Lillys Reise ins Regenbogenland - Anne Koch-Gosejacob - E-Book

Lillys Reise ins Regenbogenland E-Book

Anne Koch-Gosejacob

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Beschreibung

Lilly begleitet Papa eine Woche auf seiner Geschäftsreise. Im Regenbogenland hört, sieht und erlebt sie zusammen mit Papa und ihrem Teddy Moritz viele spannende Sachen.

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Anne Koch-Gosejacob

Lillys Reise ins Regenbogenland

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Moritz

 

Die Herbstferien haben begonnen. Papa nimmt Lilly auf seine wöchentliche Geschäftsreise nach Süddeutschland mit. Er hat dort einige Termine, muss Ware abliefern.

Mit Mamas Hilfe hat Lilly gestern Abend ihre Tasche gepackt. Die steht jetzt unten im Flur, neben der Haustür.

„Lilly, nun trödel nicht herum. Komm endlich

runter!“

 

 

„Ja, Mama! Ich komme gleich. Ich binde nur noch Moritz das Halstuch um.“

Moritz ist ihr Teddy. Lilly hat ihn letztes Jahr von Oma Gisela zu Weihnachten bekommen.

Schade, dass ihm schon ein Ohr fehlt. Moritz findet das aber nicht schlimm. Er hat sich schon daran gewöhnt. Hauptsache, Lilly hat ihn ganz doll lieb.

Lillys Mutter hat ihm für die Reise eine schöne blaue Jacke genäht. Sieht toll aus.

Moritz darf sie gleich anbehalten und bekommt auch noch ein rotes Halstuch.

 

Das Auto ist frisch gewaschen und steht abfahrt-bereit in der Hofeinfahrt. Papa hat inzwischen beide Taschen in den Kofferraum gepackt und eine Straßenkarte auf den Beifahrersitz gelegt.

Lilly und Moritz steigen ein und machen es sich hinten auf dem Sitz bequem. Zuerst bekommt Papa von Mama einen Abschiedskuss, dann Lilly.

„Sei schön lieb, meine Kleine.“

„Bin ich doch immer.“

„Na ja“, lacht sie und schließt die Autotür.

„So, dann woll‘n wir mal.“ Papa startet das Auto und los geht’s. Lilly winkt Mama zu, bis sie um die nächste Straßenecke biegen.

„He, Moritz, möchtest du auf den Schoß?“ Der wackelt zustimmend mit dem Kopf. Aufgeregt schauen beide aus dem Fenster.

Zuerst fahren sie auf der Autobahn. Ehe man richtig hinsehen kann, rauschen Bäume, Sträucher, Dörfer, große Städte und Fabriken mit riesigen Schornsteinen vorbei, die fürchterlich qualmen.

Lilly unterhält sich mit Moritz. Papa muss ja auf den Verkehr achten. Ganz viele dicke Laster sind unterwegs. Sie bringen Waren und Schlachtvieh von einer Stadt zur anderen, manchmal auch in ein fremdes Land.

„Sieh mal, Moritz, jetzt fährt sogar ein großer Tankwagen mit Milch vor uns her.“

„Hast du Durst, Lilly?“, fragt Papa.

„Nein, Papa.“

„Gut, mein Schatz, dann machen wir erst hinter Mainz eine Pause. Wir verlassen dort die Auto-bahn und fahren über die Dörfer.“

„Hast du gehört, Moritz? Papa will über die Dörfer fahren! Der spinnt ja oder kann er vielleicht zaubern? Bekommt das Auto dann Flügel und wir fliegen drüber weg? Was meinst du?“

Papa hat alles mit angehört. Er schmunzelt und sagt: „Ich kann nicht zaubern und eine unsichtbare Straße gibt es auch nicht in der Luft. Das war nur so eine Redensart.“

„Ja, ja!“ Und dann flüstert Lilly Moritz ins Ohr: „Weißt du, Erwachsene sagen oft so komische Sachen.“

Es ärgert sie auch, dass Papa so oft telefonieren muss, weil er dann immer das Radio leise stellt.

 

 

Gerade hatte sie nämlich gehört, wie ein Sprecher gesagt hat: „Hallo, liebe Hörer, hier ist Radio Regenbogen!“

„Du, Moritz, hast du das auch gehört? Wir sind im Regenbogenland! Bestimmt gibt es hier viele Regenbogen. Ob das ein Zauberland ist?“

Lilly hält Moritz hoch und sie schauen beide aus dem Fenster.

„Sieh mal, Moritz, so viele hohe Tannenbäume. Toll! Ob die alle einmal Weihnachtsbäume werden? Da hat das Christkind aber eine große Auswahl.“

Papa fährt weiter durch enge, schmale Täler, dann wieder bergauf und wieder hinunter. Es fühlt sich fast so an, wie bei einer Achterbahn auf dem Jahrmarkt.