Kiss the Cook - Kastor Aldebaran - kostenlos E-Book

Kiss the Cook E-Book

Kastor Aldebaran

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  • Herausgeber: BookRix
  • Kategorie: Erotik
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2017
Beschreibung

Bea wusste, was sie wollte, fand in mir den Richtigen für ihr Vorhaben, was ich nicht durchschauen konnte. Sie nahm, was sie wollte, bekam es von mir und ich gab gerne.

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Seitenzahl: 111

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Kastor Aldebaran

Kiss the Cook

Bea und ich

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Impressum

Kastor Aldebaran c/o Block Services Stuttgarter Str. 106 70736 Fellbach

 

[email protected]

 

Cover Gestaltung: Kastor Aldebaran

 

Bild: Pixabay.com

 

Pixabay License

 

Homepage: http://www.kastor-aldebaran.com/

 

Auf meiner Homepage, einmal pro Monat, nach Anmeldung, einen kostenlosen Newsletter inclusive einer exklusiven Kurzgeschichte, nicht im Internet zu bekommen.

 

You Tube: https://www.youtube.com/results?search_query=kastor+aldebaran

Kapitel 1

 

Ich weiß nicht, was in den jungen Dingern von heute vor sich geht, nicht einmal bei meiner Tochter Christina. Sie ist 25 Jahre, studiert Germanistik und ich frage mich, was aus ihr werden soll. Dabei habe ich mir viel Mühe mit ihr gegeben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sie geboren wurde und es erfüllt mich mit einem warmen Gefühl, wenn ich darüber nachdenke, wie ich sie das erste Mal in meinen Armen hielt.

Um ehrlich zu sein, was ich zu dieser Zeit nicht in der Lage damit fertig zu werden. Gerade zwanzig Jahre jung und die Mutter ein Jahr jünger. Wir waren unvorsichtig gewesen und hatten uns keine Gedanken gemacht. Traumtänzer würde ich heute sagen. Von nichts eine Ahnung, aber Kinder in die Welt setzten.

So erging es nicht nur mir, sondern auch Sabine, ihrer Mutter und gleichzeitige Partnerin von mir. Ich hatte sie kennengelernt und dachte, dass sie die Partnerin für mein restliches Leben wäre, was sich schnell als Trugschluss herausstellte.

Wie gesagt, wir waren jung und konnten unser Handeln nicht übersehen. Klar, die ersten Wochen nach der Geburt waren interessant. Wir als Paar konnten mit hoch erhobenem Kopf und Kinderwagen durch die Straßen wandeln und uns daran hochziehen, dass uns die Welt zu Füßen lag. Dumm, dass die Welt es anders sah und uns nichts vor die Füße legte, sondern uns in den Hintern trat.

Das bemerkten wir schnell. Das Kind brachte Einschränkungen mit sich, die wir auf die Dauer nicht einsehen wollten. Wenig Schlaf, kein Geld und am schlimmsten, kaum Freizeit, in der man machen konnte, was man wollte. Eine explosive Mischung. Sabine konnte sich damit nicht abfinden und wurde mir gegenüber aggressiv. Bei dem kleinsten Anlass begann sie zu schreien und machte mich für das ganze Elend verantwortlich, in dem sie steckte. Zumindest nannte sie das so. Sie keifte mich an und verließ öfters fluchend und mehr als böse die Wohnung, ließ mich mit Christina alleine. Es blieb mir nicht viel anderes übrig, als mich alleine um sie zu kümmern.

Um es kurz zu machen, ich will nicht die ganze traurige Geschichte erzählen, Sabine trennte sich von mir und zu meiner Überraschung, von ihrem Kind. Nach einigem hin und her, bekam ich das Sorgerecht, wobei Sabine das Besuchsrecht eingeräumt wurde. Dieses nahm sie selten in Anspruch. Wahrscheinlich hatte sich ihre Wut, der Hass, den sie mit sich herumtrug, auf das Kind gerichtet, mache mich zusätzlich dafür verantwortlich. Zusammen waren wir diejenigen gewesen, die ihr die Luft zum Atmen genommen hatten.

Ich übernahm die Rolle von Mutter und Vater zugleich, wer sollte es sonst tun? Dabei hatte ich Glück im Unglück. Ich konnte meinen Arbeitgeber davon überzeugen, dass ich von Zuhause aus wesentlich besser und effektive für ihn arbeiten konnte, als sonst.

Es funktionierte. Mein Arbeitgeber war mit dem Resultat, nach anfänglicher Skepsis zufrieden. Ich konnte mich um die kleine Christina kümmern und verhätscheln, war für sie zur Stelle, saß an meinem Schreibtisch und schrieb, während ich an meinem Fuß eine Schnur befestigt hatte, die zur Wiege von Christina ging. Die Bewegung mit dem Bein, um die Wiege von Christina in Bewegung zu halten, ging von alleine. Es muss komisch ausgesehen haben.

In der Zeit, wo ich nicht arbeitete und Christina meine Aufmerksamkeit nicht brauchte, konnte ich nicht viel tun, weggehen war nicht drin. Also begann ich, zu schreiben.

Zuerst kurze Geschichten für Christina, die ich ihr vorlesen wollte, wenn sie alt genug war, um sie zu verstehen. Später wurden die Storys länger und hatten keinen Märchencharakter mehr. Sie wurden zu richtigen Romanen, in denen ich in eine Welt flüchten konnte, die mir nicht offen stand. Ich war in meiner gefangen, aber durch diese Ablenkung, konnte ich der Enge meiner Gedanken entfliehen.

Irgendwann bot ich einer regionalen Zeitung eine meiner längeren Geschichten an, um diese in einer Rubrik als Fortsetzungsgeschichte abzudrucken. Aber nicht nur hier. Ich schrieb in den verschiedensten Kategorien und suchte mir die endsprechenden Verlage heraus.

Klar, es gab Ablehnungen und manche Anfrage verlief im Sande, bekam keine Rückmeldung. Es gab die wenigen Fälle, wo es gedruckt wurde. Das machte mich stolz und ich begann, an einem Roman zu arbeiten. Dieser sollte für mich sein, für eine Veröffentlichung war er für Zeitschriften und ähnliche Medien, viel zu lang.

Dann geschah, womit ich nicht gerechnet hatte. Bei mir meldete sich ein Verlag, der ein paar meiner Artikel gelesen hatte. Sie fragten nach, ob ich mehr hätte. Hierbei musste ich an meinen Roman denken, den ich geschrieben hatte. Er passte halbwegs in die gesuchte Kategorie.

Sie bekamen mein Manuskript und zwei Wochen später, hatte ich einen Vertrag unter der Nase. Sie wollten mein Buch verlegen. Ich war unheimlich überrascht, was die Folge hatte, dass ich mich unter Wert verkaufte, besser gesagt mein Buch.

Um es vorwegzunehmen, es schlug ein und machte den Verleger reicher als zuvor, mich nicht. Da der Verlag interessiert war, mehr von mir zu verlegen, änderte sich dieses Mal meine Verhandlungsposition gewaltig. Es kam ein anderer, wesentlich lukrativerer Vertrag für mich dabei heraus.

Was soll ich sagen, ich konnte gut von dem Geld leben und gab nach anfänglichem Zögern meinen alten Job auf.

Die Zeit verging und Christina wurde älter und leider selbstständiger, was nicht vernünftiger hieß. Als sie in die Pubertät kam, wurde es dreimal schlimmer. Zum Glück, bei allem Verdruss, den sie mir in dieser Zeit brachte, hatte sie niemals ihre schulischen Leistungen aus den Augen verloren. An denen war nichts zu mäkeln und machte ihr Abi mit guten Noten.

In dieser Hinsicht konnte ich Stolz auf sie sein, zumal wir gerade in den ersten Schuljahren viel zusammen gelernt hatten. Selbst heute kommt sie noch zu mir, wenn sie auf Problemen herumkaut.

Später entschied sie sich, studieren zu wollen und kam auf die glorreiche Idee, Germanistik zu belegen. Ich hatte nichts dagegen, fragte mich, was sie damit wollte.

Klar, Lehramt, ich hätte selber drauf kommen können. Ich hätte mir für meine Tochter anders gewünscht, als Lehrerin zu werden, aber wenn sie es wollte, war es in Ordnung.

Ich möchte hier was klarstellen. Ich habe nichts gegen Lehrer, auch wenn es sich danach anhört.

Später bekam ich heraus, warum Christina Germanistik studieren wollte.

Die Uni war um die Ecke. Sie konnte bequem bei Papa wohnen bleiben und musste sich um nichts Gedanken machen, was ich mir anders vorgestellt hatte. Ich hätte es gerne gesehen, wenn sie mindestens zweihundert Kilometer weg studiert hätte. Damit wäre sie endlich selbstständiger geworden, doch das fiel aus.

Ich wollte sie rausschmeißen, doch wenn sie einen mit ihren rehbraunen Augen ansieht, kann man ihr nichts abschlagen. Also blieb sie bei mir wohnen.

Inzwischen studiert sie das X-te Semester und ich habe den Eindruck, als wenn sie für alle Ewigkeit bei mir wohnen bleibt. Zwischendurch war sie von Germanistik auf ein anderes Fach umgestiegen, weil es ihr besser gefiel, letztendlich wechselte sie zurück. Dabei gewann ich den Eindruck, dass sie nicht mit dem Studium fertig werden wollte. Es ging ihr bei mir zu gut.

Den einzigen Vorteil der ganzen Geschichte war, dass sie öfters ihre Freundinnen mit nach Hause brachte und da war manches schnuckelige Ding bei. Besonders im Sommer erfreute es mich, wenn Christina mit einer oder mehreren ihrer Freundinnen, unsere Terrasse bevölkerte.

Um es deutlich zu sagen. Ich war über vierzig, als Papa jung, und wenn knackige Frauen in einem Alter von gerade zwanzig Jahren im Bikini vor deinem Fenster liegen, bin ich der Letzte, der keinen Blick riskiert. So kam es öfters, dass ich mich nicht auf meinen nächsten Roman konzentrieren konnte, das Fenster meines Arbeitszimmers ging in Richtung Terrasse.

Bei all diesem war ich froh, das ich Christina gut erzogen und sie nicht alles vergessen hatte. Ich hatte darauf bestanden, dass wenn sie Gäste mitbrachte, diese zumindest vorstellte, wenn sie das erste Mal bei uns waren. So konnte ich eine Vorauswahl treffen, ob sich ein Blick lohnte oder nicht. Nicht jede junge Frau interessierte mich, manche von ihnen wollte ich nicht im Traum sehen. Doch es gab die Speziellen, auf die sich ein zweiter Blick lohnte.

Eines Tages, ich werde diesen niemals vergessen, kam Christina in mein Arbeitszimmer gestürmt und hatte eine mir unbekannte Frau im Schlepptau.

„Hi Paps, darf ich dir Bea vorstellen. Sie ist in meinem Germanistikkurs und möchte gerne eine Widmung von dir in eines ihrer Bücher. Sie hat gesagt, dass ihr dein Schreibstil gefällt!“

Ich sah neugierig auf Bea und musste in mich hinein grinsen. Sie war einen Meter siebzig groß, dürr wie ein Besenstiel und sah aus, wie man sich eine Studentin vorstellte. Sie hatte schlabberige Klamotten an, die ihre Figur, sofern man davon sprechen konnte, nicht kaschieren konnte und auch nicht sollten, die stark gelockten, langen und naturbraunen Haare mit einem Gummiband hinten als Zopf zusammengebunden. Dazu kam eine unmoderne Brille für die richtige Sicht eines Bücherwurms.

Überhaupt Bücher, welcher moderne junge Mensch steckte seine Nase in Altmodisches wie Bücher. Gut, ich verdiente damit teilweise mein Geld, doch der Onlinemarkt, mit seinen E-Books, war für mich wichtiger geworden.

Was Bea interessant machte, waren ihre lebhaften, strahlenden Augen und die kleine Stubsnase, die ihr ein neckisches Aussehen gab.

„Guten Tag Herr Hennig!“, sagte Bea mit einer flachen Stimme. „Können sie mir bitte was in mein Buch schreiben. Es würde mich sehr freuen.“

Daraufhin reichte sie mir einen meiner Romane herüber, der reichlich abgegriffen aussah. Entweder war er durch viele Hände gegangen oder wurde nicht gut behandelt. Bei Bea hatte ich allerdings den Eindruck, dass sie auf solche Sachen besser aufpasste, als manch ein anderer Mensch. Daher ging ich davon aus, dass sie dieses Buch gebraucht gekauft oder bekommen hatte.

Ich lächelte sie an, stand auf und nahm eines meiner eigenen Exemplare aus dem Regal. Es war die gebundene Ausgabe und ich mochte sie lieber, als diese schnell die Form verlierenden Paperback Formate. Danach setzte ich mich an meinen Schreibtisch, nahm meinen besten Füller mit Goldspitze und schrieb den üblichen Satz hinein, in dem man nur den Namen auswechseln musste.

Danach trocknete ich die Tinte, indem ich zweimal darüber pustete, klappte es zu und reichte es Bea, die es sofort nahm und an sich drückte. Das alte Exemplar ließ sie auf meinem Schreibtisch liegen, als sie mit Christina verschwand. Ich sah ihnen hinterher und dachte: „Was für Unterschiede es doch gibt!“, und widmete mich meiner Arbeit.

Sie hinterließ bei mir keinen bleibenden Eindruck und verschwand augenblicklich aus meinen Gedanken.

Zwei Tage später sah ich sie erneut. Diesmal hatten sich mehrere der Studentinnen bei uns eingefunden, nicht zum Lernen, sondern wollten auf unserer Terrasse grillen und über Frauensachen reden. Christina hatte es mir gesagt und ich war einverstanden gewesen. Warum nicht. Das Einzige was ich nicht bedacht hatte war, das irgendwer den Grill bedienen musste, zumindest anzünden, einen Elektro- oder Gasgrill hatten wir nicht. Unser wurde auf die altmodische Art mit Holzkohle betrieben. Ich war der Meinung, dass es besser schmeckte, obwohl es dafür keinen Beweis gab.

Dazu hatte ich mir eine dieser Feuerschalen gekauft, die es mittlerweile in vielen Baumärkten oder Gartencentern gab und ein Dreibein gebastelt, unter dem, an einer Kette ein Grillrost hing, den man nach Bedarf in der Höhe verstellen konnte. Selbstredend war dies die Ausführung für ganze Männer, soll heißen, größer als gebraucht.

Das Ding funktionierte einwandfrei, hatte jedoch einen entscheidenden Nachteil. Wenn das Feuer oder die Glut angefacht war, wie man es für die große Schale benötigte, warf das Ding eine solche Hitze, dass man es kaum aushalten konnte. Stand man zu nah dran, wurde man mitgegrillt. Um diesem zu entgehen, hatte ich mir extra eine überlange Gabel und einen genauso langen Wender gebastelt. Auf dem freien Markt hatte ich nichts Vergleichbares gefunden.

Somit musste Papa das Grillen übernehmen, während die Damen am Tisch saßen und sabbeln. Dafür war Paps gut und hatte nach dem Grillen schnellstens zu verschwinden. Was tat man nicht alles für sein Töchterlein, damit sie zufrieden war. Es erhielt den Hausfrieden.

Und genauso kam es. Ich brachte das Höllenfeuer zum Glühen und stand in Shorts, Badelatschen und einem Sportunterhemd davor, verlor alleine durch die Hitze, einen Liter Wasser nach dem anderen. Diesen Verlust versuchte ich dadurch zu ersetzen, dass ich Unmengen Wasser oben hineinkippte. Zuvor hatte ich gedacht, dass ich das mit Bier tun könnte, doch das ließ ich nach den ersten zwei sein. Es stieg mir zu schnell in den Kopf.

Die kleine, aus Frauen bestehende Gesellschaft, traf langsam ein, wobei Bea die Erste war, weil sie pünktlich war. Alle anderen verspäteten sich bis zu einer Stunde, was zur Folge hatte, dass ich laufend Holzkohle nachschütten musste, um die Glut solange in Gang zu halten.

Zum Schluss saßen sieben Studentinnen auf der Terrasse und unterhielten sich angeregt. Ihr lautes Lachen drang an meine Ohren, während ich bemüht war, dass das Grillfleisch nicht verschmorte. Das war ich mir als Grillmeister dieses Hauses schuldig.

Als kleine Rache gegenüber Christina, hatte ich meine Lieblingsschürze angezogen auf der in großen Buchstaben stand: „Kiss the Cook!“