Lichtinseln - Martina Klein - E-Book

Lichtinseln E-Book

Martina Klein

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Beschreibung

"Lichtinseln - Worte, die dich durch den Tag tragen" ist ein stilles Buch für ruhige Stunden - zum Innehalten, Durchatmen, Loslassen. Fünf Teile, fünf Wege durch das Leben: vom Ankommen bis zum Neubeginn. Jeder der 50 Texte ist wie ein Atemzug - leicht, klar, poetisch. Dazwischen zarte Naturfotografien, die das Licht einfangen, das Worte manchmal nur andeuten können. Dieses Buch ist kein Ratgeber. Es ist ein Begleiter. Zum Verschenken, Aufbewahren, oder immer wieder Öffnen - wenn das Leben still wird. Ein hochwertig gestaltetes Hardcover im Brillantdruck - mit viel Raum, Weiß und Stille. Damit die Worte atmen können.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 40

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Komm herein

TEIL I: Ankommen & Innehalten

Der Morgen, an dem sie einfach sitzen blieb

Wenn alles zu laut wird

Du darfst langsam werden

Zuhause in dir

Zwischen Kaffeegeruch und Klarheit

Stille kann heilend sein

Nur ein Atemzug

Heute darf leicht sein

Dein Herz weiß, was Ruhe ist

Und plötzlich war nichts zu tun – außer zu sein

TEIL II: Erinnern & Loslassen

Die Dinge, die bleiben

Wenn Erinnerungen weich werden

Danke für alles, was war

Nicht alles muss mitkommen

Das leise Aufräumen im Herzen

Es war nicht umsonst

Abschied ohne Groll

Und manchmal darf’s einfach traurig sein

Was du loslässt, macht dich leicht

Ein letzter Blick zurück – mit Frieden

TEIL III: Mut & Vertrauen

Mut sieht nicht immer laut aus

Wenn du dich wieder traust

Der Moment, in dem du „Ja“ sagst

Schritt für Schritt reicht

Du bist nicht zu spät

Selbstzweifel haben leise Stimmen

Vertrauen wächst unterwegs

Die Richtung spürst du selbst

Wo du hingehst, entsteht dein Weg

Und dann bist du plötzlich bereit

TEIL IV: Licht & Bewegung

Wenn das Leben lächelt

Ein Tag, der einfach gut ist

Kleine Freuden zählen

Sonnenschatten und Glücksfunken

Ein Danke genügt

Du bist hier – und das ist genug

Das Leben hat Humor

Schönheit liegt im Einfachen

Lachen mit geschlossenen Augen

Der Himmel über dir

TEIL V: Neubeginn & Weite

Heute ist ein guter Tag

Du darfst neu beginnen

Manchmal fängt alles mitten im Leben an

Was du suchst, sucht dich

Es ist nie zu spät

Weitergehen mit leichtem Herzen

Dein nächstes Kapitel

Wenn du dich neu erfindest

Das Leben wartet freundlich

Am Ende ist alles Anfang

Einleitung – Komm herein

Manchmal braucht es keinen Anfang.

Nur einen Moment,

in dem du stehen bleibst

und spürst,

dass alles da ist.

Dieses Buch ist kein Wegweiser,

kein Ziel.

Es ist ein stiller Ort –

ein Raum aus Worten,

in dem du atmen darfst.

Vielleicht findest du hier etwas,

das du schon lange kennst:

ein Gefühl von Frieden,

von Wärme,

von leiser Zuversicht.

Die Texte sind kleine Lichter –

nicht, um dich zu führen,

sondern um dich zu erinnern:

an das, was in dir schon leuchtet.

Lies langsam.

Mit den Augen –

und mit dem Herz.

Willkommen.

TEIL I – Ankommen & Innehalten

Manchmal beginnt alles damit, dass du stehen bleibst. Und plötzlich merkst: Das Leben wartet nicht – es ist schon hier.

Der Morgen, an dem sie einfach sitzen blieb

Der Wecker war längst verstummt,

doch sie rührte sich nicht.

Die Tasse in ihren Händen dampfte,

der Tag wartete hinter dem Fenster,

bereit, sie wieder in sein gewohntes Tempo zu ziehen.

Früher hätte sie sich beeilt.

Sie hätte Listen geschrieben,

den Tag durchdacht,

das leise Unbehagen überhört,

das schon beim Aufstehen zu flüstern begann.

Heute nicht.

Heute blieb sie einfach sitzen.

Nicht aus Trägheit,

sondern aus einem Gefühl,

das sich langsam in ihr ausbreitete –

ein kleines, friedliches „Nein“

zum ewigen Müssen.

Sie hörte das Ticken der Uhr,

den Wind im Garten,

einen Vogel, der irgendwo ganz selbstverständlich sang.

Und sie dachte:

So hört sich das Leben an,

wenn es nicht übertönt wird.

Der Kaffee wurde kalt.

Aber in ihr wurde etwas warm –

vielleicht Frieden,

vielleicht nur das einfache, stille Wissen,

dass sie nicht mehr weglaufen musste,

um anzukommen.

⸻ o ⸻

Wenn alles zu laut wird

An manchen Tagen war selbst die Stille zu laut.

Menschen redeten, Dinge drängten,

und die Gedanken in ihrem Kopf

stießen gegeneinander wie zu viele Vögel in einem Käfig.

Sie stand auf,

zog die Jacke an

und ging einfach los.

Kein Ziel, kein Grund –

nur das Bedürfnis, Abstand zu schaffen

zwischen sich und der Welt.

Die Luft war kühl,

der Wind frisch.

Er strich ihr über die Haut

wie jemand, der sagt: Atme.

Je weiter sie ging,

desto leiser wurde es.

Die Geräusche blieben,

doch sie klangen anders –

natürlicher, geordnet,

wie Teil eines größeren Rhythmus.

Sie blieb stehen,

blickte auf die Bewegung der Bäume,

das wechselnde Licht zwischen den Zweigen.

Und sie spürte,

dass die Welt gar nicht laut war –

nur sie selbst war zu lange nicht still gewesen.

Mit einem tiefen Atemzug

ließ sie das Durcheinander ziehen.

Und plötzlich war Platz.

Für Klarheit.

Für Frieden.

Für sich.

⸻ o ⸻

Du darfst langsam werden

Sie hatte gelernt, schnell zu sein.

Schnell zu reagieren,

schnell zu entscheiden,

schnell weiterzumachen.

So lange,

bis sie nicht mehr wusste,