(M)eine kreative Kurzzeittherapie - Katrin Thomas - E-Book

(M)eine kreative Kurzzeittherapie E-Book

Katrin Thomas

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Beschreibung

Haben Sie das Gefühl, dass in Ihrem Leben etwas nicht stimmt – Sie wissen aber nicht genau, was das sein könnte? Fühlen Sie sich ziellos, oder sind Sie auf der Suche nach einer neuen Richtung für Ihr Leben, nach Erkenntnissen über sich selbst? Dann ist dieses Buch genau der richtige Begleiter für Sie! Katrin Thomas, erfahrene Systemische Familientherapeutin, lädt Sie ein zu einer Entdeckungsreise in Ihr eigenes Ich. Die von der Autorin eigens für die selbstständige Anwendung aufbereiteten Methoden aus ihrer therapeutischen Praxis helfen Ihnen, sich kreativ und methodisch mit dem auseinanderzusetzen, was Sie negativ beeinflusst – und dabei, positive Lösungsansätze für Ihr weiteres Leben zu finden. Mit vielen Übungen – von kreativen Zeichenaufgaben über Stammbaumarbeit bis zu Methoden des Qigong –, die Sie direkt in die Praxis umsetzen können, stellt Ihnen dieses Buch Schritt für Schritt und Tag für Tag das notwendige Handwerkszeug bereit, um zu sich selbst zu finden und Ihr Leben in neue, hoffnungsvolle Farben zu tauchen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Veröffentlichungsjahr: 2021

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ibidem-Verlag, Stuttgart

Inhalt

Einführung

Meine Erfahrungen als Therapeutin und Klientin

Krise als Chance

Systemische Therapie: Eine Einführung

Glaubenssätze, Affirmationen und sich selbsterfüllende Prophezeiungen

Hausaufgaben

Kreatives Zeichnen - Malen

Fantasie, Intuition und Empathie nutzen

Stammbaumarbeit

Qigong und Psychotherapie - ein neuer Weg

Und was nun? Ausklang

Weiterführende Literatur

Einführung

Dies ist ein

Haben Sie das Gefühl, dass in Ihrem Leben etwas nicht stimmt – Sie können aber nicht genauer bestimmen, was das sein könnte? Fühlen Sie sich ziellos oder sind Sie auf der Suche nach einer neuen Richtung für Ihr Leben, nach Erkenntnissen über sich selbst?

Dann ist dieses Buch, (M)eine kreative Kurzzeittherapie, genau der richtige Begleiter für Ihre aktuelle Lebensphase. Es lädt Sie zu einer Entdeckungsreise ein, dazu, Ihrem eigenen Innern auf den Grund zu gehen und dabei selbst zu gestalten. Es ist eine Anleitung, mit der Sie selbst therapeutisch tätig werden können, mit sich!

In 25 Jahren Beratungsarbeit habe ich eigene Methoden entwickelt, die es mir als Therapeutin ermöglichen, innerhalb kürzester Zeit mit meinen Klienten kreativ zu arbeiten. Diese Methoden möchte ich Ihnen vorstellen und zugänglich machen. Die von mir entwickelte kreative Kurzzeittherapie basiert auf der systemischen Therapie, die ich um kreative Elemente erweitert habe. Verschiedene Teile des Therapiekonzeptes habe ich eigens so aufbereitet, dass Sie diese sofort in der Praxis einsetzen können. So können Sie wichtige Fragen Ihres Lebens beantworten und Knoten lösen, die Sie blockieren. Das Besondere an der kreativen Kurzzeittherapie ist außerdem, dass Elemente des Qigong in die Beratung einfließen. Auch diese werden hier vorgestellt, um die Verbindung von meditativer Körpertherapie und kreativem Suchen zu ermöglichen.

 

 

Das Buch bietet Ihnen weiterhin Unterstützung, wenn Sie sich in einer Krisensituation befinden, wenn etwas gerade schief läuft oder Sie erkennen, dass es in Ihrem Leben bestimmte Muster gibt, die Ihnen nicht gut tun und die Sie überwinden wollen. Vielleicht leiden Sie aber auch unter einer Krankheit, einer Trennung, Einsamkeit, haben Schlafstörungen, Angst oder fühlen sich unverstanden. Trauer oder Depression sind weitere Krisen, bei deren Bewältigung die in diesem Buch vorgestellten Ansätze helfen können.

Oder aber Sie hadern mit einer der sogenannten Wohlstandskrankheiten: Psychosomatische Krankheitsbilder wie Allergien oder Essstörungen haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten enorm zugenommen. Diese Krankheiten sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, es lohnt sich, die psychischen Zusammenhänge auszuloten. Auch dabei kann Ihnen dieses Buch helfen.

Der erste Schritt für eine Veränderung kann das Gefühl sein, dass sich etwas in Vorbereitung befindet, eine Veränderung geschehen soll. Für viele Menschen bedeutet Hilfe bei einem Therapeuten zu suchen immer noch, Schwäche zu zeigen und ist verpönt. Ängste vor dem Unbekannten und vor der Einmischung Anderer hemmen.

Mit meiner Art der Beratung und Therapie möchte ich diese Ängste reduzieren. (M)eine kreative Kurzzeittherapie ist ein Buch zum Mitmachen, es kann Ihnen Lösungen, Ideen und Einsichten liefern, auch wenn Sie vorerst nur zu Hause mit sich und an sich arbeiten und keinen Therapeuten treffen.

In den nächsten Kapiteln gebe ich zunächst einen Einblick in meine eigene Arbeit und Biografie, erläutere, warum Krisen eine Chance für einen Neuanfang sein können, und stelle die systemische Therapie vor.

Der Praxisteil gibt Ihnen mit verschiedenen Methoden und Übungen praktische Anregungen, wie Sie Antworten auf Fragen finden, die Sie derzeit beschäftigen. Nehmen Sie die Anregungen auf und prüfen Sie, welche Ihnen für Ihre Situation helfen können. Welcher Vorschlag spricht Sie an?

Sie dürfen sich Fragen stellen und Antworten finden.

Im Kapitel Glaubenssätze, Affirmationen und sich selbsterfüllende Prophezeiungen erhalten Sie erste Instrumente an die Hand, um sich selbst besser kennenzulernen – und um unbewusste Blockaden und Lebensregeln zu überwinden.

Die nächste Methode, die ich Ihnen vorstellen möchte, ist die der Hausaufgaben. So nenne ich Zeiten, in denen Sie aufkommende Fragen beantworten können, etwa »Wer bin ich eigentlich?«. Diese wichtigen Fragen erweitern den Horizont.

Das Kapitel ist thematisch geordnet und Sie selbst entscheiden, welches Thema für Sie am Dringlichsten ist und welches Sie als erstes angehen möchten:

Lebenszufriedenheit

Partnerschaft, Kinder, soziale Kontakte

Kreativität und Spiritualität

Ängste und Sorgen

Tod und Sterben

Gesundheit und Wohlbefinden

Wer bin ich?

Es sind bereits einige Fragen für Sie vorbereitet. Sie können sich jeden Tag eine gerade zu Ihnen passende heraussuchen und sich damit beschäftigen – und so Ihre Hausaufgaben machen.

Das Kapitel Kreatives Zeichnen –Malen erklärt, wie Sie tiefere Wahrheiten aufspüren können. Traumbilder und Bilder zu bestimmten Fragen oder spontanes, kreatives Loskritzeln wird Ihnen Buntes und Dunkles aus dem Inneren zeigen.

Weitere Methoden der kreativen Kurzzeittherapie, die sie im Kapitel Fantasie, Intuition und Empathie nutzen kennenlernen, werden Ihnen helfen, sich besser zu verstehen – und damit ihre eigenen Stärken und Ressourcen zu nutzen.

Im Kapitel Stammbauamarbeit werden Anregungen gegeben, die eigene Biografie und Entwicklung zu beleuchten, um ein besseres Verständnis für sich selbst zu erlangen.

Ihre familiäre Situation können Sie mithilfe eines Stammbaums, auch Genogramm genannt, erarbeiten und dabei Fragen beantworten wie:

Wo komme ich her?

Wie wurde meine jetzige Situation aus der Vergangenheit beeinflusst?

Welche Auffälligkeiten gibt es?

Welche neuen Erkenntnisse kann ich erlangen?

Probieren Sie es aus, die Methode macht Spaß und ist erhellend!

Ich habe herausgefunden, dass Qigong, in der Lebensberatung praktisch mitgenutzt, sehr gut öffnet. Eine Besonderheit der kreativen Kurzzeittherapie ist die Möglichkeit für Sie, sofort in sehr einfache, aber gleichzeitig stark wirksame, entspannende Qigong­übungen einzusteigen und diese zu praktizieren. Die Übungen, die im Kapitel Qigong und Psychotherapie – ein neuer Weg vorgestellt werden, unterstützen Sie ganzheitlich beim Loslassen und Aktivieren. Sie klären Ihr Energiefeld und verbinden Körper und Seele. Qigong ist eine Art Energiemeditation, die sehr einfach und extrem wirksam ist – ein Geschenk für Ihr weiteres Leben.

Weiter lesen Sie in diesem Buch einige Beispiele aus meiner therapeutischen Erfahrung, darüber, wie eine Lebensberatung aussehen kann, aus welchen Gründen Menschen zu mir gekommen sind und was ihnen geholfen hat, ihre Krise zu überwinden. Vielleicht finden Sie sich in diesen Beispielen wieder und Sie können an die Erfahrungen meiner Klientinnen und Klienten anknüpfen.

Vor einer tiefgreifenden Krise wird oft nicht anerkannt, dass großes Glück ebenso wie tiefes Leid erfahren werden müssen und stetiger Wandel zum Leben dazugehört.

Vielleicht haben Sie bis jetzt gedacht, dass Sie Ihr Leben im Griff haben. Alles lief glatt: in der Ausbildung, im Studium, im Job und mit der Familie. Und dann passiert etwas, das Sie aus der Bahn wirft. Und Sie bemerken, dass Sie gerade nicht wissen, wer Sie sind und was Sie ausmacht. Sie können nicht reagieren oder erfahren großen Kummer. In einer solchen Phase gibt Ihnen dieses Buch eine neue Chance. Kreativ, frei und spontan dürfen Sie etwas tun. Sie können zu Hause beginnen, sich selbst kennenzulernen.

Ihre Intuition wird angesprochen und durch das kreative Arbeiten gelangen Sie in jedem Fall zu mehr Selbsterkenntnis.

Fangen Sie an!

Und wenn Sie bemerken, dass Sie allein nicht weiterkommen, zögern Sie nicht, sich weitere Hilfe zu suchen. Die ersten Schritte sind getan, aber ein kleiner Stupser von Außenstehenden kann sehr effektiv sein. Freiberufliche Therapeuten, wie ich es bin, gibt es in jeder Region – und sie sind gerne bereit, eine gewisse Zeit mit Ihnen an den Themen zu arbeiten, die Sie bereits mithilfe der Anregungen dieses Buches wunderbar vorbereiten konnten. Mittlerweile gibt es Beratung auch vermehrt online oder telefonisch. Vielleicht erleichtert dies den ersten Kontakt.

Eine Lebensberatung kann aber den Gang zum Arzt nicht ersparen, wenn ernsthafte Erkrankungen vorliegen oder Suizidgefahr besteht. Sie bietet vielmehr eine Begleitung in Umwälzungsphasen an.

 

 

Meine Erfahrungen als Therapeutin und Klientin

Mithilfe meiner eigenen Erfahrungen möchte ich Ihnen deutlich machen, dass unterschiedliche Formen von Beratung und Therapie im Leben unterstützen können, insbesondere dann, wenn man in kritischen Lebensphasen allein nicht weiterkommt.

Ich bin in der DDR aufgewachsen und mit 21 Jahren im März 1984 nach West-Berlin ausgereist. Ich entschied mich für eine Ausreise, weil ich mich in der DDR eingeschränkt fühlte und tatsächlich überwacht wurde. Reisen konnte ich nur in die Tschechoslowakei, weil man für dieses Land kein Visum benötigte, bestimmte Literatur war nicht verfügbar, auch die Musik, die ich hören wollte, war kaum erhältlich. Mein Freundeskreis bestand aus Menschen, die sich mit der Welt auseinandersetzten, die diskutierten, tanzten, Musik machten, oft lange Haare hatten. Manchmal kamen auch junge Leute aus dem »Westen« dazu, und wir hatten durch sie die Möglichkeit, größere Zusammenhänge zu erkennen.

Eines Tages um 6 Uhr morgens stand die Staatssicherheit vor der Tür. Die Wohnung, die ich mit meinem Freund bewohnte, wurde durchsucht und wir in getrennten Fahrzeugen zu einem Verhör in die Normannenstraße in Berlin gebracht. Einfach so, ohne dass wir uns etwas hatten zu Schulden kommen lassen – außer vielleicht, jung, abenteuerlustig und freiheitsliebend zu sein. Meinem Freund und mir wurde unterstellt, Flugblätter gedruckt zu haben und den Staat denunzieren zu wollen. Dieser haltlose Vorwurf konnte glücklicherweise entkräftet werden, es wurde uns aber empfohlen: »Passt euch besser an oder geht in den Westen.« Nach dieser Erfahrung wurde mir klar, dass eine Ausreise die einzige Lösung wäre. Schlaflose, angsterfüllte Monate folgten diesem Übergriff.

Ich heiratete meinen Freund und wir beantragten gemeinsam die Ausreise, die – nach einigen erfolglosen Versuchen – mit der Ausreisewelle im März 1984 bewilligt wurde.

Im Westen angekommen, wurden alle Pläne für unseren Neuanfang schnell durchkreuzt. Mein Ehemann starb kurze Zeit nach der Ausreise bei einem Autounfall in West-Berlin. Ich ließ mich nicht unterkriegen und packte mein Leben nach einer kurzen Trauerphase wieder an. Das Leben im neuen Land wollte gelebt werden. Ein Freund wurde zum Lebensgefährten und wir heirateten bald.

Mit 22 Jahren wurde ich Mutter. Ich holte mein Abitur an der Abendschule nach, wenn der Vater zu Hause war. Nach drei Jahren Ehe klappte es nicht mehr. Ich trennte mich, zog mit meiner Tochter aufs Land bei Hannover, studierte Sozialpsychologie und Soziologie, suchte mir einen neuen Partner – und wurde immer dünner.

Das Leben war anstrengend. Ich arbeitete mich mit dem Neuen an Elternbildern und am Mann- und Frausein, an der Gleichberechtigung ab. Gleichberechtigung als Mutter? Ich hörte immer wieder Sätze wie: »Wegen dem Kind musst du doch eh einkaufen, kochen, putzen, da muss ich das doch nicht machen. Ich hacke doch Holz.«

Zufällig erhielt ich einen Hinweis auf eine Lebensberatungsstelle. Dort traf ich auf eine sehr kompetente, etwas ältere Frau, die selbst Mutter war und meine Lebenssituation verstehen konnte. Sie war systemische Therapeutin. Diese, meine erste Lebensberatung, die über einige Wochen verlief und einmal in der Woche eine Sitzung von einer Stunde beinhaltete, brachte mich mir näher. Ich fuhr zur Mutter- und Kindkur, zog mit meiner Tochter in ein Studentenwohnheim in Hannover und erlebte mich nach und nach als stark.

Während des Studiums und zusätzlich dazu wurde ich innerhalb von drei Jahren systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin. Ein Praktikum bei der Familienberatung in einem Kinder- und Jugendheim begleitete die gesamten drei Jahre. In der Universität war die praktische Anwendung des Gelernten kein Teil des Studiums. Wie soll man aber nach vier oder fünf Jahren Studierens wissen, wie, was und wo man arbeiten will, wenn man dies nicht schon einmal in der Praxis ausprobieren kann? Ich hatte mir schon während des Studiums Gedanken gemacht, und deshalb war ich durch meine praktischen Tätigkeiten gut aufgestellt. Ich bekam sofort eine Teilzeitstelle in einer Jugendberatungsstelle als Therapeutin.

Ich fand eine Wohnung für mich und meine Tochter und einen Garten in der Nähe. Der Freund wurde erst immer distanzierter, dann war er vollkommen weg. In vier gemeinsamen Jahren merkt man, ob eine Beziehung sich weiterentwickelt und eine Zukunft hat. Die Trennung und der frühe Tod meines Vaters kamen zeitgleich. Ich trauerte allein, an Wochenenden oder in Zeiten, in denen meine Tochter bei den Großeltern oder bei ihrem Vater war.

Meine erste Stelle nach dem Studium erwies sich nicht als Glücksgriff. Der Chef der Beratungsstelle mobbte die Angestellten. Nach einem Jahr kündigte ich. Ich machte mich selbstständig, arbeitete einige Zeit in einer Lebensberatungsstelle, in der ambulanten Jugendhilfe und in der Volkshochschule. In dieser Zeit traf ich meinen jetzigen Mann, der damals noch studierte. Seit 26 Jahren gehen wir miteinander durch dick und dünn und sind weiterhin glücklich.

Die selbstständige Arbeit brachte natürlich auch Unsicherheiten mit sich. Urlaub, Krankenkasse und Alterssicherung, alles musste ich allein stemmen. Deshalb nahm ich eine halbe feste Stelle in der sozialpädagogischen Familienhilfe an. Dort arbeitete ich mit gestörten Familien und deren Kindern, musste ergründen, ob ein Kindeswohl gefährdet war. Dies war eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, die oft auch schlaflose Nächte mit sich brachte.