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"Lichtinseln - Worte, die dich durch den Tag tragen" ist ein stilles Buch für ruhige Stunden - zum Innehalten, Durchatmen, Loslassen. Fünf Teile, fünf Wege durch das Leben: vom Ankommen bis zum Neubeginn. Jeder der 50 Texte ist wie ein Atemzug - leicht, klar, poetisch. Dazwischen zarte Naturfotografien, die das Licht einfangen, das Worte manchmal nur andeuten können. Dieses Buch ist kein Ratgeber. Es ist ein Begleiter. Zum Verschenken, Aufbewahren, oder immer wieder Öffnen - wenn das Leben still wird. Ein hochwertig gestaltetes Hardcover im Brillantdruck - mit viel Raum, Weiß und Stille. Damit die Worte atmen können.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 40
Veröffentlichungsjahr: 2025
Einleitung: Komm herein
TEIL I: Ankommen & Innehalten
Der Morgen, an dem sie einfach sitzen blieb
Wenn alles zu laut wird
Du darfst langsam werden
Zuhause in dir
Zwischen Kaffeegeruch und Klarheit
Stille kann heilend sein
Nur ein Atemzug
Heute darf leicht sein
Dein Herz weiß, was Ruhe ist
Und plötzlich war nichts zu tun – außer zu sein
TEIL II: Erinnern & Loslassen
Die Dinge, die bleiben
Wenn Erinnerungen weich werden
Danke für alles, was war
Nicht alles muss mitkommen
Das leise Aufräumen im Herzen
Es war nicht umsonst
Abschied ohne Groll
Und manchmal darf’s einfach traurig sein
Was du loslässt, macht dich leicht
Ein letzter Blick zurück – mit Frieden
TEIL III: Mut & Vertrauen
Mut sieht nicht immer laut aus
Wenn du dich wieder traust
Der Moment, in dem du „Ja“ sagst
Schritt für Schritt reicht
Du bist nicht zu spät
Selbstzweifel haben leise Stimmen
Vertrauen wächst unterwegs
Die Richtung spürst du selbst
Wo du hingehst, entsteht dein Weg
Und dann bist du plötzlich bereit
TEIL IV: Licht & Bewegung
Wenn das Leben lächelt
Ein Tag, der einfach gut ist
Kleine Freuden zählen
Sonnenschatten und Glücksfunken
Ein Danke genügt
Du bist hier – und das ist genug
Das Leben hat Humor
Schönheit liegt im Einfachen
Lachen mit geschlossenen Augen
Der Himmel über dir
TEIL V: Neubeginn & Weite
Heute ist ein guter Tag
Du darfst neu beginnen
Manchmal fängt alles mitten im Leben an
Was du suchst, sucht dich
Es ist nie zu spät
Weitergehen mit leichtem Herzen
Dein nächstes Kapitel
Wenn du dich neu erfindest
Das Leben wartet freundlich
Am Ende ist alles Anfang
Manchmal braucht es keinen Anfang.
Nur einen Moment,
in dem du stehen bleibst
und spürst,
dass alles da ist.
Dieses Buch ist kein Wegweiser,
kein Ziel.
Es ist ein stiller Ort –
ein Raum aus Worten,
in dem du atmen darfst.
Vielleicht findest du hier etwas,
das du schon lange kennst:
ein Gefühl von Frieden,
von Wärme,
von leiser Zuversicht.
Die Texte sind kleine Lichter –
nicht, um dich zu führen,
sondern um dich zu erinnern:
an das, was in dir schon leuchtet.
Lies langsam.
Mit den Augen –
und mit dem Herz.
Willkommen.
Manchmal beginnt alles damit, dass du stehen bleibst. Und plötzlich merkst: Das Leben wartet nicht – es ist schon hier.
Der Wecker war längst verstummt,
doch sie rührte sich nicht.
Die Tasse in ihren Händen dampfte,
der Tag wartete hinter dem Fenster,
bereit, sie wieder in sein gewohntes Tempo zu ziehen.
Früher hätte sie sich beeilt.
Sie hätte Listen geschrieben,
den Tag durchdacht,
das leise Unbehagen überhört,
das schon beim Aufstehen zu flüstern begann.
Heute nicht.
Heute blieb sie einfach sitzen.
Nicht aus Trägheit,
sondern aus einem Gefühl,
das sich langsam in ihr ausbreitete –
ein kleines, friedliches „Nein“
zum ewigen Müssen.
Sie hörte das Ticken der Uhr,
den Wind im Garten,
einen Vogel, der irgendwo ganz selbstverständlich sang.
Und sie dachte:
So hört sich das Leben an,
wenn es nicht übertönt wird.
Der Kaffee wurde kalt.
Aber in ihr wurde etwas warm –
vielleicht Frieden,
vielleicht nur das einfache, stille Wissen,
dass sie nicht mehr weglaufen musste,
um anzukommen.
⸻ o ⸻
An manchen Tagen war selbst die Stille zu laut.
Menschen redeten, Dinge drängten,
und die Gedanken in ihrem Kopf
stießen gegeneinander wie zu viele Vögel in einem Käfig.
Sie stand auf,
zog die Jacke an
und ging einfach los.
Kein Ziel, kein Grund –
nur das Bedürfnis, Abstand zu schaffen
zwischen sich und der Welt.
Die Luft war kühl,
der Wind frisch.
Er strich ihr über die Haut
wie jemand, der sagt: Atme.
Je weiter sie ging,
desto leiser wurde es.
Die Geräusche blieben,
doch sie klangen anders –
natürlicher, geordnet,
wie Teil eines größeren Rhythmus.
Sie blieb stehen,
blickte auf die Bewegung der Bäume,
das wechselnde Licht zwischen den Zweigen.
Und sie spürte,
dass die Welt gar nicht laut war –
nur sie selbst war zu lange nicht still gewesen.
Mit einem tiefen Atemzug
ließ sie das Durcheinander ziehen.
Und plötzlich war Platz.
Für Klarheit.
Für Frieden.
Für sich.
⸻ o ⸻
Sie hatte gelernt, schnell zu sein.
Schnell zu reagieren,
schnell zu entscheiden,
schnell weiterzumachen.
So lange,
bis sie nicht mehr wusste,
