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E-Book basiert auf: 2. Auflage 2025
Besuche die zahlreichen goldenen Strände entlang der Küste von Gunung Kidul, unternimm eine Tauchtour zum Wrack der Liberty in Bali und wandere durch den Regenwald im wenig besuchten Gunung Palung Nationalpark. Mit dem Lonely Planet Indonesien entdeckst du die Highlights und versteckten Geheimtipps Indonesiens. 
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Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 1249
Veröffentlichungsjahr: 2025
Wildtiere beobachten
Vulkan-Trekking
Fluss-kreuzfahrt auf Borneo
Indonesien
Reiseplanung
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Reiseziele
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Storybook
Tauche mit unseren Reportagen tief in den Alltag ein und erfahre mehr über die Seele deines Reiseziels.
Praktisches
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und entdecke mit Lonely Planet Indonesien
Titelfoto: Pasar Terapung Lok Baintan, Banjarmasin, Südkalimantan. Nigel Pavitt/AWL Images ©
Umschlagrückseite: Komodowarane, Komodo National Park. Gudkov Andrey/Shutterstock ©
Indonesien
Jayne D’Arcy, David Eimer, Paul Harding, Mark Johanson, Jason Lee, Regis St Louis, Ryan Ver Berkmoes
happystock/shutterstock ©
Madakaripura Wasserfall (S. 135), Java
ReisePlanung
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Inhalt
Java58
Erste Orientierung61
Perfekte Tage62
Jakarta64
Entscheidungshilfe: Jakartas Tausend Inseln78
Yogyakarta80
Rund um Yogyakarta88
Surakarta (Solo)97
Rund um Surakarta (Solo)102
Semarang109
Rund um Semarang113
Dieng-Plateau120
Rund um das Dieng-Plateau125
Malang128
Rund um Malang133
Banyuwangi142
Willkommen in Indonesien6
Übersichtskarte10
Unsere Favoriten12
Städte & Regionen28
Reiserouten30
Beste Reisezeit40
Bestens vorbereitet42
Tiere beobachten44
Strände & Inseln46
Essen wie die Locals48
Outdoor-Erlebnisse52
Rund um Banyuwangi145
Bogor149
Rund um Bogor152
Gunung Gede Pangrango National Park156
Rund um den Gunung Gede Pangrango National Park158
Bandung160
Rund um Bandung164
Pangandaran166
Rund um Pangandaran168
Ujung Kulon National Park171
Rund um den Ujung Kulon National Park173
Wo man gerne übernachtet176
Bali178
Erste Orientierung181
Perfekte Tage182
Canggu Area184
Seminyak & Kerobokan189
Kuta & Legian192
Sanur196
Uluwatu201
Rund um Uluwatu203
Nusa Lembongan206
Rund um NusaLembongan209
Ubud211
Reiseziele
Reiseplanung
Praiyawang (S. 299), Sumba, Nusa Tenggara
Barong-Maske (S. 214), Bali
Rund um Ubud: Norden224
Rund um Ubud: Süden227
Klungkung230
Rund um Klungkung233
Padangbai238
Amlapura240
Rund um Amlapura243
Munduk246
Rund um Munduk248
Lovina250
Rund um Lovina253
Pemuteran255
Rund um Pemuteran257
Tabanan261
Rund um Tabanan264
Wo man gerne übernachtet266
Nusa Tenggara268
Erste Orientierung271
Perfekte Tage272
Flores274
Rund um Flores284
West Timor289
Rund um West Timor296
Sumba298
Entscheidungshilfe: Inseln in Nusa Tenggara308
Kuta310
Rund um Kuta314
Senggigi318
Oben: Anna Kaminski/lonely planet © Unten: Denis Moskvinov/shutterstock ©
ReisePlanung
3
Sumatra418
Erste Orientierung421
Perfekte Tage422
Gunung Leuser National Park424
Rund um den Gunung Leuser National Park429
Padang438
Entscheidungshilfe: Surf-Charterboote442
Rund um Padang444
Banda Aceh452
Rund um Banda Aceh456
Banyak-Inseln459
Rund um dieBanyak-Inseln462
Kerinci Seblat National Park468
Rund um den Kerinci Seblat National Park471
Die Inseln an der Ostküste477
Rund um die Inseln an der Ostküste484
Wo man gerne übernachtet490
Kalimantan492
Erste Orientierung494
Perfekte Tage496
West Kalimantan498
Central Kalimantan510
South Kalimantan516
East Kalimantan522
Rund um East Kalimantan534
Wo man gerne übernachtet536
Banda-Inseln367
Die Kei-Inseln373
Wo man gerne übernachtet377
Westneuguinea378
Erste Orientierung380
Perfekte Tage381
Raja Ampat382
Entscheidungshilfe: Tauch-safaris in Raja Ampat386
Rund um Raja Ampat391
Jayapura & Sentani396
Pulau Biak401
Das Baliem-Tal405
Rund um das Baliem-Tal411
Wasur National Park414
Wo man gerne übernachtet416
Mataram322
Senaru325
Rund um Senaru327
Südwestliche Halbinsel & geheimnisvolles Gilis330
Gili Trawangan333
Gili Meno336
Gili Air339
Wo man gerne übernachtet342
Molukken344
Erste Orientierung346
Perfekte Tage347
Pulau Ternate348
Rund um Pulau Ternate353
Pulau Halmahera355
Pulau Ambon359
Rund um Pulau Ambon365
Luwak (Fleckenmusang) frisst Kaffeebohnen (S. 221)
Tauchen, Raja Ampat (S. 382), Westneuguinea
Oben: AKKHARAT JARUSILAWONG/shutterstock © Unten: frantisekhojdysz/shutterstock ©
ReisePlanung
4
Sulawesi538
Erste Orientierung540
Perfekte Tage541
Makassar542
Rund um Makassar548
Bira-Halbinsel551
Rund um die Bira-Halbinsel556
Tana Toraja559
Rund um Tana Toraja566
Togian-Inseln570
Rund um dieTogian-Inseln574
Manado & Pulau Bunaken576
Rund um Manado& Pulau Bunaken581
Wo man gerne übernachtet584
Storybook
Ankunft 588
Unterwegs vor Ort 589
Geld590
Übernachten591
Reisen mit Kindern593
Essen, Trinken & Feiern594
Verantwortungsbewusst Reisen596
Sicher reisen598
Barrierefrei reisen600
Sichere Fährpassagen 601
Vulkane602
Kurz & Knapp603
Sprache604
Die Geschichte Indonesiens in 15 Orten608
Triff die Einheimischen612
Umweltprobleme614
Brodelnder Konflikt620
Indonesiens Historische Nutzpflanzen623
Dangdut: Musik fürs Volk626
Indonesiens Kaffeekultur628
Praktisches
Pasar Terapung Lok Baintan (S. 517), Banjarmasin, Kalimantan
azhar askarii/shutterstock ©
ReisePlanung
5
Derawan-Archipel (S. 530)
Purwanto Nugroho/shutterstock ©
Mein Lieblingserlebnisist ein Schnorchel-ausflug zu den perfekten Riffen des Derawan-Archipelsvor der Ostküste von Kalimantan inmitten von Meeres-schildkröten, verspielten Mantarochen und Schwärmen farbenfroher Fische.
Willkommen in
Indonesien
Mein Lieblingserlebnis in Indonesien? Ein Segelturn auf der Bandasee zu atemberaubenden Inseln, bei einer mehrtä-gigen Tour durch den Dschungel von Kalimantan Orang-Utans beobachten, Strandtage im südlichen Lombok, Schnorcheln im Komodo National Park, Tempelhopping rund um Yogyakarta oder eine Wanderung in den Bergen von Sulawesi – die Wahl fällt schwer! Nach jeder meiner Reisen wollte ich so schnell wie möglich wiederkommen und neue Orte entdecken. Indonesien ist so riesig und fac-ettenreich – die über 17 000 Inseln auf 5000 km sind wie 100 Länder in einem. Neben Stränden, Vulkanen und Re-genwäldern locken einzigartige Wildtiere, alte Kunstfor-men, Kulturen, Religionen und Tempel. Vor allem machen Indonesien jedoch die vielen unterschiedlichen Menschen mit einem Lächeln auf den Lippen aus. Das Land ist ein wahres Kaleidoskop, das großartige Abenteuer bereithält.
David Eimer
David ist Journalist und Autor, lebt in Bangkok und bereist die entle-gensten Regionen Südostasiens. Er schrieb das Kapitel Kalimantan.
ReisePlanung
6
LIEBLINGsplätzE
Hier schlägt für unsere Autor:innen und Expert:innen das Herz Indonesiens.
Arterra Picture Library/Alamy Stock Photo ©
GWMB/getty images ©
Bei meinem ersten Spaziergang entlang Yogyakartas Jl Malio-boro(S. 86) wusste ich, dass ich etwas Besonderes gefunden hatte. Die Stadt war so anders als Jakarta mit seinen verstopf-ten, verschmutzten Straßen oder die überfüllten Strände Balis. Hier konnte ich mich in unerwartetem Flair treiben las-sen, den entspannten Rhyth-mus der Stadt spüren, das Leben genießen und im Moment leben. Es fühlte sich wie ein Zuhause an, das ich nie mehr verlassen wollte.
Jason Lee
@the.travel.author
Jason ist australischer Autor, lebt auf Bali und entdeckt gerne wunderbare neue Reiseziele in Südostasien und Osteuropa.
Die Granitfelsen des Globalen UNESCO-Geoparks Pulau Beli-tung(S. 477) erinnern mich an die Wilsons Promontory in mei-nem Heimatstaat Victoria in Australien. Rund um das tropi-sche Belitung, einer Insel von der Größe Balis, konnte ich beim Stand-up-Paddling mit schwimmenden Schildkröten neben und bunt leuchtenden Fischen unter mir über das tür-kisfarbene Wasser gleiten. Danach paddelte ich zurück zum weißen Sandstrand und bestaunte mit einem kalten Bintang in der Hand vom öst-lichsten Punkt Sumatras den Sonnenuntergang.
Jayne D’Arcy
@jaynedarcy
Jayne schreibt übers Reisen und über Abenteuersport. Sie arbeitete bereits an einem Dut-zend Lonely Planet Bänden mit.
ReisePlanung
7
Bei einer Wanderung in Westneu-guineas Baliem-Tal(S. 405) er-lebt man nicht nur das imposante zentrale Hochland, sondern taucht auch in die Traditionen der Dani ein, die einen in jedem Dorf mit einem herzlichen Handschlag begrüßen. Eine Nacht in einem strohgedeckten honai(siehe Bild) gibt seltene Einblicke in die Kul-tur Westneuguineas, die von der Regierung unterdrückt wird.
Mark Johanson
@MarkOnTheMap
Mark lebt in Chile und ist ameri-kanischer Journalist mit dem Fokus auf Reisen, Abenteuer und Umwelt.
Auf dem winzigen Bandaneira(S. 367) ist Stress schnell ver-gessen. Kinder auf der Straße tragen stolz den Fisch, den sie gerade gefangen haben, Markt-leute unterhalten sich in Gassen am Wasser und Ziegen grasen inmitten von Ruinen alter euro-päischer Festungen. Hier gibt es wunderbare Einblicke in dörfli-ches Leben, das sich im Laufe der Zeit kaum verändert hat.
Regis St. Louis
@regisstlouis
Regis wirkte an über 100 Reise-führern mit und verbrachte sein halbes Leben damit, entlegene Ecken der Welt zu bereisen.
Sulawesi unterscheidet sich stark von anderen Teilen Indone-siens. Tana Toraja(S. 559) im Hochland sticht besonders her-aus. Nach einer Nachtbusfahrt von Makassar nach Rantepao sorgen Beerdigungszeremonien, Höhlen, Gräber und Blicke über Täler, Reisfelder und wolkenver-hangene Dörfer darunter für un-vergessliche Erlebnisse.
Paul Harding
@paulhtravel
Paul ist Reiseautor und Fotograf mit Fokus auf Südostasien und der australischen Pazifikregion.
Pvince73/shutterstock ©
Stephane Bidouze/shutterstock ©
Paul Harding/lonely planet ©
ReisePlanung
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1993 besuchte ich Bali und Lombok das erste Mal. Als ich am damals winzigen Flughafen Balis die Zollkontrolle passierte, wurde mir nach einem Blick in meinen Pass überaus herzlich „ein wunderschöner Geburtstag auf Bali“ gewünscht. Ich war schockverliebt und kam bei der Reise aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich erinnere mich an Tanz- und Musikgruppen, die aus den Reisfeldern auftauchten, um in Ubud aufzutreten, und an Gili Trawangan(S. 333) mit einer Handvoll Zementhütten und traumhaften Schorchelspots.
Ryan Ver Berkmoes
@ryanverberkmoes
Ryan bereiste für seine Autorentätigkeit die Welt und wirkte an über 150 Reiseführern mit.
Troy Wegman/shutterstock ©
Anna Kaminski
@anna.cohen.kaminski
Anna wirkte am Kapitel Bali mit. Als Reiseautorin legt sie den Schwerpunkt auf Abenteuerreisen, Kultur und Küche und verfasste die kulinarischen Memoiren „Eyeball Tacos and Kangaroo Stew“.
Sarah Lempa
@travelempa
Sarah wirkte am Kapitel Bali mit. Sie schreibt übers Reisen, über Psychologie und alles Mögliche dazwischen.
Narina Exelby
@narina.exelby
Narina wirkte am Kapitel Bali mit. Sie ist reisende Schriftstellerin mit losen Wohnsitzen in Südafrika und Indonesien sowie Mitautorin von „How to Become a Professional Travel Writer“.
Weitere Autor:innen
ReisePlanung
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ReisePlanung
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Borobudur
Besichtigung des größten buddhistischen Tempels der Welt (S. 93)
Gunung Leuser National Park
Trekking durch den Dschungel auf der Suche nach Orang-Utans (S. 424)
Gunung Rinjani
Besteigung des zweit-höchsten Vulkans Indonesi-ens (S. 328)
Pura Besakih
Wanderung zu Balis wichtigstem Hindu-Tempel (S. 236)
Sumbawa
Am legendären Supersuck surfen (S. 287)
Tanjung Puting National Park
Flussaufwärts zur Beobach-tung von Orang-Utans (S. 512)
Ubud
Eine traditionelle bali-nesische Tanzvorfüh-rung erleben (S. 211)
Yogyakarta
Straßenkünst-ler:innen in Ja-vas Kulturhaupt-stadt begleiten (S. 80)
ReisePlanung
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Das Baliem-Tal
Westneuguineas indige-ne Kulturen auf dem Ba-liem Valley Festival feiern (S. 405)
Banda-Inseln
Die Füße im weißen Sand versinken lassen (S. 367)
Komodo National Park
Auf Tuchfühlung mit riesigen ech-senartigen Drachen (S. 284)
Raja Ampat
Malerische Meeresland-schaften und Tauchspots der Weltklasse (S. 382)
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Unsere Favoriten
von links: feathercollector/shutterstock ©, jufrisphtr/shutterstock ©, Don Mammoser/shutterstock ©
Vögel
Über 1700 Spezies (17 % des Welt-bestands; viele davon endemisch) machen Indonesien zum Paradies für Vogelbeobachtungen.
Elefanten
Ethisch vertretbare Begegnungen sind landesweit leider rar. Sumatras Nationalparks beheimaten aber wilde Dickhäuter.
Schnorcheln
Auch in dieser Hinsicht ist Indonesien super: Schnorchelfans können die großartige Unterwasserwelt leicht erkunden.
tierwelt
Ob zu Lande oder unter Wasser: Indonesien ermöglicht großartige Tierbeobachtungen. Hier tummeln sich u. a. zahllose Vogelarten und Meereslebewesen. Nusa Tenggara beheimatet Komodowarane. Sumatra und Kalimantan zählen neben Malaysia weltweit zu den einzigen Orten, an denen wildlebende Orang-Utans zu sehen sind. Seltene Bären, Elefanten, Leoparden und Tiger bevölkern die Regenwälder des Landes.
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Unsere Favoriten
Orang-Utans, Gunung Leuser National Park (S. 424)
Beste Tierwelt-Erlebnisse
Lore-Lindu-National Park(Sulawesi; S. 569) Wenig besuchte Heimat von Nashorn-vögeln, Zwergbüffeln und scheuen Koboldmakis.
Raja-Ampat-Inseln(vor Westneuguinea; S. 382) Viel-fältige Unterwasserwelt plus Paradiesvögel.
Kerinci-Seblat-National Park(Sumatra; S. 468) Regen-wälder mit der weltweit größten Population von Sumatra-Tigern.
Ujung-Kulon-National Park(südwestliches Java; S. 171) Lebensraum von Java-Nashörnern.
Gunung-Leuser-National Park(Sumatra; S. 424) Elefanten, Nashörner, Tiger und Primaten (u. a. Orang-Utans).
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Unsere Favoriten
Beste Reisezeit
Im Juli, August und Dezember sind die Strände im Westen am besten. Von Oktober bis April sind Molukkens und Westneuguineas Strände herr-lich menschenleer.
Reisen mit Kindern
Nusa Dua und Sanur (beide Bali) haben kinderfreundliche, sichere Flachwasserstände. Senggigi (Lombok) und Gili Meno sind eben-falls prima für Familien.
Partystrände
Kuta, Legian und Seminyak (jeweils Bali) sind beliebte Klassiker. Party-Insel Nr. 1 ist aber das belebte und mitunter chaotische Gili Trawangan.
strandleben
Die viertlängste Küstenlinie der Welt beschert Indone-sien entsprechend viele Strände. Über 40 davon ent-fallen allein auf Bali. Diese sind wie ihre Pendants auf Lombok und den Gili-Inseln bei Travellern ungemein beliebt. Zahllose idyllische und teils menschenleere Sandstreifen für jeden Geschmack laden aber landesweit z. B. zum Surfen, Schnorcheln, Relaxen oder Feiern ein.
von links: Dyah istikowati/shutterstock ©, Dudarev Mikhail/shutterstock ©, Fabio Lamanna/shutterstock ©
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Unsere Favoriten
Banyak-Inseln (S. 459)
BESTE STRANDERLEBNISSE
Pantai Merah(Insel Komo-do; S. 284) Toller rosafarbener Sand im Komodo Nationa Park.
Südwestliches Lombok(S. 330) Fast menschenleere Sandstreifen rund um die Halbinsel.
Banyak-Inseln (vor Suma-tra; S. 459) Schönste Strände der Region in naturbelassener Abgeschiedenheit.
Gunung Kidul(östl. Java; S. 88) Viele goldfarbene Strän-de, die auch die Einheimischen schätzen.
Pulau Nailaka(Banda-Inseln; S. 372) Winziges Eiland mit tiefem und weichem Pulversand.
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Unsere Favoriten
Spirituelle Zentren
Indonesische Vulkane haben meist eine religiöse Bedeutung. Teils gelten sie auch als spirituelle Zent-ren der jeweiligen Inseln. Dies gilt z. B. für den Gunung Agung (Bali).
Supervulkan Toba
Supervulkane haben die stärkste Eruptionskraft. Der Toba (Sumatra) ist Indonesiens einziges Beispiel hierfür: Er ist seit 74 000 Jahren nicht ausgebrochen, aber bis heute aktiv.
Landwirtschaft
Über 5 Mio. Indonesier:innen leben in der Nähe von Vul-kanen. Potenziell gefährlich, aber: Die nährstoffreichen Lavaböden sind äußerst fruchtbar.
vulkane
Die weltweit höchste Anzahl von Vulkanen macht ganz Indonesien perfekt zum Erklimmen von Feuerbergen. Einige Kegel auf Java, Sumatra und Bali werden im internationalen Vergleich am häufigsten bestiegen. Viele Vulkane des Landes sind aber bis heute aktiv. Vor jedem Kletterstart ist daher das Ermitteln der aktuellen Warnstufe sehr wichtig.
von links: Anastasia Pelikh/shutterstock ©, Fabio Lamanna/shutterstock ©, Sony Herdiana/shutterstock ©
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Unsere Favoriten
Gunung Bromo (S. 128)
BESTE VULKANERLEBNISSE
Gunung Api(S. 370) Steil-hänge mit Traumblick auf die Banda-Inseln.
Gunung Agung(Bali; S. 236) Heiliger Berg mit dichten Wäldern und dem Gipfel inden Wolken.
Gunung Bromo(östl. Java; S. 128) Heiliger Krater mit alljährlichen Opferritualen für traditionelle Gottheiten.
Gunung Rinjani(Lombok; S. 328) Grandiose Aussicht von Indonesiens zweit-höchstem Vulkan.
Gunung Sibayak(nördl. Sumatra; S. 431) Dschungel- und Wasserfallwandern zu einem rauchenden Gipfel.
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Unsere Favoriten
Kurse
Warmes Wasser, schwache Strömungen, viele bunte Korallen: Bali und die Gili-Inseln sind prima für PADI- oder SSI-Kurse.
Reviere
Tauchen ist fast landesweit möglich. Nusa Tenggara, Westneuguinea und Sulawesi bieten super Möglichkeiten. Kalimantan und Molukken werden aktuell immer beliebter.
Beste Tauchzeit
Bali, Lombok, Sulawesi und die Gili-Inseln sind von April bis Oktober am besten. Zwischen Oktober und April bieten dagegen Molukken und Westneuguinea jeweils optimale Bedingungen.
tauchen
In ganz Südostasien ist Indonesien das beste Revier für Abenteuer unter Wasser: Fast alle Regionen sind Paradiese zum Tauchen und Schnorcheln. Vielfalt und Anzahl von Meereslebewesen sind hier grandios. Zusammen mit kristallklarem Wasser und farben-frohen Riffen sorgt dies für viele echte Weltklasse-Spots. Zudem gibt’s vor Ort zahlreiche Tauchschulen mit Kursen für Neulinge.
von links: Vladyslav Lehir/shutterstock ©, Dudarev Mikhail/shutterstock ©, martin_hristov/shutterstock ©
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Unsere Favoriten
Raja Ampat (S. 382)
BESTE TAUCHERLEBNISSE
Alor-Archipel (Nusa Teng-gara; S. 296) Lockt mit den wohl intaktesten Riffen des Landes.
Derawan-Archipel (vor Ost-Kalimantan; S. 530) Indo-nesiens wohl am wenigsten besuchtes Tauchparadies mit riesigen Mantarochen und nicht stechenden Quallen.
Lembeh-Straße (Sulawesi; S. 583) Eins der weltbesten Schlammtauch-Reviere mit ebenso bizarrer wie wunder-barer Unterwasserwelt.
Raja-Ampat-Inseln(West-neuguinea; S. 382) Zahllose Meeresbewohner, eindrucks-volle Korallen und paradiesi-sche Atmosphäre.
Tulamben(Bali; S. 244) Bietet mit dem Wrack des US-Frachters Libertyeinen der besten regionalen Tauchspots.
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Unsere Favoriten
Kurse
An allen bekannten Spots gibt’s Surfschulen. Sanfte Wellen und Sandgrund machen die Strände von Kuta und Legian (beide Bali) besonders anfängerfreundlich.
Beste Surfzeit
Surfen ist ganzjährig möglich. Die Weltklasse-Wellen im Westen treten aber zumeist von April bis Oktober auf. Vor allem Bali ist dann am betriebsamsten.
Reviere
Bali (Indonesiens Surferhochburg) bietet super Wellen für alle Erfahrungsstufen. Auf Java ist vergleichsweise weniger los. Sumatra und Nusa Tenggara haben entlegene, aber hervorragende Spots.
surfen
Surfverrückte aus aller Welt suchen in Indonesien nach der perfekten Welle. Viele davon folgen einem Traum von Bilderbuch-Tubes an Korallenriffen vor menschen-leeren Palmenstränden. Ohne allzu viel Gesellschaft er-füllt sich dieser aber nur an entlegeneren Orten wie Nusa Tenggara oder Sumatra. Wie andere Surfziele leidet aber auch Indonesien bisweilen unter ausbleiben-der Brandung und auflandigem Wind.
von links: Dmitrii Rud/shutterstock ©, Lila Koan/shutterstock ©, photogerson/shutterstock ©
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Unsere Favoriten
Mantawai-Inseln (S. 444)
BESTE SURFERLEBNISSE
Sumbawa(S. 287) Lockt internationale Profis mit dem Supersuck (weltgrößter Lefthand-Break).
Mentawai-Inseln (vor Sumatras Westküste; S. 444) Surf-Resorts und zuverlässige, großartige Brandung.
Bukit-Halbinsel (Bali; S. 203) Weltberühmt mit legendären Breaks und den längsten Brandungsstreifen der Insel.
Lomboks Südküste(S. 313) Viele Reef-Breaks und Surfcamps.
G-Land(südöstl. Java; S. 147) Begeistert Profis mit einem der weltbesten Left-hand-Breaks.
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Unsere Favoriten
Ticketpreise
Bei den beliebtesten Nationalparks (z. B. Komodo, Raja Ampat) liegt der Eintritt teils deutlich über dem sons-tigen Standard (Mo–Fr 150 000 Rp, Sa & So 225 000 Rp).
Meeresnationalparks
Zu den absoluten Highlights zählen die neun Meeresnational-parks mit ein paar der besten Tauchspots des Landes.
Geführte Touren
Viele Nationalparks erfordern die begleitung durch Guides (entweder selbst angeheuert oder am Eingang zugeteilt).
naturwunder
Insgesamt 54 Nationalparks (darunter sechs Welterbe-stätten) vermitteln einen Eindruck von Indonesiens zahllosen Naturwundern. Landesweit ermöglichen sie die besten Tierbeobachtungen: Zu ihren bekannteren Bewohnern zählen z. B. Orang-Utans, Elefanten, Leo-parden und Komodowarane. In den Parks warten auch einzigartige Vögel und Pflanzen sowie Wasserfälle, Ber-ge, Höhlen, Grasflächen und dichte Tropenwälder.
von links: AsiaTravel/shutterstock ©, Purwanto Nugroho/shutterstock ©, Sergey Uryadnikov/shutterstock ©
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Unsere Favoriten
Komodowaran, Pulau Rinca (Komodo National Park; S. 286),
BESTE NATIONALPARKERLEBNISSE
Togian-Inseln (vor Sulawe-si; S. 570) Traumhaft einsame Eilande im Kepulauan TogeanNational Park.
Insel Rinca(Nusa Tengga-ra; S. 284) Beheimatet die welt-größten Warane im Komodo National Park.
Way Kambas National Park(Sumatra; S. 485) Tum-melplatz von scheuen Elefan-ten, Nashörnern und extrem seltenen Tigern.
Tanjung Putting National Park(Zentral-Kalimantan; S. 512) Traumhafte Flusstrips in artenreicher Landschaft.
Gunung Palung National Park(West-Kalimantan; S. 506) Wenig besuchte Regen-wälder mit Wasserfällen und seltenen Pflanzen.
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Unsere Favoriten
feste & events
Das große Spektrum der indonesischen Feste reicht von Religion und Kultur bis hin zu Festi-vals der vielen indigenen Ethnien. Fast immer gibt’s dabei auch viel Essen und Fröhlichkeit (selbst bei manchen religiösen Varianten). Bei Besuchen kann man sich super unter die Locals mischen und mehr über das Land erfahren.
Regionale Festivals
Vor dem Start recherchieren: Das große Spektrum reicht vom Rummel in Yogyakarta bis hin zu Sulawesis Kaffeefesten.
Religiöse Feste
Die größten indonesischen Fes-te sind religiöser Art. Dabei am bekanntesten: Idil Fitri und Idul Adha (muslimisch), Nyepi (hin-duistisch) sowie das chinesische Neujahrsfest.
Baliem Valley Festival (S. 409)
Tanya Keisha/shutterstock ©
BESTE FESTIVALERLEBNISSE
Dieng Culture Festival(Java; S. 124) Lockt viele Gäste mit Jazz, Feuerwerk und rituellen Haarschnit-ten auf das Dieng-Plateau.
Meti Kei Festival(Okt.; S. 374) Traditionelle Gezeiten-Verehrung am schönsten Strand der Kei-Inseln.
Ubud Writers & Rea-ders Festival(Bali; S. 219) Südostasiens renommier-testes Literaturfestival mit Autor:innen aus aller Welt.
Erntefest der Dayak (Kalimantan; S. 499) Größ-tes indigenes Regionalfest in Pontianak und dessen Nachbardörfern.
Baliem Valley Festival (Westneuguinea; S. 409) Schweinebraten, traditio-nelle Musik und Nachstel-lung alter Stammes-schlachten.
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Unsere Favoriten
links: Sergii Figurnyi/shutterstock ©;rechts: Kanuman/shutterstock ©
tempel
Indonesiens Tempel sind nicht so bekannt wie manche ihrer Pendants im übrigen Südostasien. Zwischen Java und Bali findet man aber ein paar der ältesten und schönsten Schreine der ganzen Region. Besuche geben tiefe und lebendige Ein-blicke in das alte und das heutige Indonesien: Vielerorts sind stets Scharen von einheimischen Gläubigen anwesend.
Etikette
Als heilige Orte erfordern Tempel stets angemessene Klei-dung. Manche Schreine auf Bali verleihen Sarongs an Gäste (teils gegen Gebühr).
Beste Besuchszeit
Vor allem zu Sonnenaufgang sind Borobudur und Prambanan (Javas bedeutendste Tempel-komplexe) sehr belebt. Ver-gleichsweise weniger Betrieb herrscht unter der Woche sowie während der Mittagshitze.
Tempel überall
Alle Dörfer auf Bali haben mehrere Tempel. Weitere Schrein-Standorte sind z. B. Vulkane, Berge, Reisfelder und Bäume.
BESTE TEMPELERLEBNISSE
Pura Luhur Batukau(S. 249) Einer von Balis heiligsten Schreinen an den Hängen des Gunung Batukau.
Pura Taman Ayun(S. 262) Einer der idyl-lischsten Orte auf Bali: ein früherer Königstempel mit Wassergraben und Innen-höfen.
Pura Besakih(S. 236) Balis bedeutendster Hin-dutempel in spektakulärer Lage auf fast 1000 m am Gunung Agung (ein aktiver Vulkan und zugleich hei-ligster Berg der Insel).
Prambanan(S. 82) Indonesiens größter Hin-du-Tempelkomplex (be-stehend aus den Ruinen von 240 Schreinen) in Ja-vas zentralem Flachland.
Borobudur(S. 93) Weltgrößter buddhisti-scher Tempel und eine von Südostasiens wichtigsten Attraktionen.
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Unsere Favoriten
Indigene Feste
Lokale Feste sind super fürs Ein-tauchen in indigene Kulturen. Beispielsweise beim Erntefest der Dayak (westl. Kalimantan) sind auch Gäste stets herzlich willkommen.
Ubud
In Balis künstlerischem Herz prägt die traditionelle Inselkultur alle Lebensbereiche. So erfährt man hier auch viel über Balis außergewöhn-liche Kunst- und Tanzformen.
Yogyakarta
Jakarta ist (noch) Indonesiens Hauptstadt. Yogyakarta ist aber zweifellos Javas Kulturzentrum: Kunst wird hier am schönsten zelebriert.
kulturerlebnisse
Mit seinen vielen Ethnien und Religionen bietet Indo-nesien buchstäblich Hunderte von markanten Kultur-erlebnissen. Darunter sind z. B. traditionelle Tänze auf Bali, historische Königspaläste, moderne Kunstgalerien und das javanische Schattenspiel – ebenso Bestattungs-zeremonien der Toraja (Sulawesi), Tanzwettbewerbe der Dayak (Kalimantan) und nachgestellte Stammes-schlachten (Westneuguinea). Überall repräsentieren zu-dem Events die einzigartigen Kulturformen des Lan-des. Dabei gibt’s oft auch Musik und Tanz.
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Unsere Favoriten
Javanesische Schattenspiel-Figur
BESTE KULTURERLEBNISSE
Pura Dalem Ubud(Ubud; S. 214) Tempelkomplex mit allabendlichen Tanzvorstellun-gen und Konzerten im balinesi-schen Traditionsstil.
Wayang-Museum(Jakarta; S. 76) Tolle Sammlung von Schattenspiel-Figuren plus Gratis-Vorstellungen.
Ubud(S. 224) Zahllose Kunsthandwerks-Galerien und Werkstätten in den Dörfern nördlich und südlich der Stadt.
Erau International Folk & Art Festival(Tenggarong; S. 526) Versammelt Tanzbe-geisterte aus ganz Indonesien im östlichen Kalimantan.
Jalan Malioboro(Yogya-karta; S. 86) Belebte Haupt-straße mit authentischen Batik-Textilien, Straßenkunst und -musik am frühen Abend.
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städte & regionen
Java
Kultur und GESCHICHTE inmitten HOCH aufragender VULKANE
Java ist die bevölkerungsreichste Insel der Erde und vielleicht auch die vielfältigste. Überragt von rauchenden Vulkanen und umringt von tropischen Stränden, bietet sie alle Naturwunder Indonesiens, aber auch die Hauptstadt Jakarta, eine Megacity, und das historische Yogyakarta, das kulturelle Zentrum des Landes, sind hier zu Hause.
Bali
Magisch, Kulturell, Wundervoll
Bali ist aus vielen guten Gründen das beliebteste Reiseziel Indonesiens. Diese kleine Insel hat endlose Strände, tosende Wellen, glühende Vulkane, stille Tempel, grüne Reisterrassen und vor allem wirklich charmante Menschen, die sich der Bewahrung der einzigartigen Kultur ihrer Insel verschrieben haben. Wer die Insel besucht, wird verstehen, warum es nirgendwo etwas Vergleichbares wie Bali gibt.
Sumatra
Dschungel Und Wildtiere, Inseln Und Vulkane
Die größte Insel Indonesiens bietet Regenwälder voller Wildtiere, Wellen von Weltklasse, magische Unterwasserwelten und spektakuläre Vulkane. Die Nationalparks sind leichter zu durchqueren als je zuvor und neue Surfspots werden entdeckt. Immer mehr Reisende entdecken das atemberaubende Sumatra, ein Ort, der diejenigen belohnt, die bereit sind, die Extrameile zu gehen.
Kalimantan
ORANG-UTANS, Dschungel Und Flüsse
In Kalimantan verlässt man die Touristenpfade. Ein zerklüftetes Paradies, in dem Orang-Utans und andere grandiose Wildtiere in abgelegenen Nationalparks leben. Ein Großteil Kalimantans ist von dichtem Dschungel bedeckt, durch den die längsten Flüsse Indonesiens fließen. Vor der Küste liegt das wenig bekannte Derawan-Archipel. Hier gibt es Weltklasse-Tauchplätze und strahlend weiße Sandstrände.
Städte & Regionen
Die Orte entdecken, die einen begeistern.
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städte & regionen
Nusa Tenggara
ZEITLOSE KULTUR, EPISCHE NATUR, GROSSE WELLEN
Nusa Tenggara liegt abseits der ausgetretenen Pfade: ein vulkanreiches, gebirgiges Land mit Seen, rosa Sandstränden, endlosen Surfspots und traditionellen Dörfern, in denen kaum Bahasa Indonesia gesprochen wird. Zudem kann man Komodowarane und Unterwasserwelten bestaunen. Diese einzigartige Region sollte erkundet werden, solange es möglich ist.
Molukken
Tauchen, Wandern Und INsel-HOPPING
Die abgelegenen Inseln von Molukken waren einst die weltweit einzige Quelle für Gewürze wie Muskatnuss und Nelken, und der Kampf um ihre Kontrolle hat die moderne Welt geprägt. Heute sind Molukkens unberührte Korallenriffe, dschungelbewachsene Vulkane und herrliche Strände die Bühne für Abenteuer in einer der am wenigsten besuchten und idyllischsten Regionen Indonesiens.
Westneuguinea
Abgelegen, WILD Und Voller Traditionen
Westneuguinea ist Indonesiens letzte Grenze, ein Ort, an dem es kaum Straßen gibt und einige Menschen ihre Nahrung noch mit Pfeil und Bogen jagen. Reisen hierher sind weder billig noch einfach, aber die außergewöhnliche Tierwelt, die grandiosen Landschaften und der Charme der Menschen machen es zu einem äußerst lohnenden Reiseziel.
Sulawesi
Eintauchen in Indonesiens Mystische Insel
Mit seinen abgelegenen Hochebenen und Inseln, uralten Megalithen, Karstlandschaften und vielen indigenen Völkern und Kulturen bietet Sulawesi sowohl Geheimnisse als auch Abenteuer. Entstanden aus einem teils wilden Durcheinander von Ethnien, Religionen und Ökosystemen und flankiert von Gewässern und Riffen, die reich an Meereslebewesen sind, gibt es hier für jeden Reisenden etwas zu entdecken.
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Reiserouten
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Tulamben (S. 244)
Ubud2 Tage
Im einzigartigen Ubud(S. 211) im Landesinneren wird aus ein paar Tagen schnell ein mehrwöchiger Aufenthalt. Balis dynamische Künstlerhochburg lässt sich gut zu Fuß oder mit dem Rad erkunden und lockt mit traditionellen Tanzvorführungen, Galerien und Museen. Weitere Highlights sind Wellness und Yoga sowie magische Radtouren in die umliegenden Dörfer durch limettengrüne Reis-felder.
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Canggu2 Tage
Das geschäftige Canggu(S. 184) ist nicht nur eine Region, sondern auch eine Lebenseinstel-lung. Den Abschnitt von Balis Westküste säumen Strände, teils mit guten Surfbedingungen wie der Echo Beach mit schwarzem Sand, sowie eine ste-tig wachsende Zahl von Boutique-Unterkünften, Villen, kreativen Cafés und hippen Restaurants. Lohnenswert ist der mehrstündige Canggu Beach Walk vom Batubelig Beach zum Echo Beach.
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Reiserouten
Balis Strände, Kultur & Vulkane
Dauer:7 Tage Strecke:136 km
Diese Bali-Tour führt von den hedonistischen Surfstränden an der West-küste ins entspannte Ubud, das „andere“ Bali, reich an Kultur, Geschichte und Tempeln. Von dort geht’s zum Vulkangipfel von Gunung Agung im Nordosten, Balis spirituellem Herzen. Schlusspunkt ist das Tauchmekka Tulamben an der Ostküste.
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Reiserouten
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Tulamben1 Tag
Im Nordosten wartet Tulamben(S. 244), der Tauchhotspot Balis mit dem Wrack der USAT Li-bertyaus dem Zweiten Weltkrieg, vor der Küste. Hier kann man auch gut schnorcheln. Das von Ko-rallen bedeckte Schiffsheck ragt aus der Tiefe hervor und lockt Schwärme dutzender farbenfro-her Fischarten an.
Abstecher: Wer sich nicht für die Liberty interessiert, kann weiter nordwestlich an der Küste im entspannten Lovina (S. 250) am Strand faulenzen oder bei einer Tour Delfine beobachten.
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Gunung Agung2 Tage
10 km nördlich von Ubud erstrecken sich die male-rischen Reisterrassen von Ceking, bevor es ost-wärts zum aktiven Vulkan Gunung Agung(S. 236) geht, Balis höchstem und verehrtesten Gipfel. Wenn er nicht gerade ausbricht und man fit genug ist,kann man die steilen, bewaldeten Hänge er-klimmen und die Aussicht genießen. Alternativ lockt mit Pura Besakih, einem Komplex mit 23 Tempeln, Balis bedeutendste Hindustätte.
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Yogyakarta2 Tage
Mit dem Zug geht’s nach Yogyakarta(S. 80), Javas kulturelles Zentrum und eine der attraktivs-ten Städte Indonesiens. Nach einem Besuch des Kraton(siehe Bild), dem Sultanspalast aus dem 18. Jh., warten Yogyas Kunstszene und am Abend Straßenkünstler:innen an der Jalan Malioboro, der Hauptverkehrsader der Stadt. Ein schneller Tages-ausflug führt zu dem majestätischen Tempelkom-plex Borobudur, einem Pflichtstopp.
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Jakarta2 Tage
Jakarta(S. 64), Indonesiens gigantische Haupt-stadt, ist ein Feuerwerk für alle Sinne. Hier kann man in Kota Tua, der Altstadt, Museen und Koloni-albauten erkunden, Monas, Indonesiens National-denkmal, erklimmen und Traumblicke auf die Stadt genießen, die berühmten Einkaufszentren und Märkte besuchen, im Loewy, einem der Toprestau-rants Jakartas, essen und sich bei einem Bintang-Bier entspannen.
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Reiserouten
Java-Tour
Dauer:7 Tage Strecke:750 km
Die Tour durch das westliche und zentrale Java umfasst Indonesiens betriebsame Hauptstadt Jakarta, die historischen und kulturellen Zentren Yogyakarta und Surakarta (Solo) sowie die großartigen Tem-pel von Borobudur und Prambanan. Schlusspunkt ist das Dieng-Plateau mit kühler Höhenluft, malerischen Teeplantagen und Bergseen.
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Dieng-Plateau2 Tage
Im Nordwesten locken das Land der Wolken und das 2 000 m hohe Dieng-Plateau(S. 120) mit atemberaubenden Ausblicken. Hier gibt’s malerische Teeplantagen, Gipfelseen, Wasser-fälle, abgeschiedene Dörfer und alte Tempel zu entdecken, während eine wachsende Zahl an Unterkünften und Restaurants dazu einlädt, zu entspannen und die großartigen Sonnenunter-gänge zu bestaunen.
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SURAKARTA1 Tag
Auf dem Weg nach Surakarta (Solo; S. 97) im Nordosten lohnt ein Stopp beim großartigen Prambanan, Indonesiens bedeutendstem hinduis-tischen Tempelkomplex. Das historische Surakarta ist prägend für die javanesische Identität und für spezielle Batik bekannt. Hier kann man handgefer-tigte Textilien und einen kris(siehe Bild), den zere-moniellen Java-Dolch, erwerben sowie sich tradi-tionelle Musik- und Schattenspielvorführungen ansehen.
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Lomboks südwestliche Halbinsel2 Tage
Von Flores geht’s per Flieger nach Lombok und zur südwestlichen Halbinsel(S. 330), wo einsame weiße Sandstrände und unberührte Inseln erst-klassige Schnorchelbedingungen bereithalten. Zu den ursprünglichen, artenreichen Riffen führen Ta-gesausflüge mit dem Boot, während am Festland Surfwellen, verschlafene Dörfer und eine wach-sende Zahl stilvoller Resorts warten. Manche Rei-sende bleiben hier mehrere Wochen.
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Komodo National park2 Tage
Von Labuan Bajo auf Flores führt eine zweitägige Bootsfahrt mit Übernachtung in den Komodo Na-tional Park(S. 284). Bei einem Abstecher nach Rinca Island, der Heimat der Warane, kommt man den eindrucksvollen Tieren so nahe wie möglich. Die Touren beinhalten einige der exzellenten Schnorchelspots des maritim geprägten National-parks, der zudem als Taucherparadies gilt.
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Strände & Warane
Dauer:8 Tage Strecke:680 km
Die Inselhopping-Tour durch Nusa Tenggara von Ost nach West star-tet in Labuan Bajo auf Flores mit ei-ner Fahrt in den Komodo National Park, der die namensgleichen Wa-rane und wunderbares Meeresle-ben birgt. Nach einem Flug nach Lombok bereist man die Südwest- und Südküste, bevor es mit dem Boot nach Gili Trawangan, Indone-siens Partyinsel, geht.
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Gili Trawangan2 Tage
In Partylaune? Eine kurze Bootsfahrt verbindet Lomboks Westküste mit Gili Trawangan(S. 333), einer der beliebtesten Spielwiesen für Reisende in Südostasien. Die Insel hält jedoch nicht nur Strandpartys und laute Bars bereit. Neben einem tollen Schnorchel-, Spa- und Yogaangebot gibt es viele lohnenswerte Restaurants. Zudem kann man hier wunderbar tauchen lernen, wenn man genug Zeit mitbringt.
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Kuta2 Tage
Richtung Landesinnere lockt Kuta(S. 310) an Lomboks Südküste mit wunderschönen weißen Sandstränden und azurblauem Wasser in sichel- und hufeisenförmigen Buchten vor der Kulisse grüner Hügel. Der blendend weiße Sandstrand von Selong Belanak westlich von Kuta ist der wohl legendärste auf der Insel. Die gesamte Küs-te bietet großartige Surfbedingungen, eine tolle Auswahl an Unterkünften und eine aufstrebende Gastroszene.
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Blick auf den Gunung Sinabung vom Gunung Sibayak (S. 431)
Berastagi1 Tag
Südöstlich des Nationalparks liegt Berastagi(S. 431). Die Marktstadt in den Bergen wurde wäh-rend der niederländischen Kolonialzeit angesichts der Hitze im Tiefland gegründet. Die kühle Luft auf 1300 m über dem Meeresspiegel ist eine Wohltat und es bieten sich großartige Blicke auf zwei Vulka-ne in der Nähe. Bei einer Wanderung ins umliegen-de Karo-Hochland trifft man auf Dörfer, in denen die Kultur der indigenen Karo Batak bis heute blüht.
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Bukit Lawang3 Tage
Das besucherfreundliche Dorf Bukit Lawang(S. 424) bietet Zugang zum Gunung Leuser Natio-nal Park. Nirgendwo in Sumatra stehen die Chan-cen besser, Orang-Utans zu sichten. Am beliebtes-ten ist eine zweitägige Trekkingtour in den Park mit einer Übernachtung im Dschungel, die die Wahr-scheinlichkeit erhöht, auf die Primaten zu treffen. Alternativ gibt es mehrstündige Wanderungen so-wie Rafting und Tubing auf dem Bohorok.
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Sumatras Fauna, Vulkane & Seen
Dauer:7 Tage Strecke:245 km
Im Fokus dieser Tour stehen Nordsumatras außergewöhnliche Tierwelt und Landschaften. Im Regenwald lassen sich Orang-Utans und andere Primaten entdecken und die Ruheoase Berastagi lockt mit frischer Berg-luft, während man einen der am besten zugänglichen Vulkane Indonesi-ens erklimmen und sich anschließend am Ufer des größten Sees Südost-asiens entspannen kann.
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Danau Toba2 Tage
Direkt südlich von Berastagi liegt der Danau Toba(S. 435), ein weiterer meerblauer See inmitten dra-matischer Vulkangipfel. Er ist der Größte Südost-asiens und bietet großartige Blicke. In Toba kann man wunderbar ein paar Tage abschalten, im See schwimmen sowie Wanderungen und Radtouren im Umland unternehmen.
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Gunung Sibayak1 Tag
Berastagi ist der Ausgangspunkt für Wanderun-gen auf den rauchenden Gipfel des Gunung Si-bayak(S. 431), einen der am leichtesten zu erklim-menden Vulkane Indonesiens. Wer einigermaßen fit ist, sollte Auf- und Abstieg in fünf Stunden schaffen. Wer zum Sonnenaufgang den Gipfel er-reichen möchte, muss die Nacht im Zelt verbrin-gen. Auf dem Rückweg nach Berastagi sind die Thermalquellen in Semangat Gunung genau das Richtige für die müden Beine.
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Schwimmender Markt, Banjarmasin (S. 516)
Tanjung Puting National Park3 Tage
Per Flieger geht’s nach Pangkalan Bun, eine 30-mi-nütige Fahrt vom Hafen entfernt, wo Hausboote flussaufwärts zum Tanjung Puting National Park(S. 512) schippern, dem besten Ort in Kalimantan, um Orang-Utans zu beobachten. Bei einer dreitägi-gen Tour entdeckt man Asiens Menschenaffen so gut wie immer, ebenso wie andere Primaten, seltene Vögel und vielleicht sogar ein Krokodil.
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Pontianak1 Tag
Erster Stopp ist das multikulturelle Pontianak(S. 498), die Hauptstadt von Westkalimantan. Sie liegt direkt am Äquator, hat eine große chinesische und Dayag-Gemeinde sowie ein stimmungsvolles Ufer. Neben Kampung Beting, einer historischen Siedlung mit Stelzenhäusern, locken indonesisch-chinesische Küche und eine blühende Cafékultur. Jeden Mai wird hier das Dayak-Erntefest gefeiert, eine der besten Partys Kalimantans.
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Orang-Utans, schwimmende Märkte & Bergdörfer
Dauer:7 Tage Strecke:1450 km
Auf einer wenig befahrenen Straße geht es in die Region Kalimantan, die fast dreiviertel der Insel Borneo bedeckt. Hier lassen sich wunderbar Orang-Utans und andere seltene Wildtiere entdecken, zudem locken lebendige Flussstädte mit schwimmenden Märkten und idyllische Berg-dörfer mit ländlichem Flair.
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Loksado2 Tage
Nach Banjarmasin geht’s über die Ausläufer der Meratus-Berge ins hübsche Flussdorf Loksado(S. 520). Von dort aus kann man über steile Hänge und wackelige Hängebrücken zu nahen Wasserfäl-len und Dayak-Gemeinden wandern. Weniger an-strengend sind Tubing-Abenteuer auf dem Aman-dit, die bei Einheimischen beliebt sind. Außerdem kann man auf einem Bambusfloß stromabwärts treiben.
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Banjarmasin1 Tag
Ein Flug führt von Pangkalan Bun nach Banjarma-sin(S. 516), der wohl lebendigsten Stadt Kaliman-tans. Frühmorgens geht’s mit dem Boot flussauf-wärts zu den unterhaltsamen, fotogenen schwimmenden Märkten, bevor man Banjarmasins betriebsames Ufer erkundet, das Stelzenhäuser, eindrucksvolle Moscheen und vereinzelte histori-sche Gebäude säumen. Der Tag endet im People’s Place; die Dachbar mit Restaurant zählt zu den Highlights von Kalimantans Nachtleben.
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Beste Reisezeit
Dieng Culture Festival (S. 24)
Local Tipp
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BesteReisezeit
In Indonesien gibt’s zwei Wetterzonen. Auf Bali, den Gilis und Java sind Juli und August die Hochsaison, zur selben Zeit regnet es in Molukken und Westneuguinea im östlichen Indo-nesien. Auch während der Regenzeit gibt’s fast immer ein paar Sonnenstunden am Tag, jedoch schränkt der Monsun bestimm-te Aktivitäten wie Tauchen und Wildtierbeobachtungen ein.
Im westlichen Indonesien dauert die Trockenzeit von April bis Oktober, die Monsunzeit von November bis März. In Mo-lukken und Westneuguinea ist es andersrum. Für einen Besuch Westindonesiens ist die größtenteils trockene Zwischensaison (Mai, Juni, September) aufgrund der geringeren Besucher-zahlen perfekt. Im November, März und April herrschen in Molukken und Westneuguinea beste Tauchbedingungen.
Übernachtungstipps
Im Juli und August steigen die Unterkunftspreise in West-indonesien um bis zu 50 %. Ebenso wie im Dezember ist es dann wichtig, vorab zu reservieren. Die besten Schnäppchen gibt’s in der Regenzeit, wenn die Preise stark sinken.
Monsunsaison
Indonesiens Regenzeiten werden vom Nordostmonsun bestimmt, der das westliche Indonesien trifft, und vom Südwestmonsun im Osten des Landes. Westsumatra, Java, Bali, Kalimantan und Sulawesi verzeichnen die größten Regenmengen.
Indonesien lohnt das ganze Jahr über einen Besuch. Die Regenzeit findet im Westen und Osten versetzt statt, sodass immer irgendwo die Sonne scheint.
Sesillia Overbeekleitet ein IT-Unternehmen in Jakarta.
Ich lebe in Kemang im südli-chen Jakarta. In der Regen-zeit kommt es wegen des durchfließenden Flusses oft zu Überschwemmungen – bereits eine Stunde starker Regen reicht dafür aus. Stra-ßen sind unpassierbar, der Strom fällt aus und Häuser werden geflutet. Im Notfall evakuiert die Regierung Menschen per Boot. Für mich ist es am schlimmsten, dass bei Hochwasser manchmal Schlangen und Warane ins Haus kommen.
JANUAR
Max. ⌀-Temp.: 30,8°C
Regentage:19
FEBRUAR
Max. ⌀-Temp.: 30,5°C
Regentage:17
MÄRZ
Max. ⌀-Temp.: 31,7 °C
Regentage:16
APRIL
Max. ⌀-Temp.: 32,2 °C
Regentage:11
MAI
Max. ⌀-Temp.: 32,6 °C
Regentage:9
JUNI
Max. ⌀-Temp.: 32,2 °C
Regentage:7
Reisewetter (Jakarta)
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Beste Reisezeit
Gunung Merapi (S. 95)
Landesweite Feste
Ramadanist nicht direkt ein Fest, dafür jedoch als neunter Monat des islamischen Kalen-ders, in dem Gläubige von Son-nenauf- bis Sonnenuntergang fasten, die bedeutendste religiö-se Tradition in Indonesien. Viele Geschäfte und Restaurants schließen in dieser Zeit. Datum variiert
Indonesiens große chinesische Gemeinde begeht das Chinesi-sche Neujahrsfestmit Stil. Am ausschweifendsten wird in Städ-ten mit beträchtlicher chinesi-scher Bevölkerung gefeiert, dar-unter Singkawang (S. 502) in
Westkalimantan. Januar/Februar
Vesakhoder Wesak ist Indone-siens höchster buddhistischer Feiertag. Mönche, Pilgernde und Interessierte kommen dann zum Borobudur (S. 95), dem weltweit größten buddhistischen Tempel, um den Feierlichkeiten beizu-wohnen. Mai
Der Unabhängigkeitstagwird landesweit mit Umzügen und Veranstaltungen begangen. In den Wochen davor sieht man Schulkinder, die die Paraden üben. 17. August
Besondere Feste
Nyepi(S. 205) ist Balis bedeu-tendstes Hindufest. An dem Tag selbst bleiben alle zu Hause, um böse Geister davon zu überzeu-gen, dass Bali nicht bewohnt ist, am Vorabend wird jedoch über-all auf der Insel gefeiert.März/April
Die einzigartigen Beerdigungs-zeremonien(S. 565) in Sulawe-sis Region Tana Toraja haben Festcharakter, da Toraja aus ganz Indonesien für Feierlichkei-ten und Rituale nach Hause kommen. Juli/August
Zu Idul Adha70 Tage nach Ende des Ramadans werden im gan-
zen Land unglückselige Ziegen an Pfosten gebunden. Einzel-personen oder Gemeinschaften kaufen und opfern diese, wobei das Fleisch an Arme verteilt wird. Datum variiert
Traditionelle Musik und Tanzvor-führungen stehen im Fokus des Dieng Culture Festival(S. 24), das auf Javas Dieng-Plateau stattfindet. Zum Programm ge-hören auch bizarre Haarschnei-derituale, falls man Lust auf eine Typveränderung hat.August
Klimawandel
Als Inselnation ist Indonesien in besonderem Maße vom Klimawan-del betroffen. Laut Weltbank ist der Archipel vom steigenden Mee-resspiegel, erhöhten Temperatu-ren und Extremereignissen wie Überschwemmungen und Dürren bedroht.
kühles Hochland
Trotz Indonesiens generell feuchtheißem Klima kann es in der Höhe kalt werden. Das gilt vor allem für das Hochland von Westneuguinea, Sulawesi, Sumatra und Java. Kota Mulia in Westneuguinea ist mit Nachttemperaturen von unter 10 °C offiziell die kälteste Stadt Indonesiens.
Reisbauer Purwati Setyo-rinilebt 15 km von Javas Gunung Merapi, Indonesi-ens aktivstem Vulkan, entfernt.
Bei größeren Ausbrüchen regnet es Vulkanasche und im Umkreis von 20 km müs-sen alle ihre Häuser verlas-sen. Tatsächlich sind die Ausbrüche jedoch gut, da sie den Boden fruchtbar machen. Zudem kommen viele Reisende, wovon loka-le Unternehmen profitieren. Ich mache mir wegen der Nähe zum Vulkan keine Sor-gen und habe nie darüber nachgedacht wegzuziehen. Ich mag die Luft und die Ausblicke.
JULI
Max. ⌀-Temp.: 32 °C
Regentage:6
AUGUST
Max. ⌀-Temp.: 32,5 °C
Regentage:5
SEPTEMBER
Max. ⌀-Temp.: 33,1 °C
Regentage:6
OKTOBER
Max. ⌀-Temp.: 32,8 ° C
Regentage:8
NOVEMBER
Max. ⌀-Temp.: 32,5 °C
Regentage:12
DEZEMBER
Max. ⌀-Temp.: 31,7 °C
Regentage:14
Local Tipp
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bestens vorbereitet auf Indonesien
Balangan Beach (S. 204)
Kleidung
Leichte, lockere KleidungIn der Tropenhit-ze am bequemsten. Sinnvoll ist zudem eine regenabweisende Jacke, die auch genug Wärme in größeren Höhen und klimati-sierten Bussen spendet. Bessere Restau-rants in Jakarta und auf Bali erfordern schicke Outfits. Überall in Indonesien gibt es alle Arten von Kleidung (auch von west-lichen Marken) zu erschwinglichen Prei-sen. Größere Größen sind hier aber teils nur schwer aufzutreiben.
SchuheAm Strand und anderswo sind San-dalen bzw. Flip-Flops der Standard. Teure Restaurant oder Clubs erfordern Leder-schuhe oder noble Sneakers. Wer viel lau-fen will, braucht geeignete Schuhe und fürs Trekking auch Wanderstiefel.
KopfbedeckungSelbst bei Bewölkung strahlt die Tropensonne sehr stark. Somit empfehlen sich breitkrempige Hüte.
bestens vorbereitet auf Indonesien
Nützliches zum Vorbereiten und Einstimmen.
Etikette
LächelnIn allen Situationen ratsam: Indo-nesiens Kultur schätzt Harmonie. Wütend-Werden und Streiten bedeuten Gesichts-verlust.
EntspannenUnd sich anpassen: Das indo-nesische Lebenstempo ist langsamer.
ReligionNicht vergessen: Der Islam domi-niert den Großteil Indonesiens. Das haupt-sächlich hinduistische Bali ist die landes-weite Ausnahme.
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bestens vorbereitet auf Indonesien
lesen
The Act of Killing(Abbildung; Joshua Oppenheimer; 2012) Oscar-nominierte Dokumentation über die Ermordung an-geblicher Kommunisten im Jahr 1965.
Marlina – Die Mörderin in vier Akten(Mouly Surya; 2017) ”Sate-Western” über zwei Rächerinnen auf der Insel Sumba.
Die Razzia (Gareth Evans; 2011) Polizis-ten jagen einen Gangsterboss in den Slums von Jakarta. Ein seltener interna-tionaler Erfolg des indonesischen Kinos.
Vengeance is Mine, All Others Pay Cash(Edwin; 2021) Schwarze Komödie über einen jungen Mann, der sich in ei-ner Macho-Gesellschaft behaupten will.
What’s Up With Cinta?(Rudy Soedjar-wo; 2002) In Jakarata spielende Teen-ager-Romanze, bei der sich ein belieb-tes Mädchen in einen Mitschüler mit schlechtem Ruf verliebt.
A Brief History of Indo-nesia(Tim Hannigan; 2015) Sehr lesenswertes und unterhaltsames Buch des Indonesien-Experten.
Indonesia Etc.(Eliza-beth Pisani; 2014) Her-vorragendes Landespor-trait mit Geschichten von allen Inseln.
Saman(Ayu Utami; 1998) Umstrittener Roman von einer der besten moder-nen Autorinnen Indonesi-ens. Thema sind die Le-bensgeschichten von vier sexuell befreiten Frauen.
Garten der Menschheit(Pramoedya Ananta Toer; 1980) Erster von vier ge-feierten Romanen über Indonesien aber dem späten 19. Jh.
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Sprechen
SalamHallo/Guten Tag.
Selamat tinggalAuf Wie-dersehen (beim Gehen).
Selamat jalanAuf Wieder-sehen (beim Bleiben).
Apa kabar?Wie geht es Ihnen?
PermisiEntschuldigung.
MaafTut mir leid.
SilahkanBitte.
Terima kasihDanke.
KembaliGern geschehen.
Ya/TidakJa/nein.
Siapa nama Anda?Wie heißen Sie?
Nama saya…Ich heiße…
Bisa berbicara Bahasa Inggris?Sprechen Sie Englisch?
Saya tidak mengertIch verstehe nicht.
Berapa harganya?Wie viel kostet das?
Saya mau beli…Ich würde gerne … kaufen.
Di mana (stasiun)?Wo ist (der Bahnhof)?
Jam berapa (bis yang be-rikutnya)?Wann fährt (der nächste Bus)?
Saya cari (hotel)Ich suche
(nach einem Hotel).
Ada (kamar kecil)?Gibt es hier (eine Toilette)?
Saya (sudah punya boo-king)Ich habe (eine Reser-vierung).
Saya perlu (dibantu)Ich brauche (Hilfe).
Saya minta (daftar maka-nan)Ich hätte gerne (die Speisekarte).
Bisa Anda (bantu) saya?Könnten Sie (mir helfen)?
Alamatnya di mana?Wie lautet die Adresse?
Saya tidak makan…Ich esse kein(e)…
Ini enak sekaliDas war le-cker.
Bersulang!Prost!
Tolong bawa kuitansiBit-te bringen Sie die Rech-nung.
Tolong saya!Hilfe!
Saya tersesatIch habe mich verirrt.
Jangan ganggu saya!Las-sen Sie mich in Ruhe!
Saya sakitIch bin krank.
Panggil dokter!Rufen Sie einen Arzt!
Bintang di Surga(Peter-pan; 2004) Alternative-Rock-Klassiker und eins der meistverkauften in-donesischen Alben aller Zeiten.
Black Market Love(Su-perman is Dead; 2006) Balis Punkpop-Legenden aus Kuta in Bestform.
Lagu Terbaik(Lesti Ke-jora; 2023) Sehr belieb-tes Album der aktuell an-gesagtesten dangdut-Diva (S. 626).
The Best of Inul Dar-atista(Inul Daratista; 2015) Best-of-Album der provokativen Königin des dangdut.
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tiere beobachten
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Sumatra-Tiger
Wo?
Indonesiens Nationalparks und Naturschutz-gebiete sind die besten Orte für Tierbeobach-tungen. Teils sind sie immer noch durch Ab-holzung (legal wie illegal), Landwirtschaft und Bodenschatzgewinnung bedroht. Ande-rerseits gibt es hier auch viele unberührte Areale. Einige Parks stehen für bestimmte Spezies, was einem die Auswahl erleichtert. Dies gilt z. B. für Komodo (Komodowarane), Way Kambas (Elefanten) oder Tanjung Pu-ting und Gunung Leuser (Orang-Utans). Vor Ort sind aber fast immer auch andere Tie-re zu sehen (vor allem Vögel und Primaten). Faustregel: Je länger der Aufenthalt, desto
höher die Chancen auf Sichtung seltener Ar-ten. Manche davon sind aber extrem scheu. So erspähen nur sehr wenige Tourist:innen z. B. wildlebende Sumatra-Tiger.
Wann?
Indonesiens Nationalparks sind ganzjährig geöffnet. Im Westen des Landes erschweren aber mitunter Überflutungen den Zugang während der Regenzeit (Nov.–März). Ob zu Lande oder unter Wasser: Generell gestal-ten sich Tierbeobachtungen während des Monsuns viel schwieriger. Die Zwischen-saison (April & Mai) ist in puncto Orang-Utans am besten: Bei größtenteils trocke-
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tiere beobachten
Indonesien beeindruckt mit gigantischem Artenreichtum. Orang-Utans, Komodowarane, Elefanten und Tiger sind die Highlights bei den einzigar-tigen Möglichkeiten für Tierbeobachtungen. Das Land beheimatet aber auch noch viele andere endemische Spezies. Darunter sind z. B. seltene Vögel, Bären, Delfine, Zahnfrösche, Epaulettenhaie und 50 cm lange Stabschrecken.
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tiere beobachten
top-orte für tierbeobachtungen
Derawan-Archipel (S. 530)
Super Tauch- und Schnorchelrevier mit Mantarochen, Meeresschildkröten und riesigen Barrakuda-Schwärmen.
Gunung-Leuser National Park (Sumatra; S. 424)
Regionaler Hauptort für das Beobachten von Orang-Utans (plus Elefanten, Nashör-ner und Tiger).
Komodo National Park (S. 284)
Weltweit einziger Beobachtungsort für wildlebende Komodowarane. Zudem tolle Tauch- und Schnorchelspots.
Meru Betiri National Park (Ost-Java; S. 147)
Großer Artenreichtum (z. B. Leoparden, Riesenhörnchen, Netzpythons).
Raja-Ampat-Archipel (S. 382)
Schnorchel- und Tauchparadies mit fast unvorstellbarer Vielfalt von Meereslebe-wesen (inkl. Korallen).
Sebangau National Park (Zentral-Kalimantan; S. 510)
Riesige, aber kaum besuchte Heimat von ca. 6 000 Orang-Utans, vielen Gibbons und seltenen Störchen.
Naturschutzgebiet Tangkoko-Batuangas Dua Saudara (Sulawesi; S. 582)
Beheimatet neben Koboldmakis (hiesige Hauptattraktion) auch niedliche Kuskus-Kletterbeutler.
Tanjung Puting National Park (Zentral-Kalimantan; S. 512)
Indonesiens beste Option für das Beob-achten zahlreicher Primatenarten (inkl. Orang-Utans).
Wasur National Park (Westneuguinea; S. 414)
Paradiesvögel, seltene Papageien und Tauben sowie Krokodile, Kängurus und Wallabys.
Way Kambas National Park (Sumatra; S. 485)
Wildlebende Sumatra-Elefanten beob-achten (Lokalbestand: ca. 250 Tiere).
nem Wetter ziehen die großen Affen dann hungrig umher. In der Hauptsaison (Juli & Aug.) paaren sich die Komodowarane und sind dann deutlich schwerer zu erspähen.
Geführte Touren
In den beliebtesten Nationalparks sind ge-führte Touren oft obligatorisch. Falls nicht: Gute Guides sind trotzdem sehr empfehlens-wert, da sie das jeweilige Habitat optimal kennen. So entdecken sie Tiere (z. B. Orang-Utans hoch droben in den Bäumen) meist viel schneller als ihre Kunden. Zudem ken-nen sie die saisonalen Aufenthaltsorte be-stimmter Spezies und sorgen für Sicherheit (wichtig!). In den letzten Jahren wurde nur ein einziger Mensch von einem Komodowa-ran angegriffen. Hierbei handelte es sich um einen Touristen aus Singapur, der 2017 auf eigene Faust durch die Wildnis wanderte.
Meereslebewesen
Auch im Meer ist der Artenreichtum unfass-bar groß: Rund um Indonesien tummeln sich ca. 5 000 Fischarten (darunter 118 verschie-dene Haie). Hinzu kommen fast 600 Koral-lenvarianten. In berühmten Tauchrevieren wie Raja Ampat sind hier oft Hunderte von Fischarten bei einem einzigen Tauchgang zu sehen. Zudem steigt die Anzahl der Manta-rochen: 2022 erfasste eine Studie allein im Komodo National Park über 1 000 Riffman-tas. So zählt dieser Park aktuell zu den welt-weit besten Orten für deren Beobachtung.
Mantarochen, Komodo National Park (S. 284)
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Strände & InselN
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Kei Kecil (S. 373)
Den richtigen Strand finden
Der Preis fürs Paradies
Der Charakter eines Strandes oder einer Insel prägt vor allem der Preis. Die Mittel-klasseresorts an Balis Stränden Kuta, Le-gian und Seminyak gehen mit Pauschal-tourismus, Reisegruppen und lebendigem Nachtleben einher. Ungasan an Balis Süd-küste ist mit seinen versteckten Luxusanla-gen, Villen in Klippenlage und der kleinen Zahl an Bars und Clubs sehr viel exklusi-ver. Generell gilt: Je beliebter eine Insel oder ein Strand ist, desto weniger Budget-unterkünfte gibt es. Wer die bekanntesten
Inseln Indonesiens mit kleinem Budget be-reisen möchte, sollte sich an weniger be-suchte Ecken halten oder in der Nebensai-son kommen.
Suche nach Einsamkeit
In der Hochsaison scheint sich die halbe Welt auf Bali, Lombok und den Gili-Inseln zu tummeln, dabei hat Indonesien so viele Strände und Inseln fernab der Besucher-massen. Die östlichen Nusa-Tenggara-In-seln wie Flores, Sumba und der Alor-Archi-pel bieten allesamt weiße Traumstrände, die man teils für sich hat. Weiter östlich gen Molukken gibt’s echtes Robinson-Cru-
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Strände & InselN
Das Versprechen von palmengesäumten weißen Sandstränden, klarem türkisfarbenem Wasser und großartigen Sonnenuntergängen lockt Milli-onen Reisende in Indonesiens Inselparadiese. Bei den über 17 000 Inseln des Archipels hat man wahrlich die Qual der Wahl. Hier ein paar Tipps zur Entscheidungsfindung.
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Strände & InselN
Folgen des Tourismus
Die touristische Infrastruktur von Indone-siens beliebtesten Inseln und Stränden kommt zunehmend an ihre Grenzen, vor allem in der Hauptsaison im Juli, August und Dezember.
Zügellose Bebauung bedroht Ökosys-teme, immer mehr große Hotels und Re-sorts säumen die Strände, Jetskis und Tourboote brausen durch Buchten und Inseln kämpfen um adäquate Süßwasser-vorräte und umweltfreundliche Müllent-sorgung. Wasserverschmutzung und große Besucherzahlen können insbeson-dere Korallenriffen schaden.
Reisende können einen Beitrag leisten, um die Folgen des Übertourismus zu re-duzieren:
Weniger bekannte Inseln wie die im östlichen Nusa Tenggara oder in Moluk-ken zu besuchen, mag mehr Zeit kosten, entlastet jedoch touristischere Inseln. Zu-dem wird man mit weniger Menschen, un-berührten Stränden und einem Jetski-frei-en Meer belohnt.
Am besten kommt man außerhalb der Hochsaison. Probleme mit Übertourismus werden nicht nur dadurch ausgelöst, dass zu viele Reisende dieselben Ziele ansteu-ern, sondern auch dadurch dass sie zur selben Zeit kommen.
Vor der Buchung sollte man die Um-welt- und Sicherheitsrichtlinien von Tour- und Tauchanbietern prüfen.
Müll sollte man gewissenhaft entsor-gen und möglichst wenig Plastik nutzen. Im Jahr 2022 verzeichnete allein Bali 1 Mio. t Plastikmüll.
Beim Tauchen und Schnorcheln sollte man darauf achten, dass Riffe und Koral-len nicht von einem selbst oder der Aus-rüstung berührt werden.
soe-Flair: Die Kei-Inseln und Pulau Mo-rotai sind perfekt für einsame Strandspa-ziergänge. Auch viele schöne Strände auf den größeren Inseln sind wenig besucht, darunter die in Gunung Kidul südlich von Yogyakarta auf Java.
InselHopping
Zwischen Bali, Lombok und den Gilis gibt es gute schnelle Verbindungen, anderswo ist fürs Inselhopping ein Flug oder eine längere Bootsfahrt vonnöten. Auf einigen Inselketten führen hingegen kurze Fahr-ten per Schnell- oder Langheckboot zu den verschiedenen Inseln. Die kompakten Ban-da-Inseln und Kei-Inseln im südlichen Mo-lukken sind gut zu erreichen, dasselbe gilt für die Karimunjawa-Inseln vor Java, die Togian-Inseln vor Sulawesi, die Banyak-In-sel vor Sumatra und Raja Ampat vor West-neuguinea. Mancherorts gelangt man sogar mit dem Kajak von Insel zu Insel.
Sicher reisen
An manchen Stränden Balis er-trinken häufig Menschen. Es ist wichtig, rote und gelbe Warn-flaggen zu beachten und sich vor Springfluten und starken Strömungen in Acht zu nehmen. In den letzten Jahren sind einige Reisende bei Raftingtouren auf
Bali ertrunken – nicht in der Re-genzeit aufbrechen!
Beim Baden auf Jetskis, Lang-heck- und Motorboote achten, die sich dem Ufer nähern. Oft sehen diese einen nicht.
Inselstraßen sind oft in schlechtem Zustand und/oder
ungünstig angelegt und haben teils sehr steile Anstiege. Wer wenig Erfahrung mit dem Motor-rad hat, sollte die Geschwindig-keit drosseln und auf Hauptstra-ßen bleiben. Immer einen Helm tragen.
Pulau Menjangan (S. 258)
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EssEn wie die Locals
Babi guling
EssEn wie die Locals
Die indonesische Küche ist ein großer kulinarischer Schmelztiegel und spiegelt die Vielfalt und bewegte Geschichte der riesigen Nation wider.
Indonesiens Küche gewährt Einblicke in die Seele des Landes. Die Fülle an Reis reflektiert Indonesiens fruchtbare Landschaft, die Ge-würze erinnern an die Zeit des Handels und der Invasion und feuriges Sambal (Chili-paste) steht für die Leidenschaft der Men-schen. China, Portugal, Kolonialmächte und der Handel prägten die Zutaten. Zudem be-einflussen die facettenreichen Landschaften, Menschen und Kulturen des Archipels das kulinarische Angebot.
Essen ist in Indonesien ein gemeinschaft-liches Erlebnis. Traditionell isst man in Ge-sellschaft, oft eher auf dem Boden als am Tisch und mit den Fingern, nicht mit Besteck. Beliebt sind Fisch und Meeresfrüchte, zudem kommen Koriander, Kumin, Chili, Zitronen-gras, Sojasoße und Palmzucker als Würz-mittel zum Einsatz.
Das eigentlich Besondere ist die Tatsache, dass es – abgesehen von ein paar Klassikern – nicht die indonesische Küche gibt. Statt-dessen hat jede Region ihre eigenen Beson-derheiten, was das Essen zu einem echten Abenteuer macht. Guten Appetit!
Indonesische Klassiker
Einem Nationalgericht am nächsten kommt nasi campur,eine Art Tagesgericht. Stände, warungsund Restaurants servieren die Kombination aus Reis und vielen Beilagen und Aromen. In warungswählt man oft aus dutzenden Leckereien die eigene Variante.
Sate(Fleischspieße), nasi goreng(gebra-tener Reis), mie goreng(gebratene Nudeln) und gado gado(Gemüse mit Erdnusssoße) sind ebenso überall zu finden. Manche Sup-pen wie cotoMakassar(Rindfleischsuppe)
von links: WEKWEK/getty images ©, Aris Setya/shutterstock ©,TukangPhotoStock/shutterstock ©
BUBUR AYAM
Reisbrei mit zerkleinertem Hühnchen und mehr. Ein Frühstücksklassiker.
KETOPRAK
Nudeln, Bohnensprossen und Tofu mit Soja- und Erdnusssoße.
NASI GORENG
Gebratener Reis mit Fleisch und Gemüse. Überall erhältlich.
SATE AYAM
Gegrilltes mariniertes Hühnchen am Spieß.
BABI GULING
Mit Chili, Kurkuma, Knoblauch und Ing-wer gefülltes Span-ferkel. Spezialität auf Bali.
RINDFLEISCH-RENDANG
Sulawesi-Gericht mit in Kokosmilch geschmortem Rindfleisch.
GADO GADO
Indonesiens „Salat“ besteht aus Gemü-se, Bohnenspros-sen und Erdnussso-ßendressing.
COTO MAKASSAR
Rindfleisch und In-nereien in einer würzigen Brühe mit Erdnussaromen.
Unbedingt probieren!
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EssEn wie die Locals
und sotoBanjar(Nudelsuppe mit Hühnchen) haben regionale Ursprünge, sind heute jedoch landesweit beliebt.
Vegetarisch & vegan
Tempeh und tahu(Tofu) sind weit verbreitet. Die Auswahl umfasst dabei große Stücke von tempe penyet(frittiertes Tempeh), tem-pe kering(Tempeh-Würfel aus der Pfanne mit süßer Sojasoße) und tahu isi(frittierter, gefüllter Tofu). Schwieriger ist die Suche nach frischem Gemüse. Chinesische Restau-rants bereiten auf Wunsch cap cai(gemisch-tes Gemüse) zu.
Viele Gastrobetriebe servieren vegetarische gebratene Reis- oder Nudelgerichte. Außer-dem gibt es immer den Klassiker gado gado. Zahlreiche Restaurants, u. a. in Padang, haben Reis mit verschiedenen Beilagen im Angebot. Neben der Fleischvariante gibt es auch Optionen mit Tofu, Tempeh, Jackfrucht, Eiern oder Blattgemüse. Lokale Märkte ha-ben stets fantastisches Obst im Angebot.
Sambal
Sambal, eine scharfe Chilipaste javanesischen Ursprungs, ist Indonesiens Würzmittel schlechthin. Es gibt zahllose Varianten und für Fans scharfer Aromen ist sie ein echtes Highlight. Oft wird Touristengaumen jedoch nur die entschärfte Variante aus der Flasche serviert. Am besten besteht man auf die
authentische Version und fragt nach sambal lokaloder „local sambal“. Dieses wird frisch aus verschiedenen Zutaten wie z. B. Knoblauch, Schalotten, Chilischoten in verschiedenen Formen, Fischsauce, Tomate und vielem mehr zubereitet.
Leckere Früchte
In Indonesien gibt es einige großartige Früchte:
Salak(siehe Bild) hat eine braune schuppige Schale. Das in Segmente aufgeteilte Frucht-fleisch erinnert an eine Mischung aus Apfel und Walnuss.
Belimbing(Sternfrucht) ist erfrischend und knackig; beim Aufschneiden erschließt sich der Name.
Jambu air(Javaapfel) ist eine rosarote glo-ckenförmige Frucht mit knackigem, erfrischen-dem Fleisch.
Manggis(Mangostane) ist eine kleine dunkel-rote Frucht, deren in Segmente aufgeteiltes Fruchtfleisch fantastisch schmeckt.
Nangka(Jackfrucht) ist eine riesige stacheli-ge Frucht, die über 20 kg wiegen kann. Das gelbe, feuchte Fruchtfleisch ist in Segmente aufgeteilt und hat eine leicht zähe Konsistenz.
Rambutanist eine hellrote Frucht mit weichen Borsten; das leckere weiße Fruchtfleisch erin-nert an Litschi.
Sirsak(Stachelannone oder Sauersack) hat eine grüne Schale und weißes weiches Frucht-fleisch mit zitronenartigem Geschmack.
Nasi Goreng
BUBUR AYAM
Reisbrei mit zerkleinertem Hühnchen und mehr. Ein Frühstücksklassiker.
KETOPRAK
Nudeln, Bohnensprossen und Tofu mit Soja- und Erdnusssoße.
NASI GORENG
Gebratener Reis mit Fleisch und Gemüse. Überall erhältlich.
SATE AYAM
Gegrilltes mariniertes Hühnchen am Spieß.
BABI GULING
Mit Chili, Kurkuma, Knoblauch und Ing-wer gefülltes Span-ferkel. Spezialität auf Bali.
RINDFLEISCH-RENDANG
Sulawesi-Gericht mit in Kokosmilch geschmortem Rindfleisch.
GADO GADO
Indonesiens „Salat“ besteht aus Gemü-se, Bohnenspros-sen und Erdnussso-ßendressing.
COTO MAKASSAR
Rindfleisch und In-nereien in einer würzigen Brühe mit Erdnussaromen.
Unbedingt probieren!
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EssEn wie die Locals
Lokale Spezialitäten
Das alltägliche kulinarische Angebot Indonesiens kann den Gaumen herausfordern. Hier eine Auswahl für Experimentierfreudige.
Ikan kuah assam(Tamarinden-Fischsuppe) ist ein großartiges Gericht mit leicht beißendem Geschmack, das im östlichen Nusa Tenggara beliebt ist. Dabei wird ein Fischsteak oder ein halber Fisch (oft mit Gräten) gedämpft und in würziger, öliger Tamarindenbrühe serviert. Das einfache, glücklich machende Gericht hat das Potenzial zum kulinarischen Highlight einer Indonesienreise.
Die Durianhat ein ernstes Imageproblem. Ihre stachelige Schale erinnert an ein Folter-instrument der Spanischen Inquisition und beim Aufschnei-den verströmt sie ihren charak-teristischen Geruch. Nachdem man den intensiven Geschmack mit Vanillearomen das erste Mal erlebt hat, liebt oder hasst man sie!
Siobakist eine balinesische Spezialität. Dabei werden Kopf, Magen, Zunge und Haut vom Schwein zerhackt und mit Ge-würzen gekocht. Schmeckt bes-ser, als es klingt!
Für Avocadosaftwird eine Avocado mit Eis und Kondens-
milch (oder Schokoladensirup) gemischt und serviert. In Indo-nesien
