Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Die ersten Freiburger Jahre - Meine Lyrik in den frühen 2000ern.
Das E-Book Lyrik 2001 - 2010 wird angeboten von BoD - Books on Demand und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Lyrik,Zeitgeschichte,2000er Jahre,Gedichte,junge Lyrik
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 301
Veröffentlichungsjahr: 2025
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Lyrik 2001 - 2003
Lyrik 2004 - 2006
Lyrik 2007 - 2009
Lyrik 2010
Wilde Enten
1
Was hält schon ewig?
Was bricht mit uns jedes Mal durchs Eis?
Warum zweifle ich an allem?
Weil ich um meine eigene Scheiße weis!
Und ich will es nicht glauben
Das andere so gut sind.
Das sie so viel Kraft besitzen.
Sich in ihrem scheiß gutem Leben, niemals mit Scheiße zu bespritzen.
2
Ich fürchte irgendwann sterben sie.
Und dann sind wir allein
Vielleicht kommt das Baby und dann?
Vielleicht kommt das Haus.
Vielleicht beginnt alles von vorn.
Und alles kostet Geld.
Und alles entspricht der Norm.
Der gottverdammten, Scheiß Norm.
3
Alle sind so kleinmütig und korrekt.
Und wenn mal was geschieht, sind alle verschreckt.
Die Wahrheit ist, wir alle stecken in der selben Scheiße.
Und das auf dieselbe Weise.
Und nur wer fliegen kann hat’s gut.
Nur wer lieben kann hat Mut.
Nur wer hoffen kann hat Kraft.
Und hat‘ s am Ende,
doch geschafft.
Vormärz
Es ist so unfassbar.
Durch die Hände zerrinnt.
Was mein Leben durch spinnt.
Mein Glaube wankt.
Nichts bleibt klar.
Alles zerbröckelt im Nichts unscheinbar.
Und verkriecht sich im Dunkel.
Mit Flüstern und Gemunkel: „Ich bin nicht gut genug“.
Ein Strahl Hoffnung, nur für wenige Monate lebensfähig,
brennt mir nun unbarmherzig ins Fleisch und in die verwundete
Seele.
Es ist so ungerecht!
Es ist so unfaire!
Ich hasse eure Anonymität.
Wonach habt ihr entschieden?
Woher erlaubt ihr euch, die Schaffenskraft in mir zu töten?
Ich zerfließe in Tränen des Selbstmitleids.
Ich weiß, ich weiß ...
Das ist mir das Einfachste.
Glück ist eben doch bloß Zufall.
Und mir schwant, dass ihr Talent erkennt, ist bloß Glück.
Nur diesmal leider nicht das meine.
Traumkatzen
Löwe und Schwarzer Panter.
Nackenschlag.
Blickkontakt.
Regenflug.
Zwang zum Klang.
Gefressen werden.
Was soll es mir sagen?
Was kommt zu ertragen?
Welche Steine fressen die Wölfe mit?
Durch die dunkle Nacht.
Schritt für Schritt.
Glücksjäger
Hinter her, hinter her!
Doch es ist viel zu schwer.
»The one way ticket to conversation«
Leben und leben lassen.
Was für eine Januarwoche.
Ein Wochenende mit Hochdruck.
So viele Dinge auf der Seele.
Frage nach dem „Wie finden mich die andern?“, durch die ich mich quäle.
Und immer wieder lasse ich mich täuschen von der Hexe im Büro.
Zum Glück bleibt mein Selbstgefühl schließlich doch unerschütterlich.
Ich glaube ich brauche das, nur dann bin ich wirklich gut.
Und unterdessen jagst du privat nach dem nächsten Glück.
Und ich hab das Gefühl ich hinke nach, ein ganzes Stück.
Zu schnell, zu schnell!
Und was rasch geschieht, doch so lange Spuren häufig durch mein
Leben zieht.
Verdammt lange ...
Feuerteufel
Flächenbrand in mir.
Wir schlendern und reden.
Ich weiß von deiner Liebe.
Sie steht dir ins Gesicht geschrieben.
Doch sie ist nicht in mir.
Es schmeichelt mir bloß.
Schon lange.
Ich glaube du weißt es auch.
Und trotz deiner Hoffnungslosigkeit,
suchst du meine Nähe.
Doch ich bin im Feuer.
Ich brenne gerade lichterloh.
Meine Seele verbrennt zu einem elenden Häufchen Asche.
Und da tut es gut ein geneigtes Lächeln zu sehen.
Denn alle anderen sind so sehr, mit sich selbst beschäftigt.
Ich könnt neben ihnen verbrennen.
Zu Asche.
Die der Wind davon bläst.
Sie würden es kaum bemerken.
Stille Sucht
Geräusche.
Schmacht nach Tabak.
Schiffe und eingebildete Pferde.
Ticken der Uhr.
Am Telefon klingst du so fremd.
Dann kenne ich dich kaum.
Ich brenne in mir.
Ich habe meine Unschuld im Beruf verloren.
Ich kann nicht mehr Ich sein.
Mein naives Vertrauen ist weg.
... weg!!!
Ich schleudere …
Wohin willst du mit mir?
Auf neues Glatteis?
In ewige Knechtschaft?
In kostspielige Traumwelten?
Wer befreit mich aus dieser Liebesfalle?
Ich falle!
Und schnell ist das Leben vergeben
Was war‘ s doch gleich?
Nächster Versuch
Versuch den Wert zu finden.
Und in mir zu binden.
Mich zu befreien.
Von allem „Ungereim“.
Frische Texte für die neue Zeit.
Wann ist es endlich soweit?
Du leidest wieder.
Und bist doch voller Leidenschaft.
Ein Kind, ein Haus!
Wo bleibt meine Kraft?
Ich schwitze es aus.
Und frage mich so manches Mal.
Wie schaffe ich stets den Weg aus dem Tal?
Wieder und wieder.
Und dort der neue Strudel in Sicht.
Jahr für Jahr kämpfe ich um das „goldene Kalb“.
Und was bleibt?
Ich werde alt.
Aber keine Panik, keine Panik!
Sonst geht es uns wie der Titanic
Sie hatte nur einen Versuch.
Glück?
Kopfschmerz.
Tosen im Herz.
Ihr seht nur meinen dicken Bauch.
Und mein schlechtes Spiel.
Mein fehlendes Glück.
Wann kommt es zurück, seht ihr es auch?
Immer wieder, ich weiß.
Doch bis dahin leide ich erbärmlich.
Und erscheint mir alles ärmlich.
Vor der Welt.
Aber das ist es, was für jeden zählt.
Alle sehen nur sich und was sie selbst quält.
Da hilft auch kein Obst und Fastenwahn.
Glaubt mir, ich bin da nicht unerfahren.
Die Egoisten kommen in Scharen.
Und dann hilf uns Gott!
Doch der ist auch bloß einer von ihnen.
Effekte
Loch in der stotternden Zeit.
In die man immer wieder schneit.
Wechselspiel.
Ich will eigentlich gar nichts dagegen tun.
Ich kämpfe zwar.
Aber nicht wirklich will ich, nicht mehr in mir ruhen.
Denn es geschieht sowieso immer wieder.
Der Fluch des Auf und Nieder.
Konfekte.
Schlucken wir begierig.
Schreiben, lachen, reden, denken schmierig.
Wie oft muß ich mich tadeln.
Wenn ich mich sorglos durch die Gefühle Anderer sehe radeln.
Meine Zeit läuft ab.
Während du noch Pläne schmiedest.
Schön knapp.
Doch nicht wirklich effektiv.
Sondern in Wahrheit primitiv.
Oder wie alle, bloß naiv.
Sind wirklich alle so?
Siegerland
Wir fahren in Gefahren.
Wie sie alle ereilen.
Und ich such dich zu bremsen.
Bevor du uns in die Tiefe ziehst.
Und es ist der gleiche, edle Kampf in mir und mit dir.
Du schreist dein Empfinden in den Wald durch den wir schlendern und sagst du kennst mich nicht.
Genau das ist es was ich fürchte.
Irgendwann wollen wir uns nicht mehr kennen, nicht mehr verstehen.
Vorsicht! Ruf ich in den Wald.
Und doch fürchte ich, dass es verhallt.
Ein Gefühl in meinem Magen krampft meine Seele zusammen.
Ich weiß um die Nutzlosigkeit des Seins.
Ich hab mich befreit von dem dumpfen Spießertum und nun?
Du schlidderst genau da hin und ich zeig dir das Eis auf dem du tanzt ist dünn.
Lass uns nicht einbrechen.
Aber ich verspür da einen leisen Zweifel.
Ich erkenne dass ich dir fremd bin.
Je mehr ich von deinem Traum zerstöre.
Aber ich muss es tun, ich muss es, versteh doch, ich kann nicht anders.
Und dabei habe ich Angst vor dem Gedanken dich zu verlieren, aber ich spüre das ich, dich opfern würde, bevor ich mich selbst verliere.
Ich wäre bereit dazu, Lass es nicht dazu kommen.
Dann wäre ich frei, doch ich würde ewig darüber schreiben ...
Das ist mein größter Schrecken dieses Tages im Wald.
Auch du bist mir nur ein Motiv im Leben.
Mein Lebenssinn liegt nicht allein darin dein Mann zu sein.
Ich brauche weniger, doch es ist mir mehr.
Kleiner Hund
Hermine.
Dein Vertrauen ist dahin.
Deine Weiblichkeit auch.
Doch gegen das Unvermeidliche wehren, hat keinen Sinn.
In diesen bewegten Tagen.
Ist was stark macht, die Kraft zu ertragen.
Ich habe trotzdem nicht die Kraft ein völlig anderer zu werden.
Kein Engel auf Erden.
Bloß ein Tanz mit dem Mummenschanz.
Aber kein Zauber steht mir Spalier.
Hat mich gezeichnet im Gesicht hier.
Das Alter nimmt sich seinen Teil und doch bleibt mir diese
Pubertät bis spät.
Manchmal wünsche ich mir ein Beil.
Und wir suchen ein neues Heim.
Aber ich weiß nicht was ich hier suche.
An mir klebt der Zweifel wie Leim.
Vielleicht will ich einfach auch nur bei dir sein, egal wo.
So wie der kleine Hund.
Der leidend in der Ecke sitzt.
Und ängstlich in die Zukunft schwitzt.
Keine Kunst
Momentaufnahme.
Gedankenspiel.
Bayrischzell ich komme!
Und gebe darauf bloß blasse Erinnerung.
Da ist nicht viel.
Schnee in Sicht.
Frühling verwischt.
Was suche ich hier?
Mehr und mehr im Solingen Revier.
Ein bergisches Idyll.
Weis ich das ich das will?
Ich werde so ...
Oh Gott, was wird aus mir?
Schon wieder getrieben.
Von deinen Trieben.
Bin selbst bei dir geblieben.
Wir schwimmen im Werden gemeinsam.
Doch meine Seele ist einsam.
Was soll aus uns werden?
Wir sind uns?!
Kein Zeitgeist war so wie jetzt.
Heute ist Literatur nur Show.
Kein bisschen Kunst.
Leben auch.
Es ist eine traurige, hektische Zeit.
Ich hoffe, dass es in Bayrischzell schneit.
Die eigene Wahrheit
Ihr sprecht zu mir in eurer eigenen Sprache.
Ihr versteht nur Bahnhof.
Wir reden aneinander vorbei.
Und ich verzeih.
Was haben wir?
Was habt ihr gelernt?
Nicht wirklich was.
Aber überall sind wir umgeben.
Vom eigenen Leben.
In eigenen Welten.
Und alle wollen was gelten.
Frau S. ist auch nur ein kleiner Punkt in der Ich-Masse.
Was ich schätze ist das Gespräch darüber.
Doch irgendwie hab ich es auch über.
ist es auch das was ich hasse.
Seminare, Seminare ...
Gedanken sind wie Ware.
Doch wir kommen nicht gemeinsam ins Klare.
Jeder lebt, redet, versteht nur seine eigene Wahrheit.
Missverstehen vorprogrammiert!
Doch habt ihres kapiert?
Aber wie zerbricht man den Beton in den Köpfen?
Während man im Herzen friert.
Ist es nicht bizarr?
Ich sehe kein Verstehen.
Es wird immer so weiter gehen.
Ihr werdet es sehen.
Aber ich glaube ihr seid blind.
Keine Rettung, kein Zorro in Sicht.
Keine Einsicht nicht entwickelt Gewicht.
Alle reden nur darüber.
Und dabei einwandfrei wieder aneinander vorbei.
Bin ich bedrückt?
Vielleicht.
Werde ich verrückt?
Irgendwann bestimmt.
Die Menschen sind zu verschieden.
Sie können sich nicht wirklich lieben.
Außer sie wollen es glauben.
Aber ich rede ja mit Tauben.
Bla, bla, bla ...
Glückspilz
Schnee auf den Bergen.
4 Tage Bayernland.
Wie einst, als du mir noch unerkannt.
Ein Stau ins Freizeitparadies finden.
Mit seelisch fremden Freunden sich verbinden.
Um Neues zu schaffen.
Verbundenheit zu pflanzen.
Und Liebe zu finden.
Bayrischzell, du schönes, schönes Idyll.
Auch nach 7 Jahren weiß ich noch immer nicht wirklich was ich hier will.
Es muß mehr doch sein.
Denn immer schmerzt mein Knie.
Das Zeichen hab ich sonst nie.
Mit dir mein Glück noch näher kommt ein Stück.
Vielleicht kann ich es teilen.
Wenn andrer hier auch verweilen.
Oh K., dein Leben ist dir Gesicht.
Doch kann nur die eigne Einsicht dir Farbe geben.
Suche nach der Erfüllung im Leben!
Doch wer bin ich, dass ich hier sitze Gericht.
Bloß ein Glückspilz im schneeweißen Licht.
Traumbild
Viel frische Luft
Träume wie Schäume ziehen vorbei wie Lebensduft.
Füllen die Räume im Kopf mit heißer Luft.
Was ist Erleben?
Was kann man vergeben?
Und was wird uns ereilen?
Wenn wir länger verweilen.
Ob wir es träumen?
Ich möchte es mit dir teilen.
Aber was?
Nach der Pfeife tanzen
1
Warum ist das so?
Wenn man sich freut auf was.
Geht es oft daneben.
Weil die anderen Beteiligten gar nichts darum geben.
Wieso denkt man stets den Anderen sei genau das Gleiche wichtig.
Wenn man doch aus Erfahrung weiß es ist für sie bloß nichtig.
2
Immer wieder hüpft der Ärger in mir auf und nieder.
Schluck ich runter was ein harsches Wort geworden wäre, immer wieder.
Denn ich ändere nicht, wem ich noch was Richtig ist erklären muss.
Auch wenn dies vielleicht mal nötig wäre.
3
Umgeben bin ich, scheint mir von falschen Freunden sehr.
Scheinheiligen Feindinnen und vielem Gesindel mehr.
Warum bloß, warum bloß ist das im Leben so verquer?
4
Auch ist keine Lösung, selbst so zu sein.
Ich bin schon oft genug selbst Schwein.
Wenigstens irgendwo klammere ich mich an den Rest von Heiligenschein.
5
Oh je, die Pilze klettern hoch mein Bein.
Auch Winterurlaub kann nicht mehr viel Entlastung sein.
Doch schlimmer ist, der triste Mist den man zu Hause in sich frisst.
Und immer dabei im Ohr der dumpfe Ton.
Doch nach diesem holen Pfeifenklang tanze ich schon,
mein Leben lang.
Und euch bleibt der Hohn.
Amok
Sein Vater war nicht lebendig.
Er wollte fliegen.
Er wollte Berge bewegen.
Und was er tat war böse.
Doch niemand konnte es erklären.
Amoklauf.
Albert Malberg lebte in Neuring.
Und er starb dort in einem fort.
Die Brücke hieß „Freiheit“.
Die Tote hatte Vaters Erinnerung und Mutters Lächeln.
Und sie war sein letzter Ort.
Im Garten der Zeit
Befreit
Ernüchtert
Geschüttelt
Gerührt
Verteidigt
Musik am Abend
TV wie Magie
Gleichsinn wie nie.
Sag, ist es Gewinn?
Ist es unser Gewinn?
Schwindel, sag ich.
Alles Betrug
Worauf warten?
Oder mit rennen?
Weiter, weiter ...
Bevor ich beginne zu flennen.
Ganz übel, mir wird ganz übel.
Doch ich kann auch nur weiter warten.
Im Garten der Zeit.
Bis was geschieht, das uns befreit.
Wo ist der Freund?
Niemand.
hört mir zu.
Also hör ich mich sprechen.
Mein Stift ist meine Liebe in Zunge und Geist.
Wer lauscht meinen Trieben?
Wer ist mein Ohr?
Alle sind fort.
Liegt es an mir?
Ich verspüre.
Ich bin manchmal.
und mehr ein seltsamer Kauz.
Mein einziger Freund ist hier Papier.
Ich steh zu dir.
Und du zu mir.
Wenn Vertrauen nicht mehr
Wenn Vertrauen nicht mehr ist
Ein neben einander her, ist Mist!
Ich will
So sein wie ich bin
Auch mal Widerling
Und nachher dafür von dir kein Verständnis erfahren
Ist schon mal O.K.
Doch andauernd tut es weh!
Und wenn alle so sind
Ist deine Kritik nur heißer Wind
Der wie mir scheint durch verletzten eigen Stolz nur Fahrt gewinnt.
Also fühle ich mich wie
Wenn die Seele im Regen steht
Wenn ein Gefühl aus dem Leben geht
Ich will es nicht ertragen
Und muss es dir sagen
Du siehst mich nicht wie früher an
Bin ich nicht mehr dein geliebter Mann?
Mehr und mehr vergeht
Und ich schrei bevor es zu spät
Zu vertraut ist mir die Art der Braut
Aber Traurigkeit ist mir erlaubt
Ich hoffe auf ein echtes Verzeihen
Und fühle doch in meinem Herzen ein tiefes Loch
Und leichtfertig lasse ich es gähnen
Und sich nach anderen Schätzen sehnen
Obwohl ich innerlich genau weiß
Nur du bist mein großer Preis
Und ich beginne zu verstehen
Wenn ich dich verliere
Wird mit dir mein Glück für immer untergehen.
Luftgewinn
Erinnerung um die ich ringe
Es wirbelt in meinem Bauch
Im Kopf spukt es auch
Ist es ein schöner Traum oder bloß Rauch?
Feinde hinter jedem Strauch
So viel Veränderung
So viel Verlust
Ich drehe mich Tag für Tag im Frust
Spielball von Zufall
Was wäre der Befreiungsschlag?
Ein Schritt vor, ein Schritt zurück?
Von jedem ein Stück?
So was passiert nur mir
Schon immer ein Leben voller Schleifen
Bunt und zackig
Viel Luft in den Backen
Und Dampf auf den Hacken
Doch wo ich auch bin
Null Raumgewinn.
Wanne
In Wasser weicht deine Seele
Getrennt von mir
Wir spielen trenn dich hier
Wir schwimmen durch den Bauch
Und spüren es manchmal auch
Ist es mein Stil?
Ist es das was ich will?
Veränderung!
Flucht vor der Verantwortung
Kein Kind!
Und wir sitzen hier blind
Im nasskalten Wind
Wann wird die Sonne scheinen?
Nicht nur für die Großen
Sondern auch für die Kleinen
Nie
Im Fleisch
Angst
Zorn
Und in mir wächst ein Horn
So sinnlos
So nutzlos
Was wird?
Was reitet mich?
Alles bleibt so widerlich
Wo spielt mir die Musik?
In was bin ich wirklich verliebt?
Was immer in mir siegt
Ich bin darin verstrickt
Angst
Zorn
In meinem Fleisch sitzt dieser Dorn
Tief.
Anfang
Anbeginn
Nähe mit den Tieren
Was haben wir zu verlieren?
Ich leide und du badest
Ich kehre in mich und du liest Zeitschriften
Ich zittere und du siehst fern
Aber nur mein verletzter Stolz tötet mein Herz
Deines scheint mir wie Holz
Ein bitterer Scherz
Ich weiß, der Anfang liegt bei mir
Ich will mich frei schreiben
Wenn du mich nicht frei küsst
Doch ich werde es nie gestehen
Lieber will ich für dich durchs Seelenfeuer gehen
Und irgendwann fing dieser Irrsinn an.
Frei sein wollen
1
Eine Woche Kampf
Mit Freunden weinen
Um schönes Scheinen
Aber ist es mir die Wahrheit?
Spiel ich mir Komödie?
Mit Dampf und Krampf
Ein ungemeines Verbiegen
Sich winden im Eier kriegen
Ostern im Regen
Werde ich auch noch überleben.
2
Wer weiß schon um das Richtige im Leben?
Wir werden noch lange kämpfen um das Nichtige
Und ich muß akzeptieren
Das auch du hast ganz, ganz viel zu verlieren
Aber anders
Und das wir zusammen nur wieder gewinnen
Um was wir gemeinsam ringen.
Auch wenn alles so schwer
Und vor uns liegt ein Probleme Meer.
3
Ich weiß nicht mehr
was im Bauch mir noch brummt
Aber ich weiß die Zukunft immer besser und bunt
Als sie bisher Grau zu werden drohte
Und bleibe mir treu!
Auch wenn mich die Freiheit lockt
Wobei Angst und Feigheit in mir bockt
Denn all das ist nicht wirklich neu
Wir sind bloß noch so sehr geschockt.
Wie immer bisher
Auch wenn die Esche
Schlaff vertrocknet
Im Frühling trägt sie ein neues Kleid
So wird auch die Zeit unsere Sorgen lösen
Wie immer bisher, auch wenn wir nur dösen
Der Druck ist nur da, wenn wir uns nicht bewusst von ihm lösen.
Scheinheilig
Eine Phase voller Ungewissheit
Feinde überall?
Und ich verspüre die Gefahr
Den stetigen Verfall
Unser Leben stürzt in ein tiefes Loch
Und ich weiß nicht, wie ich den Fall bremsen soll
Verlassen sind wir von allen Freunden
Die keine waren?
Jeder ist sich eben doch selbst am nächsten
Und will lieber selber teuer in Urlaub fahren
Wer wagt den Befreiungsschlag?
Ich?!
Ich schwanke nun beinah jeden Tag
Ganz allein ist die Seele, mit der ich mich schon mehr als 30 Jahre quälen mag
Meine eigene Schuld!
Denn alles nehme ich zu Herzen
Und verspiele das Vertrauen in deine Liebe
Ohne die so wichtige Geduld
Ich muss auf meine alten Kräfte bauen
Allein stark sein
und nach vorne schauen
Die Seele befreien
Das Gemüt für neue Dinge öffnen
Den faulen Körper wecken
Ich weiß, mein Wille ist entscheidend um noch ein bisschen
Zukunft zu entdecken.
Welcome
1
Im Garten der Vergangenheit
Am Wasser des Trübsinns
Bei den geplatzten Träumen
Unter den Trauerbäumen
Freunde sein ist schwer
Und bei meinem Starrsinn noch viel mehr.
2
Ich laufe schon mal gerne blind durch den eisig kalten Wind
Und wundere mich, dass ich hier
Nur Ablehnung noch find
Wir kennen einander nicht
Und was uns fremd scheint nie im positiven Licht.
3
Lieber Harald, so schnell dein Bild verschwimmt
Wenn du gereizt um deine Ehre spinnst
Gewalt und Wut sind schlechte Partner Freund
Und schwer fällt jeder Rückweg,
wenn man die Selbsteinsicht versäumt
Ich weiß du leidest auch in Wirklichkeit, fühlst dich auf deine Art verraten
Doch wenn hier noch was Zukunft auf dich warten soll
Dann halt jetzt inne und Hintergründe deinen falschen Groll.
4
Ich kenne all dein Leiden gut und nichts kann ewig dich in Raserei verhalten
Wenn du erwachst und stehst allein
Dann wird dein ganzes Fühlen nur Bedauern sein
Doch niemand ist mehr da um zu verzeihen.
Sommervisionen
Scheinbar ziehen die Wolken über heiße Sommerspuren
Scheinbar ticken in diesem siebten Jahr ganz anders unsre Uhren
Aber was wäre ich ohne dich
Ich wäre ganz verloren auf dieser Welt
Auch wenn mein Geist Visionen hat
Von Neubeginn und neuem Lebenspfad
Auch wenn ich taumle in das freie Sein, ohne Netz und Boden
Deine Nähe hält zärtlich fest meine wilden Hoden
Deine Kraft umarmt mein Schicksal wie ein sanfter Engel
Dein glühendes Verlangen zieht mich heraus aus jedem sumpfen
Boden.
Und so träume ich im trüben Licht des frühen Sommers
Und ein Gedanke formt mir mit süßer Zungenschlange für dich aus Liebe ein Gedicht
So echt wie schlicht
In dem ich mein Gefühl für dich einfange und für immer deinem
Herzen bringe dieses Licht.
Was?!
Schweiß auf dem Bauch
Furz im Arsch
Muffe sowieso auch
Ich weiß das ihr alle es besser wisst
Ich weiß nachher wart ihr klüger und kräht auf dem Mist
Denn schließlich bin ich es jetzt auch schon
Ganz ehrlich in mir drin
Aber ich kann nicht zurück
Ich muss es tun!
Ich glaube einfach an mein Glück
Nur noch 2 ½ Monate
Nur noch!!!
Alles läuft schief
Wohnung, Vertrag, Gefühle
Wer gottverdammt hat uns dazu gezwungen?
Niemand!
Wir sind allein
Schließlich werde ich allein sein
Mit der Welt
Und mit meinem Gewissen
Darauf geschissen.
Adams Pfingstgesänge
Laufe übers Feld
Singe von der Welt
Vom Wesen der Menschen
Vom Glauben und Sein
Von Wahrheit und Schein
Man müsste Mäuschen sein
Finstere Feiertage
2001 ein Jahr voll Neuheiten
Ein Jahr voll neuer Freiheiten
So viel was uns bewegt
Und nichts was ich erschaffe
Bin doch nicht mehr als mein Vater der Affe
Tatenlos, nutzlos sitz ich herum
Bring mich für den Sinn meines Lebens nicht mehr um
Doch ein nutzloser Mensch ist friedlich und gut
Er hat keine Kraft und auch keinen Mut
Doch will er auch anderen seinen Willen nicht zwingen
Er will niemanden unter seine Herrschaft bringen
Er ist nicht wie die, die um den Sinn ihres Lebens ringen
und dafür andere um das ihrige bringen
Wahre Güte ist tatenlos
Wahre Kraft ruht im Schoß
Wahrer Friede braucht keinen Mut
Nur ein solcher Mensch ist gut.
Pfingstrose
Wer blickt mir dort im Spiegel entgegen?
Ein Anderer
Ein Fremder
Und doch, zu viel weiß ich über diesen dort
Zuwenig ist mir bekannt über seine schwarze Seele
Was treibt ihn an?
Was treibt ihn fort?
Wie wurde aus dem Kind so schnell ein Mann?
Was geschah in all dieser Zeit?
Ein Leben liegt zurück das schreit!
Soviel hat sich verändert
So viel ist noch das Kind in meinem Kopf
Von Fronten umgeben
Von Wahnsinn umringt
Von Menschen die anders leben, als sie in Wahrheit sind
Zu schwer wiegt die Erkenntnis
Mein Herz wird ganz gesprengt
Es ist mir das Behältnis
An dem mein Wille zum Weitermachen hängt
Doch bin ich scheinbar mir so sehr bewusst
So kenn ich doch den Hippie dort im Spiegel kaum
Weiß ich auch arrogant die anderen einzukarten
Möchte ich mir darum manchmal schon die Fresse hauen
Wüsste ich nicht besser, dass es meines Vaters Wesen ist
das unbewusst mein Mundwerk lenkt
das immer wieder etwas rasch daher sagt, vor dem es denkt
So schau die Rose vor dem Teich
Sie hängt schwer im Leben, der Mimose gleich
So bin ich eben und das ist auch alles was ich sicher über mich weiß.
Durchs Aggertal
1
Gelobtes Land
Rheinische Berge
Kaum gekannt
Schöne Idylle am Großstadtrand
Fast schöne Heimat
Was beinah zu nah und doch nicht geworden ist klar
Scheint jetzt so wunderbar
Und ist uns verloren
Doch bereue ich im Voraus?
Ich hab mir ein NEIN drauf geschworen.
2
Der Pfad durch die Gräser
Wird mir zum Gräuel
Die Augen rot
Die Nase ein Sturzbach
Der Weg ein Geheul
Oh Sommer
Du bist mir ein schlechter Freund
Aber du mein Schatz lebst auf
Nachdem deine Tage so voller Qual
Dir gönne ich jeden Sonnenstrahl.
3
Und wir genießen die Zeit
Trotz Ungewissheit
Trotz dunkler Zukunft
Und verworrener Pläne
Ich weiß das wir unser Glück werden finden
Ich glaube an die Schicksalsfäden die uns aneinander binden
Wie diesen Tag jede weitere Träne.
Abschiedsmal
War es eine Freundschaft mit Frau M?
Und sitzen und Vertrauen zurückgewinnen
Filme die Gedanken machen
Schwarze-weiße Vergangenheit
Betroffener Schmerz in der Seelenleere
Sein in unserer Plastikwelt
Älter werden im Frieden der Bedeutungslosigkeit
Risiko das in meinem Magen wirbelt
Aber noch weniger zu ertragen wären die ewig gleichen
Träume die kippen
Wohin?
An der Altersschwelle in die „Was tue ich hier?“ – Schlucht
Von alterndem Gerät umgeben
Komme nicht mehr mit!
Verstehe die Jungen nicht mehr
Gehöre nicht mehr zu ihnen
Bin nur ein unbedeutender
Neohippie
Aber stolz drauf
Nicht aus Zeitgeist sondern aus Überzeugung
Ich spüre die Distanz
Sie ist nicht mehr zu überwinden
Aber nur wenige Minuten am Abend zeigen die Absurdität
der Gewöhnung
Ich glaube wir beide sehen es.
Neues
Kalenderschlendrian
Alleine mit Gedanken an die wage Zukunft
Ich spüre deine und meine Angst sich um unsre Schenkel ranken
Und doch streben wir voran durch den Nebel
Obwohl der Drang zur Umkehr beinah Bäume entwurzelt
Mein letzter Tag naht
und ich spüre das Unverständnis der Freunde
Warum? Steht ihnen auf der Stirn
Wie dumm kann man sein, alles aufzugeben?
Tja so dumm
Aber sind es wahre Freunde?
Ich weiß es nicht mehr
Meine Urteilskraft ist vernichtet durch die letzten Wochen
Ich, wir!!!
müssen gehen
Denn nur aus dem neuen kann Neues
und vielleicht auch diesmal wieder Gutes entstehen
Denn gute Zeiten bleiben zurück
Aber Hoffnung auf dein Paradies nimmst du mit
Meines bist du.
Abschiedsfest
Wenig Geist
Und ihr verreist
In den finsteren Osten
Sitze neben dir im Auto und empfinde keinen Glauben
An ein wahres Gefühl
Gibt es das überhaupt?
Oder ist nur jeder sich vertraut?
Ein wunderbares Abschiedsfest
Im Regen zusammengerückt
Und ich fühlte mich mit Lob geschmückt
Wahre Freundschaft ist leise
Und wird sich in der Ferne beweisen
Nächstes Jahr im Schwarzwald sehen wir uns wieder
Oder nie wieder
Die Reihe der Verluste ist lang
Das Leben ist ein ewiger Zwang
Wer, zum Teufel bestimmt diesen Wahn?
Der Stamm
Die Flut der Gesänge
Im Sein Ein Seelengedränge
Im Fieber auf neue Zeiten
Denen wir schlingernd entgegen gleiten
Auf wackeligen Brücken
Ein Klammern und ein Aneinanderdrücken
Am Horizont die dunkle Zweifelfront
Und ich bald allein im reizvollen Schein
Muss mich neu erfinden
Und viel Gewohnheit überwinden
Mit Elan zu neuen Zielen
Leide doch an alten Schwielen
Der Chor der Gesänge
Die scheinheilige Freude
Unsere Luftschlossgebäude
In finanzieller Enge
Doch unser Stamm ist die Liebe
Immer Ursprung der stärksten Triebe
Unser letzter nicht angesägter Ast
Er trägt auch im Sturm dieser Tage
All unsere gemeinsame und einsame Last.
Wohlsein
In Dunkelheit leben
Gegen den Zeitgeist reden
Kampf gegen den Krampf
In heißen Sommernächten
Den inneren Totentanz
Was uns bewegt
Die kleinen Dinge
Und was uns zerrinnt
Die scharfe Klinge
Die in uns schwingt
Beisammensein
Getrennt durch innere Welten
In Helligkeit blenden
Mit dem Zeitgeist schwimmen
Krampf im Magen
Auch in kühlen Sommertagen.
Rote Wand
1
Tischbein
Schönes Wohngefühl
Goldener Spiegel
Ich unerkanntes Wesen darin
Gartenzauber
Ich will hier nicht weg!
Wo ist meine Laune versteckt
Internetkabel in die „Cyber Welt“
Schöne Flucht
Wird zur Sucht
Hitze im Land
Denke von so vielen Dingen
( Wäre gern davon gerannt
Von denen ich nicht weiß ob sie mir gelingen
Wo ist der glückliche Plan?
Wo das Rezept, das mich sicher durch die nächsten Monde schleppt?
2
Zu langes Haar
Im Dampf der Hitze
unertragbar
Und da bist du!
Flecken im Gesicht
Und ihr Viecher tobt über meine Faulheit Gericht
Mein Ziel der Ziegenbart
Wo sind die Freunde in der Heimat?
Die Träume sie reiten auf dem Hexenbesen davon
Nein, er steht noch in der Ecke, hinter dem eisernen Herzen und dem Engel in der Traubenhecke.
Vater im Land
Geschichten im Kopf
Ich sollte all die Dinge tun, die in mir ruhen
Aber wer ist so stark?
Ich bewundere immer wieder diese starken Menschen
Was habe ich der Welt schon zu sagen?
Nichts habe ich erlebt
Kein Tod, kein Krieg, kein Abenteuer
Das Leben tobt um mich herum
Ich sitze auf der Insel der Glückseeligen
Unkritisch
Unpolitisch
Nicht wirklich betroffen
Sicher nicht ohne Mut
Aber auch mit viel Angst in der Seele
Für ein Wunder kaum offen
Ich erkenne in mir den doch so unbekannten Vater
Dessen Geschichte ich wissen möchte
Und ob ich doch nicht die Fragen stellen kann
Bis es vielleicht zu spät
Aber die Wahrheit wird sein:
Ich fürchte mich vor der Wahrheit
Mehr noch, ich fürchte mich davor, dass er die Wahrheit verschweigt
Oder das er sich nur der Lüge getraut
Denn in ihm ist die gleiche dunkle Seite, die auch mir vertraut
Aber, andererseits weiß ich dass er gerne seinen Idealen entsprechen würde.
Vielleicht mach das Alter ihn mutig und weise
Ich hoffe darauf.
Hängende Esche
Hier im Schatten liegen die Matten
Drei liebende Tiere
Die meinem Leben den Sinn gestatten
Auch wenn sie nur da sind
In der Hitze ganz starr sind
Zu oft vergessen die Menschen ihre Herkunft
Und ihr vertraut sein mit der Natur
Ohne diesen Schatz, wäre das Leben kein Leben
Sondern ein bloßes Dasein nur.
Brasil
Tabakgeschmack im Mund
Blonde Lehrerin
Unglaublich nett
Zwischen Konzentration
Und steter Verlockung
Hitzige Stadt
An der Dreisam entlang
Freiburger Freiheitsklang
Was hab ich mir aufgeladen?
Überall gleiche Sorgen
Doch nicht schlecht in Solingen
Aber viel bessere Menschen
Kölsch zum Glück spült meine Gedanken zurück
Im Käfig
Pulsierende Stadt
Hier leben die Menschen
Hier will ich leben
Hier hab ich das alte Leben satt.
Am Bächle
Ein gutes Gefühl
Während der Wind auf meinem Sattel singt
Oh weh mein Ärschle!
So viel Sommergefühl
Und es geht mir von der Hand
Ein Wahnsinns Lebensgefühl
Umgeben von Schönheit
Wasser und Bergen
Nackte Weiberhaxen
Wippende Busen
Einfach alles zum Schmusen
Doch Vorsicht!
Hohe Konzentration
Ein Jahr das oh weh vorbei wird rasen
Und danach sitz ich da und muss Trübsal blasen
Aber was macht es Sinn
Jetzt schon zu fürchten
Ich werde doch nicht mir zu früh
Auf die süße Hoffnung verzichten.
Flussland
1
Ich laufe und denke
Ich denke und laufe
In meinen Gedanken ich noch ersaufe
Kunst in der vergangen Nacht
Ein Akrobat der in die staunende Menge lacht
NACHTWERK
PAN OPTIKUM
Schweiß in der Sonne
Zauber der Feuer.
2
Ein Wochenende der Wonne mit dir
War mir schön und teuer
Viel Eis und viel Träumen
Viel Frust und ein Plattfuß unter schattigen Bäumen
Und schon braust du wieder davon
Zurück zu unseren Süßen
An die wir immerfort gedacht
Und ich bleib zurück im Alltag voller Sorgen.
3
Alles nur Worte die der Akrobat verlacht
Doch auch dein Morgen ist wieder ein neuer Kampf für unsere glückliche Zukunft ohne Sorgen
Alles bleibt im Fluss
Und ich sehne mich nach dir unentwegt
Auch wenn du erst zwei Stunden fort
Jede Sekunde ist an meiner Seele Mord.
20 Tage
Nette Kollegen
Viel mehr Breite als in Solingen eben
Doch auch hier wird nur mit Wasser gekocht
Die mir Experten schienen sind auch nur Menschen
Aber jetzt ist eine gefährliche Zeit
Gutes Herz sei bereit!
Schreit meine wachsame Seele
Lass dich nicht kränken und wie im Bergischen das Vertrauen ertränken
Sie durchleuchten dich und stecken dich in ihr Urteil
Du musst um die Akzeptanz ringen
Die Guten auf deine Seite bringen und die Schlechten…
Vielleicht gibt es sie hier nicht?
Aber ich glaub ich bin mal wieder zu naiv
Doch die Hoffnung ist schön
Bisher ging es noch nicht schief
Nicht in 20 Tagen
Und mir selbst bleib ich treu
So geht es
Teu , teu , teu!
Im Zimmer
Plötzlicher Regen
Auf der Jagd nach dem neuen Zuhause
Wirbel im Kopf
Stress in jeder Pause
Wie geht es weiter?
Wie kann ich gefallen?
Was verbirgt sich hinter euren lächelnden Gesichtern?
Wird mir der Spagat gelingen
Alle Erwartungen zu erfüllen
Haslach ein guter Bibliothekar zu sein
Uns ein neues Heim zu finden
Mir selbst alle Träume zu erfüllen
Und alles besser zu machen als zuvor
Tausend Dinge zu bedenken
Welch Mut
Ich ersticke fast daran in diesem kleinen Zimmer.
Arme Sau
Mein kleines Reich
Wird mir Zuhause
Und doch sitz ich hier voll Sehnsucht nach Hürth (dir)
Freiburg, ich ergründe auch deine Hässlichkeit
Oh schlichtes, schönes Rheinland
Oh, gelobtes bergisches Land
Oh, wundervolle Eifel
Ihr Alle seit Nahrung meines Zweifel
So fremd ist mir die Fremde
Und doch bin ich stets objektiv
Und denke im Stillen nur negativ
Schließlich war alles alleine mein Wille
Der nun nicht mehr weichen will, wo ich ihn so energisch rief
Entwurzelt fühl ich mich
Im Sturm des Neuen um mich rum
Kann ich nicht einfach mich in deinem Schoß verbergen
Nein, alleine muss ich stehen, stark und trotz aller Leiden stumm
Ich kann mich selbst nicht mehr verstehen
Und glaube heute, damals war meine Entscheidung dumm
Aber ich weiß in mir genau, der wer so denkt in mir, ist bloß, die arme momentane Sau.
Letzter Zug
Übelkeit
Vor der eigenen Inkonsequenz
Vor den eigenen Gelüsten
Angst
Vor der unsicheren Zukunft
Vor der Wucht der Realität
Die mich mitreißt
Hier in meiner Zelle
Ein Treiben wie ein Ping-Pong-Ball
Wie von der Kraft des Urknall
Fort ins Nichts!
Verzweiflung über die Zukunft
Sturz ins Bodenlose
Feigheit vor dem Tod
Andere kennen das nicht
Sie sterben wie die Fliegen im Scheinwerferlicht.
Badenerland
Da ist er immer wieder, der Hoffnungsschimmer
Doch jetzt wird auch das Wetter schlechter
Ist es nicht wie immer?
Und die Zeit treibt unerbittlich voran
Und nagelt uns an die Wand
Wenn wir nur wüssten was wir wollen
Welches Heim uns ruft
Dann wäre mancher Schreck gebannt
Vorerst wirken wir verschollen
Wenn die Zukunft
Traumbilder in unsre Köpfe malt
In denen alle Schulden längst bezahlt
Ha, ha!
Wenigstens hast du den Tagessieg errungen
Und auch ich gewinne Land
Vielleicht ist doch bald was gelungen
In diesem fremden Badenerland.
Bettler
So schrecken uns die jungen Bettler
Ist nur jetzt unser Auge offen dafür und hier?
So blind wir waren im Kölner Revier
Ist es die heiße Stadt
Ist es der soziale Draht, der das Gesindel zieht?
Ein Dorn im Auge
Es stört uns ungemein in unsrer jungen Liebe zu dieser Stadt
Ich kann es mir kaum glauben
Bin ich denn wirklich schon so spießig gar geworden?
Bin ich denn wirklich schon so satt
Will ich das Elend und den alternativen Lebensweg nicht sehen,
den sie gehen?
So ist es wohl verdorben mit meinem gar so hoch geschätzten menschlichen Souverän
Aber an einem anderen Tag werd ich den Euro doch wohl haben
Denn eigentlich ist er nicht so groß, zwischen uns der Graben
Es fehlt bloß ein bisschen Arbeitslos.
Attac
Was geschah?
Was viele vorher kommen sahen
Es war uns fast nicht zu ersparen
Denn die Enge in den Köpfen
Sie herrschte auch bei uns
Wie unter den Turbanen
Wenig bedeutet ein Mensch dem Anderen
Und doch ist es die Katastrophe, die uns näher bringt
Es bleibt wie ein schlechter Film
Ist unsere idyllische Zukunft dahin?
Wie kann man nun noch glücklich sein?
Jeder eigene Frust erscheint dagegen harmlos und klein
Wie geht es weiter?
Kann dies das Ende sein?
Zumindest sein Anfang
Wofür also planen?
Déjà-vu
Da sind sie wieder die Menschen, die nur mit sich selber leben
Ich habe sie im Bergischen nicht zurückgelassen
Ist das zu fassen?!
Aber zum Glück bin ich heute nicht so ein Grünschnabel
Und taumle nicht mehr so schnell in den Gassen
Aber es ist schon sehr merkwürdig, wie ähnlich sich die Typen
sind
Und ich bin ein gebranntes Kind
Doch diesmal werde ich stark sein
Und versuchen nicht zu hassen.
Breisach
Synonym für Träume
Die luken über Bretterzäune
Wie vernagelt scheint die Hoffnung
Die Wirklichkeit stinkt wie ein Opossum
Und im Regen will ich alle Angst ablegen
Den Sonntag dich nur beständig an der Schnur
Und zugleich ein Lauf durch das Museum Augustinum
und den Schlossberg hoch empor
Die schöne Stadt mit andren Augen sehen
Die Wirklichkeit zurück mir drehen
Und aufs neue unsren Wunsch verstehen
Noch immer wollen wir runtergehen!
Auch wenn wir dabei untergehen
Doch dann im Rhein
So muss es sein.
Die Kammer
Septemberfieber 2001
Wendepunkte
Tausend Pfade führen in den Abgrund
Tote Jugend
Zerbombte Zukunft
Was wird sein?
Wofür ein Häuschen bauen?
Meine grüne Seele schmerzt
Raus aus der Regierung!
Bruder meine Augen sind offen
Und doch schmerzt es mich und macht mich ewig betroffen
Denn meine Familie war mir was wert
Liebe verkehrt
So unausgesprochen war der falsche Zusammenhalt
Nur ein Schatten der Wahrheit halt
Ich musste es tun…
Für mein Leben, mit meiner wahren Liebe eben
Um nicht ewig in der Kammer zu sitzen und wichtige Tage wie
diese in die Wand zu ritzen.
Sterbender Sommer
1
Dunkle Kraft
Sterbender Sommer
Der in mir schlaflose Gedanken schafft
Durch goldenes Laub
Wandern unsere Hoffnungen
Zu fallen im Winter in Staub
Ein Spiel der Balance
Wer wagt gewinnt!
Und ich treibe durch die Wucht der Arbeit wie ein welkes Blatt im
Wind
Wissen wir wer wir sind?
In Zeiten die mit uns Schlitten reiten
Und Angst und Schrecken sehr verbreiten
Und ich such um meine Spur in der Freiburger Kultur
Wo andere, ältere Menschen ein Leitbild mir scheinen
Und wie neue Sonnen den Horizont vereinen
Bedrängt mich doch die Angst vorm Scheitern
Durch die Gemeinen
Und mein eignes Schlendern.
2
Hier in meiner Dichterstube wirke ich als böser Bube
Lass mich treiben meinen Schwächen zu
Finde nicht zur dichterischen Ruh
