Klavier Demontage - Thomas Tabbert - E-Book
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Klavier Demontage E-Book

Thomas Tabbert

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Beschreibung

Es geht in diesem Buch um die Demontage eines akustischen Klaviers. Das Buch richtet sich an alle Leute, die ihr akustisches Klavier entsorgen müssen. Kann das Klavier nicht verkauft oder verschenkt werden, steht man vor der Frage, wer es entsorgt: Macht man sich selber ans Werk oder überträgt man besser die Arbeit einer Fachfirma? Bei der Entscheidungsfindung könnte das Buch durchaus hilfreich sein, denn ich zeige in einer Foto-Dokumentation wie interessant, aber auch mühevoll und gefährlich die Demontage ist. Zudem ist das Buch recht lehrreich, indem zahlreiche Bauteile des Klaviers auf etwa 200 Fotos gezeigt und benannt werden.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 37

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhaltsverzeichnis

Impressum

Vorwort

I. Werkzeuge

II. Oberrahmen, Tastaturdeckel und Unterrahmen

III. Pedalstab und Mechanik

IV. Zierleiste und Tasten

V. Schloss-Leiste und Saiten

VI. Pedale, Konsole und Klavierboden

VII. Gehäuse und Gussplatte

VIII. Resonanzboden, Spreizen und Rippen

Fazit

Vorwort

Klavierbauer bauen, restaurieren, reparieren und stimmen Klaviere (und vieles mehr). Sie sind Handwerker.

Pianisten spielen auf diesen Klavieren. Obwohl während des Klavierspielens beide Hände und alle Finger unermüdlich im vollen Einsatz sind, gelten Pianisten nicht als Handwerker, sondern als Künstler.

Zwischen Klavierspielern und Klavierbauern existiert also offenkundig ein gewisser Unterschied.

Ich bin Pianist und mein Musik-Übungsraum wurde mir gekündigt. Eine einzige Katastrophe. In meinem Musik-Übungsraum stand ein akustisches, über 100 Jahre altes Klavier. Es war nicht mehr spielbar – kurzum: Schrott. Eine Restauration wäre zu teuer und für dieses Klavier unangebracht gewesen. Ein Verkauf war daher völlig abwegig.

Nun musste ich es aber irgendwie loswerden. Ich rief verschiedene Klavierbauer an und bot ihnen das Klavier kostenlos an. Ein Klavierbauer hätte das Klavier eventuell restauriert oder ausschlachten können. Aber die Klavierbauer hatten selber keinen Platz mehr in ihren Läden. Kurzum - die Klavierbauer, die ich befragte, zeigten keinerlei Interesse.

Ich versuchte es über die Kleinanzeigen im Internet, etwa im Tenor: Klavier an Selbstabholer zu verschenken.

Man hätte das Klavier meinetwegen doch als Blumenkübel, Sekretär oder als Frisierkommode umfunktionieren können.

Ein Feedback bekam ich leider nur insofern, als dass man mir hemdsärmelig anbot, das Klavier preiswert zu entsorgen.

Das Verschenken funktionierte also nicht.

Ich telefonierte mit verschiedenen Fachfirmen und erhielt Informationen zur Preisgestaltung und hinsichtlich des Prozedere.

Die Mitarbeiter der Fachfirmen fragen mich, in welcher Etage das Klavier steht.

Meine Antwort: 2. Obergeschoss.

Die nächste Frage war, ob ein Fahrstuhl vorhanden sei, mit dem das Klavier befördert werden kann.

Meine Antwort: Nein.

Somit wurden zu den Kosten für die Beförderung (und komplette Entsorgung) des Klaviers zum Recyclinghof/Wertstoffhof zusätzliche Kosten pro Stockwerk berechnet.

Das übliche Prozedere ist wohl, dass ein Mitarbeiter der Fachfirma vorbeikommt, um sich das Klavier anzuschauen (wie schwer es ist). Außerdem macht er sich ein Bild über den Transportweg innerhalb des Gebäudes. Er schaut danach zum Beispiel, wie breit die Türen sind, ob es irgendwo Hindernisse (Engstellen) gibt und wie beschaffen und breit die Treppen sind. Anschließend wird ein Termin zur Abholung und die Bezahlung vereinbart.

Um Geld zu sparen, entschied ich mich letztlich für die Option, mein Klavier selber zu entsorgen. Als Transportmittel stand mir ein alter Polo zur Verfügung.

Das Klavier war dermaßen schwer, dass ich es mit eigener Körperkraft nicht einmal ansatzweise irgendwie bewegen konnte. Um das Gewicht des Klaviers zu reduzieren, blieb mir nichts anderes übrig, als das Klavier zu demontieren.

Die zerlegten Einzelteile würde ich dann 2 Treppen tiefer zum Auto schleppen und den Wagen damit beladen. Selbstverständlich müsste ich darauf achten, dass ich den Wagen nicht überlade. Die Klavier-Einzelteile würde ich anschließend mit dem alten Polo zum Recyclinghof transportieren.

Meine Überlegung setzte ich in die Tat um. Auf dem Recyclinghof schickte man mich zum Container mit dem Sperrmüll. Ich lud den Wagen aus und warf die Einzelteile in den Container. Auf dem Recyclinghof (in Berlin) musste ich dafür übrigens nichts bezahlen.

Das ganze kostete mich Muskelkraft (folglich Muskelkater und Bandscheiben-Beschwerden) und Benzin-Geld, denn ich musste dreimal den Weg zum Recyclinghof (hin- und zurück) mit dem Auto fahren.

Die Gussplatte (siehe Abbildung166 b) holte glücklicherweise ein Altmetall-Händler ab. Ich bekam zwar für die Gussplatte kein Geld, aber dafür musste ich auch nicht die Abholung bezahlen.

Und die ganze Aktion kostete auch Nerven. Tatsächlich fürchtete ich mich vor der Demontage, denn allerorts wird man darüber informiert, dass sie nicht ungefährlich ist.

In der Hauptsache wird vor den Saiten im Klavier gewarnt. Die Saiten sind mit einem tonnenschweren Druck gespannt. Man spricht dabei sogar von einer Zugkraft von über 20 Tonnen. Das entspricht dem Gewicht von etwa 20 Pkw der Mittelklasse. Fachleute warnen vor schweren Verletzungen.

Ich füge hinzu: Auch vor dem Gewicht des Klaviers muss gewarnt werden – zum Beispiel sollte man es nicht versehentlich oder sorglos umkippen.

Aus diesem Grund hatte ich vor den Saiten und vor dem Gewicht des Klaviers großen Respekt.