. Am Ende wurde es eine Trilogie. Zu Beginn hat Falco mir – ohne es zu wissen – genaue Anweisungen gegeben, was ich recherchieren, und wie ich mich verhalten sollte.

Er erzählte von der Volksseele, die krank sei – auch, weil Frauen ihre ureigene Weiblichkeit verleugnen würden, und der Geschlechterkampf gezielt gefördert werde. Die Kraft entstehe, wenn sich männliche und weibliche Archetypen ergänzen statt zu bekämpfen. Falco schrieb damals auch:

„Ja, es sind symbolische Gegebenheiten, denen wir viel zu wenig Beachtung schenken.Der Mensch denkt, Gott lenkt. Im Volksmund steckt viel mehr Wahrheit, als wir alle glauben.“ Falco schrieb auch, dass ein verlorener Hufschuh „das verlorene Symbol“ sei; meine Tochter Larissa hatte ihn gefunden. Sie war seinerzeit der einzige Mensch, den ich kannte, der keine Traumafolgestörung hatte.

Falco hat mir – intuitiv – auch gesagt, wie ich vorgehen soll, um die Bücher zu schreiben, indem er schrieb: „Sich von Gott lenken lassen, kann nie verkehrt sein.“Daher achtete ich fortan auf Zeichen und Symbole; gerade die Greifvogelsymbolik hat mir immer wieder gezeigt, ob ich auf dem richtigen Weg war. Doch das allumspannende Thema der drei Bücher war die Heilung der Volksseele. Auch das hatte Falco geschrieben, dass unsere Volksseele krank und schwach sei. Damit die, die die Volksseele krank gemacht haben, ihre Hände in Unschuld waschen, wird bei (körperlichen und seelischen) Krankheiten die Genetik-Keule von den Eliten geschwungen, denen die Medien und Verlage gehören. Denn, was angeboren ist, ist bekanntlich nicht heilbar und muss demzufolge auch als unumstößlich hingenommen werden. Durch das Wort „Störung“ kommt dann auch noch die Scham ins Spiel, die den Betroffenen dazu bringt, nach außen eine Fassade aufrecht zu erhalten, sich nichts anmerken zu lassen. Denn jeder geht ja fälschlich davon aus, dass das komplette Umfeld seelisch gesund ist.

Dabei ist es durchaus denkbar, dass das komplette Umfeld ebenfalls die Fassade aufrecht erhält: Wer will schon als gestört gelten? Durch die vielen individuellen Fassaden wird auch verdeckt, dass die Volksseele insgesamt krank ist und nur wegen der vielen Fassaden nicht heilen kann. Wenn auch nur ein oder zwei von uns den Vorhang fallen ließen, könnte das Auswirkungen von ungeahntem Ausmaß haben, und das will dieses Buch erreichen. Meine Freundin Elisa sah es so, als wären Falco, ich, sie und Cellophan, den sie abgöttisch liebte, ein Vierergespann seien, die irgendwann eine Doppelhochzeit feiern. Nun war ich zwei Samstage in Folge mit Elisa auf einem Open-Air-Rockkonzert. Beim ersten habe ich ihr die Zusage abgerungen, dass wir immer, wenn wir uns sehen, gegenseitiges EMDR machen, um auf diesem Weg unsere Beziehung zu heilen. Sie sagte, es ginge ihr so schlecht, und wenn sie jetzt noch EMDR machen würde, dann würde der Schmerz ins Unerträgliche wachsen. Beim zweiten erzählte ich ihr begeistert von der Heilung der Volksseele, aber sie sagte: „Lass uns einfach Spaß haben auf dem Konzert.“ Am nächsten Morgen ließ sie sich aber doch auf eine EMDR-Session mit mir ein. Sie sagte letztlich, sie wäre froh, dass ich sie zum EMDR überredet hatte. Nun konnte sie mir auch erklären, warum sie auf die Erwähnung des Begriffes Volksseele so allergisch reagiert hat. Das hätte nach Widerstand geklungen, und dafür fehle ihr die Kraft, weil sie auf der Arbeit gemobbt werde. Da sie bei einer Behörde arbeitete, dachte ich sofort, dass das Methode haben könnte. Sie tat mir dennoch leid in ihrer Not.

Allerdings gärte zwischen uns ein unausgesprochener Streit. Sie hatte sich angeboten, den ersten Teil dieser Trilogie Korrektur zu lesen und mich dann ein halbes Jahr vertröstet, anstatt mich zu bitten, dass ich sie aus dieser Vereinbarung entlasse. Als ich nach einem halben Jahr nörgeln dieses Vertrösten auch einmal in aller Deutlichkeit beanstandete, kündigte sie von einer Sekunde zur anderen unsere Vereinbarung auf. Das fand ich nicht in Ordnung. Sie ließ mich aber nicht mehr zu Wort kommen, indem sie stakkatoartig „Dann rede doch, dann rede doch, dann rede doch, dann rede doch, dann rede doch, dann rede doch“, so laut sagte, dass ich gar nicht reden konnte. Daraufhin wurde ich ebenfalls laut. Aber zu einer Klärung kam es nie, weil ich , dass sich Kritik für Elisa lebensbedrohlich anfühlte. Sie wurde 13 Jahre lang von ihrer Mutter geschlagen, was sie ins Borderline trieb. Cellophan und Elisa waren am Samstag darauf bei mir, um Top Gun Teil 1 bei mir und Teil 2 im Anschluß im Kino zu sehen. Seit ich mit Elisa vereinbart hatte, dass wir, statt einer Klärung auf Verstandesebene, Heilung anstreben sollten, kam sie grundsätzlich mehrere Stunden zu spät, so dass EMDR-Sitzungen (vgl. Studien: FN 174) nicht mehr möglich waren, zumindest nicht am Ankunftstag.

Cellophan war pünktlich. Daher hatten wir beide also stundenlang Zeit, um uns zu unterhalten. Ich erzählte auch ihm von meinem Plan, die Volksseele dadurch zu heilen, indem wir vier heilen. Da er Selbstmordgedanken und Depressionen hatte, hatte ich auch beim ihm den Verdacht, dass es Borderliner ist.

Da Borderline aber auch sexuelle Störungen (z.B. Homosexualität10) oder auch Störungen der geschlechtlichen Identität11 auslöst, frage ich mich, ob auch Pädophilie eine Folge der Borderline-Störung sein kann. Denn Cellophan ist ein Pädophiler, die in unserer Gesellschaft verfolgt werden wie Hexen zu Zeiten der mittelalterlichen Inquisition (FN 226). Dabei werden nur sehr wenige Pädophile straftätig, wozu ja auch der Besitz von Bild- und Videomaterial gehören konnte.

Pädophile vergehen sich in der Regel nicht an Kindern. Cellophan beklagte, dass ja auch nicht sämtliche Männer geächtet werden, nur weil manche von ihnen Vergewaltiger sind. Ich vermutete, dass Cellophans Unterbewusstsein ihn schützen will, denn er wurde von seinen beiden Ehefrauen hintergangen. Die Mutter seiner Kinder hat sein Geld verprasst, die erste Ehefrau ist ihm fremdgegangen. Sie wohnte sogar schon beim neuen Partner und sagte trotzdem zu Cellophan, alles wäre in Ordnung. Der ist dann, weil er die Vermutung hatte, sie könnte etwas mit einem Kollegen haben, mit den Schwiegereltern in eine Großstadt zur Adresse eines Arztes gefahren. Ihr Name stand mit auf der Klingel.

Als er und ich an meinem Küchentisch saßen, weil wir seit Stunden auf Elisa warteten, schlug ich ihm vor, diese Themen per EMDR-Fingerpingpong (eine Wortschöpfung von Falco) zu bearbeiten. Das wollte Cellophan nicht, er wolle lieber über seine Verlustängste reden, wozu seine Angst vor dem Verlassenwerden passte. Ich bedauerte, dass gerade Männer meiner Intuition nicht trauten. Dabei erspürte ich regelrecht, was für die Heilung notwendig ist. Ich schlug ihm vor, es auch einmal mit der Pferdetherapie zu versuchen. Daraufhin verhärtete sich sein Gesichtsausdruck. Ich wusste, dass er auch diesen Impuls ablehnte.

Warum fiel es Männern so unendlich schwer, sich von Frauen etwas sagen zu lassen? War es die Angst, dann nicht mehr stark und souverän zu wirken und somit nicht geliebt (=verlassen) zu werden? Date Doktor Emanuel Albert erklärt auf Youtube12, dass die Angst vor Ablehnung eine Urangst sei:

„Ablehnung ist evolutionär gesehen teilweise tödlich gewesen. Leute, die abgelehnt wurden, die in der Gruppe nicht angekommen sind, sind deshalb vor ein paar Hundert oder vor ein paar Tausend Jahren häufig gestorben, erfroren, verhungert.“ Das könnte der Grund sein, dass niemand das Thema Holocaust hinterfragte, weil die Menschen Angst hatten, in die rechte Ecke gestellt und damit aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.

Irgendwann kam Elisa doch noch, und wir hatten viel Spaß mit Tom Cruise. Cellophan war live dabei, als Elisa homöopathische Globulis gegen meine Blasenentzündung heraussuchte, die prompt eine Erstverschlimmerung auslösten. So ist das nun mal oft bei Heilung: Manchmal muss es erst schlimmer werden, bevor es besser werden kann (bei der Schulmedizin ist es genau andersherum). Obwohl Cellophan sehr kritisch im Hinblick auf inszenierte Coronakrisen und den angeblichen Klimawandel ist, war er in Sachen Homöopathie genauso stramm auf Linie wie ja auch Falco. Um Cellophan das nicht so direkt an den Kopf zu werfen, sprach ich davon, dass ich Freitag auf einer Nachbarschaftsfeier war und man unvermeidlich auch irgendwann bei diesen Themen landete. Ich sprach mit Arne, Arwens Partner, der sagte: „Ich bin ja wirklich tolerant, aber wenn einer den Klimawandel leugnet, wo doch alle Wissenschaftler sich einig sind, dann werde ich sauer.“

Lebensmüde wie ich war, sagte ich, dass sich die Wissenschaft einig war, weil nur Studien bezahlt würden, die am Ende zum gewünschten Ergebnis kämen – nur diese Wissenschaftler dürften im Fernsehen auftreten. Dass der Club of Rome den menschengemachten Klimawandel erfunden hat13, verkniff ich mir, weil ich ja doch ein klitzekleines bisschen an meinem Leben hing. Arne schwärmte von der WDR-Sendung Quarks; ich erzählte, dass ich beim WDR gearbeitet und aufgehört hatte, weil durch Auslassen gelogen14 wurde, was umso leichter ist, je kürzer die Meldungen sind. Paradebeispiel Angela Merkel: Niemand bestreitet, dass sie 16 Jahre lang Bundeskanzlerin war. Aber lässt man weg, dass sie vom Weltwirtschaftsforum als 'Global Leader for tomorrow15' ausgebildet wurde, dann entsteht ein verfälschtes Bild. Arne sprang mir ins Gesicht und warf mir vor, dass ich Verschwörungstheorien verbreite – und das, obwohl ich bei den harten Fakten blieb.

Weil man ja keinen Streit will in dieser unserer bis zur Selbstaufgabe friedlichen Gesellschaft, klärte ich ihn darüber auf, dass es keine Theorie ist.

Das Weltwirtschaftsforum gibt das ja offen zu

Man fand die Information auf der Website weforum.org oder zu Jens Spahn bei younggloballeaders.org – aber ich redete vor eine Wand. Man wisse ja gar nicht, was mit Ausbildung gemeint sei, konterte Arne. Es könnte ja auch ein Wochenendkurs gewesen sein. Arne beantwortete also meine harten Fakten mit Theorien.

Cellophan sagte, dass Merkel und Spahn auch nichts auf Wochenendkursen des WEF zu suchen hätten. Sie waren Volksvertreter und keine verlängerten Arme der Konzerne. Cellophan wusste, dass die Ausbildung zum Young Global Leader fünf Jahre dauerte und, dass erstaunlicherweise weltweit diese Young Global Leader wie durch Zauberhand zu Staatsoberhäuptern wurden.

Aber diese meine Erzählung von der Feier sollte ja den Weg zum Thema Homöopathie versus satanische Schulmedizin bereiten. Ich erzählte Cellophan also, was ich Arne erzählte hatte:

Die Heilung meiner Schilddrüse, die ja bereits im G-Sex-Buch erwähnt wurde. Die Erfolge, die ich mit meinen Pferden hatte, und Bingo: Meine Art, das Thema aufzugreifen, verfing zumindest bei Cellophan: Der lachte sich schlapp, als ich erzählte, dass Arne felsenfest davon überzeugt war, dass meine Pferde nur deswegen an der Homöopathie gesundeten, weil ich ihnen ja Zuwendung gab. Ich entgegnete Arne: „Als meine Pferde noch schulmedizinisch behandelt wurden, haben sie auch Zuwendung bekommen, aber gesund geworden, sind sie nicht.“

Daraufhin biss Arne um sich, worauf ich ihm erzählte, dass ich das Thema Informationsbeschaffung studiert habe. Man habe uns schon vor Jahrzehnten im Studium davor gewarnt, was wir nun hautnah in der Medienwelt erlebten.

Dadurch, dass die vielen Medien nur wenigen Konzernen gehörten, entstand eine gefährliche Konzentration16, und damit wird Zensur Tür und Tor geöffnet.

Von meiner Qualifikation wollen Männer ja grundsätzlich nichts hören – wahrscheinlich, weil man ihnen einredet, dass sie der Frau überlegen sein müssen, um liebenswert zu sein. Fragt man dazu eine Frau, verdreht sie die Augen himmelwärts über all die Männer, die verzweifelt versuchen, der Frau diese Überlegenheit vorzugaukeln. Arne machte das über: „Ich habe schon mitgekriegt, was du studiert hast“, was so viel heißt wie: „Ich bin zwar nicht vom Fach, aber ein Mann, und deswegen zählt meine Meinung mehr.“ Das mit der Meinung habe ich auch versucht, ihm nahezubringen, weil es ja heutzutage üblich ist, den Diskurs mit „Ich habe meine Meinung, du hast deine“ abzuwürgen. Doch eine Meinung ist ein Werturteil, ist also dem Beweis nicht zugänglich; aber wir redeten ja von Tatsachenbehauptungen, und die sind dem Beweis sehr wohl zugänglich. Daraufhin wechselte Arne das Thema, und ich kam über diesen Umweg zum ursprünglichen Thema zurück:

Satanische Schulmedizin, die ich mit dem Wort Impfung aufgriff. Ich erzählte ihm, dass ich drei Pferde mit Resequin hätte impfen lassen und alle drei erlitten daraufhin einen Impfschaden. Das bei mir geborene Fohlen Queenie hatte ich daher weder impfen noch entwurmen lassen. Es war seit dreizehn Jahren so gesund und munter, dass Hufschmiede und Pferdedentisten völlig von den Socken waren: „Die hat aber gerade Hufe. Das sieht man selten.“ – „Ich glaube nicht, dass da zum ersten Mal ein Pferdezahnarzt dran war. Da ist ja gar nichts zu raspeln.“ Aber Arne glaubte mir kein Wort. Cellophan war da hingegen ganz bei mir. Wir gingen damals gemeinsam gegen Zwangsimpfungen auf die Straße. Aber in seelischen Belangen glaubte Cellophan an die Schulmedizin resp. einen Psychiater, der an ihm standardisierte Tests durchgeführt hat – toll!

Ich fragte mich, ob es die Angst vor Heilung war, die Cellophan so unnachgiebig sein ließ oder ob es um einen sekundären Krankheitsgewinn ging, den ich im Rosenkriegbuch besprochen habe. Und wenn ein Betroffener nicht heilen WILL, weil er die Vorteile, die die Krankheit bringt, nicht verlieren will, dann ist ja nicht die EMDR-Methode schuld.

Aber so ungefähr drehte es Cellophan, als wir am nächsten Tag an der Talsperre badeten und chillten. Er behauptete, die Methode würde bei Männern nicht klappen, weil diese keinen Zugang zu ihren Gefühlen hätten. Ich wiederholte gebetsmühlenartig, dass ich selbst auch nicht diesen Zugang zu meinen Gefühlen hätte wie Elisa; und in der Regel bei mir weder Tränen fließen noch schrie ich, wie es Elisa tat. Außerdem sei mir keine Studie bekannt, die eine unterschiedliche Wirksamkeit von Männern und Frauen belegen. Bekannt sei vielmehr, dass EMDR es nicht leicht hatte, zugelassen zu werden. Denn alles, was Heilung bringt, wird von der Schulmedizin bekämpft. Das ist auf der einen Seite die Homöopathie bei körperlichen Erkrankungen und auf der anderen Seite EMDR bei psychischen Erkrankungen, die wahrscheinlich allesamt auch körperliche Erkrankungen verursachen, wie z.B. Asthma oder meine durch den Muskelhartspann verursachten Kopfschmerzen nach meinem Verkehrsunfall. Davon wollte Cellophan nichts wissen und sagte, dass es bei Falco ja auch nicht geklappt hätte. Ich hätte Cellophan ja fragen können, warum er von EMDR erwartete, dass es nach vier Sitzungen den Patienten heilt, während er selbst seit Jahrzehnten von Therapie zu Therapie wechselte und trotzdem noch an Selbstmord dachte. Aber das hätte ihn brüskiert. Also sagte ich, dass ich den Eindruck hätte, dass sich bei Falco sehr wohl etwas verändert hatte. Denn als ich ihn kennenlernte, hatte Falco noch nicht einmal genügend Energie, um einen Spülkorb wegzuspülen. Im Winter beklagte er, dass er antriebslos sei und erzählte mir, dass er den lieben langen Tag nur abhing. Jetzt hat er aber den Zeitstrahl programmiert und begonnen, einen freien Energie-Motor zu bauen, um zu beweisen, dass dieser funktioniert.

So sehr ich Cellophan schätzte, so anstrengend empfand ich es, wenn er in eine (bei ihm seltene) Entwertungsphase kam, wo er alles ins Negative redete. Das war z.B. so, als VS-Silja meine Arbeit am Zeitstrahl kritisierte, obwohl sie selbst nicht eine einzige Meldung ablieferte. Gleiches tat Cellophan auch, wenn Elisa davon erzählte, dass sie auf der Arbeit gemobbt wird.

Dann wurde nur auf der rationalen Ebene argumentiert: Sie hätte drei Optionen:

1. kündigen

2. 40 Stunden arbeiten und was liegen blieb, blieb liegen

3. Krankfeiern und hoffen, dass sie gekündigt werde. Und das war schon eine Verbesserung, denn ein paar Tage zuvor, bekam Elisa alle Punkte zu hören, wo die mobbende Dienstherrin vielleicht Recht haben könnte. Manchmal war Cellophan recht gnadenlos. Aber, wenn es um ihn selbst ging, dann war grundsätzlich das Außen schuld und niemals er selbst. Die Diskussion ergab sich, weil die ursprüngliche Idee „Täterbuch“ sich einfach nicht realisierte. Mir waren keine weiteren Täter begegnet und bei einer Pädophilentat wäre es nur rund, wenn am Ende eine Heilung stünde. Man könnte dann beweisen, dass auch Pädophilie auf ein Trauma zurückzuführen sei, versuchte ich ihm schonend beizubringen. Immerhin war er hochintelligent, wahrscheinlich sogar hochbegabt. Er gab mir Recht, dass negative Gedanken mehr negative Gedanken hervorbringen, weil sich Gehirnbahnen auf diesem Weg verbreitern17.

Dieses Negativ-Denken ist aber ein Symptom der PTBS, und es gibt keinen Schalter, was der Grund sein dürfte, warum Falco die Lektüre von Lehrbüchern über das Gesetz der Anziehung ablehnte. Obwohl ich beim Schreiben des G-Sex-Buches nicht wusste, dass es am Ende die Volksseele heilen sollte, war schon so viel darin, was für die Folgebücher wichtig sein könnte – z.B.:

1. Bevor man das Gesetz der Anziehung nutzen kann, muss man den eigenen Schatten integrieren (Gesetz der Polarität | FN 40).

2. Die Schulmedizin und Eheberatungsstellen (FN 51) verschweigen uns, dass wir fast alle mehr oder weniger an Borderline (FN 112) leiden und EMDR dagegen hilft.

3. Sie zerstören die Volksseele durch einen fehlgeleiteten Feminismus18und auch durch das Kappen des Nationalgefühls19.

Es irritierte mich, dass Cellophan als Vater von drei Kindern überhaupt kein Problem damit zu haben schien, wenn diese totgeimpft würden oder in 15-Minuten-Städten20 landeten. Damit könne er leben, denn er hätte versucht, seine Kinder aufzuklären. Es sei ihm nicht gelungen, doch damit hätte er seine elterliche Pflicht erfüllt. Ich fragte, was wäre, wenn die Ignoranz der Mitmenschen gegenüber den unumstößlichen Fakten ein Ergebnis der so genannten Normopathie (FN 8) wäre: Der übergroße Wunsch zur Gemeinschaft zu gehören, könnte eine Folge der traumatisierten Gesellschaft sein.

Nun griff Elisa ins Gespräch ein, sie sei nicht mehr bereit, Verständnis für die Schlafschafe zu haben. Man hätte ihnen alles auf dem Silbertablett serviert, und sie seien jetzt selbst schuld, wenn sie sich tot oder krank impfen ließen. Gemäß dem WWG1WGA-Leitspruch der Q-Bewegung21 wirkt sich ja das, was ein Einzelner tut, auf das morphogenetische Feld des gesamten Volkes aus. Das galt auch fürs Cellophans und Elisas Gleichgültigkeit. Es passierte energetisch, aber auch ganz real und auch durch meine Bücher. Wenn eines verkauft wird, dann wirkt sich das auch auf das Umfeld des Käufers aus. Der Hahn-im-Korb hat z.B. das Buch gekauft, aber gelesen hat es seine Schwester. Den Anfang hat sie ihm vorgelesen, und er redete mit Menschen über die Bücher, die auch dann wirken, wenn es den Leuten nicht bewusst ist: Aufs Unterbewusstsein!

Am Tag, als Falco mir den Laufpass gab, entwertete er das Gedankensex-Buch als BlaBlaBla. Er hätte es anstrengend gefunden, das zu lesen (Kunst IST anstrengend, weil sie zum Nachdenken anregen soll). Damit ich einsah, wie schlecht meine Bücher sind, bereute Falco, dass er beim Treff vergessen hatte, des Hahn-im-Korbs Schwester zu fragen, wie sie das Buch fand. Ich vergaß es nicht und fragte ihren Bruder: Der Hahn antwortete wie aus der Pistole geschossen, sie hätte gesagt, dass Falco und ich nicht zusammen passen. Ich sei zu alt für ihn und Falco sehe ja auch jünger aus. Wie Falco aussah, sieht man im Buch doch gar nicht.

Aber ich dachte, ich halte die Klappe, weil der Hahn ja erst, seit ich ihm sagte, dass es entweder Falco oder keiner wird, darauf herumritt, dass er eine Frau suchte, die so ist wie er: Schlank!

Wenn ich mit inneren Werten daher kam, weil ich war nicht schlank (obwohl es mir vollkommen latte war, mit wem der Hahn es tat oder nicht), sagte er, dass die auch dazugehören würden. Aber Aussehen ginge vor: Hollywood ließ grüßen.

Immerhin sagte der Hahn, dass er schon die ersten Seiten des Buches sehr lustig fand, und die fand ich persönlich noch sehr ernst. Er erzählte mir zudem von einer korpulenten Frau aus der Kneipe, wo Falco früher kellnerte, auf die auch alle heiß gewesen seien, weil sie so eine tolle Art hatte.

Manchmal dachte ich, dass es dem Hahn genau so bei mir ging. Denn immerhin hat er mich am ersten Weihnachtstag besucht und gefragt, was ich Silvester mache; ob wir uns vorher noch mal sehen. Immer am Eck hat er mich abgefangen und einen Großteil des Abends mit mir verbracht. Als wir einige Tage zuvor nach Siegen zur Demo fuhren, wo ich nur ihm zuliebe hinfuhr, weil er gegen Berta heldenhaft zu mir gehalten hat, hätte er auch mit Eberhard fahren können. Der hatte noch einen Platz frei, aber der Hahn sagte: „Ich fahre aber lieber mit dir und bezahle dann eben lieber die Parkgebühren.“ Er rief mich auch immer mal an – beispielsweise, um mich zu fragen, ob wir zusammen einen Trailer für eine Demo in Regensburg basteln, weil ich das bessere Schnittprogramm hatte.

Der Hahn trug gerne vor sich her, dass er die Demo-Organisatorin sehr süß fand (er nannte es auch Beuteschema: Männer auf der Jagd). Mich wohl auch, denn er umarmte mich zuweilen von der Seite, wenn wir gemeinsam auf einer Demo waren. Oder er tippte mich an, um mir eine Süßigkeit oder Lakritz zu schenken.

Mein Eindruck war ja, dass der Hahn mehrere Eisen im Feuer hatte, oder er umwarb mich auf der einen Seite und machte mir auf der anderen Seite klar, dass es ihm gar nichts ausmachte, dass ich völlig vernarrt in Falco war. Dennoch sagte der Hahn einmal, dass es ihn belastete, wenn ich von Falcos und meinen Problemen redete. Genau das könnte der Grund sein, warum er das G-Sex-Buch nicht zu Ende gelesen hat. Falls ich damit recht hätte und ich es, Falcos Verdacht zufolge, wirklich darauf abgesehen hätte, einen Versorger zu finden, hätte ich dem Hahn niemals erzählt, wie viel Falco mir bedeutete. Denn der Hahn besaß immerhin zwei abbezahlte Häuser. Als der Hahn mich mit seiner Ape zu Zwecken des Erstellens des Videos besuchte, gab er mir eine Pizza aus. Obwohl er ja bei mir war, weil ich das bessere Videoschnittprogramm hatte, sollte ich nun von ihm lernen. Ich möge mir Papier und Stift nehmen und die Videos auf seinem Handy dahingehend ansehen, welche Ausschnitte ich nehme und dann die Sekundenzahlen notieren.

Das tat ich brav und schrieb Video 1 Minute 1:25, Video 2, 3, 4, 5 etc. Und als der Hahn-im-Korb mir endlich die Videos auf Telegram schickte, wusste keiner mehr, was Video 1, 2 oder 3 war. Dann platzte mir der Kragen. Ich lud nun ein Dutzend Videos in mein Adobe Schnittprogramm, weil ich so mit der Maus übers Video fahren konnte, dass ich mir eine Minute in fünf Sekunden ansehen konnte.

Das war dem Hahn wohl zu einfach. Als ich fünf Sequenzen zusammengestellt hatte, ordnete er an, ich möge jetzt Teil 1 des Regensburg-Trailers begutachten. Das fiel ihm früh ein. Denn ich sah, dass ich dieselben Sequenzen ausgesucht hatte wie er, und das ging ja mal gar nicht.

Vielleicht entsteht die Kraft ja doch nicht, wenn sich Archetypen ergänzen, sondern eher dann, wenn ein Mann ausnahmsweise auch mal auf eine Frau hört; aber das ging anscheinend gegen die männliche Ehre. Jetzt war mir das aber egal, und ich suchte eigenmächtig Sequenzen aus, die Hahns Zuschauer noch nicht kannten, und versah diese Sequenzen mit zahlreichen Effekten: Von unten links kugelte sich ein „Like und Abo nicht vergessen“ ins Bild, am Anfang kam ein Rahmen mit den Demodaten von oben und am Ende kam der Flyer von unten ins Bild gekrabbelt. Auf einmal ging es dann doch schnell, weil ich endlich aufhören durfte, etwas vom Hahn lernen zu müssen. Der war übrigens kein Borderliner, sagte er.

Ich fand, er sei Alkoholiker, weil er täglich Bier trank. Damit wäre er ja da: Der Buchheld, den Falco sich vorstellte, auch wenn der Hahn kein Elektriker war.

Nicht nur Falco, auch Elisa hatte eine eigene Vorstellung von meinen Büchern.

Sie hat von Anfang an gesagt, dass es drei Bücher werden; durch die Heilung könnten sich die beiden Männer auf uns einlassen. Aber von nichts kommt nichts, und ich war es auch langsam leid, zu quengeln (so nannte es Falco), dass ich jetzt noch EMDR mit Cellophan oder Elisa mache, wo Elisa sich durch stundenlanges Zuspätkommen entzog, anstatt einfach zu sagen, was Sache ist. Also machte ich jetzt Nägel mit Köpfen und sagte Cellophan, dass ich seine Neigung gerne in meinen Bücher besprechen und Vorurteile abbauen würde. Aber in einem Buch müssten die Hauptfiguren eine Entwicklung erfahren: So sind die Regeln der Literatur.

Da auch meine Kapazitäten begrenzt seien, und ich kaum noch zum Reiten kam, schlug ich vor, dass Cellophan und Elisa gegenseitiges EMDR machen. Der Gesichtsausdruck beider wurde noch sparsamer, als wenn ich beim Hahn den Namen Falco aussprach. Cellophan sagte, er könne keine Entwicklung versprechen.

Ich sagte, dass es ja nur darum ginge, es zu versuchen, aber es müsse schon im realen Leben stattfinden und wahr sein. Denn sonst könne es ja die Volksseele nicht heilen, wenn wir vier nicht die Flaggschiffe seien. Ein Versuch, der scheitert, wäre halt Pech. Aber wenn man es gar nicht erst versucht, dann müsste ich mir ja nicht die Arbeit machen, Tagebuch zu schreiben. Cellophan und ich einigten uns darauf, dass er kein EMDR mit Elisa macht, und ich nicht mehr aufschrieb, was ich mit ihm erlebte. Doch nun griff Elisa ein: „Ich kann Cellophan gut verstehen.“ (Ich auch, darum ging es doch gar nicht) „Ich weiß gar nicht, was dein Problem ist, und warum Cellophan das jetzt entscheiden soll. Schreib doch einfach auf, was alles passiert, und dann kannst du am Ende immer noch entscheiden, ob es reinkommt.“ Also erklärte ich Elisa, dass es sehr viel Arbeit sei, Dinge aufzuschreiben. Schwuppdiwupp stellte die Elisa, die von sich selbst behauptete, sie würde niemals lügen, es so dar, als wäre es meine Idee mit dem Vierergespann gewesen. Sie sagte: „Also Cellophan und ich, wir sind nicht scharf darauf, in deinen Büchern zu sein. Wir erlauben das einfach.“

Cellophan war sehr wohl scharf darauf gewesen, dass ich seine Geschichte erzähle. Er wollte bloß keinen Beitrag dazu leisten. Er hätte nicht die Energie, das aufzuschreiben. Damals hatte ich Elisa gebeten, ob sie seine Geschichte aufschreibt, aber das war ihm auch nicht recht. Also habe ich sie aufgeschrieben – ich hatte ja Zeit, da schlafen vollkommen überbewertet wird. Der Grund, warum ich überhaupt Journalistin geworden bin, ist, dass ich immer schon Idealistin war: Ich habe mich in den Zeiten, wo ich in der Fabrik gearbeitet habe, um bessere Arbeitsbedingungen bemüht, war immer auf der Seite der Verbraucher und habe mich wegen Falcos Idealismus in ihn verliebt. Der war wegen dem Tierleid Veganer und macht sich Gedanken darum, dass das weiße Volk zerstört werden soll. Es trieb ihn um, wenn in der Nachbarschaft ein Kleinkind an der Impfung starb, und es ging ihm zu Herzen, dass die Frauen und Kinder in Dresden im Bombenhagel niedergemetzelt wurden: bei lebendigem Leib verbrannt (FN 152). Aber Cellophan beharrte: „Falco wird dir dasselbe sagen“, obwohl er Falco noch nie gesehen hat. Tatsächlich vermied Falco sein Traumathema wie der Teufel das Weihwasser.

Ich erzählte Cellophan von den von mir recherchierten Studienergebnissen bzw. dem Zusammenhang zwischen Borderline und Homosexualität bzw. dem Verlust der Geschlechtsidentität (FN 10). Er nahm es erstaunlich gut auf, vielleicht auch, weil ich es in einem Nebensatz gesagt habe und nicht wie bei Falco gleich eine PDF mit fünf Punkten, von denen nur ein einziger wichtig war: Falcos heilige Ex-Kuh. Auch bei Elisa gab es eine heilige Kuh: Man durfte sie nicht kritisieren.

Tat man es doch, sprang sie einem nicht nur buchstäblich ins Gesicht. Doch am Tag an der Talsperre war das auf einmal alles nicht mehr wahr, und sie sagte, dass ich sie angeschrien hätte. Nur das hätte sie nicht ertragen können. Es klingt nach Kindergarten, darüber zu reden, wer angefangen hat. Aber wie sonst soll man bitte eruieren, wenn jemand in Notwehr handelt? Und so hat Elisa, die von sich selbst behauptete, niemals zu lügen, genau das getan und nicht nur gelogen, sondern mich sogar Cellophan gegenüber verleumdet. Aber das verfing bei ihm nicht, weil sie auf ihn ja auch einmal ähnlich aggressiv losgegangen war wie nun auf mich. Ich beschloss innerlich bei Elisa zumindest so lange auf Distanz zu gehen, bis sie Verantwortung für ihre Störung übernahm. Denn der Ursprung des Streits, der lauter wurde, war eine nicht eingehaltene Vereinbarung.

Cellophans Idee beim Gespräch zwischen uns zu vermitteln, würde zu nichts führen, wenn Elisa nicht die Wahrheit sagte. Genau das war ja auch der Punkt, wo ich bei Berta das Gespräch abgebrochen hatte, weil mit Aussage-gegen-Aussage-Situationen, die man als unterschiedliche Wahrnehmung deklariert, kann man sich einfach nicht gütlich einigen. Und das ganze Theater mit mehreren Borderlinern in meinem Freundeskreis (einschließlich mir selbst) schlug mir nun auf die Blase.

Meine THP zog nun Experto.de22 zurate, weil sie aufgrund meiner Schilderungen psychosomatische Ursachen annahm und akupunktierte mich erst im Nachgang:

„Wenn die Blasenentzündung auftritt, geht es aus psychosomatischer Sicht um einen Konflikt zwischen festhalten wollen und loslassen wollen. Häufig steht das Festhalten an überalterten Strukturen und Gefühlsmustern dem Wunsch nach Veränderung entgegen. Ein Teil der Psyche möchte sich auf Neues einlassen und Neues erleben. Aber der andere Teil hält an dem Althergebrachten fest. Das, was man kennt, bietet Sicherheit. Das was man nicht kennt, verspricht zwar Aufregung und Anregung, ist aber unbekannt und verunsichert einen zunächst. (...)

Eine Zystitis kann auch entstehen, wenn man sich selbst zu sehr unter Druck setzt. (...) Das Wasserlassen wird mit dem Fluss des Seelenwassers in Verbindung gebracht. Auch das Seelenwasser möchte fließen. Wird es zu lange angehalten, entstehen brennende Schmerzen.(…) Die seelische Aufgabe, die hinter der Zystitis steht, heißt Loslassen. Seelischer Ballast soll losgelassen werden. Alte Erfahrungen müssen verarbeitet und überwunden werden. Doch hinter einer Blasenentzündung steckt noch mehr. Rüdiger Dahlke schreibt in seinem Buch: 'Krankheit als Symbol', dass es hauptsächlich darum geht, dass das Wesentliche, die seelische Eigenart behalten werden muss, während der Ballast ausgeschieden werden soll. Dies zu unterscheiden ist die Aufgabe.“

Ich freute mich, dass Rüdiger Dahlke zitiert wurde, denn den hatte ich ja im G-Sex-Buch zum Gesetz der Polarität zu Wort kommen lassen. Darin wird ja auch offenbart, dass ich nicht darauf klar kam, wenn Leute Absprachen nicht einhielten. Ich konnte das wirklich nicht ab und fand es sogar noch schlimmer als Lügen. Aber Elisa machte es sich leicht, wenn sie dann jeweils sagte: „Das sind ja nur deine Trigger.“ Damit wurde ich nicht gesehen, etwas, was Elisa gebetsmühlenartig beanstandete:

„Ich werde nicht gesehen.“ Es ist wirklich elementar im Miteinander, dass Vereinbarungen vom Grundsatz her eingehalten werden.

Doch bei Cellophan hatte ich zugesagt, dass ich über seine Neigung ein Buch schreibe. Ich war allerdings von falschen Voraussetzungen ausgegangen und hatte gedacht, Cellophan bringt sich ein. Daher haben wir es ja neu ausgehandelt, und er entließ mich aus der Pflicht. Als Cellophan mir vor fast einem Jahr erzählte, was er getan hat, sagte er:

„Die Schuld muss bleiben, damit ich nie wieder solch eine Tat begehe.“

Cellophan wusste nicht, was er tat, als er im Urlaub in einem Raum mit seiner 14jährigen Stieftochter schlief, nachts wach wurde, weil er Durst hatte und im wahrsten Sinne des Wortes neben sich stand (Details in der Fußnote23). Er berührte sie erst an der Brust, dann auch im Genitalbereich. Sie drehte sich von ihm weg und entzog sich somit der Berührung. Er ging zurück in sein Bett und hoffte, dass sie das im Schlaf nicht mitbekommen hatte. Doch am nächsten Tag vertraute sie sich weinend ihrer Mutter an. Auch Cellophan stand ab diesem Morgen komplett neben sich. Er konnte sich sein Handeln überhaupt nicht erklären und bat dafür um Verzeihung. Die Stieftochter wollte nie, dass er bestraft wird, weswegen das Verfahren eingestellt wurde, das aus einer Strafanzeige der Tante resultierte.

Trotzdem war Cellophan im Gefängnis, weil er in einer Selbsthilfegruppe von der Tat erzählt hat, in der ein V-Mann saß, und die vertraulichen Worte im geschützten Raum nutzte, um das Verfahren aufzuwärmen. Cellophans Tat resultierte aus einer Borderline-Spaltung. Das zugrundeliegende Trauma verursacht eine Fehlfunktion im Gehirn, weil die Amygdala den Neo-Cortex blockiert.

Das ignorierend gab es ja im Fall Luisa aus Freudenberg24 die Überlegung das Alter der Jugendstraffreiheit herabzusetzen, weil der Gesetzgeber das irreführende Menschenbild zugrundelegte, dass Täter eiskalt berechnend denken würden:

„Ich kann das machen, denn ich werde ja nicht bestraft.“ Auch die Kirche forciert seit Jahrhunderten das Bild von Schuld und Sühne. Tatsächlich geschehen (wahrscheinlich fast alle) Taten aus dieser Persönlichkeitsspaltung heraus, die ich im Rosenkrieg-Buch erkläre. Straffähigkeit setzt voraus, dass man im Vollbegriff der geistigen Fähigkeiten eiskalt berechnend eine vorsätzliche Entscheidung trifft. Doch wer Scham oder Schuld empfindet, der hat vielmehr seine Traumata nicht verarbeiten können25: Er wird im Stich gelassen, obwohl EMDR hilft (FN 5 & 174).

Hexenprozesse der Neuzeit

Als Cellophan im Gefängnis war, musste er eine Legende erfinden. Denn Pädos waren im Gefängnis schlechter angesehen als Mörder: zum Abschuss freigegeben (FN 226). Als er später ein Treffen für Pädophile (die eben in der Regel keine Kinderschänder sind) in Aschersleben besuchte , stürzten sich Presse und Polizei mit Überschriften wie 'Pädophilien-Ring gesprengt' darauf26, obwohl es nichts weiter als ein Beisammensein mit Zoobesuch und Grillparty war. Lediglich eine Journalistin namens Hammer prangerte das Vorgehen als unverhältnismäßig und hetzerisch an (FN 26.4): Eine Neigung, die zu keiner Handlung führt, sei weder strafbar noch verwerflich – es erinnerte sie an die Gedankenverbrechen aus Orwells 1984.

Dieser Bericht fiel einer Rundumlöschung sämtlicher Telepolis-Berichte ab 2021 zum Opfer. Dabei machen Pädos Kinder offenbar glücklich. Cellophan spielte mir zuweilen SMS vor, in denen das Mädchen rief: „Cellophan, wann kommst du endlich? Ich warte.“

Am Tag, als die THP mich akupunktierte, kam es bei mir zu einer derartigen Erstverschlimmerung, dass ich dachte, ich könne nicht zum Treff fahren. Doch ich hatte ein so sicheres Gefühl, dass Falco diesmal da sein würde, dass ich doch noch gefahren bin, als es mir gegen 21 Uhr etwas besser ging. Ich sah Falco an einem der Tische sitzen, wusste aber nicht, wie ich mich verhalten sollte. Das letzte Mal hieß es ja, er sei von mir genervt. Also tat ich im Vorbeigehen so, als hätte ich ihn nicht gesehen, wurde von Cinderella und dem Hahn abgefangen, konnte aber auch die nicht begrüßen, weil ich dem Wirt Gläser zurück geben musste.

Denn der hatte mir als Dank dafür, dass ich beim letzten Mal die Zeche geprellt hatte (oder weil ich sie doch noch zahlte), Hundefutter geschenkt: Die Gläser hätte er gerne zurück. Eins hatte Gael aber kaputt gemacht, weswegen ich die verbliebenen hütete wie den heiligen Gral und anbot, das kaputte zu bezahlen. Davon wollte der Wirt nichts wissen und nahm mir die Gläser aus der Hand.

Nachdem ich die Gläser los war, ging ich den Hahn und Cinderella umarmen, die am Feuer standen. Über die neue Tonne freute ich mich wie ein Schneekönig.

Bei Berta war die Feuertonne im Winter der einzige warme Ort. Die machte seit zwei Wochen Konkurrenzveranstaltungen, und ich hatte schon Angst, dass der wegen mir verlegte Treff den Bach 'runterging. Aber es war richtig was los:

Drei Leute spielten Gitarre und insgesamt dürften es mehr Gäste gewesen sein, als vor der Spaltung der Treffs. Denn Berta hat Gott sei Dank ja noch jede Menge andere Gäste vergrault. Da sagte der Hahn ja immer: „Alleine mit denen könnte man einen eigenen Treff machen