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Türchen Nummer 4: Romantische Weihnachtszeit in Österreich mit Sophia Chase Süße Geständnisse und ein attraktiver Arzt lassen Annas Wunden in Wien heilen. Aus Christmas in My Heart
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Veröffentlichungsjahr: 2025
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Cover & Impressum
4 – Österreich
Sophia Chase
Love Hurts
Sophia Chase
Ich fürchte, die gehört genäht…
Inhaltsübersicht
Cover
Textanfang
Impressum
Sophia Chase, Jahrgang 1991, lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in der Nähe von Linz (Österreich). Bücher waren schon als Kind ihre Leidenschaft. Ehe sie das Schreiben für sich entdeckte, arbeitete sie in einer Apotheke. 2011 erschien ihr erster Roman im Selfpublishing und kletterte dort bis an die Spitze der Bestsellerliste. Den Apothekenkittel hat sie mittlerweile an den Nagel gehängt, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Als Ausgleich zum Ausarbeiten ihrer Geschichten studiert sie Rechtswissenschaften. In ihrer Freizeit erkundet sie mit ihren Kindern am liebsten die Natur oder bereist die Schauplätze ihrer Bücher.
Ich fürchte, die gehört genäht.«
Das ist in etwa das Allerletzte, das man auf einem Weihnachtsmarkt hören möchte. Verschlimmert dadurch, dass diese Worte von einem Kerl stammen, der mich überhaupt nicht leiden kann – und das bereits seit einem Jahrzehnt. Blendet man mal die Schmerzen aus, die Schmach (ich liege am Boden, neben mir ein bewusstloser Typ, und eine Traube Menschen betrachtet mich) und die Tatsache, dass ich eigentlich gar nicht herkommen wollte, war unser Klassentreffen bis dato ganz unterhaltsam.
Dann ist ein Kerl gestolpert, hat sich wie an einem Rettungsring an mir festgehalten, und wir sind beide auf dem Boden gelandet. Der Kerl mit dem Kopf voran und ich mit dem Knie gegen eine Holzlatte.
»Es blutet ganz schön«, sagt jemand. Ich merke, wie mir schwindelig wird.
Lukas, mein alter Schulkollege aka Erzfeind, zeigt sich gefasst. »Ich bin mit dem Auto da. Ich kann sie in die Praxis bringen und nähen.«
»Ähm«, melde ich mich. Mich fragt keiner?
Offensichtlich nicht. Denn schon werde ich hochgehoben wie ein nasser Sack und quer über den Weihnachtsmarkt geschleift.
»Das ist wirklich nicht nötig«, wende ich mich an Lukas, der meinen rechten Arm festhält und mich neben sich herschiebt oder zieht oder was auch immer er da macht.
Es folgt ein Seitenblick, der nichts von seiner eigentlichen Abneigung preisgibt, sondern eher doktormäßig professionell wirkt. »Es ist nötig, glaub mir.«
»Aber kann man das nicht im Krankenhaus machen?«
»Wenn du stundenlang warten möchtest. Gern.«
Ich kneife die Augen zu Schlitzen zusammen, während mein Begleiter und ich den Vorplatz von Schloss Schönbrunn überqueren. Dicke Wolken verdunkeln den Himmeln. Jeder nur halbwegs vernünftige Mensch hätte die Vorzeichen des Himmels richtig gedeutet und wäre daheim geblieben. Aber ich habe ja unbedingt nach Wien kommen müssen.
Ich möchte protestieren und meckern und all die Wut, die die vergangenen zehn Jahre irgendwo tief in mir geschlummert hat, zum Ausdruck bringen. Doch da werde ich zu einem schwarzen Audi bugsiert und auf den Beifahrersitz verfrachtet. Es riecht nach Mann und Leder, und zu sitzen tut so verdammt gut, dass ich gar nicht anders kann, als meinen kleinkindlichen Wutausbruch erst einmal zeitlich nach hinten zu verschieben.
Lukas nimmt neben mir Platz. Ich konzentriere mich ganz auf das Pochen in meinem Knie, um ja nicht zu ihm zu schauen.
