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Für alle, die Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern beraten und anleiten. Feinfühlige Eltern helfen ihren Kindern bei der Regulation von Erregung und Emotionen. Frühe Regulationsstörungen sind z.B. exzessives Schreien, Schlafstörungen oder Fütter- und Gedeihstörungen. Mit 32 Filmen und dem Begleitbuch lernen und üben Sie: - die fachkundige Beobachtung der Interaktion zwischen Eltern und Säugling, - die Wahrnehmung von Feinzeichen beim Säugling, - die Einschätzung der Feinfühligkeit von Eltern, - die gute Kommunikation mit Eltern in Überforderungssituationen. Die Förderung elterlicher Feinfühligkeit ist Gesundheitsförderung von Anfang an. Gesamtlaufzeit 40 min.
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Seitenzahl: 92
Veröffentlichungsjahr: 2016
Lernprogramm Baby-Lesen
Übungsfilme mit Begleitbuch für die Beratung von Eltern
Ute Ziegenhain, Sigrid Gebauer, Birgit Ziesel, Anne Katrin Künster, Jörg M. Fegert, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Universitätsklinikum Ulm
2., aktualisierte Auflage
48 Abbildungen
Inhalt dieses Lernprogramms zum „Baby-Lesen“ für Fachkräfte im Gesundheitswesen ist die Förderung der Feinfühligkeit junger Eltern. Als universell-präventives Angebot der Gesundheitsförderung eröffnet es die Chance, in den ersten Monaten möglichen Entwicklungsproblemen und Gesundheitsfolgen bei Kindern vorzubeugen.
Das Lernmaterial wurde für Angehörige des Gesundheitssystems entwickelt, die Säuglinge und Kleinkinder in Arztpraxen, Hebammenpraxen oder Kinderkliniken versorgen. Sie können Eltern selbstverständlich und alltagsnah über die kindliche Entwicklung, die Bedeutung der Eltern-Kind-Beziehung sowie über weiterführende lokale Angebote informieren.
Das Informations- und Beratungsangebot richtet sich an alle Eltern mit ihren Säuglingen und Kleinkindern. Dies hervorzuheben ist insofern wichtig, als derzeit frühe Unterstützungsangebote für junge Eltern häufig unter dem Aspekt der Prävention einer Kindeswohlgefährdung diskutiert werden. Nach wie vor aber entwickeln sich die meisten Kinder positiv bzw. unauffällig und wachsen in einem entwicklungsfördernden familiären Klima auf. Dennoch nehmen die Belastungen von Familien zu und auch hoch engagierte Eltern fühlen sich zunehmend verunsichert und überfordert in der Erziehung ihrer Kinder ▶ [19].
In der frühen Kindheit liegen die größten Chancen, Eltern früh und niedrigschwellig in ihren Erziehungs- und Beziehungskompetenzen zu stärken, etwaigen Verunsicherungen entgegenzuwirken und positives Verhalten zu fördern. Positive Rückmeldung hilft den Eltern, ihre Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Forschungsbefunde belegen einen Zusammenhang zwischen frühen Problemen in der Interaktion zwischen Eltern und Kind und Regulationsproblemen oder -störungen.
Es ist der große Verdienst der Techniker Krankenkasse Baden-Württemberg, die Bedeutung, die eine frühe und universell präventive Förderung elterlichen feinfühligen Verhaltens für die Gesundheitsförderung haben kann, aufgegriffen zu haben. Die Entwicklung der Filme und des Begleitmanuals wurde von der Techniker Krankenkasse Baden-Württemberg im Rahmen eines Projekts gefördert, das der Primärprävention im Setting „Gemeinde“ dient.
Kern dieses Manuals ist die Beobachtung der elterlichen Feinfühligkeit: „Eltern und Kind im Dialog“. Es soll Fachkräften im Gesundheitssystem helfen, Eltern mit ihren Säuglingen und Kleinkindern über frühkindliche Entwicklung zu informieren und ggf. zu beraten. Deshalb werden auch die Prinzipien einer ressourcenorientierten Kommunikation aufgeführt sowie einige Beispiele für beschreibende und nicht bewertende Formulierungen für die Beratung mit Eltern vorgestellt.
Solche notwendige Bestätigung sowie Information und Beratung für junge Eltern lassen sich im Alltag einer kinderärztlichen Praxis, in einer Kinderklinik oder bei der Wochenbettbetreuung durch Hebammen durchführen. In Routinesituationen „am Rande“ ergeben sich natürliche Anknüpfungspunkte, um über die Entwicklung und über die Ausdrucks- und Verhaltensweisen des Kindes zu sprechen und ggf. Müttern oder Vätern in respektvoller Weise nahezubringen, wie ein Säugling beispielsweise zeigt, dass er durch zu schnelles Wickeln, zu wenig Pausen oder durch zu geringen Abstand beim Blickkontakt belastet und überfordert ist.
Dieses Projekt und die Entwicklung dieses Manuals wären ohne die Unterstützung vieler Menschen nicht zustande gekommen. Sie haben uns in unterschiedlicher Weise und in unterschiedlichen Phasen dieses Projektes selbstverständlich und kompetent mit Rat und Tat unterstützt und uns viel ihrer kostbaren Zeit geschenkt. Sie haben uns sehr geholfen, dieses Projekt an die Bedürfnisse junger Eltern anzupassen ebenso wie an die Voraussetzungen und (Arbeits-) Bedingungen in der klinischen Praxis. Ihre Rückmeldungen und Hinweise sind in dieses Manual eingeflossen. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken.
Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei
Herrn Andreas Vogt, Leiter der Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Baden-Württemberg und Frau Cristina Montesinos-Handtrack, Referentin Gesundheitswesen/Europäisches Krankenversicherungsrecht, Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Baden-Württemberg,
Manfred Becker, ehemals Leiter des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Pforzheim,
Conny Edel, ehemals Geschäftsführerin Deutscher Kinderschutzbund OV Pforzheim e. V.,
Brigitte Egger, stellvertretende Landesvorsitzende Baden-Württemberg des Verbandes medizinischer Fachberufe e. V.,
Walter Engelhardt, ehem. Referat Politik für Kinder im Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg,
Ulrike Geppert-Orthofer, erste Vorsitzende des Hebammenverbandes Baden-Württemberg, Norbert Könne, Leiter des Amtes für Soziale Dienste, Pforzheim,
Doris Möller-Espe, Geschäftsführerin Deutscher Kinderschutzbund OV Pforzheim e. V.,
Dr. Birgit Schmidt-Lachenmann, Kinder- und Jugendärztin, Gesundheitsamt Stuttgart,
Dr. Andreas Oberle, Landesärztekammer Baden-Württemberg und Ärztlicher Direktor des Sozialpädiatrischen Zentrums im Olgahospital Stuttgart,
Hedwig Pogadl, Hebamme und Geburtshelferin, Blaustein,
Elfriede Zoller, Berufsverband der Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. und Leiterin der Kinderkrankenpflegeschule am Olgahospital in Stuttgart,
Mandy Alfeo, Kinderkrankenschwester, Praxis Dr. Garvelmann, Knittlingen,
Irene Bauer, Pflegedienstleitung Krankenhaus Bad Cannstatt,
Gülsüm Büyüktas, medizinische Fachangestellte, Praxis Dr. Braun, Stuttgart,
Kerstin Chudzik, Kinderkrankenschwester, Praxis Dr. Diebold, Straubenhardt,
Dr. Wolfgang Diebold, Kinderarzt und Bezirksvorsitzender des Berufsverbandes der Kinderärzte e. V., Straubenhardt,
Christiane Goth, Kinderkrankenschwester, Olgahospital, Stuttgart,
Gabi Griesbaum, medizinische Fachangestellte, Kinderarztpraxis Dr. Markmann, Öschelbronn,
Anne Grunau, Kinderkrankenschwester, Stuttgart,
Alexandra Hertig, Hebamme, Leinfelden-Echterdingen,
Dr. Manfred Heitz, Kinderarzt, Stuttgart,
Edith Heyde, Häusliche Kinderkrankenpflege, Pforzheim,
Dr. Elisabeth Holoch, Kinderkrankenpflegeschule am Olgahospital, Stuttgart,
Gerlinde Paul, Schulleitung Hebammenschule am Olgahospital, Stuttgart,
Brit Schlechtweg, Kinderkrankenpflege, Olgahospital Stuttgart,
Dr. Eberhardt Schilling, Kinderarzt, Stuttgart,
Margarete Wetzel, Hebamme, Berufsverband der Hebammen, Pforzheim,
Antje Wittig, medizinische Fachangestellte, Kinderarztpraxis Dr. Heitz, Stuttgart,
Lydia Schönecker und Dr. Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht, Heidelberg.
Danken möchten wir auch unseren „Schauspielern“ Lena Dillmann und Nico Dillmann. Unser herzlicher Dank geht außerdem an Thomas Thiel, Universität Potsdam, der uns in bewährter Weise inhaltlich und technisch in der Produktion und Verarbeitung der Videofilme unterstützt und die Master-DVD erstellt hat.
Und schließlich gilt unser ganz besonderer Dank Amelie, Benjamin, Felix, Johannes, Kevin, Marlene, Nicklas, Svenja sowie Thorben und ihren Eltern, die sich bereiterklärt haben, bei der Erstellung der Filme mitzuwirken, und die uns ihr Vertrauen und ihre Zeit geschenkt haben.
Ute Ziegenhain, Sigrid Gebauer, Birgit Ziesel, Anne Katrin Künster und Jörg M. Fegert
Vorwort
1 Elterliche Feinfühligkeit und Gesundheitsförderung
2 Interaktionen zwischen Eltern und Kind zu verschiedenen Entwicklungszeitpunkten
2.1 U 2 (3. bis 10. Lebenstag) Kennenlernen und Sich-aufeinander-Einstellen
2.2 U 3 (4. bis 6. Lebenswoche) Zeit der wechselseitigen Anpassung
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