Gott, du kannst ein Arsch sein - Frank Pape - E-Book

Gott, du kannst ein Arsch sein E-Book

Frank Pape

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9,99 €

Beschreibung

Ab sofort als Filmausgabe lieferbar

Stefanie ist gerade 15 geworden, als sie erfährt, dass sie Krebs hat und in sechs bis zwölf Monaten sterben wird. Von nun an rechnet sie ihre Zeit runter, ohne das genaue Enddatum zu kennen. In ihrem Tagebuch beschreibt sie, was in ihrem Leben jetzt wirklich zählt, welche Träume sie noch hat und wie sie sich von ihren Lieben verabschiedet. Unter den 10 Dingen, die sie noch machen will, steht an erster Stelle ein Ausritt mit ihrer geliebten Stute Luna. Die letzten Wochen ihres kurzen Lebens verbringt sie auf dem Reiterhof. Eine hochemotionale Reise durch 296 Tage voller Liebe, Enttäuschung, Hoffnung, Wut und Rebellion – und ein berührender Einblick in das Sterben.

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Seitenzahl: 128

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© privat

Frank Pape, geboren 1970, hat Stefanies Geschichte aufgeschrieben. Er arbeitet seit vielen Jahren in der Präventions- und Jugendarbeit sowie als Feuerwehr- und Notfallseelsorger in der Akutbetreuung. Ehrenamtlich engagiert er sich aktiv in der Hospizarbeit und der Begleitung sterbender Patienten, Stefanie hat ihre letzten Wochen auf seinem Familienhof verbracht. Frank Pape hat vier Kinder und lebt in Ostwestfalen.

Frank Pape

Gott, du kannst ein Arsch sein

Stefanies letzte 296 Tage

WILHELMHEYNEVERLAGMÜNCHEN

Dieser Titel erschien bereits in einer früheren Fassung und mit anderer

Ausstattung bei der Tour des Lebens GmbH unter der

ISBN 9783-9816998-0-7.

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Aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe 06/2016

Copyright © Tour des Lebens GmbH, 2014

Der Wilhelm Heyne Verlag, München, ist ein Verlag der Verlagsgruppe

Random House GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 München.

Umschlaggestaltung: Hauptmann & Kompanie Werbeagentur, Zürich,

unter Verwendung zweier Fotos von © Frank Pape

Bilder im Innenteil: privat

Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

ISBN: 9783-641-19604-2

www.heyne.de

V001

»Ich will, dass ihr lacht, dass es wehtut, dass ihr das Leben spürt.

– Der Autor

»Mit liebevollen Gedanken an alle,

die wegen mir weinen mussten.«

– Stefanie

Vorwort

Stefanie ist die Zusammenfassung des bisher Erlebten in der Begleitung sterbender Menschen. Sie zeigt auf, wie wichtig und selbstverständlich das Leben ist, bis es uns genommen wird. Es geht um Liebe, Trost, Wut und Lebenslust.

Das Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise von 296 Tagen, die bewegen, verändern und bereichern.

Es ist keine Lesereise in die romantische und tragische Zeit einer jungen Liebe, es ist vielmehr ein hochemotionaler Einblick in das wahre Leben.

Weitere Informationen unter: www.296Tage.de

Stefanie

Mein Name ist Stefanie. Ich bin 15 Jahre alt und lebe mit meinen Eltern, meiner kleinen Schwester Lola, zwei Hunden, vier Hühnern, zwei Katzen und drei Pferden in einer westfälischen Kleinstadt.

Vor meinem Fenster höre ich die ersten Kinder lachend und erzählend von der Schule zurückkommen. Freitag! Es ist Freitag. Wieder eine Woche! Freitag sind sie immer besonders gut drauf. Klar, das Wochenende wartet. Sie werden gleich zu Hause ihre Schultaschen in die Zimmerecke werfen und denken: Das war’s. Irgendwie beneide ich sie um dieses schöne Gefühl, endlich Wochenende haben zu können. Jetzt finde ich die Schule gar nicht mehr so blöd. Es war schon eine schöne Zeit. Jeden Tag Freunde treffen, und noch lange nicht jede Unterrichtsstunde war langweilig.

Ich weiß noch, wie Khan zu Beginn des Halbjahres aufstand und sagte, er müsse mal raus, ihm sei schlecht. Bis zur Tür ist er dann noch gekommen. Dann ist er umgefallen und war ohnmächtig. Der Lehrer war voll in Panik, und alle dachten, er sei tot. Als er dann wieder zu sich kam, wusste er von nichts mehr. Klar, Khan hatte vermutlich wieder nichts gegessen, die halbe Nacht am Computer gedaddelt und dann noch Unterricht in der ersten Stunde. Oder Maurice, als er in der Schultheatervorstellung der Fünftklässler eingeschlafen und vom Stuhl gefallen ist. Das war megapeinlich. Seitdem nennt ihn jeder – auch die Lehrer – nur noch Schlafmütze.

Ein echter Bringer war auch das Ding mit der Unterwäsche. Das muss ich euch noch erzählen. Also, wir hatten wie jeden Mittwoch in den ersten beiden Stunden Schwimmen. Hatten ja echt Glück, dass wir eine Schule mit eigenem Schwimmbad sind. Während wir dann schwimmen waren, ist einer der Jungs in die Umkleidekabinen gegangen und hat von allen Jungs und Mädchen die Unterwäsche eingesammelt und in einem Kleiderspendensack vor die Schwimmbadtür gestellt. Alle haben sich riesig aufgeregt, und die Lehrer mussten gleich den Direktor holen, der uns dann einzeln verhören wollte. Das sei kein Spaß, und er müsse rigoros klären, wer dafür verantwortlich sei. Er wollte sogar die Polizei einschalten. Jennifer hat darauf echt cool reagiert. Sie hat gefragt, ob es denn eine Pflicht gäbe, Unterwäsche zu tragen. Weil, ihr hätte man die Unterwäsche nicht geklaut, sie hätte ihre selber gespendet und in den Sack gesteckt. Und plötzlich fiel allen anderen ein, dass es ja eigentlich eine geplante Spendenaktion war, dass sie es nur zwischenzeitlich vergessen hatten und es ihnen aber jetzt wieder eingefallen war.

Wie auch immer, der Schulleiter fand es echt blöd, aber er nahm es hin. Der Deutschlehrer, Herr Panitz, hat dann später noch im Unterricht erzählt, dass im Lehrerzimmer alle ganz schön gelacht hätten. Außerdem fand ich es auch mal ganz cool, so ganz ohne! Nur gut, dass ich an dem Tag Jeans anhatte und keinen Rock wie manch andere.

Super fand ich auch unsere Praktikumszeit. Ich habe drei Wochen ein Praktikum bei der Polizei gemacht. War total cool. Schon am ersten Tag bekam ich sogar eine eigene Uniform. Also nur Hose und Hemd, natürlich keine Waffe oder so. In den ersten Tagen durfte ich die verschiedenen Abteilungen im Hause und die Leitstelle kennenlernen. Die letzten Tage bin ich dann als dritte Person mit im Streifenwagen rausgefahren. Für mich stand fest, dass ich meine Berufsausbildung dort machen wollte.

Krass, was man da alles macht. Die meisten Einsätze waren ja nur Verkehrsunfälle oder Ruhestörungen und Ladendiebstähle. Total cool war eine richterlich angeordnete Verhaftung. Der Typ hatte mehrere Gewaltverbrechen begangen und war zum Gerichtstermin nicht erschienen. Mehr darf ich dazu nicht schreiben. Jedenfalls haben wir den dann mit zwei Einsatzfahrzeugen und vier Polizisten meiner Dienststelle zu Hause, ganz frühmorgens, abgefangen. Ich war total aufgeregt, aber es war sooo cool. Die Kollegen waren echt super. Keiner, der einem klarmachte, dass man nur Schüler sei, sich raushalten solle. Im Gegenteil, jeder hat mir alles super erklärt und mich sogar nach meiner Meinung gefragt.

Draußen ist es wieder ruhig geworden, außer ein paar Vögeln und einem gelegentlich vorbeifahrenden Auto ist es ruhig wie immer. Wenn hier mal ein Trecker vorbeifährt, ist das schon spektakulär. Wenn ich dann hier so auf dem Bett liege und warte, was der Tag so bringt, erwische ich mich viel zu oft dabei, auf die blöde Wanduhr zu sehen. Sie hängt an einer rot angestrichenen Wand neben meinem weißen Kleiderschrank, der mal grottenhässlich, uralt braun war. Hab ihn dann in einem Moment unglaublicher Langeweile – davon habe ich ja so einige – geschliffen und weiß gestrichen. Sieht jetzt ganz gut aus. Hat aber so einigen Ärger gegeben, von wegen Anstrengung und Dreck und so!

Zurück zu meiner Uhr! Ich wollte sie abhängen, aber es ist ein Geschenk meiner Eltern gewesen. Deshalb hab ich sie hängen lassen und einfach Boxershorts darübergesteckt. Jetzt sehe ich zwar immer noch viel zu oft zur Uhr, aber ich sehe nicht mehr, wie schnell meine Zeit vergeht.

Draußen fährt der Postwagen vorbei, also muss es ungefähr 14 Uhr sein. Dann dauert es nicht mehr lange, und Justus, mein Freund, würde kommen. Wir wären jetzt sechzehn Monate zusammen. Er ist ein süßer, sportlicher Typ, genau so, wie ein Mädel sich ihren Traumboy vorstellt. Dann wäre endlich Zeit zum Kuscheln, Knutschen, Lachen, zum Entdecken und vorsichtigen Weitergehen. Ich habe ihn mal gefragt, was er denn an mir so toll findet. Er könnte doch jede haben. Er sagt dann immer, dass er sich so unsterblich in mein rötliches langes Haar, meine angeblich so wunderschönen Augen und meinen Arsch verliebt hätte. Da könnte er ja auch nichts für, er sei mir eben verfallen. Wie gesagt, eben ein Traumtyp. Als es dann mit mir schlimmer wurde, hatte ich echt Angst, dass er gehen würde, und es tut mir so leid zu sehen, wie sehr er leidet. Klar, er versucht, sich nichts anmerken zu lassen, aber ich merke es natürlich: dass es anders ist.

Warum schreibe ich all das? Habt ihr mal so eine Therapiesitzung von Alkoholikern im Fernsehen gesehen? So eine, wo alle im Stuhlkreis sitzen und von sich erzählen müssen:

»Ich heiße Klaus. Bin 38 Jahre, arbeitslos, lebe unter einer Brücke, habe meine Frau geschlagen, und ich bin Alkoholiker!« ln so einer Gruppe müsste ich jetzt auch sein: »Ich heiße Steffi, bin bald sechzehn Jahre alt und habe in meinen Computer getreten. Ich habe metastasierten Lungenkrebs, bin austherapiert und werde bald sterben.«

Die anonymen Todgeweihten oder so.

Ja. Hört sich ziemlich doof an. So als müsste ich nur öffentlich zugeben, Krebs zu haben, mich an bestimmte Regeln halten, und schon könnte ich weiterleben. Es hört sich so gefühlsarm an, als hätte keiner der Alkoholiker ein Gefühl von Verzweiflung und als würde sich keiner von ihnen klein und kraftlos fühlen. Na ja, zumindest muss ich mir selber keinen Vorwurf machen, wie ich bisher gelebt habe. Oder dass ich vielleicht selber schuld bin.

Vor einem Jahr war noch alles genau so, wie es sein sollte.

Ich habe mein Leben so gelebt, wie es mir gerade in den Sinn kam. Die Schule war nie ein Problem für mich, und dass ich da auch meinen Spaß hatte, wisst ihr ja schon. Meine Freizeit habe ich mit meinen Freunden, den Hunden oder den Pferden verbracht. Und dann war da ja auch noch mein Süßer.

Er mag es ja gar nicht, wenn man ihn so nennt, aber für mich ist er eben mein Süßer. Er möchte wohl lieber mein Held genannt werden! Und für mich ist er das auch. Mein Held, der mir noch immer ein Lächeln schenkt.

Erst hatte ich nur eine ganz einfache Erkältung mit Fieber und Husten. So wie es eben alle im Winter mal haben. Als die Erkältung nicht wegging und ich nur noch müde war, hab ich mich dann doch mal aufgerafft und bin zum Doc. Der Arzt hat mir ein Antibiotikum gegeben und gesagt, dass wir jetzt mal sieben Tage abwarten sollten. Zur Sicherheit hat er noch Blut abgenommen und mir gesagt, ich solle ein paar Tage zu Hause bleiben.

Nach drei Tagen rief der Arzt dann meine Mutter an und bat sie, mit mir einen Tag später in die Sprechstunde zu kommen. Ich hab echt gedacht, der kommt mir jetzt mit so einem Scheiß wie ich sei schwanger oder so. Hab dann auch gleich mal gegoogelt, ob man an einem Blutbild eine Schwangerschaft feststellen könnte und ob man von ein bisschen Rumspielen schwanger werden kann. Mehr ist es ja auch nicht gewesen! Das hat mir gar nichts gebracht. Der eine sagt Ja, der andere sagt Nein. Also im Ergebnis nur noch mehr Unsicherheit. Na ja, übel ist mir schon ständig?!

Wir sind dann einen Tag später wie vereinbart zum Doc. Als wir da ankamen, begrüßte uns die Sprechstundenhilfe so wie sonst auch und bat uns, noch einen Augenblick Platz zu nehmen. Ich hab gedacht, das sei ein gutes Zeichen, denn wenn es ernst wäre, würden wir doch nicht noch warten müssen?!

Nach fünfzehn Minuten kam dann der Doktor selber und begrüßte uns freundlich. Dr. Moor. Wir kennen uns schon ewig. Eigentlich schon mein ganzes Leben. Er bat uns, ihm in sein Büro zu folgen und wies seine Sprechstundenhilfe an, ihm keine Gespräche reinzustellen.

Er bat uns dann noch mal höflich, bitte Platz zu nehmen, und bot uns etwas zu trinken an. Das gab ’s noch nie! Dann blickte er mich an und sagte: »Ich will gar nicht um den heißen Brei herumreden: Es ist sehr ernst. Wir haben den Verdacht, dass du Krebs hast. Ich habe dich für weitere Untersuchungen bei einem lieben Fachkollegen in Münster angemeldet. Du wirst dort noch heute im Klinikum Münster erwartet. Wir sollten da jetzt schnell Klarheit haben.«

Dann erklärte er mir und meiner Mutter noch ganz viel über superneue Behandlungsmethoden und so weiter. Es war, als würde meine Wahrnehmung vor noch mehr Grauen schwinden und alles Äußere nur noch schemenhaft, undeutlich, wie im Nebel erkennbar sein. Mein Kopf bummerte, und ich konnte meinen eigenen Herzschlag spüren. Ich wollte hier nur noch raus.

Auf dem Nachhauseweg hat meine Mutter sofort meinen Vater angerufen und ihm alles erzählt. Dann ist sie fast noch in einen LKW gerast. Hab erst gedacht, die bringt uns hier noch um. Zu Hause konnte ich dann noch etwas zum Waschen und Schlafen einpacken und sollte schon wieder los. Ich weiß noch, dass ich in diesem Moment gedacht habe, ich müsste mich noch von den Katzen, Hunden und Pferden verabschieden.

Was, wenn ich sie nicht wiedersehen würde?

Meine Mutter war nervlich total am Ende. Entweder weinte sie, warf irgendetwas um oder machte jedem klar, dass jetzt alles ganz schnell gehen muss. Ich musste hier raus und brauchte dringend Luft. Wie immer, wenn ich Kummer hatte, ging ich zu Luna, meinem Pferd, einer 15-jährigen Stute. Sie war so lieb. In den Monaten mit den Pferden habe ich jeden Moment ihrer Nähe genossen.

Da, wo ich lebe, habe ich die drei Pferde ganz nah bei mir. Luna, eine dunkelbraune große Friesenmix-Schönheit. Sie liebt es, wenn ich sie am Hals kraule oder sie eine Handvoll Müsli aus der Hand naschen darf und dann noch die Finger ablecken kann.

Peppy, ein fünfjähriger Appaloosa. Er ist so unglaublich süß. Eben noch ein ganz junger Wildfang. Mit ihm bin ich manchmal ganz allein in den Wald geritten, dann gab es nur uns beide und nichts, was uns diesen Moment nehmen konnte. Peppy weiß oft, wie es mir geht. Wenn ich traurig bin oder weine, kommt er zu mir und reibt seine Nüstern an mir.

In einer Therapiepause sind wir mal mit den drei Pferden nach Holland gefahren und konnten dann jeden Tag am Strand reiten. Da durfte Peppy dann endlich so laufen, wie er wollte. Ich hab ihm dann die Wahl gelassen, welche Gangart wir gehen. Dann sind wir im Jagdgalopp am Strand entlang, bis er sich so richtig ausgepowert hatte. Ich würde euch gern beschreiben, was eine Pferdefreundschaft bedeutet, aber ich weiß nicht so recht, wie.

Ein Pferd ist ein Fluchttier. Kein Tier, was angreift oder sich gut verteidigen kann. (Es sei denn, es hat keine andere Wahl.) Das bedeutet, dass es, wenn es Angst hat, einfach wegläuft, um der möglichen Gefahr zu entgehen. Nicht wie ein Hund, der im Zweifel zubeißt. Eine Freundschaft zu einem Pferd bedeutet, dass wir uns beide gegenseitig vertrauen müssen, damit es nicht wegläuft, sondern mir vertraut, dass ich aufpasse. Es vertraut sich einem an und legt sein ganzes Leben in deine Hand im Vertrauen darauf, dass du es gut mit ihm meinst.

Als kleines Kind hab ich mal in einem Poesiealbum gelesen:

»Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.«

Für die meisten Menschen ist das bedeutungslos. Nur Reiter verstehen, was damit gemeint ist. Und mal deutlich gesagt, wer hat schon einen besten Freund, der 500 Kilo wiegt!

Ja, und dann gibt es da noch Sioux, einen achtjährigen weißgrauen Appaloosa mit schwarzen Punkten. Er ist superschön, darf aber im Moment nicht geritten werden, weil er auch gern mal seinen Reiter absetzt. Er ist nicht böse, er hat nur ein Problem mit Rückenschmerzen.

So wundervolle Tiere. Sie sehen, was du denkst, und fühlen, wie es dir geht. Sie sind so unbeschreiblich ehrlich. Sie spielen keinem etwas vor, tun nicht so als ob oder so. Sie sind so, wie sie sind, und zeigen einem ganz direkt, was sie in einem bestimmten Augenblick wollen.