Langer Weg - Helmut Schüler - E-Book

Langer Weg E-Book

Helmut Schüler

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Beschreibung

Um für Frieden, Freiheit und Vaterland einzustehen, trat Helmut Schüler mit 19 Jahren in die Wehrmacht ein. Zu spät wurde der „Führer“ als Verbrecher entlarvt. Offen erzählt der christgläubige Offizier von seinem Eid, seiner Fürsorgepflicht, auch von Schicksalsschlägen und Verzweiflung. Krieg und Gefangenschaft kaum verwunden, trat der Autor 1956 in die Bundeswehr ein. Sein Herz schlug für die Truppe. Er gab gern sehr viel und bekam viel zurück. Helmut Schüler wurde im März 1974 als Brigadegeneral mit dem Großen Zapfenstreich in den Ruhestand verabschiedet. Sein Freund und Stellvertreter Oberst Heinz Volz wählte dabei folgende Worte: „Sie, Herr General, wurden nie müde, uns Jüngeren den Glauben an den Fortschritt und die Zukunft unserer Truppengattung ebenso einzuprägen, wie die Erinnerung an die bewahrenswerte Tradition soldatischer Tugenden bei uns wach zu halten.“ Nach dem Tode des Autors griff Heinz Volz diesen seinen Satz bei der Beisetzung mit militärischen Ehren am 5. Januar des neuen Jahrtausends in Nordwalde wieder auf und führte weiter aus: „Wir tragen mit dem heutigen Tage nicht nur einen ehemaligen Vorgesetzten zu Grabe, wir haben mit seinem Tod auch einen Kameraden verloren. Und ich füge hinzu: Nicht nur ich, sondern auch viele andere Soldaten, die unter ihm dem Vaterland gedient haben, haben auch einen Freund verloren. Mögen seine Verdienste für die Flugabwehrtruppe des Heeres auch künftighin unvergessen bleiben, wie er uns als soldatisches Vorbild in Erinnerung bleiben wird.“

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Seitenzahl: 102

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Herausgegeben von

Sabine Schüler

Nordwalde 2013

INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort

Langer Weg

Herbst

Kapitel 1    Schule

Kapitel 2    Unter dem Glockenspiel

Kapitel 3    Wetterleuchten

Kapitel 4    Der Sturm bricht los

Kapitel 5    Zwischen den Ereignissen

Kapitel 6    Soldat im Frieden

Kapitel 7    Sigrid

Kapitel 8    Soldat im Zweiten Weltkrieg

1939

1940

1941

1942/43

1944

Gefangenschaft und Internierung

Kapitel 9    Zwischenbilanz

Kapitel 10   Wohin?

Kapitel 11   Änne

Kapitel 12   Soldat der Bundeswehr

Kapitel 13   Ruhestand

Kapitel 14   Sabine

Frühling

Nachwort

Widmung

Für meine geliebte Sabine.

VORWORT

Helmut Schüler überraschte und erfreute mich 1985 mit einem großen, wichtigen Ausschnitt aus seinem Leben. Diese seine Rückblicke waren gedacht für mich und meine Familie, zu der er sehr schnell Vertrauen fasste und Zuneigung entwickelte. Väterlicherseits preußisches Bildungsbürgertum, mütterlicherseits ostpreußische Gutsbesitzertradition – das war Helmuts neue Familie, die ihn herzlich aufnahm.

Helmut verstarb am 29. Dezember 2000.

Im Achimer Kreisblatt erinnerte Manfred Brodt am 07.01.2008 an die Zeit der Bundeswehr von November 1957 bis zum Juni 2003.

»Das eigentliche militärische Leben begann im Standort Achim am 1. November 1957 unter dem ersten Bataillonskommandeur, Major Helmut Schüler, der an diesem Tag zusammen mit 15 Soldaten aus Schleswig die Arbeit in der Kaserne Uesen aufnahm, um die Aufnahme von weiteren Soldaten aus Unna und Hannover vorzubereiten.«

Der offizielle Einmarsch des Bataillons war am 8. Dezember 1957 mit einem Begrüßungsappell auf dem Achimer Marktplatz unter großer Beteiligung der Achimer Bevölkerung.«

»Verharren in der Pflicht« lautete der erste Tagesbefehl, erlassen von Major Schüler.

Nun, ein halbes Jahrhundert nach seinem Bundeswehreintritt, bin ich zu dem Schluss gekommen, Helmuts Zeilen zu veröffentlichen, damit seine Gedanken, Bewertungen und Schlussfolgerungen sowohl während der Vorkriegs- und Kriegsjahre, als auch in Friedenszeiten für andere festgehalten werden. Mein verstorbener Mann und ich waren immer voller Bewunderung für die Arbeit der Freiwilligen bei dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Deshalb soll ein Überschuss vollständig diesem Verein zukommen.

Sabine Schüler geb. Beckherrn

Nordwalde, Dezember 2013

Achimer Kreisblatt 07.01.2008,Manfred Brodt

LANGER WEG

Er führte über lichte Höhen und durch tiefste Tiefen. Sieben Jahre davon waren Krieg und Gefangenschaft, Verlust der Heimat, der Familie und fast aller materiellen Güter.

Ich wollte meinem Land als Verteidiger seiner Sicherheit und Unversehrtheit dienen, aber ich konnte und wollte mich dem Angriffskrieg Adolf Hitlers nicht entziehen. Schon der Gedanke daran war undenkbar.

So wurde ich Mithandelnder und Mitleidender, Subjekt und Objekt zwischen den Mühlsteinen der geschichtlichen Ereignisse; zugleich Schlagender und Geschlagener, der Macht Unterworfener und selber Machtausübender.

Die Prüfungen, die zu bestehen waren, haben mich geformt aber nicht zerbrochen.

Ich habe erfahren, dass größte Schwäche und Verzweiflung zugleich der Beginn neuer Hoffnung sein können, wenn man dem Imperativ seines Gewissens folgt und sich Gott, dem Herrn anvertraut; denn seine Liebe und Barmherzigkeit ist stärker als alles auf der Welt.

HERBST

Jeder von uns trägt seine eigene Vergangenheit.

Sie ist ein Stück unseres Schicksals,

das wir gemildert und verklärt,

wie einen Schleier, hinter uns herziehen.

Jeder von uns trägt seine eigene Gegenwart,

gebunden und verstrickt

in seiner Zeit und in seinem Kreis,

dem Gesetz folgend, das er selbst ist.

Jeder von uns blickt seiner eigenen Zukunft entgegen,

zweifelnd, angsterfüllt oder jauchzend;

oft vergessend, stets und immer wieder hoffend.

Der »sausende Webstuhl der Zeit«

wirkt unser Leben im dreifachen Schritt.

Handelnd oder leidend sind wir ihre und unsere Zeugen.

Stille, begleite uns in die Vergangenheit,

Hoffnung, erfülle die Gegenwart,

Zuversicht, weise den Weg.

1966

KAPITEL 1

SCHULE

Am Tage der Machtergreifung Adolf Hitlers, dem 30. Januar 1933, war ich siebzehneinhalb Jahre alt und besuchte die Obersekunda (die 7. Klasse) der Oberrealschule in Potsdam.

Zeit und Ort werden einer späteren Generation wenig bedeuten; ein Tag unter vielen, ein Ort, den man nicht kennt.

Für die Angehörigen meiner Generation kennzeichnet dieser Tag den Beginn einer politischen Entwicklung, die zutiefst und für viele Menschen auf tragische Weise in ihr persönliches Leben eingriff.

Und da war diese Stadt, in der ich das Glück hatte aufwachsen zu dürfen. Eingebettet in den blauen Kranz ihrer Seen und die dunkelgrünen Kiefernwälder, atmete fast jedes Haus, jeder Garten mit der seidenweichen Luft ihrer Sommersonnentage Geschichte und Geschichten.

Wir hatten an unserer Schule nicht nur gute, sondern bedeutende Lehrer, aber das merkten wir erst später.

Der Ordinarius der Klasse war Dr. Härtung, von uns liebevoll »Onkelchen« genannt. Er war im Nebenberuf »Präsident der Deutschen Goethe- und Schillergesellschaft« und allein dadurch als Germanist besonderen Ranges ausgezeichnet. Er führte uns in die Klassiker der deutschen Literatur ein, und dabei blieben wir nicht an der Oberfläche, denn allein zur Analyse des »Faust« mit seinen beiden Teilen benötigten wir ein ganzes Schuljahr. Wir mussten ihn erarbeiten, um ihn zu besitzen. Erst danach wurde das, zunächst noch immer ferne Verhältnis zu den Sternen von Weimar, durch eine einwöchentliche Studienreise zu den Stätten ihres Wirkens in eine fast persönliche Beziehung erhoben und vertieft. Es war ein Höhepunkt meiner Schulzeit, deren Eindrücke und Erfahrungen ausreichten, um ein Leben lang nachzuwirken.

Nie werde ich die Gastaufführung des Faust mit Eugen Klopfer, Käthe Gold und Gustav Gründgens im ehrwürdigen Weimarer Nationaltheater vergessen, und noch immer hallt die sonore Stimme des großen Friedrich Wüllner mit seinen Goethegedichten nach, mit denen er seine jungen Zuhörer zu atemlosem Schweigen verzauberte.

Hier und in den großen Theatern der Reichshauptstadt wurde das Gespür für die Schönheit unserer Muttersprache, und das Bewusstsein einer großen Kulturnation anzugehören, geweckt.

Im Geschichtsunterricht hörten wir hauptsächlich preußische und preußisch-deutsche Geschichte. Besonders in Potsdam war dies naheliegend, aber diese Feststellung bedeutet auch eine leise Kritik, denn ein so gestalteter Lehrplan ließ den unzutreffenden Eindruck aufkommen, als ob Preußen der Nabel der Welt gewesen wäre.

In meiner Klasse gab es elf Adlige. Die Enkel des letzten Kaisers waren unsere Schulkameraden. Jeder in Potsdam kannte ihre Väter.

Nach 1933 hatte die Stadt einen General als Oberbürgermeister und fuhr damit offensichtlich nicht schlecht.

Graf Helldorf wurde Polizeipräsident; seine Söhne waren mit mir zusammen in der Hitlerjugend.

Der letzte Hofprediger des Kaisers war Gemeindepfarrer der Friedenskirche, der Grabkirche des Kaiserpaares Friedrich und Victoria von England.

Schlösser und Gärten, allen voran Schloss und Park von Sanssouci, und die Garnisonkirche als letzte Ruhestätte des Soldatenkönigs und seines großen Sohnes, waren uns täglich stille aber lebendige Zeugen der großen Vergangenheit.

Ich kann aus der Sicht von heute nicht sagen, dass Geschichte, so wie sie damals gelehrt wurde, besonders begeisternd war. Regierungszeiten der Kurfürsten und Könige, Kriege und Schlachten, Chronologie der Ereignisse. Um eine »2« zu bekommen, musste man entweder ein gutes Gedächtnis haben oder fleißig Zahlen pauken. Graue-Zellen-Gymnastik mit Hilfe der geschichtlichen Vergangenheit. Das war keineswegs genug.

Eines Tages bekamen wir einen noch recht jungen Assessor als neuen Geschichtslehrer, Dr. Pritzkow. Er war zuvor Assistent des großen Oswald Spengler, also ein Spengler-Schüler. Mit ihm konnten wir uns zunächst überhaupt nicht anfreunden, weil er Geschichte auf typisch Spenglersche Art vermittelte: skeptisch, kulturpessimistisch, auf die »angeblich« gesetzmäßige Vergänglichkeit der Hochkulturen, innerhalb vorgegebener Zeiträume, verweisend.

Das war nicht nur neu, sondern für 18-Jährige auch höchst unbefriedigend. Wir nahmen ihm den »Untergang des Abendlandes« nicht ab; übrigens wie so viele andere auch nicht. Wir wussten damals noch nicht, dass eine vorwiegend skeptische Grundhaltung – nicht nur zur Vergangenheit, sondern zu allen Fragen des Lebens – der Kern einer intellektuell bestimmten Haltung ist. Skeptisches Denken bedeutet: Zweifel, Kritikfähigkeit, Vorbehalt gegenüber dem eigenen Erkenntnisprozess und den Meinungen anderer. Skeptische Haltung ist zunächst noch nicht Pessimismus, sondern das ständige Verlangen nach Wahrheit und Klarheit.

Eines Tages begann Dr. Pritzkow etwas, was uns aufhorchen ließ. Keine Königsfolgen, keine Schlachtengemälde mehr, sondern historische Ereignisse, die Weichenstellungen waren; Knotenpunkte, die Entwicklungslinien zur Folge hatten, oft bis in unsere Zeit hinein. Gegenwart verband sich mit Vergangenheit und öffnete eine, für uns neue, Bewusstseinsstufe.

Um ein anderes Bild zu gebrauchen: Er lehrte Geschichte wie ein vielfach gewundenes und verästeltes Flusssystem zu erkennen, in dessen klarem Wasser, die auf dem Grunde liegenden Steine erkennbar werden.

Die anfängliche Ablehnung begann umzuschlagen, zuerst in Erstaunen, dann in Verständnis und schließlich in Begeisterung. Das Fach Geschichte hatte plötzlich einen anderen Sinn bekommen; sie legte Wurzeln frei und öffnete den Blick für die großen Zusammenhänge. Wir erfuhren wie Gegenwärtiges und Zukünftiges aus dem Vergangenen wachsen, und damit entstand eine Denkungsart, die den Überblick sucht, die Zusammenhänge und ihre Einordnung in das eigene Weltbild herstellt.

Ob Schüler der heutigen Höheren Schulen ihren Geschichtslehrern 50 Jahre danach Ähnliches nachsagen können?

Ich möchte es damit bewenden lassen und nur noch eine kurze Bemerkung zu zwei weiteren Lehrern machen.

Der Biologe, Dr. Weinert, wurde später Hochschullehrer und Ordinarius in Kiel. Und »Karlchen« Landgrebe, der Musiklehrer, wurde Professor an der Berliner Singakademie. Er war in seiner Potsdamer Zeit zugleich Organist der Friedenskirche. Ihm verdanke ich unvergessliche Stunden an seiner Orgel, in denen er mich in den Aufbau und die Kunst der Fuge einführte, denn er hatte mich zu seinem »Notenumblätterer« ernannt.

Das Lehrerkollegium war politisch vorwiegend konservativ eingestellt, deshalb war der einzige Liberale – ein überzeugter Demokrat aus dem »Musterländle« – mit weißem Schillerkragen zum täglichen Anzug, eine auffällige Erscheinung. Wie Lehrer anderer Generationen hatten sie als Beamte loyal zu ihrem Staat zu stehen, aber es war nicht zu überhören, dass sie sich mit diesem Staat, so wie er sich damals präsentierte, noch nicht abgefunden hatten.

»Eiko« Wusterhaus, der Ordinarius in Oberprima, begann die erste Wochenstunde am Montagmorgen regelmäßig mit dem »Wochenspruch«.

»Oberprima, Achtung! – Wochenspruch: Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der kannte keine Knechte! Rührt Euch – setzen!« Dann begann der Geometrieunterricht in Form von eingekleideten Vermessungsaufgaben der Artillerie. Das fanden wir durchaus nicht lächerlich, zumal er seine Tapferkeitsauszeichnungen des Ersten Weltkriegs am Revers trug.

Die Schüler kamen vorwiegend aus gutbürgerlichen Familien oder aus dem Adel. Die Häuser ihrer Eltern wurden an nationalen Feiertagen weiterhin schwarz-weiß-rot oder auch nur schwarz-weiß geflaggt. Die Farben der Republik wurden offen oder verdeckt als »schwarz-rot-gelb« verächtlich gemacht. Sie galten als Symbol der Meuterei und als Farben der »Roten«.

Die preußisch-deutsche Monarchie und die noch frische Erinnerung an den Ersten Weltkrieg und seine Folgen (mit denen man leben musste) erschwerten die Festigung des jungen, demokratischen Staates. Die Belastungen, mit denen er anzutreten hatte, beschleunigten den Anpassungsprozess nicht.

Die Folgen der Revolution von 1918/19 waren noch gar nicht richtig verdaut, als sie von den Nationalsozialisten mit anderen Mitteln und in anderer Richtung fortgesetzt wurde. In den Jahren 1934/35 entfaltete die Schule so etwas wie einen Filter oder Schirm gegen die unübersehbaren Auswüchse des neuen Zeitgeistes! Ich komme darauf später noch zurück.

Das einzige, was wir damals wirklich als Zwang empfanden, war der Sprung in die jeweils nächste Klasse und zumindest in dieser Beziehung unterschieden wir uns nicht von der heutigen Schülergeneration.

Ich war ein Spätentwickler vom Lande. In den ersten drei Jahren der Höheren Schule wurde ich daheim von einer jungen Hauslehrerin unterrichtet.

Das hatte sicher sein Gutes, besonders in Deutsch und Englisch. Aber dann steckten mich die Eltern in ein Internat im so fernen Potsdam, mit dem Ergebnis, dass ich zunächst mal sitzen blieb. Die höheren Leistungsforderungen und die völlig veränderten Lebensumstände waren wohl zu viel auf einmal.

Im Herbst 1934 passierte das Schlüsselerlebnis.

Ich hatte mich – natürlich mit Zustimmung der Eltern – als Offiziersanwärter bei der damals bereits verstärkten Reichswehr gemeldet und die Hürden der Vorprüfungen genommen. Im Abschlussgespräch bei der Truppe sagte der einstellende Kommandeur, Oberst Weise, in Berlin-Lankwitz: »Also, mein Lieber, so weit so gut, aber ich habe feste Preise für die Einstellung als Fahnenjunker. Ich verlange von Ihnen im Abitur mindestens folgende Fächer mit ›gut‹:

Selbstverständlich Deutsch, Geschichte und Sport; außerdem wenigstens ein naturwissenschaftliches Fach – also Physik oder Mathematik; und eine neue Fremdsprache – also Englisch oder Französisch – besser beides.«

Das wirkte wie ein Blitz aus heiterem Himmel, der einschlug und zündete. Ein militärischer Numerus clausus!

Die unbesorgte Zeit des Weitermogelns von Klasse zu Klasse war beendet. Von Stund an wurde es ernst.

Der »Stress« war damals noch nicht erfunden, infolgedessen gab es ihn auch nicht. Man musste sich schlicht und energisch auf den Hosenboden setzen und alles Nebensächliche beiseiteschieben. Der Erfolg stellte sich ein. Ich wurde in der Oberstufe ein guter Schüler und konnte die Erwartungen meines späteren Kommandeurs erfüllen.