Liebe kennt ihren Ort - Lesley Blanch - E-Book

Liebe kennt ihren Ort E-Book

Lesley Blanch

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Beschreibung

Unterschiedlicher könnten die Orte des großen Schauspiels der Liebe und der Leidenschaften nicht sein: ein sibirisches Straflager, das Zelt eines Mongolenfürsten, ein abgelegenes Liebesnest in England oder jene Pariser Wohnung, für die sich Balzac finanziell ruinierte. Lesley Blanch, selbst Abenteurerin und Reisende, hat solche Orte vom westlichen Rand des Abendlandes bis in die asiatischen Steppen aufgesucht. Hier trafen nach langer Entbehrung Liebende zusammen, erfüllten ihre Zuneigung in innigem Zusammensein oder trennten sich mit herzzerreißenden Abschieden: im einfachen Landhaus ebenso wie im Palast, in großen Metropolen ebenso wie in der Einsamkeit der Wüste. Da die Eigenart dieser Szenerien den Liebenden mehr war als eine bloße Kulisse ihrer Gefühle, führt Lesley Blanch ihre Leser durch Häuser, Zimmer und Gärten. So füllen sich die Geschichten um Lord Nelson und Lady Hamilton, um Liszt und Prinzessin Karoline oder um die Nonne Marianna Alcoforado und den Marquis von Chamilly mit der konkreten Magie heimlicher Orte.

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Seitenzahl: 357

Veröffentlichungsjahr: 2011

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Lesley Blanch

Liebe kennt ihren Ort

Titel der englischen Originalausgabe: Pavilions of the Heart.

© 1974, Lesley Blanch

eBook Insel Verlag Berlin 2011

© der deutschen Ausgabe Insel Verlag Berlin 2011

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das

des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk

und Fernsehen, auch einzelner Teile.

Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form

(durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren)

ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert

oder unter Verwendung elektronischer Systeme

verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Inhaltsverzeichnis

Einführung

 1 Woronince, Russland

 2 Sestra Sefronias Kapelle, Bulgarien

 3 Rue Fortunée, Frankreich

 4 Paradies Merton, England

 5 Kourdane, Algerien

 6 Béja, Portugal

 7 Sultan Murads Schlafzimmer, Türkei

 8 Nohant, Frankreich

 9 Blagodatsk, Sibirien

10 Tribschen, Schweiz

11 Baltschik, Rumänien

12 Bibi Chanums Medresse, Samarkand

Und du –

was willst du bei den schwarzen Zelten deines Stammes,

Einführung

Häuser, in denen bedeutende Persönlichkeiten gelebt haben, sind oft mit Gedenktafeln bezeichnet, aber diese Tafeln markieren nicht notwendigerweise zugleich die Orte, an denen jene Menschen geliebt haben – und jedenfalls gibt es, vermute ich, nirgends Gedenktafeln, die speziell dem Zweck dienen, einen Ort als Schauplatz einer tiefen Liebe oder Leidenschaft kenntlich zu machen. Und doch sind solche Stätten bemerkenswert, und man möchte annehmen, dass sie in irgendeiner Weise etwas von den großen Emotionen, denen sie einst Zuflucht boten, widerspiegeln. Ich machte mich auf die Suche nach solchen Schauplätzen nicht allein romantischer, sondern auch tragischer und dramatischer Szenen, Orten, an denen Liebende eine Weile, eine Nacht oder auch ihr ganzes Leben gemeinsam verbrachten.

Wie stark ihre Gegenwart bis heute zu spüren ist, hängt nicht von der Dauer ihres Aufenthalts ab. Selbst eine einzige Umarmung, wenn nur genügend Intensität darin lag, kann in einer Art von gespenstischem Echo, einer deutlich spürbaren Aura für immer an einem solchen Ort fortleben. Darum kann eine Höhle am Schwarzen Meer, in der sich Puschkin und die Gräfin Woronzow – das junge mittellose, verbannte Genie und die Frau des Gouverneurs – zu flüchtigen Begegnungen trafen, die ihnen unvergesslich bleiben sollten, ebenso als ein »Pavillon des Herzens« gelten wie jenes Haus am Moika-Kanal in St. Petersburg, in dem der Dichter später in ehelicher Gemeinschaft mit der oberflächlichen und koketten Schönheit wohnte, die er leidenschaftlich liebte. Um ihre Launen und ihre Eitelkeit zu befriedigen, hatte er sich hoch verschuldet und einen unbedeutenden Posten am Hof angenommen, und ihr Leichtsinn war letztlich schuld an dem Duell, in dem Puschkin tödlich verwundet wurde. Dieses Haus am Kanal war Zeuge seines qualvollen Todeskampfs, im Leben wie im Sterben war es ein pavillon d'amour. Auch die schmucke Villa in Tribschen, in der Wagner und Cosima, berauscht von Küssen und der Musik des Siegfried, lebten, ist ein solcher Herzensort, ebenso, wenn auch hier ganz andere Emotionen im Spiel waren, das feuchte Kellerloch in Glasgow, in dem Madeleine Smith den kleinen Schurken L'Angelier liebte und dann vergiftete.

Wir verweilen an den verschiedenen Schauplätzen und betrachten nachdenklich jedes der Objekte, die den Personen, die uns interessieren, gehörten oder die sie umgaben. Wo ein Schreibtisch oder ein Bett steht oder wie die Polstermöbel überzogen sind, kann uns mehr verraten als eine wissenschaftliche Studie. Das Schlafzimmer, das Tolstoi und seine Frau bis zum Schluss miteinander teilten, lässt uns die ganze Erbitterung dieser Eheleute erahnen. Oder die beiden Rosenholzflügel, die Rücken an Rücken in dem verstaubten Salon im Schloss von Chapultepec stehen. Carlota und Maximilian spielten hier, um das unheilverkündende Rauschen des feindlichen Dschungels ringsum zu übertönen, in dem sie gefangen waren. Ihr Wohnzimmer kündet von der zugleich tragischen und lächerlichen Grundstimmung, die ihr Leben in Mexiko durchzog, wo vor jeder Tür und jedem Fenster Tod und Wahnsinn lauerten und nur

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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