Lonely Planet Reiseführer Spanien - Anthony Ham - E-Book

Lonely Planet Reiseführer Spanien E-Book

Anthony Ham

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Beschreibung

Lonely Planet E-Books für dein Smartphone, Tablet oder E-Book Reader! Spare Gewicht im Gepäck und nutze viele praktische Feature auf deiner nächsten Reise: - Navigiere schnell und einfach im E-Book mit unseren hilfreichen Links - Weblinks führen dich direkt zu weiteren Infos - Offline-Karten (inkl. Zoom) + Google Maps Links zeigen dir den Weg NEU: Karten mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder speichern – vermeide Roaming im Ausland! - Durchsuche den Text in Sekunden nach beliebigen Stichworten - Mache Notizen und Lesezeichen und erstelle dir ganz einfach einen individuellen Reiseplan E-Book basiert auf: 6. Auflage 2017 Mit dem Lonely Planet Spanien auf eigene Faust durch ein wahrlich großes Land! Etliche Monate Recherche stecken im Kultreiseführer für Individualreisende. Auf mehr als 900 Seiten geben die Autoren Hintergrundinfos zum Reiseland, liefern Infos für die Planung der Reise, beschreiben alle interessanten Sehenswürdigkeiten mit aktuellen Öffnungszeiten und Preisen und präsentieren ihre persönlichen Entdeckungen. Die 18 Highlights, die Sie auf keinen Fall versäumen sollten: Erleben Sie maurische Architektur, römische Ruinen, unglaubliche Kunstschätze und beeindruckende Kathedralen, aber machen Sie auch einen Abstecher in den Parque Nacional Sierra Nevada oder die Picos de Europa und genießen Sie die spektakuläre Landschaft. Wo übernachten und essen? Für jedes Reiseziel gibt es eine Auswahl an Unterkünften und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel. Abgerundet wird der Guide durch Übersichts- und Detailkarten, 3D- Pläne der schönsten Sehenswürdigkeiten, farbige Themen- Kapitel, Tipps von Insidern, fundierte Hintergrundinformationen, inspirierende Fotos und - damit Sie gut durchs Land kommen- einen Sprachführer. Der Lonely-Planet-Reiseführer Spanien ist ehrlich, praktisch, witzig geschrieben und liefert inspirierende Eindrücke und Erfahrungen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 2300

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Inhalt

REISEPLANUNG

Willkommen in Spanien

Spanien-Karte

Spaniens Top 18

Gut zu wissen

Spanien für Einsteiger

Was gibt’s Neues

Wie wär’s mit

Monat für Monat

Reiserouten

Essen wie die Einheimischen

Outdooraktivitäten

Reisen mit Kindern

Spanien im Überblick

REISEZIELE

MADRID

Rund um Madrid

San Lorenzo de El Escorial

Aranjuez

Chinchón

Alcalá De Henares

Sierra de Guadarrama

Buitrago & Sierra Pobre

Museo del Prado

Das Madrid der Einheimischen

KASTILIEN-LEóN

Der Südwesten

Ávila

Salamanca

Ciudad Rodrigo

Sierra de Francia

Guijuelo

Sierra de Béjar

Die kastilische Hochebene

Segovia

Valladolid

Zamora

Palencia

Montaña Palentina

Der Nordwesten

León

Astorga

Sahagún

Der Osten

Burgos

Ribera del Duero

Soria

Südlich von Soria

TOLEDO & KASTILIEN-LA MANCHA

Toledo

Der Westen

Talavera de la Reina

Oropesa

Der Süden

Consuegra

Campo de Criptana

Ciudad Real

Almagro

Parque Nacional Tablas de Daimiel

Alcalá del Júcar

Der Nordosten

Cuenca

Pastrana

Sigüenza

Atienza

Auf den Spuren von Don Quichotte

BARCELONA

La Rambla

La Sagrada Família

Das Genie Gaudí

Montjuïc

KATALONIEN

Costa Brava

Tossa de Mar

Sant Feliu de Guíxols

Palafrugell & Umgebung

Girona

L’Estartit & die Illes Medes

L’Escala

Castelló d’Empúries

Cadaqués

Cap de Creus

Figueres

Besalú

Die Pyrenäen

Olot

Parc Natural de la Zona Volcànica de la Garrotxa

Ripoll

Vall de Núria & Ribes de Freser

Cerdanya

Pallars Sobirà

Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici & Umgebung

Val d’Aran

Zentral-Katalonien

Vic

Montserrat

Cardona

Lleida

Costa Daurada & Umgebung

Sitges

Weinregion Penedès

Tarragona

Delta de L’Ebre

Tortosa

Spaniens schönste Strände

Wandern in den Pyrenäen

ARAGONIEN

Zaragoza

Zentrales Aragonien

Fuendetodos

Tarazona

Die Aragonischen Pyrenäen

Sos del Rey Católico

Valles de Hecho & Ansó

Valle de Zuriza

Santa Cruz de la Serós

Jaca

Valle de Tena

Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido

Torla

Aínsa

Benasque

Oberes Ésera-Tal & Maladeta-Massiv

Alquézar

Huesca

Loarre

Fraga

Weinregion Somontano

Der Süden

Daroca

Laguna de Gallocanta

Teruel

Albarracín

Die Dörfer Aragoniens

BILBAO, DAS BASKENLAND & LA RIOJA

Das Baskenland

Bilbao

Die zentrale baskische Küste

San Sebastián

Oñati

Vitoria

Navarra

Pamplona

Die Pyrenäen in Navarra

Das südliche Navarra

La Rioja

Logroño

Westlich von Logroño

Die Weinregion La Rioja

Baskische Kultur

KANTABRIEN & ASTURIEN

Kantabrien

Santander

Östliches Kantabrien

Südliches Kantabrien

Westliches Kantabrien

Asturien

Oviedo

Gijón

Ostküste

Westküste

Das Hinterland von Westasturien

Picos de Europa

Westliche Picos

Zentrale Picos

Östliche Picos

Die Geheimnisse des Nordens

Wildes Spanien

SANTIAGO DE COMPOSTELA & GALICIEN

Santiago de Compostela

Costa da Morte

Fisterra & Umgebung

Muxía & Umgebung

Camariñas & Umgebung

Laxe & Umgebung

Rías Altas

A Coruña

Betanzos

Pontedeume

Cedeira & Umgebung

Cabo Ortegal & Umgebung

Halbinsel Bares

Viveiro

Ribadeo

Parque Natural Fragas do Eume

Rías Baixas

Ría de Arousa

Pontevedra

Ría de Pontevedra

Ría de Vigo

Vigo

Illas Cíes

Der Südwesten

Baiona

A Guarda

Tui

Der Osten

Ourense

Ribadavia & das Weinanbaugebiet Ribeiro

Ribeira Sacra

Lugo

Verín

EXTREMADURA

Cáceres

Valencia de Alcántara

Alcántara

Trujillo

Guadalupe

Plasencia

La Vera

Valle del Ambroz

Parque Nacional de Monfragüe

Mérida

Alburquerque

Olivenza

Zafra

Badajoz

SEVILLA & ANDALUSIENS BERGDöRFER

Sevilla

Provinz Sevilla

Carmona

Écija

Provinz Huelva

Huelva

Lugares Colombinos

Parque Nacional de Doñana

El Rocío

Minas de Riotinto

Aracena & Umgebung

Provinz Cádiz

Cádiz

El Puerto de Santa María

Sanlúcar de Barrameda

Jerez de la Frontera

Arcos de la Frontera

Parque Natural Sierra de Grazalema & Umgebung

Südliche Costa de la Luz

Ronda

Provinz Córdoba

Córdoba

Parque Natural Sierras Subbéticas

Die Kathedrale von Sevilla

Mezquita

GRANADA & DIE SüDKüSTE ANDALUSIENS

Granada

Die Provinz Granada

Sierra Nevada

Las Alpujarras

Costa Tropical

Die Provinz Málaga

Málaga

Costa del Sol

Ardales & El Chorro

Antequera

Östlich von Málaga

Der Süden der Provinz Cádiz & Gibraltar

Tarifa

Gibraltar

Die Provinz Jaén

Jaén

Baeza

Úbeda

Cazorla

Parque Natural Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas

Die Provinz Almería

Almería

Desierto de Tabernas

Cabo de Gata-Níjar

Mojácar

Alhambra

Das maurische Erbe

VALENCIA & MURCIA

Valencia

La Albufera

Requena

Sagunto

Costa del Azahar & El Maestrazgo

Benicàssim

Peñíscola

El Maestrazgo

Costa Blanca

Gandia

Denia

Xàbia

Calp

Benidorm

Altea

Alicante

Xàtiva

Villena

Guadalest

Elche

Orihuela

Murcia

Die Provinz Murcia

Cartagena

Costa Cálida

Lorca

Parque Regional de Sierra Espuña

SPANIEN VERSTEHEN

Spanien aktuell

Geschichte

Kunst & Architektur

Menschen & Kultur

PRAKTISCHE INFORMATIONEN

Allgemeine Informationen

Verkehrsmittel & -wege

Sprache

Kartenlegende

SPECIALS

Das Madrid der Einheimischen

Auf den Spuren von Don Quichotte

Das Genie Gaudí

Spaniens schönste Strände

Wandern in den Pyrenäen

Die Dörfer Aragoniens

Baskische Kultur

Die Geheimnisse des Nordens

Wildes Spanien

Das maurische Erbe

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Willkommen in Spanien

Leidenschaft, Kultur und Lust am Leben – Spanien präsentiert sich einerseits als fleischgewordenes Klischee, andererseits überrascht es mit einem enormen Facettenreichtum.

Ein episches Land

Spaniens vielfältige Landschaften ziehen jeden in ihren Bann. Die Pyrenäen und die Picos de Europa zählen zu den beeindruckendsten Gebirgen Europas und die Sierra Nevada ragt mit ihren schneebedeckten Gipfeln mitten aus den trockenen Ebenen Andalusiens empor. Wanderer dürfen sich also über traumhafte Bedingungen freuen. Die fantastischen wilden Felsformationen am Atlantik im Nordwesten sind ein toller Kontrast zu den malerischen Buchten des Mittelmeers. Doch ganz egal, welches Reiseziel man hat, überall entdeckt man unverwüstliche Dörfer von zeitloser Schönheit.

Kulinarisches Kulturgut

Essen und Wein sind quasi spanisches Kulturgut – und das aus gutem Grund. Der Grundstock der spanischen Küche ist erstaunlich simpel: Sie setzt sich aus einer reichhaltigen Auswahl, traditionellen Gerichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, und der ungebremsten Lust auf Neues zusammen. Unvergessliche Geschmackserlebnisse können dabei sowohl urig-gesellige Tapas-Bars als auch schicke Sternerestaurant gefeierter Meisterköche bieten. Ganz ohne Zweifel wird der Facettenreichtum der spanischen Küche jeden Traveller beeindrucken.

Kunst im Alltag

Windgepeitschte römische Ruinen, prächtige Kathedralen und einzigartige maurische Bauten erzählen vom Aufstieg und Niedergang bedeutender Hochkulturen. Blickt man auf die Neuzeit, fallen rebellische, einfallsreiche Geister wie Salvador Dalí, Pablo Picasso oder Antoni Gaudí ins Auge, die wohl in keinem anderen Land eine solch umfassende Integration ins öffentliche Leben erfahren hätten. Eindrucksvolle Monumente früherer Zeiten erheben sich neben architektonischen Gebäuden von derartiger Kühnheit, dass man sich um Spaniens Zukunft in puncto Originalität keine Sorgen machen muss: Sie wird der Vergangenheit sicherlich in nichts nachstehen.

Fiestas & Flamenco

In der Zwischenzeit genießen die Einheimischen ihr Leben in vollen Zügen. Es gibt einen guten Grund, warum fiesta zu den bekanntesten spanischen Wörtern gehört: Hier ist das ganze Leben eine Fiesta und alle sind eingeladen. Das merkt man z. B., wenn man sich weit nach Mitternacht auf der Straße unter das feiernde Volk mischt oder von einer Flamenco-Aufführung ganz tief im Herzen berührt wird. Irgendwann auf seiner Reise spürt man es jedenfalls ganz bestimmt: Das ist Spanien.

VLADITTO/SHUTTERSTOCK ©

Park Güell, Barcelona

Warum ich Spanien liebe

Anthony Ham, Autor

Das pulsierende Leben, das hier durch die Straßen fließt, gibt mir immer das Gefühl, dass in diesem Land einfach alles möglich ist. Die Leidenschaften der Spanier sind zugleich ihr Lebensinhalt, es ist ein Land mit Rhythmus im Blut, einer Vorliebe für gutes Essen und wilde Landschaften und einem besonderen Talent dafür, das Leben voll auszukosten.

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Spaniens Top 18

Barcelona

1Barcelona, das mit bahnbrechender Architektur, erstklassigen Restaurants und pulsierendem Nachtleben aufwartet, ist seit Langem eines der verlockendsten Reiseziele Europas. Tagsüber spaziert man durch die Gassen des gotischen Viertels, sonnt sich am Mittelmeerstrand oder bewundert Gaudís Meisterwerke. Nachts ist Barcelona ein einziger Rausch aus erlesenen Cocktail-Bars, vergoldeten Konzertsälen, kreativen Restaurants und Clubs, in denen bis zum frühen Morgen gefeiert wird. Zudem gibt es farbenfrohe Märkte, ehrwürdige Stadien (wie das Camp Nou, des FC Barcelona), und viele traditionelle katalonische Feste.

ALLAN BAXTER/GETTY IMAGES ©

Pintxos in San Sebastián

2 Hiesige Küchenchefs haben die Kneipenkost zur Kunstform erhoben. Die manchmal auch als „gehobene Küche im Mini-Format“ bezeichneten pintxos (baskische Tapas) sind kleine Gourmet-Häppchen, die oft auf einer Scheibe Baguette serviert werden. Beim Betreten einer Bar im Zentrum von San Sebastián kann einen die Auswahl entlang der Theke fast erschlagen. Kurz gesagt, es ist Spaniens wahrscheinlich eindrucksvollste kulinarische Erfahrung. Obwohl hier immer eine lockere Atmosphäre herrscht, nimmt man die Geschmacksexperimente (ein Markenzeichen der Basken) sehr ernst, was jede neue Kreation noch köstlicher macht.

LUMICREATIVESTUDIO/GETTY IMAGES ©

Seeigel-pintxos

Die Alhambra

3 Der Palastkomplex in Granada ist ein nahezu perfektes architektonisches Meisterwerk, das vielleicht eindrucksvollste Beispiel islamischer Baukunst weltweit und das beständigste Symbol für die 800-jährige Herrschaft der Mauren im damaligen Al-Andalus. Seine roten Festungstürme vor der Kulisse der schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada dominieren das Stadtbild. Vervollständigt wird es von den herrlichen Gärten und vom Palacio Nazaríes. Kurz gesagt: Es handelt sich um das schönste Baudenkmal Spaniens.

CHRIS HEPBURN/GETTY IMAGES ©

La Sagrada Família

4 Auch mehr als 80 Jahre nach dem Tod des Architekten Antoni Gaudí wartet sein Modernisme-Geniestreich, La Sagrada Família, noch immer auf seine Fertigstellung. Das fantasievolle, vielschichtige Bauwerk ist von Mutter Natur inspiriert und dem gotischen Stil zum Trotz ausschweifend gestaltet. Es wirkt gleichermaßen majestätisch und verspielt und die Abkehr von architektonischen Konventionen mit schrägen Winkeln und Ecken lässt einen ungläubig den Kopf schütteln. Man kann Stunden damit zubringen, die verschnörkelten Elemente zu betrachten.

VISIONS OF OUR LAND/GETTY IMAGES ©

Flamenco

5Der Flamenco, die Musik des leidenschaftlichsten Landes Europas, reißt seine Zuhörer aus ihrer Lethargie und berührt deren Seele. Er lässt einen scheinbar am Schmerz unzähliger Generationen vertriebener Außenseiter teilhaben und öffnet die Tür zu einer geheimen Welt musikalischer Geister und andalusischer Seelen. Flamenco kann aber auch überraschend lustig und ironisch sein. Man muss ihn unbedingt live hören, am besten in seinen Heimatstädten Sevilla, Jerez und Cádiz, auf jeden Fall aber in Andalusien.

KEN SCICLUNA/GETTY IMAGES ©

Flamenco-Tänzer bei Sevillas Feria de Abril

Madrider Nächte

6 Tolle Ausgehmöglichkeiten gibt es natürlich auch in anderen europäischen Metropolen, doch das Nachtleben in der spanischen Hauptstadt gilt als besonders intensiv (siehe >>). Ernest Hemingway beschrieb es so: „In Madrid geht keiner ins Bett, bevor er die Nacht zum Tage gemacht hat“ Hier reiht sich eine Kneipe an die nächste, außerdem locken kleine Clubs, Livebühnen, Cocktailbars und Discos, die zahlreiche A-Promis anziehen. Die Auswahl ist riesig, besonders in den barrios (Stadtvierteln) Huertas, Malasaña, Chueca oder La Latina.

MATTES RENA/GETTY IMAGES ©

Renaissancearchitektur in Salamanca

7 Die elegante Plaza Mayor ist der wahrscheinlich hübscheste Hauptplatz in ganz Spanien, doch Salamanca wartet noch mit viel mehr Sehenswürdigkeiten auf: Vor allem seine Architektur ist kaum zu überbieten. Hier befindet sich eine der ältesten und angesehensten Universitäten Europas, außerdem sorgen die zahlreichen Studenten für ein tolles Nachtleben. Salamanca ist schön und dynamisch und deshalb die erklärte Lieblingsstadt vieler Besucher.

GLENN VAN DER KNIJFF/GETTY IMAGES ©

Semana Santa

8 Spaniens mittelalterliche christliche Wurzeln zeigen sich bei den aufwendigen Osterfeierlichkeiten. Religiöse Bruderschaften tragen kunstvolle pasos (Figuren) von Christus und der Jungfrau Maria durch die Straßen. Die berühmteste Prozession ist die madrugada (früher Morgen) am Karfreitag: Sie vereint Prunk, Feierlichkeit und tiefen Glauben auf exotische und überwältigende Weise. Die außergewöhnlichsten Prozessionen finden in Kastilien-León, Kastilien-La Mancha und Andalusien statt; wer nur eine besuchen kann, sollte sich jedoch für Sevilla entscheiden.

CULTURA EXCLUSIVE/BEN PIPE PHOTOGRAPHY/GETTY IMAGES ©

Sierra Nevada & Las Alpujarras

9 Die Sierra Nevada bildet mit dem Mulhacén (3479 m), dem höchsten Berg des spanischen Festlands, die grandiose Kulisse von Granada. Hier kann man im Winter Ski fahren und im Sommer wandern sowie die faszinierenden Dörfer der Las Alpujarras, die wohl malerischsten pueblos blancos (weiße Dörfer) Andalusiens, erkunden. Diese entlegenen maurischen Siedlungen erinnern an Nordafrika und liegen wie Oasen inmitten der schönen Wälder und tiefen Schluchten der Region.

ANTONIO LUIS/GETTY IMAGES ©

Wandern in den Pyrenäen

10 Spanien bietet vielfältige Wandermöglichkeiten, doch einzigartig sind wohl die Pyrenäen in Navarra, Aragonien und Katalonien. Aragoniens Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido ist einer der Höhepunkte (im wahrsten Sinn) der Pyrenäen, auf der anderen Seite der Provinzgrenze liegt der Parque Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici in Katalonien. Es ist ein raues, aber lohnenswertes Terrain, eine Welt aus Steinwänden und Gletscherkesseln, in der scheue Tiere leben.

MAURICIO ABREU/GETTY IMAGES ©

Madrid’s Golden Art Triangle

11 Madrid, eine der Kunsthauptstädte der Welt, besticht mit einem außergewöhnlichen „Dreieck“ von Kunstmuseen im Stadtzentrum, in denen Werke von Goya, Velázquez, El Greco und anderen europäischen Meistern untergebracht sind: das Museo del Prado, das Centro de Arte Reina Sofía mit Picassos Guernica und Arbeiten von Dalí und Miró sowie das Museo Thyssen-Bornemisza – dort sind alle großen Namen aus verschiedenen Epochen vertreten – können sich wirklich sehen lassen.

KRZYSZTOF DYDYNSKI/GETTY IMAGES ©

Centro de Arte Reina Sofía

Córdobas Mezquita

12 Erst Moschee und dann eine Kirche: Córdobas Mezquita zeigt die Entwicklung westlicher und islamischer Architektur über einen Zeitraum von 1000 Jahren. Zu den innovativsten Elementen zählen ein paar frühe Hufeisenbogen, ein kunstvoller Mihrab (Gebetsnische) und 856 Säulen, viele davon aus römischen Ruinen. Ihre Größe spiegelt Córdobas Stellung als kultivierteste Stadt im Europa des 10. Jhs. wider. Zudem diente der Prachtbau als Inspirationsquelle für noch größere Bauten, etwa in Sevilla und Granada.

MATTEO COLOMBO/GETTY IMAGES ©

Bilbao

13 Nur ein Bauwerk, das Museo Guggenheim, war nötig, um Bilbao von einer verfallenen Industriestadt in ein bedeutendes Zentrum europäischer Kultur zu verwandeln. Das berühmte Museum ist zwar der Besuchermagnet, doch was die Stadt so faszinierend macht, ist ihre von harter Arbeit geprägte Seele. Und es gibt viele Highlights: Promenaden am Flussufer, ratternde Seilbahnen, tolle pintxos-Bars, einen berühmten Fußballclub, mehrere lohnende Museen und, na gut, einen schimmernden Titanfisch.

© FMGB. GUGGENHEIM BILBAO MUSEOA, BILBAO 2016/ERIKA BARAHONA EDE

Museo Guggenheim Bilbao

Sevilla

14 Kein anderer Ort verkörpert Spanien so sehr wie Sevilla, eine Stadt voller Launen und Geheimnisse, die bei der Entwicklung des Flamencos, des Stierkampfs, der Barockkunst und der Mudéjar-Architektur eine große Rolle spielte. Die Stadt, die das ganze Jahr von der Sonne verwöhnt wird und mit energiegeladenen Festivals aufwartet, strahlt eine sinnliche Atmosphäre aus, die zahlreiche Ästheten des 19. Jhs. dazu verleitete, Sevilla zur Kulisse ihrer romantischen Werke zu machen. Auch Carmen und Don Juan haben hier ihre Heimat.

PETER UNGER/GETTY IMAGES ©

Weinbaugebiete in La Rioja

15 In La Rioja könnte man wochenlang auf der Suche nach dem edelsten Tropfen durch die ruhigen Straßen wandeln. Highlights der Region sind Weinproben in den Bodegas und malerische Dörfer mit hervorragenden Museen. Das von Frank Gehry gestaltete Hotel Marqués de Riscal in der Nähe von Elciego bildet das Zentrum des Weintourismus und wird aufgrund seiner beeindruckenden Architektur in einem Atemzug mit dem Museo Guggenheim Bilbao genannt.

I. LIZARRAGA/GETTY IMAGES ©

Asturische Küste

16 Laut einer Zählung befinden sich in Asturien, der wunderschönen smaragdgrünen Region im Norden Spaniens, mehr als 600 Strände. Auch wenn der eher kühle Atlantik einige Sonnenanbeter zögern lassen dürfte, sind die oft unberührten Sandstreifen einfach atemberaubend. Und die Küstendörfer sind fast noch besser, denn sie gehören zu den schönsten entlang der spanischen Küste. Ein weiterer Pluspunkt ist das Essen, für das Asturien in ganz Spanien berühmt ist.

RAMÓN M. COVELO/GETTY IMAGES ©

Cudillero

Cabo de Gata

17 Wer wissen möchte, wie die spanische Küste aussah, bevor Megaresorts die Costa del Sol übernahmen, sollte nach Cabo de Gata kommen. Eine wilde, raue und von Golfplätzen freie Region, wo Fischerboote noch immer ihren Tagesfang einholen und das Mittelmeer gegen mächtige Klippen schlägt. Für eine der trockensten Ecken Europas ist das Cabo außerdem überraschend grün. Da es ein geschütztes Gebiet ist, sind Autos hier nicht erlaubt, aber man kann sich gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß fortbewegen.

VENTURA CARMONA/GETTY IMAGES ©

Camino de Santiago

18 Jedes Jahr kommen Zehntausende Pilger und Wanderer aus allen möglichen Gründen nach Nordspanien. Ihr Ziel, Santiago de Compostela, ist für Christen ein unglaublich bedeutender Ort, doch der Weg ist nicht nur für Gläubige reizvoll. Zahlreiche Routen führen durch den Norden, und es gibt kaum eine schönere Möglichkeit, die Freuden und Launen der spanischen Natur zu erleben. Selbst wer nur einen Abschnitt läuft, wird die Erfahrung ein Leben lang nicht vergessen.

KEN SCICLUNA/GETTY IMAGES ©

Wanderstäbe mit dem Pilgerzeichen

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Gut zu wissen

Weitere Informationen siehe "Praktische Informationen"

Währung

Euro (€)

Sprache

Spanisch (Kastilisch). Außerdem Katalanisch, Baskisch und Galicisch.

Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für die Einreise einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass.

Geld

Geldautomaten sind weit verbreitet. Die meisten Hotels, Restaurants und Geschäfte akzeptieren Kreditkarten.

Handys

In Spanien bekommt man problemlos lokale SIM-Karten.

Zeit

Mitteleuropäische Zeit, MEZ, plus eine Stunde im Sommer.

Reisezeit

Hauptsaison (Juni–Aug., Ferien & Feiertage)

Unterkünfte sind oft ausgebucht. Preise steigen bis zu 50 %.

Nachsaison in Teilen des Landesinneren.

Es ist warm, trocken und sonnig und in Küstengebieten etwas feuchter.

Zwischensaison (März–Mai, Sep. & Okt.)

Traveller können sich auf mildes, klares Wetter freuen, außerdem ist das Land nicht so überfüllt.

Wenn regionale Festivals stattfinden, schießen die Preise häufig in die Höhe.

Nachsaison (Nov.–Feb.)

In Zentralspanien kalt, Regen im Norden und Nordwesten.

In Andalusien und an der Mittelmeerküste herrschen milde Temperaturen.

Hauptsaison in den Skigebieten.

Viele Strandhotels sind geschlossen und in anderen Gegenden purzeln die Preise.

Nützliche Websites

Fiestas.net

(

www.fiestas.net

) Liste von Festivals im ganzen Land.

Lonely Planet

(

www.lonelyplanet.com/spain

) Infos zu Reisezielen und Hotels sowie Reiseforen und mehr.

Renfe

(Red Nacional de los Ferrocarriles Españoles;

www.renfe.com

) Internetseite der spanischen Bahn.

Spanien-ABC

(

www.spanien-abc.com

) Ausführliche Informationen für Traveller.

Turespaña

(

www.spain.info

) Seite der spanischen Touristeninformation.

Oh Hello, Spain

(

ohhellospain.blogspot.co.uk

) Englischsprachiger Blog für junge Traveller.

Wichtige Telefonnummern

Notfälle

112

Englischsprachige Auslandsvermittlung in Spanien

1008 (für Anrufe innerhalb Europas) oder 1005 (Rest der Welt)

Auslandsauskunft

11825 (ein Anruf kostet 2 €)

Inlandsauskunft

11818

Inlandsvermittlung

1009 (auch für R-Gespräche im Inland)

Wechselkurse

Schweiz

1 SFr

0.92 €

Aktuelle Wechselkurse gibt’s unter www.xe.com.

Tagesbudget

Günstig: unter 80 €

Bett im Schlafsaal: 20–30 €

Doppelzimmer im hostal (Budget-Hotel): 55–65 € (in Madrid und Barcelona teurer)

Im Supermarkt einkaufen; mittags ein menú del día (Tagesessen): 10–15 €

Museen und Galerien besuchen, wenn der Eintritt frei ist

Mittelteuer: 80–175 €

Doppelzimmer im Mittelklassehotel: 65–140 €

Mittag- und/oder Abendessen im Restaurant: 20–40 €

Mietwagen: ab 25 € pro Tag

Teuer: mehr als 175 €

Doppelzimmer im Luxushotel: 140 € und mehr (200 € in Madrid und Barcelona)

Mittag- und/oder Abendessen in gehobenen Restaurants: 150–250 €

Doppelzimmer im parador (luxuriöses staatliches Hotel): 120–200 €

Öffnungszeiten

Die Standardöffnungszeiten gelten nur in der Hauptsaison. Ansonsten sind sie tendenziell kürzer.

Banken

Mo–Fr 8.30–14 Uhr; einige sind auch Do 16–19 und Sa 9–13 Uhr geöffnet

Hauptpostämter

Mo–Fr 8.30–21.30 Uhr; Sa 8.30–14 Uhr (die meisten anderen Filialen Mo–Fr 8.30–20.30 Uhr, Sa 9.30–13 Uhr)

Läden

10–14 und 16.30–19.30 oder 17–20 Uhr; große Supermärkte und Kaufhäuser in der Regel Mo–Sa 10–22 Uhr

Nachtclubs

24 oder 1 bis 5 oder 6 Uhr

Restaurants

mittags 13–16, abends 8.30–23 oder 24 Uhr

Ankunft in Spanien

Aeropuerto Adolfo Suárez Madrid-Barajas

(Madrid) Die Metro (4,50–5 €, 30 Minuten ins Zentrum) fährt von 6.05–1.30 Uhr. Der Exprés Aeropuerto Bus (30–40 Minuten, 5 €) fährt rund um die Uhr zwischen Flughafen und der Bahnstation Puerta de Atocha oder Plaza de Cibeles. Es gibt auch private Minibusse und Taxis (30€).

Aeroport

del Prat

(Barcelona) Busse kosten 5,90 € und fahren alle 5–10 Minuten von 6.10–1.05 Uhr. Die Fahrt ins Zentrum dauert 30–40 Minuten. Bahnen (4,10 €, 25–30 Minuten ins Zentrum) fahren von 5.42–23.38 Uhr alle 30 Minuten. Taxis kosten 25–30 € und brauchen 30 Minuten.

Unterwegs vor Ort

Das System öffentlicher Verkehrsmittel in Spanien ist eines der besten in Europa. Es gibt Schnellzüge und Hochgeschwindigkeitszüge, zahlreiche nationale Flugverbindungen, ein gut gewartetes Straßennetz und Busverbindungen bis in die abgelegensten Dörfer.

Auto

Von Madrid aus führt ein weit verzweigtes Schnellstraßen-netz in alle Teile des Landes. Die kleineren Nebenstraßen sind oft landschaftlich reizvoller.

Bus

Schnelle schicke Expressbusse und Busse, die von Dorf zu Dorf fahren und an jeder Ecke halten, sorgen für gute Verkehrsverbindungen.

Zug

Züge gibt es in allen Varianten von langsamen Regionalzügen bis zu modernsten Hochgeschwindigkeitszügen. Jedes Jahr wird das Eisenbahnnetz um neue Strecken ergänzt.

Mehr zum Thema"Unterwegs vor Ort"

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Spanien für Einsteiger

Siehe auch "Allgemeine Informationen"

Checkliste

Weil die Preise von Flugtickets enorm schwanken, sollte man alle Linien checken.

Prüfen, wie hoch die Roaminggebühren des Mobilfunkanbieters sind.

Für die erste Nacht eine Unterkunft buchen, um die Reise entspannt zu beginnen.

Überlegen, welche Veranstaltungen man besuchen möchte.

Eine Reiseversicherung abschließen.

Reisegepäck

Personalausweis (EU-Bürger) oder Pass; sollte man bei sich tragen.

Spanisch-Sprachführer.

Geldgürtel und Schloss für den Koffer/Rucksack.

Kopfhörer für Bus- und Zugfahrten und zum Skypen.

Ohrstöpsel für laute spanische Nächte.

Eine App der Renfe (spanische Bahn) und eine Wander-App aufs Smartphone laden.

Die besten Tipps für die Reise

Am besten stellt man seine innere Uhr nach der Ankunft auf die spanischen Gepflogenheiten um. Eh man sich versieht, isst man um 14.30 Uhr zu Mittag und um 21 Uhr zu Abend.

Ein paar Worte Spanisch können sehr helfen. Viele Spanier, aber nicht alle, sprechen Englisch, nur wenige Deutsch.

Essen ist eine spanische Leidenschaft – beim Essen viel Zeit lassen und immer nach der lokalen Spezialität fragen.

Wer es nicht eilig hat, sollte auf Autobahnen verzichten und die landschaftlich schönen Nebenstraßen fahren.

Kleidung

Seit den 1950er-Jahren, als Touristinnen für das Tragen eines Bikinis des Strandes verwiesen wurden, hat sich vieles verändert. Alles ist heute möglich und man wird sich aufgrund der Klamottenwahl kaum unwohl fühlen. In Nordspanien und im Landesinneren kann es im Winter bitterkalt werden, deshalb genügend warme Sachen einpacken. Wer in den Nordwesten reist, sollte Regenkleidung dabeihaben. Viele Spanier sind modebewusst und kleiden sich sportlich-elegant.

Schlafen

Verglichen mit dem europäischen Durchschnitt können Unterkünfte in Spanien sehr günstig sein. In der Hochsaison empfiehlt sich immer eine Reservierung im Voraus.

Paradors Staatliche Hotels, oft in edlen historischen Gebäuden; teilweise überraschend günstig, besonders in der Nebensaison.

Hotels Die ganze Bandbreite von Boutiquehotels zu familiengeführten Hotels, mit einer ebenso großen Preisspanne.

Hostales Kleinere, einfache, aber komfortable Unterkünfte im Stil eines Hotels; die Zimmer haben oft eigene Bäder.

Casas rurales Landhäuser mit meist einfachen rustikalen Zimmern, die einzeln oder alle gleichzeitig gebucht werden können.

Camping und Jugendherbergen Für Reisende mit kleinem Budget. Die Qualität ist unterschiedlich, doch es sind immer tolle Orte, um Leuten zu begegnen.

Geld

Am bequemsten bezahlt man in Spanien mit der Kreditkarte. Für Notfälle ist etwas Bargeld in der Tasche aber ratsam.

Mit vielen Kreditkarten kann man auch Bargeld an den cajeros automáticos (ATMs) beziehen, auf denen ein entsprechendes Symbol wie Visa, MasterCard oder Cirrus zu sehen ist. Für Bargeldauszahlungen im Ausland wird meist eine Gebühr von ca. 1,5 bis 2 % verlangt.

Feilschen

Auf einigen Märkten kann man feilschen, und Läden bieten vielleicht einen kleinen Rabatt an, wenn man sehr viel Geld ausgibt. Ansonsten gelten immer die ausgewiesenen Preise.

Trinkgeld

Ob ein Trinkgeld gewährt wird, bleibt stets dem Kunden überlassen.

Restaurants Viele Spanier geben etwas Kleingeld, andere bis zu 5 % (gilt als großzügig).

Taxis Nach Belieben; Einheimische runden meist auf den nächsten Euro auf.

Bars In einer Bar gibt’s selten Trinkgeld (selbst wenn das Wechselgeld auf einem kleinen Teller gebracht wird).

Umgangsformen

Begrüßung Spanier begrüßen Fremde wie Freunde fast immer mit einem Wangenkuss, Männer untereinander aber nur, wenn sie eng befreundet sind. Zur Begrüßung, auch in Geschäften oder Bars, sagt man in der Regel „Hola, buenos días“, nachmittags oder abends „Hola, buenas tardes“; zum Abschied heißt es „Hasta luego“.

Essen und Trinken Spanische Kellner erwarten nicht, dass man sich jedes Mal bedankt, wenn sie einem etwas bringen. In formloseren Bars und Restaurants sollte man sein Besteck zwischen den Gängen behalten.

Kirchen besichtigen Der Kirchenbesuch von Touristen während der Messe und anderer Gottesdienste gilt als unhöflich.

Rolltreppen Immer rechts stehen, damit andere links an einem vorbeigehen können.

Sprache

Viele Spanier sprechen Englisch, besonders in Städten und Touristengebieten, während Dorfbewohner und Ältere eher keine Fremdsprache beherrschen. Deutsch hört man vor allem in viel besuchten Gegenden am Mittelmeer und auf den Balearen. Wer vorab etwas Spanisch (Kastilisch, oder castellano) lernt, kann sich leichter mit den Einheimischen verständigen. Viele Lokale haben englische Speisekarten. Die Exponate in Museen sind oft nur auf Spanisch. Mehr Informationen im Kapitel "Sprache".

Wann wird es geöffnet/geschlossen?

¿A qué hora abren/cierran? a ke o·ra ab·ren/sje·ran

Spanier legen Wert auf ihre Siesta, deswegen sollte man sich auf ungewohnte Öffnungszeiten einstellen.

Ist das umsonst?

¿Son gratis? son gra·tis

Tapas werden in spanischen Bars zu jeder Tages- und Nacht- zeit serviert. In einigen gibt’s sie sogar als kostenlosen Snack.

Wann ist der Eintritt frei?

¿Cuándo es la entrada gratuita?kwan·do es la en·tra·da gra·tui·ta

Viele Museen und Galerien in Spanien gewähren regelmäßigkostenlosen Eintritt. Einfach am Ticketschalter fragen.

Wo können wir (Salsa) tanzen?

¿Dónde podemos ir a bailar (salsa)?don·de po·de·mos ir a bai·lar (sal·sa)

Flamenco ist ohne Frage ein authentisches Stück Spanien,die man am besten genießen kann, indem man dazu tanzt.

Wie sagt man auf (Katalanisch/Galicisch/Baskisch)?

¿Cómo se dice ésto en (catalán/gallego/euskera)?ko·mo se di·se es·to en (ka·ta·lan/ga·lje·go/e·us·ke·ra)

Die Spanier haben vier Amtssprachen und schätzen Besucher,die sich bemühen, in der regionalen Sprache zu kommunizieren.

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Was gibt’s Neues

Ausbau des Schnellzugnetzes

Spaniens Schnellzugnetz wächst stetig. León, Palencia, Zamora, Salamanca, Galicien und weitere Städte sind nun von Madrid viel schneller zu erreichen. (www.renfe.com)

Goya in Zaragoza

Zaragoza fabelhaftes Museo Ibercaja Canón Aznar wurde modernisiert, umbenannt (Museo Goya - Colección Ibercaja) und um 39 neue Werke ergänzt, darunter mehrere Goyas.

Beobachtung von Wölfen

Nirgendwo in Europa lassen sich Wölfe besser beobachten als in der Sierra de la Culebra, was mit dem nagelneuen Centro de Lobo Ibérico de Castilla y León und dem Festival Territorio Lobo erneut bewiesen wird. Ebenfalls neu ist die Casa y Cercado del Lobo in Belmonte de Miranda in Asturien.

Caminito del Rey

Dieser luftige Klettersteig auf halber Höhe der blanken Felswände der Schlucht El Chorro nördlich von Málaga ist nur etwas für Schwindelfreie. Er wurde im März 2015 nach einer 4 Mio. € teuren Sanierung wieder eröffnet. (siehe >>)

Marktessen

Madrid und Barcelona wissen längst, dass es sich lohnt, ihre Lebensmittelmärkte in angesagte Gourmettreffs zu verwandelt. Allmählich erreicht dieser Trend nun auch kleinere Städte – besonders erfolgreich in Mérida und Vejer.

Game of Thrones

Game of Thrones hat sich in Spanien verliebt. Schauplätze der Staffeln 5 und 6 waren etwa Peñíscola, Girona, der Alcázar in Sevilla und die Alhambra in Granada.

Eröffnungen in Oviedo

Oviedo positioniert sich als Kulturhauptstadt Nordspaniens. Das städtische Museo de Bellas Artes de Asturias wurde erweitert, und die großartige vorromanische Camara Santa in der Catedral de San Salvador endlich wiedereröffnet.

Das echte Altamira

Zum ersten Mal seit 2002 bietet die Cueva de Altamira für einige glückliche Gäste geführte Touren in der echten Höhle an (und nicht in dem Nachbau, den die meisten Besucher zu Gesicht bekommen).

Coole Stadterneuerungen

In Gijón hat sich eine unkonventionelle Café-Szene im Stil Londons entwickelt. Das kunstbewusste Málaga hat sein Hafengebiet modernisiert und neue Museen eröffnet. Und Cáceres wird zunehmend zum Ziel anspruchsvoller Feinschmecker.

Wanderwege in Galicien

Die spektakulären neuen Wanderwege an der galicischen Küste sind traumhaft – besonders der Camiño Natural da Ruta do Cantábrico von (Ribadeo nach O Vicedo) und die Ruta do Solpor de Europa (von Muxía nach Praia de Nemiña).

Ein neuer Parador

Nur sehr selten wird ein neuer parador (staatliches Luxushotel) eröffnet, und darum sind wir von diesem prächtigen Umbau des malerischen Castillo de Monterrei in Verin im Südosten Galiciens so begeistert. Ein Besuch lohnt auch, wenn man dort nicht übernachtet.

Die aktuellsten Tipps und Empfehlungen gibt’s im Internet unterlonelyplanet.com/spain

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Wie wär’s mit …

Unglaubliche Kunstschätze

Spaniens Kunsttradition – von lokalen Meistern bis zu weltberühmten Malern, die von der spanischen Krone gefördert wurden – zählt zu den vielfältigsten Europas. Die Werke füllen beeindruckende Kunstmuseen.

Museo del Prado

Eines der hochkarätigsten Kunstmuseen der Welt.

Centro de Arte Reina Sofia

Picassos

Guernica

, Dalí und Miró.

Museo Thyssen-Bornemisza

Gemälde von zahlreichen europäischen Meistern.

Museo Picasso Málaga

Über 200 Werke von Picasso, der in Málaga geboren wurde.

Museu Picasso

Konkurrenzlose Sammlung aus Picassos jungen Jahren.

Museu Nacional d’Art de Catalunya

Die riesige Sammlung zeigt auch erstaunliche Fresken aus romanischer Zeit.

Teatre-Museu Dalí

So skurril und wundervoll wie Dalí.

Museu Guggenheim Bilbao

Architekturausstellungen und zeitgenössische Kunst von Weltrang.

Maurische Architektur

Spanien wurde fast 800 Jahre von Muslimen beherrscht, die hier die schönste islamische Architektur in ganz Europa hinterlassen haben. Bedeutende Zeugnisse aus dieser Zeit entdeckt man im alten maurischen Zentrum Al-Andalus (Andalusien), vor allem in den UNESCO-Welterbestätten Granada, Córdoba und Sevilla.

Alhambra

Außergewöhnliches Denkmal der Extravaganz von Al-Andalus.

Mezquita

Die Moschee ist ein Meisterwerk islamischer Baukunst, eines der schönsten architektonischen Zeugnisse von Al-Andalus.

Alcázar

Exquisite Details in einem perfekt proportionierten Ganzen in Sevilla.

Giralda

Das frühere Minarett ist eines der höchsten Bauwerke Sevillas.

Aljafería

Ein seltenes maurisches Juwel im Norden.

Alcazaba

Málagas palastartige Festung aus dem 11. Jh..

Teruel

Ein herrlicher, wenig bekannter Ort mit Monumenten im Mudéjarstil, die vom maurischen Einfluss zeugen.

Römische Ruinen

Hispanien war fast 500 Jahre lang Teil des Römischen Reiches und wartet deshalb mit vielen außergewöhnlichen historischen Bauwerken auf.

Mérida

Die weitläufigsten römischen Ruinen im ganzen Land.

Segovia

Beeindruckende römische Aquädukte finden sich überall im Ort.

Lugo

Spaniens besterhaltene römische Mauern umschließen diesen galicischen Ort.

Itálica

Iberias älteste römische Stadt verfügt über ein schönes Amphitheater.

Baelo Claudia

Ein bis heute intakter römischer Ort mit Blick auf Afrika.

Zaragoza

Ein schönes Theater, ein hervorragend restauriertes Forum und ein ehemaliger Binnenhafen.

Villa Romana La Olmeda

Spaniens besterhaltene römische Villa wartet mit exquisiten Mosaikböden auf.

Torre de Hércules

In A Coruña auf der einst äußersten Spitze der zivilisierten Welt steht dieser Leuchtturm aus dem 1. Jh. v. Chr.

Strände

Spaniens Strände sind im Sommer sehr gut besucht, aber es ist nach wie vor möglich, ursprüngliche, einsame Ecken zu entdecken. Man muss nur wissen, wo man suchen muss.

Cabo de Gata

Die Schönheit des Cabo de Gata erinnert an die einstige Wildheit der andalusischen Küste.

Costa de la Luz

Ein unberührter Sandstreifen an dem herrlichen Küstenabschnitt zwischen Tarifa und Cádiz.

Playa de la Concha

Einer der tollsten Stadtstrände der Welt.

Costa Brava

Rauer Küstenabschnitt mit vom Wind umpeitschten Klippen, unberührten versteckten Buchten und weiten Sandstränden.

Rías Baixas

Spektakuläre lange Meeresarme und Inseln, viele gesäumt von feinen weißen Sandstränden.

SALVA LÓPEZ PHOTOGRAPHY/GETTY IMAGES ©

Cabo de Gata

Nachtleben

Scheinbar endlose Nächte sind Teil des spanischen Lebens. Für Partygänger gibt’s viel Auswahl, von schicken Cocktailbars über Strand-chiringuitos (Bars) bis zu Clubs und Freiluft-terrazas (Bars mit Tischen und Stühlen draußen).

Madrid

Bars, Clubs, Livemusik und Party ohne Ende.

Valencia

Die Atmosphäre im Barrio del Carmen und die Nächte von Russafa sind in ganz Spanien berühmt.

Barcelona

Glamouröse und lässige Ausgehmöglichkeiten für ein internationales Publikum.

Zaragoza

In dieser Stadt mit den fabelhaften Tapas-Bars und Kneipen, die nach Mitternacht erst so richtig aufdrehen, schlägt das Herz Aragoniens

Sevilla

Lange, heiße Nächte und die Essenz andalusischer Leidenschaft erwacht zum Leben.

Sitges

Homosexuell geprägt, aber hetero-freundlich. Sitges ist die Partystadt der katalanischen Küste.

JACKF/GETTY IMAGES ©

Port Olímpic, Barcelona

Spanische Küche

Für Spanier ist das Essen eine echte Leidenschaft. Restaurantbesucher probieren gern etwas Neues, achten aber wie die Küchenchefs darauf, sich nie zu weit von der kulinarischen Tradition zu entfernen.

Pintxos in San Sebastián

Spaniens Gourmethauptstadt hat die besten

pintxos

(baskische Tapas) und mehr Michelin-Sterne als Paris.

Paella in Valencia

Im Geburtsort der Paella gibt‘s die authentischste Version mit Hühnchen, Bohnen und Kaninchen.

Katalanische Küche in Barcelona

Barcelona ist die Heimat der legendären katalanischen Küche und der besten Märkte des Landes.

Tapas in La Latina, Madrid

In diesem

barrio

(Stadtviertel) gibt’s die leckersten Tapas Spaniens.

Meeresfrüchte in Galicien

Oktopus und andere Atlantikbewohner (Lust auf Entenmuscheln?) sind ein kulinarisches Vergnügen.

Gegrilltes aus dem Landesinneren

Cochinillo asado

(Spanferkel) und

cordero asado lechal

(gegrilltes Lamm) sind berühmte Gerichte (

siehe >>

&

siehe >>

).

Weinproben

In vielen Regionen haben die spanischen Weine ihre internationalen Konkurrenten verdrängt. La Rioja ist die Königin der hiesigen Anbaugebiete, aber es gibt sehr viel mehr zu entdecken.

La Rioja

Bodegas, Museen und Weinberge bis zum Horizont.

Ribera del Duero

Spaniens zweitbeliebtestes Weinbaugebiet, mit Bodegas entlang des gesamten Tals.

Penedès

Die prickelnden Cavas (sprudelnde Weine) sind das liebste Weihnachtsgetränk der Spanier.

El Puerto de Santa María

In der Sherry-Hauptstadt der Welt warten jede Menge Bodegas.

Somontano

Eine der meistunterschätzten Weinregionen.

Galicien

Aufstrebende Weinregion mit fruchtigen weißen

albariños

, die endemische Rebsorten wieder modern machen.

Asturien

Spaniens wichtigste Cidre-Region, wo dieser professionell direkt aus dem Fass eingeschenkt wird.

Wandern

Spanien ist eines der schönsten Wanderziele Europas mit vielfältigen Landschaften, die von den Pyrenäen im Norden bis zu den Hügeln und Tälern Andalusiens im Süden reichen.

Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido

Die Pyrenäen von ihrer spektakulärsten Seite.

Camino de Santiago

Die Tour auf einem der berühmtesten Wanderwege der Welt kann mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen.

Picos de Europa

Zerklüftete Gipfel und steile Pfade führen vom Golf von Biskaya landeinwärts.

Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici

Kirchen aus romanischer Zeit und wallähnliche Erhebungen in den katalanischen Pyrenäen.

Sierra Nevada

Viele wilde Tiere und ein herrlicher Ausblick im Schatten von Spaniens höchstem Berg auf dem Festland.

Sierra de Grazalema

Weiße Dörfer und schroffe Berge in Andalusien.

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Monat für Monat

TOP-EVENTS

Semana Santa (Karwoche), März oder AprilLas Fallas de San José, MärzBienal de Flamenco, SeptemberCarnaval, Februar oder MärzFeria de Abril, April

Januar

In den Skigebieten der Pyrenäen und der Sierra Nevada nahe Granada herrscht Hochbetrieb. Der Schnee in Katalonien ist in der zweiten Hälfte des Monats meistens besser. Die Schulferien dauern etwa bis 8. Januar, deshalb sollte man seine Unterkunft vorab buchen.

Heilige Drei Könige

El Día de los Reyes Magos (Dreikönigstag), auch einfach Reyes genannt, am 6. Januar ist der Lieblingstag der Kinder. Am Vorabend verkleiden sich vielerorts drei Politiker als die Weisen des Morgenlandes und führen den Umzug (Cabalgata de Reyes) durch das Ortszentrum an, bei dem Süßigkeiten verteilt werden.

Februar

Oft der kälteste Monat des Jahres. Vor allem im Norden und im Inland nähern sich die Temperaturen dem Gefrierpunkt. Zu Karneval muss man für die Unterkunft in Cádiz, Sitges und Ciudad Rodrigo mit Preisaufschlägen rechnen.

Karneval

Der Carnaval endet 47 Tage vor Ostersonntag und ist ein verrücktes Vergnügen mit Paraden sowie verschiedenen Festivitäten. Am wildesten geht’s in Cádiz, Sitges , Badajoz und Ciudad Rodrigo zu. Weitere ungewöhnliche Feierlichkeiten gibt’s in Vilanova i la Geltrú und Solsona.

Fiesta Medieval

In Teruel, einer der kältesten Ecken Spaniens, legen die Einwohner ihre moderne Kleidung ab und lassen bei der Fiesta Medieval mit Märkten, Essständen und der Aufführung einer örtlichen Liebessage das Mittelalter aufleben. 2017 steht der 800. Jahrestag dieser Sage an, also darf mit noch größeren Feierlichkeiten als sonst üblich gerechnet werden siehe >>.

März

Im Frühling steigen die Temperaturen, und das Land schüttelt seine Winterdepression ab (wenn es denn eine hatte). Nun träumen die Spanier von einem Sommer am Strand.

Festival de Jerez

Eines der wichtigsten Flamenco-Festivals des Landes findet Ende Februar oder Anfang März im Kernland dieses Genres statt siehe >>.

Las Fallas de San José

Bei diesem außergewöhnlichen Fest wird mehrere Nächte hindurch getanzt und getrunken. Vom 15. bis 19. März gibt’s zudem erstklassige Feuerwerke undProzessionen. Wichtigster Veranstaltungsort ist Valencia. Dort gipfeln die Feiern in der rituellen Verbrennung von Figuren siehe >>.

April

Im Frühling sprießen die Wildblumen, und Spanien feiert ein beeindruckendesOsterfest. Aufgrund der Schulferien in diesem Monat sollte man im Voraus buchen. Dafür handelt es sich um eine wunderbare Zeit, um das Land zu besuchen.

Semana Santa (Karwoche)

Zu Ostern (das Datum variiert) gibt’s Umzüge mit pasos (Heiligenfiguren), ver-hüllten Büßern und Menschenmassen. Besonders extravagant wird in Sevilla, Málaga, Ávila, Cuenca, Lorca und Zamora gefeiert.

Moros y Cristianos (Mauren & Christen)

Farbenfrohe Paraden und Schaukämpfe zwischen christlichen und muslimischen „Armeen“ machen dieses Ende April in Alcoy stattfindende Fest zu einem der spektakulärsten Events in den Provinzen Valencia und Alicante. In anderen Orten finden ähnliche Veranstaltungen statt, allerdings zu anderen Zeiten siehe >>.

Feria de Abril (Aprilfest)

Andalusiens größtes Volksfest ist eine einwöchige Party, die in der zweiten Aprilhälfte in Sevilla gefeiert wird. Viele sevillanos kleiden sich in Trachten, reiten auf Pferden oder fahren in aufwendig geschmückten Kutschen und tanzen bis in die Nacht siehe >>.

Romería de la Virgen

Am letzten Sonntag im April pilgern Hunderttausende zum Santuario de la Virgen de la Cabeza unweit von Andújar in der Provinz Jaén. Unter leidenschaftlicher Anteilnahme wird eine kleine Statue der Jungfrau Maria zur Schau gestellt.

Mai

In dieser herrlichen Zeit ist das Land mit Teppichen aus Wildblumen bedeckt, und man merkt dem Wetter schon an, dass der Sommer vor der Tür steht.

Feria del Caballo (Horse Fair)

Das farbenfrohe Spektakel in Jerez de la Frontera, Andalusiens Hauptstadt der Pferde, ist eines der prächtigsten Feste des ganzen Landes. Zu diesem Anlass gibt’s Paraden, Pferdeshows sowie jede Menge Musik und Tanz siehe >>.

Öffnung von Córdobas Innenhöfen

Viele der schönen privaten Innenhöfe Córdobas sind während des Fiesta de Los Patios de Córdoba zwei Wochen lang öffentlich zugänglich. Eine seltene Gelegenheit, die ansonsten verborgene Seite der Stadt zu sehen.

Fiesta de San Isidro

Madrids größte Fiesta lässt den Schutzheiligen der Stadt mit Stierkämpfen, Umzügen und Konzerten hochleben. Die Einwohner tragen traditionelle Kleidung, und manche Ereignisse wie die Stierkämpfe dauern einen ganzen Monat.

WOMAD

Jedes Jahr findet in Cáceres das WOMAD statt, ein großartiges World-Music-Festival. Es zieht regelmäßig erstklassige Musiker aus aller Welt an, die auf den mittelalterlichen Plätzen der Stadt Konzerte spielen.

Juni

Nun schüttelt auch der Norden die Winterkälte ab und der Jakobsweg füllt sich. Im Süden wird es immer wärmer, und die Badeorte an der Küste rüsten sich für den sommerlichen Ansturm.

Romería del Rocío

An Pfingsten, dem siebten Wochenende nach Ostern, ziehen bis zu einer Million Gläubige in einem festlichen Pilgerzug zum Schrein der Jungfrau in El Rocío. Hier zeigt sich die katholische Tradition Andalusiens von ihrer merkwürdigsten und zugleich faszinierendsten Seite.

Fronleichnam

Am neunten Donnerstag nach Ostern (im Mai oder Juni) finden in Toledo und andernorts religiöse Prozessionen und Feiern statt. Die wohl seltsamste ist das traditionelle Babyspringen in Castrillo de Murcia.

Electronica Festival

Barcelonas zweitägiges Sónar-Festival steht ganz im Zeichen der elektronischen Musik und zieht jede Menge Künstler und Zuschauer aus der ganzen Welt an. Die Termine variieren.

Weinschlacht

Am 29. Juni findet in Haro, einer der führenden Weinstädte in La Rioja, die Batalla del Vino statt. Dabei wird in einem der chaotischsten Schaukämpfe Spaniens reichlich Wein verschüttet. Eine Pause gibt’s nur, um gelegentlich einen Schluck des edlen Rebensafts zu trinken.

Primavera Sound

Das Primavera Sound ist eines der größten Musikfestivals in Spanien. Es findet Ende Mai oder Anfang Juni für drei Tage statt und lockt immer viele internationale DJs und Musiker nach Barcelona.

Juli

Die Temperaturen in Andalusien und Teilen des Landesinneren können ins schier Unerträgliche steigen, doch für den Strand ist jetzt genau die richtige Zeit. Der Juli ist einer der besten Monate für eine Wanderung in den Pyrenäen.

Festival de la Guitarra de Córdoba

Córdobas Beitrag zu dem beeindruckenden Angebot an Musikevents in Spanien. Auf diesem ausgezeichneten internationalen Gitarrenfestival in Córdoba reicht das Spektrum von Flamenco über Klassik bis Rock und Blues. Die Spitzenkünstler spielen abends in den Theatern der Stadt und auf der Plaza de Toros.

Stierlauf

Bei der einwöchigen Fiesta de San Fermín in Pamplona wird rund um die Uhr gefeiert. Im Mittelpunkt steht der tägliche encierro (Stierlauf). Das Gegenevent, ein Nacktrennen, findet zwei Tage früher statt.

Fiestas del Apóstol Santiago

Der Día de Santiago (25. Juli) ist der Tag des spanischen Nationalheiligen und wird in Santiago de Compostela spektakulär gefeiert. In der Stadt, die nun die beiden festlichsten Wochen des Jahres erlebt, wimmelt es jetzt von Pilgern.

CRAIG PERSHOUSE/GETTY IMAGES ©

Catedral de Santiago de Compostela

Festival Internacional de Benicàssim

Vor allem im Sommer gibt’s Open-Air-Musikfestivals, die große Namen aus dem In- und Ausland anlocken. Das in Benicàssim, Provinz Valencia, zählt zu den ältesten und besten siehe >>.

August

Spanier aus allen Teilen des Landes und Europäer strömen in Scharen ans Mittelmeer. Der Nordwesten bietet einen abwechslungsreicheren Sommer, wobei das Wetter hier unvorhersehbar sein kann.

Festival Internacional de Teatro Clásico

In Mérida, Extremadura, werden im einzigartigen römischen Theater sowie im Amphitheater klassische Stücke der Antike und gelegentlich auch „jüngerer“ Autoren wie William Shakespeare gespielt. Die Aufführungen sind vor allem an Abenden im Juli und August zu sehen siehe >>.

Galicischer Wein

Die fabelhaften galicischen Weine sind Anlass für die Fiesta del Albariño in Cambados am dritten Augustwochenende, die fünf Tage Musik, Feuerwerk und jede Menge des beliebten fruchtigen Weißweins Galiciens bietet.

Cidre-Festival

Die Fiesta de la Sidra Natural in Gijón verleiht der asturischen Leidenschaft für sidra Ausdruck. Neben Konzerten gibt’s sogar einen jährlichen Weltrekordversuch für die größte Zahl an Personen, die gleichzeitig an einem Ort Cidre trinken.

Galicischer Tintenfisch

Galiciens Leidenschaft für Tintenfisch gipfelt am zweiten Sonntag im August in der Festa do Pulpo de O Carballiño. Zehntausende Menschen versammeln sich in der kleinen Stadt Carballiño, um so viel davon zu essen, wie sie nur können.

La Tomatina

Die gewaltige Tomatenschlacht Ende August in Buñol dürfte wohl eines der glitschigsten Events des ganzen Landes sein: Tausende Teilnehmer bewerfen sich in nur etwa einer Stunde mit rund 100 Tonnen Tomaten!

JOCHEM D WIJNANDS/GETTY IMAGES ©

La Tomatina, Buñol

September

In diesem Monat kehren die Spanier nach einem scheinbar endlosen Sommer zur Arbeit zurück. Meist bleibt es noch bis mindestens Ende September angenehm warm, was zahlreiche Festivals zu nutzen wissen.

Bienal de Flamenco

Flamenco-Festivals finden in Spanien zwar das ganze Jahr über statt, doch dieses ist zweifellos das berühmteste. In den geraden Jahren wird es in Sevilla veranstaltet und in den ungeraden in Málaga. Es bringt die berühmtesten Künstler des Genres auf die Bühne.

Weinlese in La Rioja

Logroño ehrt den Gedenktag des heiligen Matthäus (Fiesta de San Mateo) sowie die jährliche Weinlese mit Zeremonien des Traubentretens und einer Menge Gelegenheiten, die edlen Tropfen zu kosten.

Festes de la Mercè

Barcelonas zweite Schutzheilige wird bei den großen viertägigen Festes de la Mercè im September mit viel Leidenschaft gefeiert. Die Stadt veranstaltet Sonderausstellungen und kostenlose Konzerte, und überall treten Straßenkünstler auf.

Filmfestival in San Sebastián

Es ist vielleicht nicht gerade Cannes, doch dieses zweiwöchige Event in San Sebastián gilt als eines der wichtigsten europäischen Filmfestivals. Bereits seit 1957 wird es jedes Jahr in der zweiten Septemberhälfte ausgerichtet.

Römer & Karthager

Während der Fiesta Carthagineses y Romanos in der zweiten Septemberhälfte verkleiden sich Cartagenas Einwohner, um eine Schlacht der Antike nachzuspielen. Dies ist einer der originelleren vieler Schaukämpfe in Spanien, die an die Vergangenheit erinnern sollen.

Oktober

Im Herbst kann es in Spanien wunderschön sein, denn die Temperaturen sind meist im ganzen Land noch mild. In den zentralen und nördlichen Landesteilen kündigt sich allerdings manchmal schon der Winter an.

Fiestas del Pilar

Am 12. Oktober mischen sich in Zaragoza Gläubige mit Hedonisten, um das Festival zu Ehren der Heiligen Jungfrau der Säule zu feiern. Der Pfeiler, an dem sie erschienen sein soll, steht in der Kathedrale, doch ein Großteil der Feiern spielt sich in den Bars ab.

Fiesta de Santa Teresa

Hinter den mittelalterlichen Stadtmauern von Ávila wird der Personenkult um die berühmteste Tochter der Stadt zum Leben erweckt. Das zehntägige Fest rund um den Gedenktag der Schutzheiligen ehrt Teresa mit Prozessionen, Konzerten und Feuerwerk.

November

Der November ist kühl und ruhig – nun bleibt der Veranstaltungskalender recht leer. Je nach Jahr wird jetzt allerdings bereits die Skisaison in den Pyrenäen und in der Sierra Nevada eröffnet.

Dezember

Das Wetter kühlt sich ab, aber dafür steht Navidad (Weihnachten) vor der Tür. Jetzt finden jede Menge Weihnachtsmärkte statt und es gibt turrón (Nougat) im Überfluss. Der Monat beginnt mit einem langen Wochenende und läutet damit eine Festzeit ein, die bis Anfang Januar dauert.

Navidad

In Spanien wird Weihnachten in erster Linie am 24. Dezember (Noche Buena) mit viel Essen und Heiterkeit gefeiert. Obwohl spanische Familien inzwischen sowohl den 1. Weihnachtsfeiertag (an dem Papa Noel Geschenke bringt) als auch die Heiligen Drei Könige am 6. Januar feiern, war ursprünglich der letztere Termin Anlass für Geschenke.

Noche Vieja

Traditionell war der 31. Dezember ein Familienereignis. Erst wurde groß gegessen, bevor die jungen Leute nach Mitternacht ausgingen. Um Mitternacht schaltet dann jeder den Fernseher an, wenn die 12 Glockenschläge live von Madrids Puerta del Sol übertragen werden. Dann versuchten Jung und Alt, zu jedem Glockenschlag eine Traube zu essen.

Weihnachtsmärkte

Auch wenn sie nicht ganz mit ihren Pendants weiter nördlich in Europa mithalten können, müssen sich Spaniens Weihnachtsmärkte doch keinesweges verstecken. Besonders toll sind das traditionelle belén und die großen Weihnachtskrippen in einigen Schaufenstern und auf öffentlichen Plätzen. Zu kaufen gibt’s größtenteils hässliche Perücken, Süßigkeiten und geschmacklose Souvenirs. Die größten Märkte finden in Madrid, Barcelona, Zaragoza, Seville und Granada statt.

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Reiserouten

Barcelona & Umgebung

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Ein ganzes Leben würde nicht ausreichen für Barcelona – doch wenn man sich losreißen kann, hält die fantastische Region Katalonien viele Entdeckungen bereit.

Zwei Tage in Barcelona sind mindestens notwendig, um Gaudí und die kulinarischen Highlights zu genießen und einen Altstadtbummel zu machen. Danach fährt man mit einem Mietwagen an der Mittelmeerküste entlang Richtung Norden und durch Tossa de Mar, über dessen Bucht eine Burg thront. Über die beiden schön gelegenen Küstendörfer Calella de Palafrugell und Tamariu geht’s weiter ins Inland, wo man im wundervollen Girona übernachtet. Der nächste Tag ist ganz dem Sightseeing rund um Salvador Dalí gewidmet, von seinem Fantasieschloss Castell de Puból über das bemerkenswerte Theatermuseum in Figueres bis zu seinem einstigen Heimatort, dem bezaubernden Küstenort Cadaqués. Am nächsten Morgen kehrt man dem Mittelmeer den Rücken und startet gen Westen zum Fuß der Pyrenäen. Es ist zwar ein langer Tag im Auto, aber dafür eröffnet sich ein atemberaubender Ausblick nach dem anderen. Zur Belohnung gönnt man sich mehrere Übernachtungen in Taüll, dem Tor zum fantastischen Parc Nacional d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici. Ein Bogen Richtung Süden führt über Lleida zurück nach Barcelona, wo man am Nachmittag des letzten Tages ankommt.

Die große Tour durch Spanien

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Von den Erinnerungen eines Monates wird man ein Leben lang zehren.

Die Reise beginnt mit drei Tagen in Barcelona, dieser einzigartigen Stadt mit Stil und Energie, die jeden Besucher fasziniert. Dann geht’s mit einem Hochgeschwindigkeitszug nach Madrid, wo man sofort in den Bann der fantastischen Kunstszene (Museen und Galerien) und des tollen Nachtlebens gezogen wird. Wir empfehlen, für den Aufenthalt zwei Tage mehr einzuplanen und die Hauptstadt als Basis für Tagestouren nach Segovia und Toledo zu nutzen. Dann geht’s mit der Bahn nach Salamanca, einem plateresken Juwel in Kastilien-León. Nach einer Übernachtung steigt man in einen Zug nach León im Norden, wo man die nächste Nacht verbringt und sich die eindrucksvollen Buntglasfenster der Kathedrale ansieht. Anschließend gibt’s in Bilbao das Guggenheim-Museum und viele Highlights der baskischen Kultur zu entdecken. Nach einer Übernachtung hier bieten sich mehrere Tage im herrlichen San Sebastián an. Wer ein paar Tage an der kantabrischen, asturischen und galicischen Küste entlangbummelt – einer der spektakulärsten des Landes – kommt nach Santiago de Compostela. Auch hier sollte man mehrmals übernachten, um die Atmosphäre der Pilgerstadt intensiver zu erleben. Zwischen San Sebastián und Santiago im Norden lohnt es sich überall, die Gastronomie in den Mittelpunkt der Reise zu stellen.

Mit dem Zug geht’s wieder nach Madrid und dann mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Córdoba (2 Übernachtungen) und Sevilla (2 Übernachtungen). In Andalusien lohnt dann auch ein Abstecher per Bus oder Zug nach Norden zu den römischen Ruinen von Mérida (1 Übernachtung), in die berühmte Altstadt von Cáceres (1 Übernachtung) und ins mittelalterliche Trujillo (1 Übernachtung). Dann zurück nach Sevilla und sofort weiter nach Granada (2 Übernachtungen). Wer noch ein paar Tage anhängt und ein Auto mietet, kann die hübschen Dörfer der Las Alpujarras besuchen. Das Mietauto oder der Zug bringen einen von Granada nach Valencia, wo man einige Tage die Architektur, Paellas und den unwiderstehlichen Charme genießt. Vor der Rückfahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Madrid bleibt noch kurz Zeit für einen Abstecher in das auf Felsklippen thronende Cuenca (1 Übernachtung).

Kastilien & Aragonien

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Von Madrid geht’s zu einigen der schönsten Städte des Inlands: Für Segovia mit der an Disneyland erinnernden Burg, das von Mauern umgebene Ávila und das lebhafte Salamanca sollte man insgesamt vier Tage einplanen. Alle drei Städte liegen nur kurze Zugfahrten voneinander entfernt. Züge fahren auch nach León und Burgos, die zwei der bedeutendsten Kathedralen Spaniens beherbergen. Wer eine zweite Nacht in Burgos verbringt, kann einen Tagesausflug in die mittelalterlichen Dörfer Covarrubias und Santo Domingo de Silos machen und erlebt dort vielleicht einen Gottesdienst mit gregorianischen Gesängen. Danach steht Zaragoza mit historischer Architektur und tollen Tapas an – zwei Tage sind ein Muss. Mit einem Mietwagen geht’s in die an die Toskana erinnernden Berge nach Sos del Rey Católico. Nun fährt man nach Süden und übernachtet im spektakulären, von Bergen und den Ruinen der Stadtmauer umringten Daroca. Dann folgt Teruel mit seinen Mudejar-Schätzen. Den Abschluss der Tour bildet Albarracín, ein spektakuläres Dorf, dessen mittelalterliche Architektur ebenso außergewöhnlich ist wie die Lage.

Nordspanien

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Es gibt keine bessere Basis für eine Tour durch den Norden Spaniens als das fantastisch gelegene San Sebastián mit seiner sensationellen Küche. Zweimal sollte man hier mindestens übernachten. Keine drei Zugstunden Richtung Westen liegt Bilbao, das für sein Guggenheim-Museum berühmt ist und mindestens eine Übernachtung lohnt, besser zwei. Um vom Rest der Küste möglichst viel zu sehen, braucht man ein Auto. Kantabriens mittelalterliches Santillana del Mar mit seinen Kopfsteinpflastergassen, die Felsmalereien in Altamira und das Dorf Ribadesella kann man an einem Tag erkunden und an einem weiteren Tag die Täler der Picos de Europa. Nach der dritten Übernachtung in Oviedo geht’s an Galiciens Küste, eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften des Landes, mit einsamen Fischerdörfern und steilen Klippen. Weitere zwei Übernachtungen sollte man für Abstecher zum Cabo Ortegal, nach A Coruña und zur Costa da Morte einplanen. Die letzten beiden Nächte verbringt man in Santiago de Compostela, galicische Vorzeigestadt mit feiner Küche, vielen Pilgern und der ganz besonderen Kathedrale.

Andalusisches Abenteuer

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Málaga bietet genug Sehenswürdigkeiten für einen ganzen Tag – absolut lohnend ist das Museo Picasso. Pflicht sind zudem ein paar Tage in Granada mit der beeindruckenden Alhambra, der goldenen Capilla Real und dem mittelalterlichen maurischen Viertel Albayzín. Mit einem Mietwagen erreicht man die Las Alpujarras mit ihrer überirdischen Landschaft und den im nordafrikanischen Stil erbauten Dörfern, wo sich eine Übernachtung lohnt. Wer den Mietwagen behält, kann dann für drei Tage über ruhige Nebenstraßen Richtung Westen fahren und einige der sehenswertesten andalusischen Dörfer und Städte besuchen. Das im Mudejar-Stil errichtete Antequera, das spektakuläre Ronda, das weiß getünchte Tarifa, das bezaubernde Vejer de la Frontera und Arcos de la Frontera zählen zu den berühmtesten pueblos blancos (weißen Dörfern) Andalusiens. Bleiben noch drei Tage ohne Auto. Eine Nacht verbringt man in Jerez de la Frontera, um die Sherry-Bodegas zu besuchen. Dann geht’s mit dem Zug nach Norden in die Flamenco-Stadt Sevilla, für viele der Inbegriff Andalusiens.

Spaniens Quintessenz

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Viele Traveller beginnen ihre Reise in Barcelona, einer der coolsten Städte auf der ganzen Welt. Hier heißt es Architektur entdecken und Küche genießen, bevor es per Bahn hinunter an die Küste nach Valencia geht, wo eine weitere Dosis Nachtleben und die hypermoderne Ciudad de las Artes y las Ciencias warten. Valencia ist auch die Heimat der Paella und hier sollte man dieses typisch spanische Gericht unbedingt probieren. Der Hochgeschwindigkeitszug bringt einen in Spaniens Hauptstadt Madrid, die mit einem unwiderstehlich dynamischen Straßenleben, schönen Plätzen und der weltweit höchsten Konzentration an Kunstmuseen bezaubert. Anschließend nimmt man einen weiteren Hochgeschwindigkeitszug nach Córdoba, das Tor ins Herz Andalusiens. Als Highlight wartet hier die Mesquita aus dem 7. Jh., Symbol der maurischen Geschichte des spanischen Südens. Das Beste kommt zum Schluss: Granada, die ehemalige Hauptstadt des maurischen Al-Andalus mit der imposanten Alhambra, ihrem Alter Ego, dem Albayzín, und einer vielfältigen Gastronomie.

Vom Mittelmeer in die Berge

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Um diese Route in zwei Wochen zu bewältigen, benötigt man ein Auto, das einen zu vielen weniger bekannten Juwelen im Nordwesten Spaniens bringt. Von Valencia, der attraktivsten Stadt am Mittelmeer, geht’s Richtung Nordwesten. Nach einem Stopp im flamingoreichen Delta de l’Ebre erreicht man Tarragona, eine zu Unrecht wenig besuchte katalanische Stadt mit großartigen römischen Ruinen. Die Zisterzensier-Route führt tiefer ins Landesinnere. Dann durchquert man Aragonien und verbringt ein paar Tage im lebhaften historischen Zaragoza, der Hauptstadt Aragoniens. Nach einer Übernachtung in der faszinierenden Provinzhauptstadt Logroño geht’s Richtung Westen durch die schönen Klosterstädte Santo Domingo de la Calzada und San Millán de Cogolla und weiter nach Laguardia, das als Basis für La Rioja, Spaniens führende Weinregion, dient. In den östlichen Ausläufern von Navarra liegen die hinreißenden Festungsstädte Olite und Ujué, danach geht’s ins malerische Pamplona. Von hier kann man die Pyrenäen in Navarra besuchen, vor allem die wunderschönen Täler Valle del Baztán und Valle del Roncal.

Ganz im Westen

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Die Tour beginnt in Plasencia mit seinen zahlreichen Monumenten, Kirchen und Klöstern. Von dort nimmt man den Bus nach Cáceres, das mit der Ciudad Monumental aufwartet, einem der schönsten mittelalterlichen Stadtkerne des Landes. Hier sollte man sich zwei Übernachtungen gönnen, ebenso wie in dem nahe gelegenen Trujillo, das ebenfalls eine bezaubernde Altstadt hat, und das regelmäßig fahrende Busse in einer Stunde erreichen. Am ersten Tag erkundet man das Labyrinth aus Kopfsteinpflastergassen. Am zweiten mietet man ein Auto für einen Tagesausflug in den hübschen Berg- und Pilgerort Guadalupe. Von Trujillo geht’s in nur einer guten Stunde bis nach Mérida, das mit den beeindruckendsten römischen Ruinen Spaniens aufwartet. Dafür benötigt man mindestens zwei Übernachtungen. Jenseits der trockenen Ebenen im Süden liegt Zafra, das kulturell, geografisch und architektonisch ein Vorbote Andalusiens ist. Nach einer Übernachtung in Zafra führt kein Weg am magischen Sevilla vorbei, einer der faszinierendsten Städte Andalusiens (und Spaniens).

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Reiseplanung

Essen wie die Einheimischen

Für Spanier ist gutes Essen ein ganz wichtiger Bestandteil eines guten Lebens. Dieses Kapitel enthält jede Menge Tipps, um so viel wie möglich von der kulinarischen Kultur des Landes zu erleben – von der richtigen Art, Tapas zu bestellen, bis zu einer Einführung in die vielen regionalen Spezialitäten, die Spaniens Küche zu bieten hat.

PEPSESAT/GETTY IMAGES ©

Calçots, eine winterliche Spezialität

Das kulinarische Jahr

Südspaniens relativ mildes Klima sorgt dafür, dass Obst und Gemüse hier ganzjährig angebaut werden können, was in Europa ungewöhnlich ist.

Winter (Dez.–Feb.)

Auf dem Festland werden im Winter gern Eintöpfe (z. B. cocido oder fabada) und gebratenes Fleisch serviert, vor allem cochinillo (Spanferkel) und cordero (Frühjahrslamm).

Winter und Frühjahr (Nov.–April)

Katalanen essen gern calçots, große Frühlingszwiebeln, am liebsten aus der Hand und mit einem bib und romesco, einer reichhaltigen Soße aus roten Paprikaschoten und Mandeln). In Galicien ist zu dieser Zeit die pulpo-Saison (gekochte Krake).

Sommer (Juni–Aug.)

Kalte Suppen wie Gazpacho und salmorejo, (Sommerspezialitäten aus Andalusien) gibt’s nur in dieser Zeit. Am Mittelmeer sind sommerliche Reisgerichte ebenfalls sehr typisch.

Herbst (Sept.–Nov.)

In September beginnt in La Rioja die Weinernte. Die Fiesta de San Mateo in Logroño (21. Sept.) bringt Leben in die beste Weinregion Spaniens.

PREISANGABEN

Die Preise sind in diesem Buch in drei Kategorien (€–€€€) angegeben. Innerhalb jeder Kategorie sind die Adressen nach den Präferenzen des Autors geordnet. Die folgenden Preiskategorien beziehen sich auf ein Standardhauptgericht:

€unter 10 €€€10–20 €€€€über 20 €

Kulinarische Erlebnisse

Essens- & Weinfestivals

Feria del Queso April oder Anfang Mai steigt in Trujillo diese Käseorgie mit Probierhäppchen und Wettbewerben.

Feria do Viño do Ribeiro Anfang Juli findet im Süden Galiciens in Ribadavia das größte Weinfest der Region statt.

Fiesta del Albariño In der ersten Augustwoche gibt’s fünf Tage Musik, Feuerwerke und intensiven Konsum des beliebtesten fruchtigen Weißweins aus Galicien.

Festa do Pulpo de O Carballiño 70 000 Besucher strömen jedes Jahr am zweiten Augustsonntag nach Carballiño in Galicien zum Pulpo-Massengelage.

Batalla del Vino Am 29. Juni gibt’s in Haro in der Region La Rioja einen chaotischen Weinkampf.

Fiesta de la Sidra Natural Zu diesem Fest im August in Gijón gehört ein Weltrekordversuch, bei dem sich so viele Leute wie möglich gleichzeitig Cidre eingießen.

Fiesta de San Mateo Die Weinernte von La Rioja wird im September mit Weinproben und Zeremonien gefeiert, bei denen man Trauben zerstampft.

Unvergessliche Gerichte

Arzak In dem Restaurant in San Sebastián kocht Spaniens berühmtestes Vater-Tochter-Team.

Martín Berasategui Restaurant Einer der renommiertesten Starköche des Landes. Auch in San Sebastián.

El Celler de Can Roca Das Lokal in Girona gehört zu den besten Beispielen für die Vorzüge der innovativen katalanischen Küche.

Sergi Arola Gastro Der katalanische Star-Küchenchef hat Madrid im Sturm erobert.

Tickets Das Restaurant des meist-prämierten Küchenchefs Spaniens. In Barcelona.

La Terraza del Casino (91 532 12 75; www.casinodemadrid.es; Calle de Alcalá 15; Hauptgerichte 35–45 €, Mittagsmenüs 69 €; Mo–Sa 13–16 & 21–24 Uhr) Das madrilenische Restaurant ist landesweit bekannt als Tempel für innovative Küche aus dem Labor.

Quique Dacosta In Denia ist die Molekularküche am Mittelmeer angekommen.

DiverXo Madrids einziges Restaurant mit drei Michelínsternen.

Preiswerte Snacks

Tapasoder pintxos Die vielleicht genialste Form des Snackens. Das Viertel La Latina in Madrid, El Tubo in Zaragoza und die meisten andalusischen Städte bieten vielfältige Tapas, aber eine pintxo- (baskische Tapas) Tour durch San Sebastiáns Parte Vieja ist ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis.

Chocolate con churros Das frittierte Schmalzgebäck, das in dickflüssige heiße Schokolade getaucht wird, ist ein beliebtes spanisches Frühstück und wird nachmittags zum Tee oder am frühen Morgen nach einer langen Partynacht gegessen. Am besten probiert man es in Madrids Chocolatería de San Ginés.

Bocadillos Sandwiches mit jamón (Schinken) oder anderem geräucherten Fleisch, Käse, Tortilla oder (in Madrid) gebratenen Tintenfischringen.

Pa amb tomàquet Mit Tomaten, Koblauch und Olivenöl eingeriebenes Brot – beliebt in Katalonien und in anderen Landesteilen.

DIE KUNST, TAPAS ZU BESTELLEN

Zu viele Traveller lassen sich die Freuden von Tapas entgehen, weil ihnen das Bestellen aufgrund ihrer fehlenden Sprachkenntnisse wie ein unüberwindbares Hindernis erscheint. Doch keine Angst – es ist nicht so schwierig, wie es manchmal aussieht.

Im Baskenland, in Zaragoza sowie in vielen Bars in Madrid, Barcelona und anderswo wird eine Vielzahl verschiedener Tapas auf der Theke angerichtet. Gäste nehmen sich entweder einen kleinen Teller und bedienen sich selbst oder zeigen auf die Gerichte, die sie gerne hätten. Dabei muss man darauf achten, wie viele man davon isst (z. B. durch das Aufbewahren der Holzspieße), um hinterher beim Bezahlen die Menge angeben zu können. Zahlreiche Lokale haben auch Tapas-Karten oder eine Tafel hinter der Bar mit dem aktuellen Angebot. Wer sich nicht entscheiden kann, fragt am besten nach la especialidad de la casa (Spezialität des Hauses), denn die schmeckt fast immer. Raciones (Portionen; große Portion Tapas) oder media raciones (halbe Portionen; kleinere Portion Tapas) zu bestellen bietet sich an, wenn man irgendetwas besonders gern mag und mehr als nur ein Stück davon möchte. Nach ein paar raciones ist man ziemlich sicher satt, wohingegen sich die media ración