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Ein bisschen wie Verkuppeln: das richtige Konto für jeden Beleg
Wissen Sie auch manchmal nicht sofort, auf welches Konto Sie einen Beleg buchen sollen? Nach einem kurzen einführenden Teil zu Buchungsbasics und der Bedeutung von Belegen zeigt Ihnen Michael Griga, wie Sie korrekt buchen und kontieren. Dieses praktische Nachschlagewerk bietet Ihnen thematisch sortiert zahlreiche Geschäftsfälle, die Ihnen immer wieder begegnen oder auch lange nicht mehr untergekommen sind. Sie erfahren, wie Sie Ein- und Verkäufe kontieren, Personal, Bauen, Reisen und Fahrzeuge korrekt abrechnen und Steuern, Beiträge und Spenden buchen.
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Seitenzahl: 219
Veröffentlichungsjahr: 2026
Kontieren und buchen für Dummies
Bei einer Inventur müssen Sie bei jedem Unternehmen die Vermögensgegenstände sowie alle Schulden in einer Liste festhalten. Man nennt diese Bestandsliste auch Inventar.
Das Wort Bilanz leitet sich vom lateinischen Wort bilanx ab. Das bedeutet Balkenwaage. Wie eine Waage muss auch die Bilanz immer im Gleichgewicht sein. Auf der Aktivseite und auf der Passivseite müssen in Summe immer dieselben Beträge stehen. Ist das nicht so, hat sich irgendwo der Fehlerteufel eingeschlichen.
Jeder Buchung liegt ein Geschäftsvorfall zugrunde. Und für jeden Geschäftsvorfall muss es einen Beleg geben. Nur mit einem Beleg kann man nachweisen, dass der Geschäftsvorfall tatsächlich stattgefunden hat.
Üblicherweise wird zwischen dem Grundbuch, dem Hauptbuch und Nebenbüchern unterschieden.
Für jeden Bilanzposten gibt es ein Bestandskonto. Auf der Aktivseite der Bilanz bilden die Posten des Anlage- und Umlaufvermögens aktive Bestandskonten. Alles, was sich auf der Passivseite der Bilanz tummelt, also das Eigenkapital, die Rückstellungen, Verbindlichkeiten und die passiven Rechnungsabgrenzungsposten, bilden passive Bestandskonten.
Aktivtausch und Passivtausch sind erfolgsneutrale Geschäftsfälle. Beide Male verändert sich die Höhe des Eigenkapitals nicht.
Bei der Bilanzverlängerung und der Bilanzverkürzung handelt es sich wie beim Aktiv- und Passivtausch um erfolgsneutrale Geschäftsfälle. Die Höhe des Eigenkapitals verändert sich hier auch nicht.
Damit man nicht bei jedem erfolgswirksamen Geschäftsfall gegen das Eigenkapital buchen und so ständig die Bilanz umschreiben muss, hat man unterhalb des Eigenkapitalkontos Aufwands- und Ertragskonten geschaffen.
Ein Einkauf erhöht zunächst nur Ihren Bestand. Erst wenn Sie Ware aus dem Lagerbestand entnehmen, um sie zu verkaufen, handelt es sich um einen Wareneinsatz. Und erst dieser Wareneinsatz ist Aufwand.
In Deutschland und Österreich nennt man die Steuer bei Ausgangsrechnungen Umsatzsteuer. Im Volksmund wird sie häufig als Mehrwertsteuer bezeichnet. Bei zu bezahlenden Eingangsrechnungen sagt man Vorsteuer dazu. In der Schweiz heißt sie Mehrwertsteuer. Und im Englischen spricht man von VAT, kurz für Value Added Tax.
www.ieconomics.de
Die Website ieconomics glänzt durch einen sehr informativen Blog und wird vom Autor dieses Buches betrieben. Wer nicht nur lesen möchte, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Die Site bietet nämlich auch einen Podcast. Als Service finden Sie auf der Website unter der Rubrik »Bücher: Hinweise & Aktualisierungen« Hinweise zum Buch, insbesondere zu Gesetzesänderungen nach der Drucklegung des Buches, sodass Sie stets über den aktuellen Stand für die neueste Auflage verfügen.
www.listennotes.com/de/
Listen Notes ist so etwas wie Google für Podcasts und durchsucht für Sie die Metadaten von derzeit rund 90 Millionen Podcast-Episoden. Für das Schlagwort »Buchhaltung« bekommen Sie aktuell über 3.000 Podcast-Episoden angezeigt.
www.wirtschaftslexikon24.com
Wirtschaftslexikon24 ist – wie der Name schon erahnen lässt – ein sehr umfangreiches Onlinewirtschaftslexikon. Hier können Sie entweder gezielt nach bestimmten Wirtschaftsbegriffen suchen oder einfach ein wenig herumstöbern.
Kontieren und buchen für Dummies
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
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Print ISBN: 978-3-527-72311-9ePub ISBN: 978-3-527-85199-7
Coverillustration: Felix Jork - stock.adobe.comKorrektur: Frauke Wilkens, München
Michael Griga, Diplom-Volkswirt, studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen. Er ist heute Bereichscontroller in einem Technologiekonzern, der im Fortune Global 500 unter den 100 größten Unternehmen weltweit gelistet ist. Davor hat er unter anderem als Referent im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg an der Einführung einer Kosten- und Leistungsrechnung an den Hochschulen mitgewirkt. Zu seinen weiteren Aufgaben gehörte dort unter anderem die Entwicklung eines Konzepts für ein Hochschulberichtswesen und -controlling.
Michael Griga hat schon einige … für Dummies-Bücher geschrieben, unter anderem zusammen mit Raymund Krauleidis: Nach ihrem erfolgreichen Erstlingswerk Controlling für Dummies folgten Buchführung und Bilanzierung für Dummies, Bilanzen erstellen und lesen für Dummies, Jahresabschluss für Dummies und Rechnungswesen für Dummies.
Cover
Titelblatt
Impressum
Über den Autor
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Über dieses Buch
Konventionen in diesem Buch
Törichte Annahmen über den Leser
Was Sie nicht lesen müssen
Wie dieses Buch aufgebaut ist
Symbole, die in diesem Buch verwendet werden
Wie es weitergeht
Teil I: Die Rahmenbedingungen
Kapitel 1: Kontenrahmen: Wo die Konten wohnen
Vorgefertigt: Die Kontenrahmen
Logisch: Wie Kontenrahmen aufgebaut sind
Welche Kontenrahmen es sonst noch gibt
Kapitel 2: Zur Erinnerung ein paar Buchungsbasics
Die Bücher der Buchhaltung
Die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung
Der erste Buchungssatz
Kapitel 3: Wissenswertes zu Buchungsbelegen
Das ist ein Geschäftsfall
Eigen- und Fremdbelege
Sammelbelege
Kapitel 4: Rechnungen und E-Rechnungen
Die GoBD und GoB
Die erforderlichen Rechnungsangaben
Die elektronische Rechnung
Teil II: Ein- und Verkäufe kontieren und buchen
Kapitel 5: Sachen einkaufen
Bürobedarf mit Buchungsbedarf
Energie, Rohstoffe, Waren – alles geht aufs Konto
Kapitel 6: Dienstleistungen einkaufen oder mieten
Einkauf oder Miete digitaler Dienstleistungen und Kommunikation
Mietkosten verbuchen sauber nach Schema M
Sonstige Dienstleistungen – der Rest vom Fest
Kapitel 7: Umsatz generieren: Die Verkaufsseite
Rund um den Verkauf
Boni und andere Nachlässe
Kapitel 8: Wer nicht wirbt, der stirbt: Werbung und Bewirtungskosten
Die klassischen Marketingkosten
Bewirtungen und Geschenke
Kapitel 9: Der Zahlungsverkehr
Banking in der Buchhaltung
Entschädigungen und Schadensersatzleistungen
Teil III: Personal, Bauen, Reisen, Fahrzeuge
Kapitel 10: Baukosten, Instandhaltungen und Zinsen
Bauen, Wartung und Instandhaltung
Rund um die Zinsen
Kapitel 11: Geschäftsfälle rund um die Fahrzeuge
Kauf, Leasing und Verkauf
Die laufenden Kfz-Kosten
Kapitel 12: Reisekosten kontieren und buchen
Auf der Schiene oder über den Wolken
Hotel und Privatwagen
Kapitel 13: Personalkosten kontieren und buchen
Personalkosten: Die Basics
Zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers
Teil IV: Steuern, Beiträge, Spenden
Kapitel 14: Beiträge, Versicherungen und Spenden
Beiträge und Abgaben – willkommen im Club
Spenden und Sponsoring von Herzen mit Beleg
Kapitel 15: Steuern: Wenn das Finanzamt anklopft
Ein bunter Blumenstrauß an Steuern
Die Umsatzsteuer: Ihr Treuhandauftrag
Kapitel 16: Fake-Rechnungen, Diebstahl und Schadensersatz
Kreditkartenbetrug und Fake-Rechnungen
Diebstahl und Schadensersatz
Kapitel 17: Zuschüsse und Förderungen
Zuschüsse
Abzugsbetrag und Förderung
Teil V: Der Top-Ten-Teil
Kapitel 18: Zehn nützliche Websites
Rechnungswesen-Portal
ieconomics
Listen Notes
ControllerSpielwiese
ChatGPT
Wirtschaftslexikon24
Volkshochschule
Handelsblatt
Fortbildungswerk des Bundesverbands selbständiger Buchhalter und Bilanzbuchhalter (b.b.h.)
Dejure
Kapitel 19: Zehn praktische Begriffe
Debitor
Kreditor
Saldo
Buchhalternase
Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer
Vorsteuer
Zahlungsziel
Abschreibung
Zuschreibung
Bilanzfälschung
Abbildungsverzeichnis
Stichwortverzeichnis
End User License Agreement
Kapitel 1
Tabelle 1.1: Kontenklassen im IKR
Kapitel 2
Tabelle 2.1: Auszug aus dem Grundbuch
Tabelle 2.2: Auszug aus dem Hauptbuch mit dem Konto Bank
Tabelle 2.3: Grobaufbau einer Bilanz
Tabelle 2.4: Einige aktive und passive Bestandskonten
Tabelle 2.5: Einige Ertrags- und Aufwandskonten
Kapitel 3
Tabelle 3.1: Belegarten
Kapitel 5
Tabelle 5.1: Umsatzsteuersätze in Prozent
Kapitel 3
Abbildung 3.1: Ausgangsrechnung einer Gebäudereinigungsfirma
Kapitel 5
Abbildung 5.1: Rechnung Bürobedarf
Abbildung 5.2: Rechnung Fachbuch
Abbildung 5.3: Portokosten
Abbildung 5.4: Rechnung Audio-Produktionsstudio
Abbildung 5.5: Rechnung Bürostuhl
Abbildung 5.6: Rechnung Computer
Abbildung 5.7: Rechnung für Tastatur
Abbildung 5.8: Gasabrechnung
Abbildung 5.9: Rechnung Materialeinkauf
Abbildung 5.10: Rechnung Wareneinkauf
Kapitel 6
Abbildung 6.1: Internet- und Festnetzrechnung
Abbildung 6.2: Rechnung subventioniertes Smartphone
Abbildung 6.3: Rechnung Softwaremiete
Abbildung 6.4: Softwarekauf
Abbildung 6.5: Rechnung Datenbankrecherche
Abbildung 6.6: Rundfunkbeitrag
Abbildung 6.7: Mietvertrag
Abbildung 6.8: Rechnung Mietwagen
Abbildung 6.9: Rechnung Buchführungskosten
Abbildung 6.10: Rechnung Erstellung Steuererklärung
Abbildung 6.11: Rechnung Fortbildungskosten
Abbildung 6.12: Rechnung Reinigungskosten
Abbildung 6.13: Rechnung Reinigungskosten mit Reverse-Charge-Verfahren
Abbildung 6.14: Rechnung Büroservice
Abbildung 6.15: Taxifahrt
Abbildung 6.16: Frachtkosten
Kapitel 7
Abbildung 7.1: Anzahlung
Abbildung 7.2: Forderung aus erbrachter Lieferung
Abbildung 7.3: Fremdwährungsrechnung
Abbildung 7.4: Boni-Schreiben
Abbildung 7.5: Rechnung mit Hinweis auf Skonto
Kapitel 8
Abbildung 8.1: Direktmailing-Rechnung
Abbildung 8.2: Rechnung Werbematerial
Abbildung 8.3: Wartungsrechnung
Abbildung 8.4: Restaurant-Rechnung
Abbildung 8.5: Rechnung für Geschenke
Kapitel 9
Abbildung 9.1: Zahlungsavis
Abbildung 9.2: Einzahlungsquittung
Abbildung 9.3: Entgeltabrechnung Bank
Abbildung 9.4: Kreditkartenabrechnung
Abbildung 9.5: Kaution in § 5 Mietsicherheit
Abbildung 9.6: Provisionszahlung
Abbildung 9.7: Versicherungsentschädigung
Abbildung 9.8: Schadensersatzleistung
Kapitel 10
Abbildung 10.1: Rechnung Abschlagszahlung
Abbildung 10.2: Bauabzugsteuer
Abbildung 10.3: Dachinstandhaltung
Abbildung 10.4: Heizungsreparatur und -wartung
Abbildung 10.5: Zinsertrag
Abbildung 10.6: Zins- und Tilgungszahlungen
Kapitel 11
Abbildung 11.1: Kauf Firmen-Pkw
Abbildung 11.2: Leasing
Abbildung 11.3: Verkauf eines Fahrzeugs
Abbildung 11.4: Kfz-Steuerbescheid (Quelle: Generalzolldirektion Bonn)
Abbildung 11.5: Kfz-Versicherung
Abbildung 11.6: Tankgutschein
Abbildung 11.7: Tankquittung
Abbildung 11.8: Wartung- und Reparatur
Abbildung 11.9: Tuning und nachträgliche Sonderausstattung
Abbildung 11.10: Bußgeldbescheid
Abbildung 11.11: Parkgebühren
Kapitel 12
Abbildung 12.1: Bahnfahrkarte
Abbildung 12.2: Kosten Flugticket
Abbildung 12.3: Hotelrechnung
Abbildung 12.4: Abrechnung gefahrene Kilometer
Kapitel 13
Abbildung 13.1: Entgeltabrechnung
Abbildung 13.2: Entgeltabrechnung mit Weihnachtsgeld
Abbildung 13.3: Berechnung Urlaubsrückstellung
Abbildung 13.4: Quittung Getränkemarkt
Abbildung 13.5: Police Direktversicherung
Abbildung 13.6: Rechnung Mitarbeitereinkauf
Kapitel 14
Abbildung 14.1: BG-Beiträge
Abbildung 14.2: Handelskammer-Beitrag
Abbildung 14.3: Beitragsbescheid Versicherung
Abbildung 14.4: Bescheid Künstlersozialabgabe
Abbildung 14.5: Spendenbescheinigung
Abbildung 14.6: Rechnung für Sponsoring
Kapitel 15
Abbildung 15.1: Finanzamtsbescheid Einkommensteuervorauszahlungen
Abbildung 15.2: Gewerbesteuerbescheid
Abbildung 15.3: Bescheid Körperschaftsteuer
Abbildung 15.4: Grundsteuerbescheid
Abbildung 15.5: Mahnung Säumniszuschlag des Finanzamts
Abbildung 15.6: Umsatzsteuererklärung (Muster Bundesfinanzminister...
Abbildung 15.7: Einfuhrumsatzsteuer
Kapitel 16
Abbildung 16.1: Kreditkartenabrechnung
Abbildung 16.2: Fake-Rechnung
Abbildung 16.3: Online-Diebstahlsanzeige (Quelle: Polizei Baden-Wü...
Abbildung 16.4: Geleisteter Schadensersatz
Abbildung 16.5: Erhaltener Schadensersatz
Kapitel 17
Abbildung 17.1: BAFA-Festsetzungsbescheid
Abbildung 17.2: Rechnung für die neue Heizung
Abbildung 17.3: Vermerk für IAB
Abbildung 17.4: Förderungsbescheid
Cover
Titelblatt
Impressum
Über den Autor
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Fangen Sie an zu lesen
Abbildungsverzeichnis
Stichwortverzeichnis
End User License Agreement
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Was verbindet einen Tankbeleg, eine elektronische Rechnung und eine zerknitterte, ausgedruckte Quittung? Richtig: Mit Glück taugen sie alle als buchungsrelevante Belege. Mit Pech sind sie wertlos, weil entscheidende Angaben fehlen. Willkommen in der Welt des Kontierens und Buchens – dem wohl meistunterschätzten Handwerk der Wirtschaft.
Das Wort »Buchhaltung« löst selten Begeisterung aus. Viele sehen vor ihrem inneren Auge einen Raum voller muffiger Kaffeefilter, vergilbter Quittungen und Menschen, die Formulare lieben und in Soll und Haben denken. Doch wer so urteilt, verkennt die Buchhaltung – und schadet sich selbst. Ohne Kontieren fehlt der Überblick, ohne Buchen gibt es keine Bilanz, und ohne beides funktioniert kein Unternehmen. Egal, ob es ein Start-up mit Instagram-Account ist oder ein Zimmereibetrieb auf dem Land.
Dieses Buch zeigt, dass Kontieren und Buchen keine Zauberei sind. Sie müssen weder Steuerrecht studieren noch eine IHK-Prüfung bestehen. Was mindestens ebenso zählt, sind Neugier, gesunder Menschenverstand und die Bereitschaft, sich mit Belegen, Geschäftsvorfällen und Zahlen zu befassen. Klingt trocken? Ist es nicht. Hinter Geschäftsvorfällen stecken echte Geschichten: eingekaufte Bürostühle, gezahlte Mieten, erhaltene Spenden und Tankquittungen aus dem Außendienst, von erfolgreichen und weniger lukrativen Geschäftsreisen.
Egal, ob Sie eine Ausbildung absolvieren, studieren, ein Unternehmen leiten, Ihre Buchhaltung durchschauen oder Ihrem Steuerberater kluge Fragen stellen möchten – dieses Buch bietet Ihnen einen praxisnahen, verständlichen und unterhaltsamen Einstieg in die Buchführung. Ohne Paragrafen-Wirrwarr, dafür mit vielen anschaulichen Beispielen.
Versprochen: Dieses Buch ist kein trockener Wälzer voller Paragrafen, Fußnoten und verstaubter Zahlenkolonnen. Stattdessen führt es Sie als praktischer Wegweiser durch die Welt der Buchführung. Sie entdecken,
warum Belege die Bibel der Buchhaltung sind,
wie Sie mit »Soll an Haben« mehr erreichen als mit einem Berater,
worauf es beim Buchen wirklich ankommt,
wie Sie Sonderfälle wie Spenden oder Fake-Rechnungen korrekt verbuchen,
was das Finanzamt wirklich sehen will.
Kurz: Sie lernen kontieren, buchen, schmunzeln – und verstehen am Ende vielleicht sogar Ihre Steuerberaterin besser.
In diesem Buch wird Sie niemand bitten, etwas auszuschneiden, einzukleben oder mit einem Textmarker zu bearbeiten – auch wenn das bei einem Kontoauszug manchmal verlockend sein mag.
Lesen Sie es einfach: auf dem Sofa, im Zug oder heimlich unterm Schreibtisch. Querlesen, unterstreichen, laut lachen, seufzen – alles ist erlaubt. Vor allem aber können Sie nach dem relevanten Geschäftsvorfall suchen. Es ist Ihr Buch.
Sie haben dieses Buch vermutlich gekauft oder geschenkt bekommen, weil Sie etwas richtig buchen und kontieren wollen. Vielleicht passt auch einer der folgenden Gründe auf Sie:
Sie sind in der Ausbildung oder im Studium und wollen mitreden, wenn jemand »EBK« sagt.
Sie haben ein eigenes Unternehmen und möchten den Buchhaltungsdschungel lichten.
Sie helfen in einem Verein, bei der Abrechnung, und fragen sich: Wo gehört der Kassenbon vom Baumarkt hin?
Sie arbeiten mit einem Steuerberater zusammen, haben aber keine Ahnung, was auf dem Buchungsjournal steht.
Sie haben das Buch einfach gekauft, weil Ihnen das Cover gefallen hat (auch das ist okay).
Wenn keiner dieser Punkte auf Sie zutrifft – lesen Sie trotzdem weiter. Vielleicht entdecken Sie ja ein neues Hobby.
Ganz einfach: Alles, was Sie gerade nicht interessiert. In diesem Buch finden Sie zudem besonders gekennzeichnete Passagen. Manche liefern Zusatzinfos, andere erzählen Anekdoten aus der Praxis oder warnen vor Stolperfallen. Sie ähneln Belegen für 3,49 Euro: nützlich, aber selten unverzichtbar. Wenn Sie es eilig haben oder der Kopf raucht, überspringen Sie einfach gnadenlos, was Sie nicht brauchen – das Buch ist genau dafür modular gestaltet.
Wie in der Buchhaltung selbst gilt auch hier: Eine klare Struktur erleichtert die Arbeit. Damit Sie sich in der Welt der Belege, Buchungssätze und Geschäftsvorfälle nicht verlieren, ist dieses Buch in fünf übersichtliche Teile gegliedert. Sie können es der Reihe nach lesen – müssen es aber nicht. Interessieren Sie sich speziell für Tankquittungen oder Spenden, springen Sie direkt zu Kapitel 11 beziehungsweise 14. Beginnen Sie jedoch bei null und beschäftigen sich zum ersten Mal mit dem Thema, empfiehlt es sich, vorn zu starten. Hier ein kurzer Überblick, was Sie in den einzelnen Teilen erwartet:
In diesem Teil legen Sie das Fundament. Bevor Sie den ersten Buchungssatz erstellen, sollten Sie verstehen, was ein Kontenrahmen ist, welche Angaben ein ordnungsgemäßer Beleg enthalten muss – und warum eine Rechnung per WhatsApp mit drei Emojis kaum als gültiger Buchungsbeleg taugt. Wir beginnen mit den Grundlagen: Wie funktionieren Kontenrahmen? Worin unterscheiden sich Bestands- und Erfolgskonten? Was trennt Inventur von Bilanz? Und warum droht Ärger, wenn eine E-Mail-Rechnung ohne Absenderadresse eingeht? Außerdem erfahren Sie, wie Sie Geschäftsvorfälle in vier logische Buchungsschritte zerlegen – und warum selbst der schönste Schreibtisch nutzlos bleibt, wenn der Beleg fehlt.
Jetzt wird es konkret – oder besser gesagt: Es geht ums Kaufen und Verkaufen. In diesem Teil dreht sich alles um typische Geschäftsvorgänge im Unternehmensalltag: vom Kauf eines Tackers über die Miete eines Bürocontainers bis zum Verkauf von Dienstleistungen oder Produkten. Sie erfahren, wie Sie Wareneinkäufe, Dienstleistungsrechnungen, Versandkosten oder Internetgebühren richtig kontieren und buchen. Ob Sie Briefmarken kaufen, besuchte Fortbildungen bezahlen oder Werbekugelschreiber verteilen – für alles gibt es ein passendes Konto. Sie müssen es nur finden. Keine Sorge, das Buch zeigt Ihnen, wie. Auch Themen wie Werbung, Rabatte, Rücksendungen und das oft heikle Feld der »Bewirtungskosten« kommen zur Sprache. Und Sie werden staunen, wie viele Zahlungswege es gibt – jeder mit seiner eigenen Buchungslogik.
Hier geht es um Mitarbeiter, Mauern und Mobilität– oder anders gesagt: um die großen Fragen, die schnell Kopfzerbrechen bereiten. Wie buchen Sie eine Autoreparatur richtig? Was tun Sie, wenn der Handwerker eine Rechnung ohne Bauabzugsteuer stellt? Und was zählt eigentlich zu den Reisekosten – nur die Hotelrechnung oder auch das Trinkgeld an der Rezeption?
In diesem Teil lernen Sie, wie Sie Baukosten, Instandhaltungen, Leasingverträge und Personalvergünstigungen korrekt handhaben. Auch Klassiker wie Tankquittungen, Direktversicherungen und Mitarbeitergeschenke kommen nicht zu kurz. Zudem erfahren Sie, wie Sie Löhne, Gehälter und Sozialversicherungsbeiträge korrekt verbuchen – damit Finanzamt und Sozialversicherungen keine Schnappatmung bekommen.
Ja, Steuern. Irgendwer muss sie zahlen. In diesem Teil zeige ich Ihnen, wie Sie Abgaben, Gebühren und Beiträge handhaben – und welche davon Sie absetzen können. Sie erfahren, wie Sie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Kapitalertragsteuer korrekt verbuchen und wo Spenden, Mitgliedsbeiträge oder Bußgelder in der Buchhaltung auftauchen. Auch Diebstahl, Schwund, Fake-Rechnungen und staatliche Zuschüsse kommen zur Sprache. Denn nicht alles, was ein Unternehmer erlebt, ist erfreulich – doch alles muss verbucht werden. Selbst dann, wenn jemand das Firmenfahrrad aus dem Keller stiehlt.
Zum krönenden Abschluss bietet jedes … für Dummies-Buch den beliebten Top-Ten-Teil. Hier finden Sie zehn nützliche Websites zu den Themen Kontieren und Buchen – vom Weblexikon bis zum Buchungsratgeber – sowie zehn praktische Begriffe, die Ihnen Zeit, Geld oder zumindest eine peinliche Frage an den Steuerberater ersparen.
Wenn Sie eines dieser Symbole neben einer Textpassage entdecken, lohnt sich ein zweiter Blick:
Wenn Sie dieses Symbol sehen, wird ein kurz zuvor genannter Begriff näher erklärt oder ein neuer Fachbegriff definiert.
Bei diesem Symbol erwartet Sie ein praktischer Tipp, der Ihnen das Leben erleichtern kann.
Mit diesem Symbol werden Sie an etwas Wichtiges erinnert, das Sie sich gerne merken können.
Wenn Sie dieses Symbol entdecken, ist Vorsicht angesagt; zum Beispiel weil irgendwo Fallstricke lauern.
Hier wird es international. Bei diesem Symbol finden Sie die Leistungen in Österreich und der Schweiz.
Hier finden Sie lustige und interessante Geschichten mit Bezug zum Thema des Buches.
Dieses Buch ist kein Krimi – auch wenn manche Steuerfälle spannender sind als jeder Tatort. Sie müssen es nicht von vorn bis hinten lesen. Wollen Sie wissen, wie man Geschäftsessen bucht? Schlagen Sie einfach das passende Kapitel auf.
Doch wenn Sie sich in den Grundlagen noch unsicher fühlen, überspringen Sie diese besser nicht. Ein guter Buchhalter stürzt sich schließlich auch nicht direkt auf die Schlussbilanz.
Ich wünsche Ihnen viel Freude, Aha-Momente und vielleicht sogar ein Lächeln auf Ihrem Weg zum Buchhaltungsguru.
Teil I
IN DIESEM TEIL …
… schaffen Sie die Grundlage für alles Weitere. Bevor Sie mit der eigentlichen Buchung beginnen, erhalten Sie einen klaren Überblick über das Buchhaltungssystem in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie lernen die zentralen Begriffe und Strukturen: Was ist ein Kontenrahmen? Warum sind Belege unverzichtbar – und welche braucht man? Welche Regeln gelten für Rechnungen und digitale Belege? Kurz: Sie bekommen das Handwerkszeug, um jeden Geschäftsvorfall sicher zu meistern.
Kapitel 1
IN DIESEM KAPITEL
Kontenrahmen kennenlernenDer Aufbau von KontenrahmenDie unterschiedlichen KontenrahmenIn diesem Kapitel erfahren Sie, was Kontenrahmen sind und warum sie so praktisch sind. Ich erkläre, wie ein Kontenrahmen üblicherweise aufgebaut ist, und zeige, welche Arten von Kontenrahmen Ihnen in der Praxis oft begegnen.
Bevor Sie Ihre Belege verbuchen, fragen Sie sich sicher: Wohin soll ich buchen? Keine Sorge, Sie müssen sich jetzt nicht Hunderte von kreativen Kontennamen ausdenken – auch wenn das vielleicht Spaß machen könnte. Diese Aufgabe übernehmen die Kontenrahmen für Sie. Ein Kontenrahmen ist ein Verzeichnis von Konten.
Praktischerweise gibt es nicht nur einen, sondern mehrere unterschiedliche Kontenrahmen, die Sie verwenden können – je nachdem, in welchem Wirtschaftszweig Sie tätig sind. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet, einen bestimmten Kontenrahmen anzuwenden. Allerdings vereinfachen sie Ihre Arbeit damit enorm.
Aufgebaut sind Kontenrahmen in der Regel nach demselben Prinzip, das ich Ihnen jetzt vorstelle.
Die Konten in einem Kontenrahmen haben meistens eine vierstellige Nummer. Die einzelnen Ziffern dieser Nummern stehen für
die jeweilige Kontenklasse,
die jeweilige Kontengruppe,
die jeweilige Kontenart und
das jeweilige Konto.
Die erste Ziffer einer Kontennummer steht für die Kontenklasse. Das ist die oberste Ebene. In einer Kontenklasse werden zum Beispiel alle Konten zusammengefasst, die etwas mit Sachanlagen oder Finanzanlagen zu tun haben. Im Industriekontenrahmen (kurz: IKR) beginnen diese Konten mit den Ziffern 0 beziehungsweise 1. Welche anderen Kontenklassen es im IKR gibt und welche Ziffern diese haben, zeige ich Ihnen in Tabelle 1.1.
Kontenklasse
Art
Verwendung für …
Kontenklasse 0
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Bilanz
Kontenklasse 1
Finanzanlagen
Bilanz
Kontenklasse 2
Umlaufvermögen und aktive Rechnungsabgrenzung
Bilanz
Kontenklasse 3
Eigenkapital und Rückstellungen
Bilanz
Kontenklasse 4
Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzung
Bilanz
Kontenklasse 5
Erträge
GuV
Kontenklasse 6
Betriebliche Aufwendungen
GuV
Kontenklasse 7
Weitere Aufwendungen
GuV
Kontenklasse 8
Ergebnisrechnungen
Bilanz und GuV
Kontenklasse 9
Kosten- und Leistungsrechnung
Kosten- und Leistungsrechnung
Tabelle 1.1: Kontenklassen im IKR
Die Kontenklassen im IKR sind auch danach unterteilt, ob sie in der Bilanz, der GuV oder der Kosten- und Leistungsrechnung verwendet werden. Die ersten vier Kontenklassen brauchen Sie für Ihre Bilanz und die Kontenklassen 5 bis 7 für Ihre Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV). Die Kontenklasse 8 ist für beides da. Die Kontenklasse 9 hingegen dient ausschließlich der Kosten- und Leistungsrechnung. Diese Aufteilung nennt man auch Abschlussgliederungsprinzip.
