LONELY PLANET Reiseführer E-Book Hongkong - Piera Chen - E-Book

LONELY PLANET Reiseführer E-Book Hongkong E-Book

Piera Chen

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Beschreibung

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E-Book basiert auf: 6. Auflage 2019

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 762

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhalt

Reiseplanung (siehe >>>)

Willkommen in Hongkong

Hongkongs Top 16

Was gibt’s Neues?

Gut zu wissen

Hongkong für Einsteiger

Hongkong erleben

Wie wär’s mit …

Monat für Monat

Mit Kindern reisen

Wie die Einheimischen

Hongkong gratis

Geführte Touren

Essen

Ausgehen & Nachtleben

Unterhaltung

Shoppen

Sport & Aktivitäten

Hongkong erkunden (siehe >>>)

Stadtviertel im Überblick

Central

Hong Kong Island: The Peak & der Nordwesten

Hong Kong Island: Wan Chai & der Nordosten

Hong Kong Island: Aberdeen & der Süden

Kowloon

Tagesausflüge ab Hongkong

Macao

Schlafen

Hongkong verstehen (siehe >>>)

Hongkong aktuell

Geschichte

Kunst

Kino

Architektur

Religion & Glaube

Praktische Informationen (siehe >>>)

Verkehrsmittel & -wege

Allgemeine Informationen

Sprache

Cityatlas Hongkong

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Willkommen in Hongkong

Hongkong lockt mit seiner Skyline, legendärer Küche und geschützter Natur, die seltenen Vögeln und bunten Traditionen eine Heimat gibt.

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Stadtviertel & Inseln

Hongkongs Viertel und Inseln sind ein Fest für die Sinne. Besucher können in einer alten Doppeldecker-Straßenbahn durch die Stadt schaukeln, bei Pferderennen mitfiebern oder einfach den tollen Hafen bestaunen. Es dürfte viele Besucher überraschen, aber mehr als 70 % der Fläche Hongkongs bestehen aus Bergen und weiten Parks, die zudem geologische und historische Kostbarkeiten bergen. Dem urbanen Trubel kann man dank eines der besten Nahverkehrsnetze der Welt entfliehen, z. B. um ein Dorf aus der Song-Dynastie zu besuchen, einsame Inseln zu erkunden oder per Kajak vulkanische Felsbogen im Meer zu bestaunen.

OLESYA KUZNETSOVA / SHUTTERSTOCK ©

Nan Lian Garden, bei der Chi Lin Nunnery

Küche

Hongkong gehört weltweit zur Spitze der kulinarischen Hochburgen. Die facettenreiche Küche prägen kantonesische, Sichuan-, japanische und französische Einflüsse. Mit der Leidenschaft für gutes Essen und dem breiten Repertoire an Aromen hat Hongkong für jeden Geschmack etwas zu bieten, sei es mit einer Schüssel Wan-Tan-Teigtaschen, frisch zubereiteten Dim Sum, einem warmen Ananasbrötchen mit Butter, süßen Garnelen, dem allerersten „stinkenden“ Tofu überhaupt oder den Kreationen des neuesten Starkochs.

ADRIENNE PITTS / LONELY PLANET ©

Kantonesisches Grillrestaurant in Wan Chai

Shoppen

Ob chinesische Kleider von der Stange oder eigens gefertigte Küchenmesser: Die Vielfalt in Hongkongs Läden ist atemberaubend. Jedem Wunsch, Bedürfnis und Geldbeutel wird mit Geschäftssinn in einer schwindelerregenden Zahl von Geschäften entsprochen – in schicken Malls für das große Budget, in Edelboutiquen in Seitenstraßen und Vintage-Läden für Modeliebhaber, auf Elektronik-Basaren für Technikfans oder auf bunten Märkten. Da die Stadt keine Umsatzsteuer erhebt, sind die Preise attraktiv.

ZHU DIFENG / SHUTTERSTOCK ©

Blick vom Victoria Peak auf den Victoria Harbour

Kultur

Hinter der Fassade aus Glas und Stahl – der kommerziellen Seite Hongkongs – verbirgt sich eine lebendige Kulturszene, geprägt von chinesischen Wurzeln, kolonialen Elementen und stadteigenen Talenten. Man kann hier zeitgenössische Kunst in einer der unzähligen Galerien genießen, den Tag mit Tai-Chi beginnen oder, begleitet vom Trommelschlag von einem Drachenboot, das Couplet eines lokalen Dichters lesen. Kultur bedeutet hier aber auch Indie-Musik am Hafen oder chinesische Oper in einem Bambustheater, ganz zu schweigen von den Tausenden Veranstaltungen, die das ganze Jahr über in den vielen Museen und Konzerthallen stattfinden.

PISAPHOTOGRAPHY / SHUTTERSTOCK ©

Dschunke von Aqua Luna im Victoria Harbour

Warum ich Hongkong liebe

von Lorna Parkes, Autorin

Hongkong muss die betörendste Stadt der Welt sein. Ständig wechseln die Perspektiven: Mal bestaunt man die atemberaubende Architektur, und im nächsten Augenblick ist man von Schatten spendenden Banyanbäumen umgeben, als wäre man irgendwo in den Subtropen, weit weg von der Hektik von Central. Hongkong ist exotisch und doch vertraut. Die Facetten der Stadt erstaunen immer wieder, und ihr kulturelles Gemenge begeistert stetig. Das gilt auch für Hongkongs Küchen, wo Köche Liebeserklärungen für ihre Fans schaffen. Als Henkersmahlzeit gäbe es für mich nichts Besseres als Dim Sum in Hongkong.

Mehr Infos über unsere Autoren

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Hongkongs Top 16

Star Ferry

DANIEL FUNG / SHUTTERSTOCK ©

1 Die legendäre Star Ferry ist ein schwimmendes Stück Hongkonger Geschichte und ein Sightseeing-Schnäppchen. Seit 1880 bringt sie Pendler und Touristen quer über den Victoria Harbour. Die 15-minütige Fahrt für nur 2,70 HK$ mit Blick auf die berühmte Skyline Hongkongs gehört sicher zu den preiswertesten Bootstouren der Welt. In Richtung Insel wirkt die Aussicht zwar spektakulärer, aber der Kowloon Pier im Art-déco-Stil, der wie ein Finger zur Insel zeigt, ist zweifellos charmanter.

Central

The Peak

DANIEL FUNG / SHUTTERSTOCK ©

2 Der Victoria Peak, der über dem Finanzzentrum Hongkongs aufragt, bietet einen überwältigenden Blick auf die Stadt und die bergige Landschaft dahinter. Wer die haarsträubende Fahrt zum kühleren Gipfel mit der Peak Tram, Asiens ältester Seilbahn, die seit 1880 im Betrieb ist, unternimmt, wird die Wolkenkratzer und Apartmentblöcke in der Ferne ganz klein werden sehen. Wenn abends die Lichter der Stadt angehen, glitzert der Victoria Harbour wie die Milchstraße auf dem Poster für einen Science-Fiction-Film – mysteriös und verheißungsvoll.

The Peak & der Nordwesten

Paradies für Feinschmecker

JENNYWONDERLAND / SHUTTERSTOCK ©

3 Hongkong ist eine Stadt, in der sich scheinbar alles ums Essen und Trinken dreht. Es ist auch eine der wenigen Städte der Welt, in der man für kleines Geld in einem mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurant speisen kann. An einem Abend genießt man in einem einfachen Straßencafé einen Gourmet-Gänsebraten mit bloßen Händen, am nächsten Fusion-Delikatessen bei Hafenblick. Am besten beginnt man den Tag mit „Pantyhose“-Milchtee in einem cha chaan tang (Teehaus), bevor man die Ärmel hochkrempelt, um beim Ringen um leckere Dim Sum zum Mittagessen nicht zu kurz zu kommen.

Essen

Man Mo Temple

BULE SKY STUDIO / SHUTTERSTOCK ©

4 Mitten in Soho wartet eine Begegnung mit dem chinesischen Volksglauben. Dieser berühmte Tempel – ständig vom dicken Sandelholzrauch herabhängender Räucherspiralen vernebelt – ist den Göttern der Literatur und des Krieges (Man und Mo) geweiht. Er war früher ein kulturelles und politisches Zentrum für die hiesigen Chinesen und lockt heute weit mehr Besucher an als nur brave Studenten und Kämpfer: Einheimische und Fremde praktizieren hier uralte Rituale und lassen sich ihre Zukunft vorhersagen.

The Peak & der Nordwesten

Temple Street Night Market

TUNGCHEUNG / SHUTTERSTOCK ©

5 Im Schein nackter Glühbirnen wird an Hunderten Ständen Beutegut aller Art verkauft – vom Sexspielzeug bis hin zu nepalesischen Dolchen. Beim Stöbern nach praktischen oder schrägen Souvenirs kann man seine Fähigkeiten im Feilschen testen. Gleich nebenan sagen Wahrsager in schummrigen Zelten die Zukunft voraus, und kantonesische Opernsänger posieren für Passanten. An vielen Ständen werden Snacks oder Seafood-Mahlzeiten feilgeboten. Natürlich ist das Ganze touristisch, doch wegen der hypnotisierenden Aura fühlen sich selbst Einheimische wie willkommene Gäste.

Kowloon

Hong Kong Wetland Park

CHERDCHANOK / SHUTTERSTOCK ©

6 Das sumpfige, artenreiche Naturschutzgebiet (61 ha) im belebten Tin Shui Wai erstreckt sich unter einem mächtigen Bogen aus Apartment-Türmen. Ein höchst surrealer Gegensatz von Stadt und Natur, aber dennoch sehr harmonisch! In den kostbaren Ökosystemen in diesem einsamen, aber leicht erreichbaren Teil der New Territories liegen ruhige Habitate für Wasservögel und andere Tiere. Deshalb lohnt es sich, die von Menschen gemachte Welt vorübergehend zu vergessen und in die Mangrovenlandschaft mit Flüssen und Fischteichen einzutauchen.

Tagesausflüge ab Hongkong

Pferderennen im Happy Valley

GAVIN HELLIER / ROBERTHARDING / GETTY IMAGES ©

7 Mittwochabends erwacht die Pferderennbahn im Happy Valley zum Leben. Es gibt acht mitreißende Rennen sowie reichlich Essen und Bier. Dabei kann man sein Wettglück versuchen oder nur die kollektive Heiterkeit und das Donnern der Hufe genießen. Die ersten Rennen wurden im 19. Jh. von europäischen Kaufleuten veranstaltet. Sie importierten stämmige Pferde aus der Mongolei und ritten sie selbst. Heute finden jede Woche Rennen statt – außer im Juli und August, wenn es einfach zu heiß ist.

Wan Chai & der Nordosten

Tai Kwun

PAUL WONG / SHUTTERSTOCK ©

8 Die Neugestaltung der ehemaligen Central Police Station in Tai Kwun (fast schon ein eigener Mini-Stadtteil) in der Hollywood Rd ist das größte Kulturprojekt Hongkongs seit mehr als einem Jahrzehnt. Man wird an die ehemaligen Insassen (einschließlich des vietnamesischen Revolutionärs Ho Chi Minh) der Zellen erinnert und kann Letztere besichtigen. In dem spektakulären, von Herzog & de Meuron entworfenen Block JC Contemporary sehen sich Besucher zudem faszinierender Kunst gegenüber. Für die Besichtigung des Labyrinths aus historischen Gebäuden und der Ausstellungen sollte man ausreichend Zeit einplanen. Anschließend lässt sich das Erlebte in den Bars und Restaurants des Komplexes verarbeiten.

Central

Tian Tan Buddha

VINCENT ST THOMAS / SHUTTERSTOCK ©

9 Bei Ausflüglern und ausländischen Besuchern beliebt ist der weltgrößte im Freien sitzende Buddha, der über die westlichen Hügel von Lantau aufragt. Die Seilbahn Ngong Ping 360 fährt zu der erhabenen Riesenstatue hinauf. Danach geht’s über 268 Stufen zum aus drei Plattformen bestehenden Altar, auf dem die Statue sitzt. Unterwegs kommt man an drei besuchenswerten Hallen vorbei. Als Belohnung genehmigt man sich im vegetarischen Restaurant des unterhalb der Statue gelegenen Po Lin Monastery leckere Mönchskost. Zu Buddhas Geburtstag im Mai ist die bedeutende Pilgerstätte besonders bunt.

Tagesausflüge ab Hongkong

PMQ

JOEYCHEUNG / SHUTTERSTOCK ©

10 Sohos alte Police Married Quarters gelten als einer der größten Neugestaltungserfolge Hongkongs. In modernistischer Umgebung kann man hier die Schöpfungen junger Designer aus Hongkong bestaunen (und erstehen), sich die Zeit in Cafés, Restaurants, und in einem erstklassigen Sake-Informationszentrum vertreiben und überhaupt Leckereien in Hülle und Fülle genießen. Anders als in den Luxus-Megamalls von Central begegnet man hier tatsächlich der Seele und dem Charakter des „echten“ Hongkongs. Kreative Pop-up-Events und Straßenkunst sind im Innenhof zu finden, und eine kathedralenartige Galerie unter dem Dach vervollständigt den Komplex.

The Peak & der Nordwesten

Straßenbahn fahren

FILMLANDSCAPE / SHUTTERSTOCK ©

11 Schon 1904 tuckerten die Straßenbahnen, die die Einheimischen auch ding dings nennen, zwischen dem Osten und dem Westen der Insel hin und her. Und heute, mehr als ein Jahrhundert später, bahnt sich die weltgrößte Flotte noch betriebener Doppeldecker-Straßenbahnen weiterhin klimafreundlich ihren Weg durch Hongkongs dichten Verkehr. Die Fahrt mit den ultraschmalen, knarrenden Bahnen, die aus einem Harry Potter-Film stammen könnten, macht jede Menge Spaß. Ding ding-Passagiere können entspannt beobachten, wie die Stadt an ihnen vorbeizieht – und dabei Pläne für den nächsten Tag aushecken.

Verkehrsmittel & -wege

Lamma erkunden

SANGA PARK / SHUTTERSTOCK ©

12 Gäbe es einen Soundtrack für die Insel Lamma, so wäre es Reggae. Die entspannte Atmosphäre der Insel lockt Kräutergärtner, Musiker und New-Age-Therapeuten aller Kulturen an. In den Geschäften im Ort gibt’s Prosecco, und die Straßenhunde der Insel hören auf französische Befehle. Wer sich zum nächsten Strand aufmachen will, kann sich an den drei Kohlekraftwerken orientieren, die vor der Skyline recht schräg, aber keinesfalls düster wirken. Nach dem Strandnachmittag geht’s kurz vor der Dämmerung zurück, um am Pier in Sok Kwu Wan z. B. gedünstete Garnelen, frittierten Tintenfisch und Bier zu genießen.

Tagesausflüge ab Hongkong

Ummauerte Dörfer von Yuen Long

MARY416 / SHUTTERSTOCK ©

13 Die befestigten Dörfer von Yuen Long versetzen Besucher über 500 Jahre zurück in die stürmische Zeit der Piraterie. Weit weg von Chinas Regierungszentrum war Hongkong mit seinen Bergen und tückischen Küsten ein ideales Piratenversteck. So umgaben die ersten Bewohner ihre Dörfer mit Schutzmauern (und teilweise mit Kanonen). Innerhalb der Mauern sieht man heute restaurierte Tempel, Höfe, Pagoden, Brunnen und Landwirtschaftsgeräte – Überbleibsel aus vorkolonialer Zeit. Die Dörfer sind durch den Ping Shan Heritage Trail verbunden.

Tagesausflüge ab Hongkong

Wandern auf dem Hong Kong Trail

PATRICKHEAGNEY / GETTY IMAGES ©

14 Wer es über den schwierigen Bergkamm Dragon’s Back geschafft hat, den führt der Hong Kong Trail über grüne Hügel, in einsame Wälder und auf Pfaden entlang, die tolle Ausblicke auf den rauen Süden und seine wellenumtoste Küste bieten. Die 50 km lange Route verläuft ab dem Peak über die ganze Länge Hong Kong Islands, vorbei an schönen Stauseen, Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs und blauen Buchten. Der Trail, der durch fünf Landschaftsparks führt, ermöglicht einfache Spaziergänge genauso wie anstrengende Wanderungen.

Sport & Aktivitäten

Ruine von São Paulo

H-AB / SHUTTERSTOCK ©

15 Macaos bekanntestes Wahrzeichen ist ein beeindruckendes Tor, das rund 26 m über dem Meeresspiegel auf einem Hügel mitten in der Stadt steht. Eine Treppenflucht mit Geländern und Absätzen führt hinauf und dann ins Nichts. Die Granitfassade ist der Überrest einer abgebrannten Jesuitenkirche aus dem 17. Jh. Ihre schmucken Steinmetzarbeiten zeigen christliche, chinesische und japanische Elemente – ein faszinierendes Geschichtsfragment, das von Macaos einzigartiger, mediterran-asiatischer Kultur zeugt.

Macao

ESTHERSPOON / SHUTTERSTOCK ©

Märkte in Mong Kok

16 Auf den bunten Spezialitätenmärkten von Mong Kok lohnen sich Shoppingtouren. In der „Endlosgarderobe“ des Ladies’ Market (1,6 km) gibt’s Klamotten, und zwar alles von I love HK-T-Shirts über Fußballtrikots bis hin zu Oma-Badeanzügen. Auf dem Blumenmarkt findet man exotisches Saatgut und Gartengeräte neben Eimern voller duftender Blumen. Die Stände des Goldfischmarkts präsentieren bunte Wasserlebewesen im UV-Licht sanft surrender Aquarien. Es gibt aber auch senkrecht in die Höhe schießende Märkte (nämlich Einkaufszentren): etwa ein viel besuchtes Computerkaufhaus und ein mehrstöckiges Paradies für Gadget-Fans.

Kowloon

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Was gibt’s Neues?

Tai Kwun

Nach langem Hin und Her wurde die einstige Central Police Station in der Hollywood Rd unter dem Namen Tai Kwun wiedereröffnet. Die Restaurierung als gelungen zu bezeichnen, ist eine Untertreibung. Die Ausstellungen über High-Tech-Geschichte und die von Herzog & de Meuron entworfene Kunstgalerie sind toll.

Geführte Craft-Bier-Touren

Auch in den Kneipen Hongkongs gibt’s inzwischen lokale Craft-Biere. Bei einigen der innovativsten Brauereien der Stadt kann man inzwischen im Rahmen von Führungen, die von Humid with a Chance of Fishballs durchgeführt werden, einen Blick hinter die Kulissen werfen.

West Kowloon Train Station

Die 9 Mrd. HK$ teure High-Speed-Bahnstation Kowloon West wurde 2018 eröffnet. Über sie sollen Passagiere in der Hälfte der Zeit nach China kommen – nach Guangzhou geht es in 48 Minuten.

Blue House Komplex

Der Komplex von Holzhäusern aus den 1920er-Jahren in Wan Chai wurde sorgfältig restauriert und teilweise mit Geschäften und Restaurants für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kennedy Town

K-Town, einst ein verschlafener Vorort, scheint nun reif für die Gentrifizierung. In den letzten Jahren haben hier immer mehr Brunch-Spots die Pforten geöffnet. An der Praya hat sich die australische Kleinbrauerei Little Creatures niedergelassen.

The Murray

The Murray wurde bei seiner Eröffnung 2018 als eines der coolsten neuen Hotels in Asien bezeichnet und gilt als eines der besten seiner Klasse – und als Beispiel dafür, wie ein historischer Bau aus den 1960ern im 21. Jh. neu erfunden wird.

Gin

Die „Ginaissance“ hat nun auch Hong Kong Island im Griff, wo das klare Destillat in mehreren Kneipen und Bars in Weltklasse-Auswahl angeboten wird. Ping Pong Gintoneria und Dr. Fern’s Gin Parlour sind einen Besuch wert.

Mojo Nomad

Flashpacking ist dank des von Mojo Nomad entworfenen Hostelkonzepts nun auch hier ein Thema. In Aberdeen hat es sich schnell durchgesetzt und auch Sheung Wan erreicht – eines der beliebtesten Viertel Hongkongs nahe Soho und Central.

Cinematheque Passion

In einem alten portugiesischen Gebäude neben den Ruinen von São Paulo wurde das erste Arthouse-Kino und Filmarchiv der Region eröffnet.

Disneylands Marvel-Bereich

Disneyland will mit neuen Attraktionen auch ältere Kinder ansprechen, u. a. mit einem Bereich, der dem Marvel-Universum gewidmet ist und zwischen 2018 und 2023 Stück für Stück eröffnet wird.

Hongkong-Zhuhai-Macau Bridge

2018 wurde die Brücke für den Verkehr freigegeben – dank ihr sind die Transferzeiten und -kosten im Perlflussdelta gesunken.

Mehr Tipps und Kritiken finden sich unter lonelyplanet.com/hong-kong

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Gut zu wissen

Weitere Infos gibt’s im Abschnitt „Praktische Informationen“

Währung

Hongkong-Dollar (HK$)

Sprachen

Kantonesisch, Englisch

Visa

Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen für Hongkongaufenthalte von bis zu 90 Tagen kein Visum.

Geld

Geldautomaten gibt es quasi überall; Kreditkarten werden in den meisten Einrichtungen akzeptiert, außer in günstigen kantonesischen Restaurants.

Handys

Jedes GSM-kompatible Handy kann in Hongkong verwendet werden. Sofern kein SIM-Lock dagegen spricht, kann man einfach eine hiesige SIM-Karte kaufen und surft und telefoniert dann zum Ortstarif.

Zeit

China Standard Time (MEZ +7 Std.)

Touristeninformation

In den Büros des Hong Kong Tourism Board (www.discoverhongkong.com) arbeiten hilfsbereite, freundliche Menschen, und man bekommt viel Material – meist gratis. Es gibt zwei Filialen in der Stadt und einige am Flughafen.

Tagesbudget

Günstig – weniger als 800 HK$

B in Pension oder Schlafsaal: 180–450 HK$

Mahlzeiten in einem cha chaan tang (Teehaus) oder beim dai pai dong (Imbiss): 60–150 HK$

Museen (gratis), Nachtmärkte (gratis), Pferderennen (10 HK$)

Tickets für Bus, Straßenbahn, Fähre: 2,60–15 HK$

Mittelteuer – 800–2500 HK$

DZ im Hostel oder Budgethotel: 450–1100 HK$

Chinesisches Abendessen mit drei Gerichten: 300 HK$

Getränke und Livemusik: 500 HK$

Teuer – mehr als 2500 HK$

DZ im Boutique- oder Vier-Sterne-Hotel: 2200 HK$

Abendessen in einem chinesischen Spitzenklasserestaurant: ab 800 HK$

Ticket für die Kanton-Oper: 200 HK$

Vor der Reise

Zwei Monate

Die Termine der chinesischen Feste abchecken, Unterkünfte und Tickets für größere Veranstaltungen sowie eventuell einen Tisch in einem Top-Restaurant buchen.

Ein Monat

Die Programme angucken und Tickets für kleinere Veranstaltungen buchen; Naturtouren buchen und in beliebten Lokalen einen Tisch reservieren.

Zwei Wochen

Hafenrundfahrten und den Tai-Kwun-Pass buchen; sich für Newsletter von Event-Agenturen eintragen.

Eine Woche

Wetterbericht abchecken.

Infos im Internet

Lonely Planet

(

lonelyplanet.com/china/hong-kong

) Infos, Hotelbuchung, Forum und mehr.

Discover Hong Kong

(

www.discoverhongkong.com

) Benutzerfreundliche Website der Regierung mit Reiseinfos.

Urbtix

(

www.urbtix.hk

) Tickets für Kino, Shows und Ausstellungen.

Time Out Hong Kong

(

www.timeout.com.hk

) Was isst, trinkt und tut man so in Hongkong und Macao?

Hong Kong Observatory

(

www.hko.gov.hk

) Wetterinfos inklusive Vorhersage.

REISEZEIT

Die beste Besuchszeit ist zwischen Oktober und Anfang Dezember. Von Juni bis August ist es heiß und feucht. Im September kann es Taifune geben.

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Ankunft

Hong Kong International Airport Der MTR-Airport-Express ins Stadtzentrum verkehrt von 5.54 bis 0.48 Uhr; man zahlt 110 HK$ (mit der Octopus-Karte) bzw. 115 HK$. Die „A“-Busse in diverse Teile Hongkongs fahren von 6 bis 0.30 Uhr; eine Fahrt kostet 19 bis 45 HK$. Für eine Taxifahrt nach Central/Kowloon legt man rund 370/270 HK$ hin.

Lo Wu und Lok Ma Chau

Der MTR-Zug ins Stadtzentrum fährt von 5.55 Uhr bis Mitternacht (Lo Wu) bzw. von 6.38 bis 22.55 Uhr (Lok Ma Chau). Das Ticket kostet 44 bis 53 HK$.

Hong Kong–Macau Ferry Terminal

Der MTR-Zug (Sheung Wan) nach Central/Kowloon verkehrt von 6.05 bis 0.56 Uhr; man zahlt 5 bis 10 HK$. Ein Taxi fährt einen für 24 bis 100 HK$.

China Ferry Terminal

Mit der Star Ferry geht es von 6.30 bis 11.30 Uhr für 2,20 bis 3,70 HK$ nach Central. Die Taxifahrt kostet 34 bis 44 HK$.

Mehr Infos zum Thema Anreise

Unterwegs vor Ort

MTR Mit der ultramodernen Mass Transit Railway kommt man am schnellsten zu den meisten Zielen in der Stadt. Die meisten Linien werden von 6 Uhr bis kurz nach Mitternacht bedient.

Bus

Das Netz ist so umfassend und effizient, wie der Verkehr es zulässt. Für alle, die nur kurzzeitig in Hongkong sind, kann Busfahren aber ziemlich verwirrend sein.

Fähre

Schnell und günstig – und obendrauf gibt es fantastische Ausblicke auf den Hafen gratis.

Straßenbahn

Fährt Hong Kong Island von Ost nach West ab; komfortabel und ganz witzig, sofern man es nicht eilig hat.

Taxi

Taxifahren ist günstig im Vergleich zu Europa. Die meisten Taxis sind rot; grüne verkehren in einigen Teilen der New Territories, blaue auf Lantau Island. Alle Preise werden nach der Anzeige auf dem Taxameter berechnet.

Minibus

Die Vans mit einem grünen oder roten Dach bedienen die Gebiete, in die man mit dem Bus nicht kommt. Für Traveller sind die mit dem grünen Dach am praktischsten.

Mehr Infos zum Thema Unterwegs vor Ort

Schlafen

Hotelzimmer in Hongkong sind klein. Davon abgesehen sind die Einrichtungen aber meist sehr gut, und es gibt jede Menge Optionen, von Schlafsaalbetten bis zu schicken Suiten. Auf Hong Kong Island befinden sich die meisten Hotels zwischen Sheung Wan und Causeway Bay; in Kowloon liegen sie um die Nathan Rd. Dort gibt es auch Budgethotels.

Infos im Internet

Lonely Planet

(

lonelyplanet.com/china/hong-kong/hotels

) Unterkunftsverzeichnisse sowie Online-Buchungen.

Hong Kong Hotels Association

Karte offline

Google Maps

(

香港酒店業協會

; HKHA; 852 2769 8822, 852 2383 8380;

www.hkha.org

; Hong Kong International Airport; 7 Uhr–Mitternacht) Hier kann man Zimmer in Mittel- und Spitzenklassehotels buchen, die Mitglied bei dieser Vereinigung sind.

Discover Hong Kong

(

www.discoverhongkong.com

) Tourismus-Board mit großer Hoteldatenbank (inkl. Häuser, die von Quality Tourism Services getestet wurden); Suche nach Location und Einrichtungen.

Mehr Infos zum Thema Schlafen

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Hongkong für Einsteiger

Weitere Informationen siehe Praktische Informationen

An alles gedacht?

Ist der Reisepass noch mindestens einen Monat nach Ende der Reise gültig?

Die Bank, die die Kreditkarte/Debitkarte ausgestellt hat, sollte über die Reise informiert sein.

Eine angemessene Reiseversicherung abschließen.

Prüfen, ob der eigene Mobilfunkanbieter eine Roaming-Vereinbarung mit einem Anbieter in Hongkong hat.

Einpacken

Gute Wanderschuhe für die Stadt und fürs Land

Leichte Regenkleidung – in Hongkong herrscht subtropisches Klima mit sommerlichem Monsun

Sportliche/dezent elegante Kleidung für tagsüber und abends

Im Sommer Mückenschutz, Sonnencreme und Sonnenbrille

Steckdosenadapter für Hongkong

Kleiner Rucksack für tagsüber

Top-Tipps

Die effiziente Mass Transit Railway (MTR) und Busse bringen Besucher zu vielen Attraktionen. Die meisten ländlichen Gebiete sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Zentrum aus zu erreichen.

Wer genug Zeit hat, sollte sich außerhalb der Stadt oder auf den Outlying Islands andere Eindrücke von Hongkong verschaffen.

Hier genießt man einige der besten chinesischen Gerichte der Welt – mindestens ein chinesisches Essen sollte man sich gönnen.

Um ein Gespür für die hiesige Kultur zu bekommen, empfiehlt es sich, viel zu Fuß zu erkunden.

Mindestens einmal mit der Star Ferry und den Straßenbahnen fahren! Diese Zeugen der Vergangenheit bieten gute Verbindungen zu einigen der wichtigsten Attraktionen.

Kleidung

Hongkong hat viele modebewusste Einwohnern, doch insgesamt geht es recht leger zu. In eleganten Lokalen und Bars (vor allem in Central) gilt aber oft ein gewisser Dresscode. Für Männer heißt das: keine kurzen Hosen, keine Flipflops.

Der Sommer ist heiß und feucht. Man braucht leichte Kleidung, wegen der Klimaanlagen aber auch eine Jacke.

Wer im Sommer wandern will, sollte Badesachen und Schwimmbrille für ein Bad zwischendurch mitnehmen.

Gefahren & Ärgernisse

Hongkong ist eine sehr sichere Stadt, selbst abends und allein; gesunder Menschenverstand schadet aber nie.

Nach Anbruch der Dunkelheit

Man sollte sich an gut beleuchtete Straßen halten. Hongkongs MTR ist nachts absolut sicher.

Beim Shoppen

Verkäufer echter Antiquitäten sollten ein entsprechendes Echtheitszertifkat vorlegen können. Bei Schmuck, der auf Märkten angeboten wird, handelt es sich meist um Reproduktionen.

Diebstahl

Auch in Hongkong gibt es Taschendiebe – nur das Nötigste an Bargeld und Wertsachen mitführen und Taschen nie aus den Augen lassen! Opfer eines Diebstahls bitten bei der Polizei für die Versicherung um einen Schadensbericht („e-Report Room“ auf

www.police.gov.hk

).

Wichtige öffentliche Verkehrsmittel

Central–Mid-Levels Escalator

Eine lange, überdachte Rolltreppe verbindet die am Hang gebauten Areale in Central, Soho und den Mid-Levels.

Cross-Harbour-Taxi

Ein Taxi, das von Hong Kong Island nach Kowloon fährt oder umgekehrt; es wird eine Hafengebühr fällig.

MTR

Die neun Linien der Mass Transit Railway decken Hong Kong Island, Kowloon und die New Territories ab; der Airport Express fährt vom und zum Flughafen. Über ein Light-Rail-Streckennetz werden die nordwestlichen New Territories bedient. Züge fahren nach Guangdong, Peking und Shanghai.

Octopus Card

Die aufladbare Chipkarte kann in den meisten Verkehrsmitteln benutzt werden.

ADRIENNE PITTS / LONELY PLANET ©

Straße in Hongkong

Steuern

Außer für Alkohol und Tabakerzeugnisse gibt es in Hongkong weder Mehrwert- noch Umsatzsteuer. Plastiktüten kosten eine Gebühr von 0,50 HK$.

Trinkgeld

Bars und Cafés

Wird nicht erwartet, es sei denn, es wird serviert; dann werden der Rechnung 10 % aufgeschlagen.

Hotels

10 oder 20 HK$ für den Gepäckträger; Trinkgeld für das Reinigungspersonal nach eigenem Ermessen.

Restaurants

Die meisten Lokale – außer sehr billige – erheben einen Service-Zuschlag von 10 oder 15 %. In günstigen Lokalen genügt es, auf die nächsten vollen 10 HK$ aufzurunden.

Taxis

Viele Fahrgäste überlassen dem Fahrer das Kleingeld des Wechselgelds.

Etikette

Die Hongkonger sind zwar im Alltag sehr zwanglos, doch gewisse Verhaltensregeln werden eingehalten.

Anstehen

Die Hongkonger bilden bei jedem Anlass geduldig eine Schlange. Versuche, sich vorzudrängeln, ernten Missbilligung.

Begrüßung

Bei der ersten Begegnung und beim Verabschieden winkt man einfach und sagt „hi“ und „bye“.

Essen gehen

In günstigen Restaurants finden die Gäste nichts dabei, ihre Stäbchen in gemeinsam bestellte Gerichte zu stecken. Bessere Restaurants stellen für jede Speise Servierlöffel zu Verfügung; wenn es die gibt, sollte man sie benutzen. Wer mit den Stäbchen nicht zurechtkommt, kann problemlos um eine Gabel bitten.

Feilschen

In Geschäften ist feilschen nicht üblich. Verhandeln kann man mit Straßenverkäufern (aber nicht auf Lebensmittelmärkten).

Sprache

Die meisten Einwohner Hongkongs sprechen Englisch – manche besser, manche schlechter –, vor allem jene, die im Dienstleistungsbereich arbeiten (Geschäfte, Restaurants, Bars). Nach dem Weg kann man immer auf Englisch fragen. Viele Lokale haben englischsprachige Speisekarten. Überraschend: Taxifahrer verstehen häufig kein Englisch.

Wer Mandarin kann, sollte ruhig versuchen, es in Hongkong anzuwenden. Die meisten Menschen verstehen den Dialekt, und einige sprechen ihn auch recht gut.

Weitere Infos zur Sprache sowie ein hilfreiches Glossar gibt’s im Kapitel Sprache!

Zurück zum Anfang des Kapitels

Hongkong erleben

Tag eins

Central

Mit dem vorab gebuchten Pass in der Tasche geht’s früh am Morgen zum Kultur- und Kunstzentrum Tai Kwun, bevor man die Hollywood Rd gen Westen entlangbummelt. Hier warten tolle Antiquitätengeschäfte und, im PMQ, Hongkonger Designer. Nach einem Zwischenstopp am Man Mo Temple, wo man ein bisschen Geschichte tankt, taucht man ein in die angesagte Community auf der Tai Ping Shan St.

Mittagessen Die Nudeln im Kau Kee entschädigen für langes Warten.

The Peak & der Nordwesten

Über Sheung Wans Dried Seafood Street geht es zurück nach Central, wo man die legendäre Peak Tram hinauf zum Victoria Peak nimmt, um den Blick auf die Stadt zu genießen. Wie wär’s mit einem der schönen Wanderwege hier? Wieder unten angekommen, geht es mit der Oldtimer-Straßenbahn nach Kennedy Town, wo ein Bier im Little Creatures und der Charme dieses klassischen Viertels locken.

Abendessen Im Little Bao steht asiatische Fusion auf der Karte.

Central

Am Abend steht Bar-Hopping in Soho auf dem Programm – die asiatisch angehauchten Cocktails im Dr. Ferns Gin Parlor und im Quinary sollte man ebenso wenig verpassen wie Live-Jazz im Peel Fresco. Frühmorgens geht’s für 4-Uhr-Dim-Sum nach Kennedy Town ins Sun Hing.

Tag zwei

Wan Chai & der Nordosten

Nachdem man im schönen Hong Kong Park (menschengemachte) Natur genossen hat, geht’s zum Flagstaff House Museum of Teaware und danach zum Blue House-Gebäudekomplex – an Samstagen lassen sich die restaurierten Wohnblocks aus Holz bei einer kostenlosen geführten Tour bestaunen.

Mittagessen Im Kam’s Roast Goose gibt’s tolles gebratenes Fleisch.

Kowloon

Mit der Star Ferry geht’s nach Kowloon, wo man die Aussicht entlang der Tsim Sha Tsui East Promenade genießen kann (wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind). Weiter geht es zum Hong Kong Museum of History und zum stilvollen Nachmittagstee ins Peninsula Hotel. Noch fit? Dann bringt einen der Bus in Richtung Norden nach Yau Ma Tei, wo der Tin Hau Temple, der Jade Market und die traditionellen Läden an der Shanghai St warten.

Abendessen Günstig isst man auf dem Temple Street Night Market.

Kowloon

Auf dem Temple Street Night Market kann man sich die Zukunft voraussagen lassen und einer Kanton-Oper lauschen. In der Nähe gewährt die Horizonte Lounge (im Madera Hotel) fantastische Blicke auf die Stadt. Wenn im This Town Needs ein Indie-Gig steigt, nichts wie hin!

Tag drei

Aberdeen & der Süden

Mit dem Bus fährt man nach Aberdeen, um die Aberdeen Promenade entlangzuspazieren. Weiter geht’s mit einem Sampan zum Shoppen (vor allem Feilschen um Designermöbel und -klamotten) im Horizon Plaza auf der Insel Ap Lei Chau. Kaffee und Kuchen servieren mehrere Möbelgeschäfte vor Ort. Samstags kann man außerdem Hongkongs stadteigene Brauerei Young Master besuchen.

Mittagessen Das Jumbo Kingdom Floating Restaurant ist Kitsch pur!

New Territories

Nach dem Mittagessen geht’s von Aberdeen zur Sai Kung Peninsula. Dort erkundet man Sai Kung Town oder geht am Ufer für ein Bad am späten Nachmittag auf eine Fähre zu einem nahe gelegenen Strand.

Abendessen Im Loaf On gibt’s exzellente Meeresfrüchte.

Kowloon

Nach einem anstrengenden Tag kann man im Kowloon Taproom bei lokalen Craft-Bieren ausspannen und die Szenerie genießen. Nach ein paar Getränken werden Nachtschwärmer das knusprig gebratene koreanische Hühnchen im Chicken HOF & Soju zu schätzen wissen.

Tag vier

Macao

Morgens geht’s mit dem Boot nach Macao. Dort nimmt man einen Bus oder ein Taxi zum Lung Wah Tea House und gönnt sich Dim Sum. Nachdem man Tee erstanden hat, erkundet man den Red Market nebenan. Ein Verdauungsspaziergang führt zum kulturellen Teil der nördlichen Halbinsel Macao. Im atmosphärischen Lazarus-Viertel kann man nun die Designerläden und kopfsteingepflasterten Straßen entdecken und Souvenirs kaufen.

Mittagessen Im Clube Militar de Macau gibt’s portugiesische Küche.

Macao

Hat man die Sehenswürdigkeiten um den Largo do Senado bestaunt, läuft man die Rua Central entlang durch einen großen Teil des zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden historischen Zentrums von Macao, einschließlich der Ruine von São Paulo. Gegen den kleinen Hunger helfen portugiesische Eiercremetörtchen und Mandelkekse. Anschließend sieht man sich das reizende TaipaVillage an.

Abendessen Das António serviert portugiesische Klassiker.

Macao

Zunächst geht’s zum Kasinokomplex Studio City, wo man sein Glück versuchen kann oder einen Drink an der Bar genießt. Zurück auf der Halbinsel Macao nimmt man die Fähre nach Hongkong.

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Wie wär’s mit …

Aussichtspunkte

Victoria Peak

Pilger aus aller Welt kommen wegen der grandiosen Aussicht auf die Stadt her.

Sevva

Der Eine-Million-Dollar-Ausblick – im wahrsten Sinne des Wortes.

InterContinental Lobby Lounge

Zum Nachmittagstee oder zu den Drinks am Abend bekommt man hier den besten Hafenblick in Kowloon.

High Island Reservoir

Wer den beeindruckenden East Dam erklimmt, kann dieses Bravourstück der Ingenieurskunst und die schroffen Felsformationen darunter bestaunen.

Tai Long Wan Hiking Trail

Auf diesem Wanderweg heißt es jedes Mal, wenn eine Bucht zu sehen ist: Staunen und Kamera zücken!

Tai Po Waterfront Park

Mit den Fernrohren auf dem Aussichtsturm kann man sich die Hügel und das Retro-Fabrikgelände ganz nah ranholen.

Tung Ping Chau

Mutter Natur hat hier für atemberaubende Sedimentgesteine gesorgt, die Biskuitkuchen ähneln.

Pak Nai

Am äußersten Westrand von Hongkong kann man den Sonnenuntergang genießen.

Sai Wan Swimming Shed

Rustikales Pier für Schwimmer im Westen von Hong Kong Island.

Moderne Architektur

HSBC Building

Norman Fosters Meisterwerk nimmt in den Herzen der Menschen der Stadt einen besonderen Platz ein.

Bank of China Tower

Manche verspotten I. M. Peis raffiniertes Design als futuristisches Fleischerbeil.

Old Bank of China Building

Auch sechs Jahrzehnte später strahlt dieses Art-Deco-Juwel noch immer eine grandiose Modernität aus.

Asia Society Hong Kong Centre

Über dem ehemaligen Militärgelände erhebt sich ein schöner Dachgarten.

Lippo Centre

Das Gebäude, das an Koalas erinnert, die sich an einen Baum klammern, wurde vom amerikanischen Architekten Paul Rudolph entworfen.

Hong Kong Convention & Exhibition Centre

Erinnert manche an einen Stachelrochen, der auf einer künstlichen Insel gestrandet ist.

Parks & Gärten

Victoria Peak Garden

Der Gipfel über dem Gipfel: Dieser angelegte Hafen der Ruhe lockt mit einer unversperrten Aussicht.

Tai Po Waterfront Park

Ein charmanter Park in der Nähe des Tolo Harbour mit Picknickwiesen und Aussichtsturm.

Kowloon Walled City Park

Das ehemalige Sündenviertel wurde als traditioneller Jiāngnán (Süd-Yangtze)-Garten neu erfunden.

Nan Lian Garden

Ein wunderschöner Garten im Tang-Stil im Chi-Lin-Nonnenkloster, inklusive Pagode, Teepavillon, Koi-Teich und „Buddhisten-Pinien“.

Hong Kong Zoological & Botanical Gardens

Diese Festung der Natur ist von Wolkenkratzern umringt und schmückt die Stadt seit 1871.

Hong Kong Park

Diese von Menschen gemachte Freizeitoase beherbergt eine regenwaldartige Voliere und das älteste Kolonialgebäude der Stadt.

Ocean Park

Ein riesiges Aquarium und aufregende Fahrgeschäfte locken Familien in Scharen in diesen äußerst beliebten Vergnügungspark.

Cheung Kong Park

Die kleine Oase in der Mitte von Central ist um die Mittagszeit bei Angestellten der umliegenden Firmen beliebt.

Astropark

Dieser Park weckt die Sehnsucht nach den Sternen und lockt mit interessanten chinesischen und westlichen astronomischen Instrumenten.

Kowloon Park

Eine Oase in Grün abseits der Nathan Rd.

GUOZHONGHUA / SHUTTERSTOCK ©

Nan Lian Garden, Kowloon

Ungewöhnliche Leckereien

Arme Ritter à la Hongkong

Beliebtes „Seelenfutter“, das in

cha chaan tang

(Teehäusern) großzügig serviert wird. Im

Chau Kee

kann man es probieren.

Schlangensuppe

Dank seiner wärmenden Eigenschaften ein Lieblingsgericht im Winter. Wird im

Ser Wong Fun

serviert.

Chiu-Chow-Küche: Schweineblut mit Schnittlauch

Die zeitlose Delikatesse aus roten Geleewürfeln gibt’s im

Chan Chun Kee

.

Rinderinnereien

Günstig und nahrhaft brodeln sie in Bottichen voller Brühe hinter beschlagenen Schaufenstern vor sich hin. Am besten kostet man sie im

City Hall Maxim’s Palace

.

Turtle Jelly

Ein leicht bitterer Trank aus Schildkrötenpanzern und chinesischen Kräutern, der gut für die Haut sein soll. Erhältlich in

Kung Lee

.

Yin yeung

Dieses für Hongkong typische Getränk aus Tee und Kaffee ist dem Kolonialismus entsprungen. Es wird im

Mido Café

serviert.

Stinkender Tofu

Eine fermentierte, bakterienreiche Spezialität, die beißender riecht, als sie schmeckt. Erhältlich im

Chuen Cheong Foods

.

„Russischer“ Borschtsch

Ist zwar nicht wirklich russisch, trotzdem aber äußerst köstlich. Dieser Inbegriff „westlicher Sojasaucen-Küche“ steht im

Tai Ping Koon

auf der Karte.

24 Herbs

Dieses verbreitete, bittere Getränk kühlt das komplette System runter. Man kann es im

Lui Seng Chun

genießen.

Wandern

Tai Long Wan Hiking Trail

Der Weg durch die üppig bewachsene Berglandschaft führt zum idyllisch gelegenen Strand Tai Long Wan.

Dragons’s Back

Ein beliebter Streifzug mit Meerblick, der sich zu dem verschlafenen Fischerort Shek O schlängelt.

Lamma

Leichte 4-km-Wanderung über die grüne Insel, die zu den am Wasser gelegenen Seafood-Restaurants führt.

High Island Reservoir East Dam

Die einzige vulkanische Stätte im Hong Kong Geopark, die Menschen (und streunende Rinder) zu Fuß erreichen können.

Lai Chi Wo

Jede Wanderung von Wu Kau Tang oder Luk Keng passiert dieses antike Hakka-Dorf, das von Wäldern und Mangroven umgeben ist.

Hong Kong Cemetery

Hügeliger, zum Teil verwilderter und sehr stimmungsvoller Friedhof.

Morning Trail

Gepflasterter Pfad rund um The Peak mit Blick auf die Skyline der Stadt.

Tai Mo Shan

Verschiedene Wanderrouten führen auf Hongkongs höchsten Berg und um ihn herum.

Kolonial- & Fusion-Architektur

Old Supreme Court Building

Vielleicht nicht das schönste, aber doch das imposanteste Gebäude aus der Kolonialzeit in der ganzen Stadt.

Former Marine Police Headquarters

Nicht einmal unverhohlener Kapitalismus kann von der großen Ruhe und Schönheit ablenken, die dieses neoklassizistische Denkmal ausstrahlt.

Tao Fong Shan Christian Centre

Christliche Gebäude mit buddhistischen Akzenten, von einem Dänen entworfen, stehen in Shatin auf einem Hügel.

Tai Kwun

Ein Denkmal der Geschichte der Strafverfolgung in Hongkong.

Lui Seng Chun

Eine überraschend harmonische Verbindung zwischen einem chinesischen „Shophouse“ und einer italienischen Villa.

St. Johns Cathedral

Zu Beginn seiner Geschichte wurde das Bauwerk häufig kritisiert, da es sich nicht in die Landschaft einfügte. Heute gilt das Gotteshaus als eine Erinnerung an das gute, alte England.

Béthanie

Zwei achteckige Kuhställe und eine neugotische Kapelle bilden heute den Campus der Hong Kong Academy for Perfoming Arts.

Kultur & Tradition

Tai O

Im Südwesten von Hongkong kann man diese Pfahlbauten besuchen und gewinnt einen Einblick in die Fischereikultur der Stadt.

Aberdeen

&

Ap Lei Chau

Die Kultur der „Water People“ ist auf den Märkten und an den Essensständen ebenso lebendig wie auf den Drachenbooten.

Ummauerte Dörfer

Überall in den New Territories sind in Dörfern wie

Lai Chi Wo

Spuren einer landwirtschaftlichen Lebensweise erhalten.

Volks-Voodoo

Jeden März in vollem Gange, nachdem der erste (mythologische) Donnerschlag des Jahres die Tierwelt in Aufruhr versetzt hat.

Kantonesische Oper

Diese auf der UNESCO-Liste als bedroht verzeichnete Kunstform wird in den Theatern Sunbeam und Yau Ma Tei am Leben erhalten.

Pok Fu Lam Village

Dieses „urbane“ Dorf präsentiert eine alte Lebensweise zwischen den Überresten einer Molkerei und Feuerdrachen-Ritualen.

Dried Seafood Street

Bei den Ständen rund um die Des Voeux Rd West, wo kantonesische Köche einkaufen, hält man sich besser die Nase zu.

Tsim Sha Tsui

TSTs weniger bekannter Teil besteht aus Clubs aus der Kolonialzeit und den Häusern der ersten Shanghaier Einwanderer.

North Point

Hongkongs Little Fujian seit Beginn des letzten Jahrhunderts, besonders eindrucksvoll am Chun Yeung Street Market.

Yau Ma Tei

Kowloons alternative Straßenkultur ist an Orten wie dem Tin-Hau-Tempel noch immer äußerst lebendig.

Chinesische Architektur

Kang Yung Study Hall

Der schöne Studienraum diente früher als Privatschule eines entlegenen Hakka-Dorfes.

Ahnenhalle von Tang Clan

Hongkongs imposanteste Ahnenhalle steht in Ping Shan neben anderen beeindruckenden Gebäuden des Dorfes.

Tin-Hau-Tempel

Ein schöner Tin-Hau-Tempel, der weitgehend original erhalten ist, ebenso wie die aufwendigen Dachdekorationen.

Tsz-Shan-Kloster

Eine beeindruckende, von der Antike inspirierte moderne buddhistische Anlage in Tai Po.

Chi-Lin-Nonnenkloster

Ein exakter moderner Nachbau buddhistischer Architektur aus der Tang-Dynastie.

Man Mo Temple

Ständig von Sandelholzrauch vernebelter Tempel an der Hollywood Rd.

Märkte

Temple Street Night Market

Hongkongs lebhaftester Nachtmarkt mit gelegentlichen kostenlosen kantonesischen Opernaufführungen.

Cat Street

Straßenmarkt für chinesische Repro-Antiquitäten, alte Bruce-Lee-Poster und Hongkong-Fotos.

Graham Street Market

Dieser Straßenmarkt in Central, ein Überbleibsel des alten Hongkongs, verkauft immer noch fermentierte Bohnen, asiatische Früchte und Gemüse.

Chun Yeung Street Market

Atmosphärischer Markt der Fujian-Gemeinde inmitten alter Wohnhäuser.

Bowrington Road Market

Markt für frische Lebensmittel (inkl. Fisch), teils in einem Gebäude, teils unter freiem Himmel, mit zumal spät abends betriebsamen

dai pai dong

(Imbissständen).

Tai Po Market

Markt unter freiem Himmel in den New Territories. Zu den Spezialitäten gehören getrocknete Meeresfrüchte und Zuckerrohrsäfte.

Vintage Market

Auf diesem Markt in Macau gibt’s vor allem Mode aus aller Welt und handgefertigten Schmuck.

   Weitere Highlights in Hongkong:

Essen

Ausgehen & Nachtleben

Unterhaltung

Shoppen

Sport & Aktivitäten

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Monat für Monat

TOP-EVENTS

Chinesisches Neujahrsfest Jan./Feb.

Geburtstag von Tin Hau April/Mai

Cheung Chau Bun Festival April/Mai

Dragon Boat Festival Mai/Juni

Fest der hungrigen Geister August

Februar

Die Stadt mag unter einem grauen Wolkendach im Winterschlaf liegen, aber das wichtigste Fest – das Chinesische Neujahrsfest – des Kulturkalenders sorgt für Hochstimmung.

Chinesisches Neujahrsfest

Riesige Blumenmärkte leiten den Beginn des beliebtesten chinesischen Festes ein. Die Menschen kleiden sich in Rot und lassen sich im Sik Sik Yuen Wong Tai Sin Temple segnen. Danach sucht man sich einen Platz am Victoria Harbour (oder, wenn das nicht klappt, vor dem Fernseher) und lässt sich vom Feuerwerk beeindrucken.

Frühlings-Laternenfest

Liebespaare stehen hierbei im Mittelpunkt. Beim Frühlings-Laternenfest leuchten in der ersten Vollmondnacht des Mondjahrs bunte Laternen, um das Ende der Neujahresfeierlichkeiten und den „Chinesischen Valentinstag“ zu feiern.

Hong Kong Arts Festival

Hongkongs wichtigstes kulturelles Ereignis dauert fünf bis acht Wochen, ist ein Mix aus Musik und darstellenden Künsten von traditionell bis zeitgenössisch und zieht Hunderte einheimischer und internationaler Talente an.

Hongkong-Marathon

Circa 70 000 Läufer nehmen an diesem wichtigen asiatischen Marathon teil. Jedes Jahr finden außerdem ein Halbmarathon, ein 10-km-Rennen sowie ein Rennen für Rollstuhlfahrer statt.

März

Der Regen und die warmen Tage kehren zurück, sodass die Luftentfeuchter wieder auf Hochtouren laufen, während Blumen und Regenschirme das Stadtbild prägen.

Hong Kong International Film Festival

Um Ostern herum findet in Hongkong jedes Jahr eines der besten Filmfestivals Asiens statt. Das HKIFF wurde vor 40 Jahren ins Leben gerufen. Gezeigt werden die neuesten Arthouse-Filme sowie preisgekrönte Filme aus Asien und dem Rest der Welt.

Hong Kong Flower Show

Etwa zehn Tage lang verwandelt sich der Victoria Park in ein buntes Meer aus herrlichen Blumen, wenn Gärtner aus über 20 Ländern ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Art Basel

Wenn im März die renommierte Kunstmesse das Hong Kong Convention and Exhibition Centre im Sturm einnimmt, wird Hongkong für die Dauer von drei Tagen zu einem Epizentrum für die internationale Kunstwelt.

April

Hong Kong Sevens

Hongkongs berühmteste – und vielleicht originellste – Sportveranstaltung ist dem hier erfundenen Siebener-Rugby (oder Rugby Sevens) gewidmet und erfreut sich ungebrochen riesiger Beliebtheit. Neben harten Matches bringen die Hong Kong Sevens auch feierfreudige Fans mit sich, die das Turnier in eine Art Karneval verwandeln.

Geburtstag von Tin Hau

Dieses Fest fällt auf den 23. Tag des dritten Mondmonats und wird zu Ehren der Schutzheiligen der Fischer und einer der beliebtesten Gottheiten der Hafenstadt gefeiert. Dazu gehören auch die Parade mit den bunten Festwagen in Yuen Long und die traditionellen Riten am „Großen Tempel“ in der Joss House Bay.

Mai

Nun beginnen die langen Sommermonate, und in der Stadt wird es von Tag zu Tag schwüler. Die ersten starken Niederschläge des Jahres reinigen die Luft, und religiöse Feierlichkeiten heizen die Stimmung kräftig an.

Cheung Chau Bun Festival

Dieses ungewöhnliche einwöchige Fest wird auf der Insel Cheung Chau gefeiert und erreicht seinen Höhepunkt am Geburtstag Buddhas, wenn als mythologische Gestalten oder als zeitgenössische Politiker verkleidete Kinder durch die engen Gassen der Insel „schweben“, während die mutigeren Teilnehmer um Mitternacht die mit Brötchen behängten Türme emporklettern.

Geburtstag Buddhas

Die Gläubigen pilgern am achten Tag des vierten Mondmonats zu den buddhistischen Klöstern und Tempeln Hongkongs, um für den Gründer der buddhistischen Lehre zu beten und seine Statuen mit duftendem Wasser zu waschen.

Affordable Art Fair

Während der dreitägigen Veranstaltung im Mai verkaufen mehr als 115 einheimische und internationale Galerien Kunstwerke von 1000 HK$ bis 100 000 HK$ – Schnäppchen im Vergleich zu den Preisen, die in vielen anderen Galerien in Hongkong verlangt werden.

Le French May

Der Name verwirrt ein wenig: Das Event feiert alles Gallische, beginnt oft im April und endet im Juni – mit einem bunten, hochwertigen Kunstprogramm, gutem Essen und feinem Wein.

Juni

Der Himmel öffnet sich, die Temperatur steigt, und in der Stadt laufen die Klimaanlagen, um die Gemüter der Einheimischen und Traveller zu kühlen.

Dragon Boat Festival

Tausende der besten Drachenbootfahrer aus aller Welt treffen sich für drei Tage in Hongkong, um im Victoria Harbour ihre Rennen auszutragen und zu feiern, während kleinere, aber nicht minder spannende Rennen im gesamten Stadtgebiet stattfinden.

OSTILL IS FRANCK CAMHI / SHUTTERSTOCK ©

Dragon Boat Festival, Stanley, Hong Kong Island

August

7 Mio. Menschen hecheln und schwitzen in der erdrückenden Hitze. Sintflutartige Regenfälle sind nicht ungewöhnlich, aber in diesem weitläufigen Archipel mit über 260 Inseln ist ein sonnenbeschienener Strand nie weit.

Fest der Hungrigen Geister

Während des siebten Mondes entfliehen rastlose Geister der Hölle, um dann über die Erde zu streifen. Höllengeld, Lebensmittel und irdische Luxusgüter, allesamt aus Pappmachée angefertigt, werden verbrannt, um die Besucher milde zu stimmen. In der ganzen Stadt leben während des Festes, das auf den 15. Tag des siebten Mondmonats fällt, faszinierende volkstümliche Traditionen auf.

September

Der gute alte Sommer ist noch nicht vorbei, aber allmählich sinkt die Luftfeuchtigkeit, und man kann entlang der Meeresküsten wieder durchatmen. Die Schulkinder tauschen Sandspielzeug gegen Berge von Hausaufgaben ein.

Mondfest

In der 15. Nacht des achten Mondmonats schnappt man sich eine Laterne und nimmt an einem Mondscheinpicknick teil. Bei diesem auch Mittherbstfest genannten Familienfest, das an einen Aufstand gegen die Mongolen im 14. Jh. erinnert, verspeist man genüsslich die einst als subversiv angesehenen „Mondkuchen“.

NEWROADBOY / SHUTTERSTOCK ©

Mondkuchen mit Durian, Mondfest

November

Endlich wird es in Hongkong wieder kühler. Die Temperaturen sinken auf erträgliche 22 °C, und es regnet deutlich seltener – sehr zur Freude von Wanderern und anderen Naturfans.

Clockenflap

Beim größten Open-Air- Festival Hongkongs treten internationale, regionale und lokale Künstler vorwiegend aus dem Indie-Genre auf. Zu sehen sind außerdem Kunstinstallationen und Pop-up-Werke. In früheren Jahren standen hier u. a. schon New Order, The Libertines, A$AP und Massive Attack auf der Bühne.

Oxfam Trailwalker

Was 1981 als Übungsdrill für örtliche Gurkha-Soldaten begann, die Spenden sammeln sollten, ist heute eine berühmte Herausforderung: Ein Wanderteam aus vier Personen muss den 100 km langen MacLehose Trail in 48 Stunden bewältigen.

Hong Kong International Literary Festival

Bei dem zehntägigen Literaturfestival im Herbst kommen anerkannte Autoren sowie aufstrebende Schriftsteller aus aller Welt zu Wort. Zu den früheren Teilnehmern gehören Starautoren wie Margaret Atwood und Louis de Bernières.

Dezember

Dies ist die wohl beste Jahreszeit für einen Trip in die Stadt. Die Tage sind sonnig und der Himmel ist blau. Das herrliche Wetter ist perfekt für diverse Outdoor-Aktivitäten. Allerdings sind die Weihnachtsshopper bereits im Anmarsch!

Hong Kong Winterfest

Strahlende Neonweihnachtswandgemälde am Hafen von Tsim Sha Tsui! Nimmt man die Fähre zum Statue Sq, kann man den erleuchteten Weihnachtsbaum und falschen Schnee bestaunen. Oder man feiert mit den Teenagern rund um den Times Sq den Ersten Weihnachtsfeiertag.

Hong Kong International Races

Bei den „Weltmeisterschaften auf der Pferderennbahn“ treten Stars der Reiterszene und berühmte Pferde aus aller Welt auf dem Sha Tin Racecourse vor grandioser Kulisse gegeneinander an. Die über 60 000 Zuschauer wetten und fiebern auf den Tribünen mit.

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Mit Kindern reisen

Diese Stadt mit ihren Wolkenkratzern und den coolen Museen, erreichbar mit Straßenbahnen und Fähren, ist aufregend für Kids. Das Essen und die sanitären Einrichtungen erfüllen alle Ansprüche, aber Menschenmassen, Verkehr und Luftverschmutzung können anstrengend sein.

EWILDING / SHUTTERSTOCK ©

Hong Kong Museum of History

Kinderfreundliche Museen

Hong Kong Science Museum

Die drei Stockwerke in Hongkongs lebendigstem Museum quellen über vor Attraktionen für Kids aller Altersstufen. Es gibt ein Theater, in dem das Personal in Laborkitteln verrückte Experimente vorführt.

Hong Kong Museum of History

Das ausgezeichnete Museum erweckt die Geschichte der Stadt in Bild und Ton anschaulich zum Leben. Die Kids werden begeistert sein von der Ausstellung „Hong Kong Story“ mit ihren Nachbauten traditioneller Gegenstände und einer Fischerdschunke in Originalgröße.

Hong Kong Space Museum & Theatre

Kinder, die ja gern ihre motorischen Fähigkeiten testen, geraten hier völlig aus dem Häuschen – sie können auf Knöpfe drücken, durch Teleskope schauen, im Simulator fahren und Computerquizfragen lösen. Ältere Kinder haben ihre Freude an den Omnimax-Filmen, die an der gewölbten Decke des Theaters zu sehen sind.

Hong Kong Maritime Museum

Auch wenn die großartigen Schiffsmodelle ihren Zweck nicht erfüllen würden, gibt es hier viele Exponate, die die Fantasie der Kleinen anregen, darunter mit Gewehren bewaffnete Piraten-Puppen, aus Wracks geborgene echte Schätze und ein Taucheranzug aus Metall. Zudem kommt dank „Water Jai“ und den Tränen, die er wegen der Vermüllung der Meere vergießt, auch der Umweltgedanke nicht zu kurz.

Hong Kong Railway Museum

Thomas, die kleine Lokomotive, wird in diesem Open-Air-Museum, das in einem historischen Bahnhof eingerichtet wurde, zum Leben erweckt; hier gibt es alte Personenwagen und ein Zugabteil.

Hong Kong Heritage Museum

Manche Kinder interessieren sich vielleicht für die Exponate, aber der wahre Hit ist die interaktive Children’s Discovery Gallery, wo die Kleinen sich verkleiden, Puzzlespiele machen und die Ausstellung historischer Spielzeuge ansehen können.

Spannende Verkehrsmittel

Peak Tram

Kinder sind von der der Schwerkraft trotzenden Peak Tram fasziniert.

Star Ferry

Kreuzfahrtschiffe, Lastkähne, Tragflächenboote, Dschunken … Kleine Seeleute werden einen Riesenspaß haben, die vorbeifahrenden Schiffe zu benennen, während das eigene durch den Victoria Harbour tuckert.

Straßenbahn

Aus einem schmalen, an Harry Potter erinnernden Fahrzeugs herauszuschauen, das mitten durch den stärksten Verkehr rattert, kann viel Spaß machen.

MTR

Um die Metro mit ihrem interessanten Farbleitsystem rankt sich eine Fülle von Mythen und spannenden Fakten.

Symphony of Lights

Kids werden begeistert sein vom musikalisch untermalten Tanz der Laserstrahlen, die auf beiden Seiten des Hafens von Hochhäusern aus projiziert werden. Das Darth-Vader-Kostüm nicht vergessen!

Shoppen mit Kindern

Alle wichtigen Toilettenartikel für jüngere Kinder und Babys gibt’s in den Filialen diverser Apothekenketten, z. B. Mannings.

Das Hong Kong Book CentreKarte offlineGoogle Maps (852 2522 7064; www.hkbookcentre.com; Lower Level, On Lok Yuen Bldg, 25 Des Voeux Rd, Central; Mo–Fr 9–18.30, Sa biy 17.30 Uhr; Hong Kong, Ausgang B) bietet eine gute Auswahl von Kinderbüchern (englisch). Im Horizon Plaza gibt es Megastores mit großem Kinderbücherangebot (englisch) und Kleidung. Tai Yuen St ist bekannt für seine Spielwarengeschäfte für Jugendliche jeden Alters.

Im Ocean TerminalKarte offlineGoogle Maps (www.oceanterminal.com.hk; Salisbury Rd, Tsim Sha Tsui; 10–21 Uhr; Star Ferry, East Tsim Sha Tsui, Ausgang J) in Harbour City, in der Elements Mall bzw. im Festival Walk in Kowloon oder im Times Square in Causeway Bay locken Dutzende Läden für Kinder.

Delfinbeobachtung

Das zweitschlauste Tier der Erde in freier Wildbahn beobachten – und es ist rosa! Hong Kong Dolphinwatch unternimmt pro Woche drei vierstündige Touren in Gewässer, in denen Chinesische Weiße Delfine gesichtet werden können.

Themenparks & Grünflächen

Ocean Park

Hongkongs wichtigster Vergnügungspark bietet Achterbahnen, ein tolles Aquarium, echte, riesige Pandas und eine Panoramaseilbahn mit Meerblick.

Hong Kong Park

Enten, Schwäne und Schildkröten leben in den Teichen dieses Parks. In der riesigen Voliere, die an einen natürlichen Wald erinnert, laufen Besucher über eine Art Baumwipfelpfad an den Baumkronen vorbei und können die Vögel perfekt beobachten.

Hong Kong Zoological & Botanical Gardens

Beim Besuch dieses Parks sieht der Nachwuchs Kubaflamingos, Tigerpythons und Zweifinger-Faultiere und kann hinterher vielleicht sogar einen Gelbwangen-Schopfgibbon von einem frechen Kind unterscheiden.

Hong Kong Wetland Park

Man braucht durchaus Geduld, um die Bewohner des Sumpflands zu Gesicht zu bekommen, aber das machen die thematisch geordneten Ausstellungen, das Theater und der Spielbereich „Swamp Adventure“ wieder wett.

Kowloon Park

Die große Grünanlage bietet jede Menge Platz zum Toben, Seen mit Wasservögeln, zwei Spielplätze, Pools und ein Vogelgehege. Sonntags Drachentanz.

Hong Kong Disneyland

Zu den neuesten Attraktionen dieses Themenparks gehört ein Bereich für Marvel-Helden, der zwischen 2018 und 2023 ständig erweitert werden soll.

Tipps zum Besuch von Ocean Park & Disneyland

Praktisches

Beide, Ocean Park und Disneyland, sind bei Touristen aus China sehr beliebt. Wer es ruhiger mag, sollte die Parks an den staatlichen chinesischen Feiertagen meiden, besonders am Tag der Arbeit (1. Mai) und den zwei Tagen darauf, am Nationalfeiertag und den folgenden Tagen (1.–7. Okt.), dem Ching Ming Festival im April und dem chinesischen Neujahrsfest im Januar oder Februar. Auch in den Sommermonaten Juli und August ist viel los.

Am Wochenende ist es am Sonntag etwas weniger überlaufen als am Samstag.

Einige Rides haben Größenbegrenzungen.

In beiden Parks gibt’s viele erschwingliche chinesische und westliche Speisen.

Disneyland

Obwohl Disneyland seit jeher eher auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet ist, sollen nun mit neuen Attraktionen auch ältere Kinder angesprochen werden. So wird zwischen 2018 und 2023 ein Marvel-Themenbereich geöffnet. Die Iron-Man-Experience-Flugsimulation gibt’s schon.

Auch wenn Hong Kong Disneyland vergleichsweise klein ist, sollte man einen Kinderwagen mitbringen. An den Rides gibt’s sogar spezielle Stellplätze dafür. Der Park bietet außerdem ein paar Kinderwagen zum Verleih.

Auf der Main Street, USA, in der sich viele der Geschäfte befinden, gibt’s Schließfächer.

Fantasyland ist das beste Ziel für die ganz Kleinen. Hier warten Dumbo und Attraktionen wie Mad Hatter’s Teacups, It’s a Small World und The Many Adventures of Winnie the Pooh.

Toy Story Land und Grizzly Gulch sind beliebt und haben die längsten Warteschlangen.

Eine Fahrt mit der Disneyland Railroad ist nett, wenn man müde ist, aber sie fährt nicht durch den ganzen Park. Es gibt nur zwei Haltestellen: am Eingang und in Fantasyland.

Es ist nicht nötig, sich schon frühzeitig einen Platz fürs Feuerwerk um 20 Uhr zu sichern, es sei denn, man möchte Fotos schießen. Wenn man sich in Eingangsnähe postiert, ist man anschließend schneller draußen.

Wer Disneyland nachmittags besucht, hat mehr von seiner Zeit und vermeidet die längsten Schlangen. Außerdem verströmt der Park abends (18–21 Uhr) eine besondere Magie, wenn einige der Attraktionen beleuchtet sind.

Ocean Park

Die meisten Teenager und Erwachsenen werden den Ocean Park Disneyland vorziehen. Er ist deutlich größer, hat viel mehr zu bieten, und die Achterbahnen sind spektakulärer.

Er besteht aus zwei Teilen: Waterfront nahe dem Eingang und Summit auf der Landzunge. Man kann nicht zu Fuß von einem Bereich in den anderen wechseln, aber sie sind durch eine Panoramaseilbahn und den unterirdischen Ocean-Express-Zug verbunden. Erstere ist morgens und abends sehr voll. Um Schlangen zu vermeiden, fährt man mit dem Ocean Express hoch und mit der Seilbahn runter.

Kleineren Kindern dürfte Whisker’s Harbour gefallen. Hier gibt’s einen altersgerechten Spielbereich und den Pacific Pier, an dem man Robben und Seelöwen bestaunen und füttern kann. Tierschützer sind allerdings der Ansicht, dass Interaktionen mit in Gefangenschaft lebenden Meeressäugern bei den Tieren Stress auslösen.

YIUCHEUNG / SHUTTERSTOCK ©

Ocean Park, Aberdeen

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Wie die Einheimischen

Bestimmte Werte und Sitten prägen den Alltag in Hongkong, doch ob man etwas davon merkt, hängt von den Einheimischen ab, die einem über den Weg laufen, denn nicht alle halten das gleich. Hier sind ein paar Tipps, die helfen, sich im sozialen Gefüge dieser Metropole zurechtzufinden.

D3SIGN / GETTY IMAGES ©

Dim Sum

Etikette

Begrüßung

Manche Einheimische finden Umarmungen und ein Wangenküsschen in der Öffentlichkeit zu intim, andere wünschen sich heimlich mehr davon. Normalerweise reicht ein einfaches Hello, how are you?, verbunden mit einem leichten Händedruck. Besucher ziehen ihre Schuhe vor dem Betreten einer fremden Wohnung aus.

Mienenspiel

In diesem Teil der Welt ist es ein Eckpfeiler zwischenmenschlicher Beziehungen. Auf Status und Respekt ist stets zu achten, ebenso auf Höflichkeit und darauf, in der Öffentlichkeit nie die Beherrschung zu verlieren.

Geschenke

Wenn man jemandem ein Geschenk machen möchte, könnte es sein, dass sich dieser ziert, es anzunehmen, um nicht als habgierig zu gelten. Wenn man aber darauf beharrt, wird er dennoch nachgeben. Nicht überrascht sein, wenn ein verpacktes Geschenk nicht gleich geöffnet wird – das gilt hier als unhöflich.

Essen gehen

Wenn Einheimische mit Freunden ausgehen, wird meist getrennt bezahlt. Gewöhnlich wird aber der Endrechnungsbetrag in gleiche Teile aufgeteilt, unabhängig davon, was jeder Einzelne genau bestellt hat. Es ist eher ungewöhnlich, nach separaten Rechnungen zu fragen.

Farben

Rot steht für Glück, Fröhlichkeit und Reichtum (obwohl ein mit roter Tinte geschriebener Brief Ärger und Unfreundlichkeit ausdrücken kann). Weiß ist in der chinesischen Kultur die Farbe des Todes – man sollte es sich daher gut überlegen, bevor man jemandem weiße Blumen schenkt oder zur Geburtstagsfeier einer älteren Person weiß gekleidet erscheint.

Tischmanieren

Hygiene beim Essen

Bei chinesischen Mahlzeiten kann sich jeder vom Essen, das auf dem Tisch steht, bedienen. Exklusive Lokale bieten für jedes Gericht Essstäbchen oder Löffel an; in den preiswerten Lokalen ist das meist nicht der Fall; es ist aber jederzeit möglich, darum zu bitten.

Auf die Stäbchen achten!

Die Stäbchen niemals senkrecht in eine Schale stellen – dies erinnert an Räucherstäbchen bei Trauerfeiern. In fast allen Restaurants gibt’s auch Gabeln. Man sollte sich nicht scheuen, um eine zu bitten.

Vom Geist des Teilens

Von einem für alle bestimmten Gericht sollte man immer nur einige Häppchen auf einmal nehmen, und zwar am besten von denen, die einem jeweils am nächsten sind. Es ist nicht notwendig, die eigene Schale auf einmal mit dem halben Gericht zu beladen. Was die Beilagen (Reis, Nudeln etc.) anbelangt: Damit kann man die eigene Schale voll machen.

Teesitten

Wenn einem jemand die zierliche Teetasse wieder auffüllt, kann man als Zeichen des Dankes mit zwei Fingern (Zeige- und Mittelfinger) zweimal leicht auf den Tisch klopfen, anstatt mit vollem Mund ein Danke herauszupressen. Wer diese (angeblich) jahrhundertealte Geste beherrscht, kann seinem Gastgeber ganz schön imponieren.

Wohin mit den Knochen?

Knochen gehören auf den eigenen Teller oder in eine extra Knochenschale. Wer das nicht mag, kann sie auch auf ein Papiertaschentuch legen oder eines darüberbreiten.

Essen als Leidenschaft

Open Rice

Ganze Scharen von Restaurantkritikern, und zwar nicht nur Hobbytester, stellen ihre Berichte und Fotos täglich auf der von den Benutzern gepflegten zweisprachigen Restaurantkritik-Website www.openrice.com ins Netz.

Dim Sum

Die morgendlichen Dim Sum sind für viele Rentner ein tägliches Ritual und ein leckerer Anlass für eine Familienzusammenkunft am Wochenende. Heutzutage stehen das Essen und die Familie jedoch in scharfer Konkurrenz zu den allgegenwärtigen Smartphones.

Teepause

Sobald es Nachmittag wird, füllen sich die cha chaan tang (Teehäuser) mit älteren Herrschaften, die über die Fleischpreise vom Vormittag oder die Schwankungen an den Aktienbörsen diskutieren. Diese schlichten Cafés sind ein sozialer Treffpunkt für Hausfrauen und Rentner, die gern ein Schwätzchen halten und den neuesten Klatsch und Tratsch austauschen. Gestressten Büroangestellten dienen sie oft auch als Refugium.

Süßes zur nächtlichen Stunde

Nach dem Abendessen suchen die Einheimischen gern noch einen Dessert Shop auf, wo es süße Suppen und andere Nachspeisen der chinesisch beeinflussten Fusion-Küche gibt, etwa schwarze Sesamsuppe und Durian-Crêpes.

Dampfender Winter

Im Winter ist ein Eintopf in einem dai pai dong (Imbissstand unter freiem Himmel) oder in einem Restaurant eine wohltuende, gesellige Erfahrung. Dabei werden Fleischstückchen und Meeresfrüchte sowie Gemüse in einen Topf mit dampfender Brühe getunkt – ein Vorgang, der natürlich mehrmals wiederholt wird.

Traditionelle Viertel

Eine Gentrifizierung in großem Stil hat in diesen Gebieten noch nicht stattgefunden, allerdings nimmt die städtische Entwicklung bereits Einfluss auf den Charakter der Wohnviertel.

Aberdeen & Ap Lei Chau

Hier kann man vom Boot aus den bekannten Taifun-Schutzhafen der Stadt bestaunen, Drachenbootrennen verfolgen und die Märkte und Tempel von Hongkongs „Volk des Wassers“ besuchen.

Yau Ma Tei

Wenn man nach traditionellen Barbieren, Schneidern für chinesische Hochzeitsmode und traditionellem Kunsthandwerk Ausschau halten will, ist man in der Shanghai St richtig.

Sham Shui Po

In diesem schier unverwüstlichen Arbeiterviertel gibt’s Flohmärkte, Geschäftshäuser aus den 1930er-Jahren, Nachkriegssiedlungen und sogar eine antike Grabstätte.

Sai Ying Pun

Westlich von Sheung Wan wird einen der durchdringende Geruch nach getrocknetem Fisch und chinesischen Heilkräutern zu ruhigen Anwohnerstraßen in höheren Lagen und zu kleinen Nachbarschaftsrestaurants führen.

Rund ums Geld

Jockey Club

Die Wettbüros des Jockey Club befinden sich häufig in der Nähe von Wohngebieten, Märkten oder Endhaltestellen öffentlicher Verkehrsmittel. Wenn man sie an Renntagen oder -abenden betritt, gerät man in einen Strudel der Gefühle, denn die Wettenden versuchen, das Unbeeinflussbare zu beeinflussen. Gelegentlich hört man einen Freudenschrei, häufiger jedoch durchsetzen Schimpftiraden die Seufzer der Verzweiflung, wenn im 30-Minuten-Takt die neuesten Ergebnisse über die TV-Bildschirme flimmern. Draußen auf der Straße trifft man die High-Rollers (die große Summen setzen), das Gesicht vergraben in den Wettkarten, auf ihrer Suche nach der ewig unerreichbaren Gewinngarantie.

Aktien & Wertpapiere

Werktags lohnt es sich auch, die Leute in den unscheinbaren Maklerbüros zu beobachten, in denen Scharen von (oft nicht ganz unwichtigen) Investoren völlig versunken die Live-Aktienmarkt-Updates auf den Anzeigetafeln an den Wänden verfolgen.

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Hongkong gratis

Hongkong ist nicht gerade ein preiswertes Reiseziel, und – jeder Einheimische wird es bestätigen – die Preise steigen umgehend, sobald sich eine Gelegenheit bietet. Doch mit etwas Planung und Fantasie kann man es sich hier auch mit wenig Geld gutgehen lassen.

SERGIO DELLE VEDOVE / SHUTTERSTOCK ©

Flagstaff House Museum of Tea Ware

Museen

Viele der wichtigsten Museen Hongkongs verlangen inzwischen keinen Eintritt mehr. Unter denen, die sich an dieser Initiative bislang nicht beteiligen, gibt es immer noch eine ganze Reihe, in die man mittwochs gratis reinkommt.

Museum of History

Bietet einen Überblick über die gesamte Geschichte Hongkongs – alles unter einem Dach

Heritage Museum

Ausstellungen zu volkstümlichen Traditionen, dem Leben von Bruce Lee und zur Kanton-Oper.

Flagstaff House Museum of Tea Ware

Die schicke Ausstellung zeigt im Hong Kong Park altes Teegeschirr.

University Museum & Art Gallery

Chinesische Antiquitäten sowie wechselnde Kunst- und Skulpturenausstellungen.

Railway Museum

Das Museum erläutert Hongkongs Eisenbahngeschichte anhand von ausrangierten Zugwaggons – fazinierend für Kids.

Museum of Coastal Defence

Das Museum zeichnet die Geschichte von Hongkongs Küstenverteidigung über sechs Jahrzehnte nach.

Geführte Touren

Tai Kwun

Die ehemalige Central Police Station an der Hollywood Rd ist mittlerweile ein toller Komplex aus rund einem Dutzend denkmalgeschützter Gebäude, die man besichtigen kann.

Blue House Cluster

Hongkongs letzter Wohnblock aus Holz ist ein Glanzstück des Denkmalschutzes.

Asia Society Hong Kong Centre

In dem einstigen Sprengstofflager werden heute erstklassige Ausstellungen gezeigt.

Heritage of Mei Ho House Museum

Dieses Museum erläutert die Entwicklung des öffentlichen Wohnungsbaus in Hongkong anhand von Fotos und Repliken.

Tai O Heritage Hotel

Die ehemalige Polizeistation schützte die Küste vor Piraten (Buchungen online).

Feste & Events

Dragon Boat Races

Drachenbootrennen (香港國際龍舟邀請賽; www.hkdba.com.hk; Mai od. Juni) vor der Kulisse geschmückter Fischer-Dschunken.

Fest der Hungrigen Geister

Im siebten Mondmonat öffnen sich angeblich die Tore zur Hölle, deshalb werden die umherschwebenden Geister mit aufwendigen Riten besänftigt.

Fire Dragon Dance

Während des Mondfests steht der Tanz eines Strohdrachens voller glühender, rauchender Räucherstäbchen auf dem Programm.

Cheung Chau Bun Festival

Moderne Interpretation eines Qing-Rituals, bei dem man auf Türme klettert, um so viele Brötchen wie möglich einzusammeln.

Freespace Happening

Einmal im Jahr gibt’s in West Kowloon ein buntes Programm aus Livemusik, Film, Tanz, Parkour und Kunsthandwerk (www.westkowloon.hk/en/freespacehappening).

In der Natur

Hügel

Hongkongs wunderschönes Umland lädt zu Wanderungen, Radtouren oder langen Spaziergängen ein.

Strände