Leben als Meister - Kurt Tepperwein - E-Book

Leben als Meister E-Book

Kurt Tepperwein

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Beschreibung

Wie verwirkliche ich mein Meisterbewusstsein? Wie erwache ich zu mir selbst? Das sind vielleicht Fragen, die dazu beigetragen haben, dieses Buch zu "finden". Wie kann ich mein Leben verändern? Mein Umfeld? Die Welt? Dafür muss ich wissen, was die Welt ist. Ich muss herausfinden, wer oder was ich bin. Die Form, Art und Weise wie Sie Ihr Leben leben, verändert die Welt. Der Gedanke ist der Samen für die Zukunft, denn jeder bestimmt sein Leben selbst. Ein Leben als Meister ist nichts Besonderes, es ist die Rückkehr zu sich selbst. Das Leben verfolgt uns wie unser eigener Schatten. Im Prinzip ist es das Natürlichste der Welt sich selbst zu begegnen, es ist nur so, dass wir es vergessen haben. Jedes Gegenüber wird zu Ihrem Meister, denn das Leben bewusst zu erfahren erfordert Begegnungen und benötigt Erfahrungen. Es kann in Ihrem Leben nur geschehen, was zu Ihnen gehört. Was auch immer geschieht, das Leben meint es gut mit Ihnen.

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Kurt Tepperwein

LEBEN ALS MEISTER

IAW eBook 2013 © Alle Rechte bei der IAW-Anstalt, FL-9490 Vaduz Tel. +423/233 12 12, Fax +423/233 12 14 www.iadw.com Bilder © fotolia.com – 1/javarman 2/Mandala: Christopher Ursitti 3-10/meu mundo 11/Mandala: Dirk Czarnota

Kurt Tepperwein

LEBEN ALS MEISTER

Der Mensch hält sein Schicksal für etwas Fremdes, weil ihm das innere Band verborgen ist. Aber die Seele enthält jedes Ereignis, das sie erleben wird, denn das Ereignis ist nur der Gedanke, der sich nach außen projiziert, und das, worum wir zu uns selbst beten, wird uns immer gewährt.

Ralph Waldo Emerson

Inhaltsverzeichnis
EINKLANG: WAHRLICH MEISTERLICH
LEBEN ALS MEISTER
DIE "KUNST DES LOSLASSENS"
SICH ALS SCHÖPFER ERKENNEN
ZU BEWUSSTSEIN KOMMEN UND BEI BEWUSST SEIN BLEIBEN
DAS TOR DES HIMMELS ÖFFNEN
ERLEUCHTUNG IST KEIN ZIEL SONDERN EIN ANFANG
DIE STÄRKSTE KRAFT DES UNIVERSUMS
EINE PRAKTISCHE ÜBUNG
DEN ALL-TAG ALS MEISTER ERLEBEN
LEBEN IN STÄNDIGER INNERER FREUDE
WU-WEI - HANDELN GESCHEHEN LASSEN
SICH SELBST UND DIE WELT VERÄNDERN
ERINNERUNG AN MEIN LEBEN ALS MEISTER
WIE MAN IM HÖCHSTEN BEWUSSTSEIN BLEIBT
EIE SIE SO GENANNTEN "PROBLEMEN" MEISTERLICH BEGEGNEN
DER MEISTER IST HERR ÜBER RAUM UND ZEIT
AUSKLANG: SEIN MEISTERBEWUSSTSEIN ERWECKEN

Belehren ohne Worte, 

Vollbringen, ohne zu handeln: 

So gehen die Meister vor.

Laotse

EINKLANG: WAHRLICH MEISTERLICH

Ein Leben als Meister, wer wünscht sich das nicht? Doch dem Wunsch scheint doch einiges im Weg zu stehen. Und das denken sich wohl sehr viele Menschen. Aussagen wie «Einfach hier zu sein» und «zu Bewusstsein zu kommen», hören sich zwar einfach an, aber sind sie auch umsetzbar? Wie komme ich zu Bewusstsein? Allein diese Frage trennt mich davon, ein Meister meines Bewusstseins zu sein. Mit jeder Frage gehe ich von mir weg und «bei Bewusstsein zu sein» bedeutet, hier zu sein, Hier-Sein schließt Gedanken und Gefühle nicht unbedingt aus, aber die Identifikation damit ist nicht mehr vorhanden. Es heißt also nicht, dass ein meisterliches Leben frei von Gedanken, Gefühlen oder Handlungen ablaufen muss. Es heißt auch nicht, dass ich auf Wolke Sieben schwebe und das Leben nur noch wunderbar ist. Es heißt auch nicht, dass das Leben nur noch rosarot ist.

Ganz im Gegenteil, es ist das bewusste Wahrnehmen dessen, was ist, frei von Zuordnungen und Meinungen.

Dinge, die das Leben so mit sich bringt, werden immer passieren und auch das Fühlen und Denken sind Abläufe die geschehen. Es ändert sich nur der Bezug dazu. Man geht auf Abstand und Distanz zu diesen Eigenschaften und Sinneswahrnehmungen. Das duale Leben unterliegt ewigen Schwankungen und wo es «Heiß» ist, muss es auch ein «Kalt» geben. Ein «Nett» kann ohne das «Böse» gar nicht sein und wie soll sie «Sonne» ohne «Schatten» wirken? Vollkommenheit beinhaltet alles, ein Leben das immer nur als «lieb» empfunden wird, wäre nicht nur langweilig, sondern erst gar nicht möglich.

Stelle ich die Frage «Wie ich zu Bewusstsein komme» nicht, dann scheinen sich halt unendlich viele «Wenn» und «Aber» einzuschleichen. Ein Haufen Hindernisse, die sich mir in den Weg stellen, hat man so im Hinterkopf. So unter dem Motto: «Ja, wenn dies nicht wäre, wenn das nicht wäre und jenes nicht», dann ginge es mir besser. Das, was mich aber scheinbar daran hindert, ins Bewusstsein zu gehen, das ist nicht schuld daran, dass ich es bisher nicht erreicht habe… …es ist die Sichtweise und die Form der Wahrnehmung der Dinge, mit der ich mich selbst daran hindere. Die Sache selbst ist immer nur so wie sie ist. Und so wie sie ist, so soll sie auch sein, auch wenn ich nicht damit einverstanden bin. Das Leben ist nicht hier um damit einverstanden zu sein, es ist hier um durchschaut zu werden. Sich selbst zu erkennen und zu entdecken, was das Leben ist. Was sind meine Gedanken, Gefühle und Taten? Was sind Situationen und Ereignisse? Was steckt dahinter? Was ist der Ausgangspunkt oder der Kern, der in allem ist, steckt und sein muss. Wie sonst sollten Dinge erscheinen, wenn da kein Bewusstsein ist? Also geht es darum, sich an das Bewusstsein zu erinnern und den Schleier zu lüften. Könnte sich hier nicht wieder die Frage einschleichen: «Und wie geht das? Wie stelle ich das an?»Fragen Sie nicht, tun Sie nichts und wollen Sie nichts, nehmen Sie die Dinge einfach wahr, wie sie sind. Das sollte unverfälscht geschehen, denn sobald Sie eine Meinung oder einen Standpunkt einbringen, ist das nur die Sichtweise des Egos, des Denkens. Und diese Sichtweise ist sehr begrenzt.

Sie können Umstände jederzeit neu verursachen und Unerwünschtes umerleben, doch das Meisterbewusstsein geht einen Schritt weiter.

Das Meisterbewusstsein lebt im Einklang mit sich selbst und erkennt, dass das, was es sieht, nur eine Spiegelung seines Selbst sein kann. Da ist kein anderer und es existiert auch kein getrennt sein, denn alles ist eins. Alles ist.

Alles was wir als Problem bezeichnen, ist nicht nur immer eine versteckte Botschaft oder Chance, sondern es wartet auf unsere Zustimmung. Bejahen wir das Leben und erleben wir es so wie es ist, ohne diese wertvollen Augenblicke für andere Dinge zu verschwenden. Natürlich erkennen wir eine Krankheit nicht sofort als wertvolle Situation, sonst wären wir ja bereits ein Meister des Lebens. Aber beim zweiten Hinsehen könnte es uns gelingen, den Grund zu erahnen und uns nicht mehr persönlich darauf einzulassen. Den Weg als Meister zu gehen, bedeutet, das Leben aus einer erweiterten Sichtweise heraus zu erleben. Die Dinge nicht immer durch unsere Begrenzung zu zerstören, sondern das sanfte Erwachen auch wachsen zu lassen. Das Blühen und Gedeihen kann für uns als Mensch schon oft als unangenehm empfunden werden, doch spielt das eine Rolle?

Wenn Sie feststellen, wer da leidet, Angst hat, erzürnt ist oder hadert, dann werden Sie feststellen, dass das mit Ihrer wahren Identität nichts zu tun hat.

Erkennen Sie also was ist und verwirklichen Sie Ihr Sein, indem Sie damit beginnen, ganz bewusst durch den Tag zu gehen. Dann wird es wahrlich ein meisterliches Leben.

Der Mensch strebt danach,

 das Leben außerhalb seiner selbst zu finden, 

und begreift nicht, 

dass das Gesuchte in ihm selber liegt.

Khalil Gibran

LEBEN ALS MEISTER

Der Weg zur Meisterschaft ist, selbst zum Weg zu werden. Meister zu sein, heißt, leben in und aus der Wirklichkeit. Die erste Aufgabe des Meisters ist, die eigene Identität zu klären. WER BIN ICH? Zu WEM sage ich «ich»? WER sitzt auf meinem Stuhl? Als WER lebe ich WO, WIE, WANN und WARUM? Zu erkennen: Ich bin nicht dies oder das, oder so oder so – ICH BIN!

Meine Identität ist eine Illusion, eine freiwillige Wahl. Um der zu sein, der ich bin, brauche ich keine Hilfsmittel, ich brauche nichts zu verändern, nur hervorzutreten und zu SEIN! Das «Spiel des Lebens» wird gespielt, um es zu erleben und um das «Geheimnis des Wahren Seins» zu entdecken. Das «Spiel des Lebens» ist ein Spiel, das mir zur Freude gespielt wird, mit dem Ziel, die «Illusion des Ich» aufzulösen und der zu sein, der ich wirklich bin. Alle Probleme entstehen aus der «Illusion des Ich». Nur ein «Ich» hat Probleme. Ein Selbst kennt keine Probleme. Also stellt sich die Frage WER leidet, wenn «ich» leide? Ich bin in Wirklichkeit unmanifestierte, ewige Existenz, und wahre Freiheit ist die Freiheit von der «Illusion des Ich». Wir leiden nur an «Selbst-Vergessenheit».

Ein Meister befreit sich aus der «IchUmklammerung des Selbst» durch die Entdeckung seines Wahren Seins und indem er sich bedingungslos für sich selbst entscheidet.

Dabei ist die Doppelfalle zu meiden, als das persönliche «Ich» in eine VORSTELLUNG vom Selbst zu gehen. Der Weg in die Selbst-Identifikation ist, sich an sich selbst zu «er-innern», sich zu «er-kennen», und sich dann seines «Ich» zu entledigen. Sich aus dem Verhaftetsein mit der Illusion zu lösen und ALLES loszulassen, was geringer ist, als ICH BIN. Bis dahin reiner Beobachter sein und dann auch den Beobachter loslassen.

Stimmig im HIER und JETZT zu leben, im Ein-Klang mit sich selbst, dem ICH BIN und damit mit der ganzen Schöpfung. Sich erfüllen mit ICH BIN, und ICH BIN in Raum und Zeit verwirklichen. Die Suche beenden, denn Sucher suchen ewig, Finder finden ständig. Jedes Suchen entfernt vom Ziel. In Wirklichkeit ist der, der sucht, der Gesuchte.

Die geistige Geburt beenden, heißt aufzuwachen, hervorzutreten und zu sein. Die Hochzeit von Seele und Bewusstsein, von Herz und Verstand vollziehen und sich so mit seinem eigenen Weisheits-Potential in Verbindung bringen und in die «alles durchdringende Klarheit» kommen. Der wahre Meister erkennt auch das Leben als Meister als eine Projektion. Der wahre Meister ist eigenschaftslos, nicht «in Erscheinung getreten», die Leere, das NICHTS. Die Frage: «Wer bin ich» ist unsinnig geworden, weil ich nicht mehr «wer» bin – ICH BIN. Das ist leben als «Ebenbild Gottes».

Ein Meister ruht in sich selbst, bleibt vom Leben und den Umständen unberührt, weil er als höchstes Bewusstsein von jeglichen Wünschen, Verbindungen, Fragen und Anhaftungen für immer und ewig befreit ist.

Wer nicht den tiefen Sinn des Lebens im 

Herzen sucht, 

der sucht vergebens, 

kein Geist und wär er noch so reich, 

kommt einem edlen Herzen gleich.

Friedrich von Bodenstedt

DIE "KUNST DES LOSLASSENS"