Kuriosika - Iris Fritzsche - E-Book

Kuriosika E-Book

Iris Fritzsche

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Beschreibung

Sammlung von Kurzgeschichten für Erwachsene. Enthält kurioses aus dem Alltag , ungewöhnliche Ideen und Gedankenspielereien als Prosa und Lyrik.

Das E-Book Kuriosika wird angeboten von BoD - Books on Demand und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Humor,Kurzgeschichten und Gedichte,Kurioses,verrückte Ideen,leicht zu lesen

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Seitenzahl: 58

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Vergnügliches rund um den Alltag

Frieda, die treue Kuh

Freitag der 13.

Der Schneemann

Begegnung am Morgen

Der Regenmann

Kopfkino

  Die Zecke*

  Das kalte Händchen

Familie Fledermaus

V

ergorene Theorien

(

schwer verdaulich)

  Menschheitsgeschichte

Die Herkunft der Meerwesen ( Variante 1

    

Interview mit einem Fremden **

Der Schatten

Sagen und Legenden

Haarsträubend verwurstelt

  

Vorzeit

Einladung zum Essen auf den Olymp

Woher kommen Meerjungfrauen? (Variante 2)

 

Wahre Märchen?

 

Zwergenrache

Äpfel rollen durch die Zeit***

Einführung

In unserer turbulenten Welt sollte man sich mitunter eine Auszeit nehmen. Sei es auch nur gedanklich. Mit seinen Gedanken spielen. „Was wäre wenn“ – Überlegungen zu lassen. Traumsequenzen nacherleben. Oder einen verrückten Gedanken mal weiterführen. Vielleicht erstaunen Se dann selbst darüber, zu welchen Experimenten gedanklicher Art Sie fähig sind. Oder lassen Sie sich durch die Geschichten in diesem Buch dazu inspirieren.

Vergnügliches rund um den Alltag

Frieda, die treue Kuh

Ich hab `ne Kuh, und die heißt Frieda

sie legt sich vor der Türe nieda

dort wacht sie an der Türe Schwelle

dass nicht der Wind hereinschlüpft schnelle.

Freitag der 13.

Bisher war das für mich ein Tag wie jeder andere.

Mein Rentnerleben plätscherte in ruhigen, geordneten Bahnen. Für jeden Tag machte ich mir einen Plan, den ich dann tagsüber nach und nach abarbeitete. Selbiges hatte ich mir eigentlich auch für jenen Freitag im Oktober vorgenommen. An diesem Tag war eine Fahrt nach Dresden geplant. Ich hatte eine offene Bestellung bei meinem türkischen Fleischer. Das mir wichtig und ich wollte sie unbedingt abholen. Tja, jeder hat halt so sein besonderes Leckerli, auch in puncto Fleisch.

Mal abgesehen davon, das mein Dickkopf diese Tour keinesfalls verschieben wollte. Wer wird sich denn auch von einem Datum ins Boxhorn jagen lassen!

Ich wollte also wie gesagt nach Dresden. Um nicht zu spät wieder zu Hause zu sein, musste ich natürlich beizeiten los. Das ungewohnt zeitige

Aufstehen fiel nicht leicht. Doch der Zweck heiligt die Mittel. Gut das wenigstens der Zug durchgehend war. So konnte ich noch ein kleines Nickerchen machen. Am Neustädter Bahnhof stieg ich aus Ich wusste, dass ich von dort aus bis zur nächsten großen Kreuzung an der Leipziger Straße laufen musste. Sie hieß eigentlich Antonstraße/ Leipziger Straße. Da war an der Ecke früher mal ein Beate - Uhse-Laden.

Das httte ich mir als Eselsbrücke gemerkt. Mit meinem Einkaufstrolli trottete ich los. Doch ich muss wohl noch nicht ganz munter gewesen sein, weil ich gleich an der fünfarmigen Kreuzung am Neustädter Bahnhof die verkehrte Straße erwischte . Das merkte ich aber erst, als plötzlich eine Seitenstraße nach links abzweigte, wo eigentlich keine Straße hätte sein sollen. Da ich aber schon die halbe Strecke meines notwendigen Fußmarsches hinter mir hatte, wollte ich auch nicht umkehren. Na gut, dachte ich bei mir, gehst du halt hier weiter und biegst dann eben rechts um die Ecke. Auch so kommst du ans Ziel. War zwar eine klein wenig längere Strecke, doch ich hatte ja Zeit. An der Straßenbahnhaltestelle angekommen, stimmte wieder etwas nicht. Schienenersatzverkehr wegen Bauarbeiten! Ok! Fahr ich eben Bus. Aber mit welchem? Hier hielten mehrere. Na, da frag ich doch einfach mal jemanden von den Leuten, die ebenfalls auf den Bus warteten. Doch so wirklich schienen die sich

auch nicht auszukennen. Waren wohl doch keine Einheimischen. Als der nächste Bus kam, fragte ich einfach den Busfahrer. Der sagte erst einmal gar nichts, tippte irgendwas auf seinem Streckencomputer herum und nickte dann. Das wertete ich als Zeichen das ich den richtigen Bus Richtung Alttrachau (wo ich nämlich hinwollte) erwischt hatte. Anfangs fuhr er ja auch in die richtige Richtung. Plötzlich aber bog er in eine gänzlich andere Richtung ab. Erschrocken lief ich nach vorn und stellte den Fahrer zur Rede. Doch er hatte wohl seine Zunge ver,schluckt. Deshalb fuhr ich bis zur Endhaltestelle mit.

Und dann wieder zurück bis ich eine bekannte Haltestelle erblickte und ausstieg. An dieser stieg ich in den richtigen Bus um. Mir fiel ein Stein vom Herzen als schon eine Haltestelle weiter mein Fleischer auftauchte. Gut, dass wenigstens bei dem alles nach Wunsch klappte. Glücklich und mit einem voll beladenen Trolli machte ich mich auf den Rückweg zum Neustädter Bahnhof. Dieses Mal gleich im richtigen Bus!

Erst jetzt hatte ich Zeit über die bisherigen Wirrnisse nachzudenken. War alles nur passiert, weil ich Freitag den 13. in seiner besonderen Bedeutung ignoriert hatte? Ich hoffte nach diesem Denkzettel dem Datum genug gehuldigt zu haben. Schließlich lag jetzt nur noch die Rückfahrt vor mir. Und dieser Zug fuhr bis Hoyerswerda durch.

So war jedenfalls der Plan. Doch ich hatte wohl das Pech gepachtet. Kurz hinter Dresden, genauer gesagt in Coswig war die Fahrt zu Ende. Fahrt. Es folgte eine Zugdurchsage. Alle Fahrgäste bitte aussteigen, dieser Zug endet hier! Grund: Vollsperrung der Strecke wegen eines Notarzteinsatzes.“ Was nun? Es gab zwei Möglichkeiten. Entweder wartete ich für eine unbestimmte Zeit ob der Zug weiterfährt. Oder ich nahm die nächste S-Bahn zurück nach Dresden.

Zähneknirschend entschied ich mich für Variante zwei. Dort hörte ich dann, das die Strecke bis auf unbestimmte Zeit für sämtliche Züge gesperrt ist. Mir blieb nur die Möglichkeit es über Kamenz zu versuchen. Doch auch auf dieser Strecke lief es nicht glatt. Der Zug der bis Kamenz fahren sollte, schaffte es nur bis Pulsnitz. Ab da Schienenersatzverkehr bis Kamenz. Uff! Doch was half`s. Ich musste in den sauren Apfel beißen. Dort stieg ich in den Linienbus, der mich dann endlich nach Hoyerswerda brachte. Völlig ko und mit mehr als drei Stunden Verspätung kam ich endlich zu Hause an.

Zwei Dinge habe ich mir nach dieser Fahrt vorgenommen:

1.Nicht immer mit dem Kopf durch die Wand wollen

2. Achte auf die Besonderheiten von bestimmten Daten.

Der Schneemann

Auf einer Wiese einst begann

die Mär vom grinsenden Schneemann.

Drei Kugeln hoch ganz dick und rund

da war der Schneemann noch gesund

Es kam des Nachts der Mondenschein

und wurde ihm zur großen Pein.

Denn mit ihm kam ein lauer Wind

und schmolz den Mann dahin geschwind

Zuerst war seine Nase schief

dann Wasser über die Augen lief.

Am Ende schwimmen Kohlestücke

dem Mund entrissen in der Pfütze

Besonders auf der einen Seite

da geht der Mund nun in die Breite

Vom Ende das der Anfang ist

bevor der Schneemann ganz zerfließt.

Begegnung am Morgen