Lieblingsplätze Ostfriesische Inseln - Knut Diers - E-Book

Lieblingsplätze Ostfriesische Inseln E-Book

Knut Diers

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Beschreibung

Feiner Sand unter den Füßen, die Nase im salzigen Wind und wunderschöne Sonnenuntergänge über dem Meer: Die Ostfriesischen Inseln erobern die Herzen der Besucher mühelos. Streifen Sie durch die Dünen von Norderney, kosten Sie Tee mit Kluntje auf Baltrum oder zuckeln Sie mit der Pferdekutsche über Juist. Von den Promenaden geht es in die urigen Dorfkerne und geheimnisvollen Nischen der Inseln. Vorbei an Alpakas auf Langeoog und Bienenköniginnen, die auf Spiekeroog Urlaub machen. Von Borkum bis Wangerooge Inselglück pur!

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Seitenzahl: 143

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Lieblingsplätze Ostfriesische Inseln

Knut Diers

Impressum

Autor und Verlag haben alle Informationen geprüft. Gleichwohl wissen wir, dass sich Gegebenheiten im Verlauf der Zeit ändern, daher erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Sollten Sie Feedback haben, bitte schreiben Sie uns! Über Ihre Rückmeldung zum Buch freuen sich Autor und Verlag: [email protected]

Sofern nicht im Folgenden gelistet, stammen alle Bilder von Knut Diers: Nicolas Chibac/Staatsbad Norderney GmbH 76; Denis Metz 92; Patrick Kösters/Knipswerkstatt 156, 158

Alle Seitenangaben in diesem Buch beziehen sich auf die Seitenzahlen der gedruckten Ausgabe.

Mit freundlicher Unterstützung der Ostfriesische Inseln GmbH

Die Ostfriesische Inseln GmbH wurde als Dachmarke der Inselgruppe in der Nordsee gegründet. Das Ziel: die Stärken der Ostfriesischen Inseln nach außen tragen und sie als international führende Urlaubsregion etablieren. www.ostfriesische-inseln.de

 

Links zu den Karten: https://www.gmeiner-verlag.de/images/stories/karten_ostfriesische_inseln_1.jpg; https://www.gmeiner-verlag.de/images/stories/karten_ostfriesische_inseln_2.jpg

Besuchen Sie uns im Internet:

www.gmeiner-verlag.de

1. Auflage 2020

© 2020 – Gmeiner-Verlag GmbH

Im Ehnried 5, 88605 Meßkirch

Telefon 0 75 75/20 95-0

[email protected]

Alle Rechte vorbehalten

Lektorat/Redaktion: Anja Kästle

Herstellung: Julia Franze

E-Book: Mirjam Hecht

Umschlaggestaltung: Benjamin Arnold

unter Verwendung der Illustrationen von © SimpLine – stock.adobe.com;

© metelsky25 – stock.adobe.com; © aliaksei_7799 – stock.adobe.com; © Katrin Lahmer; © Benjamin Arnold

Kartendesign: © Maps4News.com/HERE

Druck: AZ Druck und Datentechnik GmbH, Kempten

Printed in Germany

ISBN 978-3-8392-6336-5

Inhalt

Impressum

  1 »So, die Hälfte ist geschafft«

Borkum: Fähre von Emden nach Borkum

  2 Er steht für Vieles

Borkum: Alter Leuchtturm und Walfängerfriedhof

  3 Vom Leben der Walfänger

Borkum: Heimatmuseum Dykhus

  4 Ein lebendes Gemälde

Borkum: Strandpromenade am östlichen Hauptstrand

  5 Ein Hoch auf das Strandzelt

Borkum: Strandkorbvermietung Strandpromenade Steg 9

  6 Treffen, Theken, Tageseinkäufe

Borkum: Ecke Bismarckstraße/Goethestraße

  7 Das schönste Abendrot

Borkum: Musikpavillon

  8 Anfassen oder lieber nicht?

Borkum: Nordsee Aquarium Borkum

  9 Wo der Urlaub Gefühl bekommt

Borkum: Südstrand Höhe Mathilde’s Melkbudje

  10 Anhalten und durchatmen

Borkum: Inselwald Greune Stee – Am Findling

  11 Auf zur Landpartie

Borkum: Café-Restaurant Ostland

  12 Die »Sorgenfalten« des Watts

Borkum: Watt am östlichen Tüskendörsee

  13 Im Bauch eines Denkmals

Borkum: Feuerschiff Borkumriff

  14 Das Licht brennt nur zum Spaß

Juist: Leuchtturm Memmert-Feuer

  15 Juister Land-und-Wasser-Mosaik

Juist: Deichtor

  16 »Oma Raß« hatte die Hosen an

Juist: Bronzeskulptur Badefrau am Alten Warmbad

  17 Kuschelig und warm

Juist: Lütje Teehuus

  18 Zweimal mit Norwegen verbunden

Juist: Siebter Längengrad an der Strandpromenade

  19 Ein Stück vom blauen Himmel

Juist: Windharfe auf dem Otto-Leege-Lehrpfad

  20 Wo die Bäume Gesichter haben

Juist: Otto-Leege-Tor

  21 Wenn der Mond seine Phase hat

Juist: Postkasten neben dem Rathaus

  22 Laternenumzug, gruselig schön

Juist: Martinsumzug am Schiffchenteich

  23 Ideal »vertoont«

Juist: Küstenmuseum im Loog

  24 Hand in Hand mit der Natur

Juist: Hammersee

  25 Quer durch den Zauberwald

Juist: Wäldchen westlich vom Hammersee

  26 Ein Traum aus Sand und Meer

Juist Billriff

  27 Immerhin Plusgrade

Norderney: Nord-Badestrand

  28 Den Männern heimleuchten

Norderney: Am Kap

  29 Baden unter preußischer Flagge

Norderney: Marienhöhe Norderney

  30 Jetzt alle mal herhören!

Norderney: Ausrufer am Conversationshaus

  31 Konzert, Kabarett und Kino

Norderney: Kurtheater Norderney

  32 Lautloses Miniatur-Konzert

Norderney: Bronzefiguren auf dem Kurplatz

  33 Gesundheit aus dem Meer

Norderney: bade:haus norderney

  34 Die einzige auf den Inseln

Norderney: Restaurant Zur Mühle

  35 Alles für uns verklickert

Norderney: Segelschule Norderney

  36 Voll auf der Höhe

Norderney: Restaurant Weiße Düne

  37 Fliegen wie die Kornweihe

Norderney: Watt Welten – Wattenmeer Besucherzentrum Norderney

  38 Zwischen Alltag und Urlaub

Baltrum: Fähre von Neßmersiel nach Baltrum

  39 Bildhübsch geflochten

Baltrum: Pferdekutschen im Westdorf am Inselcafé

  40 Da lacht der Pottwal

Baltrum: Platz des Himmlischen Friesen

  41 Die Zierde Baltrums

Baltrum: Alter Badeturm

  42 Stoff zum Plaudern

Baltrum: Kajak-Verleih

  43 Tödlicher Irrtum im Nebel

Baltrum: Skulptur Die Zigarrenkiste neben dem Kinderspöölhus

  44 Den Miniwellen mutig entgegen

Baltrum: Surferstrand

  45 Und dann zur roten Knutschbude

Baltrum: Birkenwald

  46 »Dat knackert un knistert«

Baltrum: Café Kluntje

  47 Sonne, Mond und Erde drehen

Baltrum: Gezeitenpfad am Bootshafen

  48 Mal sehen

Baltrum: Hafenbank

  49 Hoppel Eiland war einmal

Baltrum: Flugplatz

  50 Wehmütige Blicke nach Norderney

Baltrum: Aussichtsplatz am Westkopf

  51 Schiff und Mensch – was nun?

Langeoog: Inselkirche

  52 Der Gin des Lebens

Langeoog: Langeooger Kaffeerösterei

  53 Rundum schön

Langeoog: Wasserturm

  54 Endlich mal richtig Farbe!

Langeoog: Bunte Buden

  55 Vom Allerfeinsten

Langeoog: Bade- und Burgenstrand

  56 »Licht, Leben, Liebe«

Langeoog: Dünenfriedhof

  57 Lange Mähnen und Gelassenheit

Langeoog: Hochlandrinder zwischen Pirolatal und Schloppteich

  58 Ganz schön kuschelig

Langeoog: Weiden am Schniederdamm

  59 Dickmilch mit Sanddorn – lecker

Langeoog: Ostende Meierei

  60 Basiswissen Langeooger Leben

Langeoog: Vogelwärterhäuschen

  61 Schattiges Labyrinth mit Rehen

Langeoog: Wäldchen

  62 Blick in Schlaf- und Esszimmer

Langeoog: Flinthörnpad

  63 Sieben Minuten zum Abschied

Langeoog: Vom Hafen zum Inselbahnhof

  64 Jetzt aber mal ganz langsam

Spiekeroog: Bollerwagen am Hafen

  65 Kleiner Ruheplatz zum Ankommen

Spiekeroog: Rosengarten im Wüppspoor

  66 Gerüstet für die Sturmflut

Spiekeroog: Altes Inselhaus

  67 Raue Schale, frisches Grün

Spiekeroog: Hotel zur Linde

  68 Erster Stopp: Damenpad

Spiekeroog: Bahnhof Pferdebahn

  69 Dem Strandflieder sei Dank

Spiekeroog: Diekerschloot

  70 Kult, Kaffee und Klönen

Spiekeroog: Kiosk am Zeltplatz

  71 Wannenbäder ade

Spiekeroog: Lokal Old Laramie

  72 Immer schön im Gleichgewicht

Spiekeroog: Priel am Westend

  73 Alles für Ohr und Auge

Spiekeroog: Jazz-Festival in der Kogge

  74 Das volle Vergnügen

Spiekeroog: Badestrand

  75 Ein Traum in Grün-Weiß

Spiekeroog: Veranden im Noorderloog

  76 Liebesflug mit Drohnen

Spiekeroog: Belegstelle für Bienenköniginnen

  77 Bis Helgoland

Wangerooge: Alter Leuchtturm

  78 Das allseits geliebte Grün

Wangerooge: Tuunpad

  79 Ein Leuchtturm zum Rutschen

Wangerooge: Dünenspielplatz

  80 Wo der Schaum knistert

Wangerooge: Tagesstrand

  81 13 Regeln für die Gäste

Wangerooge: Digger’s Strandbar

  82 Ein Hafen für Strandurlauber

Wangerooge: Am Café Pudding

  83 Setze neu Deine Krone auf!

Wangerooge: St. Willehad

  84 Aufbruch trotz Grenzen

Wangerooge: Seelenpfad

  85 Einst ein tidefreier Hafen

Wangerooge: Oststeert

  86 Vertrauen auf den Rückenwind

Wangerooge: Flughafen

  87 Wohlgefühl am Wegesrand

Wangerooge: Dorfgroden

  88 Silbern glitzert das Watt

Wangerooge: Westturm

  1 »So, die Hälfte ist geschafft«

Borkum: Fähre von Emden nach Borkum

Borkum hat das gesunde Hochseeklima, ist arm an Pollen, reich an Jod. Für Atemwege, Haut sowie Herz und Kreislauf ist das die reinste Erholung. Sie ist zudem mit fast 31 Quadratkilometer die größte der Ostfriesischen Inseln. So, und nun kommt es: Dafür müssen die Gäste etwa 20 Kilometer auf See von Emden aus oder zwölf Kilometer vom niederländischen Eemshaven auf dem Schiff zurücklegen, es sei denn, sie fliegen die Strecke. So schön die kurze Flugreise sein mag, viel romantischer ist die Fährfahrt. Das hat seine Gründe.

Die gut zwei Stunden auf dem Schiff werden nie langweilig. Wer morgens hinfährt, genießt das umfangreichste Frühstück, das eine Inselfähre zu bieten hat. Jeder stellt sich das selbst zusammen. Der Service ist freundlich und zuvorkommend. Danach geht es nach draußen. Ohnehin ist das Schauspiel von Sonne und Wolken von den Decks aus ein wenig wie Dauerkino in XXL-Format. Es wird viel geboten: Hier ein Regenbogen, da eine strahlend weiße Wolke. Romantiker lieben die Rückfahrt von Borkum nach Emden in der Abendstimmung. Dann sind steuerbord (rechts vom Schiff) die niederländische Küste und die vielen anderen Schiffe zu sehen, während darüber die Sonne versinkt. Häufig färbt sich der Himmel rot.

Nach alter Tradition ergreift immer genau auf halber Strecke der Kapitän das Wort. Mit perfekter Radiostimme teilt er mit: »So, die Hälfte ist geschafft.« Nun wünscht er einen fröhlichen weiteren Verlauf. Das hat Stil und gehört zur An- oder Abreise, die schon oder noch Teil des Urlaubs ist. Manchmal lassen sich auch Seerobben beobachten, fast immer ist der höchste Leuchtturm Europas in Campen zu sehen. Er steht am Rysumer Nacken in Krummhörn. Übrigens: Wer die Fahrtzeit halbieren möchte, steigt in den Katamaran. Aber das ist nicht ganz so romantisch.

Trampolinspringen mit Meerblick – das gibt es auf Borkum! Die Anlagen stehen am Nord- und Südstrand.

1

Fähre von Emden nach Borkum

Fähranleger

26723 Emden

 

Tickets:

Emden Service-Center AG Ems

Zum Borkumanleger 6

26723 Emden

01805 180182

www.ag-ems.de

  2 Er steht für Vieles

Borkum: Alter Leuchtturm und Walfängerfriedhof

Es gibt ja noch den neuen und den kleinen Leuchtturm auf Borkum. Doch dieser ist der älteste und schönste. Mit seinen 42 Metern ist er zwar nicht der höchste, aber er hat Geschichte. Schließlich war er mal eine Kirche, im Jahr 1400 stand an dieser Stelle ein kleines Gotteshaus. Das sind die ältesten Grundmauern, die die Ostfriesischen Inseln zu bieten haben. Später installierten die Seeleute Licht im Turm, sodass das berüchtigte Borkumriff für die Kapitäne im Dunkeln besser auszumachen war. Ein Emder Kaufmann hatte das Bauwerk finanziert, aber bereits 1570 wurde ein neuer Leuchtturm gebaut.

Die Glanzzeit Borkums fiel in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Davon zeugen die erhaltenen Grabsteine aus Namurschiefer, die am Fuße des Alten Leuchtturms stehen. Die wohlhabenden Walfang-Kapitäne ließen sich an dieser Stelle beerdigen. Vereinzelt zeigen Totenköpfe und Inschriften, wer hier ruht. Diese Art der Darstellung entsprach den damaligen Gebräuchen und sollte die Vergänglichkeit des irdischen Lebens verdeutlichen. Die war bei den abenteuerlichen Grönlandfahrten, die meist von November bis Juli dauerten, durchaus oft gegeben. Die Borkumer verdingten sich meist als Offiziere auf den Schiffen und erhielten nur ein kleines Handgeld. Dafür waren sie später am Verkauf des Walfleisches beteiligt und bekamen »von jedem gefangenen Walfisch ein Gewisses«, wie es auf der Tafel »De Walfangerkarkhoff« heißt.

Der Zahn der Zeit nagt an den alten Ziegeln und der Turm wird deshalb renoviert, eine kleine Ausstellung ist jedoch im unteren Teil zugänglich. Das Flair ist dennoch spürbar – auf der Bank zwischen den bunten Blumen und Stauden zu sitzen, sich die eigentümlichen Stelen auf dem alten Friedhof anzuschauen, ist etwas Besonderes. Dazu der Anblick des backsteinroten Leuchtturms mit dem großen Holzkreuz – das wirkt fast meditativ.

Die seltenen Kinnladenknochen von Grönlandwalen zieren als Zaun zwei Grundstücke ganz in der Nähe in der Wilhelm-Bakker-Straße sowie der Roelof-Gerritz-Meyer-Straße.

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Alter Leuchtturm und Walfängerfriedhof

Wilhelm-Bakker-Straße 4

26757 Borkum

www.heimatverein-Borkum.de

  3 Vom Leben der Walfänger

Borkum: Heimatmuseum Dykhus

Das Skelett des Pottwals – 15 Meter lang – ist natürlich eine Attraktion. Es stammt nicht aus der Borkumer Walfangzeit, sondern der Wal strandete 1998 vor der Halbinsel Eiderstedt an der Westküste Schleswig-Holsteins und starb. Der Heimatverein erwarb ihn und ließ ihn für die Ausstellung präparieren. Doch es sind die vielen kleinen Objekte in den verschiedenen Zimmern im rund 300 Jahre alten Dykhus. Dazu gehören Barttassen, Frauenhaar, Taschenuhren und Schmuck. Das inseltypische Gulfhaus gehörte einst dem Walfang-Commandeur Weyert Melcherts Bott. Die Vörkamer, das Wohnzimmer, wurde mit einem gusseisernen Ofen geheizt. Mit den »Stovkes« wärmten sich die Bewohner die Füße, indem sie Torfglut in eine Steingutschale gaben. Diese nahmen sie sogar mit zum Gottesdienst. Die Köken, die Küche, ist noch original: die Fliesen zeigen den Wohlstand der Bewohner und stammen aus der Zeit von 1680 bis 1840. Die Schlafstellen heißen Butzen und erinnern an Schiffskojen. Für die nötige Privatsphäre sorgten Holzklappen, die zum Raum hin kunstvoll mit Schnitzereien verziert sind und gewebte Vorhänge tragen. Ein vergoldetes Bänkchen erleichterte früher den Sprung auf die Matratzen, die mit getrocknetem Seetang gefüllt sind. Hoffentlich war die Bettpfanne dabei nicht im Weg, die zum Anwärmen unter den Kissen ruhte.

Das 8,5 Meter lange, grüne Ruderrettungsboot »Otto Haas« beeindruckt weniger durch seine Länge als durch die gute Nachricht, dass in den 28 Jahren, die es im Einsatz war, mit ihm 66 Menschen aus Seenot gerettet wurden. Bis 1922 tat es seinen Dienst. Dazu passend ersteigerte der Heimatverein Ende 2018 ein Bild des Marinemalers Leonhard Sandrock aus der Zeit um 1900. Es zeigt ein Ruderrettungsboot in stürmischer See, gezogen von einem Dampfschlepper. So wächst der Fundus ständig und hält auch beim nächsten Besuch Spannendes bereit.

Einkehren im Café Lüttje Toornkieker mit Blick auf den Alten Leuchtturm, das ist beliebt.

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Dykhus

Roelof-Gerritz-Meyer-Straße 8

26757 Borkum

04922 4860

www.heimatverein-Borkum.de

 

Café Lüttje Toornkieker

Wilhelm-Bakker-Straße 1

26757 Borkum

04922 9328930

www.toornkieker.de

  4 Ein lebendes Gemälde

Borkum: Strandpromenade am östlichen Hauptstrand

Als hätte Claude Monet weiße Wolken hingetupft. Doch dafür haben die Buggykiter sicher keinen Blick übrig. Aber vor der blau-weißen Kulisse sind ihre Schnellfahrten, die sie dem Segel, dem Wind sowie ihrem Können zu verdanken haben, ein hübscher Anblick. Der feste Sand am Strand bietet dieser immer beliebter werdenden Sportart die beste Grundlage. Dazu gehört ein dreirädriger Buggy. Er hat eine starre Hinterachse und ein lenkbares Vorderrad, das der Fahrer mit seinen Füßen steuert. Der Kitedrachen, auch »Matte« genannt, ist ein stabloser Schirm. Es gibt verschiedene Größen, die je nach Wind eingesetzt werden. Und dann geht’s los: Der Pilot hält die Leinen des Drachens in den Händen und hat an den Hüften ein Trapez festgeschnallt, auf das sich die Kraft überträgt.

Borkum ist ein Hotspot für diesen Sport. Auch Strandsegler tummeln sich an dem breiten Strand und ziehen ihre Runden hart am Wasser. Solch gute Bedingungen gibt es selten in Deutschland. Hier wurden sogar die Weltmeisterschaften im Buggykiten ausgetragen. Etwa 40 Fahrerinnen und Fahrer waren am Start. Wer auf der Strandpromenade Richtung Café Sturmeck geht, hat einen grandiosen Blick auf das Treiben. Wie farblich abgesetzte Halbmonde, die über einem kleinen, schwarzen Räderwerk zu schweben scheinen, sehen die Drachen aus der Ferne aus. Und sie verändern ihre Position rasch. Ein Bild voller Farben und Dynamik entsteht – mit Wellen im Hintergrund und Dünen davor. Natürlich muss Wind herrschen, sonst bleiben die »Matten« am Boden liegen. Bläst der kräftig, flitzen die Dreiräder nur so über die Sandpisten, sodass es auch für die Zuschauer eine Freude ist. Buggykiten ist Geschwindigkeit, Zuschauen reine Freude, der Gesamteindruck der eines lebenden Bildes. Fantastisch schön!

Was am Strand noch Spaß macht: Stehpaddeln, Surfen, Strandanimation mit Muskeltraining und Pilates oder Beachvolleyball.

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Östlicher Hauptstrand

Die Strandpromenade (Bürgermeister-Kieviet-Promenade) etwa einen Kilometer Richtung Osten

 

Informationen zur Promenade und den Sportmöglichkeiten am Strand:

Tourist-Information Borkum

Georg-Schütte-Platz 5

26757 Borkum

04922 9330

www.borkum.de

  5 Ein Hoch auf das Strandzelt

Borkum: Strandkorbvermietung Strandpromenade Steg 9

Ach, wie ist das schön: sich in den Liegestuhl fläzen, zurücklehnen und im Schatten des Schirmchens von irgendetwas träumen! Oder kurz mal warten, bis die Familie aus dem Meer zurück ist. Auf Borkum werden dazu die inseltypischen Strandzelte verliehen. Sie sind waagerecht bunt gestreift und tragen verschiedene Dachfarben. Daran und an dem vorn aufgedruckten Namen, meist den der Vermieterfamilie, lässt sich das eigene Strandzelt schneller wiedererkennen.

Die Borkumer fanden diese, heute mit langlebigem Polyestergewebe umspannten, Sitzbänke schon immer äußerst praktisch. Sie gibt es fast nur hier, sie sind einfacher zu transportieren als Strandkörbe, die die Gäste aber genauso ausleihen können. Wer sich in sein Strandzelt verliebt, kann es zwar nicht mitnehmen, aber bei der örtlichen Tischlerei in Borkum für zu Hause bestellen.

Vier Badestrände sind zur Hauptsaison offen, insgesamt 500 Meter bewacht durch Rettungsschwimmer. Wer mehr Auslauf braucht, kann sich auf insgesamt 26 Kilometer Strand austoben. Die Kehrseite sieht allerdings so aus: Jährlich müssen rund 430 Tonnen angespülter Drift vom Strand in die Mülltonnen gesammelt werden. Der Kur- und Tourismusdirektor verweist darauf, dass das mit einem Teil des Gästebeitrags finanziert wird. Doch jeder kann mithelfen. Es stehen Sammelkörbe für Plastikmüll an vielen Strandabschnitten. Damit auch im nächsten Sommer genug Badestrand vorhanden ist, werden jährlich 50.000 Kubikmeter Sand dorthin gefahren. Dann heißt es wieder: zurücklehnen in bestem Hochseeklima direkt an der Brandung. Atmen. Die Beine hochlegen. Einen coolen Drink nehmen. Danach wieder am Strand entlang joggen. Ins Wasser tauchen. Den Vögeln nachschauen – ach, wie ist das schön!

Traditionen miterleben – bei den Osterfeuern sowie beim Maibaumaufstellen zu Pfingsten.

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Strandkorbvermietung

Strandpromenade/ Hauptbadestrand Steg 9

26757 Borkum

0175 1482095

www.strandzeltvermieter.de

  6 Treffen, Theken, Tageseinkäufe

Borkum: Ecke Bismarckstraße/Goethestraße

Die Bismarckstraße von Borkum ist belebt. In einem der Cafés zu sitzen, in die Sonne zu blinzeln und sich die Getränke munden zu lassen, ist hier prima möglich. Die Auswahl an Essen und Trinken ist gut. Viele nehmen genau da ihr Frühstück ein. Andere bevorzugen die Abendstunden für ein Bierchen. Es ist ein wenig das Sehen-und-Gesehen-Werden. Es ist aber einfach auch das Dösen und Genießen, was die Bismarckstraße ausmacht. Tagsüber bummeln die Gäste durch die Fußgängerzone und schauen sich in den Läden um. Das Angebot ist vielfältig und speziell. Es gibt Dinge zu kaufen, die den Wunsch nach Individualität erfüllen. Endlich ist Zeit, sich in Ruhe das auszusuchen, was immer schon im Kleiderschrank oder in der eigenen Wohnung gefehlt hat.

An der Ecke zur kreuzenden Goethestraße steht oft eine Kutsche. Passanten streicheln gern die eingespannten Pferde, andere genießen eine Runde in dem Gefährt. Akkermanns Kutschfahrten gibt es schon bald 75 Jahre, sie sind immer wieder ein Erlebnis. Eine Tour führt zu den vorgelagerten Seehundbänken. Dort leben Hunderte dieser Tiere und sind aus nächster Nähe zu erleben. Das ist für Jung und Alt ein Höhepunkt des Urlaubs. Der Kutscher hat dazu stets ein paar Anekdoten auf Lager und informiert über das Geschehen auf der Insel, auf der rund 5.400 Menschen leben. 290.000 Gäste im Jahr lassen es sich hier gutgehen. Die Inselrundfahrt schließt einen Stopp zum Tee im Café Ostland mit ein, das ebenfalls einen Ausflug lohnt.

So ist die Bismarckstraße der Dreh- und Angelpunkt für das Geschehen in der Stadt Borkum. Die Stammgäste wissen diese quirlige Kreuzung zu schätzen und schauen gleich nach der Ankunft erst einmal, was sich seit ihrem letzten Aufenthalt so verändert hat. Was für ein spannender Einstieg in den wohlverdienten Urlaub!

Die Gesundheitsinsel hat ein Nordic-Walking-Aktivzentrum, wozu acht ausgewiesene Routen gehören.

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Ecke Bismarckstraße/ Goethestraße

26757 Borkum

 

Informationen zu Kursen und geführten Touren:

Tourist-Information Borkum

Georg-Schütte-Platz 5

26757 Borkum

04922 9330

www.Borkum.de

www.nordicwalking-borkum.de

  7 Das schönste Abendrot

Borkum: Musikpavillon

Borkum ist etwa um die Zeit von Christi Geburt aus Ablagerungen in der Nordsee entstanden. Die Hochsände, die sich so allmählich bildeten, wurden aber erst im Mittelalter besiedelt. Im 13. Jahrhundert ankerten Flotten von Kreuzfahrerschiffen vor der Insel, um auf günstigere Wetterbedingungen zu warten. Schon sie müssen damals diese grandiosen Sonnenuntergänge erlebt haben, für die Borkum heute noch bekannt ist. Niemand kann genau erklären, warum sich hier der Himmel abends oft so herrlich verfärbt. Doch sich abends am Musikpavillon an der Strandpromenade einzufinden, kann gar nicht verkehrt sein.