Lonely Planet Reiseführer Berlin - Andrea Schulte-Peevers - E-Book

Lonely Planet Reiseführer Berlin E-Book

Andrea Schulte-Peevers

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Beschreibung

Lonely Planet E-Books für dein Smartphone, Tablet oder E-Book Reader! Spare Gewicht im Gepäck und nutze viele praktische Feature auf deiner nächsten Reise: - Navigiere schnell und einfach im E-Book mit unseren hilfreichen Links - Weblinks führen dich direkt zu weiteren Infos - Offline-Karten (inkl. Zoom) + Google Maps Links zeigen dir den Weg NEU: Karten mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder speichern – vermeide Roaming im Ausland! - Durchsuche den Text in Sekunden nach beliebigen Stichworten - Mache Notizen und Lesezeichen und erstelle dir ganz einfach einen individuellen Reiseplan E-Book basiert auf: 6. Auflage 2017 Erfahren Sie alles, was man wissen muss über Brandenburger Tor und Reichstag, Berliner Mauer und Holocaust-Mahnmal, Museumsinsel und Kulturforum, Gärten und Parks. Lonely Planet Berlin bringt auch die nötigen Kenntnisse zur einzigartigen historischen Rolle dieser Stadt - Gründerzeit, Luftbrücke, Mauerbau, wie war das doch gleich? Und wo schlafen und essen? Für jeden Stadtteil gibt es eine Auswahl an Unterkünften und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel: von Hostels und internationale Hotelketten über Schwule Unterkünfte bis hin zu kuriosen Schlafstätten. Übernachten Sie auf einem Hotelboot, in einem Hüttenpalast oder auf der ehemaligen Krankenstation des Gefängnisses Rummelsburg. Und dann ist da noch das Essen: in Berlin gibt es alles, was das kulinarische Herz begehrt: Currywurst- Stände, Frühstückscafés, exotische Lokale, gehobene Wellness-Kost und angesagte Gourmettempel. Ob Backpacker, Pauschalreisender oder 5-Sterne-Tourist - Lonely Planet beweist: in Deutschlands Hauptstadt "jibt et allet".

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EPUB

Seitenzahl: 631

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Inhalt

Reiseplanung

Willkommen in Berlin

Berlins Top 10

Was gibt’s Neues?

Gut zu wissen

Berlin erleben

Wie wär’s mit …

Monat für Monat

Berlin mit Kindern

Wie die Einheimischen

Berlin gratis

Die Berliner Mauer

Bildergalerie Berliner Mauer

Historische Museen & Gedenkstätten

Die Berliner Kunstszene

Essen

Ausgehen & Nachtleben

Berlin für Schwule & Lesben

Unterhaltung

Shoppen

Berlin erkunden

Die Stadtviertel im Überblick

Historische Mitte

Museumsinsel & Alexanderplatz

Bildergalerie Museumsinsel

Potsdamer Platz & Tiergarten

Scheunenviertel

Kreuzberg & Neukölln

Friedrichshain

Prenzlauer Berg

City West & Charlottenburg

Ausflüge

Schlafen

Berlin verstehen

Berlin aktuell

Geschichte

Architektur

Malerei & bildende Kunst

Literatur & Film

Musik

Praktische Informationen

Verkehrsmittel & -wege

Allgemeine Informationen

Cityatlas

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Willkommen in Berlin

Berlin ist ein Mix aus Glamour und Schnoddrigkeit, ein Geschenk für alle Fans von vielfältiger Kultur, tollem Essen und Geschichte zum Anfassen.

Geschichte an jeder Ecke

Bismarck und Marx, Einstein und Hitler, John F. Kennedy und David Bowie – sie alle haben Berlin mit geprägt und wurden selbst durch die Stadt geprägt. In Berlin begegnet einem Geschichte auf Schritt und Tritt. Hier fand eine Revolution statt, herrschten die Nazis, regneten Bomben vom Himmel, wurde eine Stadt geteilt und schließlich wieder vereinigt – und das alles nur im 20. Jh.! Reste der Berliner Mauer, preußische Schlösser, der Grenzübergang Checkpoint Charlie oder der Raum, in dem der Holocaust geplant wurde: Berlin ist wie ein endlos faszinierendes Geschichtsbuch in 3D.

RICHARD I’ANSON/GETTY IMAGES ©

Fragmente der Mauer Symbol eines geteilten Deutschlands

Mekka der Partylöwen

Schlaf? Kannste vergessen! Berlin ist wohl die vergnügungssüchtigste Stadt Deutschlands. Manchmal wirkt es wie eine einzige riesige Partyzone mit Angeboten für jeden Geschmack, Geldbeutel und Lebensabschnitt. Von winzigen Kellerclubs bis zu riesigen Technotempeln, Biergärten unter Kastanienbäumen bis zu schicken Cocktailbars, frechen Varietés bis zu ohrenschmeichelnden Sinfonien wartet Berlin mit elektrisierenden Erlebnissen auf und das nicht nur abends und am Wochenende, sondern rund um die Uhr und sieben Tage die Woche. Hier ist Kondition gefragt!

JEAN-PIERRE LESCOURRET/GETTY IMAGES ©

Freiluftbar im Monbijoupark an der Spree

Kultur-Trendsetter

In Sachen Kreativität gibt’s in Berlin keine Grenzen. In den letzten 20 Jahren ist die Stadt ein riesiges kulturelles Experimentierlabor geworden, dank jeder Menge Platz, niedrigen Mieten und einem freien Geist, der ständig neue Ideen hervorbringt. In Theatern, Konzertsälen und Opernhäusern gastieren internationale Top-Künstler, Stars der globalen Kunstszene wie Olafur Eliasson und Jonathan Meese haben in Berlin ihr Zuhause und Clooney und Hanks drehen in der Hauptstadt Kinohits. Ob ernst oder heiter – in Berlin ist Platz für wirklich jede Spielart des künstlerischen Ausdrucks.

@BY FELDMAN_1/GETTY IMAGES ©

Reichstag Sitz des deutschen Parlaments

Leben und leben lassen

Berlin ist eine multikulturelle Metropole, aber tief in seinem Herzen hat es sich den Charme eines Weltdorfs bewahrt. Die Berliner huldigen dem Motto „Leben und leben lassen“ und legen mehr Wert auf Freiheit und Kreativität als auf materiellen Besitz und Statussymbole. Die Cafés sind rund um die Uhr voll, Trinken ist eine quasireligiöse Handlung und die Clubs haben mindestens bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Berlin ist zwar groß, aber die wichtigsten Viertel lassen sich gut zu Fuß, per Drahtesel oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden.

MAREMAGNUM/GETTY IMAGES ©

Spreeufer Ein beliebter Picknickplatz

Warum ich Berlin so liebe

Von Andrea Schulte-Peevers, Autorin

Berlin ist eine Lebenskünstlerin, die sich reichlich am Buffet des Lebens bedient und dabei die Dinge – wie auch sich selbst – nie zu ernst nimmt. Mich macht diese Stadt süchtig. Sie umarmt mich, inspiriert mich, nimmt mich auf und löst bei mir positive Gefühle zu mir selbst, der Welt und anderen Menschen aus. Ich genieße die tollen Sehenswürdigkeiten, das viele Grün, die Dachbars und die schicken Restaurants, aber mehr noch mag ich die schmuddeligeren Ecken. Und Berlin hat nichts Statisches: Es ist unvorhersehbar, geradeheraus und unwiderstehlich. Und es liebt einen zurück – wenn man es zulässt.

Mehr Infos über unsere Autorin >> .

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Berlins Top 10

Brandenburger Tor

1 Preußische Könige, deutsche Kaiser, Napoleon und Hitler sind durch das klassizistische Tor gezogen, das später jahrzehntelang östlich der Berliner Mauer sein Dasein fristete. Doch nach 1989 mutierte es vom Symbol der Teilung und Unterdrückung zum Wahrzeichen der Wiedervereinigung. Das Bauwerk steht am pompösen Pariser Platz, den Botschaften und Banken säumen. Am stimmungsvollsten und fotogensten wirkt es bei Nacht, wenn Scheinwerfer seine wuchtigen Pfeiler und die krönende Quadriga in goldenen Glanz tauchen.

Historische Mitte

CANADASTOCK/SHUTTERSTOCK ©

Reichstag

2 Das berühmte Wahrzeichen von Berlin wurde in Brand gesteckt, bombardiert, dem Verfall preisgegeben und in Stoff verpackt, bevor es schließlich als Sitz des gesamtdeutschen Bundestags und Nabel des Regierungsviertels wiederauferstand. Der Plenarsaal ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Nach vorheriger Anmeldung kann man aber mit dem Aufzug zur imposanten Glaskuppel von Sir Norman Foster hochfahren, um die phantastische Aussicht zu genießen und sich vom kostenlosen Audioführer alles über das Gebäude und die Sehenswürdigkeiten rundum erzählen zu lassen.

Historische Mitte

MBBIRDY/GETTY IMAGES ©

Berliner Mauer

3 Hin und wieder gibt es ein Ereignis der Geschichte, das die ganze Welt bewegt. Das Attentat auf Präsident Kennedy. Die Mondlandung. Die Terroranschläge vom 11. September. Und natürlich den Mauerfall von 1989. Jeder, der damals schon alt genug war, dürfte sich an die euphorisch feiernden Massen erinnern, die am Brandenburger Tor jubelten und tanzten. Auch wenn von der eigentlichen Mauer nicht mehr viel übrig ist, lebt sie in der Erinnerung fort – und an Orten wie dem Checkpoint Charlie, der Gedenkstätte Berliner Mauer und der East Side Gallery.

Die Berliner Mauer

EWAIS/SHUTTERSTOCK ©

GRAFFITI AN DER EAST SIDE GALLERY

Nachtleben

4 Der Techno-Tempel Berghain mag zwar Berlins berühmtester Club sein, doch Nachteulen haben die Qual der Wahl. Von Goth-Raves bis zu Hip-Hop-Partys, von Craft-Bier-Kneipen bis zu Strandbars an der Spree, von Biergärten bis zu Kellerspelunken – bei dieser Vielfalt lässt sich jederzeit der richtige Partyspot für die persönliche Stimmungslage finden. Wer nicht so scharf darauf ist, sich in den angesagten Bars und Clubs unters Hipstervolk zu mischen, kann in einem schmissigen Varieté die wilden Zwanziger nacherleben, seine Ohren in berühmten Konzertsälen von Sinfonieklängen verwöhnen lassen oder sich höchsten Operngenüssen hingeben.

Ausgehen & Nachtleben

JEAN-PIERRE LESCOURRET/GETTY IMAGES ©

STRANDBAR IM MONBIJOUPARK

Museumsinsel

5 Dieser „Louvre an der Spree“, ein imposantes Ensemble fünf großer Schatzhäuser, ist das unangefochtene Highlight der Berliner Museumslandschaft. Die als Unesco-Welterbe gelistete Museumsinsel präsentiert 6000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte von der Steinzeit bis zum 19. Jh. Die Besucher können ihre Augen an den majestätischen Altertümern des Pergamonmuseums und des Alten Museums weiden, im Neuen Museum zur Audienz bei der ägyptischen Königin Nofretete antreten, in der Alten Nationalgalerie Kunst des 19. Jhs. und im Bodemuseum mittelalterliche Skulpturen bewundern.

Museumsinsel & Alexanderplatz

CLAUDIO DIVIZIA/SHUTTERSTOCK ©

WANDRELIEF IM PERGAMONMUSEUM

Holocaust-Mahnmal

6 Wer beim Gang durch das riesige, gewellte Labyrinth, Deutschlands zentrale Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Völkermords unter dem NS-Regime, dem Klang seiner Schritte lauscht, spürt die Gegenwart ungezählter Seelen. Der New Yorker Architekt Peter Eisenman vergegenständlichte das unaussprechliche Grauen in einem Labyrinth aus 2711 grabsteinartigen Betonquadern unterschiedlicher Höhe, die auf beunruhigend unebenem Untergrund stehen. Die abstrakte Gestaltung des Mahnmals steht im Kontrast zur bewegenden Ausstellung im unterirdischen Informationszentrum.

Historische Mitte

SVEIN NORDRUM/GETTY IMAGES ©

Streetart & alternative Lebensart

7 Berlin bietet Weltklassekunst, Kulturevents ohne Ende und immer mehr raffinierte Gastronomie – wie andere Hauptstädte auch. Was diese Metropole so anders macht, ist ihr Klima der Offenheit und Toleranz, in dem Experimentierfreude und eine blühende Subkultur gedeihen. Hippe Epizentren der Vielfalt und Kreativität sind Kreuzberg, Friedrichshain und das nördliche Neukölln, wo die Trends von morgen ausgebrütet werden und einige der schönsten Beispiele der Berliner Streetart die Straßen schmücken.

Die Berliner Kunstszene

RADIOKAFKA/SHUTTERSTOCK ©

STREETART MIT PORTRÄTS VON FLÜCHTLINGSKINDERN

Potsdamer Platz

8 Das Viertel im einstigen Niemandsland zwischen Ost- und Westberlin verkörpert wie kein anderer Ort der Stadt das „Neue Berlin“. Der Potsdamer Platz 2.0, in den 1990er-Jahren die größte Baustelle der Welt, ist eine postmoderne Neuinterpretation des Bezirks, der bis zum Zweiten Weltkrieg so etwas wie Berlins Pendant zum New Yorker Times Square war. Die Ballung von Einkaufszentren, Büros, Museen, Kinos, Theatern, Hotels und Wohnungen ist das Werk von Stararchitekten wie Helmut Jahn und Renzo Piano.

Potsdamer Platz & Tiergarten

PETER GINTER/GETTY IMAGES ©

Schloss Charlottenburg

9 Einen Festschmaus für Auge und Kamera bietet das größte und schönste königliche Schloss, das in Berlin erhalten ist. Zu dem spätbarocken Schmuckstück, das dem Vorbild von Versailles nacheifert, gehört eine idyllische Gartenanlage mit Karpfenteich, rhododendrongesäumten Wegen, zwei weiteren Schlösschen und einem Mausoleum. Das Schloss im pastelligen Hohenzollern-Gelb bildet mit seinem anmutigen Säulenschmuck und den geometrisch arrangierten Fenstern einen Anblick von perfekter Harmonie. Ein Turm mit Kupferkuppel wacht über den Vorplatz und das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm.

City West & Charlottenburg

STIFTUNG PREUSSISCHE SCHLÖSSER UND GÄRTEN BERLIN-BRANDENBURG/LEO SEIDEL ©

Kulturforum

10 Die in den 1950er-Jahren erdachte Antwort Westberlins auf die Museumsinsel ist eine ebenso spannende Ansammlung von Kultureinrichtungen, wenn auch in moderneren Gebäuden. Eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Stadt, die Gemäldegalerie, lockt Fans alter Meister von Rembrandt bis Vermeer. Andere Museen spezialisieren sich auf Drucke und Zeichnungen, Kunstgewerbe oder Musikinstrumente. Nebenan haben die Berliner Philharmoniker, eines der besten Sinfonieorchester weltweit, ihr Zuhause in der honigfarbenen Konzerthalle von Hans Scharoun.

Potsdamer Platz & Tiergarten

BPK - BILDAGENTUR FÜR KUNST, KULTUR UND GESCHICHTE/CLAUDIO DIVIZIA/SHUTTERSTOCK ©

NEUE NATIONALGALERIE, KULTURFORUM

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Was gibt’s Neues?

Essen & Trinken

Die Street-Food-Welle hat auch Berlin erfasst und einige mobile Anbieter der Frühzeit haben sich inzwischen in richtigen Restaurants eingenistet. Auch die Craft-Bier-Kultur gedeiht weiter prächtig, angestachelt durch wegweisende Brauereien wie Heidenpeters, Vagabund und Brlo, von denen viele eigene Kneipen betreiben. Dazu kommen immer mehr Craft-Bier-Bars, die oft Dutzende Biere vom Fass oder aus der Flasche im Angebot haben.

Museumsschließungen

Der Nordflügel und der Pergamonaltar des Pergamonmuseums sind wegen weitreichender Umbauarbeiten bis 2019 nicht zugänglich. Die Neue Nationalgalerie wird zwecks Renovierung bis mindestens 2018 geschlossen bleiben. (siehe >> & siehe >>)

Schloss Charlottenburg

Die opulenten Prunkgemächer Friedrichs des Großen im Neuen Flügel sind wieder zugänglich; jetzt ist zwecks Sanierung der Alte Flügel geschlossen, wahrscheinlich bis Mitte 2017. siehe >>

Kunsthaus Dahlem

Das Kunsthaus Dahlem präsentiert im monumentalen Atelier des Nazi-Künstlers Arno Breker deutsche Bildhauerei der Nachkriegszeit, u. a. Werke von Gerhard Marcks, Bernhard Heiliger und Jeanne Mammen.

Spy Museum

Als „Hauptstadt der Spione“ in der Zeit des Kalten Krieges hat Berlin jetzt endlich sein eigenes Spionagemuseum, mit Lippenstiftpistolen, Enigma-Dechiffriermaschine und Bond-Ausstellung.

The Gate

Im The Gate gegenüber vom Brandenburger Tor können sich die Besucher auf eine des digitalen Zeitalters würdige Reise durch die oft turbulente Geschichte Berlins begeben.

Erlebnis Europa

In der interaktiven Ausstellung Erlebnis Europa steht die EU im Mittelpunkt. In einem 360-Grad-Kino kann man an einer Sitzung des EU-Parlaments teilnehmen.

Humboldt Forum

Der Wiederaufbau des preußischen Stadtschlosses gegenüber der Museumsinsel schreitet voran. In der Humboldt-Box kann man sich über seine zukünftige Rolle als Museum und Kultureinrichtung informieren.

Unter den Linden

Mit dem Bau einer U-Bahnlinie und des Stadtschlosses ist der Prachtboulevard derzeit eine riesige Baustelle. Auch die Restaurierung der Staatsoper Unter den Linden zieht sich in die Länge.

Neues Palais in Potsdam

Nach umfassender Sanierung sind Highlights des Neues Palais im Park Sanssouci wie der Grottensaal, der Marmorsaal und das Untere Fürstenquartier jetzt wieder für Besucher zugänglich.

Noch mehr aktuelle Tipps gibt’s auflonelyplanet.com/germany/berlin

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Gut zu wissen

Weiteres siehe "Praktische Informationen"

Währung

Euro (€)

Einreise

EU-Bürger und Schweizer können mit Personalausweis oder Pass einreisen und unbegrenzt bleiben.

Geld

Geldautomaten gibt es in der Stadt überall. Mit Bargeld kommt man weiter als mit Kreditkarten.

Zeit

Es gilt die Mitteleuropäische Zeit.

Touristeninformation

Visit Berlin (www.visitberlin.de) hat Büros an den Flughäfen, am Hauptbahnhof, am Brandenburger Tor, am Fernsehturm und auf dem Kurfürstendamm sowie ein Callcenter (030-2500 2333; Mo–Fr 9–19, Sa 10–18, So 10–14 Uhr) für Informationen und Reservierungen.

Tagesbudget

Budget unter 100 €

Bett im Mehrbettzimmer oder über Anbieter wie Airbnb 10–30 €

Döner 3–4 €

Clubeintritt 5–15 €

Tageskarte für öffentliche Verkehrsmittel 7 €

Mittelklasse 100–200 €

Apartment oder Doppelzimmer 80–120 €

2-Gänge-Abendessen mit Wein 25–40 €

Geführte Tour 10–20 €

Museumseintritt 20 €

Gehoben über 200 €

Schickes Apartment oder Doppelzimmer im Nobelhotel ab 160 €

2-Gänge-Gourmetdiner mit Wein 70 €

Taxifahrt 25 €

Karte fürs Varieté 50–80 €

Vor der Reise

Zwei bis drei Monate vorher

Karten für Philharmonie, Staatsoper, Sammlung Boros und besonders gefragte Events reservieren.

Einen Monat vorher

Online-Reservierungen für die Reichstagskuppel, das Neue Museum und das Pergamonmuseum.

Zwei Wochen vorher

Reservierungen bei angesagten oder mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants, besonders für freitag- und samstagabends.

Websites

Lonely Planet (www.lonelyplanet.com) Berlin-Infos, Hotelreservierungen, Travellerforum und mehr.

Visit Berlin (www.visitberlin.de) Offizielle Touristeninformation der Stadt.

Museumsportal (www.museumsportal-berlin.de) Online-Präsenz der Berliner Museen.

Resident Advisor (www.residentadvisor.net) Der Ratgeber für die Party- und Clubszene.

Stil in Berlin (www.stilinberlin.de) City-Blogs mit aktuellen Tipps zu Restaurants, Mode, Stil und Kunst.

REISEZEIT

Juli und August: voll und warm, aber oft regnerisch. Mai, Juni, September und Oktober: zahlreiche Festivals und kühleres Wetter. Winter: ruhiger.

Ankunft in Berlin

Flughafen Tegel

TXL-Expressbus zum Alexanderplatz (40 Min.) und Bus X9 in die City West (z. B. Kurfürstendamm, 20 Min.) 2,70 €; Taxi 25 €.

Flughafen Schönefeld

Zweimal stündlich AirportExpress-Züge (RB14 oder RE7) zum Stadtzentrum (30 Min.); die S9 fährt alle 20 Minuten nach Friedrichshain und Prenzlauer Berg, 3,30 €; Taxi zum Alexanderplatz 40 €.

Hauptbahnhof

Der Verkehrsknoten im Stadtzentrum bietet Umsteigemöglichkeiten auf S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Bus und Taxi.

Zentraler Omnibusbahnhof

(ZOB) Im Westen der Stadt. U-Bahn U2 ins Stadtzentrum (z. B. Bahnhof Zoo 8 Min., Alexanderplatz 28 Min.) 2,70 €; Taxi 18 €.

Mehr zum Thema Anreise

Unterwegs vor Ort

U-Bahn Das praktischste Verkehrsmittel; sie fährt von 4 bis 0.30 Uhr, freitags, samstags und feiertags die ganze Nacht. Die übrige Woche füllen halbstündliche Nachtbusse die Lücke.

S-Bahn Fährt nicht so häufig wie die U-Bahn, ist aber mit weniger Haltestellen gut für längere Strecken. Betriebszeiten wie die U-Bahn.

Bus Langsam, aber gut für preiswertes Sightseeing. Verkehren von 4.30 bis 0.30 Uhr häufig; die übrige Zeit fahren halbstündliche Nachtbusse. MetroBusse (M1, M19) fahren rund um die Uhr.

Straßenbahn Nur in den östlichen Bezirken; MetroTrams (M1, M2) fahren jeden Tag rund um die Uhr.

Fahrrad Viele Radwege und Leihstationen; Räder dürfen in gekennzeichneten U-Bahn- und S-Bahnwagen mitfahren (kostenpflichtig).

Uber Die einzige Uber-Option ist uberTaxi. Die Preise entsprechen denen regulärer Taxis; 1,50 € Zuschlag für Kartenzahlung.

Mehr zum Thema Unterwegs vor Ort

Schlafen

Berlin hat über 137 000 Hotelzimmer, aber die schönsten sind rasch ausgebucht, vor allem im Sommer und rund um wichtige Feiertage, Festivals und Messen. Dann explodieren die Preise und ohne Reservierung geht nichts. Sonst sind die Preise für eine westeuropäische Hauptstadt erfreulich günstig. Das Angebot reicht von Luxusherbergen über trendige Designhotels bis zu altehrwürdigen Berliner Pensionen, angesagten Hostels und Apartments für Selbstversorger.

Websites

Lonely Planet (www.lonelyplanet.de/buchen/hotels) Online-Buchungsservice.

Visit Berlin (www.visitberlin.de) Reserviert Zimmer bei den angeschlossenen Hotels mit Bestpreisgarantie.

Boutique Hotels Berlin (www.boutiquehotels-berlin.com) Buchungsservice für rund 20 Boutiquehotels.

Berlin30 (www.berlin30.com) Günstige Buchungsagentur für Hotels, Hostels, Apartments und B&Bs.

Mehr zum Thema Schlafen

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Berlin erleben

1. Tag

Historische Mitte

Ein Tag in Berlin? Auf dieser rasanten Tour kann man schon mal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abhaken. Rechtzeitig reservieren für eine morgendliche Aufzugsfahrt zur Kuppel des Reichstags, dann das Brandenburger Tor knipsen, das Labyrinth des Holocaust-Mahnmals erkunden und die moderne Architektur am Potsdamer Platz bewundern. Nach einem Blick auf die Überreste der Mauer führt einem der Checkpoint Charlie den Wahnwitz des Kalten Krieges vor Augen.

Mittagessen Stärkungsstopp im Augustiner am Gendarmenmarkt.

Historische Mitte

Nachmittags steht die Pracht und Herrlichkeit desGendarmenmarktsKarte offlineGoogle Maps auf dem Programm, gefolgt von einem Besuch imRausch SchokoladenhausKarte offlineGoogle Maps und einem Shopping-Streifzug durch die Friedrichstadtpassagen. Die Prachtstraße Unter den Linden führt ostwärts zur Museumsinsel, wo mindestens eine Stunde für die Altertümer des Pergamonmuseums draufgeht. Dann ist es Zeit für ein Bierchen: Auf zurStrandbar MitteKarte offlineGoogle Maps!

Abendessen Mit Reservierung im Katz Orange.

Scheunenviertel

Nach dem Abendessen geht es rüber zu Clärchens Ballhaus, wo Menschen jeden Alters das Tanzbein schwingen, und abschließend insBuck and BreckKarte offlineGoogle Maps, um die Eindrücke des Tages sacken zu lassen.

2. Tag

Prenzlauer Berg

Ein, zwei Stunden braucht es schon, um sich bei der Gedenkstätte Berliner Mauer das Leben im Berlin der Mauerzeit bildlich auszumalen. Nach einer Runde durch den Mauerpark belohnt man sich im Bonanza Coffee Heroes mit einem Kaffee und stöbert dann ein wenig in den Läden an der Kastanienallee.

Mittagessen Tipps: W – der Imbiss und District Môt.

Museumsinsel & Alexanderplatz

Zum Auftakt des Nachmittags sollte man eine Stunde für die Audienz bei Königin Nofretete und die anderen Schätze im atemberaubenden Neuen Museum reservieren. Eine ganz relaxte Form des Sightseeing ist die anschließende einstündige Bootsrundfahrt um die Museumsinsel. Danach lohnt ein Besuch der nahen Humboldt-Box, wo man sich über den Wiederaufbau des Stadtschlosses informieren kann. Von den Humboldt-Terrassen im obersten Stockwerk aus kann man bei einem Kaffee oder einem Cocktail die riesige Baustelle überblicken.

Abendessen Türkisch speisen im Defne in Kreuzberg.

Kreuzberg & Neukölln

Nach dem Essen locken die Bars rund ums Kottbusser Tor: mit Cocktails im Würgeengel, einem Bier oder zwei bei Möbel Olfe oder einem Tänzchen in der Monarch Bar.

3. Tag

City West & Charlottenburg

Der Tag beginnt im Schloss Charlottenburg, wo der Neue Flügel und der Schlossgarten besonders sehenswert sind. Von hier fahren Busse zum Zoologischen Garten, in dessen direkter Nähe dieKaiser-Wilhelm-GedächtniskircheKarte offlineGoogle Maps die Sinnlosigkeit des Krieges in Erinnerung ruft. Sofern nicht gerade Sonntag ist, können Shoppingfans danach den Kurfürstendamm unsicher machen. Den krönenden Abschluss bilden die Konsumtempel Bikini Berlin und KaDeWe.

Mittagessen Imbiss auf der Feinschmeckeretage des KaDeWe.

Kreuzberg & Neukölln

Nach ein, zwei Stunden im beeindruckenden Jüdischen Museum locken die weiten offenen Flächen desTempelhofer FeldsKarte offlineGoogle Maps: Hier ist zu sehen, wie ein alter Flughafen in einen Park und eine urbane Spielwiese verwandelt werden kann. Für ein Päuschen bietet sich der Luftgarten oder eins der vielen Cafés im nördlichen Neukölln an.

Abendessen Mit Reservierung in Neuköllns neuem Hotspot eins44 siehe >>.

Kreuzberg & Neukölln

Wer schon mal hier ist, im Zentrum der Partyszene, kann auch gleich die Bars an der Weserstraße (Tipp: TheloniusKarte offlineGoogle Maps oder TiER) und deren Seitenstraßen unsicher machen. Wer noch länger feiern möchte, kann sich in der Griessmühle austoben.

4. Tag

Potsdam

Natürlich gibt es in der Stadt selbst noch viel mehr zu tun und zu sehen, aber es lohnt sich, den größeren Teil des Tages für die Schlösser und Gärten von Potsdam aufzuwenden, das nur eine halbstündige S-Bahnfahrt entfernt liegt. Karten für das Rokokojuwel Schloss Sanssouci zur frei gewählten Uhrzeit gibt’s im Internet. Anschließend kann man in aller Ruhe den dazugehörigen Park und die vielen kleineren Schlösser erkunden. Dabei auf keinen Fall das Chinesische Haus versäumen!

MittagessenIm exotischen Drachenhaus im Park.

Potsdam

Je nach Geschmack nachmittags noch mehr Schlossgärten bestaunen oder die Altstadt von Potsdam ansteuern und durchs Holländische Viertel stromern. Wer Hunger hat, kann im Maison Charlotte einen Flammkuchen essen, sonst geht’s zurück in nach Berlin, um im Biergarten des Prater in Prenzlauer Berg ein wohlverdientes Bier zu schlürfen.

Abendessen Im hübschen Umami in Prenzlauer Berg.

Prenzlauer Berg

Nach dem Abendessen bietet sich ein Verdauungsspaziergang um den schönen Kollwitzplatz an. Wer noch Power übrig hat, nutzt den Abend zu einer Kneipentour und schaut etwa auf einen gut gemixten Cocktail in der Bryk Bar oder in Becketts Kopf vorbei.

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Wie wär’s mit …

Museen

Pergamonmuseum

Eine Schatzkammer der antiken Monumentalarchitektur.

Neues Museum

Nach dem Besuch bei Königin Nofretete gibt es noch viele Kostbarkeiten aus Troja und anderswo zu bewundern.

Jüdisches Museum

Umfangreiche Ausstellung nicht nur zum Holocaust, sondern auch zur langen Geschichte des Judentums in Deutschland.

Museum für Naturkunde

Riesige Dinos und viel Wissenswertes über das Universum, die Evolution und sogar die Anatomie der Pferdebremse.

Deutsches Technikmuseum

Jede Menge Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe und Automobile plus der erste Computer der Welt und andere Gerätschaften.

Clubbing

Berghain/Panorama Bar

Immer noch die Lasterhöhle für Tanzwütige.

://about blank

Wild und abgefuckt, mit einem tollen Garten zum Feiern tagsüber.

Ritter Butzke

Verwirrendes Partyhaus für ausgedehnte Electro-House-Tanzmarathons.

Clärchens Ballhaus

Salsa, Tango, Ballroom und Swing im kitschigen Retro-Ballsaal.

KitKatClub

Lusttempel für sexuell abenteuerlustige Latex- und Lederfreunde.

House of Weekend

Grillen mit Ausblick auf der Dachterrasse und Top-DJs.

Panoramablick

Fernsehturm

Von dem nadelspitzen Turm, dem höchsten Bauwerk Deutschlands, überschaut man alle Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Reichstagskuppel

Rechtzeitig reservieren, um per Aufzug zur Glaskuppel des historischen Baus zu entschweben.

Panoramapunkt

Mit dem schnellsten Aufzug Europas zum Hammerblick auf das Stadtzentrum.

Berliner Dom

Atemberaubender Blick auf die Museumsinsel und das Humboldt Forum von der größten Berliner Kirchenkuppel.

Panoramaterrasse des Park Inn

Auf Augenhöhe mit dem Fernsehturm in der Dachlounge des Hotels Park Inn.

Weltballon Berlin

Aufregende Vogelperspektive aus dem Fesselballon in der Nähe des Checkpoint Charlie.

TURTIX/GETTY IMAGES ©

Berliner Dom

Kalter Krieg

Gedenkstätte Berliner Mauer

Alles, was man über die Mauer wissen möchte, an 1,4 km langem Mauerabschnitt.

Stasimuseum

Die einstige Stasi-Zentrale informiert über die Machenschaften der DDR-Staatssicherheit.

Stasigefängnis

Eine Führung blickt hinter die Kulissen des berüchtigtsten Gefängnisses von Ostberlin.

East Side Gallery

Der längste erhaltene Mauerrest ist heute eine Streetart-Galerie.

Tränenpalast

Der Grenzpavillon ruft die emotionalen Aspekte der Teilung wach.

Zeit des Nationalsozialismus

Topographie des Terrors

Schrecken der Naziherrschaft am Standort der SS- und Gestapo-Zentrale.

Holocaust-Mahnmal

Das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas ist wirklich sehr bewegend.

Sachsenhausen

Der Besuch in einem der ersten Konzentrationslager der Nationalsozialisten, in Oranienburg gleich nördlich von Berlin, lässt niemanden unberührt.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Erzählt die Geschichte des Widerstands gegen das NS-Regime, u. a. von Stauffenbergs gescheiterter „Operation Walküre“.

Haus der Wannsee-Konferenz

Ein Ort zum Frösteln: der Raum, in dem die Nazi-Obrigkeit die „Endlösung der Judenfrage“ diskutierte.

Moderne Architektur

Jüdisches Museum

Daniel Libeskinds verblüffende Zickzack-Metapher der jüdischen Geschichte Deutschlands.

Neues Museum

Die Rekonstruktion von David Chipperfield verschmilzt Alt und Neu zu kühner Schönheit.

Sony Center

Helmut Jahns filigraner Glas-Stahl-Komplex ist das augenfälligste Bauwerk am Potsdamer Platz.

I. M.-Pei-Bau

Streng geometrischer Museumsanbau mit vorgesetzter Glasspirale, entworfen vom „Mandarin der Moderne“.

Weitere Highlights:

Essen

Ausgehen & Nachtleben

Berlin für Schwule & Lesben

Unterhaltung

Shoppen

Kuriositäten

Badeschiff

Der Spree-Pool in einem alten Lastkahn samt Strandbar lädt im Sommer zum Abkühlen ein.

Museum der Unerhörten Dinge

Hier laden Gegenstände zum Nachdenken über das Wesen von Museen ein.

Roses

Die irrste und kitschigste Bar in Kreuzberg, mit rosa Fell an den Wänden.

Monster Ronson’s Ichiban Karaoke

Hemmungen über Bord werfen und losträllern!

Monsterkabinett

Ausflug in eine bizarre Unterwelt, die von einer kleinen Armee liebenswerter Gruselmonster bevölkert wird.

Kunstsammlungen

Gemäldegalerie

Umwerfende Sammlung Alter Meister in einem großzügigen Ausstellungsgebäude am Kulturforum.

Sammlung Boros

Zeitgenössisches von Weltrang im klotzigen Weltkriegsbunker.

Hamburger Bahnhof

Umfassender Überblick über die Kunst ab den 1950er-Jahren in spektakulär umgebautem Bahnhof.

Museum Berggruen

Unschätzbare Werke von Picasso, Klee, Giacometti & Co. im jüngst erweiterten Museumsbau.

Brücke-Museum

Wegbereitende Kunst von Deutschlands erster moderner Künstlergruppe (1905–1913).

Bauhaus Archiv

Werke bedeutender Dozenten der wegweisenden Architektur- und Designschule.

Königliches Erbe

Schloss Charlottenburg

Der preußische Renommierbau erlaubt Einblicke in den luxuriösen Lebensstil des mächtigen Königshauses.

Schloss Sanssouci

Schnörkeliger Prunk mit Blick auf Weinbergterrassen und einen riesigen Springbrunnen im Park Sanssouci, Potsdam.

Berliner Dom

Prunkvolle Hofkirche von imposanten Ausmaßen, in deren Gruft Könige und Königinnen in kunstvollen Sarkophagen ruhen.

Pfaueninsel

Romantische Insel mit märchenhaftem Schloss und umherstolzierenden Pfauen: Hier traf sich der König mit seiner Mätresse.

Musik

Berliner Philharmonie

Legendäre Konzerthalle für klassische Musik und Heimat der weltberühmten Berliner Philharmoniker.

Bearpit Karaoke

Unterhaltsame sonntägliche Karaoke-Veranstaltung im Mauerpark.

Konzerthaus

Noch ein phantastischer Konzertsaal ist dieses von Schinkel erbaute Schmuckstück am Gendarmenmarkt.

Sonntagskonzerte

Stimmungsvolle Konzerte im verblichenen Glanz eines über hundertjährigen Spiegelsaals.

Astra Kulturhaus

Der Konzertsaal im DDR-Schick präsentiert große Namen der Rock-, Pop- und Electroszene.

Märkte

Flohmarkt am Mauerpark

Im Sommer völlig überlaufen, aber immer noch eine prima Übung in urbaner Archäologie.

Street Food Thursday

Essen aus aller Welt und Craft-Bier aus Berlin in einer Markthalle aus dem 19. Jh.

Türkischer Markt

Berlin trifft Bosporus – herrlich bunter Wochenmarkt am Ufer des Landwehrkanals.

Nowkoelln Flowmarkt

Hipstermarkt mit vielen handgemachten Schätzen und Spontankonzerten.

Kollwitzplatzmarkt

Gourmets finden hier die köstlichsten Leckerbissen für das ultimative Picknick.

Parks & Gärten

Tiergarten

Wege zum Verlaufen zwischen Wiesen und Bäumen eines der größten Stadtparks der Welt.

Schlossgarten Charlottenburg

Ein Picknickplätzchen am Karpfenteich ist ideal, um die königliche Pracht auf sich wirken zu lassen.

Park Sanssouci

Ein Lieblingseckchen suchen, um fernab vom Trubel „ohne Sorge“ die Seele baumeln zu lassen.

Volkspark Friedrichshain

Weitläufige Grünanlage mit vielen Freizeiteinrichtungen und zwei Trümmerbergen aus Weltkriegsschutt.

Viktoriapark

Kleiner Park auf Berlins höchstem „Berg“, dem 66 m hohen Kreuzberg; mit Biergarten und Spielplatz.

Sündiges Berlin

KitKatClub

Hier darf jeder so verrückt oder verrucht sein, wie er mag – aber den Dresscode beachten.

Insomnia

Geheime Leidenschaften rauslassen in diesem sexy Tanzclub mit Liveshows und Spielzimmern.

Schwarzer Reiter

Dieser Laden hat alles, was Sie oder Er brauchen könnte, um neckische Ideen in die Tat umzusetzen.

Lab.oratory

Der Ort, an dem schwule Jungs ihre Phantasien unzensiert ausleben.

Other Nature

Lustalternativen in Sexshop mit feministischem und lesbischem Fokus.

1920er & Varieté

Chamäleon Varieté

Der Ex-Ballsaal mixt Akrobatik, Kleinkunst und Sexappeal in anheimelnder Atmosphäre.

Bar Jeder Vernunft

In dem umwerfenden Spiegelzelt fühlen sich die Gäste wie bei den Dreharbeiten zu

Cabaret

.

Friedrichstadtpalast

Im größten Revuetheater Europas ziehen langbeinige Schönheiten ihre Glamourshow im Stil des alten Vegas ab.

1. Absinth Depot Berlin

Das exzentrische Lokal lädt zum Rendezvous mit der „grünen Fee“.

Prinzipal

Burleskbar mit gelegentlichen Shows und nach berühmten Vertretern des Genres benannten Cocktails.

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Monat für Monat

TOP-EVENTS

Berlinale, Februar

Karneval der Kulturen, Mai

Christopher Street Day, Juni

Berlin Marathon, September

Weihnachtsmärkte, Dezember

Januar

Silvester ist vorbei, aber die Party-Hotspots feiern munter weiter, besonders während der Fashion Week. Das kalte Wetter spornt zu ausgedehnten Museumsbesuchen und Streifzügen über die Grüne Woche an.

Berlin Fashion Week

Zweimal im Jahr (Januar und Juli) nimmt die internationale Modeszene alle trendigen Hotels (und Restaurants) in Beschlag, um in der Stadt den Zwirn der kommenden Saison zu präsentieren und zu begutachten. Öffentliche Veranstaltungen siehe unter www.fashion-week-berlin.com.

Internationale Grüne Woche

Die neuntägige Messe (www.gruenewoche.de) stellt aktuelle Esstrends vor und gibt Gelegenheit, sich an Leckerbissen aus aller Welt gütlich zu tun.

Februar

Die Tage sind noch trüb, doch das Filmfestival bringt Glanz und Gloria in die Stadt und auch der proppenvolle Kultur- und Partykalender lockt die Berliner vor die Tür.

Transmediale

Bei diesem Avantgarde-Festival digitaler Kunst (www.transmediale.de) werden die Zusammenhänge zwischen Kunst, Kultur und Technologie anhand von Ausstellungen, Tagungen und Vorführungen erkundet.

Berlinale

Berlins Filmfestival (www.berlinale.de) zieht elf Tage lang mit Filmvorführungen und Partys Stars, Regisseure, Kritiker und Prominenz aus aller Welt an. Wer Glück hat, darf einen Goldenen Bären mit nach Hause nehmen.

März

Liegt da ein Hauch von Frühling in der Luft? Eine gute Zeit, um die Sehenswürdigkeiten ohne Gedränge zu erleben. Die Hotels platzen aber zur Tourismus-Börse schon aus allen Nähten.

Internationale Tourismus-Börse

Die weltgrößte Tourismusmesse (www.itb-berlin.de) lädt zur Reise um die Welt – am Wochenende auch das gemeine Publikum.

Maerzmusik

„Musik“ oder „Klanglandschaften“? Ohren auf beim Festival der zeitgenössischen Musik (www.berlinerfestspiele.de), das ein grenzüberschreitendes Klangspektrum von Sinfonien bis zu experimentellen Darbietungen zelebriert.

April

Das Leben verlagert sich allmählich nach draußen: Die Cafétische werden rausgestellt und die Bäume treiben erste Knospen. Über Ostern sind die Hotels gut ausgelastet.

Achtung Berlin

Filme, die mindestens teilweise in der Stadt produziert wurden, konkurrieren bei diesem Festival (achtungberlin.de) um den New Berlin Film Award. Bei vielen Vorführungen sind Drehbuchautoren, Regisseure, Produzenten und Schauspieler anwesend.

Festtage

Daniel Barenboim, der musikalische Leiter der Staatsoper, lockt zu dieser zehntägigen Kulturorgie aus Galakonzerten und Opern (www.staatsoper-berlin.org) die besten Dirigenten, Solisten und Orchester der Welt nach Berlin.

Gallery Weekend

Rund 40 der besten Galerien der Stadt (www.gallery-weekend-berlin.de) bieten Sammlern, Kritikern und anderen Kunstfreunden am letzten Aprilwochenende einen Überblick über die Berliner Kunstszene.

Mai

Der Frühling ist da: Ein fabelhafter Monat für Berlin-Besucher. Zeit für Biergärten, Picknicks und Spaziergänge zwischen blühenden Bäumen. Auf den Märkten und in den Restaurants regiert der Spargel. Die Sonnenbrille nicht vergessen!

Karneval der Kulturen

Am Pfingstwochenende wird beim Karneval der Kulturen (www.karneval-berlin.de) der Kulturmix der Stadt vier Tage lang mit Musik, Tanz und Kunst gefeiert. Das Ganze findet seinen Höhepunkt in einer Parade wild Kostümierter durch Kreuzberg.

CHRISTIAN MUELLER/SHUTTERSTOCK ©

Beim Karneval der Kulturen in Kreuzberg

Theatertreffen

Beim Theatertreffen werden drei Wochen lang neue Inszenierungen aufstrebender und etablierter deutschsprachiger Ensembles präsentiert (www.theatertreffen-berlin.de).

1. MAI/MYFEST

Bei den Demos zum 1. Mai kam es in Kreuzberg traditionell zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen linksradikalen Demonstranten und schwer bewaffneten Polizisten; dabei wurden Steine geworfen und Autos in Brand gesteckt. Zwar lockt eine offizielle „Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration“ immer noch rund 15 000 Antikapitalisten und Antifaschisten an, doch jetzt geht es dabei erheblich friedfertiger zu. Dafür sorgt nicht nur eine massive Polizeipräsenz, sondern auch das größtenteils unpolitische sogenannte Myfest, das seit 2003 von 12 Uhr mittags bis Mitternacht in Kreuzberg stattfindet. Die Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration beginnt um 18 Uhr am Lausitzer Platz. RevolutionaryBerlin Tours (www.revolutionaeresberlin.wordpress.com) bietet geführte Rundgänge zur Geschichte der Maifeiertagskrawalle.

Juni

Um die Sommersonnenwende kommt die Festivalsaison voll in Schwung. Bei steigenden Temperaturen locken jede Menge Events unter freiem Himmel.

Berlin Biennale

Alle zwei Jahre spürt das Forum für zeitgenössische Kunst internationalen Trends nach und lädt Newcomer ein, ihr Werk rund acht Wochen lang an verschiedenen Orten der Stadt zu präsentieren (www.berlinbiennale.de). Die nächste Berlin Biennale ist 2018.

Fête de la Musique

Gute Stimmung zum Sommeranfang verbreitet dieses globale Musikfestival (www.fetedelamusique.de) mit Hunderten kostenloser Konzerte, das 1982 in Paris begründet wurde. Es findet alljährlich am 21. Juni statt.

Christopher Street Day

Menschen jeder sexuellen Orientierung feiern mit bei dieser gigantischen Pride-Parade (www.csd-berlin.de), auf deren teils politisch motivierten Festwagen sich mehr oder weniger nackte Körper zu dröhnendem Techno winden. Findet manchmal im Juli statt.

Juli

An heißen Sommertagen flüchten die Berliner an die Seen der Stadt. Gourmets erfreuen sich am Angebot regionaler Produkte auf den Märkten. Vor den Sehenswürdigkeiten stehen die Besucher Schlange.

Classic Open Air Festival

Fünf Tage, fünf Open-Air-Konzerte von Oper bis Pop für ein begeistertes Publikum auf Tribünenbänken vor dem majestätischen Konzerthaus (www.classicopenair.de) am Gendarmenmarkt.

Wassermusik

Das Haus der Kulturen der Welt schlägt hohe Wellen mit dieser beliebten Konzertreihe zum Thema Wasser (www.hkw.de/wassermusik) auf der Dachterrasse des Hauses; dazu gibt’s Märkte und Filme.

Berlin Fashion Week

Bei der Sommerausgabe der Berliner Modewoche (www.fashion-week-berlin.com) präsentieren in- und ausländische Designer die Fummel des nächsten Frühjahrs.

August

Mehr Spaß unter freiem Himmel, als irgendwer verkraften kann: Konzerte in den Parks, Clubbing bei Tageslicht, faule Bootspartien, Strandbar-Partys, Badespaß im See und ein Riesenbierfest.

Berliner Bierfestival

Wer braucht das Oktoberfest, wenn er den „längsten Biergarten der Welt“ (www.bierfestival-berlin.de) vor der Tür hat? Die 2,2 km lange Saufmeile an der Karl-Marx-Allee wird von rund 340 Brauereien aus 90 Ländern mit über 2000 Bieren beschickt.

Tanz im August

Bei dem zweiwöchigen Tanzfestival (www.tanzimaugust.de) sind geschmeidige Talente und extrem experimentelle Choreografie aus aller Herren Länder zu bewundern.

Lange Nacht der Museen

Kultur trifft Unterhaltung (www.lange-nacht-der-museen.de), wenn rund 80 Museen ihre Türen von 18 Uhr bis 2 Uhr morgens öffnen.

September

Die Sommerferien sind vorbei, aber das Feiern geht weiter und das bei oft noch schönem Wetter. Wenn die Tage kürzer werden, beginnt die neue Theater-, Konzert- und Opernsaison.

Berlin Art Week

Diese Messe für zeitgenössische Kunst (www.berlinartweek.de) bietet neben Ausstellungen, Messen und Preisen auch Vorträge, Filme und Führungen. Außerdem sind Privatsammlungen, Projekträume und Künstlerateliers zu sehen.

Berlin Marathon

Beim größten deutschen Straßenlauf (www.berlin-marathon.com), der seit 1977 neun Weltrekorde gesetzt hat, kann man mit 40 000 Mitläufern schwitzen oder sich aufs Anfeuern beschränken.

Musikfest Berlin

Berühmte Orchester, Chöre und Solisten gastieren bei einer dreiwöchigen Konzertreihe (www.berlinerfestspiele.de) in der Philharmonie und anderen Sälen.

Braufest Berlin

Bei diesem kostenlosen Fest (www.braufest-berlin.de) wird zwei Tage lang die wachsende Craftbierszene der Stadt gefeiert, mit Verkostungen, Musik und Party.

Oktober

Es wird frischer und die Bäume beginnen, ihr Sommerkleid abzuwerfen, aber Berlin bleibt heiter und das nicht nur zum Festival of Lights.

Festival of Lights

Zwei Wochen lang setzt dieses Festival (www.festival-of-lights.de) Wahrzeichen wie den Fernsehturm und das Brandenburger Tor mit Illuminationen, Projektionen und Feuerwerk ins rechte Licht.

Porn Film Festival

Retro-Pornos, japanische Pornos, Indie-Pornos, Science-Fiction-Pornos – die „Sex-Berlinale“ (www.pornfilmfestivalberlin.de) zerrt alternative Erotikfilme aus der Schmuddelecke auf die große Leinwand.

Tag der deutschen Einheit

Am 3. Oktober findet zur Feier der deutschen Wiedervereinigung rund ums Brandenburger Tor ein großes Straßenfest mit Live-Musik statt.

November

Eine gute Besuchszeit für alle, die Menschenmassen scheuen und sich über Hotelschnäppchen freuen. Nur das Wetter könnte besser sein, aber davon lässt man sich die gute Laune natürlich nicht vermiesen.

JazzFest Berlin

Das hochkarätige Jazzfestival (www.berlinerfestspiele.de) findet seit 1964 in Berlin statt und präsentiert bei Dutzenden von Konzerten überall in der Stadt neue Talente und etablierte Stars.

Dezember

Die Tage sind kurz und kalt; dafür herrscht Adventstimmung mit festlich geschmückten Schaufenstern, erleuchteten Straßen und Fassaden und Weihnachtsmärkten, die den Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein verbreiten.

Weihnachtsmärkte

Glitzernder Weihnachtsschmuck und dampfender Glühwein sind die Verkaufsschlager auf Dutzenden von Weihnachtsmärkten an allen Ecken und Enden der Stadt.

Silvester

Zur Begrüßung des neuen Jahres darf man Wildfremde umarmen, übers Feuerwerk juchzen, Schampus direkt aus der Flasche in den Hals kippen und sich auch sonst danebenbenehmen. Die größte Party steigt am Brandenburger Tor.

THOMAS KURMEIER/GETTY IMAGES/FLICKR RF ©

Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt

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Berlin mit Kindern

Ein Berlinbesuch mit Nachwuchs wird zum Kinderspiel, wenn man sich nicht zu viel vornimmt und die Kids in die Tagesplanung mit einbezieht. Es gibt genug zu tun, von Zoos bis zu kindertauglichen Museen. Und in allen Bezirken der Stadt findet man Parks, Spielplätze und Schwimmbäder.

ANTICICLO/SHUTTERSTOCK ©

Lego-Giraffe vor dem Legoland Discovery Centre

Museen

Museum für Naturkunde

In diesem wunderbaren Museum können die Kleinen mächtigen Dinos begegnen, durch Raum und Zeit reisen und erfahren, warum das Zebra Streifen hat. (siehe >>)

Science Center Spectrum

Kleinere und größere Kinder können hier spielend und bei interaktiven Experimenten etwas über Dinge wie Gleichgewicht und Gewicht, Wasser und Luft oder Elektrizität lernen (Karte offline, A3; 030-9025 4284; www.sdtb.de; Möckernstraße 26; Erw./erm./unter 18 J. 8/4 €/ab 15 Uhr frei; Di–Fr 9–17.30, Sa & So 10–18 Uhr; ; Möckernbrücke, Gleisdreieck,). (siehe >>)

Deutsches Technikmuseum

Das Museum neben dem Science Center Spectrum ist so riesig, dass man sich am besten auf zwei, drei Abteilungen konzentriert, die den technikverliebten Nachwuchs am meisten interessieren. Eine gute Einführung bietet die einstündige Audioguide-Tour speziell für Kinder. (siehe >>)

Madame Tussauds

Kinder jeden Alters haben Spaß daran, mit den wächsernen Ebenbildern ihrer liebsten Popstars oder Filmhelden zu posieren. (siehe >>)

Legoland Discovery Centre

Ein Top-Tipp für Milchzahnträger ist das Lego-Wunderland mit Fahrgeschäften, Unterhaltungsangeboten und interaktiven Spielstationen. (siehe >>)

Computerspielemuseum

Universum der Computerspiele mit coolen Kicks für Teenager – von Pac-Man bis zu World of Warcraft. (siehe >>)

Mauermuseum

Ältere Kinder mit Interesse an Geschichte und ausreichender Aufmerksamkeitsspanne dürften von den hier dokumentierten Fluchtplänen einfallsreicher DDR-Bürger fasziniert sein. (siehe >>)

Loxx am Alex Miniatur Welten

Berlin im Miniaturformat rund um eine riesige Modelleisenbahn. (siehe >>)

Parks, Pools & Spielplätze

Park am Gleisdreieck

Dieser Park bietet Kindern jede Menge Spaß: Es gibt Abenteuerspielplätze, Basketballplätze, einen riesigen Skaterpark und einen Naturlehrgarten. (siehe >>)

Kollwitzplatz

Auf dem Platz gibt es gleich drei Spielplätze für verschiedene Altersgruppen, u. a. einen mit riesigem Holzspielzeug. Auf allen ist nachmittags und am Wochenende mächtig was los. Nette Cafés und Eisdielen sind nur ein paar Hüpfer entfernt. (siehe >>)

Kinderbad Monbijou

Das familienfreundliche Schwimmbad (Karte offline, B5; 030-2219 0011; www.berlinerbaeder.de; Oranienburger Straße 78; Erw./Kind 5,50/3,50 €; Mitte Juni–Anfang Sept. 11–19 Uhr; M1, Hackescher Markt, Oranienburger Straße) im Scheunenviertel ist ideal für heiße Tage.

Tiere

Zoo & Aquarium Berlin

Wer sich nicht für die 20 000 Flossen-, Feder- und Fellviecher begeistern kann, dürfte zumindest den weitläufigen Abenteuerspielplatz zu schätzen wissen. (siehe >>)

Tierpark Berlin

Auch der andere große Zoo der Stadt, der Tierpark Berlin (030-515 310; www.tierpark-berlin.de; Erw./erm./Kind 4–15 J. 13/9/6 €; Zoo April–Sept. 9–18.30 Uhr, März & Okt. bis 18 Uhr, Nov.–Feb. bis 16.30 Uhr, Schloss Di & Do–So 11–17 Uhr; Tierpark), bietet reichlich Anlass zu Ohs und Ahs, wenn die kleinen Besucher den Elefantenbabys beim Spielen zusehen oder die Fütterung der Löwen und Tiger miterleben können.

Sealife Berlin

Im Sealife kann man sich die Nase an Dutzenden riesiger Aquarien platt drücken, Rätsel lösen und Seesterne und Seeanemonen berühren – ganz vorsichtig natürlich.

Domäne Dahlem

Das Freilichtmuseum mit Bauernhof (030-666 3000; www.domaene-dahlem.de; Königin-Luise-Straße 49; Erw./erm./unter 18 J. Gelände 2/1 €/frei, Museum 4/2 €/frei; Gelände Mai–Sept. 8–20 Uhr, Okt.–April bis 19 Uhr, Museum Di–So 10–17 Uhr; ; Dahlem-Dorf) lädt die lieben Kleinen ein, die Bauernhoftiere aus nächster Nähe zu erleben, beim Eiereinsammeln zu helfen, Kartoffeln zu ernten und den ganzen Alltag eines traditionellen Bauernhofs kennenzulernen.

Essen mit Kindern

Zu jeder Tageszeit gern gesehen sind Familien insbesondere in Cafés, Bistros und Pizzerien, die oft Kindermenüs oder -teller für den kleineren Appetit anbieten oder bereit sind, halbe Portionen zu servieren. Klassische Lieblingsessen der kleinen Gourmets wie Schnitzel, Pommes mit Ketchup oder Mayonnaise, Nudeln mit Tomatensauce und Fischstäbchen sind überall aufzutreiben.

Auch in den Imbisshallen der großen Einkaufscenter und den Selbstbedienungsrestaurants der großen Kaufhäuser finden die Kurzen bestimmt etwas, das ihnen zusagt. Auf den Wochenmärkten gibt es immer Imbissstände und an jeder Straßenecke verkaufen Bäckereien leckeres Gebäck oder Sandwiches. Die beliebtesten Snacks für auf die Hand sind Bratwurst im Brötchen und Döner.

GUT ZU WISSEN

BabysitterBabysitter vermitteln Babysitter Express (www.babysitter-express.de) oder Welcome Kids (www.welcome-kids.de).Öffentliche VerkehrsmittelKinder unter sechs Jahren fahren kostenlos, zwischen sechs und 14 Jahren zum Ermäßigungstarif.EintrittViele Museen und Sehenswürdigkeiten sind für Besucher unter 18 Jahren kostenlos; bei anderen liegt die Altersgrenze bei zwölf oder 14.
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Wie die Einheimischen

Das Alltagsleben in Berlin ist nicht so statisch wie in manchen anderen Städten, sondern stark durch den enormen Zustrom von Neuberlinern aus dem übrigen Deutschland und dem Ausland geprägt. Das macht es relativ einfach, sich unter die Berliner zu mischen.

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Weinbar Rutz

Essen wie die Einheimischen

Die Berliner gehen gern essen und können diese Neigung dank der großen Auswahl an Cafés und Restaurants mit zivilen Preisen auch fleißig ausleben. Das reicht vom schnellen Kebab im Dönerimbiss an der Ecke bis zum 4-Gänge-Menü im angesagten Gourmetrestaurant. Essen gehen ist auch ein geselliges Erlebnis: Freunde und Familie zum Essen zu treffen ist eine prima Gelegenheit, Neuigkeiten auszutauschen oder sich bei angeregten Diskussionen die Köpfe heißzureden.

Auch das Frühstück außer Haus ist seit Jahren ein beliebter Zeitvertreib. Zum Mittagessen ins Restaurant zu gehen ist inzwischen nicht mehr Managern & Co. vorbehalten. Viele Restaurants, auch teure, bieten mittlerweile günstige Tagesgerichte oder Mittagsmenüs. Das traditionelle deutsche Kaffee-und-Kuchen-Ritual am Nachmittag ist in Berlin nicht so verbreitet wie anderswo; wenn überhaupt, wird es am ehesten noch von den älteren Generationen gepflegt. Die Restaurants füllen sich vor allem zum Abendessen, generell ab 19.30 oder 20 Uhr. Da die meisten Gäste ihre Mahlzeit auf gut zwei Stunden ausdehnen und dann noch bei einem letzten Glas Wein sitzenbleiben, rechnen Restaurants in der Regel nicht damit, einen Tisch mehr als einmal pro Abend vergeben zu können.

Ausgehen wie die Einheimischen

Die meisten Berliner beginnen den Ausgehabend so gegen 21 oder 22 Uhr in einer Kneipe oder Bar. Viele treffen sich aber auch erst mal zum „Vorglühen“ bei jemandem zu Hause. Nach ein paar Drinks in einem oder mehreren Lokalen geht es dann frühestens um 1 oder 2 Uhr weiter in einen Club.

Die Aufenthaltsdauer dort hängt vom persönlichen Durchhaltevermögen und der Alkohol- und/oder Drogenaufnahme ab. Robuste Naturen taumeln erst am Vormittag ins Sonnenlicht hinaus; die allerhärtesten Partyfans halten sogar noch länger durch. Da einige Clubs am Wochenende gar nicht schließen, wird es immer beliebter, die Party tagsüber zu beginnen und um vielleicht 23 Uhr nach Hause zu gehen, um eine normale Mütze Schlaf abzubekommen. Doch insgesamt braucht es ein bisschen Training, um in der Berliner Partyszene mitzuhalten.

Shoppen wie die Einheimischen

Das meiste, was die Berliner brauchen, finden sie in ihrem heimischen Kiez (Stadtviertel). Hier gibt es im Allgemeinen mehrere Supermärkte in fußläufiger Entfernung. Auch Bringdienste von Supermärkten werden immer beliebter. Wochenmärkte sind bevorzugte Quellen für Frischobst und -gemüse und Spezialitäten wie handgemachte Nudeln, tausenderlei Käsesorten und türkische Dips. Die Frühstücksbrötchen, vor Ort „Schrippen“ genannt, kommen vom Bäcker um die Ecke. Auch sonstiger Bedarf wie Schreibwaren, Geschenke, Blumen, Bücher, Wein usw. wird gern bei den Einzelhandelsgeschäften im Stadtteil gedeckt.

Die persönliche Garderobe wird je nach Geschmack und Geldbörse aus den Kettenläden der Einkaufsmeilen, Boutiquen, Secondhandshops, vom Flohmarkt und natürlich im Internet zusammengekauft. Wenn sich die Berliner mal außerhalb ihres Viertels umtun, dann normalerweise nur, um größere Anschaffungen wie Möbel oder Fahrzeuge zu tätigen oder nach Spezialartikeln zu suchen, die es vor Ort nicht gibt. Es gibt ein paar Einkaufszentren in der Innenstadt wie die LP12 Mall of Berlin und das Alexa, doch meistens befinden sie sich eher in den Randbezirken.

Wohnen wie die Einheimischen

Die typische Berliner Behausung ist eine geräumige 3-Zimmerwohnung mindestens im 1. Stock eines großen Mietshauses aus der Gründerzeit (niemand will im Erdgeschoss wohnen), die oft auf einen Hinterhof voller Fahrräder und bunter Müllcontainer hinausgeht. Diese Altbauwohnungen haben hohe Decken, große Fenster und gern abgeschliffene Holzdielen. Die Küche ist normalerweise der kleinste Raum, teils mit kleiner Vorratskammer.

Die meisten Berliner sind nett eingerichtet, welchen Stil auch immer sie bevorzugen. In praktisch jeder Wohnung steht mindestens ein Möbelstück aus dem sattsam bekannten schwedischen Möbelhaus. Je nach Einkommenssituation stammt der Rest vom Design-Kaufhaus Stilwerk, polnischen Handwerkern, Flohmärkten, eBay – oder jeder beliebigen Kombination derselben.

Relaxen wie die Einheimischen

Obwohl sie auf ihre Stadt schwören, kommen die Berliner auch ganz gern mal aus ihr heraus, vor allem im Sommer. Wenn sie nicht gerade nach Mallorca oder Mauritius jetten, zieht es sie an sonnigen Tagen zumindest an die Seen der Region. Es gibt Dutzende davon innerhalb der Stadtgrenzen, wie den Plötzensee (0176 3441 8634, 030-8964 4787; www.strandbad-ploetzensee.de; Nordufer 26; Erw./erm. 5/3 €; Mai–Sept. 9–19 Uhr; M13, 50) im Wedding, den Weißensee bei Prenzlauer Berg, den großen Müggelsee in Köpenick und den Wannsee in Zehlendorf, allesamt gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Hunderte weiterer liegen eine kurze Auto- oder Bahnfahrt entfernt in der umgebenden Landschaft von Brandenburg. Hier findet jeder sein eigenes Lieblingsgewässer, an das er immer wieder zurückkehrt.

Sehr beliebte Ziele sind auch die wunderbaren Parks, in denen die Berliner gern ihren Teint aufbessern, im Schatten dösen, Frisbee spielen oder sich in einen Schmöker vertiefen. Manche Parks haben Grillbereiche.

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Picknick an der Spree

Sightseeing für Insider

Die meisten Bewohner der Stadt wissen das Berliner Kulturangebot zu schätzen und halten sich über die aktuellsten Ausstellungseröffnungen, neue Theaterinszenierungen oder Bauprojekte auf dem Laufenden. Oft wird am Abendbrottisch eifrig über die Vorzüge einer vielbeachteten Ausstellung oder Theaterinszenierung diskutiert.

Im Sommer, wenn die ganze Welt zu Besuch kommt, machen die Berliner einen großen Bogen um die berühmteren Sehenswürdigkeiten. Entweder verschieben sie deren Besuch in die kalten, dunklen Wintermonate oder sie kommen an langen Museumsabenden, wenn weniger los ist. Bei der Langen Nacht der Museen, wenn Dutzende von Museen ihre Türen bis nach Mitternacht geöffnet halten (gewöhnlich im August), drängen sich Zehntausende von Kulturfans.

Berliner Marotten

Fußball

Das Lebensglück vieler Berliner hängt an den Geschicken der Hertha BSC, die nach der Berg- und Talfahrt der letzten Jahre momentan mal wieder in der 1. Bundesliga spielt. Aber echte Fans halten ihrer Mannschaft selbst in schlechten Zeiten die Treue und werfen sich in die blau-weiße Fankluft, um zu den Heimspielen draußen im Olympiastadion zu pilgern.

Außerdem hat Berlin eine Mannschaft in der 2. Bundesliga, den 1. FC Union Berlin, der eine besonders leidenschaftliche Anhängerschaft im Osten der Stadt besitzt.

Das Wetter

Viele Berliner betätigen sich als Hobbymeteorologen, die keine Gelegenheit auslassen, ihre Prognose für das Wetter von morgen abzugeben oder sich darüber zu verbreiten, ob der Sommer bislang schön war, ob der letzte Winter mild oder brutal war, wie der nächste wohl werden wird und so weiter und so fort … Wenn einem mal der Gesprächsstoff ausgeht, reicht eine Bemerkung übers Wetter, um die Konversation wieder in Schwung zu bringen. Noch ein paar beliebte Themen: die steigenden Mieten, die gefühlte Unfähigkeit des Berliner Senats oder die immer weiter hinausgeschobene Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg.

GUT ZU WISSEN

Viele Berliner bewegen sich am liebsten per Fahrrad durch die Stadt; wer es ihnen nachtun will, kann sich ein Zweirad ausleihen. Eine gute Alternative, vor allem bei miesem Wetter, sind die ausgezeichneten öffentlichen Verkehrsmittel. Für eine preiswerte Sightseeing-Tour sind die Buslinien 100 und 200 ideal.

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Berlin gratis

Es ist kein Geheimnis, dass man in Berlin für sein Geld mehr bekommt als in jeder anderen westeuropäischen Hauptstadt. Noch weiter lässt sich die Reisekasse durch tolle Gratisangebote strecken, zu denen Attraktionen wie die Reichstagskuppel und das Holocaust-Mahnmal zählen.

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Ein Überbleibsel der Berliner Mauer: die East Side Gallery

Geschichte

Die Rolle, die Deutschland und Berlin im 20. Jh. gespielt haben, spiegelt sich in Gedenkstätten und Ausstellungen, die ein Licht auf diverse (meist düstere) Kapitel der Vergangenheit werfen. Die gute Nachricht: Ihr Besuch ist völlig kostenlos.

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

Die Topographie des Terrors informiert über die SS, die Gestapo und andere Organe des NS-Machtapparats. Im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst ist der Schreibtisch zu besichtigen, an dem der Zweite Weltkrieg mit der Unterzeichnung der Kapitulation Deutschlands endete. Im Haus der Wannsee-Konferenz wurde die „Endlösung der Judenfrage“ geplant. Das Grausen geht weiter im Konzentrationslager Sachsenhausen. An die jüdischen Opfer des Naziregimes erinnert das Holocaust-Mahnmal. Den deutschen Widerstandskämpfern widmen sich die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, die Gedenkstätte Stille Helden und das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt.

Kalter Krieg

Die East Side Gallery ist das längste erhaltene Mauerstück, aber auch die Gedenkstätte Berliner Mauer und der Tränenpalast sind einen Besuch wert. Über den Alltag hinter dem Eisernen Vorhang informiert das Museum in der Kulturbrauerei. Beim Checkpoint Charlie zeichnet eine Freiluftgalerie wichtige Etappen des Kalten Krieges nach. Das AlliiertenMuseum wiederum dokumentiert diesen Zeitraum aus dem Blickwinkel der Alliierten.

Kostenlose Museen

Staatliche Museen

Der Eintritt zu den Dauerausstellungen der Staatlichen Museen zu Berlin – u. a. Pergamonmuseum, Neues Museum, Gemäldegalerie und Hamburger Bahnhof – ist für alle Besucher unter 18 Jahren frei.

Nischen-Museen

Die größeren staatlichen Museen verlangen von erwachsenen Besuchern Eintritt, einige Nischen-Museen hingegen nicht. Gratis informieren z. B. der Deutsche Dom über die Geschichte der deutschen Demokratie, das Knoblauchhaus über das Leben zur Biedermeierzeit und das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt über das Berliner Pendant zu Oskar Schindler. Kostenlosen Kunstgenuss verspricht die Ausstellung Daimler Contemporary, ungewöhnliche Gegenstände das Museum der Unerhörten Dinge (030-781 4932, 0175 410 9120; www.museumderunerhoertendinge.de; Crellestraße 5–6; Eintritt frei; Mi–Fr 15–19 Uhr; Kleistpark, Julius-Leber-Brücke) . Wer sich für Militärgeschichte und Flugzeuge interessiert, für den lohnt sich ein Abstecher zum Militärhistorischen Museum Flugplatz Berlin-Gatow.

Manchmal kostenlos

Freien Eintritt zu bestimmten Zeiten bieten u. a. die Akademie der Künste (Di 15–19 Uhr), die Deutsche Bank KunstHalle (Mo ganztägig) und das Museum für Film und Fernsehen (Do 16–20 Uhr) sowie das Märkische Museum, das Ephraim-Palais und die Nikolaikirche – alle am ersten Mittwoch des Monats.

Führungen

Bei vielen Museen sind Audioguides ohne Aufpreis im Eintritt enthalten. Manche bieten auch kostenlose Führungen an.

Musik

Kostenlose Konzerte gibt es allenthalben in Kneipen, Bars, Parks und Kirchen. Aktuelle Infos und Termine sind den Veranstaltungsmagazinen zu entnehmen.

Sommerkonzerte

Im Sommer erklingt in vielen Berliner Parks kostenlose Musik. Ein Beispiel ist das hübsche Teehaus im Englischen Garten, das im Juli und August jeden Sonntag zwei Konzerte präsentiert (um 16 und um 19 Uhr).

Karaoke

Im Mauerpark ist an Sommersonntagen die Hölle los. Das liegt vor allem an der Riesengaudi des Bearpit Karaoke, bei dem sich Tausende von Zuschauern im Amphitheater drängen, um die Vortragenden mit Jubel und Applaus zu bedenken.

Klassik

Von September bis Mitte Juni füllt sich dienstags um 13 Uhr das Foyer der Berliner Philharmonie mit Musikfreunden, die sich an kostenloser Kammermusik erfreuen. Außerdem bringen Studenten der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei mehreren Gratiskonzerten pro Woche ihr Können zu Gehör. Kostenlose Orgelkonzerte gibt’s dienstags bis sonntags um 12.30 Uhr in der Matthäuskirche am Kulturforum, dienstags bis freitags um 12.30 Uhr im Französischen Dom.

Rock & Jazz

Termine für Gratiskonzerte sind in den Veranstaltungsmagazinen zu finden. Jazzfans können im A-Trane montags sowie samstagnachts bei der Late-Night-Jamsession ab 0.30 Uhr kostenlos ihrer Leidenschaft frönen. Mittwochs bietet das b-Flat Jamsessions mit freiem Eintritt an. Die Kunstfabrik SchlotKarte offlineGoogle Maps (C1; 030-448 2160; www.kunstfabrik-schlot.de; Invalidenstraße 117, Schlegelstraße 26; Tickets 3–20 €; tgl.; Nordbahnhof, Naturkundemuseum) wartet montags und donnerstags meistens mit kostenlosen Konzerten auf.

GUT ZU WISSEN

Websites

www.gratis-in-berlin.de.

Ermäßigungen

Der Museumspass Berlin ist ein toller Deal für Kulturfreunde. Auch die Berlin Welcome Card und die CityTourCard können gute Investitionen sein.

WLAN

Viele Cafés bieten ihren Gästen kostenlosen WLAN-Zugang und es gibt auch immer mehr öffentliche Hotspots.

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Die Berliner Mauer

Es ist schon paradox: Die berühmteste Touristenattraktion von Berlin ist etwas, das gar nicht mehr existiert. 28 Jahre lang teilte die Berliner Mauer, das krasseste Symbol des Kalten Krieges, nicht nur die Stadt, sondern die ganze Welt.

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Ein Rest der Berliner Mauer

So fing es an

Am 13. August 1961, kurz nach Mitternacht, begannen Soldaten und Polizisten der DDR, kilometerweise Stacheldraht zu ziehen, der wenig später durch Betonplatten ersetzt wurde. Plötzlich wurden Straßen entzweigeschnitten, der Verkehr zwischen den beiden Stadthälften kam zum Erliegen und Ostberliner, auch Pendler, durften nicht mehr nach Westberlin fahren.

Die Berliner Mauer war eine verzweifelte Maßnahme der DDR-Regierung, um die Bevölkerungsabwanderung seit Gründung der DDR 1949 zu stoppen. Rund ein Sechstel der Bevölkerung war bereits nach Westdeutschland übergesiedelt, was die DDR an den Rand des wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruchs trieb. Dennoch war der Bau der Mauer für viele ein Schock; nur zwei Monate vor dem schicksalhaften Tag im August hatte DDR-Staatschef Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz verkündet: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

Die Grenzanlagen

Das beschönigend „antifaschistischer Schutzwall“ genannte Bauwerk war ein Instrument der Unterdrückung, das Westberlin zu einer demokratischen Insel in einem sozialistischen Meer machte. Es bestand aus einer 43 km langen Barriere zwischen West- und Ostberlin sowie einer 112 km langen Grenzanlage zwischen Westberlin und Ostdeutschland. Jedes Stahlbeton-Mauerelement war 3,6 m hoch, 1,2 m breit und wog 2,6 t. Streckenweise bildeten die Spree oder Kanäle einen Teil der Grenzanlagen.

Die Grenzanlagen wurden immer weiter ausgebaut, bis sie schließlich aus nicht einer, sondern zwei Mauern bestanden, der Hauptmauer an der Grenze zu Westberlin und der sogenannten Hinterlandmauer mit dem „Todesstreifen“ dazwischen. Ein Flüchtling, der die Hinterlandmauer überwunden hatte, stieß zunächst auf einen elektrischen Signalzaun, der einen Alarm auslöste. Danach warteten Wachhunde, speziell gesicherte Zäune, Gräben und andere Hindernisse. Dazu zählten Patrouillenwege, die bei Dunkelheit in gleißendes Flutlicht getaucht waren. In regelmäßigen Abständen standen an der gesamten Grenze 300 Wachtürme, deren Besatzung Schießbefehl hatte. Von diesen Türmen stehen heute nur noch neun, u. a einer an der Erna-Berger-Straße beim Potsdamer Platz.

In Westberlin reichte die Mauer bis direkt an die Wohnhäuser. Künstler versuchten, dem grauen Betonmonster mit bunten Graffiti ein menschlicheres Gesicht zu verleihen. Westberlin ließ Aussichtsplattformen errichten, von denen Neugierige in den Ostsektor hinüberspähen konnten.

Mauerflüchtlinge

Es gibt keine genauen Zahlen, aber man nimmt an, dass von den fast 100 000 DDR-Bürgern, die versuchten zu fliehen, Hunderte umkamen, weil sie auf der Flucht ertranken, tödliche Unfälle erlitten oder nach gescheiterter Flucht Selbstmord begingen. Über 100 wurden von den Grenzposten erschossen – der erste nur wenige Tage nach dem 13. August 1961. Für die Grenzsoldaten, die einen Fluchtversuch verhinderten, gab es Belobigung, Beförderung und Prämien.

Der Erste, der an der Mauer erschossen wurde, war der 24-jährige gelernte Schneider Günter Litfin. Die Mauer stand erst seit elf Tagen, als sein Körper von Kugeln durchsiebt wurde: Am 24. August 1961, einem Sonntag, versuchte er, einen 40 m breiten Kanal zu durchschwimmen. Seit 2003 erinnert Jürgen Litfin mit einer Gedenkausstellung (030-2362 6183; www.gedenkstaetteguenterlitfin.de; Kieler Straße 2; Führungen März–Okt. So–Do 11.30–13.30 Uhr halbstündl.; Naturkundemuseum, Hauptbahnhof, Hauptbahnhof) in einem DDR-Wachturm ganz in der Nähe der Stelle, wo er erschossen wurde, an das Schicksal seines Bruders. Die Stätte liegt etwas abseits, lohnt aber auf jeden Fall einen Abstecher, nicht nur, um die seltene Gelegenheit zu haben, in einen ehemaligen Wachturm hineinzuschauen, sondern vor allem, um diesem beredten Zeitzeugen der Geschichte zu begegnen.

Ein weiterer Vorfall, der das Barbarische des Schießbefehls illustriert, geschah am 17. August 1962: Der 18-jährige Peter Fechter wurde bei der Flucht angeschossen und verblutete, während DDR-Grenzsoldaten zuschauten. An ihn erinnert eine Gedenktafel in der Zimmerstraße beim Checkpoint Charlie. An die Maueropfer erinnern außerdem der Gedenkort Weiße Kreuze hinter dem Reichstag am Südufer der Spree sowie das anrührende „Fenster des Gedenkens“ der Gedenkstätte Berliner Mauer mit den Namen und Porträts all derer, die bei ihrem Fluchtversuch erschossen wurden oder tödlich verunglückten.

Die Mauergedenkstätte erstreckt sich über 1,4 km entlang der Bernauer Straße, die durch die Mauer zweigeteilt wurde: Die Häuser auf der einen Seite der Straße standen im Westen, die auf der anderen im Osten. Als die Mauer errichtet wurde, versuchten viele von der Ostseite zu fliehen, indem sie aus ihren Häusern in Netze sprangen oder sich an Seilen herabließen; dabei riskierten sie schwere Verletzungen oder gar den Tod. An der Bernauer Straße wurden außerdem mehrere Fluchttunnel gegraben; am berühmtesten ist der Tunnel 29 des Jahres 1962: Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass hier 29 Menschen in den Westen fliehen konnten.

Dass dem Einfallsreichtum der Flüchtlinge keine Grenzen gesetzt waren, ist anschaulich im Mauermuseum beim Checkpoint Charlie dokumentiert. Hier sind mehrere Original-Vorrichtungen zu sehen, die zur Flucht benutzt wurden, wie ein Fesselballon, ein ausgehöhltes Surfboard, ein umgebauter Pkw und sogar ein selbstgebautes Mini-U-Boot.

Der Mauerfall

Der Fall der Mauer kam so unerwartet wie ihr Bau. Wieder kamen der DDR ihre Bürger massenhaft abhanden, diesmal auf dem Umweg über Ungarn, das seine Grenze nach Österreich geöffnet hatte. Dadurch ermutigt gingen Hunderttausende Ostdeutsche auf die Straße und forderten mehr Rechte und eine Ende der SED-Herrschaft. Die Großdemonstrationen gipfelten am 4. November 1989 in der Versammlung von über einer halben Million Menschen auf dem Alexanderplatz, die politische Reformen verlangten. Es musste etwas passieren.

Das tat es dann auch: Am 9. November verkündete der Regierungssprecher Günter Schabowski bei einer live übertragenen Pressekonferenz, dass die Reisebeschränkungen in den Westen aufgehoben würden. Auf die Nachfrage eines Reporters, wann das in Kraft trete, suchte er nervös in seinen Papieren und äußerte schließlich die historischen Worte: „Nach meiner Kenntnis … unverzüglich.“ Später stellte sich heraus, dass die Regelung erst am folgenden Tag in Kraft treten sollte, was Schabowski aber keiner gesagt hatte.

Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch Ostberlin und Hunderttausende brachen zur Mauer auf. Den Grenzposten blieb nichts übrig, als die Übergänge zu öffnen. Inmitten wilder Partystimmung und kilometerlanger Trabi-Paraden fanden die beiden Berlins endlich wieder zusammen.

Heute

Der Abriss der verhassten Mauer begann praktisch sofort und inzwischen sind die beiden Stadthälften so verschmolzen, dass die einstige Grenze kaum noch zu erkennen ist. Doch eine Doppelreihe von Pflastersteinen und Bronzetafeln mit der Inschrift „Berliner Mauer 1961–1989“ markiert den Mauerverlauf auf 5,7 km Länge. Die Augen aufhalten sollte man auch nach der Geschichtsmeile Berliner Mauer mit 30 Informationstafeln am ehemaligen Verlauf der Mauer. Sie weisen auf besondere Ereignisse an der jeweiligen Stelle hin: die Teilung Berlins, den Bau und Fall der Mauer und die Mauerflüchtlinge. Näheres auf www.berlin.de/mauer/geschichte/geschichtsmeile.

Nur etwa 2 km der eigentlichen Betonmauer stehen heute noch, darunter ein berühmtes 1,3 km langes Reststück, die heutige East Side Gallery. Aber in der ganzen Stadt findet man noch weitere Spuren wie Lampen, Patrouillenwege, Zäune, Vorfeldsicherungsanlagen, Schaltkästen usw. Die meisten sind jedoch nicht leicht als Mauerrelikte zu erkennen. Ein gutes Hilfsmittel ist das interaktive Geoinformationssystem Denkmallandschaft Berliner Mauer (denkmallandschaft-berliner-mauer.de), das alle verbleibenden Mauerreste dokumentiert, seien sie auch noch so klein.

Touren

Fat Tire Bike Tours und Berlin on Bike bieten geführte Radtouren an, die dem einstigen Mauerverlauf folgen. Wer sich fit genug fühlt, kann ein Rad leihen, um den 160 km langen Berliner Mauerweg komplett oder teilweise abzuradeln. Der beschilderte Fuß- und Radweg folgt dem Verlauf der ehemaligen Grenzanlagen und ist mit 40 Infostationen bestückt. Näheres auf www.berlin.de/mauer/mauerweg.

Berliner Mauer nach Stadtvierteln

Diese Mauerreste, Museen und Gedenkstätten halten die Erinnerung an die Mauer wach.

Historische Mitte asisi Panorama Berlin, Ben-Wagin-Installation beim Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, BlackBox Kalter Krieg, Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, Gedenkort Weiße Kreuze, Mauermuseum, Parlament der Bäume, Gedenktafel für Peter Fechter, Tränenpalast.

Potsdamer Platz & Tiergarten Mauerreste am Potsdamer Platz, Mauerteile in der Niederkirchner Straße (neben der Topographie des Terrors), Wachturm in der Erna-Berger-Straße.

Friedrichshain East Side Gallery.

Prenzlauer Berg Gedenkstätte Berliner Mauer, Mauerpark.

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Die Berliner Mauer

Einzigartig in der Geschichte war der Bau der Berliner Mauer nicht nur, weil sie eine Stadt physisch teilte, sondern auch, weil sie zur Grenzlinie zweier konkurrierender Ideologien und politischer Systeme wurde. Diese globale Bedeutung und das universelle Erbe faszinieren die Menschen bis heute, mehr als 25 Jahre nach dem spektakulären Fall der Mauer. Viele originale Mauersegmente und andere Spuren existieren noch und führen gemeinsam mit Museen und Gedenkstätten den Alltag und die Herausforderungen in Berlin zu Zeiten des Kalten Kriegs vor Augen.

Auf dieser Karte stellen wir die Top-Highlights vor, die Besuchern die verschiedenen Aspekte der oftmals angespannten Mauer-Jahrzehnte näherbringen. Idealer Startpunkt ist die Gedenkstätte Berliner Mauer mit einem exzellenten Überblick, wie die innerstädtische Grenze eigentlich aussah und was es hieß, in ihrem Schatten zu leben. Auf einem Abschnitt des ehemaligen Todesstreifens, auf dem sich heute der Mauerpark erstreckt, kann man in Ruhe über das Erfahrene nachdenken, bevor es weitergeht zur berührenden Ausstellung im Tränenpalast, einem ehemaligen Grenzübergang.

Dem Freudentaumel über den Fall der Mauer lässt sich am Brandenburger Tor nachspüren, anschließend kann man über die Wiederbelebung am Potsdamer Platz staunen. Die geopolitische Bedeutung der Mauer steht am Checkpoint Charlie im Fokus, und welches Motiv das schönste der East Side Gallery ist, darf jeder selbst entscheiden.

Die genannten Orte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ein paar Schritten zu Fuß erreichbar; um den launischen Verlauf der Mauer durch Berlins Zentrum richtig zu begreifen, ist jedoch eine Tour mit dem Fahrrad die beste Wahl.

KURZINFOS

Baubeginn: 13. August 1961

Gesamtlänge: 155 km

Höhe: 3,6m

Gewicht eines Mauersegments: 2,6 t

Anzahl der Wachtürme: 300

Gedenkstätte Berliner Mauer