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Lonely Planet E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck! E-Book basiert auf: 09. Auflage 2024 Mach die Welt zu deinem Abenteuer und entdecke mit dem Lonely Planet Reiseführer Paris Paris? Oui! In Frankreichs lebendiger Hauptstadt ist ein guter Begleiter angesagt, will man nicht vom architektonischen, kulturellen und gastronomischen Angebot schier erschlagen werden. Lonely Planet „Paris“ - Deutsche Ausgabe -, führt durch die Kunstmuseen, Stadtparks und Boulevards, Haute Couture-Tempel und Flohmärkte der französischen Hauptstadt. Infos für Sightseeing, Shopping und la vie en rose. Kunst, Schönheit und Romantik auf Schritt und Tritt. Paris ist immer angesagt! Reiseplanung: Erkunde die tollsten Ecken deines Reiseziels und plane deine perfekte Reise mithilfe unserer Reiserouten und detaillierten Karten. Reiseziele: Entdecke einzigartige Erlebnisse, Tipps unserer Autor:innen und Expert:innen, Hintergründe und Empfehlungen. Praktisches: Die wichtigsten Informationen für deine Reise im Überblick. Kurz und übersichtlich zusammengefasst. Storybook: Tauche mit unseren Reportagen tief in den Alltag ein und erfahre mehr über die Seele deines Reiseziels. Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche!
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Seitenzahl: 530
Veröffentlichungsjahr: 2024
Alexis Averbuck, Fabienne Fong Yan, Madeleine Rothery, Nicola Leigh Stewart, Jean-Bernard Carillet, Rooksana Hossenally
Paris
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Inhalt
Willkommen in Paris...................4
Übersichtskarte..............................6
Unsere Favoriten............................8
Perfekte Tage..................................22
Beste Reisezeit..............................24
Bestens vorbereitet................26
Essen wie die Locals..............28
Cafés, Bars & Clubs................34
Showtime......................................36
Schatzsuche...............................38
Sport & Outdoor-Erlebnisse.....................................40
Paris mit Kindern......................44
Museen& Galerien..................48
Reiseziele
Reiseplanung
Pont Alexandre III (S. 74)
Die Stadtviertel im Überblick.........................54
Eiffelturm & westliches Paris ..........56
Trocadero & Palais de Chaillot .............59
Eiffelturm............................60
Musée du Quai Branly.....63
Musée MarmottanMonet....................................64
Cité de l’Architecture et du Patrimoine................65
Bois de Boulogne..............66
Champs-Élysées & Grands Boulevards.....73
Palais Garnier.....................75
Arc de Triomphe...............80
Avenue des Champs-Élysées................81
Petit Palais ..........................82
La Galerie Dior .................84
Hôtel de la Marine ...........85
Louvre & Les Halles ........................88
Jardin du Palais Royal......91
Musée du Louvre...............92
Centre Pompidou..............99
Bourse de Commerce...102
Site Richelieu....................105
Rue Montorgueil..............108
La Samaritaine..................112
Montmartre & nördliches Paris ...........117
Canal St-Martin.................121
Pigalle...................................121
Rue de l'Abreuvoir .........122
Musée de Montmartre ...123
Musée Gustave Moreau................................126
Marché aux Puces de St-Ouen .......................137
Marais ...............................138
Place des Vosges ............141
Rue des Rosiers ...............141
Hôtel de Ville ...................142
Rue des Archives ...........143
Musée Carnavalet ..........143
Musée des Arts et Métiers ..........................145
Ménilmontant & Belleville..........................155
Parc de Belleville............157
Parc des Buttes-Chaumont .........................157
Cimetière du Père Lachaise...................158
Rue Dénoyez.....................162
Aux Folies...........................162
Chinesisches Belleville163
Bastille & östliches Paris.............168
Coulée Verte René-Dumont ....................171
Place de la Bastille..........172
Marché d'Aligre ................173
Palais de la Porte Dorée .......................174
Kunstgewerbehöfe .........176
Bois de Vincennes .........183
Seine-Inseln..................187
Die Seine............................189
Conciergerie.....................189
Cathédrale Notre-Dame de Paris..................190
Sainte-Chapelle..............196
Île St-Louis.........................197
Pont Neuf & andere Inselbrücken.....................199
Quartier Latin..............204
Panthéon...........................207
Jardin des Plantes..........210
Église St-Étienne du Mont...............................218
St-Germain & Invalides.........................225
Musée d’Orsay................228
Le Bon Marché................233
Café de Flore...................235
Maison Gainsbourg.......237
Église St-Sulpice............240
Musée Rodin....................245
Montparnasse & südliches Paris...........246
Chinatown.........................252
Butte aux Cailles............255
Tour Montparnasse.......256
Paris Rive Gauche .........257
Manufacture des Gobelins............................260
Parc Georges Brassens............................263
Reiseplanung
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Storybook
Ankunft ...........................................286
Unterwegs vor Ort...................287
Geld ....................................................288
Kurz & knapp ...............................289
Übernachten ..............................290
Reisen mit Kindern .................292
Sicher reisen................................293
Essen, trinken & feiern .......294
Nachhaltig reisen ...................296
LGBTQIA+ .....................................298
Barrierefrei reisen ..................299
Die Geschichte von Paris in 15 Orten ......................302
Triff die Pariser:innen..........306
Die geniale Pariser Metro..................................................308
Paris als Schauplatz................311
Die alternative Kulturszene....................................314
Les Années Folles & die Pariser Cocktailmanie.........317
Praktisches
Pariser Straßenansicht mit dem Eiffelturm (S. 60) im Hintergrund
links: Travel-Fr/Shutterstock ©, Rechts: Jerome LABOUYRIE/Shutterstock ©
Ausflüge..........................266
Versailles...........................268
Chartres..............................274
Château de Fontainebleau ................278
Giverny................................281
Reiseplanung
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Mathieu FEVRY/shutterstock ©
Die Seine (S. 189)
Mein Lieblings-erlebnis:Ein Spaziergang an der Seine (S. 189). Tags-über für frische Luft und zum Leutegucken, abends wegen der Lichter und der Stim-mung, der schönsten der Welt.
Seit meiner Kindheit, als ich mich in einem französischen Frühling auf herrliche Erdbeeren stürzte, ist Paris für mich ein Leitstern, der mich immer wieder zu sich ruft. Die Stadt wandelt sich ständig, bleibt aber stets frisch und spannend. Ich komme jedes Jahr hierher zurück, meist ohne irgendeinen Plan, einfach nur, um hier zu sein. Um zu sehen, wen ich treffe und was mir auffällt.
Wegen der Olympischen Spiele liegt noch mehr Span-nung in der Luft, doch die versteckten Ecken und stillen Straßen bleiben. Genau wie ich kam Gertrude Stein aus Oakland in Kalifornien; sie sagte: „Die USA sind mein Land, Paris ist meine Heimat.“ Daran zeigt sich: Unse-re Nationalität ist eine Illusion, die nur Macht entfaltet, wenn wir an sie glauben.
Alexis Averbuck
alexisaverbuck.com
Alexis ist Autorin und Malerin, sie führt ein Nomadendasein zwischen Kalifornien, Frankreich, Italien, Island und Griechenland. Sie malt ihre Reiseerlebnisse und schreibt über sie für Lonely Planet.
Willkommen inParis
Reiseplanung
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Lieblingsplätze
Reiseplanung
links: EricBery/shutterstock ©
mitte: Pack-Shot/shutterstock ©
Rechts: Page Light Studios/shutterstock ©
Links: iacomino FRiMAGES/shutterstock ©Rechts: Pyty/shutterstock ©
Was ich an Paris liebe – außer in der schönsten Stadt der Welt zu leben: Selbst nach fast zehn Jahren hier entdecke ich immer wieder Neues: ein Restaurant, eine Ausstellung oder eine der unzähligen Stadtgeschichten.
Nicola Leigh Stewart
@nicolaleighstewart
Nicola schreibt aus Paris für Condé Nast Traveller, Robb Report und den Telegraph.
Von chocolat chaudim Café de Flore (S. 235) kriege ich nie genug. Gern verbummele ich einen Nachmittag auf der Terrasse und denke an die Zei-ten, als Ernest Hemingway und Simone de Beauvoir herkamen.
Madeleine Rothery
@mad.e.leiner
Die Australierin verbindet ihre Liebe zum Geschichtenerzählen mit ihren Frankreicherlebnissen.
Mit Vierteln wie Gare du Nord, (S. 129) Barbès(S. 129) und Pigalle(Foto., S. 121) ist der Pa-riser Norden der bunteste und diverseste Teil der Stadt; junge Unternehmer:innen hauchen der Gegend mit spannenden Neueröffnungen Leben ein.
Rooksana Hossenally
@whatsup.paris
Rooksana lebt als Reise- und Kulturjournalistin in Paris.
Ich liebe die Vielfalt von Paris: Du kannst bei einem Kaffee Leute beobachten, am Louvre(Foto, S. 92) die Architektur bewundern und in Belleville(S. 155) eine Streetarttour ma-chen, um den Tag mit Wein und Käse an der Seinezu krönen.
Fabienne Fong Yan
@a.fab.journey, a-fab-journey.com
Die Frankochinesin Fabienne stammt von Réunion und lebt seit 17 Jahren in Paris.
Das 13. Arrondissement(S. 257) zählt zu den am meis-ten unterschätzten in Paris. Hier gibt’s dörfliche Viertel, Parks, Cafés, Bistros, Bars und Restaurants. Und es wandelt sich rasant – hier liegt die Zu-kunft von Paris!
Jean-Bernard Carillet
@jb.carillet_photography
Jean-Bernard ist Autor, Fotograf und Videograf in Paris.
Hier schlägt für unsere Autor:innen und Expert:innen das Herz von Paris.
Reiseplanung
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Arc de Triomphe
Das berühmte Wahrzeichen von Paris bestaunen (S. 80)
Bois de Boulogne
Das ehemalige königliche Jagdrevier heißt heute alle willkommen (S. 66)
Eiffelturm
Die Ikone der Pariser Skyline lässt sich auf viel-fältige Art erleben (S. 60)
Musée d’Orsay
Herrliche Architektur und Meisterwerke von Monet und Cézanne (S. 228)
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Louvre
Im Pariser Vorzeigemuseum sind 35 000 Kunstwerke ausgestellt (S. 92)
Père Lachaise
Größter Friedhof der Stadt und letzte Ruhe-stätte zahlreicher Promis (S. 158)
Notre-Dame
Die berühmte Kathedrale ist so majestätisch wie monumental (S. 190)
Die Katakomben
Die gruseligen Kata-komben zählen zu den meistbesuchten Attraktionen der Stadt (S. 250)
Galeries Lafayette
Einer der berühmtesten grands magasins der Stadt lädt zum Kaufrausch (S. 87)
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Die berühmten Pariser Baudenkmäler wie der Triumphbogen, die großen Plätze und der Eiffelturm sind Wahrzeichen der Stadt. Von Laternen beleuch-tete Brücken, Caféterrassen mit Korbstühlen und breite Boulevards mit cremefarbenen Wohngebäuden aus der Haussmann-Ära: Die Pariser Stadtlandschaft ist unverwechselbar. Ins Stadtbild eingefügt haben sich auch neuere Bauten wie die gläserne Pyramide des Louvre und die Glassegel der Fondation Louis Vuitton.
Eiffelturm
Zwar kann sich heute niemand Paris ohne die Turmikone vorstellen, doch Gustave Eiffel errichtete sie eigent-lich nur als Ausstellungsstück für die Weltausstellung von 1889.
Seine-Inseln
Mit ihren Brücken, Kais, Parks, Ge-bäuden und je nach Licht wechseln-den Ausblicken bilden die reizenden Seine-Inseln das Herz der Stadt und bieten Fotomotive ohne Ende.
Basilique du Sacré-Cœur
Die elegante weiße Basilika Sacré-Cœur lohnt immer einen Blick, ob für Paris-Neulinge oder Dauergäste.
Berühmte Monumente
ganz links: Cocotier Tours/shutterstock ©, links: oliverdelahaye/shutterstock ©, rechts: UlyssePixel/shutterstock ©
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Unsere Favoriten
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Unsere Favoriten
Place de la Concorde (S. 75)
Top-Erlebnisse:Wahrzeichen
Arc de TriompheVom prächtigen Triumphbogen am Ende der Champs-Élysées bie-ten sich einige der schönsten Parisblicke. (S. 80)
Cathédrale Notre-Dame de ParisDas geografische und spirituelle Herz der Stadt ist nach dem Großfeuer von 2019 wieder auferstanden. (S. 190)
LouvreMit seinen Gärten an der Seine, den Tuilerien, bietet das riesige Museum abends ein besonders schö-nes Ambiente. (S. 92)
Hôtel des Invalides Das Hôtel des Invalides ließ Lud-wig XIV. in den 1670er-Jahren für 4000 Kriegsversehrte erbauen. (S. 241)
Place de la ConcordeWo heute inmitten des Verkehrs der Obelisk steht, wurden einst Ludwig XVI. und Marie-Antoinette enthauptet. (S. 75)
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Zwar ist Paris die am dichtesten besiedelte Hauptstadt Europas, doch bieten sich zahl-reiche Möglichkeiten, frische Luft zu schnap-pen. Paris hat schöne Parks, Gärten, Plätze und weite Rasenflächen wie den Champ de Mars. Die poumons(Lungen) der Stadt sind die weiten Wälder des Bois de Boulogne im Westen und des Bois de Vincennes im Osten.
Grünefluchten
Erkundung zu Wasser
Flankiert von bedeutenden Pariser Wahrzeichen fließt die Seine, der schönste „Boule-vard“ von Paris, durch das Herz der Stadt und um seine Inseln herum.
Jardin des Tuileries
Diese symmetrischen Gärten neben dem Louvre, Teil der axe historique(historische Achse) im Zentrum von Paris, schuf im 17. Jh. André Le Nôtre.
Bois de Vincennes (S. 183)
links: Mikhail Gnatkovskiy/shutterstock ©, rechts: juan hung-yen/shutterstock ©, ganz rechts: Pyty/shutterstock ©
Top-Erlebnisse:Natur
Bois de BoulogneDas frühere königliche Jagd-revier wartet mit tropischen Gewächshäusern und Boots-verleihen auf. (S. 66)
Canal St-MartinDer 4,5 km lange Kanal ist von schattigen Treidelpfaden ge-säumt und von Eisenbrücken überspannt. (S. 121)
Die InselnMarktproviant und französischer Wein in stillen Parks oder am Fluss-ufer mit Blick auf die Inseln. (S. 187)
Bois de VincennesIn einem Pariser Sommer auf dem Lac Daumesnil geruh-sam um Inselchen herum-paddeln. (S. 183)
Paris PlagesIm Sommer tummeln sich die Pariser an den „Stränden“. (S. 42)
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Unsere Favoriten
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Reiseplanung
Krankheiten, verstopfte Straßen, ein veral-tetes Abwassersystem und Georges-Eugène Haussmann: All das war notwendig, um Pa-ris architektonisch aus dem Mittelalter her-auszukatapultieren – und bereut hat die Stadt diese Verwandlung nie. Heute finden sich in Paris Bauten unterschiedlicher Stile, von römi-schen Arenen und gotischen Kathedralen bis zu postmodernen Würfeln und futuristischen Wolkenkratzern.
Architektur-wallfahrt
Der Glanz der Sainte-Chapelle
Bei klassischen Konzerten lässt sich die Schönheit der ältesten Buntglasfenster von Paris in der 1248 geweihten Sainte-Chapelle besonders gut bewundern.
Zauberhaftes Montmartre
Mit den großen Villen und ihren Gärten sowie den schmalen Straßen voller kleiner Bars und Cafés verströmt das einstige Hügeldorf echten Pariser Charme.
Top-Erlebnisse:Architektur
Bourse de CommerceDer wunderbare Rundbau ist von einem Glasdach gekrönt. (S. 102)
Centre PompidouDer umstrittene, aber überraschende Bau mit seinen bunten Röhren schließt 2025 zwecks Renovierung. (S. 99)
Église St-Germain-des-PrésDie älteste Kirche von Paris. (S. 232)
Hôtel de VilleDas Rat-haus hat eine der schöns-ten Renaissancefassaden der Stadt. (S. 142)
Cité de l’Architecture et du PatrimoineBestaune Modelle alter Baudenkmäler. (S. 65)
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Unsere Favoriten
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In Frankreich entwickelte sich die bis heute ein-flussreichste Küche der westlichen Welt und Paris ist ihr Aushängeschild. Einen wichtigen Teil des ku-linarischen Erlebnisses bildet das jeweilige Ambien-te und egal ob in einem charmanten kleinen Bistro, einer eleganten Brasserie oder einem herausragen-den Haute-Cuisine-Tempel – überall werden voller Stolz hochwertige Speisen zubereitet und schön prä-sentiert. Also am besten wie die Pariser:innen jeden Moment genießen!
Bezaubernde Bistros
In spannenden, in kleinen Seiten-straßen versteckten Neobistros feilen kreative junge Köch:innen an ihrer Reputation, während in zeit-losen Bistros der klassischen Küche gehuldigt wird.
Prächtige Brasserien
Ein Kennzeichen der Pariser Gastroszene sind die traditionellen Brasserien. Eine Spezialität sind ge-wöhnlich Meeresfrüchte. Eine tolle Auswahl findet sich am Boulevard du Montparnasse.
Festmahle für Feinschmecker:innen
Paris wartet mit einer wahren Galaxie von Sternerestaurants auf – leichter ergatterst du mittags einen Tisch.
Gaumen-freuden
ganz links: Petr Kovalenkov/shutterstock ©, links: Petr Kovalenkov/shutterstock ©, rechts: Petr Kovalenkov/shutterstock ©
Reiseplanung
Unsere Favoriten
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Reiseplanung
Bouillon Chartier (S. 81)
Top-Erlebnisse:essen
Le Marché des EnfantsRougesHol dir auf den Märkten (siehe paris.fr) Pick-nickzutaten oder iss z. B. auf diesem Markt an den Imbiss-ständen. (S. 152)
Le GourmetGourmet-tempel der Galeries Lafayette mit handwerklich erzeugten Lebensmitteln. (S. 87)
BouillonChartier Iss in einem bouillon, einer alten Cafeteria – ein neuer Trend. (S. 132)
Grande Mosquée de ParisDas Restaurant der Moschee serviert getreu dem nordafrikanischen Erbe Frank-reichs Tajines, Couscous und Grillgerichte – köstlich! (S. 210)
Le ProcopeEins der ältes-ten Restaurants von Paris, mit spektakulärem Speisesaal, in dem elegant traditionelles französisches Essen ser-viert wird. (S. 214)
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Unsere Favoriten
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Ohne einen ausgedehnten Aufenthalt auf ei-ner Caféterrasse zum Leutegucken ist eine Parisreise nicht komplett. Dies ist die hohe Kunst des Seins und Entspannens! Jedes Viertel hat seine Lieblingstreffs, in denen das Herz schlägt; dazu kommen die berühmten Adressen. Beim Herumbummeln kannst du dir schön das Passende aussuchen!
Cafékultur
Klassische Viertel
Montmartre und St-Germain-des-Prés, legendäre Teile von Paris, sind seit den Zeiten von Sartre, Cézanne und Stein die Pariser Caféparadiese.
Lass dir Zeit
Du bestellst einen Kaffee oder ein anderes Getränk und buchst damit gleichzeitig Zeit am Tisch – die Kellner:innen scheuchen dich nicht fort! Also entspann dich und genieße.
La Brasserie de l'Isle Saint-Louis (S. 197)
links: Francesca Sciarra/shutterstock ©, rechts: Oleg Medvedytskov/shutterstock ©, ganz rechts: poush ©
Top-Erlebnisse:Cafés
La Brasserie de l’Isle Saint-Louis Mit Blick auf die Strebebogen von Notre-Dame. (S. 190)
Café de FloreEine Rei-se in die Zeit von Sartre, de Beauvoir und Hemingway in den Cafés am Boulevard St-Germain. (S. 235)
Le Petit MoulinWun-derbar Leute beobachten an einer Kopfsteinpflas-terstraße in Montmartre. (S. 125)
Maison MaisonGenieße die Sonne an der Seine mit Blick auf Pont Neuf, Monnaie de Paris und Pont des Arts. (S. 113)
Stephane BersiaHier stehen traditionelle Back-waren und Spezialitäten-kaffee im Rampenlicht. (S. 180)
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Mit seinem illustren künstlerischen Erbe ist Paris eine der großen Kunstmetropolen der Welt – hier haben u. a. Renoir, Picasso, Mo-net, Manet, Dalí und van Gogh gelebt und ge-wirkt. Zu den weltberühmten Museen kommen noch jede Menge kleinere Einrichtungen zu allen möglichen Kunstepochen und -richtun-gen, verschiedenste Häuser und Säle für gro-ße und kleine Ausstellungen sowie eine bunte Streetartszene.
Schätzeder Kunst
Musée du Louvre
Die Mona Lisa, die Venus von Milound die Nikevon Samo-thrakesind nur drei der wert-vollen Schätze im Louvre, dem einstigen Königspalast, der ins erste Nationalmuseum Frank-reichs verwandelt wurde.
Kunstinkubatoren
Das POUSH zählt zu den größten Inkubatoren von Paris: Auf einem früheren Industrie-gelände in Aubervilliers beherbergt und unterstützt es über 260 Künstler:innen.
Streetart
Überall in der Stadt schaffen Künstler:innen fantasievolle Graffiti und wunderbare Wandbilder, wie z. B. auf unserer Tour (S. 251) zu erleben ist.
Top-Erlebnisse:Kunst
Musée d’OrsayBe-deutende impressionisti-sche und postimpressio-nistische Meisterwerke im imposanten alten Bahnhof Gare d’Orsay. (S. 228)
Jardin du Palais RoyalZeitgenössische Kunst trifft auf klassische Architektur. (S. 91)
Palais de TokyoUnterschiedlichste Kunst-stile in vielen Museen im westlichen Paris, darunter dieses oder auch das Musée du Quai Branly – Jacques Chirac oder das Musée Yves Saint Laurent. (S. 70)
Cluny Musée National du Moyen ÂgeAus der mosaikverzierten Métro-station geht’s zu diesem herrlichen Museum im Hôtel de Cluny aus dem 15. Jh. (S. 218)
Musée RodinHier sind Auguste Rodins ehemaliges Atelier und sein Ausstellungsraum mit Meisterwerken der Bildhauerei wie dem Kussgefüllt. (S. 245)
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Obwohl Paris die Heimat der Haute Couture, der Haute Cuisine und historischer Luxushotels ist, muss man nicht erst im Lotto gewinnen, um die Stadt zu genießen. Es gibt genügend Möglichkeiten, Paris zum Nulltarif oder für ganz kleines Geld zu erleben. In dieser dynamischen Stadt mit ihren schönen Parks und Gärten, der atemberaubenden Architektur so-wie tollen Märkten und Geschäften kannst du ganze Tage nur mit Herumflanieren verbringen. Losgehen kann’s etwa mit dem Canal St-Martin, den Gärten, Kais und Brücken an der Seine, St-Germain oder Montmartre.
Prächtige Kirchen
Zu den großartigsten kostenlos zugänglichen Bauwerken gehören Kirchen. Sie sind nicht nur architek-tonisch interessant, sondern hüten auch erlesene Kulturschätze.
Musik
Konzerte, DJ-Abende u. Ä. sind an vielen Orten für lau oder zum Preis eines Getränks zu haben. Musiker:in-nen unterhalten dich auf den Stra-ßen und sogar in den Métrozügen.
Museen
Städtische Museen (parismusees.paris.fr) sind gratis! Viele andere sind am ersten Sonntag des Monats kostenlos.
Paris gratis
ganz links: Jerome LABOUYRIE/shutterstock ©, links: Andy Sutherland/shutterstock ©, rechts: irena iris szewczyk/shutterstock ©
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Unsere Favoriten
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Reiseplanung
Marché aux Puces de St-Ouen (S. 126)
Top-Erlebnisse:gratis
Marché aux Puces de St-OuenViele Stunden kostenlose Unterhaltung auf diesem großen Komplex aus elf Teilmärkten. (S. 126)
Cimetière du Père LachaiseErweise Promis wie Oscar Wilde, Édith Piaf, Jim Morrison und Marcel Proust die Ehre. (S. 158)
Promenade Plantée Der erste Hochpark der Welt auf einem Eisenbahnviadukt des 19. Jhs. (S. 171)
Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris Genieße die relative Ruhe in dieser herr-lichen Sammlung von Kunst und Möbeln des 20. Jhs. (S. 70)
Paris GreetersKosten-lose Rundgänge (Spende erwartet!) bieten persönliche Entdeckungen – voraus-buchen! (S. 41)
Weitere Gratisangebote in Paris findest du auflonelyplanet.com
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Wenn’s ums Nachtleben geht, ist der Ruf angeblicher Pariser Sittsamkeit schnell ver-flogen. In den Vierteln tobt das Leben, wenn sich Cafés in Bars verwandeln und sich Konzertsäle und alternative Läden mit Livemusik und DJ-Sounds füllen. Um mit-zumischen, braucht’s nur ein bisschen Aben-teuergeist!
Hoch die Tassen
Die Musikszene im nördlichen Paris
Das nördliche Paris beein-druckt mit zahlreichen Musik-stätten: Boule Noire, Cigale, Elysée-Montmartre, Trabendo, Zénith Paris, Grande Halle de la Villette, Cabaret Sauvage, New Morning und Philharmonie.
Cocktail- Renaissance
Die Pariser Cocktailszene spielt sich in glamourösen Hotel-bars und Neobistros, kleinen Flüsterkneipen und früheren Animierlokalen im hippen SoPi („South Pigalle“) ab.
Rue des Lombards (S. 115)
links: Elena Dijour/shutterstock ©, rechts: EQRoy/shutterstock ©, ganz rechts: timsimages.uk/shutterstock ©
Top-Erlebnisse:Feiern
Rue Oberkampf und Rue St-Maur In dieser Ge-gend haben die Bars lange geöffnet. (S. 179)
Coupe-Chou In der alten Bar tummelten sich einst Leute, die nachts arbeiteten. (S. 221)
Aux Folies Eine der ältesten Varietébars von Paris, eine Institution in Belleville. (S. 162)
Le Bristol In Tophotels wie diesem, dem Hôtel Plaza Athénée oder Hôtel de Crillon ist Aufbrezeln angesagt. (S. 84)
Café de la Danse Die Nacht durchtanzen im Herzen des Nachtlebens von Bastille. (S. 178)
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Paris hat nicht nur berühmte Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten. Wer Unkonventio-nelleres und Unbekannteres sucht, kommt hier voll auf seine Kosten. Außerdem gibt’s auch immer etwas Neues, von wunderbaren Gastro- und Modeströmungen bis zu Museumseröff-nungen und -wiedereröffnungen – und Nach-barschaftstreffs in den Vierteln sind sowieso immer Ankerpunkte des Alltags.
Unbekanntes Paris
Alternative Kunst- & Musikzentren
Entdecke den unabhängigen Pariser Kreativgeist in alternati-ven Kulturorten wie 59 Rivoli, La Bellevilloise, La Gare-Le Gore, Hasard Ludique, La Recyclerie, 104 und Flèche d’Or.
Industrielles Erbe von Bastille
Versteckte Höfe, private Gas-sen und malerische Passagen, einst gesäumt von Werkstätten, erzeugen heute in Bastille klein-städtisches Flair.
Grand Paris
Jenseits der Ringautobahn rund um Paris sind in Vor-städten wie Pantin und St-Ouen an Kanälen Bars und Einrichtungen wie die Cité Fertile und das Mains d’Œuvres entstanden.
Top-Erlebnisse:abseits der ausge-tretenen pfade
La Butte aux CaillesKlitzekleines Viertel bei der Place d’Italie mit dörf-lichem Flair. (S. 255)
Maison de Balzac Das Flair des alten Paris verströmen Honoré de Balzacs Schreibatelier und Garten mit Eiffelturm-blick. (S. 69)
Musée Atelier ZadkineIm stillen Skulpturengarten im Haus des russischen Bildhauers Ossip Zadkine entfliehst du dem Trubel der Stadt. (S. 237)
Crypte Archéologique Unter Notre-Dame zeugen römische Ruinen von den Wurzeln der Stadt. (S. 190)
Tour St-Jacques Bei Châtelet-Les Halles lockt einsam dieser rätselhafte neugotische Turm. (S. 113)
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In Paris lassen sich Kinder pausenlos beschäftigen. All die Kulturgüter können mit Audioguides und Smartphone-Apps und auf tollen Führungen erkun-det werden. Aber auch draußen gibt’s viel zu erleben, in großen Gärten, auf Spielplätzen und am Fluss; Baudenkmäler lassen sich erklimmen und für Pau-sen locken quirlige Caféterrassen.
Paris von oben
Spannende Ausblicke von oben bieten z. B. der Eiffelturm, der Arc de Triomphe, die Türme von Notre-Dame und Montmartre.
Spielen im Park
Für Abenteuer im Freien bieten sich der berühmte Jardin du Luxembourg mit Karussell und Segelbooten, der riesige Bois de Boulogne und die Tuilerien und Parks an der Seine an.
Museen ohne Ende
An auch für Kinder interessanten Museen herrscht kein Mangel, z. B. gibt es Musée des Arts et Métiers, Muséum National d’histoire Naturelle, Aquarium de Paris Cinéaqua und Musée Rodin.
Paris mit Kindern
ganz links: Viacheslav Lopatin/shutterstock ©, links: Elena Dijour/shutterstock ©, rechts: Tommy Larey/shutterstock ©
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Unsere Favoriten
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Muséum National d’Histoire Naturelle (S. 210)
Top-Erlebnisse:mit Kindern
Atelier des LumièresMit Klängen und Farben animierte Werke weltbekannter Maler wie Klimt und Chagall. (S. 180)
Musée en HerbeDas Mu-seum für Kinder ab drei Jahren bietet eine Einführung in Kunst und Kultur. (S. 111)
Privé de Dessert Verwirr die Kids in diesem Trickres-taurant, in dem die Vorspeisen wie Desserts und die Desserts wie Hauptgerichte aussehen. (S. 175)
Château de VersaillesSich austoben in riesigen Gärten mit großen Brunnen und Reitschau. (S. 268)
Cité des Sciences et de l’IndustrieEintauchen in die Welt der Wissenschaft in dem großen Museum im Industriestil. (S. 135)
Weitere Infos zu Aktivitäten mit Kindern gibt’s auf lonelyplanet.com
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Unsere Favoriten
Tag 1
Louvre & Les Halles
Der Tag beginnt mit einem Spaziergang durch den Jardin des Tuileries (S. 98) mit Stopps, um Monets riesige Seerosenim Musée de l’Orangerieund/oder eine Fotoausstel-lung im Jeu de Paumezu besuchen.
MittagessenKlassische Kost im Jugendstilambiente von Le Grand Colbert (S. 106).
Louvre & Les Halles
Durch I. M. Peis Glaspyramide geht’s dann ins Labyrinth des Louvre (S. 92). Das gewaltige Museum kann dich locker einen Tag beschäfti-gen. Anschließend stöberst du noch durch die Geschäfte in den Arkaden am Jardin du Palais Royal (S. 91) und besuchst die schöne Église St-Eus-tache(S. 110). Seitenstraßen wie die Rue Montorgueil (S. 110), ehemals Standort des Austernmarkts, erinnern noch an die Atmosphäre des einstigen Großmarkts Les Halles. Nach einer Erfrischung in der Rue Montmartre lockt das Centre Pompidou(S. 99) mit moderner Kunst und überwältigender Aussicht.
AbendessenTapas und Wein im Les Dessous de la Robe (S. 108).
Marais, Ménilmontant & Belleville
Im Marais gibt’s viel zu entdecken wie das Musée National Picasso-Paris (S. 149), das Musée Carnavalet (S. 143), die Maison de Victor Hugo (S. 149) und das Musée des Arts et Métiers (S. 145), aber erst abends läuft das Viertel mit seinen Bars und Clubs zu ganz großer Form auf.
Perfekte Tage
Zu von Wahrzeichen gesäumten Boulevards, Museen, Bistros und Boutiquen kommen Multimedia-Galerien und Designläden hin-zu, das reicht für viele Tage. Lass dir genug Zeit zum Bummeln und Schauen – dies ist eine Stadt für Flaneur:innen.
Pyty/shutterstock ©
Musée d’Orsay (S. 228)
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Reiseplanung
Perfekte Tage
tag 2
Champs-Élysées & Grands Boulevards
Die Kletterpartie auf den Arc de Triomphe(S. 80) wird mit einem tollen Paris-Panorama belohnt. Beim Bummel über die Prachtstraße Champs-Élysées (S. 81) kannst du im Triangle d’Or (S. 86), in den Galeries Lafayette(S. 87) und an der Place de la Madeleine(S. 76) einen Haufen Geld loswerden. Schließlich schaust du noch in der opulenten Oper, dem Palais Garnier (S. 83), hinter die Kulissen.
MittagessenCafé Jacques (S. 50): lässige Eleganz mit Eiffelturmblick.
Eiffelturm & westliches Paris
Äußerst sehenswert ist die indigene Kunst im Musée du Quai Branly (S. 63). Außerdem beherbergt das Musée Marmottan Monet (S. 64) die größte Monet-Samm-lung der Welt, das Palais de Tokyo(S. 71) und das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (S. 70) zeitgenössische Installationen und das Musée Guimet (S. 64) asiatische Schätze. Gegen Abend geht’s schließlich auf den Eiffelturm (S. 60), um die glitzernde ville lumière(Stadt des Lichts) zu bestaunen.
AbendessenTraditionelle Bistrokost im Le CasseNoix (S. 259).
Montparnasse & südliches Paris
Ein Abstecher führt zu einem Drink in eine historische Brasserie in Montparnasse wie Le Select(S. 235) oder an die Seine, um im Les Docks(S. 258) oder in Clubs zu feiern, die bei der Bibliothèque Nationale de France (S. 257) vor Anker liegen.
tag 3
Die Seine-Inseln
Erster Programmpunkt ist die Île de la Cité, Standort von Notre-Dame (S. 190), nach der Renovierung ab Dezember 2024 wieder geöffnet. Herrliche Glasmalerei wartet in der Sainte-Chapelle (S. 196). Der Pont St-Louis(S. 200) führt hinüber zur unwiderstehlichen Eiscreme von Berthillon(S. 199) und zu den bezaubernden Boutiquen und Galerien der Île St-Louis.
MittagessenIm reizend pariseri-schen Café Saint Régis (S. 197).
St-Germain & Invalides
Von den impressionistischen Meisterwerken des prachtvol-len Musée d’Orsay (S. 228) geht’s weiter zu den legendären Geschäften und Boutiquen in den Seitensträßchen von St-Germain und zum Kaffee auf der Terrasse eines Literatencafés wie Les Deux Magots(S. 235). Zu guter Letzt lässt du im allseits beliebten Park Jardin du Luxembourg (S. 216) die Seele baumeln.
AbendessenKlassisch im Jugend-stilambiente des Bouillon Chartier (S. 132).
Quartier Latin
In Buchläden wie dem legendä-ren Shakespeare and Company (S. 214) kannst du bis spätabends stöbern, um dich dann in den Bars, Cafés und Kneipen der Rue Mouffe-tard(S. 208) unter die Pariser Studie-renden zu mischen oder einen Jazz-club wie den Caveau de la Huchette (S. 220) aufzusuchen.
Reiseplanung
Perfekte tage
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Beste Reisezeit
JANUAR
⌀-Temp. Max: 8 °CRegentage: 9
FEBRUAR
⌀-Temp. Max: 9 °CRegentage: 8
März
⌀-Temp. Max: 13 °CRegentage: 9
APRIL
⌀-Temp. Max: 17 °CRegentage: 8
MAi
⌀-Temp. Max: 20 °CRegentage: 9
JUNi
⌀-Temp. Max: 24 °CRegentage: 8
Paris ist ein Highlight zu jeder Jahreszeit für die aller-meisten Reisenden. Ideal mit gemäßigtem Wetter und weniger Andrang sind das Frühjahr (April/Mai) und der Herbst (besonders Sept./Okt.). Die Haupttouristensaison ist der Sommer (Juni–Aug.), doch manches ist im August geschlossen, denn dann verlassen viele Pariser:innen die Stadt. Im Winter (Nov.–Feb.) sind die Sehenswürdigkei-ten leerer und die Preise niedriger.
Bei der Reiseplanung sollte man sich auch den prall ge-füllten Festival- und Veranstaltungskalender der Stadt anschauen. In einer der bedeutendsten Kulturstädte der Welt hast du die Qual der Wahl: von Opernaufführungen und Hip-Hop-Events bis zu den French Open.
Unterkünfte
Paris bietet Unterkünfte in allen Preislagen, doch sie sind oft weit im Voraus ausgebucht, besonders zu den Haupt-zeiten (April–Okt., rund um Feiertage und in den Schul-ferien). Dann muss man auf jeden Fall reservieren, aber auch sonst empfiehlt sich das.
Reisewetter
Paris ist zeitlos. In der Stadt des Lebens und des Lichts kannst du dich wie die fließende Seine an alle Veränderungen anpassen.
SommerBlüte
Janine Eberle lebt als Autorin in Paris. @janinemaree
Irgendwann im Mai kündet eine Reihe warmer Tage inoffiziell vom Sommer und die Stadt verwandelt sich. Die Trübsal des Winters ist wie weggeblasen und plötzlich ist Paris eine Stadt voller Optimist:innen, die jedes bisschen Sonne genießen wollen und die Caféterrassen stürmen, um Rosé zu schlürfen. Andere zieht es mit Baguette, Käse und Wurst zu Picknicks an die Seine und die Kanäle; zusätzliche Außenbe-stuhlungen erobern in den Sommermonaten wie zu Coronazeiten Parkplätze.
local tipp
links: Kirill Chernyshev/shutterstock ©
rechts: D.Bond/shutterstock ©
Sommer, Jardin du Luxembourg (S. 216)
Maiferien
Der Wonnemonat Mai ist eine tolle Reisezeit für Paris, dann gibt’s in Frankreich aber auch mehr Feiertage als in jedem anderen Monat. Teils ist dann viel geschlossen, besonders am Tag der Arbeit, dem 1. Mai.
Reiseplanung
Beste Reisezeit
reiseplanung
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JULi
⌀-Temp. Max: 26 °CRegentage: 7
AUGUST
⌀-Temp. Max: 25 °CRegentage: 6
SEPTEMBER
⌀-Temp. Max: 22 °CRegentage: 7
OkTOBER
⌀-Temp. Max: 17 °CRegentage: 8
NOVEMBER
⌀-Temp. Max: 11 °CRegentage: 9
DEzEMBER
⌀-Temp. Max: 8 °CRegentage: 9
Abrocken
We Love GreenBei dem Musikfestival (S. 184) im Bois de Vincennes treten Bands und Top-DJs aus dem In- und Ausland auf.
Juni
Fête de la MusiqueDas lan-desweite Musikfestival (S. 179) begrüßt zur Sonnenwende den Sommer mit fabelhaften Jazz-, Reggae-, Klassik- und anderen regulären und spontanen Konzerten überall in Paris.Juni
Nationalfeiertag Die Haupt-stadt feiert den Sturm auf die Bastille am Vormittag mit einer Militärparade auf der Avenue des Champs-Élysées, begleitet von Kampffliegern und Hub-schraubern. Abends erleuchtet Feuerwerk (feux d’artifice)den Himmel über dem Champ de Mars. Juli
Rock en SeineDas beliebte dreitägige Musikfestival mit Starpräsenz findet im Park Domaine National de St-Cloud am Südwestrand von Paris statt. August
Kultur & Radfahren
Chinesisches NeujahrDas Chinesische Neujahr (S. 252) wird mit Umzügen durchs 13. Arrondissement und allerlei Feuerwerk gefeiert.
Datum variabel
Quartier du Livre Bei diesem Fest (S. 213) bauen Buchläden und Autor:innen im Quartier Latin Stände auf oder überneh-men Cafés – dann ist hier noch mehr los als sonst.
Ende Mai/Anfang Juni
Tour de France Die letzte der 21 Etappen des legendären, 3500 km langen Radrennens endet am dritten oder vierten Sonntag im Juli mit dem End-spurt auf den Champs-Élysées. Juli
Nuit BlancheFür die Dauer einer „weißen“ (also schlaflo-sen) Nacht voller Veranstaltun-gen bleiben am ersten Samstag und Sonntag im Oktober die Museen ebenso wie die Bars und Clubs bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Oktober
SommerSonne
Im Pariser Sommer mit bis zu 16 Stunden Tageslicht säumen „Strände“ mit Sonnenliegen, Sesseln und Palmen die Seine; im Juni bringt Paris Pride Trubel in die Straßen und schließlich eilen die Shopper:innen zum Sommerschlussverkauf.
Eislaufen im Winter
Im Winter entstehen in der ganzen Stadt Eislaufbahnen, teils in wirklich malerischer Umgebung wie auf dem Panoramadach der Galeries Lafa-yette. Eislaufen kann man meist gratis, nur die Schlittschuhleihe kostet etwas. Die Orte wechseln von Jahr zu Jahr – siehe parisinfo.com.
beste reisezeit
herbsttreffen
Rafael Sinclair Mahdavi ist Koautor von The Dishwasher Dialoguesüber das Paris der 1970er. rafaelmahdavi.com
An einem Herbstnachmittag sprang ich am Louvre aus dem Bus und stellte mich an der Glaspyramide in die Schlange. Dort kam ich mit einer älteren Dame ins Ge-spräch. Sie kam aus Wichita in Kansas und ich sagte ihr, dass meine Mutter von dort stamme. „So ist Paris“, sagte ich. „Man stellt sich an, um Caravaggio zu treffen, und trifft eine Frau aus Wichita.“
local tipp
Herbst, Musée du Louvre (S. 92)
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Etikette
Immer grüßen und sich verabschieden,mit bonjour(abends bonsoir) und au revoir. Das ist keine Formalität, sondern zeugt von zwischenmenschlichem Respekt.
Lass dir Zeit beim Essen oder in Cafés – das gehört in Paris zum Relaxen dazu.
In der Öffentlichkeit über Geld (Lohn, Ge-halt oder Ausgaben) zu sprechen ist tabu. Neben Essen und Trinken spricht man gern über Philosophie, Kultur und Sport.
Kleidung
Stilvolle Klamotten Als Wiege der Haute Couture ist Paris natürlich schick: Also etwas bessere Klamotten mitnehmen! Die Pariser:innen haben einen feinen Sinn für Ästhetik und sie geben sich viel Mühe, gut auszusehen. Sie bevorzugen einen elegant-schlichten Stil, weniger grelle Protzerei und mischen einfache Sachen etwa von H&M mit Designer-, Vintage- und Floh-marktstücken. So hebst du dich weniger hervor und bist auch kein so offensicht-liches Ziel für Taschendieb:innen.
Bequeme Schuhe Immer robustes Schuh-werk mitnehmen, z. B. Sneaker (die weit verbreitet sind) oder Straßenschuhe – hohe Absätze sind nichts für Kopfsteinpflaster.
bestens vorbereitet auf paris
Nützliches für Gepäck, Ohren und Hirn
Schal Ein Schal ist nicht nur ein stilvolles Accessoire, sondern damit kannst du in Kirchen und anderen religiösen Stätten auch bloße Schultern bedecken.
Modeboutique Valentino, Paris
links: ArDanMe/shutterstock ©, rechts: More Than Production/shutterstock ©
Bestens vorbereitet
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Bestens vorbereitet
lesen
Paris – ein Fest fürs Leben(Ernest Heming-way; 1964) Hemingways Erinnerungen an sein Leben im Paris der 1920er-Jahre.
Der Glöckner von Notre-Dame (Victor Hugo; 1831) Romanklas-siker über den Glöckner, der die Kathedrale rettete.
Das Leben. Gebrauchs-anleitung (Georges Perec; 1982) Roman über die Bewohner:innen eines Wohnblocks zwi-schen 1833 und 1975.
Die geheimste Er-innerung der Menschen (Mohamed Mbougar Sarr; 2022) Parforce-ritt über Literatur und Kolonialismus.
Sprechen
Bonjour (bong·žur) heißt „Guten Tag“.
Au revoir(o re·woar) heißt eigentlich „bis zum Wieder-sehen“, also „tschüss“.
Excusez-moi(äks·kü·see moa) heißt „Entschuldigen Sie“ – wenn du jemanden unterbrechen oder etwas fragen möchtest.
Stößt du mit jemandem zusammen, entschuldigst du dich mit pardon(par-dong).
„Ja“ heißt oui(ui) oder um-gangssprachlich (wä).
„Nein“ heißt non(nong).
S’il vous plaît(ßil wu plä) heißt „bitte“ (wenn du um etwas bittest) – so kannst du auch eine Bedienung ansprechen.
„Danke“ zu sagen ist Pflicht: merci(mer·ßi).
Wenn dir jemand dankt, ant-wortest du mit de rien(de ri·äng): „Keine Ursache“.
Wenn dich jemand auf Französisch anspricht, du aber nichts verstehst, sagst du Je ne comprends pas (že nö kom·prong pa).
Dann fragst du „Sprechen Sie Englisch?“: Parlez-vous anglais?(par·lee wu ong-glä).
Um jemanden nach dem Preis zu fragen: C’est com-bien?(ßä kom·bjäng).
Formell nach dem Befinden erkundigst du dich mit: Comment allez-vous?(ko·mong ta·lee·wu). Umgangssprachlich reicht ein Ça va?(ßa va), „Wie geht’s?“.
Wenn du selbst gefragt wirst, wie es dir geht, antwortest du Bien, merci. Et vous?(bien mer·ßi e wu): „Gut, und Ihnen?“.
Call My Agent!(ab 2015) Heiterer Blick auf eine Pariser Schau-spieleragentur mit zahlreichen Promi-Gastauftritten.
Die fabelhafte Welt der Amélie(Jean-Pierre Jeunet; 2001, Foto) Eine Pariserin in Montmartre.
Paris, je t'aime(2006) 18 Kurz-filme über das Leben in verschie-denen Arrondissements.
Die Wütenden – Les Misérables(Ladj Ly; 2019) Eine andere Seite des Lebens in und um Paris.
Revoir Paris(Alice Winocour; 2022) Nach einem Schicksals-schlag holt sich eine Pariserin ihr Leben zurück.
anschauen
Navigating the French (Paris Underground Radio; ab 2021) Podcast der amerikanischen Jour-nalistin Emily Monaco über die französische Kultur.
La vie en rose(Édith Piaf; 1946) Einer von vielen Chansonklassi-kern des in Belleville geborenen „Spatzen von Paris“, u. a. gecovert von Grace Jones.
NI(Ninho; 2023) Aktu-elles Hip-Hop-Album des erfolgreichen Rappers Yerres aus den Pariser Vorstädten.
DNK (Aya Nakamura; 2023) Aktuelles Album des malisch-französi-schen Hitproduzenten, nach den Platinalben Ayaund Nakamura.
reinhören
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essen wie die locals
Es gibt Städte, die kreisen rund um einen Sportverein, ganz Paris kreist um la table – und um alles, was draufsteht. Pistazien-Macarons, Tomaten-Consommé, dekadentes bœuf bourguignon, ein Stück Camembert, das auf dem Teller zerfließt: Essen ist hier nicht einfach nur Nahrung, sondern der Grund da-für, warum man morgens aufsteht.
Angesichts einer fruchtbaren und vielfälti-gen Landschaft, einer starken regionalen Ver-bundenheit und einer Kultur der Lebensfreu-de auch im Alltag überrascht es nicht, dass französische Köch:innen seit je ein Inbegriff kulinarischer Höchstleistung sind. In den letzten Jahrzehnten tauchte dann eine neue Generation von Köch:innen auf, die die Gren-zen des traditionellen Geschmacks verschob und sich kulinarischen Traditionen aus dem
Ausland öffnete. Michelin-Sterne sind ihnen nicht so wichtig; stattdessen lassen sie sich lieber in kleinen Bistros und stilbewusstem Ambiente nieder. Wuchtige Backwaren sind passé. Die Pariser Küche schwingt sich wei-ter zu neuem Glanz auf. Mehr zum Essen, Trinken & Feiern siehe S. 294.
Vegetarisch & vegan
In einem Land, in dem früher Essen gleich-bedeutend mit Fleisch (viande)war, sind Ve-getarier:innen und Veganer:innen eine Min-derheit. Doch in den letzten Jahren ist dank zahlreicher neuer vegetarischer und veganer Restaurants, von Burger-, Pizza- und Hotdog-läden bis zu Gourmetrestaurants, auch für sie immer besser gesorgt. Viele Lokale setzen zunehmend auch fleischlose Gerichte auf die
BAGUETTE
Frisch aus der boulangerie, mit Butter, Marmelade oder Schinken.
BRIE
Tolle Kuh-milch-Bries sind Provins, Melun, Montereau und Meaux.
zwiebelsuppe
Köstliche Rinder-brühe mit Zwie-beln, Croûtons und Gruyère.
MACARONS
Aus Mandelmehl, mit Füllungen von Schokolade bis Rose oder Matcha.
Unbedingt probieren!
Paris lockt mit einer der tollsten kulinarischen Traditionen: mit mehrgängi-gen Mahlzeiten, knusprigem Baguette und zerfließendem Camembert.
Terrassenrestaurant, Paris
OKcamera/Shutterstock ©
Reiseplanung
Essen wie die Locals
Reiseplanung
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Essen wie die locals
Karte. Oder man hält sich gleich an außer-französische Gastronomie: Angesagt ist der-zeit orientalische Küche. Gute Paris-Tipps für Veganer:innen liefert happycow.net.
Einkaufen nach Pariser Art
Eins der Privilegien des Lebens in Paris ist das Einkaufen in kleinen Läden im eigenen Vier-tel, jeder auf seine Weise besonders. Dort in kurzen Schlangen zu warten und mit den Ver-käufer:innen zu reden macht wirklich Spaß.
Pâtisseries(Konditoreien) sind wie bou-langeries(Bäckereien), nur etwas nobler. Fromageriessind auf Käse spezialisiert, ob Ziegen-Schnittkäse oder cremiger Époisses. Die boucherie (Metzgerei) verkauft allerlei Fleischwaren, doch wer nicht so lange in der Stadt ist, hält sich eher an charcuterie(Wurstwaren) wie pâtés, saucissons(Würs-te) und rillettes(Brotaufstrich aus Fleisch). Ein traiteurist auf fertige Gerichte speziali-siert. Marchésalimentaires(Lebensmittel-märkte) zählen ebenfalls zum Pariser Alltag. Und nicht vergessen: den caviste(Weinhan-del) mit meist vergleichsweise erschwingli-chen Weinen.
Websites
Le Fooding(lefooding.com) Die französische Be-wegung sieht sich als Alternative zu Michelin und möchte das vertrocknete Establishment wach-rütteln. Schräge Kritiken und echt feine Küche.
Food- & WeinFestivals
Paris Cocktail WeekDie teilnehmenden Bars kreieren eigene Cocktails. März.
Salon International de l’Agriculture Neun-tägige Landwirtschaftsmesse mit Essen aus ganz Frankreich. Feb./März.
Paris Café Festival Mit Kaffeeröstereien aus Frankreich und dem Ausland. Mai.
Paris Beer Festival Zehn Tage lang ist überall in Paris Craftbier angesagt. Mai.
Asian Street Food Festival Eintägiges Spektakel an der Grande Pagode de Vin-cennes. Juni.
Fête des Vendanges de Montmartre(Foto) Fünftägige Feier der Weinlese mit Trachten, Konzerten, Essen und Umzug. Okt.
Salon du Chocolat Fünftägiges Fest mit Verkostungen, Workshops, Vorführungen und Aktivitäten für Kinder. Okt./Nov.
Paris by Mouth (parisbymouth.com) Essen und Trinken in Paris mit Artikeln und Empfehlungen nach Arrondissement.
David Lebovitz(davidlebovitz.com)Konditor und Kochbuchautor aus den USA. Gute Einblicke und Tipps.
La Fourchette(thefork.com) Bietet nützliche Besprechungen und tolle Deals mit bis zu 50 % Rabatt in Pariser Restaurants.
PARISer craftbiere
Ausgezeichnet sind z. B. Paname, Outland und Charbonnière.
CROISSANT
Am besten probiert man jeden Tag eine andere boulangerie.
TATAR
Rinderhack mit allem – von Kapern bis zum rohen Ei.
PARIS-BREST
Brandteigring, gefüllt mit Haselnuss- und/oder Mandel-Buttercreme.
Macarons, Champs-Élysées
PippiLongstocking/Shutterstock ©
Maxew/Shutterstock ©
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Reservieren
Zu reservieren ist nicht nur sicherer für dich selbst, es macht auch das Personal glücklich – ein guter Start in die Mahlzeit!
Bei Mittelklasse-lokalen ist mittags meist noch ein Tisch zu haben (spätes-tens um 12.30 Uhr da sein); für abends ein, zwei Tage im voraus reservieren!
Bei sehr be-liebten Lokalen und Spitzenrestaurants muss man für Mittag- und Abend-essen reservie-ren – bis zu ein oder zwei Monate im voraus – und u. U. die Reservierung am Essenstag noch mal bestätigen; falls jemand mit einer unbekannten fran-zösischen Nummer anruft, drangehen!
Gutes Essen ist für die meisten Französinnen und Franzosen von höchster Bedeutung – sie verbringen unglaublich viel Zeit damit, über Essen und Wein nachzudenken, darüber zu diskutieren und zu genießen. Dabei ist Essengehen (mehr auf S. 294) nicht unbedingt eine förmliche Angelegen-heit. Wer als Besucher:in Essen auch nur halb so enthusiastisch betrachtet wie les Français, ist gern gesehen und wird überaus gut verköstigt.
Wein
Wein ist das mit Abstand be-liebteste Getränk in Paris und der Hauswein mitunter billiger als Mine-ralwasser. Frankreich hat Dutzende von Weinbaugebieten. Die bedeu-tendsten sind Burgund, Bordeaux, Rhone- und Loiretal, Champagne, Languedoc, Provence und Elsass. Die besten Weine tragen eine Ap-pellation d’Origine Contrôlée (AOC, auch als Appellation d’Origine Protégée, AOP, bezeichnet).
Bezahlen & Trinkgeld
Die addition(Rechnung) zu erhalten kann teils etwas dauern. Gleich nach dem Ende des Essens die Rechnung zu präsentieren gilt als unfein – manchmal muss man also hartnä-ckig auf sich aufmerksam machen. Ein pourboire(Trinkgeld) ist nicht notwendig, da der Service schon im Rechnungspreis enthalten ist.
Menüs
Die formulesoder menusumfassen zwei bis vier Gänge zum festen Preis. In einigen Fällen, besonders in Neobistros, gibt es keine Karte. Mittagsmenüs sind oft ein tolles Schnäppchen, bei dem man geho-bene Küche zu sehr erschwinglichen Preisen probieren kann.
Beim Essen
BrotKaum ist eine Mahlzeit bestellt, steht schon ein Korb mit Brot auf dem Tisch. Butter wird selten dazu-gereicht. Nur in Nobelrestaurants wird ein kleiner Teller gedeckt – das Brot legt man einfach auf den Tisch.
Wasser Une carafe d’eau(Krug Leitungswasser) zu bestellen ist durchaus in Ordnung, allerdings nehmen einige Kellner:innen an, dass ausländische Besucher:in-nen das nicht wissen, und bieten bezahltes Mineralwasser an. Wer Sprudel bevorzugt, bestellt eau gazeuze. Eiswürfel (glaçons)sind wenig verbreitet.
Essen & trinken wie die Pariser:innen
wie …
Bistro, Montmartre (S. 117)
Eric Glenn/Shutterstock ©
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Essen wie die Locals
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Reiseplanung
Café, Rue de Rivoli
ArDanMe/Shutterstock ©
Essen wie die locals
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Top-Boulangerien & -Patisserien
Atelier du Geste à l’ÉmotionFein-gebäck und viennoi-seriesauf der Île de la Cité.
Boulangerie MieMie Backt fantastische Croissants, einige der besten von Paris.
La BriéeSpeziali-siert auf Brioche.
Sacha Finkelsztajn – La Boutique JauneTraditionelle jüdische Bäckerei im Marais.
Monsieur Caramel In köstlichen Back-waren trifft Korea auf Frankreich.
Stohrer Institution seit 1730.
Laurent Duchêne Croissants und Macarons.
VG Pâtisserie Vegane Leckereien auf Pflanzenbasis.
Jacques Genin Maßgefertigte mille-feuilles.
Fou de PâtisserieKöstlichkeiten von einigen der besten Konditor:innen Frankreichs.
Kaum etwas ist in Frankreich so verführerisch wie der Duft frisch ge-backener buttriger Croissants, der aus den offenen Türen der boulangeriesweht. Und nur wenige Besucher:innen können den vielen verschiedenen Käsesorten widerstehen, mit denen Paris lockt. Hier ein paar Tipps für die Erkundung zweier wichtiger Pariser Lebensmittel:
Wer Brot in einer boulangeriekauft, sollte beim Anstehen schon mal das Angebot sichten – Baguette ist nicht gleich Baguette. Die meisten Pariser:innen nehmen heutzutage ein baguette traditionmit spitzen Enden und grober Kruste. Weitere Brotsorten sind z. B. boules(runde Brote), pavés(abgeplattete recht-eckige Laibe) und ficelles(knusper-dünne Stangen, halb so schwer wie ein Baguette).
Einer Legende nach soll die Form des Baguette (wörtlich „Stab“ oder „Stock“) entstanden sein, als Napo-leon die Armeebäcker anwies, Brote zu backen, die sich die Soldaten auf dem Marsch in die Hosenbeine stopfen konnten.
Jedes Frühjahr treten die Bä-cker:innen zum Wettstreit um den offiziellen Grand Prix de la Meilleure Baguette de Paris (Bestes Baguette in Paris) an. Die Sieger:innen bekom-men einen Geldpreis und dürfen den französischen Präsidenten ein Jahr lang mit Baguettes beliefern.
Das tägliche Brot
An den rund 1200 Bäckereien von Paris (11,5 pro km2) kommt kaum jemand vorbei. Wie schon in den unwiderstehlichen Schaufenster-auslagen zu sehen gibt’s hier viel mehr als nur Baguettes: Croissants, Schoko-Éclairs, Quiches, Pizzas und eine überwältigende Auswahl an Kuchen und Torten. Für einen güns-tigen Mittagsimbiss ist die nächste Bäckerei genau das Richtige.
Pâtisseries, oft geführt von berühm-ten Konditor:innen, produzieren erstaunliche Kunstwerke. Ihre Spe-zialitäten werden in verschiedene Kategorien eingeteilt: bavarois(ge-latinegebundene Sahnedesserts), gâteaux(Kuchen; das reicht von der opulenten Schoko-Kaffee-Biskuit-torte opérabis zum Blätterteig-gebäck millefeuille), Kleingebäck wie muschelförmige madeleinesund macarons, choux(Brandteig-gebäck wie éclairsund profiteroles), entremets(Schichtdesserts) und viennoiseries(Feingebäck wie Crois-sants und pains au chocolat).
Die Pariser Brot- & Käsewelt erkunden
wie …
Brot, Paris
links: gallofilm/Shutterstock ©, rechts: Petr Kovalenkov/Shutterstock ©
Reiseplanung
Essen wie die Locals
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Reiseplanung
Franche-Comté, und der Mimolette, ein tief orangefarbener Käse aus Lille, der ein bisschen an Edamer erinnert und bis zu 36 Monate reift.
Fromage à pâte molle
„Weichkäse“ wird mit Edelschim-mel oder Rotschmiere behandelt. Camembert, ein klassischer Käse mit Schimmelrinde aus der Normandie, und Brie de Meaux werden beide aus roher Kuhmilch hergestellt. Der Munster aus dem Elsass, der milde Chaource und der stark riechende Langres aus der Champagne sind ge-schmeidige, mit Rotschmiere behandelte Käsesorten.
Fromage à pâte persillée
„Blauschimmelkäse“ erhielt seinen Namen, weil die Marmorierungen oft persille(Petersilie) ähneln. Der Roquefort ist ein Schimmelkäse aus Schafsmilch, der Fourme d’Ambert ist ein milder Käse aus Kuhmilch aus der Region Rhône-Alpes.
Fromage de chèvre
„Ziegenkäse“ ist meist cremig und in frischem Zustand süßlich und zu-gleich leicht salzig, wird aber bei der Reifung hart und sehr viel salziger. Tipps: der Ste-Maure de Touraine, ein cremiger, milder Käse aus der Loire-Region, und der Crottin de Chavignol, eine salzigere Variante aus dem Burgund.
Käse
Charles de Gaulle klagte einst über die Schwierigkeit, ein Land zu regieren, das 246 verschiedene Käsesorten hat (inzwischen sind es viel mehr). Eine relevantere Frage für Besucher:innen: Wie entscheide ich mich in einem Laden, der so ver-wirrend viele Käsesorten verkauft?
Die Auswahl kann überwältigend sein, aber die Verkäufer:innen lassen Kund:innen vor dem Kauf probieren und beraten sie gern.
Die fünf verschiedenen Käsearten
Fromage à pâte demi-dure
„Halbfester Käse“ ist ein nicht erhitzter, gepresster Käse. Zu den besten zählen der Tomme de Savoie aus roher oder pasteurisierter Kuhmilch, der Cantal, ein Kuhmilch-käse aus der Auvergne, der ein bisschen wie Cheddar schmeckt, der St-Nectaire, ein gepresster Käse mit ausgeprägtem Geschmack, und der Ossau-Iraty, ein Schafskäse aus dem Baskenland.
Fromage à pâte dure
„Hartkäse“ wird immer erhitzt und dann gepresst. Zu den beliebtesten gehören der Beaufort, ein körniger Kuhmilchkäse mit einem leicht fruchtigen Geschmack aus der Region Rhône-Alpes, der Comté aus roher Kuhmilch aus der Region
Käse, Marché d'Aligre (S. 173)
Premier Photo/Shutterstock ©
Essen wie die locals
Stohrer (S. 110)
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cafés,bars & clubs
Für die Menschen in Frankreich gehören Essen und Trinken zusammen wie Wein und Käse. Entsprechend unscharf sind die Linien zwischen Café, salon de thé, Bistro, Brasserie, Bar und Weinbar.
Auch die Grenze zwischen Bar und Club ist oft fließend – was nachmittags noch ein ruhiges Café ist, kann am Abend zum DJ-Club mit dröhnenden Dancebeats mutieren.
Viele Pariser:innen leben in winzigen Wohnungen und nutzen die Cafés und Bars von jeher als den Salon, den sie daheim nicht haben – als Ort, um mit Freund:in-nen bei einem Gläschen Wein zu plaudern, stundenlang beim café au laitzu lesen, beim Espresso über Politik zu diskutieren, Cocktails zum apéro(Aperitif) zu schlürfen oder an Bord eines schwimmenden Clubs
auf der Seine Party zu machen. Die Stadt tendiert zum mobilen Underground-Club-bing: Angesagte DJs geben kurze Gastspiele in bestimmten Lokalitäten, um dann mit ihren Fangemeinden weiterzuziehen. Die hippsten soirées clubbing(Clubnächte) fin-den mal hier, mal dort statt – oft in tanz-betonten Bars (siehe Internet!).
Dachbars
Originelle Lokale erobern die Dächer der Stadt – Panoramablick über die Pariser Skyline mit ihren Wahrzeichen inklusive.
Eine der besten Dachbars ist Le Perchoir(leperchoir.fr) auf einem ehemaligen Indus-triegebäude in Ménilmontant.
Dasselbe Team betreibt auch die Dachbar Le Perchoir Maraisim Kaufhaus BHV und
Candelaria
Berühmte Flüsterkneipe hinter der Tür einer Taqueria im 3. Arron-dissement (S. 152).
Le Freedj
Standard-Gaybar im Marais, besser für Geselligkeit und Tanz als für Drinks.
La Dame de Canton
Schwimmende chinesische Dschunke im 13. Arrondissement mit Livemusik und DJs (S. 260).
Aux Folies Belleville
Bekanntes Varieté der 1870er-Jahre, heute eine Bar mit großer Terrasse (S. 162).
Moonshiner
Retroflair mit Cocktails und viel Ambiente (S. 175).
Bar Hemingway
Legendäre Cocktails im Ritz (S. 108).
Les Deux Magots
Auf der Terrasse St-Germain an sich vorbeiziehen lassen (S. 235).
St James
Eine von vielen Bars in Tophotels wie dem Le Bris-tol oder Hôtel de Crillon (S. 70).
Unbedingt ausprobieren!
Zum Stillen des Kaffee- und sonstigen Dursts bietet Paris allerlei Möglichkeiten: von Weinbars und Viertellokalen bis zu Bierkneipen.
Café im Marais (S. 138)
Lilly Trott/Shutterstock ©
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Cafés, bars & Clubs
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Cafés, bars & clubs
das Restaurant mit Bar im Pavilion 6des Messegeländes Expo Porte de Versailles; ver-arbeitet werden hier Erzeugnisse vom eige-nen, 14 000 m großen Dachgarten.
Saisonale Restaurants mit Bar gibt’s auch auf den Kaufhäusern Galeries Lafayetteund Le Printemps (printemps.com). An-dere Schönwetter-Spots sind die Dachter-rasse des Kulturzentrums Point Éphémère(pointephemere.org) am Canal St-Martin, das Perchoir de l’Estüber dem Bahnhofsgebäu-de der Gare de l’Est und das Café Oz Roof-topauf dem Institut Français de la Mode.
Auch immer mehr Hotels haben spektaku-läre Dachbars, wie das Hôtel des Grands Boulevards,Mama Shelter und das Ter-rass'' Hôtel.
Bier & Brauereien
Bier spielt traditionell keine große Rolle in Frankreich und massenproduzierte Bie-re wie das Kronenbourg 1664 (5,5 %) aus Straßburg beherrschen den Markt.
Doch die Craftbierszene (bière artisanale)der Stadt wächst und es gibt immer mehr Brauereien wie die Brasserie BapBapund die Brasserie la Goutte d’Orsowie Kneipen und Cafés, die Bier aus limitierter Produktion vom Fass und in der Flasche anbieten. Das Craftbierfest der Stadt, das Paris Beer Fes-tival, findet verteilt in Brasserien, Bars und Fachgeschäften statt. Eine prima Informa-tionsquelle für Bierfans ist hoppyparis.com.
Kaffee
Kaffee ist traditionell der Pariser Wachma-cher. Doch lange lag er mit minderwerti-gen Bohnen und schludriger Zubereitung weit unter Weltniveau. Im Zuge der Pari-ser Kaffeerevolution zeigen einheimische Röstereien wie die Belleville Brûlerie und Coutumeden Cafés nun, wie’s geht.
Un café Kleiner Espresso
Un café allongé Espresso, mit heißem Wasser gestreckt (das manchmal separat gereicht wird)
gut zu wissen
Gestaffelte Preise
Wer in Paris ausgeht, bezahlt für den Stand-ort: am Tisch mehr als an der Theke, auf der Terrasse mehr als drinnen, an einem mondä-nen Platz mehr als in einem Seitensträßchen und im 8. mehr als im 18. Arrondissement.
Durchschnittspreise
Glas Wein ab 4 €, Cocktails 9 bis 16 €, ein demi bière(250 ml) 4 bis 7 €. In Clubs und schickeren Bars zahlt man leicht das Doppel-te. Die Eintrittspreise der Clubs reichen von null bis 20 €; vor 1 Uhr ist es oft billiger.
Happy Hour
Meist zwischen 17 und 20 Uhr gibt’s eine zwei- bis dreistündige Happy Hour mit verbilligten Drinks.
Öffnungszeiten
Die meisten Cafés und Bars schließen gegen 2 Uhr, einige später. Die Öffnungszeiten der Clubs variieren je nach Lokal und Veranstal-tung – los geht’s jedoch erst spät am Abend.
Un café au lait Milchkaffee
Un café crème Espresso mit aufgeschäumter Milch
Un double Doppelter Espresso
Une noisette Kleiner Espresso mit einem Schuss Milch
Candelaria
Berühmte Flüsterkneipe hinter der Tür einer Taqueria im 3. Arron-dissement (S. 152).
Le Freedj
Standard-Gaybar im Marais, besser für Geselligkeit und Tanz als für Drinks.
La Dame de Canton
Schwimmende chinesische Dschunke im 13. Arrondissement mit Livemusik und DJs (S. 260).
Aux Folies Belleville
Bekanntes Varieté der 1870er-Jahre, heute eine Bar mit großer Terrasse (S. 162).
Moonshiner
Retroflair mit Cocktails und viel Ambiente (S. 175).
Bar Hemingway
Legendäre Cocktails im Ritz (S. 108).
Les Deux Magots
Auf der Terrasse St-Germain an sich vorbeiziehen lassen (S. 235).
St James
Eine von vielen Bars in Tophotels wie dem Le Bris-tol oder Hôtel de Crillon (S. 70).
Unbedingt ausprobieren!
Aperol Spritz, Paris
Romain P19/Shutterstock ©
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Oper & Ballett
Die Opéra National de Parisund das Ballet de l’Opéra National de Paristre-ten in den beiden Opernhäusern der Stadt auf: Palais Garnierund Opéra Bastille. Beim Trocadéro ist das Théâtre National de Chaillot(Tanz). Die Spielzeit geht von September bis Juli – Tickets weit im Vor-aus buchen!
Vielleicht werden auch gerade moderner Tanz oder Hip-Hop-Events geboten – ein Stück moderner französischer Kultur.
Livemusik
Die Stadt wimmelt von Straßenmusiker:in-nen. Im Sommer bereichern große Open-Air-Konzerte an der Seine und in Parks die Pariser Klangkulisse der Akkordeonspie-ler:innen. Mit drei bekannten Clubs ist die Rue des Lombards (S. 115) bei Châtelet am besten für Jazz. Klassische Konzerte finden z. B. in der Sainte-Chapelle (S. 196) statt.
Theater
Die meisten Pariser Theaterproduktionen, auch von ausländischen Stücken, werden na-türlich auf Französisch aufgeführt. Wer kein
Französisch, aber dafür Englisch spricht, sollte sich das Programm von Theatre in Paris(theatreinparis.com) anschauen. In der Regel stehen zehn Stücke auf dem Spielplan, von Klassikern bis zu Komödien.
Varieté
Wie eh und je schwingen in berühmten Vari-etés wie dem Moulin Rouge, wo der Cancan erfunden wurde, spärlich bekleidete Tänze-rinnen ihre Beine. Die Pariser:innen selbst können diesen Spektakeln wenig abgewin-nen, aber die glamourösen Kulissen und Kostüme stehen eben für ein typisches Pa-riser Abendamüsement. Ein beliebtes Drag-Varieté ist das Madame Arthurmit aus-gelassenen Shows.
Kino
Ausländische Filme in Originalsprache mit französischen Untertiteln sind mit „VO“ (version originale)gekennzeichnet. Fil-me mit der Kennzeichnung „VF“ (version française)sind französisch synchronisiert. Lost in Frenchlation(lostinfrenchlation.com) zeigt französische Filme mit englischen Untertiteln; dazu gibt’s Getränke.
SHOWTIME
Eine Liveshow in Paris ist immer ein besonderes Erlebnis. Auf den be-rühmten Bühnen der Stadt treten Opern-, Ballett- und Theaterstars aus dem In- und Ausland und Varietétänzer:innen auf. Außerdem prä-gen Scharen von jungen, engagierten und extrem kreativen Musi-ker:innen und Künstler:innen eine bunte alternative Kulturszene.
Moulin Rouge (S. 127)
links: Alfio Finocchiaro/shutterstock ©
rechts: Andy Sutherland/shutterstock ©
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top tipps für …
Unterhaltung & Clubs
L’Officiel des Spectacles (offi.fr)Der wichtigste Veranstaltungskalender für Paris ist auf Französisch, aber online trotzdem leicht zu durchforsten. Gedruckt gibt’s ihn mittwochs an Kiosken. Er listet alle Termine auf von Konzert und Theater bis Kino.
LYLO (lylo.fr) Kurz für Les Yeux, Les Oreilles („Augen und Ohren“); Infos u. a. zur Musik- und Festivalszene.
Le Figaro (lefigaro.fr/culture) Konzerte, Kino und Theater.
Paris Nightlife (parisnightlife.fr) Umfassen-des Veranstaltungsprogramm.
Paris Bouge (parisbouge.com) Umfassen-des Veranstaltungsprogramm.
Sortir à Paris (sortiraparis.com) Auf „Soirées & Bars“ clicken, dann auf „Nuits Parisiennes“.
Tribu de Nuit (tribudenuit.com) Partys, Clubevents und Konzerte ohne Ende.
Tickets
Am einfachsten bekommt man Karten für Kultur- und Sportveranstaltungen über Fnac (fnactickets.com), das Megakaufhaus für Un-terhaltungselektronik, ob an den Karten-schaltern in ganz Paris (billeteries)oder on-line, oder auch bei den Veranstaltern selbst.
Ermäßigte Tickets
Am Vorstellungstag gibt’s beim Kiosque Théâtre Madeleine (kiosqueculture.com) Theater-, Opern- und Ballettkarten zum halben Preis (plus 3,50 € Gebühr).
Unterhaltung nach Stadtvierteln
Eiffelturm & westliches Paris
Das Théâtre National de Chaillot im Palais de Chaillot und in der Nähe die Maison de la Radio, jeweils mit viel Tanz und Livemusik.
Champs-Élysées & Grands Boulevards
Berühmte Revuen und das prunkvolle Opernhaus von 1875.
Louvre & Les Halles
Swingende Jazzclubs, traditionsreiche Theater und Kinos bestehen neben wummernden Clubs.
Montmartre & nördliches Paris
Populäre Varietés, legendäre Konzertsäle und progressive Kulturzentren. Die wichtigste Bühne für Straßenmusiker:innen ist die Place du Tertre, der alte Hauptplatz von Montmartre.
Marais, Ménil- montant & Belleville
Rockige Livemusik-Schuppen, traditionelle Chanson-Lokale und Kultur-zentren.
Bastille & östliches Paris
Hier locken vor allem die Oper, Tanztees und die staatliche Cinemathek.
Die Seine-Inseln
Staßenmusik auf dem Pont St-Louis, der Brücke zwischen den beiden Inseln.
Quartier Latin
Swingbands, Filmretrospektiven und Jamsessions.
St-Germain & Invalides
Der schicke, kultivierte Stadtteil beherbergt stimmungsvolle Kinos, Kultur-zentren und Theaterbühnen.
Montparnasse & südliches Paris
Einige der angesagtesten Locations dieser Gegend liegen auf der Seine vertäut.
Straßenmusiker, Paris
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Mode ist das A und O in Paris. Dabei legen die Pariser:innen mehr Wert auf Stil und Qualität als auf Status oder Marken. Einen guten Überblick über die Pariser Mode bie-ten die berühmten Kaufhäuser (grands ma-gasins)der Stadt.
Außerdem ist Paris eine exquisite Schatz-truhe für Feinkost wie Käse, Macarons und foie gras, Wein, Tee, Bücher, schöne Schreib-waren, Kunst, Antiquitäten und Samm-lerstücke. Die meisten Geschäfte bieten außerdem kostenlos schöne Geschenkver-packungen – nach un paquet cadeaufragen!
Zweimal pro Jahr finden vier Wochen lang Schlussverkäufe (soldes)statt: ab Mitte Ja-nuar und Ende Juni.
Modeschnäppchen & -schauen
Niemand muss sich für Pariser Mode in den Ruin stürzen: In Secondhand- und Vintage-Boutiquen findet man tolle Schnäppchen. Outletshops verkaufen Vorjahreskollek-tionen, Überschussware und Markenklei-dung zweiter Wahl. Die Initiative Paris Good Fashionmacht sich daran, Einkauf und Rückverfolgbarkeit zu verbessern und
Prozesse umweltfreundlicher zu gestalten.
Tickets für die Modeschauen der Haute Couture sind kaum zu ergattern. Wer den-noch Laufstegflair schnuppern will, bucht einen Platz bei den Schauen der Galeries La-fayette (haussmann.galerieslafayette.com).
Märkte
Die Pariser Straßenmärkte sind ein geselliger Treffpunkt der Nachbarschaft: Ein Marktbe-such vermittelt ein echtes Stück Pariser Le-ben. Fast jedes Viertel hat mindestens einmal pro Woche (niemals montags) einen eigenen Markt, auf dem sich Tische unter Bergen fri-scher und fertig zubereiteter Köstlichkeiten biegen. Außerdem sprießen immer mehr Bio-märkte (marchés biologiques)aus dem Bo-den. Viele Straßenmärkte verkaufen auch Kleidung, Accessoires und Haushaltswaren.
Auf den Pariser Flohmärkten werden Krimskrams, Antiquitäten, Secondhand-mode, billige Markenklamotten, Schuhe, afrikanische Schnitzereien, Elektronik und vieles mehr verhökert. Vorsicht vor Taschen-dieb:innen! Die Website paris.fr/pages/les-marches-parisiens-2428listet alle Pariser
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Paris bietet das ganze Shopping-Spektrum: breite Boulevards mit Ladenketten, prächtige Avenuen mit Designermode, berühmte Kauf-häuser und bunte Märkte. Der wahre Charme zeigt sich jedoch eher beim Flanieren in den Seitenstraßen: Hier verkaufen winzige Fachge-schäfte und schräge Boutiquen zwischen Cafés, Galerien und Kirchen alles – von Gummistiefeln mit Erdbeerduft bis zu himmlischen Kerzen.
Marché aux Puces de St-Ouen (S. 126)
Oliverouge 3/shutterstock ©
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top tipps für …
Unabhängige Geschäfte
Marin Montagut Haushaltswarenladen mit schönen Geschenken für Zuhause. (S. 233)
Opulence Vintage Winziger Laden auf der Île St-Louis mit Vintage-Mode. (S. 201)
Empreintes Paris Französisches aus dem ganzen Land. (S. 150)
Stohrer (Foto) Feingebäck und dekadente Takeaways in der ältesten Bäckerei von Paris. (S. 110)
Lorette & Jasmin Designerboutiqueschnäpp-chen und Handtaschen zum Ausleihen. (S. 71)
Le Studio des Parfums Workshops im Marais zur Herstellung eines eigenen Par-füms. (S. 151)
Librairie Gourmande Jede Menge Literatur übers Kochen und Trinken. (S. 111)
Merci Alles von Kleidung bis zu Kosmetik-artikeln und Haushaltswaren. (S. 181)
Märkte auf, auch z. B. Blumenmärkte, ebenso Termine für brocantes(Secondhandmärkte) und vide-greniers(private Trödelmärkte).
Souvenirs
Authentische Souvenirs gibt’s im Laden Pa-ris Rendez-Vous(paris.fr/equipements/paris-rendez-vous-17644) der Stadt Paris im Hôtel de Ville; der Internetshop verschickt Einkäufe weltweit. Die Boutiques de Mu-sées (boutiquesdemusees.fr) der großen Mu-seen bieten hochwertige Repliken und ge-rahmte Kunstkopien.
Kunst,
