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Lonely Planet E-Books für dein Smartphone, Tablet oder E-Book Reader! Spare Gewicht im Gepäck und nutze viele praktische Feature auf deiner nächsten Reise: - Navigiere schnell und einfach im E-Book mit unseren hilfreichen Links - Weblinks führen dich direkt zu weiteren Infos - Offline-Karten (inkl. Zoom) + Google Maps Links zeigen dir den Weg NEU: Karten mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder speichern – vermeide Roaming im Ausland! - Durchsuche den Text in Sekunden nach beliebigen Stichworten - Mache Notizen und Lesezeichen und erstelle dir ganz einfach einen individuellen Reiseplan E-Book basiert auf: 6. Auflage 2017 Mit dem Lonely Planet Spanien auf eigene Faust durch ein wahrlich großes Land! Etliche Monate Recherche stecken im Kultreiseführer für Individualreisende. Auf mehr als 900 Seiten geben die Autoren Hintergrundinfos zum Reiseland, liefern Infos für die Planung der Reise, beschreiben alle interessanten Sehenswürdigkeiten mit aktuellen Öffnungszeiten und Preisen und präsentieren ihre persönlichen Entdeckungen. Die 18 Highlights, die Sie auf keinen Fall versäumen sollten: Erleben Sie maurische Architektur, römische Ruinen, unglaubliche Kunstschätze und beeindruckende Kathedralen, aber machen Sie auch einen Abstecher in den Parque Nacional Sierra Nevada oder die Picos de Europa und genießen Sie die spektakuläre Landschaft. Wo übernachten und essen? Für jedes Reiseziel gibt es eine Auswahl an Unterkünften und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel. Abgerundet wird der Guide durch Übersichts- und Detailkarten, 3D- Pläne der schönsten Sehenswürdigkeiten, farbige Themen- Kapitel, Tipps von Insidern, fundierte Hintergrundinformationen, inspirierende Fotos und - damit Sie gut durchs Land kommen- einen Sprachführer. Der Lonely-Planet-Reiseführer Spanien ist ehrlich, praktisch, witzig geschrieben und liefert inspirierende Eindrücke und Erfahrungen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 2300
Veröffentlichungsjahr: 2017
REISEPLANUNG
Willkommen in Spanien
Spanien-Karte
Spaniens Top 18
Gut zu wissen
Spanien für Einsteiger
Was gibt’s Neues
Wie wär’s mit
Monat für Monat
Reiserouten
Essen wie die Einheimischen
Outdooraktivitäten
Reisen mit Kindern
Spanien im Überblick
REISEZIELE
MADRID
Rund um Madrid
San Lorenzo de El Escorial
Aranjuez
Chinchón
Alcalá De Henares
Sierra de Guadarrama
Buitrago & Sierra Pobre
Museo del Prado
Das Madrid der Einheimischen
KASTILIEN-LEóN
Der Südwesten
Ávila
Salamanca
Ciudad Rodrigo
Sierra de Francia
Guijuelo
Sierra de Béjar
Die kastilische Hochebene
Segovia
Valladolid
Zamora
Palencia
Montaña Palentina
Der Nordwesten
León
Astorga
Sahagún
Der Osten
Burgos
Ribera del Duero
Soria
Südlich von Soria
TOLEDO & KASTILIEN-LA MANCHA
Toledo
Der Westen
Talavera de la Reina
Oropesa
Der Süden
Consuegra
Campo de Criptana
Ciudad Real
Almagro
Parque Nacional Tablas de Daimiel
Alcalá del Júcar
Der Nordosten
Cuenca
Pastrana
Sigüenza
Atienza
Auf den Spuren von Don Quichotte
BARCELONA
La Rambla
La Sagrada Família
Das Genie Gaudí
Montjuïc
KATALONIEN
Costa Brava
Tossa de Mar
Sant Feliu de Guíxols
Palafrugell & Umgebung
Girona
L’Estartit & die Illes Medes
L’Escala
Castelló d’Empúries
Cadaqués
Cap de Creus
Figueres
Besalú
Die Pyrenäen
Olot
Parc Natural de la Zona Volcànica de la Garrotxa
Ripoll
Vall de Núria & Ribes de Freser
Cerdanya
Pallars Sobirà
Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici & Umgebung
Val d’Aran
Zentral-Katalonien
Vic
Montserrat
Cardona
Lleida
Costa Daurada & Umgebung
Sitges
Weinregion Penedès
Tarragona
Delta de L’Ebre
Tortosa
Spaniens schönste Strände
Wandern in den Pyrenäen
ARAGONIEN
Zaragoza
Zentrales Aragonien
Fuendetodos
Tarazona
Die Aragonischen Pyrenäen
Sos del Rey Católico
Valles de Hecho & Ansó
Valle de Zuriza
Santa Cruz de la Serós
Jaca
Valle de Tena
Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido
Torla
Aínsa
Benasque
Oberes Ésera-Tal & Maladeta-Massiv
Alquézar
Huesca
Loarre
Fraga
Weinregion Somontano
Der Süden
Daroca
Laguna de Gallocanta
Teruel
Albarracín
Die Dörfer Aragoniens
BILBAO, DAS BASKENLAND & LA RIOJA
Das Baskenland
Bilbao
Die zentrale baskische Küste
San Sebastián
Oñati
Vitoria
Navarra
Pamplona
Die Pyrenäen in Navarra
Das südliche Navarra
La Rioja
Logroño
Westlich von Logroño
Die Weinregion La Rioja
Baskische Kultur
KANTABRIEN & ASTURIEN
Kantabrien
Santander
Östliches Kantabrien
Südliches Kantabrien
Westliches Kantabrien
Asturien
Oviedo
Gijón
Ostküste
Westküste
Das Hinterland von Westasturien
Picos de Europa
Westliche Picos
Zentrale Picos
Östliche Picos
Die Geheimnisse des Nordens
Wildes Spanien
SANTIAGO DE COMPOSTELA & GALICIEN
Santiago de Compostela
Costa da Morte
Fisterra & Umgebung
Muxía & Umgebung
Camariñas & Umgebung
Laxe & Umgebung
Rías Altas
A Coruña
Betanzos
Pontedeume
Cedeira & Umgebung
Cabo Ortegal & Umgebung
Halbinsel Bares
Viveiro
Ribadeo
Parque Natural Fragas do Eume
Rías Baixas
Ría de Arousa
Pontevedra
Ría de Pontevedra
Ría de Vigo
Vigo
Illas Cíes
Der Südwesten
Baiona
A Guarda
Tui
Der Osten
Ourense
Ribadavia & das Weinanbaugebiet Ribeiro
Ribeira Sacra
Lugo
Verín
EXTREMADURA
Cáceres
Valencia de Alcántara
Alcántara
Trujillo
Guadalupe
Plasencia
La Vera
Valle del Ambroz
Parque Nacional de Monfragüe
Mérida
Alburquerque
Olivenza
Zafra
Badajoz
SEVILLA & ANDALUSIENS BERGDöRFER
Sevilla
Provinz Sevilla
Carmona
Écija
Provinz Huelva
Huelva
Lugares Colombinos
Parque Nacional de Doñana
El Rocío
Minas de Riotinto
Aracena & Umgebung
Provinz Cádiz
Cádiz
El Puerto de Santa María
Sanlúcar de Barrameda
Jerez de la Frontera
Arcos de la Frontera
Parque Natural Sierra de Grazalema & Umgebung
Südliche Costa de la Luz
Ronda
Provinz Córdoba
Córdoba
Parque Natural Sierras Subbéticas
Die Kathedrale von Sevilla
Mezquita
GRANADA & DIE SüDKüSTE ANDALUSIENS
Granada
Die Provinz Granada
Sierra Nevada
Las Alpujarras
Costa Tropical
Die Provinz Málaga
Málaga
Costa del Sol
Ardales & El Chorro
Antequera
Östlich von Málaga
Der Süden der Provinz Cádiz & Gibraltar
Tarifa
Gibraltar
Die Provinz Jaén
Jaén
Baeza
Úbeda
Cazorla
Parque Natural Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas
Die Provinz Almería
Almería
Desierto de Tabernas
Cabo de Gata-Níjar
Mojácar
Alhambra
Das maurische Erbe
VALENCIA & MURCIA
Valencia
La Albufera
Requena
Sagunto
Costa del Azahar & El Maestrazgo
Benicàssim
Peñíscola
El Maestrazgo
Costa Blanca
Gandia
Denia
Xàbia
Calp
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Xàtiva
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Leidenschaft, Kultur und Lust am Leben – Spanien präsentiert sich einerseits als fleischgewordenes Klischee, andererseits überrascht es mit einem enormen Facettenreichtum.
Spaniens vielfältige Landschaften ziehen jeden in ihren Bann. Die Pyrenäen und die Picos de Europa zählen zu den beeindruckendsten Gebirgen Europas und die Sierra Nevada ragt mit ihren schneebedeckten Gipfeln mitten aus den trockenen Ebenen Andalusiens empor. Wanderer dürfen sich also über traumhafte Bedingungen freuen. Die fantastischen wilden Felsformationen am Atlantik im Nordwesten sind ein toller Kontrast zu den malerischen Buchten des Mittelmeers. Doch ganz egal, welches Reiseziel man hat, überall entdeckt man unverwüstliche Dörfer von zeitloser Schönheit.
Essen und Wein sind quasi spanisches Kulturgut – und das aus gutem Grund. Der Grundstock der spanischen Küche ist erstaunlich simpel: Sie setzt sich aus einer reichhaltigen Auswahl, traditionellen Gerichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, und der ungebremsten Lust auf Neues zusammen. Unvergessliche Geschmackserlebnisse können dabei sowohl urig-gesellige Tapas-Bars als auch schicke Sternerestaurant gefeierter Meisterköche bieten. Ganz ohne Zweifel wird der Facettenreichtum der spanischen Küche jeden Traveller beeindrucken.
Windgepeitschte römische Ruinen, prächtige Kathedralen und einzigartige maurische Bauten erzählen vom Aufstieg und Niedergang bedeutender Hochkulturen. Blickt man auf die Neuzeit, fallen rebellische, einfallsreiche Geister wie Salvador Dalí, Pablo Picasso oder Antoni Gaudí ins Auge, die wohl in keinem anderen Land eine solch umfassende Integration ins öffentliche Leben erfahren hätten. Eindrucksvolle Monumente früherer Zeiten erheben sich neben architektonischen Gebäuden von derartiger Kühnheit, dass man sich um Spaniens Zukunft in puncto Originalität keine Sorgen machen muss: Sie wird der Vergangenheit sicherlich in nichts nachstehen.
In der Zwischenzeit genießen die Einheimischen ihr Leben in vollen Zügen. Es gibt einen guten Grund, warum fiesta zu den bekanntesten spanischen Wörtern gehört: Hier ist das ganze Leben eine Fiesta und alle sind eingeladen. Das merkt man z. B., wenn man sich weit nach Mitternacht auf der Straße unter das feiernde Volk mischt oder von einer Flamenco-Aufführung ganz tief im Herzen berührt wird. Irgendwann auf seiner Reise spürt man es jedenfalls ganz bestimmt: Das ist Spanien.
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Park Güell, Barcelona
Anthony Ham, Autor
Das pulsierende Leben, das hier durch die Straßen fließt, gibt mir immer das Gefühl, dass in diesem Land einfach alles möglich ist. Die Leidenschaften der Spanier sind zugleich ihr Lebensinhalt, es ist ein Land mit Rhythmus im Blut, einer Vorliebe für gutes Essen und wilde Landschaften und einem besonderen Talent dafür, das Leben voll auszukosten.
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1Barcelona, das mit bahnbrechender Architektur, erstklassigen Restaurants und pulsierendem Nachtleben aufwartet, ist seit Langem eines der verlockendsten Reiseziele Europas. Tagsüber spaziert man durch die Gassen des gotischen Viertels, sonnt sich am Mittelmeerstrand oder bewundert Gaudís Meisterwerke. Nachts ist Barcelona ein einziger Rausch aus erlesenen Cocktail-Bars, vergoldeten Konzertsälen, kreativen Restaurants und Clubs, in denen bis zum frühen Morgen gefeiert wird. Zudem gibt es farbenfrohe Märkte, ehrwürdige Stadien (wie das Camp Nou, des FC Barcelona), und viele traditionelle katalonische Feste.
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2 Hiesige Küchenchefs haben die Kneipenkost zur Kunstform erhoben. Die manchmal auch als „gehobene Küche im Mini-Format“ bezeichneten pintxos (baskische Tapas) sind kleine Gourmet-Häppchen, die oft auf einer Scheibe Baguette serviert werden. Beim Betreten einer Bar im Zentrum von San Sebastián kann einen die Auswahl entlang der Theke fast erschlagen. Kurz gesagt, es ist Spaniens wahrscheinlich eindrucksvollste kulinarische Erfahrung. Obwohl hier immer eine lockere Atmosphäre herrscht, nimmt man die Geschmacksexperimente (ein Markenzeichen der Basken) sehr ernst, was jede neue Kreation noch köstlicher macht.
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Seeigel-pintxos
3 Der Palastkomplex in Granada ist ein nahezu perfektes architektonisches Meisterwerk, das vielleicht eindrucksvollste Beispiel islamischer Baukunst weltweit und das beständigste Symbol für die 800-jährige Herrschaft der Mauren im damaligen Al-Andalus. Seine roten Festungstürme vor der Kulisse der schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada dominieren das Stadtbild. Vervollständigt wird es von den herrlichen Gärten und vom Palacio Nazaríes. Kurz gesagt: Es handelt sich um das schönste Baudenkmal Spaniens.
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4 Auch mehr als 80 Jahre nach dem Tod des Architekten Antoni Gaudí wartet sein Modernisme-Geniestreich, La Sagrada Família, noch immer auf seine Fertigstellung. Das fantasievolle, vielschichtige Bauwerk ist von Mutter Natur inspiriert und dem gotischen Stil zum Trotz ausschweifend gestaltet. Es wirkt gleichermaßen majestätisch und verspielt und die Abkehr von architektonischen Konventionen mit schrägen Winkeln und Ecken lässt einen ungläubig den Kopf schütteln. Man kann Stunden damit zubringen, die verschnörkelten Elemente zu betrachten.
VISIONS OF OUR LAND/GETTY IMAGES ©
5Der Flamenco, die Musik des leidenschaftlichsten Landes Europas, reißt seine Zuhörer aus ihrer Lethargie und berührt deren Seele. Er lässt einen scheinbar am Schmerz unzähliger Generationen vertriebener Außenseiter teilhaben und öffnet die Tür zu einer geheimen Welt musikalischer Geister und andalusischer Seelen. Flamenco kann aber auch überraschend lustig und ironisch sein. Man muss ihn unbedingt live hören, am besten in seinen Heimatstädten Sevilla, Jerez und Cádiz, auf jeden Fall aber in Andalusien.
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Flamenco-Tänzer bei Sevillas Feria de Abril
6 Tolle Ausgehmöglichkeiten gibt es natürlich auch in anderen europäischen Metropolen, doch das Nachtleben in der spanischen Hauptstadt gilt als besonders intensiv (siehe >>). Ernest Hemingway beschrieb es so: „In Madrid geht keiner ins Bett, bevor er die Nacht zum Tage gemacht hat“ Hier reiht sich eine Kneipe an die nächste, außerdem locken kleine Clubs, Livebühnen, Cocktailbars und Discos, die zahlreiche A-Promis anziehen. Die Auswahl ist riesig, besonders in den barrios (Stadtvierteln) Huertas, Malasaña, Chueca oder La Latina.
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7 Die elegante Plaza Mayor ist der wahrscheinlich hübscheste Hauptplatz in ganz Spanien, doch Salamanca wartet noch mit viel mehr Sehenswürdigkeiten auf: Vor allem seine Architektur ist kaum zu überbieten. Hier befindet sich eine der ältesten und angesehensten Universitäten Europas, außerdem sorgen die zahlreichen Studenten für ein tolles Nachtleben. Salamanca ist schön und dynamisch und deshalb die erklärte Lieblingsstadt vieler Besucher.
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8 Spaniens mittelalterliche christliche Wurzeln zeigen sich bei den aufwendigen Osterfeierlichkeiten. Religiöse Bruderschaften tragen kunstvolle pasos (Figuren) von Christus und der Jungfrau Maria durch die Straßen. Die berühmteste Prozession ist die madrugada (früher Morgen) am Karfreitag: Sie vereint Prunk, Feierlichkeit und tiefen Glauben auf exotische und überwältigende Weise. Die außergewöhnlichsten Prozessionen finden in Kastilien-León, Kastilien-La Mancha und Andalusien statt; wer nur eine besuchen kann, sollte sich jedoch für Sevilla entscheiden.
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9 Die Sierra Nevada bildet mit dem Mulhacén (3479 m), dem höchsten Berg des spanischen Festlands, die grandiose Kulisse von Granada. Hier kann man im Winter Ski fahren und im Sommer wandern sowie die faszinierenden Dörfer der Las Alpujarras, die wohl malerischsten pueblos blancos (weiße Dörfer) Andalusiens, erkunden. Diese entlegenen maurischen Siedlungen erinnern an Nordafrika und liegen wie Oasen inmitten der schönen Wälder und tiefen Schluchten der Region.
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10 Spanien bietet vielfältige Wandermöglichkeiten, doch einzigartig sind wohl die Pyrenäen in Navarra, Aragonien und Katalonien. Aragoniens Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido ist einer der Höhepunkte (im wahrsten Sinn) der Pyrenäen, auf der anderen Seite der Provinzgrenze liegt der Parque Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici in Katalonien. Es ist ein raues, aber lohnenswertes Terrain, eine Welt aus Steinwänden und Gletscherkesseln, in der scheue Tiere leben.
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11 Madrid, eine der Kunsthauptstädte der Welt, besticht mit einem außergewöhnlichen „Dreieck“ von Kunstmuseen im Stadtzentrum, in denen Werke von Goya, Velázquez, El Greco und anderen europäischen Meistern untergebracht sind: das Museo del Prado, das Centro de Arte Reina Sofía mit Picassos Guernica und Arbeiten von Dalí und Miró sowie das Museo Thyssen-Bornemisza – dort sind alle großen Namen aus verschiedenen Epochen vertreten – können sich wirklich sehen lassen.
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Centro de Arte Reina Sofía
12 Erst Moschee und dann eine Kirche: Córdobas Mezquita zeigt die Entwicklung westlicher und islamischer Architektur über einen Zeitraum von 1000 Jahren. Zu den innovativsten Elementen zählen ein paar frühe Hufeisenbogen, ein kunstvoller Mihrab (Gebetsnische) und 856 Säulen, viele davon aus römischen Ruinen. Ihre Größe spiegelt Córdobas Stellung als kultivierteste Stadt im Europa des 10. Jhs. wider. Zudem diente der Prachtbau als Inspirationsquelle für noch größere Bauten, etwa in Sevilla und Granada.
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13 Nur ein Bauwerk, das Museo Guggenheim, war nötig, um Bilbao von einer verfallenen Industriestadt in ein bedeutendes Zentrum europäischer Kultur zu verwandeln. Das berühmte Museum ist zwar der Besuchermagnet, doch was die Stadt so faszinierend macht, ist ihre von harter Arbeit geprägte Seele. Und es gibt viele Highlights: Promenaden am Flussufer, ratternde Seilbahnen, tolle pintxos-Bars, einen berühmten Fußballclub, mehrere lohnende Museen und, na gut, einen schimmernden Titanfisch.
© FMGB. GUGGENHEIM BILBAO MUSEOA, BILBAO 2016/ERIKA BARAHONA EDE
Museo Guggenheim Bilbao
14 Kein anderer Ort verkörpert Spanien so sehr wie Sevilla, eine Stadt voller Launen und Geheimnisse, die bei der Entwicklung des Flamencos, des Stierkampfs, der Barockkunst und der Mudéjar-Architektur eine große Rolle spielte. Die Stadt, die das ganze Jahr von der Sonne verwöhnt wird und mit energiegeladenen Festivals aufwartet, strahlt eine sinnliche Atmosphäre aus, die zahlreiche Ästheten des 19. Jhs. dazu verleitete, Sevilla zur Kulisse ihrer romantischen Werke zu machen. Auch Carmen und Don Juan haben hier ihre Heimat.
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15 In La Rioja könnte man wochenlang auf der Suche nach dem edelsten Tropfen durch die ruhigen Straßen wandeln. Highlights der Region sind Weinproben in den Bodegas und malerische Dörfer mit hervorragenden Museen. Das von Frank Gehry gestaltete Hotel Marqués de Riscal in der Nähe von Elciego bildet das Zentrum des Weintourismus und wird aufgrund seiner beeindruckenden Architektur in einem Atemzug mit dem Museo Guggenheim Bilbao genannt.
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16 Laut einer Zählung befinden sich in Asturien, der wunderschönen smaragdgrünen Region im Norden Spaniens, mehr als 600 Strände. Auch wenn der eher kühle Atlantik einige Sonnenanbeter zögern lassen dürfte, sind die oft unberührten Sandstreifen einfach atemberaubend. Und die Küstendörfer sind fast noch besser, denn sie gehören zu den schönsten entlang der spanischen Küste. Ein weiterer Pluspunkt ist das Essen, für das Asturien in ganz Spanien berühmt ist.
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Cudillero
17 Wer wissen möchte, wie die spanische Küste aussah, bevor Megaresorts die Costa del Sol übernahmen, sollte nach Cabo de Gata kommen. Eine wilde, raue und von Golfplätzen freie Region, wo Fischerboote noch immer ihren Tagesfang einholen und das Mittelmeer gegen mächtige Klippen schlägt. Für eine der trockensten Ecken Europas ist das Cabo außerdem überraschend grün. Da es ein geschütztes Gebiet ist, sind Autos hier nicht erlaubt, aber man kann sich gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß fortbewegen.
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18 Jedes Jahr kommen Zehntausende Pilger und Wanderer aus allen möglichen Gründen nach Nordspanien. Ihr Ziel, Santiago de Compostela, ist für Christen ein unglaublich bedeutender Ort, doch der Weg ist nicht nur für Gläubige reizvoll. Zahlreiche Routen führen durch den Norden, und es gibt kaum eine schönere Möglichkeit, die Freuden und Launen der spanischen Natur zu erleben. Selbst wer nur einen Abschnitt läuft, wird die Erfahrung ein Leben lang nicht vergessen.
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Wanderstäbe mit dem Pilgerzeichen
Euro (€)
Spanisch (Kastilisch). Außerdem Katalanisch, Baskisch und Galicisch.
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für die Einreise einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass.
Geldautomaten sind weit verbreitet. Die meisten Hotels, Restaurants und Geschäfte akzeptieren Kreditkarten.
In Spanien bekommt man problemlos lokale SIM-Karten.
Mitteleuropäische Zeit, MEZ, plus eine Stunde im Sommer.
Unterkünfte sind oft ausgebucht. Preise steigen bis zu 50 %.
Nachsaison in Teilen des Landesinneren.
Es ist warm, trocken und sonnig und in Küstengebieten etwas feuchter.
Traveller können sich auf mildes, klares Wetter freuen, außerdem ist das Land nicht so überfüllt.
Wenn regionale Festivals stattfinden, schießen die Preise häufig in die Höhe.
In Zentralspanien kalt, Regen im Norden und Nordwesten.
In Andalusien und an der Mittelmeerküste herrschen milde Temperaturen.
Hauptsaison in den Skigebieten.
Viele Strandhotels sind geschlossen und in anderen Gegenden purzeln die Preise.
Fiestas.net
(
www.fiestas.net
) Liste von Festivals im ganzen Land.
Lonely Planet
(
www.lonelyplanet.com/spain
) Infos zu Reisezielen und Hotels sowie Reiseforen und mehr.
Renfe
(Red Nacional de los Ferrocarriles Españoles;
www.renfe.com
) Internetseite der spanischen Bahn.
Spanien-ABC
(
www.spanien-abc.com
) Ausführliche Informationen für Traveller.
Turespaña
(
www.spain.info
) Seite der spanischen Touristeninformation.
Oh Hello, Spain
(
ohhellospain.blogspot.co.uk
) Englischsprachiger Blog für junge Traveller.
Notfälle
112
Englischsprachige Auslandsvermittlung in Spanien
1008 (für Anrufe innerhalb Europas) oder 1005 (Rest der Welt)
Auslandsauskunft
11825 (ein Anruf kostet 2 €)
Inlandsauskunft
11818
Inlandsvermittlung
1009 (auch für R-Gespräche im Inland)
Schweiz
1 SFr
0.92 €
Aktuelle Wechselkurse gibt’s unter www.xe.com.
Bett im Schlafsaal: 20–30 €
Doppelzimmer im hostal (Budget-Hotel): 55–65 € (in Madrid und Barcelona teurer)
Im Supermarkt einkaufen; mittags ein menú del día (Tagesessen): 10–15 €
Museen und Galerien besuchen, wenn der Eintritt frei ist
Doppelzimmer im Mittelklassehotel: 65–140 €
Mittag- und/oder Abendessen im Restaurant: 20–40 €
Mietwagen: ab 25 € pro Tag
Doppelzimmer im Luxushotel: 140 € und mehr (200 € in Madrid und Barcelona)
Mittag- und/oder Abendessen in gehobenen Restaurants: 150–250 €
Doppelzimmer im parador (luxuriöses staatliches Hotel): 120–200 €
Die Standardöffnungszeiten gelten nur in der Hauptsaison. Ansonsten sind sie tendenziell kürzer.
Banken
Mo–Fr 8.30–14 Uhr; einige sind auch Do 16–19 und Sa 9–13 Uhr geöffnet
Hauptpostämter
Mo–Fr 8.30–21.30 Uhr; Sa 8.30–14 Uhr (die meisten anderen Filialen Mo–Fr 8.30–20.30 Uhr, Sa 9.30–13 Uhr)
Läden
10–14 und 16.30–19.30 oder 17–20 Uhr; große Supermärkte und Kaufhäuser in der Regel Mo–Sa 10–22 Uhr
Nachtclubs
24 oder 1 bis 5 oder 6 Uhr
Restaurants
mittags 13–16, abends 8.30–23 oder 24 Uhr
Aeropuerto Adolfo Suárez Madrid-Barajas
(Madrid) Die Metro (4,50–5 €, 30 Minuten ins Zentrum) fährt von 6.05–1.30 Uhr. Der Exprés Aeropuerto Bus (30–40 Minuten, 5 €) fährt rund um die Uhr zwischen Flughafen und der Bahnstation Puerta de Atocha oder Plaza de Cibeles. Es gibt auch private Minibusse und Taxis (30€).
Aeroport
del Prat
(Barcelona) Busse kosten 5,90 € und fahren alle 5–10 Minuten von 6.10–1.05 Uhr. Die Fahrt ins Zentrum dauert 30–40 Minuten. Bahnen (4,10 €, 25–30 Minuten ins Zentrum) fahren von 5.42–23.38 Uhr alle 30 Minuten. Taxis kosten 25–30 € und brauchen 30 Minuten.
Das System öffentlicher Verkehrsmittel in Spanien ist eines der besten in Europa. Es gibt Schnellzüge und Hochgeschwindigkeitszüge, zahlreiche nationale Flugverbindungen, ein gut gewartetes Straßennetz und Busverbindungen bis in die abgelegensten Dörfer.
Auto
Von Madrid aus führt ein weit verzweigtes Schnellstraßen-netz in alle Teile des Landes. Die kleineren Nebenstraßen sind oft landschaftlich reizvoller.
Bus
Schnelle schicke Expressbusse und Busse, die von Dorf zu Dorf fahren und an jeder Ecke halten, sorgen für gute Verkehrsverbindungen.
Zug
Züge gibt es in allen Varianten von langsamen Regionalzügen bis zu modernsten Hochgeschwindigkeitszügen. Jedes Jahr wird das Eisenbahnnetz um neue Strecken ergänzt.
Mehr zum Thema"Unterwegs vor Ort"
Weil die Preise von Flugtickets enorm schwanken, sollte man alle Linien checken.
Prüfen, wie hoch die Roaminggebühren des Mobilfunkanbieters sind.
Für die erste Nacht eine Unterkunft buchen, um die Reise entspannt zu beginnen.
Überlegen, welche Veranstaltungen man besuchen möchte.
Eine Reiseversicherung abschließen.
Personalausweis (EU-Bürger) oder Pass; sollte man bei sich tragen.
Spanisch-Sprachführer.
Geldgürtel und Schloss für den Koffer/Rucksack.
Kopfhörer für Bus- und Zugfahrten und zum Skypen.
Ohrstöpsel für laute spanische Nächte.
Eine App der Renfe (spanische Bahn) und eine Wander-App aufs Smartphone laden.
Am besten stellt man seine innere Uhr nach der Ankunft auf die spanischen Gepflogenheiten um. Eh man sich versieht, isst man um 14.30 Uhr zu Mittag und um 21 Uhr zu Abend.
Ein paar Worte Spanisch können sehr helfen. Viele Spanier, aber nicht alle, sprechen Englisch, nur wenige Deutsch.
Essen ist eine spanische Leidenschaft – beim Essen viel Zeit lassen und immer nach der lokalen Spezialität fragen.
Wer es nicht eilig hat, sollte auf Autobahnen verzichten und die landschaftlich schönen Nebenstraßen fahren.
Seit den 1950er-Jahren, als Touristinnen für das Tragen eines Bikinis des Strandes verwiesen wurden, hat sich vieles verändert. Alles ist heute möglich und man wird sich aufgrund der Klamottenwahl kaum unwohl fühlen. In Nordspanien und im Landesinneren kann es im Winter bitterkalt werden, deshalb genügend warme Sachen einpacken. Wer in den Nordwesten reist, sollte Regenkleidung dabeihaben. Viele Spanier sind modebewusst und kleiden sich sportlich-elegant.
Verglichen mit dem europäischen Durchschnitt können Unterkünfte in Spanien sehr günstig sein. In der Hochsaison empfiehlt sich immer eine Reservierung im Voraus.
Paradors Staatliche Hotels, oft in edlen historischen Gebäuden; teilweise überraschend günstig, besonders in der Nebensaison.
Hotels Die ganze Bandbreite von Boutiquehotels zu familiengeführten Hotels, mit einer ebenso großen Preisspanne.
Hostales Kleinere, einfache, aber komfortable Unterkünfte im Stil eines Hotels; die Zimmer haben oft eigene Bäder.
Casas rurales Landhäuser mit meist einfachen rustikalen Zimmern, die einzeln oder alle gleichzeitig gebucht werden können.
Camping und Jugendherbergen Für Reisende mit kleinem Budget. Die Qualität ist unterschiedlich, doch es sind immer tolle Orte, um Leuten zu begegnen.
Am bequemsten bezahlt man in Spanien mit der Kreditkarte. Für Notfälle ist etwas Bargeld in der Tasche aber ratsam.
Mit vielen Kreditkarten kann man auch Bargeld an den cajeros automáticos (ATMs) beziehen, auf denen ein entsprechendes Symbol wie Visa, MasterCard oder Cirrus zu sehen ist. Für Bargeldauszahlungen im Ausland wird meist eine Gebühr von ca. 1,5 bis 2 % verlangt.
Auf einigen Märkten kann man feilschen, und Läden bieten vielleicht einen kleinen Rabatt an, wenn man sehr viel Geld ausgibt. Ansonsten gelten immer die ausgewiesenen Preise.
Ob ein Trinkgeld gewährt wird, bleibt stets dem Kunden überlassen.
Restaurants Viele Spanier geben etwas Kleingeld, andere bis zu 5 % (gilt als großzügig).
Taxis Nach Belieben; Einheimische runden meist auf den nächsten Euro auf.
Bars In einer Bar gibt’s selten Trinkgeld (selbst wenn das Wechselgeld auf einem kleinen Teller gebracht wird).
Begrüßung Spanier begrüßen Fremde wie Freunde fast immer mit einem Wangenkuss, Männer untereinander aber nur, wenn sie eng befreundet sind. Zur Begrüßung, auch in Geschäften oder Bars, sagt man in der Regel „Hola, buenos días“, nachmittags oder abends „Hola, buenas tardes“; zum Abschied heißt es „Hasta luego“.
Essen und Trinken Spanische Kellner erwarten nicht, dass man sich jedes Mal bedankt, wenn sie einem etwas bringen. In formloseren Bars und Restaurants sollte man sein Besteck zwischen den Gängen behalten.
Kirchen besichtigen Der Kirchenbesuch von Touristen während der Messe und anderer Gottesdienste gilt als unhöflich.
Rolltreppen Immer rechts stehen, damit andere links an einem vorbeigehen können.
Viele Spanier sprechen Englisch, besonders in Städten und Touristengebieten, während Dorfbewohner und Ältere eher keine Fremdsprache beherrschen. Deutsch hört man vor allem in viel besuchten Gegenden am Mittelmeer und auf den Balearen. Wer vorab etwas Spanisch (Kastilisch, oder castellano) lernt, kann sich leichter mit den Einheimischen verständigen. Viele Lokale haben englische Speisekarten. Die Exponate in Museen sind oft nur auf Spanisch. Mehr Informationen im Kapitel "Sprache".
¿A qué hora abren/cierran? a ke o·ra ab·ren/sje·ran
Spanier legen Wert auf ihre Siesta, deswegen sollte man sich auf ungewohnte Öffnungszeiten einstellen.
¿Son gratis? son gra·tis
Tapas werden in spanischen Bars zu jeder Tages- und Nacht- zeit serviert. In einigen gibt’s sie sogar als kostenlosen Snack.
¿Cuándo es la entrada gratuita?kwan·do es la en·tra·da gra·tui·ta
Viele Museen und Galerien in Spanien gewähren regelmäßigkostenlosen Eintritt. Einfach am Ticketschalter fragen.
¿Dónde podemos ir a bailar (salsa)?don·de po·de·mos ir a bai·lar (sal·sa)
Flamenco ist ohne Frage ein authentisches Stück Spanien,die man am besten genießen kann, indem man dazu tanzt.
¿Cómo se dice ésto en (catalán/gallego/euskera)?ko·mo se di·se es·to en (ka·ta·lan/ga·lje·go/e·us·ke·ra)
Die Spanier haben vier Amtssprachen und schätzen Besucher,die sich bemühen, in der regionalen Sprache zu kommunizieren.
Spaniens Schnellzugnetz wächst stetig. León, Palencia, Zamora, Salamanca, Galicien und weitere Städte sind nun von Madrid viel schneller zu erreichen. (www.renfe.com)
Zaragoza fabelhaftes Museo Ibercaja Canón Aznar wurde modernisiert, umbenannt (Museo Goya - Colección Ibercaja) und um 39 neue Werke ergänzt, darunter mehrere Goyas.
Nirgendwo in Europa lassen sich Wölfe besser beobachten als in der Sierra de la Culebra, was mit dem nagelneuen Centro de Lobo Ibérico de Castilla y León und dem Festival Territorio Lobo erneut bewiesen wird. Ebenfalls neu ist die Casa y Cercado del Lobo in Belmonte de Miranda in Asturien.
Dieser luftige Klettersteig auf halber Höhe der blanken Felswände der Schlucht El Chorro nördlich von Málaga ist nur etwas für Schwindelfreie. Er wurde im März 2015 nach einer 4 Mio. € teuren Sanierung wieder eröffnet. (siehe >>)
Madrid und Barcelona wissen längst, dass es sich lohnt, ihre Lebensmittelmärkte in angesagte Gourmettreffs zu verwandelt. Allmählich erreicht dieser Trend nun auch kleinere Städte – besonders erfolgreich in Mérida und Vejer.
Game of Thrones hat sich in Spanien verliebt. Schauplätze der Staffeln 5 und 6 waren etwa Peñíscola, Girona, der Alcázar in Sevilla und die Alhambra in Granada.
Oviedo positioniert sich als Kulturhauptstadt Nordspaniens. Das städtische Museo de Bellas Artes de Asturias wurde erweitert, und die großartige vorromanische Camara Santa in der Catedral de San Salvador endlich wiedereröffnet.
Zum ersten Mal seit 2002 bietet die Cueva de Altamira für einige glückliche Gäste geführte Touren in der echten Höhle an (und nicht in dem Nachbau, den die meisten Besucher zu Gesicht bekommen).
In Gijón hat sich eine unkonventionelle Café-Szene im Stil Londons entwickelt. Das kunstbewusste Málaga hat sein Hafengebiet modernisiert und neue Museen eröffnet. Und Cáceres wird zunehmend zum Ziel anspruchsvoller Feinschmecker.
Die spektakulären neuen Wanderwege an der galicischen Küste sind traumhaft – besonders der Camiño Natural da Ruta do Cantábrico von (Ribadeo nach O Vicedo) und die Ruta do Solpor de Europa (von Muxía nach Praia de Nemiña).
Nur sehr selten wird ein neuer parador (staatliches Luxushotel) eröffnet, und darum sind wir von diesem prächtigen Umbau des malerischen Castillo de Monterrei in Verin im Südosten Galiciens so begeistert. Ein Besuch lohnt auch, wenn man dort nicht übernachtet.
Die aktuellsten Tipps und Empfehlungen gibt’s im Internet unterlonelyplanet.com/spain
Spaniens Kunsttradition – von lokalen Meistern bis zu weltberühmten Malern, die von der spanischen Krone gefördert wurden – zählt zu den vielfältigsten Europas. Die Werke füllen beeindruckende Kunstmuseen.
Museo del Prado
Eines der hochkarätigsten Kunstmuseen der Welt.
Centro de Arte Reina Sofia
Picassos
Guernica
, Dalí und Miró.
Museo Thyssen-Bornemisza
Gemälde von zahlreichen europäischen Meistern.
Museo Picasso Málaga
Über 200 Werke von Picasso, der in Málaga geboren wurde.
Museu Picasso
Konkurrenzlose Sammlung aus Picassos jungen Jahren.
Museu Nacional d’Art de Catalunya
Die riesige Sammlung zeigt auch erstaunliche Fresken aus romanischer Zeit.
Teatre-Museu Dalí
So skurril und wundervoll wie Dalí.
Museu Guggenheim Bilbao
Architekturausstellungen und zeitgenössische Kunst von Weltrang.
Spanien wurde fast 800 Jahre von Muslimen beherrscht, die hier die schönste islamische Architektur in ganz Europa hinterlassen haben. Bedeutende Zeugnisse aus dieser Zeit entdeckt man im alten maurischen Zentrum Al-Andalus (Andalusien), vor allem in den UNESCO-Welterbestätten Granada, Córdoba und Sevilla.
Alhambra
Außergewöhnliches Denkmal der Extravaganz von Al-Andalus.
Mezquita
Die Moschee ist ein Meisterwerk islamischer Baukunst, eines der schönsten architektonischen Zeugnisse von Al-Andalus.
Alcázar
Exquisite Details in einem perfekt proportionierten Ganzen in Sevilla.
Giralda
Das frühere Minarett ist eines der höchsten Bauwerke Sevillas.
Aljafería
Ein seltenes maurisches Juwel im Norden.
Alcazaba
Málagas palastartige Festung aus dem 11. Jh..
Teruel
Ein herrlicher, wenig bekannter Ort mit Monumenten im Mudéjarstil, die vom maurischen Einfluss zeugen.
Hispanien war fast 500 Jahre lang Teil des Römischen Reiches und wartet deshalb mit vielen außergewöhnlichen historischen Bauwerken auf.
Mérida
Die weitläufigsten römischen Ruinen im ganzen Land.
Segovia
Beeindruckende römische Aquädukte finden sich überall im Ort.
Lugo
Spaniens besterhaltene römische Mauern umschließen diesen galicischen Ort.
Itálica
Iberias älteste römische Stadt verfügt über ein schönes Amphitheater.
Baelo Claudia
Ein bis heute intakter römischer Ort mit Blick auf Afrika.
Zaragoza
Ein schönes Theater, ein hervorragend restauriertes Forum und ein ehemaliger Binnenhafen.
Villa Romana La Olmeda
Spaniens besterhaltene römische Villa wartet mit exquisiten Mosaikböden auf.
Torre de Hércules
In A Coruña auf der einst äußersten Spitze der zivilisierten Welt steht dieser Leuchtturm aus dem 1. Jh. v. Chr.
Spaniens Strände sind im Sommer sehr gut besucht, aber es ist nach wie vor möglich, ursprüngliche, einsame Ecken zu entdecken. Man muss nur wissen, wo man suchen muss.
Cabo de Gata
Die Schönheit des Cabo de Gata erinnert an die einstige Wildheit der andalusischen Küste.
Costa de la Luz
Ein unberührter Sandstreifen an dem herrlichen Küstenabschnitt zwischen Tarifa und Cádiz.
Playa de la Concha
Einer der tollsten Stadtstrände der Welt.
Costa Brava
Rauer Küstenabschnitt mit vom Wind umpeitschten Klippen, unberührten versteckten Buchten und weiten Sandstränden.
Rías Baixas
Spektakuläre lange Meeresarme und Inseln, viele gesäumt von feinen weißen Sandstränden.
SALVA LÓPEZ PHOTOGRAPHY/GETTY IMAGES ©
Cabo de Gata
Scheinbar endlose Nächte sind Teil des spanischen Lebens. Für Partygänger gibt’s viel Auswahl, von schicken Cocktailbars über Strand-chiringuitos (Bars) bis zu Clubs und Freiluft-terrazas (Bars mit Tischen und Stühlen draußen).
Madrid
Bars, Clubs, Livemusik und Party ohne Ende.
Valencia
Die Atmosphäre im Barrio del Carmen und die Nächte von Russafa sind in ganz Spanien berühmt.
Barcelona
Glamouröse und lässige Ausgehmöglichkeiten für ein internationales Publikum.
Zaragoza
In dieser Stadt mit den fabelhaften Tapas-Bars und Kneipen, die nach Mitternacht erst so richtig aufdrehen, schlägt das Herz Aragoniens
Sevilla
Lange, heiße Nächte und die Essenz andalusischer Leidenschaft erwacht zum Leben.
Sitges
Homosexuell geprägt, aber hetero-freundlich. Sitges ist die Partystadt der katalanischen Küste.
JACKF/GETTY IMAGES ©
Port Olímpic, Barcelona
Für Spanier ist das Essen eine echte Leidenschaft. Restaurantbesucher probieren gern etwas Neues, achten aber wie die Küchenchefs darauf, sich nie zu weit von der kulinarischen Tradition zu entfernen.
Pintxos in San Sebastián
Spaniens Gourmethauptstadt hat die besten
pintxos
(baskische Tapas) und mehr Michelin-Sterne als Paris.
Paella in Valencia
Im Geburtsort der Paella gibt‘s die authentischste Version mit Hühnchen, Bohnen und Kaninchen.
Katalanische Küche in Barcelona
Barcelona ist die Heimat der legendären katalanischen Küche und der besten Märkte des Landes.
Tapas in La Latina, Madrid
In diesem
barrio
(Stadtviertel) gibt’s die leckersten Tapas Spaniens.
Meeresfrüchte in Galicien
Oktopus und andere Atlantikbewohner (Lust auf Entenmuscheln?) sind ein kulinarisches Vergnügen.
Gegrilltes aus dem Landesinneren
Cochinillo asado
(Spanferkel) und
cordero asado lechal
(gegrilltes Lamm) sind berühmte Gerichte (
siehe >>
&
siehe >>
).
In vielen Regionen haben die spanischen Weine ihre internationalen Konkurrenten verdrängt. La Rioja ist die Königin der hiesigen Anbaugebiete, aber es gibt sehr viel mehr zu entdecken.
La Rioja
Bodegas, Museen und Weinberge bis zum Horizont.
Ribera del Duero
Spaniens zweitbeliebtestes Weinbaugebiet, mit Bodegas entlang des gesamten Tals.
Penedès
Die prickelnden Cavas (sprudelnde Weine) sind das liebste Weihnachtsgetränk der Spanier.
El Puerto de Santa María
In der Sherry-Hauptstadt der Welt warten jede Menge Bodegas.
Somontano
Eine der meistunterschätzten Weinregionen.
Galicien
Aufstrebende Weinregion mit fruchtigen weißen
albariños
, die endemische Rebsorten wieder modern machen.
Asturien
Spaniens wichtigste Cidre-Region, wo dieser professionell direkt aus dem Fass eingeschenkt wird.
Spanien ist eines der schönsten Wanderziele Europas mit vielfältigen Landschaften, die von den Pyrenäen im Norden bis zu den Hügeln und Tälern Andalusiens im Süden reichen.
Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido
Die Pyrenäen von ihrer spektakulärsten Seite.
Camino de Santiago
Die Tour auf einem der berühmtesten Wanderwege der Welt kann mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen.
Picos de Europa
Zerklüftete Gipfel und steile Pfade führen vom Golf von Biskaya landeinwärts.
Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici
Kirchen aus romanischer Zeit und wallähnliche Erhebungen in den katalanischen Pyrenäen.
Sierra Nevada
Viele wilde Tiere und ein herrlicher Ausblick im Schatten von Spaniens höchstem Berg auf dem Festland.
Sierra de Grazalema
Weiße Dörfer und schroffe Berge in Andalusien.
In den Skigebieten der Pyrenäen und der Sierra Nevada nahe Granada herrscht Hochbetrieb. Der Schnee in Katalonien ist in der zweiten Hälfte des Monats meistens besser. Die Schulferien dauern etwa bis 8. Januar, deshalb sollte man seine Unterkunft vorab buchen.
El Día de los Reyes Magos (Dreikönigstag), auch einfach Reyes genannt, am 6. Januar ist der Lieblingstag der Kinder. Am Vorabend verkleiden sich vielerorts drei Politiker als die Weisen des Morgenlandes und führen den Umzug (Cabalgata de Reyes) durch das Ortszentrum an, bei dem Süßigkeiten verteilt werden.
Oft der kälteste Monat des Jahres. Vor allem im Norden und im Inland nähern sich die Temperaturen dem Gefrierpunkt. Zu Karneval muss man für die Unterkunft in Cádiz, Sitges und Ciudad Rodrigo mit Preisaufschlägen rechnen.
Der Carnaval endet 47 Tage vor Ostersonntag und ist ein verrücktes Vergnügen mit Paraden sowie verschiedenen Festivitäten. Am wildesten geht’s in Cádiz, Sitges , Badajoz und Ciudad Rodrigo zu. Weitere ungewöhnliche Feierlichkeiten gibt’s in Vilanova i la Geltrú und Solsona.
In Teruel, einer der kältesten Ecken Spaniens, legen die Einwohner ihre moderne Kleidung ab und lassen bei der Fiesta Medieval mit Märkten, Essständen und der Aufführung einer örtlichen Liebessage das Mittelalter aufleben. 2017 steht der 800. Jahrestag dieser Sage an, also darf mit noch größeren Feierlichkeiten als sonst üblich gerechnet werden siehe >>.
Im Frühling steigen die Temperaturen, und das Land schüttelt seine Winterdepression ab (wenn es denn eine hatte). Nun träumen die Spanier von einem Sommer am Strand.
Eines der wichtigsten Flamenco-Festivals des Landes findet Ende Februar oder Anfang März im Kernland dieses Genres statt siehe >>.
Bei diesem außergewöhnlichen Fest wird mehrere Nächte hindurch getanzt und getrunken. Vom 15. bis 19. März gibt’s zudem erstklassige Feuerwerke undProzessionen. Wichtigster Veranstaltungsort ist Valencia. Dort gipfeln die Feiern in der rituellen Verbrennung von Figuren siehe >>.
Im Frühling sprießen die Wildblumen, und Spanien feiert ein beeindruckendesOsterfest. Aufgrund der Schulferien in diesem Monat sollte man im Voraus buchen. Dafür handelt es sich um eine wunderbare Zeit, um das Land zu besuchen.
Zu Ostern (das Datum variiert) gibt’s Umzüge mit pasos (Heiligenfiguren), ver-hüllten Büßern und Menschenmassen. Besonders extravagant wird in Sevilla, Málaga, Ávila, Cuenca, Lorca und Zamora gefeiert.
Farbenfrohe Paraden und Schaukämpfe zwischen christlichen und muslimischen „Armeen“ machen dieses Ende April in Alcoy stattfindende Fest zu einem der spektakulärsten Events in den Provinzen Valencia und Alicante. In anderen Orten finden ähnliche Veranstaltungen statt, allerdings zu anderen Zeiten siehe >>.
Andalusiens größtes Volksfest ist eine einwöchige Party, die in der zweiten Aprilhälfte in Sevilla gefeiert wird. Viele sevillanos kleiden sich in Trachten, reiten auf Pferden oder fahren in aufwendig geschmückten Kutschen und tanzen bis in die Nacht siehe >>.
Am letzten Sonntag im April pilgern Hunderttausende zum Santuario de la Virgen de la Cabeza unweit von Andújar in der Provinz Jaén. Unter leidenschaftlicher Anteilnahme wird eine kleine Statue der Jungfrau Maria zur Schau gestellt.
In dieser herrlichen Zeit ist das Land mit Teppichen aus Wildblumen bedeckt, und man merkt dem Wetter schon an, dass der Sommer vor der Tür steht.
Das farbenfrohe Spektakel in Jerez de la Frontera, Andalusiens Hauptstadt der Pferde, ist eines der prächtigsten Feste des ganzen Landes. Zu diesem Anlass gibt’s Paraden, Pferdeshows sowie jede Menge Musik und Tanz siehe >>.
Viele der schönen privaten Innenhöfe Córdobas sind während des Fiesta de Los Patios de Córdoba zwei Wochen lang öffentlich zugänglich. Eine seltene Gelegenheit, die ansonsten verborgene Seite der Stadt zu sehen.
Madrids größte Fiesta lässt den Schutzheiligen der Stadt mit Stierkämpfen, Umzügen und Konzerten hochleben. Die Einwohner tragen traditionelle Kleidung, und manche Ereignisse wie die Stierkämpfe dauern einen ganzen Monat.
Jedes Jahr findet in Cáceres das WOMAD statt, ein großartiges World-Music-Festival. Es zieht regelmäßig erstklassige Musiker aus aller Welt an, die auf den mittelalterlichen Plätzen der Stadt Konzerte spielen.
Nun schüttelt auch der Norden die Winterkälte ab und der Jakobsweg füllt sich. Im Süden wird es immer wärmer, und die Badeorte an der Küste rüsten sich für den sommerlichen Ansturm.
An Pfingsten, dem siebten Wochenende nach Ostern, ziehen bis zu einer Million Gläubige in einem festlichen Pilgerzug zum Schrein der Jungfrau in El Rocío. Hier zeigt sich die katholische Tradition Andalusiens von ihrer merkwürdigsten und zugleich faszinierendsten Seite.
Am neunten Donnerstag nach Ostern (im Mai oder Juni) finden in Toledo und andernorts religiöse Prozessionen und Feiern statt. Die wohl seltsamste ist das traditionelle Babyspringen in Castrillo de Murcia.
Barcelonas zweitägiges Sónar-Festival steht ganz im Zeichen der elektronischen Musik und zieht jede Menge Künstler und Zuschauer aus der ganzen Welt an. Die Termine variieren.
Am 29. Juni findet in Haro, einer der führenden Weinstädte in La Rioja, die Batalla del Vino statt. Dabei wird in einem der chaotischsten Schaukämpfe Spaniens reichlich Wein verschüttet. Eine Pause gibt’s nur, um gelegentlich einen Schluck des edlen Rebensafts zu trinken.
Das Primavera Sound ist eines der größten Musikfestivals in Spanien. Es findet Ende Mai oder Anfang Juni für drei Tage statt und lockt immer viele internationale DJs und Musiker nach Barcelona.
Die Temperaturen in Andalusien und Teilen des Landesinneren können ins schier Unerträgliche steigen, doch für den Strand ist jetzt genau die richtige Zeit. Der Juli ist einer der besten Monate für eine Wanderung in den Pyrenäen.
Córdobas Beitrag zu dem beeindruckenden Angebot an Musikevents in Spanien. Auf diesem ausgezeichneten internationalen Gitarrenfestival in Córdoba reicht das Spektrum von Flamenco über Klassik bis Rock und Blues. Die Spitzenkünstler spielen abends in den Theatern der Stadt und auf der Plaza de Toros.
Bei der einwöchigen Fiesta de San Fermín in Pamplona wird rund um die Uhr gefeiert. Im Mittelpunkt steht der tägliche encierro (Stierlauf). Das Gegenevent, ein Nacktrennen, findet zwei Tage früher statt.
Der Día de Santiago (25. Juli) ist der Tag des spanischen Nationalheiligen und wird in Santiago de Compostela spektakulär gefeiert. In der Stadt, die nun die beiden festlichsten Wochen des Jahres erlebt, wimmelt es jetzt von Pilgern.
CRAIG PERSHOUSE/GETTY IMAGES ©
Catedral de Santiago de Compostela
Vor allem im Sommer gibt’s Open-Air-Musikfestivals, die große Namen aus dem In- und Ausland anlocken. Das in Benicàssim, Provinz Valencia, zählt zu den ältesten und besten siehe >>.
Spanier aus allen Teilen des Landes und Europäer strömen in Scharen ans Mittelmeer. Der Nordwesten bietet einen abwechslungsreicheren Sommer, wobei das Wetter hier unvorhersehbar sein kann.
In Mérida, Extremadura, werden im einzigartigen römischen Theater sowie im Amphitheater klassische Stücke der Antike und gelegentlich auch „jüngerer“ Autoren wie William Shakespeare gespielt. Die Aufführungen sind vor allem an Abenden im Juli und August zu sehen siehe >>.
Die fabelhaften galicischen Weine sind Anlass für die Fiesta del Albariño in Cambados am dritten Augustwochenende, die fünf Tage Musik, Feuerwerk und jede Menge des beliebten fruchtigen Weißweins Galiciens bietet.
Die Fiesta de la Sidra Natural in Gijón verleiht der asturischen Leidenschaft für sidra Ausdruck. Neben Konzerten gibt’s sogar einen jährlichen Weltrekordversuch für die größte Zahl an Personen, die gleichzeitig an einem Ort Cidre trinken.
Galiciens Leidenschaft für Tintenfisch gipfelt am zweiten Sonntag im August in der Festa do Pulpo de O Carballiño. Zehntausende Menschen versammeln sich in der kleinen Stadt Carballiño, um so viel davon zu essen, wie sie nur können.
Die gewaltige Tomatenschlacht Ende August in Buñol dürfte wohl eines der glitschigsten Events des ganzen Landes sein: Tausende Teilnehmer bewerfen sich in nur etwa einer Stunde mit rund 100 Tonnen Tomaten!
JOCHEM D WIJNANDS/GETTY IMAGES ©
La Tomatina, Buñol
In diesem Monat kehren die Spanier nach einem scheinbar endlosen Sommer zur Arbeit zurück. Meist bleibt es noch bis mindestens Ende September angenehm warm, was zahlreiche Festivals zu nutzen wissen.
Flamenco-Festivals finden in Spanien zwar das ganze Jahr über statt, doch dieses ist zweifellos das berühmteste. In den geraden Jahren wird es in Sevilla veranstaltet und in den ungeraden in Málaga. Es bringt die berühmtesten Künstler des Genres auf die Bühne.
Logroño ehrt den Gedenktag des heiligen Matthäus (Fiesta de San Mateo) sowie die jährliche Weinlese mit Zeremonien des Traubentretens und einer Menge Gelegenheiten, die edlen Tropfen zu kosten.
Barcelonas zweite Schutzheilige wird bei den großen viertägigen Festes de la Mercè im September mit viel Leidenschaft gefeiert. Die Stadt veranstaltet Sonderausstellungen und kostenlose Konzerte, und überall treten Straßenkünstler auf.
Es ist vielleicht nicht gerade Cannes, doch dieses zweiwöchige Event in San Sebastián gilt als eines der wichtigsten europäischen Filmfestivals. Bereits seit 1957 wird es jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte ausgerichtet.
Während der Fiesta Carthagineses y Romanos in der zweiten Septemberhälfte verkleiden sich Cartagenas Einwohner, um eine Schlacht der Antike nachzuspielen. Dies ist einer der originelleren vieler Schaukämpfe in Spanien, die an die Vergangenheit erinnern sollen.
Im Herbst kann es in Spanien wunderschön sein, denn die Temperaturen sind meist im ganzen Land noch mild. In den zentralen und nördlichen Landesteilen kündigt sich allerdings manchmal schon der Winter an.
Am 12. Oktober mischen sich in Zaragoza Gläubige mit Hedonisten, um das Festival zu Ehren der Heiligen Jungfrau der Säule zu feiern. Der Pfeiler, an dem sie erschienen sein soll, steht in der Kathedrale, doch ein Großteil der Feiern spielt sich in den Bars ab.
Hinter den mittelalterlichen Stadtmauern von Ávila wird der Personenkult um die berühmteste Tochter der Stadt zum Leben erweckt. Das zehntägige Fest rund um den Gedenktag der Schutzheiligen ehrt Teresa mit Prozessionen, Konzerten und Feuerwerk.
Der November ist kühl und ruhig – nun bleibt der Veranstaltungskalender recht leer. Je nach Jahr wird jetzt allerdings bereits die Skisaison in den Pyrenäen und in der Sierra Nevada eröffnet.
Das Wetter kühlt sich ab, aber dafür steht Navidad (Weihnachten) vor der Tür. Jetzt finden jede Menge Weihnachtsmärkte statt und es gibt turrón (Nougat) im Überfluss. Der Monat beginnt mit einem langen Wochenende und läutet damit eine Festzeit ein, die bis Anfang Januar dauert.
In Spanien wird Weihnachten in erster Linie am 24. Dezember (Noche Buena) mit viel Essen und Heiterkeit gefeiert. Obwohl spanische Familien inzwischen sowohl den 1. Weihnachtsfeiertag (an dem Papa Noel Geschenke bringt) als auch die Heiligen Drei Könige am 6. Januar feiern, war ursprünglich der letztere Termin Anlass für Geschenke.
Traditionell war der 31. Dezember ein Familienereignis. Erst wurde groß gegessen, bevor die jungen Leute nach Mitternacht ausgingen. Um Mitternacht schaltet dann jeder den Fernseher an, wenn die 12 Glockenschläge live von Madrids Puerta del Sol übertragen werden. Dann versuchten Jung und Alt, zu jedem Glockenschlag eine Traube zu essen.
Auch wenn sie nicht ganz mit ihren Pendants weiter nördlich in Europa mithalten können, müssen sich Spaniens Weihnachtsmärkte doch keinesweges verstecken. Besonders toll sind das traditionelle belén und die großen Weihnachtskrippen in einigen Schaufenstern und auf öffentlichen Plätzen. Zu kaufen gibt’s größtenteils hässliche Perücken, Süßigkeiten und geschmacklose Souvenirs. Die größten Märkte finden in Madrid, Barcelona, Zaragoza, Seville und Granada statt.
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Ein ganzes Leben würde nicht ausreichen für Barcelona – doch wenn man sich losreißen kann, hält die fantastische Region Katalonien viele Entdeckungen bereit.
Zwei Tage in Barcelona sind mindestens notwendig, um Gaudí und die kulinarischen Highlights zu genießen und einen Altstadtbummel zu machen. Danach fährt man mit einem Mietwagen an der Mittelmeerküste entlang Richtung Norden und durch Tossa de Mar, über dessen Bucht eine Burg thront. Über die beiden schön gelegenen Küstendörfer Calella de Palafrugell und Tamariu geht’s weiter ins Inland, wo man im wundervollen Girona übernachtet. Der nächste Tag ist ganz dem Sightseeing rund um Salvador Dalí gewidmet, von seinem Fantasieschloss Castell de Puból über das bemerkenswerte Theatermuseum in Figueres bis zu seinem einstigen Heimatort, dem bezaubernden Küstenort Cadaqués. Am nächsten Morgen kehrt man dem Mittelmeer den Rücken und startet gen Westen zum Fuß der Pyrenäen. Es ist zwar ein langer Tag im Auto, aber dafür eröffnet sich ein atemberaubender Ausblick nach dem anderen. Zur Belohnung gönnt man sich mehrere Übernachtungen in Taüll, dem Tor zum fantastischen Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici. Ein Bogen Richtung Süden führt über Lleida zurück nach Barcelona, wo man am Nachmittag des letzten Tages ankommt.
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Von den Erinnerungen eines Monates wird man ein Leben lang zehren.
Die Reise beginnt mit drei Tagen in Barcelona, dieser einzigartigen Stadt mit Stil und Energie, die jeden Besucher fasziniert. Dann geht’s mit einem Hochgeschwindigkeitszug nach Madrid, wo man sofort in den Bann der fantastischen Kunstszene (Museen und Galerien) und des tollen Nachtlebens gezogen wird. Wir empfehlen, für den Aufenthalt zwei Tage mehr einzuplanen und die Hauptstadt als Basis für Tagestouren nach Segovia und Toledo zu nutzen. Dann geht’s mit der Bahn nach Salamanca, einem plateresken Juwel in Kastilien-León. Nach einer Übernachtung steigt man in einen Zug nach León im Norden, wo man die nächste Nacht verbringt und sich die eindrucksvollen Buntglasfenster der Kathedrale ansieht. Anschließend gibt’s in Bilbao das Guggenheim-Museum und viele Highlights der baskischen Kultur zu entdecken. Nach einer Übernachtung hier bieten sich mehrere Tage im herrlichen San Sebastián an. Wer ein paar Tage an der kantabrischen, asturischen und galicischen Küste entlangbummelt – einer der spektakulärsten des Landes – kommt nach Santiago de Compostela. Auch hier sollte man mehrmals übernachten, um die Atmosphäre der Pilgerstadt intensiver zu erleben. Zwischen San Sebastián und Santiago im Norden lohnt es sich überall, die Gastronomie in den Mittelpunkt der Reise zu stellen.
Mit dem Zug geht’s wieder nach Madrid und dann mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Córdoba (2 Übernachtungen) und Sevilla (2 Übernachtungen). In Andalusien lohnt dann auch ein Abstecher per Bus oder Zug nach Norden zu den römischen Ruinen von Mérida (1 Übernachtung), in die berühmte Altstadt von Cáceres (1 Übernachtung) und ins mittelalterliche Trujillo (1 Übernachtung). Dann zurück nach Sevilla und sofort weiter nach Granada (2 Übernachtungen). Wer noch ein paar Tage anhängt und ein Auto mietet, kann die hübschen Dörfer der Las Alpujarras besuchen. Das Mietauto oder der Zug bringen einen von Granada nach Valencia, wo man einige Tage die Architektur, Paellas und den unwiderstehlichen Charme genießt. Vor der Rückfahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Madrid bleibt noch kurz Zeit für einen Abstecher in das auf Felsklippen thronende Cuenca (1 Übernachtung).
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Von Madrid geht’s zu einigen der schönsten Städte des Inlands: Für Segovia mit der an Disneyland erinnernden Burg, das von Mauern umgebene Ávila und das lebhafte Salamanca sollte man insgesamt vier Tage einplanen. Alle drei Städte liegen nur kurze Zugfahrten voneinander entfernt. Züge fahren auch nach León und Burgos, die zwei der bedeutendsten Kathedralen Spaniens beherbergen. Wer eine zweite Nacht in Burgos verbringt, kann einen Tagesausflug in die mittelalterlichen Dörfer Covarrubias und Santo Domingo de Silos machen und erlebt dort vielleicht einen Gottesdienst mit gregorianischen Gesängen. Danach steht Zaragoza mit historischer Architektur und tollen Tapas an – zwei Tage sind ein Muss. Mit einem Mietwagen geht’s in die an die Toskana erinnernden Berge nach Sos del Rey Católico. Nun fährt man nach Süden und übernachtet im spektakulären, von Bergen und den Ruinen der Stadtmauer umringten Daroca. Dann folgt Teruel mit seinen Mudejar-Schätzen. Den Abschluss der Tour bildet Albarracín, ein spektakuläres Dorf, dessen mittelalterliche Architektur ebenso außergewöhnlich ist wie die Lage.
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Es gibt keine bessere Basis für eine Tour durch den Norden Spaniens als das fantastisch gelegene San Sebastián mit seiner sensationellen Küche. Zweimal sollte man hier mindestens übernachten. Keine drei Zugstunden Richtung Westen liegt Bilbao, das für sein Guggenheim-Museum berühmt ist und mindestens eine Übernachtung lohnt, besser zwei. Um vom Rest der Küste möglichst viel zu sehen, braucht man ein Auto. Kantabriens mittelalterliches Santillana del Mar mit seinen Kopfsteinpflastergassen, die Felsmalereien in Altamira und das Dorf Ribadesella kann man an einem Tag erkunden und an einem weiteren Tag die Täler der Picos de Europa. Nach der dritten Übernachtung in Oviedo geht’s an Galiciens Küste, eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften des Landes, mit einsamen Fischerdörfern und steilen Klippen. Weitere zwei Übernachtungen sollte man für Abstecher zum Cabo Ortegal, nach A Coruña und zur Costa da Morte einplanen. Die letzten beiden Nächte verbringt man in Santiago de Compostela, galicische Vorzeigestadt mit feiner Küche, vielen Pilgern und der ganz besonderen Kathedrale.
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Málaga bietet genug Sehenswürdigkeiten für einen ganzen Tag – absolut lohnend ist das Museo Picasso. Pflicht sind zudem ein paar Tage in Granada mit der beeindruckenden Alhambra, der goldenen Capilla Real und dem mittelalterlichen maurischen Viertel Albayzín. Mit einem Mietwagen erreicht man die Las Alpujarras mit ihrer überirdischen Landschaft und den im nordafrikanischen Stil erbauten Dörfern, wo sich eine Übernachtung lohnt. Wer den Mietwagen behält, kann dann für drei Tage über ruhige Nebenstraßen Richtung Westen fahren und einige der sehenswertesten andalusischen Dörfer und Städte besuchen. Das im Mudejar-Stil errichtete Antequera, das spektakuläre Ronda, das weiß getünchte Tarifa, das bezaubernde Vejer de la Frontera und Arcos de la Frontera zählen zu den berühmtesten pueblos blancos (weißen Dörfern) Andalusiens. Bleiben noch drei Tage ohne Auto. Eine Nacht verbringt man in Jerez de la Frontera, um die Sherry-Bodegas zu besuchen. Dann geht’s mit dem Zug nach Norden in die Flamenco-Stadt Sevilla, für viele der Inbegriff Andalusiens.
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Viele Traveller beginnen ihre Reise in Barcelona, einer der coolsten Städte auf der ganzen Welt. Hier heißt es Architektur entdecken und Küche genießen, bevor es per Bahn hinunter an die Küste nach Valencia geht, wo eine weitere Dosis Nachtleben und die hypermoderne Ciudad de las Artes y las Ciencias warten. Valencia ist auch die Heimat der Paella und hier sollte man dieses typisch spanische Gericht unbedingt probieren. Der Hochgeschwindigkeitszug bringt einen in Spaniens Hauptstadt Madrid, die mit einem unwiderstehlich dynamischen Straßenleben, schönen Plätzen und der weltweit höchsten Konzentration an Kunstmuseen bezaubert. Anschließend nimmt man einen weiteren Hochgeschwindigkeitszug nach Córdoba, das Tor ins Herz Andalusiens. Als Highlight wartet hier die Mesquita aus dem 7. Jh., Symbol der maurischen Geschichte des spanischen Südens. Das Beste kommt zum Schluss: Granada, die ehemalige Hauptstadt des maurischen Al-Andalus mit der imposanten Alhambra, ihrem Alter Ego, dem Albayzín, und einer vielfältigen Gastronomie.
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Um diese Route in zwei Wochen zu bewältigen, benötigt man ein Auto, das einen zu vielen weniger bekannten Juwelen im Nordwesten Spaniens bringt. Von Valencia, der attraktivsten Stadt am Mittelmeer, geht’s Richtung Nordwesten. Nach einem Stopp im flamingoreichen Delta de l’Ebre erreicht man Tarragona, eine zu Unrecht wenig besuchte katalanische Stadt mit großartigen römischen Ruinen. Die Zisterzensier-Route führt tiefer ins Landesinnere. Dann durchquert man Aragonien und verbringt ein paar Tage im lebhaften historischen Zaragoza, der Hauptstadt Aragoniens. Nach einer Übernachtung in der faszinierenden Provinzhauptstadt Logroño geht’s Richtung Westen durch die schönen Klosterstädte Santo Domingo de la Calzada und San Millán de Cogolla und weiter nach Laguardia, das als Basis für La Rioja, Spaniens führende Weinregion, dient. In den östlichen Ausläufern von Navarra liegen die hinreißenden Festungsstädte Olite und Ujué, danach geht’s ins malerische Pamplona. Von hier kann man die Pyrenäen in Navarra besuchen, vor allem die wunderschönen Täler Valle del Baztán und Valle del Roncal.
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Die Tour beginnt in Plasencia mit seinen zahlreichen Monumenten, Kirchen und Klöstern. Von dort nimmt man den Bus nach Cáceres, das mit der Ciudad Monumental aufwartet, einem der schönsten mittelalterlichen Stadtkerne des Landes. Hier sollte man sich zwei Übernachtungen gönnen, ebenso wie in dem nahe gelegenen Trujillo, das ebenfalls eine bezaubernde Altstadt hat, und das regelmäßig fahrende Busse in einer Stunde erreichen. Am ersten Tag erkundet man das Labyrinth aus Kopfsteinpflastergassen. Am zweiten mietet man ein Auto für einen Tagesausflug in den hübschen Berg- und Pilgerort Guadalupe. Von Trujillo geht’s in nur einer guten Stunde bis nach Mérida, das mit den beeindruckendsten römischen Ruinen Spaniens aufwartet. Dafür benötigt man mindestens zwei Übernachtungen. Jenseits der trockenen Ebenen im Süden liegt Zafra, das kulturell, geografisch und architektonisch ein Vorbote Andalusiens ist. Nach einer Übernachtung in Zafra führt kein Weg am magischen Sevilla vorbei, einer der faszinierendsten Städte Andalusiens (und Spaniens).
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Für Spanier ist gutes Essen ein ganz wichtiger Bestandteil eines guten Lebens. Dieses Kapitel enthält jede Menge Tipps, um so viel wie möglich von der kulinarischen Kultur des Landes zu erleben – von der richtigen Art, Tapas zu bestellen, bis zu einer Einführung in die vielen regionalen Spezialitäten, die Spaniens Küche zu bieten hat.
PEPSESAT/GETTY IMAGES ©
Calçots, eine winterliche Spezialität
Südspaniens relativ mildes Klima sorgt dafür, dass Obst und Gemüse hier ganzjährig angebaut werden können, was in Europa ungewöhnlich ist.
Auf dem Festland werden im Winter gern Eintöpfe (z. B. cocido oder fabada) und gebratenes Fleisch serviert, vor allem cochinillo (Spanferkel) und cordero (Frühjahrslamm).
Katalanen essen gern calçots, große Frühlingszwiebeln, am liebsten aus der Hand und mit einem bib und romesco, einer reichhaltigen Soße aus roten Paprikaschoten und Mandeln). In Galicien ist zu dieser Zeit die pulpo-Saison (gekochte Krake).
Kalte Suppen wie Gazpacho und salmorejo, (Sommerspezialitäten aus Andalusien) gibt’s nur in dieser Zeit. Am Mittelmeer sind sommerliche Reisgerichte ebenfalls sehr typisch.
In September beginnt in La Rioja die Weinernte. Die Fiesta de San Mateo in Logroño (21. Sept.) bringt Leben in die beste Weinregion Spaniens.
Die Preise sind in diesem Buch in drei Kategorien (€–€€€) angegeben. Innerhalb jeder Kategorie sind die Adressen nach den Präferenzen des Autors geordnet. Die folgenden Preiskategorien beziehen sich auf ein Standardhauptgericht:
€unter 10 €€€10–20 €€€€über 20 €Feria del Queso April oder Anfang Mai steigt in Trujillo diese Käseorgie mit Probierhäppchen und Wettbewerben.
Feria do Viño do Ribeiro Anfang Juli findet im Süden Galiciens in Ribadavia das größte Weinfest der Region statt.
Fiesta del Albariño In der ersten Augustwoche gibt’s fünf Tage Musik, Feuerwerke und intensiven Konsum des beliebtesten fruchtigen Weißweins aus Galicien.
Festa do Pulpo de O Carballiño 70 000 Besucher strömen jedes Jahr am zweiten Augustsonntag nach Carballiño in Galicien zum Pulpo-Massengelage.
Batalla del Vino Am 29. Juni gibt’s in Haro in der Region La Rioja einen chaotischen Weinkampf.
Fiesta de la Sidra Natural Zu diesem Fest im August in Gijón gehört ein Weltrekordversuch, bei dem sich so viele Leute wie möglich gleichzeitig Cidre eingießen.
Fiesta de San Mateo Die Weinernte von La Rioja wird im September mit Weinproben und Zeremonien gefeiert, bei denen man Trauben zerstampft.
Arzak In dem Restaurant in San Sebastián kocht Spaniens berühmtestes Vater-Tochter-Team.
Martín Berasategui Restaurant Einer der renommiertesten Starköche des Landes. Auch in San Sebastián.
El Celler de Can Roca Das Lokal in Girona gehört zu den besten Beispielen für die Vorzüge der innovativen katalanischen Küche.
Sergi Arola Gastro Der katalanische Star-Küchenchef hat Madrid im Sturm erobert.
Tickets Das Restaurant des meist-prämierten Küchenchefs Spaniens. In Barcelona.
La Terraza del Casino (91 532 12 75; www.casinodemadrid.es; Calle de Alcalá 15; Hauptgerichte 35–45 €, Mittagsmenüs 69 €; Mo–Sa 13–16 & 21–24 Uhr) Das madrilenische Restaurant ist landesweit bekannt als Tempel für innovative Küche aus dem Labor.
Quique Dacosta In Denia ist die Molekularküche am Mittelmeer angekommen.
DiverXo Madrids einziges Restaurant mit drei Michelínsternen.
Tapasoder pintxos Die vielleicht genialste Form des Snackens. Das Viertel La Latina in Madrid, El Tubo in Zaragoza und die meisten andalusischen Städte bieten vielfältige Tapas, aber eine pintxo- (baskische Tapas) Tour durch San Sebastiáns Parte Vieja ist ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis.
Chocolate con churros Das frittierte Schmalzgebäck, das in dickflüssige heiße Schokolade getaucht wird, ist ein beliebtes spanisches Frühstück und wird nachmittags zum Tee oder am frühen Morgen nach einer langen Partynacht gegessen. Am besten probiert man es in Madrids Chocolatería de San Ginés.
Bocadillos Sandwiches mit jamón (Schinken) oder anderem geräucherten Fleisch, Käse, Tortilla oder (in Madrid) gebratenen Tintenfischringen.
Pa amb tomàquet Mit Tomaten, Koblauch und Olivenöl eingeriebenes Brot – beliebt in Katalonien und in anderen Landesteilen.
Zu viele Traveller lassen sich die Freuden von Tapas entgehen, weil ihnen das Bestellen aufgrund ihrer fehlenden Sprachkenntnisse wie ein unüberwindbares Hindernis erscheint. Doch keine Angst – es ist nicht so schwierig, wie es manchmal aussieht.
Im Baskenland, in Zaragoza sowie in vielen Bars in Madrid, Barcelona und anderswo wird eine Vielzahl verschiedener Tapas auf der Theke angerichtet. Gäste nehmen sich entweder einen kleinen Teller und bedienen sich selbst oder zeigen auf die Gerichte, die sie gerne hätten. Dabei muss man darauf achten, wie viele man davon isst (z. B. durch das Aufbewahren der Holzspieße), um hinterher beim Bezahlen die Menge angeben zu können. Zahlreiche Lokale haben auch Tapas-Karten oder eine Tafel hinter der Bar mit dem aktuellen Angebot. Wer sich nicht entscheiden kann, fragt am besten nach la especialidad de la casa (Spezialität des Hauses), denn die schmeckt fast immer. Raciones (Portionen; große Portion Tapas) oder media raciones (halbe Portionen; kleinere Portion Tapas) zu bestellen bietet sich an, wenn man irgendetwas besonders gern mag und mehr als nur ein Stück davon möchte. Nach ein paar raciones ist man ziemlich sicher satt, wohingegen sich die media ración
